ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

Ein Forum der IG Metall
Aktuelle Zeit: 12.12.2019, 12:23

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 61 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3  Nächste
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 24.10.2018, 15:57 
Offline

Registriert: 21.03.2014, 22:53
Beiträge: 224
Lightblade hat geschrieben:
Die ZAF hat meine 12 Urlaubstage bereits mit der letzten Gehaltsabrechnung ausbezahlt.

Zusätzlich zum normalen Lohn/Gehalt?


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 26.10.2018, 09:11 
Offline

Registriert: 06.05.2010, 09:31
Beiträge: 216
Moin moin,

hm, ich melde mich auch mal zu Wort...

Die Verschiebung des Gütetermins ist ein Segen für Dich. Warum? Das Risiko Deiner ZAF steigt deutlich.

Du klagst ja auf Wiedereinstellung. Die Klage würdest Du auf jeden Fall gewinnen (jedenfalls mit Rechtsanwalt). Nun ist der Gütetermin erst im November. Gekündigt wurdest Du schon zum 30.09. (wenn ich das richtig gelesen habe). Ein Kammertermin wird frühestens irgendwann im Januar oder Februar nächsten Jahres stattfinden.

WENN Du das also durchziehst und im Februar schließlich Recht bekommst, dann hat die Kündigung quasi nie stattgefunden. Deine ZAF muss Dir dann alle Monatsgehälter nachzahlen, obwohl Du nicht gearbeitet hast. Das sind für die also erstmal 3-4 Monatsgehälter. Und dann müssen sie einen neuen Einsatz für Dich suchen.

Du gehst in eine Güteverhandlung. Das "wieder zurück kommen" ist Dein Druckmittel. In dem Moment, in dem Du signalisierst oder erkennen lässt, dass Du gar nicht zurückkommen möchtest, hast Du verloren. Dann gehst Du in der Tat mit wenig nach Hause.

Bei einer so offensichtlich nicht korrekten Kündigung ist aus meiner Sicht durchaus eine Abfindung mit Faktor 1 drin, nicht 0,5. Also bei Dir drei volle Monatsgehälter. Aber das setzt voraus, dass Du Dich wirklich in die Güteverhandlung setzt und sagst: "Das ist so ein guter Job, ich war dort glücklich, ich mag mein Gehalt, ich mag die Firma - ich will auf jeden Fall bleiben, ich will gar keine Abfindung!". Leider ist das nicht mehr möglich, weil Du ja schon Zustimmung zu ca. 5.500 Euro signalisiert hast. Warum kriegst Du denn dieses Angebot? Vor der Güteverhandlung? Weil sie sehen, dass Du aktuell nicht beraten wirst. Weil Sie eigene Kosten minimieren wollen. Aussagen wie "Dieses Angebot kriegen Sie in der Güteverhandlung nicht" sind unredlich. Natürlich würdest Du das dort auch kriegen, wahrscheinlich sogar noch mehr... Sprich: Sie möchten Dich über den Tisch ziehen.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 28.10.2018, 11:55 
Offline

Registriert: 08.11.2014, 11:21
Beiträge: 584
mitterer hat geschrieben:
Die Verschiebung des Gütetermins ist ein Segen für
Dich. Warum? Das Risiko Deiner ZAF steigt deutlich.

mitterer hat vollkommen recht. Besser kann man es nicht beschreiben.
Also ! Zum Gütetermin kannst Du ohne Anwalt hin. Du beharrst auf
Wiedereinstellung und lehnst einen Vergleichsvorschlag ab. Dann wird
ein Kammertermin anberaumt, der nicht vor dem ersten Quartal, wenn
nicht sogar erst ab April 2019 stattfindet. Dann kannst Du immer noch
einen Anwalt beauftragen.

_________________
Die Leiharbeit ist eine Maschinerie,
in die du als Schwein reingehst und
als Wurst rauskommst


Wer montags lächelt, nimmt die richtigen Drogen.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 30.10.2018, 06:04 
Offline

Registriert: 10.10.2018, 06:58
Beiträge: 27
Hallo Zusammen, erst mal vielen Dank an für Eure Hinweise und Einschätzungen. Das hilft mir wirklich sehr.

