ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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BeitragVerfasst: 14.04.2011, 18:01 
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Hallo liebes Zoom-Forum! :)

Ich bin auch von dieser CGZP-Urteil-Geschichte betroffen und habe Anspruch auf eine Lohnnachzahlung.
Nur habe ich das Problem, dass die Zeitarbeitsfirma zum 01.01.2009 von einer anderen Zeitarbeitsfirma übernommen wurde (beide waren/sind 100% Töchter einer "Leiharbeitsmuttergruppe"). Mit der neuen Firma gabs dann auch einen neuen Arbeitsvertrag mit Bezug auf den IGZ Tarifvertrag.

Nun stellt sich mir die Frage bei wem ich nun meinen Lohnausgleich einfordern kann. Bei der neuen Zeitarbeitsfirma oder bei der Gruppe, deren beide angehör(t)en?

Hat da wer nen Tip für mich? :?:

Viele Grüße,
embi


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BeitragVerfasst: 14.04.2011, 22:03 
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Moin,

kläre zuerst, welche Ausschlussfristen Du im Arbeitsvertrag hast. Sind es voll gültige, oder nur teilweise gültige Fristen, könntest Du evtl. jetzt schon ein Problem haben. Schau mal nach, und lies Dir den Thread vom Exberliner durch ---->> HIER

Grüße

_________________
Resolution 217 A (III) der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 - Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
---> Artikel 23 Absatz 2: Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit <---


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BeitragVerfasst: 15.04.2011, 04:02 
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Hi Habrack!

Bei der alten Zeitarbeitsfirma hatte ich im Arbeitsvertrag keine Fristen - nur im Tarifvertrag aber die sind ja ungültig da Tarifvertrag ungültig.
Bei der neuen Zeitarbeitsfirma hatte ich lt. Tarif- und Arbeitsvertrag einen Monat Frist.

Die sollte aber eigentlich auch recht egal sein da ja nun die gesetzliche Frist besagt: 3 Jahre ab dem überhaupt klar ist, dass Ansprüche bestehen. Und das heisst ja 3 Jahre ab Dezember 2010. So habe ich das zumindest gelesen :D

Mir gings jetz nur vom Grundprinzip her darum, bei wem ich mich da nun melden kann.

Viele Grüße


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BeitragVerfasst: 15.04.2011, 14:47 
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Hallo,

ich denke, es wird überhaupt keine Nachforderungen geben und das ist auch nachvollziehbar, denn das Geld kam ja auch bei den Leihfirmen niemals an; woher also auch nehmen. Und das Urteil des BAG vom 14.12.2010 ist definitiv "gegenwartsbezogen".

Schau hier, leider ist das noch nicht so publiziert wie die negativen Schlagzeilen der vergangenen Monate:

http://www.zeitarbeit-und-recht.de/tce/ ... in/839.htm

Gruss mic


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BeitragVerfasst: 15.04.2011, 15:03 
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Hi mic!

Also dein Link klingt ja nicht gerade aufbauend. :(

Das mit dem Geld seh ich bedeutend anders:
Der Betriebsrat des damaligen Entleihers erklärte uns, dass der Entleiher zum Teil mehr Stundenlohn für Leiharbeiter zahlte als für die Stammmitarbeiter (um bei der Leihfirma eine Lohnerhöhung für uns Arbeiter zu erwirken).

Da der Unterschied beim Bruttomonatslohn eines Stammarbeiters mit meinem damals eine Differenz von 900 EUR hatten obwohl der Entleiher mehr zahlte als an seine Stammmitarbeiter frag ich mich doch, wo das Geld dann gelandet ist?! ;)

Viele Grüße


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BeitragVerfasst: 15.04.2011, 15:20 
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Der Entleiher zahlt einen Verrechnungssatz oder wie man das nennen möchte an den Verleiher - das ist kein Stundenlohn und somit nicht vergleichbar mit dem was an die Stammmannschaft gezahlt wird.

In dem Verrechnungssatz sind i.d.R. alle Kosten enthalten, die beim Verleiher anfallen, also auch der Stundenlohn für seinen Mitarbeiter und die Personalnebenkosten usw. usf.

Zahlt also z.B. der Entleiher 15 EUR - so wird sicherlich der Leiharbeitnehmer keine 10 EUR verdienen können (Annahme: das verdient ein Stammmitarbeiter).

Hätte der Verleiher in der Vergangenheit Equal Pay anwenden müssen, wäre der VS sicherlich nicht bei 15 EUR sondern weit drüber gewesen. War er aber nicht....woher soll also die Differenz zu nehmen sein, die der Verleiher NIEMALS verdient bzw. kalkuliert hat?

