ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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 Betreff des Beitrags: Streikbruch bald verboten
BeitragVerfasst: 05.10.2013, 20:06 
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Registriert: 24.09.2011, 14:36
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Geschickter weise hat der DGB in den miesen Tarifverträgen vereinbart das wir nicht mehr als Streikbrecher tätig werden dürfen, somit hat man uns die einzige Waffe genommen gegen die gerade zu zynischen Tarifabschlüße in unserer Branche. Festangestellte dürfen uns weiter wie den letzten Dreck behandeln, wärend wir für ihren Wohlstand schuften und selber immer weiter davon abgehängt werden. Eine eigenständige gewerkschaftliche Organisation innerhalb des DGB wird uns nach wie vor mit vorgeschobenen Argumenten verwährt, denn der DGB selbst verdient mit eigenen Zeitarbeitsfirmen Geld und da darf es schließlich nicht sein das man uns dreckigen Zeitarbeitern erlaubt eine eigenständige Gewerkschaft zu gründen. Nach wie vor beharrt der DGB auf eine Monopolstellung für eine gewerkschaftliche Organisation für Arbeitnehmer, ganz egal ob man die Interessen vertritt oder nicht. Leiharbeiter sind im DGB immer noch Mitglieder zweiter Klasse und darum ist es unser Recht ihre Streiks zu brechen. Denn nur so werden wir vielleicht endlich mal ernst genommen und unsere Forderung nach gerechten Löhnen endlich durch gesetzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Streikbruch bald verboten
BeitragVerfasst: 07.10.2013, 09:28 
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Registriert: 19.09.2010, 17:02
Beiträge: 52
Meinst du das jetzt wirklich ernst oder sehe ich nur den Ironie-Smiley nicht?

Die Kritik am DGB kann ich ja noch verstehen, aber wie soll ich mir Streikbruch als Kampfmaßnahme von LeiharbeiterInnen vorstellen? LeiharbeiterInnen ziehen mit wehenden Fahnen, Trillerpfeien und Transpis mutig und geschlossen an den Streikenden vorbei in die Betriebe? Nee, nicht wirklich :lol: Oder meinst du den Streikbruch, wie er jetzt schon geschieht, weil die Streikenden Angst haben, ihren miesen Leiharbeitsjob zu verlieren, weil sie unter Druck gesetzt werden. Nein, das scheint mir auch nicht so recht sinnvoll zu funktionieren ;).

Aber das stimmt schon, wenn die Leiharbeitenden den Ausbeutenden durch Streikbruch in die Hände spielen, schadet das in erster Linie schon den in den Betrieben verankerten Gewerkschaften. Die schließen dann im Idealfall keine beschissenen Leiharbeitstarifverträge mehr ab und die Leiharbeitnehmenden werden doch weiterhin Streiks brechen müssen[tm], weil sie immer noch Angst haben, ihren Job zu verlieren, wenn sich sonst nix ändert... So oder ähnlich ;).

_________________
"[...] Ein Indikator für Lohnsklaverei ist u. a. die Höhe des Arbeitsentgelts, das bei vollständiger Verausgabung der Arbeitskraft nur ein Leben am Rande des Existenzminimums ermöglicht. [...]" (Wikipedia-Artikel Lohnsklaverei)


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 Betreff des Beitrags: Re: Streikbruch bald verboten
BeitragVerfasst: 07.10.2013, 15:24 
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Registriert: 24.09.2011, 14:36
Beiträge: 60
worker hat geschrieben:
Meinst du das jetzt wirklich ernst oder sehe ich nur den Ironie-Smiley nicht?

Die Kritik am DGB kann ich ja noch verstehen, aber wie soll ich mir Streikbruch als Kampfmaßnahme von LeiharbeiterInnen vorstellen? LeiharbeiterInnen ziehen mit wehenden Fahnen, Trillerpfeien und Transpis mutig und geschlossen an den Streikenden vorbei in die Betriebe? Nee, nicht wirklich :lol: Oder meinst du den Streikbruch, wie er jetzt schon geschieht, weil die Streikenden Angst haben, ihren miesen Leiharbeitsjob zu verlieren, weil sie unter Druck gesetzt werden. Nein, das scheint mir auch nicht so recht sinnvoll zu funktionieren ;).