@DDEnte: ja, Meine Resturlaubstage sind mir in der letzten Gehaltsabrechnung für September abgerechnet worden. 12 Tage für knapp 2000 EUR.

@all:

Gestern war ich im lang ersehnten Gütetermin meines Ex-Arbeitskollegen um den Richter kennen zu lernen und mal zu sehen, wie seine Vorgehensweise ist und natürlich um das Ergebnis zu erfahren.
Wir haben beide den gleichen Job in der gleichen Firma und FÜR DIE SELBE ZAF gemacht.
Beide gut 3 Jahre ( nur ein Monat Unterschied). Also unsere Fälle sind zu 99% identisch. Selbst unser Gehalt ist bis auf wenige Groschen gleich.

Der Richter war der engagierteste der bislang 5 Richter bei denen ich mir Gütetermine angeschaut habe.

Der Syndikusanwalt der ZAF wurde zuerst befragt, warum denn gekündigt wurde.
So eine wirklich gute und aussagekräftige Antwort gab es nicht. Angeblich wurden im Vorfeld neue Jobs für den Kollegen gesucht aber ohne etwas zu finden. Der Anwalt konnte oder wollte die Bemühungen der ZAF nicht wirklich belegen. Der Richter hat darauf aufmerksam gemacht, dass er dies im Kammertermin nachweisen müsste.

Mein EX-Kollege brachte dann ins Spiel, dass die Begrenzung auf 18 Monate seit April im letzten Jahr bekannt war und er einfach gekündigt wurde während der Einsatz noch lief und einfach die 18 Monate um waren.

Dann wurde der Anwalt der ZAF vom Richter gefragt, ob eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses gegen eine Abfindung vorstellbar wäre. Nachdem beide Parteien zugestimmt haben, kamen der Hinweis vom Richter, dass in diesem Fall die Regelabfindung (ca. 5500 EUR), zu gering erscheint und und es wurden 7000 EUR vorgeschlagen. Dazu noch 500 EUR pauschal für ausgebliebenes Fahrgeld aus 3 Monaten. Also 7500 EUR. Dazu hat mein Ex-Kollege noch gefordert, die Kündigung auf den 30.10. zu datieren.

Der SyndikusRA der ZAF musste sich mit seinem GF tel. absprechen, dafür wurde die Sitzung 15 Min unterbrochen. Danach kam die Zustimmung und der Kollege ging mit 7500 EUR Abfindung und einem Zeugnis der Note "gut" "nach Hause". Die Datierung der Kündigung auf den 30.10. wurde abgelehnt.

Was meint Ihr zu diesem Ergebnis?


Zuletzt geändert von Lightblade am 30.10.2018, 09:22, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 30.10.2018, 06:05 
Offline

Registriert: 10.10.2018, 06:58
Beiträge: 27
Nachtrag:

Das "Zurück Kommen" als Druckmittel würde ich natürlich nicht verspielen! Das ist mir klar.

Bei der tel. "Verhandlung" vor ein paar Tagen ist nichts beschlossen worden. Ich habe zu nichts zugestimmt. Ich bin mir sicher, dass die Voraussetzungen im Gütetermin in etwa genau so sein müssten, wie bei meinem Ex-Kollegen.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 30.10.2018, 20:34 
Offline

Registriert: 13.12.2009, 15:00
Beiträge: 467
Wohnort: Schleswig-Holstein
Zitat:
Was meint Ihr zu diesem Ergebnis?

Optimal gelaufen!

Immerhin saß er da wohl allein und der AG mit so einem Syndikats-Anwalt.
Ein Streitwert wie bei selbständigen Anwälten wurde wohl nicht festgelegt?

@lightblade
Gut, dass du deinen Fall hier eingestellt hast,
das motiviert dann vielleicht doch auch andere LAN,
arbeitsrechtlich gegen die ZAF vorzugehen.

Schönen Reformationstag, rw


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 31.10.2018, 06:24 
Offline

Registriert: 10.10.2018, 06:58
Beiträge: 27
Hallo Redwing,

Mein Ex-Kollege hatte einen Anwalt, der hat sich aber erst zum Schluss zu Wort gemeldet, als der Richter die Abfindungshöhe bereits vorgeschlagen hatte und die Parteien sich auf diese nach einer Unterbrechung der Sitzung, geeinigt hatten und nichts entscheidendes zum Fall beigetragen.