Wie gesagt, das Urteil des BAG ist gegenwartsbezogen, alles andere was zu lesen ist, ist faktisch falsch bzw. Propaganda - so sehe ich das.

Gruss mic


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BeitragVerfasst: 15.04.2011, 15:58 
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Schon etwas seltsam wer das Urteil vom 14.12.2010 nicht richtig gedeutet hat. Sogar die SV Träger sind dabei. Haben sie doch die betroffenen Verleihuntenehmen aufgefordert die Beiträge aus der Vergangenheit neu zu berechnen.
:?:

Auch vermisse ich bisher die Reaktionen hier im Forum.

_________________
Gruß

Jobber

"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier."

- Mahatma Gandhi (indischer Politiker (1869-1948))


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BeitragVerfasst: 15.04.2011, 16:33 
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Auf Trolle reagiert man nicht!

Grüße

_________________
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BeitragVerfasst: 15.04.2011, 17:11 
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jobber hat geschrieben:
Schon etwas seltsam wer das Urteil vom 14.12.2010 nicht richtig gedeutet hat. Sogar die SV Träger sind dabei. Haben sie doch die betroffenen Verleihuntenehmen aufgefordert die Beiträge aus der Vergangenheit neu zu berechnen.
:?:

Auch vermisse ich bisher die Reaktionen hier im Forum.


Es ist und bleibt jedenfalls ein gegenwartsbezogenes Urteil - alles andere gibt die schriftl. Urteilsbegründung nicht her. Ich könnte Dich nun auch auffordern, mir 100.000 EUR zahlen zu müssen - wie reagierst Du darauf?

Gruss mic


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BeitragVerfasst: 15.04.2011, 18:23 
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@mic

Wer hat denn Dich hier her geschickt?

Zitat:
Wie gesagt, das Urteil des BAG ist gegenwartsbezogen, alles andere was zu lesen ist, ist faktisch falsch bzw. Propaganda - so sehe ich das.


Aha, alles rechtsgelehrten RAs, Profs, etc., die Gegenteiliges erklärt haben, sind also zu dumm eine Urteilsbegründung zu lesen?

Zitat:
Schau hier, leider ist das noch nicht so publiziert wie die negativen Schlagzeilen der vergangenen Monate:


Achso, alles klar, die Tarifunfähigkeit der Pseudo-"gewerkschaft" CGZP war also die negative Schlagzeile.


"Grundsätzlich dürften nun alle bisher anhängigen arbeitsgerichtlichen Verfahren, in denen es um Equal Pay-Ansprüche geht, bis zum rechtskräftigen Abschluss dieses weiteren Verfahrens auszusetzen sein. "
http://www.zeitarbeit-und-recht.de/tce/ ... in/839.htm

Warum sollen alle EP-Klagen wegen einem Streit vor dem Arbeitsgericht Berlin ausgesetzt werden? Das ist doch wohl eine Wunschanahme des Autors auf dieser Internetseite.

In wessem Geiste dieser Leihfirmen-RA argumentiert, kann man besonders schön auf dieser Seite nachvollziehen:
http://www.zeitarbeit-und-recht.de/tce/ ... in/757.htm

"Ganz so leicht ist es für Arbeitnehmer nicht, den Anspruch auf Equal Pay gerichtlich durchzusetzen. Denn nicht die Zeitarbeitsfirma, sondern die Arbeitnehmer müssen beweisen, wie viel der Kunde tatsächlich zahlt. Diesen Beweis können Arbeitnehmer oftmals nicht führen, da das Kundenunternehmen ihnen gegenüber nicht zur Auskunft darüber verpflichtet ist. Deshalb muss man hier unterscheiden, ob der Kundenbetrieb tarifgebunden ist. Gilt dort ein Tarifvertrag (z.B. der Metalltarifvertrag), kann der Arbeitnehmer seinen Lohn dort einfach ablesen und relativ leicht auf Zahlung der Lohndifferenz klagen. Gilt im Kundenbetrieb jedoch kein Tarifvertrag, gibt´s praktisch auch kein Equal Pay."

Diese Begründung ist schon fast peinlich für einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.


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BeitragVerfasst: 15.04.2011, 19:07 
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Hallo

Diesen Beweis können Arbeitnehmer oftmals nicht führen, da das Kundenunternehmen ihnen gegenüber nicht zur Auskunft darüber verpflichtet ist.

