ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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BeitragVerfasst: 17.01.2018, 12:57 
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Hallo an alle,


ich habe folgende Situation:

Ich bin seit 5.12.17 Arbeitssuchend und beziehe auch ALG 1.
Das Arbeitsamt hat meine Daten an eine Zeitarbeitsagentur gesendet welche mich daraufhin Telefonisch Kontaktiert hat. Es hieß ich würde in Entgeltstufe 3 Ost Gruppiert (wohne Thüringen, Kundenbetrieb und Zeitarbeitsfirma auch in Thüringen), was 10,52€ bei 151 Stunden im Monat, damit würde ich ca. auf 1588 Brutto bekommen...Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich wenig, mein Letztes Gehalt betrug 2100€ Brutto. Ich habe gelesen das ich alles was Unter 80% meines letzten Gehaltes in den ersten 3 Monaten ablehnen darf. Der Kundenbetrieb wäre zwar nur 10 min Autofahrt entfernt, Trotzdem komme ich mir mit dem Geld abgespeist vor.
Der Kundenbetrieb möchte das ich nächste Woche 2 tage zur Probe Arbeite.
Meine Frage ist nun:
Kann ich die Stelle Ablehnen ohne mit einer Sperre o.ä. zu rechnen? Soll ich der ZAf einfach wegen zu wenig Geld absagen oder sollte ich erst bei Arge um ein Gespräch deswegen bitten? Eine Idee wie ich am besten vorgehen sollte?

Danke

P.s. Wenn es der Falsche Forenbereich ist kanns gern verschoben werden.

Gruß
Soulclaw


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BeitragVerfasst: 17.01.2018, 14:49 
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Hallo Soulclaw,
Zitat:
Der Kundenbetrieb möchte das ich nächste Woche 2 tage zur Probe Arbeite.

Vielleicht schaust Du mal einen oder 2 Tage dort vorbei um mal zu sehen was das für ein Laden ist. Dann mit dem Amt reden falls es Dir dort nicht behagt.

Zum anderen:
Die 1588 Euro in E3 gelten für die ersten 6 Wochen. Gehört der Entleihbetrieb zur Branche Metall-und Elektroindustrie werden ab der 7. Woche die Branchenzuschläge fällig.

Ab der 7. Woche 15% macht dann brutto 1826 Euro.
Ab dem 4. Monat 20% macht dann brutto 1905 Euro.
Ab dem 6. Monat 30% macht dann brutto 2064 Euro.
Ab dem 8. Monat 45% macht dann brutto 2303 Euro.
Ab dem 10 Monat 50% macht dann brutto 2382 Euro.

Falls der Entleihbetrieb zum Handwerk gehört gibt es keine Branchenzuschläge. Welche Branchenzuschläge in welcher Branche bezahlt werden kannst Du unter:
http://www.hsi-personaldienste.de/index ... einigungen
nachlesen. Am besten ganz nach unten scrollen und dann von unten nach oben lesen.

Also erstmal informieren dann entscheiden.

Karl


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BeitragVerfasst: 17.01.2018, 14:58 
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ich bezweifle das die mir das zahlen auch wenn ich denen das unter die Nase halte, ZAF sind doch alles gleiche Betrüger


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BeitragVerfasst: 17.01.2018, 15:11 
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Wieviele Stunden hast du denn für die 2100 brutto gearbeitet?
Bei einer 40 Stunden Woche kämst du auf 1810 brutto.

An den Tarifvertrag halten sich alle ganz genau. Denn sonst würde die Ausnahmeregel im AÜG nicht mehr gelten und dir stünde gleiches Geld, Equal Pay, ab der ersten Stunde zu

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BeitragVerfasst: 17.01.2018, 15:16 
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ja bei 40 Std. Woche für 2100€ Brutto

ich habe im Internet gelesen, da Stand nix von Stunden anzahl drin lt. §140 SGB III ist das trotzdem ausschlaggebend?


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BeitragVerfasst: 17.01.2018, 15:28 
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In deinem Arbeitsvertrag sind 35 Stunden in der Woche vereinbart. Deine tatsächliche Arbeitszeit richtet sich nach dem Kundenbetrieb. Wie die ist erfährst du erst wenn du nachfragst oder besser zur Probe arbeitest. Ich würde auf jeden fall zur Probe arbeiten. In welcher Branche ist denn der Betrieb?
Alles was über die vereinbarten 151 Stunden hinausgeht gilt als Mehrarbeit und geht auf das Arbeitszeitkonto AZK bis dort 150 Stunden erreicht sind.

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BeitragVerfasst: 17.01.2018, 15:43 
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Lt. Homepage arbeitet der Betrieb mit Metall Blechen
Ich bezweifle das sie Branchenzuschläge zahlen auch wenn sie es müssen, die wollen doch die Leute eh nur verarschen


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BeitragVerfasst: 17.01.2018, 16:03 
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Wie schon gesagt, genaues erfährst du erst wenn du nachfragst und zur Probe arbeitest.
Und wenn die den Tarifvertrag nicht einhalten gilt gleiches Geld von Anfang an.
Zitat:
§ 8 Grundsatz der Gleichstellung

(1) Der Verleiher ist verpflichtet, dem Leiharbeitnehmer für die Zeit der Überlassung an den Entleiher die im Betrieb des Entleihers für einen vergleichbaren Arbeitnehmer des Entleihers geltenden wesentlichen Arbeitsbedingungen einschließlich des Arbeitsentgelts zu gewähren (Gleichstellungsgrundsatz).



(2) Ein Tarifvertrag kann vom Gleichstellungsgrundsatz abweichen,

...

(4) Ein Tarifvertrag im Sinne des Absatzes 2 kann hinsichtlich des Arbeitsentgelts vom Gleichstellungsgrundsatz für die ersten neun Monate einer Überlassung an einen Entleiher abweichen. Eine längere Abweichung durch Tarifvertrag ist nur zulässig, wenn....



http://www.gesetze-im-internet.de/a_g/__8.html

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BeitragVerfasst: 17.01.2018, 16:15 
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Hallo Soulclaw
Zitat:
Ich bezweifle das sie Branchenzuschläge zahlen auch wenn sie es müssen, die wollen doch die Leute eh nur verarschen

Ob dieser Entleiher branchenzuschlagspflichtig ist und in welcher Branche muss auch deine ZAF wissen.
Denn wie bernie schon anmerkte den Branchenzuschlag muss ja die ZAF bezahlen und wenn die das nicht macht kann das für sie sehr teuer werden.

Zitat:
Lt. Homepage arbeitet der Betrieb mit Metall Blechen

Ein Handwerksbetrieb z.B. Klempner arbeitet mit Blech. Ein Metallgeräteheresteller in der Industrie arbeitet auch mit Blech.

Auch beim Arbeitsamt kannst Du mal nachfragen zu welcher Branche der Laden gehört. Auch ob Industrie oder Handwerk.
Du kannst natürlich auf Verdacht ablehnen. Musst Du aber selber entscheiden. Ratschläge kann ich Dir diesbezüglich keine geben.

Karl


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