Daher bin ich gespannt, ob ich das gleiche Ergebnis erzielen kann, ohne Anwalt.

Bereits am Anfang dieses Threads hatte ich versprochen, hier nicht nur Hilfe einzuholen, sondern auch das Ergebnis hier zu posten. Wenn mein Ergebnis vorliegt werde ich dieses noch mal hier in einem Post mit allen relevanten Eckdaten zusammen fassen. Damit andere Hilfesuchende auch etwas von der gesamten Mühe haben.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 31.10.2018, 09:30 
Offline

Registriert: 10.10.2018, 06:58
Beiträge: 27
Nachtrag:

Der Streitwert wurde auf 14.400 EUR festgelegt.

Da war auch schon ein Zeugnis mit der Note "gut" mit dabei. (Also vermutlich 4 Gehälter mit je 3600 EUR, allerdings ohne die vielen Zuschläge, die wir immer noch on Top bekommen haben).


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 10.11.2018, 15:57 
Offline

Registriert: 10.10.2018, 06:58
Beiträge: 27
So, Spannung steigt, Montag, 12.11. gehts los....


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 12.11.2018, 14:13 
Offline

Registriert: 10.10.2018, 06:58
Beiträge: 27
Hallo zusammen,

mein Gütetermin ist heute mit folgendem Ergebnis zu Ende gegangen:

6.500,00 EUR Abfindung
500,00 EUR für ausstehendes Fahrgeld
950,00 EUR für Urlaubsabgeltung für Oktober bis einschl. Dezember

Summe: 7950,00 EUR
Dazu ein qual. Zeugnis mit allen Bedauernsformeln und der Note "sehr gut".
Widerrufsfrist habe ich mir zur Sicherheit 14 Tage gesichert.

Das alles ohne Rechtsanwalt. Daher bin ich mit diesem Ergebnis sehr zufrieden.

Was meint Ihr zu diesem Ergebnis?

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen für die Hilfe und die vielen Tipps bedanken!
Grüße,
Lightblade


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 12.11.2018, 14:35 
Offline

Registriert: 24.02.2012, 10:18
Beiträge: 145
Nettes Sümmchen. Hätte ich auch gerne :mrgreen:


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 12.11.2018, 16:41 
Offline

Registriert: 06.05.2010, 09:31
Beiträge: 216
Moin moin,

das Ergebnis ist durchaus ok und deutlich besser als die ursprünglich gebotenen 5000 Euro. ("Durchaus ok" ist die norddeutsche Variante für "Hey, super, echt gut!")

Vielleicht hätte ein (guter) Anwalt besser gepokert und noch ein paar hundert Euro mehr heraus geholt - aber die hättest Du dann an Honorar ja auch gleich wieder verloren... also, alles richtig gemacht. Gut fand ich auch Deine Idee, Dir vorher ein paar Sitzungen des Gerichts anzuschauen. Ich glaube, das ist ein guter Tipp, man steht ja (zum Glück) nicht jeden Tag vor Gericht... und so kriegt man etwas Sicherheit.

Mir war lange gar nicht klar, dass eigentlich alle Sitzungen öffentlich sind. Lustig, sogar in Zeiten des Datenschutzes...


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 14.11.2018, 18:48 
Offline

Registriert: 10.10.2018, 06:58
Beiträge: 27
Jetzt warte ich mal auf den schriftlichen Beschluss des Gerichts. Bis zum 26.11. läuft jetzt noch die Widerrufsfrist.
Kü war zum Ende September. Jetzt bin ich mal gespannt, ob mir die Abgeltung des Urlaubs für Oktober, November und Dezember auch noch zusteht.
(Dafür würde ich dann bei einem neuen Job den Urlaubsanspruch verlieren, da der Urlaub schon aufgebraucht ist). Leider ist schwer rauszufinden durch google, ob das rechtens ist.
(Mein Vertrag beruhte auf iGZ und mit einem Passus, dass der Tarif der jeweiligen Branche - in diesem Fall Chemie - auch zum Tragen kommt).
Es bleibt also noch ein paar Tage spannend.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 15.11.2018, 07:28 
Offline

Registriert: 21.03.2014, 22:53
Beiträge: 224
Lightblade hat geschrieben:
(Dafür würde ich dann bei einem neuen Job den Urlaubsanspruch verlieren, da der Urlaub schon aufgebraucht ist). Leider ist schwer rauszufinden durch google, ob das rechtens ist.