Aha, dann ist der § 13 AÜG sicher auch eine Fatamorgana :mrgreen:
(das mir das noch nicht aufgefallen ist :shock: )

@ Troll mic :P :

Lasse Dir dein Lehrgeld wieder geben (hat leider nix gebracht)
und verschone uns mit Deinen geistigen AMP ergüssen!

Um uns hier zu verarschen,musst Du etwas früher aufstehen!!!

Allen anderen ein schönes Wochenende Micha


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BeitragVerfasst: 15.04.2011, 21:35 
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Hallo mic,
Zitat:
Hallo,

ich denke, es wird überhaupt keine Nachforderungen geben und das ist auch nachvollziehbar, denn das Geld kam ja auch bei den Leihfirmen niemals an; woher also auch nehmen. Und das Urteil des BAG vom 14.12.2010 ist definitiv "gegenwartsbezogen".

Schau hier, leider ist das noch nicht so publiziert wie die negativen Schlagzeilen der vergangenen Monate:

http://www.zeitarbeit-und-recht.de/tce/ ... in/839.htm


der letzte Satz in deinem link lautet: Die Frage einer rückwirkenden Tarifunwirksamkeit hatte das BAG in seiner Ausgangsentscheidung vom 14. Dezember 2010 - 1 ABR 19/10 ausdrücklich offen gelassen, weil die in dem Verfahren gestellten Anträge lediglich gegenwartsbezogen gestellt worden seien.

Und im Berliner Urteil wurde nicht entschieden sondern vertagt.

Wie kommst du angesichts dessen zu der Sicherheit, "es wird überhaupt keine Nachforderungen geben".

So ein Dauerbrenner mit einem Damoklesschwert über der ZA-Branche ist übrigens auch nicht zu verachten.

Karl


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BeitragVerfasst: 16.04.2011, 00:47 
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Na Kinder,

es war doch zu erwarten dass die Christenbuden sich hier zu Wort melden werden um Schadensbegrenzung zu betreiben.

Aber wenn man schon die Damen und Herreen von HK2 zu Wort kommen lassen will dann sollte man sich einwenig mit dem Impressum dieser Rechtsanwälte beschäftigen und ihrem Tätigkeitsgebiet.
Schwer vorstellbar bei den Informationen die man allein von dieser Website bekommt dass die Herren Anwälte irgendwann einen ZAN in einem Prozess gegen eine ZAF betreuen werden.

Interessant ist aber der Link von der gleichen Website: http://www.zeitarbeit-und-recht.de/tce/ ... in/838.htm

Da sieht man das mit der Rückwirkung ganz anders.

Schon allein die Überschrift spricht Bände:

Zitat:
Quelle: http://www.zeitarbeit-und-recht.de/tce/ ... in/838.htm


BAG-Urteil lässt an rückwirkender Tarifunfähigkeit der CGZP keinen Zweifel


Gruß
Exberliner


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BeitragVerfasst: 16.04.2011, 02:02 
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Hallo,
zur ursprünglichen Frage, wo der Lohn nachzufordern ist, da hilft ein Blick ins Handelsregister.
Bei einem einfachen Betriebsübergang ist es einfach die Firma, die die vorherige übernommen hat. Wo dann die SV-Beiträge nachgefordert werden können, steht auf einem anderen Blatt, weil es Urteile gibt, wonach SV-Beiträge von der übernehmenden Firma nicht geschuldet sind.

Ob die RV dann auf die Entleiher zu geht, hab ich noch nicht rausgefunden.

Zur weiteren Diskussion:

Mein Arbeitsgericht hat hier vorsorglich auf §97 Abs. 5 ArbGG hingewiesen, d.h. hier wird eine Aussetzung des Verfahrens in Betracht gezogen.

Allerdings bin ich auch der Meinung, daß das nur ein Versuch von Seiten Verleih-AG ist, um Verunsicherung zu schaffen und die "Fälligkeit" der Nachforderungen zeitlich zu strecken, damit Insolvenzrecht nicht greift, so daß die Verleiher eben ihre Gelddruckmaschinen (1 Mio. Beschäftigte in D) weiterlaufen lassen können.

Und durch diese konträre Rechtsauffassung soll natürlich auch erreicht werden, daß diejenigen, deren Klage läuft, sich eher auf einen Vergleich einlassen, um nicht ewig auf ihr Geld warten zu müßen, wobei eben Vergleiche den Vorteil haben, daß es KEINE Urteile gibt...


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BeitragVerfasst: 16.04.2011, 02:14 
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Hallo,
und zur Diskussion über die mangelnde Bereitschaft der Entleiher, Auskünfte zu erteilen.