Aber das stimmt schon, wenn die Leiharbeitenden den Ausbeutenden durch Streikbruch in die Hände spielen, schadet das in erster Linie schon den in den Betrieben verankerten Gewerkschaften. Die schließen dann im Idealfall keine beschissenen Leiharbeitstarifverträge mehr ab und die Leiharbeitnehmenden werden doch weiterhin Streiks brechen müssen[tm], weil sie immer noch Angst haben, ihren Job zu verlieren, wenn sich sonst nix ändert... So oder ähnlich ;).


Das ist mein vollster Ernst, denn irgendwann ist Schluß mit lustig. Wichtig ist das Gespräche mit Gewerkschaften und Betriebsräten vorraus gehen, in denen man seine Standpunkte klar macht.

Hier Beispiele für gezielten Streikbruch:

Nach ignorierten Beschwerden über Schikanen und Mobbing bei einen Paketlogistiker, entschieden sich die betroffenen Kollegen dazu den Streik im Paketzentrum zu unterlaufen. Danach reagierte der Betriebsrat und kümmert sich jetzt auch um die Anliegen der dort beschäftigten Kollegen.


Bei einem Maschinenbauer forcierte der Betriebsrat die Vetternwirtschaft innerhalb des Unternehmens, so das keiner der teilweise langjährig bei dem Unternehmen eingesetzten Kollegen einen Festvertrag bekam, da kam den Kollegen der Streik gerade Recht um den Gewerkschaftern eins aus zu wischen um der Forderung Nachdruck zu verleihen das vorrangig die entliehenen Kollegen übernommen werden. Mittlerweile gibt es darüber eine Betriebsvereinbarung. Auch hier hat sich der Umgang mit den Kollegen deutlich verbessert.

Wichtig ist es immer erst einmal seinen Standpunkt klar zu machen, aber wir dürfen uns nicht mehr wie Menschen dritter Klasse behandeln lassen. Also müssen wir uns endlich wehren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Streikbruch bald verboten
BeitragVerfasst: 07.10.2013, 17:47 
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Registriert: 19.09.2010, 17:02
Beiträge: 52
Ok, die Beispiele zeigen, dass solcherart Druck durch die "Festangestellten" aufgebaut werden kann. Aber können solche Handlungsmöglichkeiten ebenso auf Leiharbeiter_innen übertragen werden? In auf bestimmte Betriebe bezogene Einzelfälle mag das möglich sein. Aber flächenweit, wenn es um sowas wie Tarifverträge geht?

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"[...] Ein Indikator für Lohnsklaverei ist u. a. die Höhe des Arbeitsentgelts, das bei vollständiger Verausgabung der Arbeitskraft nur ein Leben am Rande des Existenzminimums ermöglicht. [...]" (Wikipedia-Artikel Lohnsklaverei)


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 Betreff des Beitrags: Re: Streikbruch bald verboten
BeitragVerfasst: 27.10.2013, 05:58 
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Registriert: 24.09.2011, 14:36
Beiträge: 60
Auch flächendeckend wäre es machbar, wenn sich die Mehrheit aller Kollegen/innen daran beteiligen. Wir müssen endlich dafür kämpfen nicht mehr Gewerkschaftsmitglieder 2. Klasse zu sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Streikbruch bald verboten
BeitragVerfasst: 23.06.2016, 13:47 
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Registriert: 07.06.2016, 16:16
Beiträge: 2
JürgenV hat geschrieben:
Auch flächendeckend wäre es machbar, wenn sich die Mehrheit aller Kollegen/innen daran beteiligen. Wir müssen endlich dafür kämpfen nicht mehr Gewerkschaftsmitglieder 2. Klasse zu sein.


Genau das ist leider schwierig wenn man nicht mit einer STimme spricht und viele leute einfach angst haben etwas zu tun


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