Doppelten Urlaub gibt's nicht.
Dafür brauchst du auch kein google, ein Blick ins BUrlG reicht (§ 6).


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 15.11.2018, 09:29 
Offline

Registriert: 10.10.2018, 06:58
Beiträge: 27
Hallo DDEnte,

sorry, da habe ich wohl meine Frage falsch oder unverständlich gestellt:
(Das man keinen doppelten Urlaubsanspruch hat, ist mir klar).

Nach dem Ende meines Jobs im September hätte ich gerne gewusst, ob ich für den Okt.-Dez mir noch den Urlaub ausbezahlen lassen kann. Stichwort Beendigung des Arbeitsverhältnisses in der 2. Jahreshälfte mit ZA-Vertrag iGZ oder Chemie ( dort wo ich eingesetzt war). Ich hatte 28 Urlaubstage. Alles bis zum Ende Sept. wurde mir abgegolten. Jetzt ist die Frage ob Okt.-Dez auch noch drin ist. Das wären bei 2,33 Tagen (1/12 von 28 Tagen) mal 3 Monaten = 6,99 und damit 7 Tage.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 15.11.2018, 13:18 
Offline

Registriert: 21.03.2014, 22:53
Beiträge: 224
Kriegst du doch?
Lightblade hat geschrieben:
mein Gütetermin ist heute mit folgendem Ergebnis zu Ende gegangen:
[...]
950,00 EUR für Urlaubsabgeltung für Oktober bis einschl. Dezember


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 15.11.2018, 15:54 
Offline

Registriert: 10.10.2018, 06:58
Beiträge: 27
Hallo zusammen,

Wendung in meinem Fall?

Heute bekam ich tel. ein Angebot von "meiner" ZAF:
Neuer gut bezahlter Einsatz für 8-10 Monate.
Ich habe zugestimmt, dass mein Profil angeboten wird.

Wenn die Kündigung zurück genommen wird, bekomme ich den Oktober und auch den halben November bezahlt. Dafür habe ich das Risiko, dass ich nicht weiss, ob der neue Job hält, also ob ich dort dann wirklich für die angebotene Zeit bleiben kann. (Könnte ja auch sein, dass man micht nach ein paar Tagen nicht mehr will, weil es nicht passt). Und meine schöne Abfindung wäre dann auch weg. Schwierig abzuwägen.

Was ist überhaupt die Folge eines Widerrufs, wenn die Einigung aus dem Gütetermin widerrufen wird? Gibt es dann automatisch einen neuen Gütetermin oder direkt einen Kammertermin? Das ist mir nicht klar.

Warum bietet die ZAF mir wohl diesen neuen Job an? Um die Abfindung zu sparen? Und was wäre am Ende der 8-10 Monate, dann würde ich ich erneut eine Kündigung erhalten und würde erneut dagegen klagen. Warum sollte sich die ZAF auf soetwas einlassen?

Echt schwierig. Danke für Eure Tipps und Gedanken hierzu.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 15.11.2018, 20:33 
Offline

Registriert: 24.02.2012, 10:18
Beiträge: 145
Schon merkwürdig.

Wir haben Fachkräftemangel. Vlt. liegt es daran und sie können mit dir als Nutte mehr verdienen, auch wenn sie dir die Zeit ab der Kündigung nachbezahlen.

Im Normalfall landet jemand der zum Arbeitsgericht rennt für ewig auf der Blacklist.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 15.11.2018, 22:08 
Offline

Registriert: 10.10.2018, 06:58
Beiträge: 27
In der Tat ist die Stelle lt. Internetseite seit 16 Tagen offen. ich hatte vermutet, dass es sich um einen Trick handelt um die Abfindung einzusparen.

Was passiert bei einem Widerruf der Einigung aus dem Gütetermin?


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 16.11.2018, 06:27 
Offline

Registriert: 24.02.2012, 10:18
Beiträge: 145
Dann kommt es zur Hauptverhandlung.