Da gibt es a) die Möglichkeit den Verleiher/Entleiher auf Auskunft zu verklagen und b) die Möglichkeit, die Forderung nach Lohnspiegel und bekannten Details von Stammkollegen zu berechnen, um dann einfach geeignete Personen des Entleihers als Zeugen vom Arbeitsgericht laden zu lassen. Hier müssen dann Auskünfte erteilt werden.

Im übrigen macht sich der Entleiher schadenersatzpflichtig, wenn wegen mangelnder Auskunft der Leiharbeiter leer ausgehen sollte oder sich herausstellt, daß die Forderung höher anzusetzen gewesen wäre. Dann holt man sich das Geld halt vom Entleiher. Je mehr Schuldner, desto besser, einer wird schon zahlen (können).


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 Betreff des Beitrags: CGZP: Was genau kann ich fordern?
BeitragVerfasst: 16.04.2011, 09:49 
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Guten "Morgen" an alle :-)

Da bin ich tatsächlich auf die Trollerei reingefallen *schäm*.

Aber gut.. hoilday, vielen Dank für deine Info. Nun habe ich aber noch eine kleine (abschliessende) Frage:

Was genau kann ich fordern?

Also ich hab jetz erstmal ganz grob ausgerechnet dass sich auf die Zeit ca. 20.000 EUR Differenz zwischen den Bruttolöhnen des Entleihers und des Verleihers ergeben.
Davon müssten ja dann sicher noch die SV und Lohnsteuerbeträge abgezogen werden, stimmts? Fordere ich dann das ganze Geld ein und zahl das selbst ans Finanzamt oder fordere ich nur meinen mir wirklich zustehenden Nettolohn ein (also zieh alle Abgaben ans FA und an die Kassen vorher ab)?

Wünsch euch nen schönene sonnigen Samstag!


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BeitragVerfasst: 16.04.2011, 11:25 
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embi hat geschrieben:
Guten "Morgen" an alle :-)

Da bin ich tatsächlich auf die Trollerei reingefallen *schäm*.

Aber gut.. hoilday, vielen Dank für deine Info. Nun habe ich aber noch eine kleine (abschliessende) Frage:

Was genau kann ich fordern?

Du forderst den Bruttolohn ein.

Also ich hab jetz erstmal ganz grob ausgerechnet dass sich auf die Zeit ca. 20.000 EUR Differenz zwischen den Bruttolöhnen des Entleihers und des Verleihers ergeben.
Davon müssten ja dann sicher noch die SV und Lohnsteuerbeträge abgezogen werden, stimmts?

Das ist dann Aufgabe des ehemaligen Verleihers. Er muss Dir neue Lohnabrechnungen für den Zeitraum erstellen. Ausserdem ist eine neue Arbeitsbescheinigung zu nerstellen und die Meldungen an die KK sind zu korrigieren.

Fordere ich dann das ganze Geld ein und zahl das selbst ans Finanzamt oder fordere ich nur meinen mir wirklich zustehenden Nettolohn ein (also zieh alle Abgaben ans FA und an die Kassen vorher ab)?

Du wirst kaum in der Lage sein alle Monate die von Nachforderungen betroffen sind ordnungsgemäss neu aufzurollen.
Mag das eventuell bei den Sozialversicherungsbeiträgen noch klappen wird es spätestens bei den abzuführenden Steuern schwierig.
Verantwortlich für die korrekte Abführung ist die ehemalige ZAF oder deren NAchfolger.


Wünsch euch nen schönene sonnigen Samstag!


Aus den genannten Gründen ist es wichtig die ZAF nicht nur auf die Lohndifferenz zu verklagen.
In die Klage gehören auf jeden Fall:

1.
Die Beklagte zu verurteilen,
die bereits erteilte Lohnabrechnung für Monat MM/JJJJ von einem auszugehenden Bruttolohn von XXXX,xx € zu berichtigen und herauszugeben



2. Die Beklagte zu verurteilen,

die bereits ausgestellte Ärbeitsbescheinigung gem. § 312 SGB III auf der Grundlage der zu 'erteilenden Berichtigungen der Lohnabrechnungen zu berichtigen und herauszugeben.

Gruß
Exberliner


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BeitragVerfasst: 17.04.2011, 01:41 
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Hallo,
interessanter Ansatz, in die Klage die Berichtigung der Lohnabrachnungen mit einzubauen.

