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BeitragVerfasst: 05.08.2005, 14:12 
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Moin zusammen,

es geht doch noch "billiger" - nach dem Mediamarkt-Motto "Geiz ist geil" nunmehr ein neuer Tarifvertrag in der Zeitarbeitsbranche:

"Der neue Entgelttarifvertrag zwischen B.V.D. und CGZP setzt neue Maßstäbe für die Verbandtarifverträge der Zeitarbeit !

Die Tarifgemeinschaft Zeitarbeitsunternehmen im BVD – Bundesvereinigung Deutscher Zeitarbeitsunternehmen in Köln (B.V.D.) und die Tarifgemeinschaft der Christlichen Gemeinschaften Zeitarbeit und PSA in Berlin (CGZP) haben sich am 16. Juni 2005 auf einen neuen Entgelttarif geeinigt, der ab 01. Juli 2005 wirksam ist.

Geändert hat sich hierbei der Entgelttarifvertrag-West, während der bisherige Entgelttarifvertrag-Ost unverändert weiter gilt.
Auch die Entgeltstufen, insbesondere die Eingangsstufe wurde neu geregelt !
Zudem wurde für Unternehmen mit wirtschaftlichen Problemen die Möglichkeit einer betrieblichen Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung erleichtert!

Während im Dezember 2004 der zum Jahresende gekündigte Entgelttarifvertrag zunächst bis zum 30.06.2004 unverändert verlängert wurde (siehe Meldung vom 16.12.2004), haben die Tarifvertragsparteien sich nun auf eine Änderung des Entgelttarifvertrags sowie des Entgeltrahmentarifvertrags geeinigt.

Der Entgelttarifvertrag entspricht in der Hauptstufe (100 %) genau dem Entgelttarifvertrag zwischen dem neuen Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister e.V. (AMP) und der Tarifgemeinschaft Christliche Gewerkschaften Zeitarbeit und PSA (CGZP) vom November 2004.
In der so genannten Eingangsstufe, d.h. in den ersten sechs Beschäftigungsmonaten, ist jedoch ein verringerter Tariflohn von ca. 15 % festgelegt, während der Entgelttarifvertrag zwischen AMP und CGZP nur eine Tarifreduzierung von 9,5 % ermöglicht.
Auch die im Entgeltrahmentarif B.V.D.-CGZP - wie bisher - normierte Zusatzstufe (110 %) nach einer 2-jährigen Beschäftigung bringen hier keinen Ausgleich; zum einen deshalb, weil - so auch die aktuellen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit - meist nur eine geringe Anzahl von Zeitarbeitnehmern so lange im Zeitarbeitsunternehmen beschäftigt ist, zum anderen wegen der nicht zwingenden, sondern nur als "Anreiz" dienenden Höherstufung von der Hauptstufe in die Zusatzstufe.

Somit ermöglicht der neue Entgelttarifvertrag-West in den ersten 6 Beschäftigungsmonaten einen Tariflohn von 5,80 Euro in der Eingangsgruppe E 1 (einfache Helfertätigkeiten), d.h. genau 0,35 Euro geringer als in dem bisher günstigsten aktuellen Entgelttarif zwischen AMP und CGZP (E 1: 6,15 Euro).

Mit diesem neuen Entgelttarifvertrag sind in der Zeitarbeitsbranche neue Maßstäbe gesetzt worden, die im Niedriglohnsektor deutlich nach unten weisen !

Nicht Lohnerhöhung, sondern effektive Lohnsenkung, sei es auch nicht unbedingt immer in Form der Änderung der Lohntabellen, sondern wie nunmehr durch die Ermöglichung verschiedener prozentualer Tariflohnreduzierungen (wie z.B. im Tarifvertrag AMP-CGZP um 9,5 % oder nun im Tarifvertrag zwischen B.V.D. und CGZP um ca. 15 % in den ersten Beschäftigungsmonaten bzw. im Tarifvertrag zwischen BZA und DGB durch die Anrechnung von steuerfreien Aufwendungsersatz auf den Tariflohn) sind anscheinend die Zielrichtung der Zeitarbeitstarifreise .

Näheres hierzu sowie eine genaue Übersicht über die nunmehr gültigen Entgelttarife des Tarifvertrags B.V.D. - CGZP finden Sie in dem Beitrag von Gerd Bauer (Jurist, Trainer, Publizist - www.g-bauer.de), Spezialist für Fragen der Zeitarbeitstarifverträge."

Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass diese Entgelte auf "lebhaftes Interesse" in der Zeitarbeitsbranche stoßen.

Schönes Wochenende
Wilhelm Kalmund


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BeitragVerfasst: 07.10.2005, 15:42 
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..da bin ich ja auf den Wortlaut des Urteiles gespannt:

http://www.cgb.info/aktuell/n_tariffaehig.php

Sind die "Christen" nunmehr etabliert?
Hat der DGB eine Gegenmacht?
Hat die IG-Metall geschlafen?

So wie ich diese Aussagen interpretiere gibt es nunmehr an der CGB und deren Ableger (CGZP) wohl nichts mehr zu rütteln??

Vielleicht kann mir ja ein IG-Metaller weiterhelfen?

Schönes Wochenende
Wilhelm Kalmund


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