Wenn die ZAF die Kündigung zurück nimmt, muss auch schriftlich geklärt sein, was sie dir nachbezahlt. Grundsätzlich hast du nicht gearbeitet und ohne Arbeit kein Lohn.

Schau doch mal bei der Arbeitsagentur in der Jobbörse. Die Stelle der ZAF ist sicher noch bei etlichen anderen Sklavenbuden gelistet. Oft kann man das erkennen. Selber Arbeitsort, Arbeitszeit, selber Lohn.

Im übrigen kannst du auch ausscheiden und wenn sich was ergibt, stellt man dich halt wieder ein.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 16.11.2018, 10:12 
Offline
Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2693
Wohnort: Augsburg
Hallo Lightblade,

Zitat:
Heute bekam ich tel. ein Angebot von "meiner" ZAF:
Neuer gut bezahlter Einsatz für 8-10 Monate.

Gab es auch ein schriftliches Angebot? Nur ein telefonisches Angebot wenn es nicht nachvollziehbar zu belegen ist halte ich für angreifbar.

Zitat:
Was ist überhaupt die Folge eines Widerrufs, wenn die Einigung aus dem Gütetermin widerrufen wird? Gibt es dann automatisch einen neuen Gütetermin oder direkt einen Kammertermin? Das ist mir nicht klar.

Beide Seiten haben die Widerufsmöglichkeit. Die ZAF könnte meines Erachtens anführen, dass sie deinem Begehren nach Weiterbeschäftigung stattgibt (Grund kurzfristig sich ergebende Einsatzmöglichkeit). Warum sollte ein Richter einen neuen Gütetermin ansetzen oder gar einen Kammertermin wenn die Weiterbeschäftigung - auf der deine Klage beruht - angeboten wird? Der Richter wird bei dir sicher nachfragen und falls du ablehnst geht es in die nächste Runde.

Zitat:
Echt schwierig.

Ja, nicht einfach zu entscheiden. deshalb mein Tip: Besorg dir eine Rechtsschutzversicherung. entweder privat oder werde Gewerkschaftsmitglied (in deinem Fall wohl bei der IGBCE). Anspruch auf Rechtsschutz hat man ab dem vierten Monat. Anspruch auf Rechtsberatung ab dem ersten Tag der Mitgliedschaft.

Einzelkämfpertum ist nicht völlig falsch aber unser Forum heißt nicht umsonst ZOOM "Zeitarbeiter ohne Organisation machtlos".

Karl


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 16.11.2018, 14:03 
Offline

Registriert: 21.03.2014, 22:53
Beiträge: 224
karla hat geschrieben:
Zitat:
Heute bekam ich tel. ein Angebot von "meiner" ZAF:
Neuer gut bezahlter Einsatz für 8-10 Monate.

Gab es auch ein schriftliches Angebot? Nur ein telefonisches Angebot wenn es nicht nachvollziehbar zu belegen ist halte ich für angreifbar.

Ein wichtiger Punkt.
Allerdings ist es nicht die ZAF, die über den Bedarf beim Kunden entscheidet - da wird es wohl auch auf Nachfrage nichts Schriftliches geben.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 16.11.2018, 16:24 
Offline

Registriert: 10.10.2018, 06:58
Beiträge: 27
Es war nur ein tel. Angebot und ich hatte zugesagt, dass ich angeboten werden darf.

Seit dem (gestern) habe ich nichts mehr davon gehört. Das mag vielleicht daran liegen, dass die zuständige Personalerin erst Montag wieder da ist. Ärgerlich! Hätte ich mal auf den Widerruf verzichtet. Dann wäre mir die Abfindung jetzt sicher. Ich hoffe, dass die ZAF nicth widerruft.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 16.11.2018, 17:17 
Offline

Registriert: 21.03.2014, 22:53
Beiträge: 224
Lightblade hat geschrieben:
Ich hoffe, dass die ZAF nicth widerruft.

Wenn du gegenüber dem Gericht widerrufen hast, spielt das keine Rolle mehr.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 17.11.2018, 08:29 
Offline

Registriert: 10.10.2018, 06:58
Beiträge: 27
Uuups, da habe ich mich missverständlich ausgedrückt.
Ich habe nichts widerrufen. Weder vor Gericht, noch am Telefon mit der ZAF.