Aber funktioniert das auch technisch? Denn die Abrechnungszeiträume sind ja bereits erledigt?
Mein Anwalt und auch ich haben daran bis jetzt nicht gedacht. Meine Steuerbescheide sind immer noch vorläufig hinsichtlich Soli etc. aber sonst ja abgeschlossen?!

Mein Steuerbüro hätte gemeint, ich muß die Summe in dem Jahr versteuern, wo die Zahlung rechtskräftig wird? Also ähnlich wie bei ner Abfindung. Das wird evtl. bei einem Vergleich in Betracht kommen, aber bei einem Urteil?

Und die Finanzämter sollen dann auch die vergangenen Jahre bis 2007 zurück neu berechnen?

Auf jeden Fall gilt: den Hinweis auf Zinsen 5% über dem Basiszinsatz nicht vergessen.


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BeitragVerfasst: 17.04.2011, 02:57 
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hoilday hat geschrieben:
Hallo,
interessanter Ansatz, in die Klage die Berichtigung der Lohnabrachnungen mit einzubauen.

Nicht nur ein interessanter Ansatz sondern einfach notwendig.

Aber funktioniert das auch technisch? Denn die Abrechnungszeiträume sind ja bereits erledigt?

Es gibt Firmen die beherrschen das vollautomatisch. Und es gibt Firmen die sind nicht mal in der Lage die monatlichen Abechnungen korrekt zu erstellen. Aber es ist machbar. Kostet allerdings bei Datev für die Firma extra. Aber das soll nicht unser Problem sein.
Wenn sie es nicht maschinell auf die Reihe bekommen dann müssen sie eben die Abrechnungen zu Fuss erledigen.
Machbar ist es auf jeden Fall, nur der Aufwand ist eben halt ein bischen grösser.


Mein Anwalt und auch ich haben daran bis jetzt nicht gedacht. Meine Steuerbescheide sind immer noch vorläufig hinsichtlich Soli etc. aber sonst ja abgeschlossen?!

Die erstrittenen Summen müssen in dem Jahr versteuert werden in dem sie ausbezahlt werden. Also Klage gewonnen, Geld fliesst in 2011 dann muss auch in 2011 versteuert werden.
Die ZAN müssen für die nachgezahlten Löhne selbstverständlich eine neue Lohnsteuerbescheinigung erstellen.
Bleibt insgesamt offen ob man später noch eine Klage auf Schadenersatz wegen eventuell höherer Steuern die zu zahlen gewesen sind nach dem Prozess angestrebt werden kann.
Es kann nämlich durchaus passieren dass man wegen der Steuerprogression höhere Steuern zahlen muss als man das gemusst hätte wenn die ZAF damals richtig gezahlt hätte.
Das wird ein mkühsames Unterfangen. Denn es ist dann zu berechnen welche Steuern damals hätten gezahlt werden müssen und welche man heute aufgrund der Nachzahlung zahlen muss.


Mein Steuerbüro hätte gemeint, ich muß die Summe in dem Jahr versteuern, wo die Zahlung rechtskräftig wird? Also ähnlich wie bei ner Abfindung. Das wird evtl. bei einem Vergleich in Betracht kommen, aber bei einem Urteil?

Leider auch bei einem Urteil.
Und die Finanzämter sollen dann auch die vergangenen Jahre bis 2007 zurück neu berechnen?

Auf jeden Fall gilt: den Hinweis auf Zinsen 5% über dem Basiszinsatz nicht vergessen.

Ja, das muss auf jeden Fall rein und zwar für jeden Monat einzeln. Die Fälligkeit des Lohns ist z.B. für Janauar 2009 am 15.02.2009. Dann muss man Zinsen 5% über dem Basiszins geltend machen ab dem 15.02.2009 bis heute. Für den Februar 2009 ist die Fälligkeit der 15.03.2009. Ergo sind Zinsen ab dem 15.03.2009 geltend zu machen usw.


Es wird eine elende Rechnerei werden, aber es lohnt sich. Allein bei mir würden die fälligen Zinsen schon bei 2000 € liegen.

Es ist auch deswegen wichtig dass die Lohnkonten neu aufgerollt werden weil ja z.B. auch das Arbeitslosengeld neu zu berechnen ist. Deswegen ist unbedingt auf eine korrigierte Arbeitsbescheinigung für den betreffenden Zeitraum zu bestehen. Hat man die nicht läuft man Gefahr sich zusätzlich unnötig mit dem Arbeitsamt auseinandersetzen zu müssen.

Gruß
Exberliner


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BeitragVerfasst: 17.04.2011, 04:13 
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Hallo,
also erst mal zu den Zinsen:

Bei Equal pay ist der Lohn ja meist nicht am 15.ten des Folgemonats fällig, sondern am 1.ten, also sind's da schon mal jeweils 14 Tage mehr. Und die Zinsen für den ausgezahlten Netto, immer die 14 Tage verzögert könnte man auch verlangen.

Darauf ist mein RA aber nicht eingegangen. Der hats wohl nicht so mit dem Taschenrechner.

Den Einwand mit dem Verlust aus höherer Besteuerung werde ich auf jeden Fall vorbringen, bei der Verhandlung, wenn die versuchen, mich zu drücken (und auch das Zinsargument).

Bei der SV, sprich Arbeitslosenversicherung hab ich jetzt nicht so den Vorteil, wenn das in die Jahre zurückgetragen wird, weil ich a) keine Leistungen bezogen habe und b) bei einer Rückrechnung heute nicht mehr zum tragen kommt. Für mich wäre es eher von Vorteil, wenn die SV-Beiträge ins Jahr 2011 oder 2012 kämen, da ich dann höhere Ansprüche hätte, falls ich alo werde.

Daß die Lohnprogramme das technisch können, einfach die Abrechnung drüberlaufen lassen falls die Software das zuläßt (datev wirds können), das war mir schon klar. Ich seh aber nicht, daß mein RA versuchen wird, so eine Rückrechnung vor Gericht anzusprechen, um es sich mit dem Richter nicht zu verderben, auch aus Vereinfachungsgründen.

Immerhin sind wir hier in Bayern...

Ich denk mal, es wird auf eine Summe X rauslaufen, wo ich AN-Anteil SV nachzahle und das ganze dann versteuere, der Verleiher dann noch die AG-Anteile abführt und das wars dann.

Wenn der Verleiher eine Lohnsteuerbescheinigung ausstellt, auf welcher Basis der Lohnsteuerklasse wird er das denn machen? Ich bin ja längst woanders angestellt. Ist das dann die 6?

Das Geld hab ich ja schon aufm Konto, die Verhandlung ist aber erst. Wird sich ja alles zeigen.


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BeitragVerfasst: 17.04.2011, 05:44 
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Hallo,
also, der Unterschied bei der Zinsberechnung Monatsgenau oder erst ab "Endfälligkeit", seit eben der letzten Lohnabrechnung bis Dezember 2010 macht bei mir schlappe 1200 EUR Unterschied. Ohne jetzt die Zinseszinsberechnung zu bemühen...

Die Nettozahlung immer erst zum 15.ten das sind jedes Monat immerhin ca. 3 EUR, wo jeder LAN also ständig Zinsverlust hat. Das ganze dann mal 1 Mio. Mitarbeiter in der Branche, das ergibt ca. 3 Mio. Vorteil jedes Monat für die ZA-Firmen!!! Das aber jeweils nur auf 1000 EUR netto bezogen...


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BeitragVerfasst: 17.04.2011, 05:50 
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Registriert: 25.12.2010, 13:27
Beiträge: 102
Hallo,
und etwas OffTopic:

Wo sind eigentlich die 1,3 Mrd. EUR, die letztes Jahr zuviel wegen des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes an Stromsteuer von den Kunden in D eingesammelt wurden? Noch bei den Konzernen oder schon beim Staat, Hr. Schäuble?


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BeitragVerfasst: 17.04.2011, 15:26 
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hoilday hat geschrieben:
Hallo,
also erst mal zu den Zinsen:

Bei Equal pay ist der Lohn ja meist nicht am 15.ten des Folgemonats fällig, sondern am 1.ten, also sind's da schon mal jeweils 14 Tage mehr. Und die Zinsen für den ausgezahlten Netto, immer die 14 Tage verzögert könnte man auch verlangen.

Darauf ist mein RA aber nicht eingegangen. Der hats wohl nicht so mit dem Taschenrechner.

Angehörigen der juristischen Berufe unterstellt man allgemein eine Schwäche in Mathematik.

Den Einwand mit dem Verlust aus höherer Besteuerung werde ich auf jeden Fall vorbringen, bei der Verhandlung, wenn die versuchen, mich zu drücken (und auch das Zinsargument).

Du kannst das Zinsargument nicht erst in der Verhandlung bringen. Dieses muss bereits in der Klage erfolgen, andernfalls handelt es sich um eine Klageerweiterung die meist neue Termine zur Verhandlung benötigt.