Ich meinte, ich hätte im Gütetermin auf die 14 Tägige Widerrufsfrist verzichten sollen.
Dann wäre mir das Geld der Abfindung jetzt sicher.

Jetzt hoffe ich nur, dass die ZAF keinen Widerruf tätigt.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 18.11.2018, 12:23 
Offline

Registriert: 13.12.2009, 15:00
Beiträge: 467
Wohnort: Schleswig-Holstein
Hallo @lightblade,

meinen herzlichen Glückwunsch zum ausgehandelten Vergleich, da hast du wirklich gut abgeräumt.

Für mich als Leiharbeiter am aller untersten Ende der Wertschöpfungskette ist nach einer Kündigung das Vertrauensverhältnis zum Arbeitgeber grundsätzlich so stark gestört,
dass ich bei dem nicht wieder anfangen würde.

Wenn die ZAF das Arbeitsverhältnis trotzdem fortzusetzen wünscht, müssen die ihren Wunsch auf den Weg bringen und das auch noch schriftlich,
der Joker liegt damit eindeutig bei der ZAF, während du in der äußerst komfortablen Situation bist,
sowohl mit der Kündigung als auch mit einer möglichen Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses leben zu können.

An deiner Stelle würde ich jetzt ruhig abwarten, was kommt.
Kommt nichts weiter, ist der gerichtliche Vergleich rechtskräftig und du kannst in Ruhe mit deiner Abfindung Weihnachten feiern.

Frohes Fest, rw


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 19.11.2018, 23:40 
Offline

Registriert: 08.11.2014, 11:21
Beiträge: 584
theodor hat geschrieben:
Wenn die ZAF die Kündigung zurück nimmt, muss auch schriftlich geklärt sein, was sie dir nachbezahlt. Grundsätzlich hast du nicht gearbeitet und ohne Arbeit kein Lohn.
Hallo theodor,
In diesem Punkt liegst Du falsch. Denn wenn der AG die
Kündigung zurückzieht,hat der AN Anspruch auf Vergütung,
auch wenn der AN nicht gearbeitet hat

_________________
Die Leiharbeit ist eine Maschinerie,
in die du als Schwein reingehst und
als Wurst rauskommst


Wer montags lächelt, nimmt die richtigen Drogen.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 20.11.2018, 21:34 
Offline

Registriert: 21.03.2014, 22:53
Beiträge: 224
challenger hat geschrieben:
Denn wenn der AG die Kündigung zurückzieht,hat der AN Anspruch auf Vergütung, auch wenn der AN nicht gearbeitet hat

Hat er während der Kündigungsfrist sowieso.
Im Übrigen kann ein AG eine einmal ausgesprochene Kündigung nicht einfach so zurückziehen, dafür bedarf es der Zustimung des gekündigten AN.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 02.01.2019, 03:45 
Offline

Registriert: 13.11.2008, 18:35
Beiträge: 633
Wohnort: Rheinland
DDEnte hat geschrieben:
Im Übrigen kann ein AG eine einmal ausgesprochene Kündigung nicht einfach so zurückziehen, dafür bedarf es der Zustimung des gekündigten AN.

Nicht nur nicht "nicht einfach so", sondern gar nicht.

Was man laienhaft als "Rücknahme der Kündigung" bezeichnet, ist vielmehr als Angebot der kündigenden Seite zu sehen, einen neuen Vertrag zu denselben oder auch anderen Konditionen abzuschließen.

_________________
„Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. [...]” (Napoleon)


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 03.01.2019, 12:28 
Offline

Registriert: 26.05.2013, 22:34
Beiträge: 911
frohes neues Jahr..

ihr unterstützt hier einen unsolidarischen Trittbrettfahrer der meint umsonst sich durch die juristerei mogeln zu können.. umsonst ist allerdings fürn Arsch.

Jeder hat die Wahl einer Gewerkschaft beizutreten oder Rechtsschutzversicherung abzuschließen.

Eine frei Haus Beratung wie hier im Forum würde ich immer, auch mit Hinblick auf das RDG, mit Vorsicht genießen.


cid

_________________
...Staatshaushalt - Ein Haushalt in dem alle essen, aber niemand spülen will!

http://www.youtube.com/watch?v=ziDDgZdunF0


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 61 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de