Bei der SV, sprich Arbeitslosenversicherung hab ich jetzt nicht so den Vorteil, wenn das in die Jahre zurückgetragen wird, weil ich a) keine Leistungen bezogen habe und b) bei einer Rückrechnung heute nicht mehr zum tragen kommt. Für mich wäre es eher von Vorteil, wenn die SV-Beiträge ins Jahr 2011 oder 2012 kämen, da ich dann höhere Ansprüche hätte, falls ich alo werde.

Die Beträge für die Sozialversicherungen müssen für die Monate berechnet und gezahlt werden in denen sie fällig gewesen sind.

Daß die Lohnprogramme das technisch können, einfach die Abrechnung drüberlaufen lassen falls die Software das zuläßt (datev wirds können), das war mir schon klar. Ich seh aber nicht, daß mein RA versuchen wird, so eine Rückrechnung vor Gericht anzusprechen, um es sich mit dem Richter nicht zu verderben, auch aus Vereinfachungsgründen.

Es ist keine Frage des Ansprechens. Wie bitte will der RA eine genaue Forderungssumme ermitteln wenn die Lohnabrechnungen nicht neu aufgerollt werden?

Immerhin sind wir hier in Bayern...

Unterliegt wohl immer noch der deutschen Justiz und Rechtssprechung, auch wenn es gern anders gehandhabt wird.

Ich denk mal, es wird auf eine Summe X rauslaufen, wo ich AN-Anteil SV nachzahle und das ganze dann versteuere, der Verleiher dann noch die AG-Anteile abführt und das wars dann.

Nicht Du musst die nachzahlen. Das kannst Du doch als Laie garniucht richtig einordnen. Allein schon die unterschiedlichen Sätze der SV - Abgaben zu bestimmten Zeiträumen kann hier einen Laien schon ins Schleudern bringen.

Wenn der Verleiher eine Lohnsteuerbescheinigung ausstellt, auf welcher Basis der Lohnsteuerklasse wird er das denn machen? Ich bin ja längst woanders angestellt. Ist das dann die 6?

Normalerweise müssen sie auf der Basis Deiner Steuerklasse in der Vergangenheit abrechnen.

Das Geld hab ich ja schon aufm Konto, die Verhandlung ist aber erst. Wird sich ja alles zeigen.



Wie soll ich das verstehen? Du hast das Geld bereits auf dem Konto? Hat Deine alte ZAF freiwillig gezahlt?

Gruß
Exberliner


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BeitragVerfasst: 17.04.2011, 15:33 
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Registriert: 16.04.2007, 16:53
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hoilday hat geschrieben:
Hallo,
also, der Unterschied bei der Zinsberechnung Monatsgenau oder erst ab "Endfälligkeit", seit eben der letzten Lohnabrechnung bis Dezember 2010 macht bei mir schlappe 1200 EUR Unterschied. Ohne jetzt die Zinseszinsberechnung zu bemühen...

Zu Zinsezins guggst Du mal hier: http://dejure.org/gesetze/BGB/289.html

Nix seit der letzten Abrechnung.
Für jeden Monat einzeln sind die Zinsen zu berechnen und aufzuaddieren.


Die Nettozahlung immer erst zum 15.ten das sind jedes Monat immerhin ca. 3 EUR, wo jeder LAN also ständig Zinsverlust hat.

Das dürfte vor Gericht nicht durchgehen. Der einzelvertraglich im Arbeitsvertrag vereinbarte Lohnzahlungszeitpunktg ist massgeblich.

Das ganze dann mal 1 Mio. Mitarbeiter in der Branche, das ergibt ca. 3 Mio. Vorteil jedes Monat für die ZA-Firmen!!! Das aber jeweils nur auf 1000 EUR netto bezogen...

Na das sollten wir noch einmal üben gelle? :mrgreen:

Mein Basiszinssatzrechner sagt mir da ganz was anderes. Ich komme nur 2,1041 € und weiteren Zinsen ab dem 16.Tag in Höhe von täglich 0,1403 €.

Kannst ja mal hier nachrechnen: http://basiszinssatz.info/zinsrechner/


Gruß
Exberliner


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BeitragVerfasst: 17.04.2011, 15:47 
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Hallo Exberliner, hallo hoilday!

Dieser Thread entwickelt sich ja zur richtigen "Goldgrube" an Informationen.
An euch schonmal vielen Dank für die wertvollen Tips. Werde jetzt auf die Post vom Entleiher warten.

Muss diese Auskunft vom Entleiher eigentlich ein offizielles Schreiben sein, dass ich dann bei der Forderung bzw. der Klage mit in den Anhang muss?
Ich arbeite nämlich mittlerweile fest beim Entleiher und habs letzte Woche erstmal nur mit ner E-Mail an die Personalabteilung versucht.

Viele Grüße und schönen Sonntag,
einer aus Treptow ;)


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BeitragVerfasst: 17.04.2011, 16:28 
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Registriert: 16.04.2007, 16:53
Beiträge: 312
Hallo Embi,

jau grüße mir mal den Treptower Park, die kleine grüne Lunge von Berlin. Die grosse grüne Lunge ist ja in meinem Geburtsort Berlins zuhause.

Einmal auf Dein Problem direkt eingehend.

Wenn Deine alte ZAF per 01.01.2009 von einer anderen ZAF übernommen wurde dann ist die neue ZAF Dein Ansprechpartner wegen der Lohnnachforderungen.
Die so genannte Mutter der ZAF wird wahrscheinlich eine Holding sein die nichts mit den Verbindlichkeiten der einzelnen Firmen zu tun hat.
Etwas mehr Informationen sind allerdings schon notwendig um genaueres sagen zu können.

Das Schreiben des Entleihers sollte schon auf Briefbogen der Firma angefertigt sein. Es gehört unbedingt als Beweismittel zu den Akten der Klage.

Gruß
Exberliner


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BeitragVerfasst: 17.04.2011, 19:06 
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Registriert: 27.09.2008, 15:32
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Wofür denn soviel Arbeit machen wenn man beim alten Entleiher arbeitet reicht doch ne Lohnabrechnung als Beweis, dann hat man doch genau den Lohn den man brauch für "einen vergleichbaren" Mitarbeiter.


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BeitragVerfasst: 17.04.2011, 19:13 
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Registriert: 14.04.2011, 17:51
Beiträge: 9
Hi Sleepy!

Das Problem ist denk ich mal dass ich Lohn für 2007 und 2008 nachfordern möchte. Der Entleiher zahlt nach ERA Tarif. Das war damals noch nicht so und seither gabs auch tarifbedingte Erhöhungen.

Wieviel es damals für Stammmitarbeiter gab, weiss ich leider nicht :(


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BeitragVerfasst: 18.04.2011, 06:44 
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Registriert: 25.12.2010, 13:27
Beiträge: 102
Hallo,
ja, da muß ich halt dann nochmal rechnen. Das mit dem Basiszinssatz steht ja in der Klagebegründung drin. Es wird wohl im Vorfeld der Verhandlung noch ein paar Schriftsätze geben, je nachdem, was der Verleiher halt jetzt noch alles einwendet. Und da kann man ja dann so Sachen noch einbringen.

Da ich aber weiß, was der alles einwenden wird, habe ich mir schon die höchstrichterlichen Urteile der vergangenen Jahre rausgesucht und sehe da eigentlich alle Argumente auf meiner Seite.

Das Auskunftsverlangen muß auf jeden Fall offiziell erfolgen, nicht nur per Mail und gehört zu den Beweisunterlagen.

Und die jetzige Beschäftigung, falls man vom Entleiher übernommen wurde, da kann man nicht einfach das derzeitige Gehalt nehmen, denn der gleichartige Arbeitnehmer kann durchaus von einem selber abweichen. Sowohl nach oben als auch nach unten.


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BeitragVerfasst: 18.04.2011, 06:52 
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Registriert: 02.06.2006, 13:32
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embi hat geschrieben:
Hi Sleepy!

Das Problem ist denk ich mal dass ich Lohn für 2007 und 2008 nachfordern möchte. Der Entleiher zahlt nach ERA Tarif. Das war damals noch nicht so und seither gabs auch tarifbedingte Erhöhungen.

Wieviel es damals für Stammmitarbeiter gab, weiss ich leider nicht :(


Soweit ich das bisher verstanden habe kommt es darauf an dass ich meine Forderung überhaupt annähernd beziffern kann. Auf Euro und Cent genau lässt sich die Forderung sowieso nicht beziffern. Alternativ könnte man beim Enteiher BR vorsprechen und mal nach ältern Tarifverträgen fragen. Oder du fragst mal Stammkollegen die in der Zeit mit dir die gleiche Arbeit gemacht haben, da werden doch sicherlich noch welche da sein die ihre Abrechnungen aus dieser Zeit noch haben.
Denke auch an Schichtzulagen, Urlaubs und Weihnachtsgeld ect.

_________________
Gruß

Jobber

"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier."

- Mahatma Gandhi (indischer Politiker (1869-1948))


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