ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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 Betreff des Beitrags: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 19.03.2010, 15:01 
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http://ig-zeitarbeit.de/artikel/5978
Nachdem am Montag in Berlin ein Sondierungsgespräch mit Vertretern(????) der Tarifgemeinschaft Zeitarbeit beim DGB in konstruktiver Atmosphäre stattfand, bekräftigte am Dienstag die große iGZ-Tarifkommission einstimmig ihren Willen, nunmehr schnellstmöglich alle erforderlichen Schritte in Richtung Branchenmindestlohn zu unternehmen.

Als Termine für die Verhandlungen wurden bereits der 13. Und der 19. April vereinbart.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19.03.2010, 15:03 
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http://ig-zeitarbeit.de/artikel/5970

Er hält es für realistisch, dass die Zahl der Leiharbeitnehmer hierzulande wieder auf das Niveau der Boomzeiten steigt. Er begründet das nicht nur mit der Flexibilität, die Leihkräfte Arbeitgebern bieten. Auch Arbeitnehmer würden langsam die Vorteile erkennen. "Bei der jüngeren Generation beginnt ein Umdenken", sagt Cox.


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 20.04.2010, 12:10 
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..wer es noch nicht gelesen hat:

http://www.ig-zeitarbeit.de/artikel/6231


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 21.04.2010, 08:39 
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Zweit Verhandlungstermine, beide Ergebnislos unterbrochen.

Der Prämiumverband feilscht um ja nicht mehr zahlen zu müssen als der BZA.

Wohl doch eher Anhängsel des BZA und nicht eigenständiger Arbeitgeberverband.
Vollmunidge Ankündigung der Verbandsvertreter und in den Verhandlungen wird das Gegenteil betrieben.

Die Tarife in der Leiharbeit sind eine Sackgasse, ihre einzige Existenzberechtigung ist die Frage um einen Mindestlohn und die Aufnahme ins Entendegesetz wegen der freizügigkeit Osteuropas ab Mai 2011.

Liebe Betriebsräte, wenn wir nicht bald alle zu Leiharbeitstarifen arbeiten wollen laßt uns im Betrieb Leiharbeit per BV oder Ergänzungstarif regeln. Keine Zustimmung zum Einsatz von Leiharbeitern bevor die Spielregeln nicht klar definiert sind.

Leiharbeit geht uns alle an!

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

Düsseldorf


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 21.04.2010, 10:42 
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Sehr geehrter Herr Iwanowski,

Agitation ist ja ganz schön und manchmal nötig, jedoch sollten dabei die Fakten nicht verdreht werden.

Es geht hier nicht um das "Feilschen, um nicht mehr als der BZA zahlen zu müssen". Und weiter geht es auch nicht darum, dass der "IGZ nur ein Anhängsel des BZA ist".

Fakt ist:

1. Die DGB - Verhandlungstruppe (mit IGM-Beteiligung) hat die Forderung, dass der Tarifabschluss des BZA inkl. der ENtgelttabelle übernommen wird. Die GW - Vertreter sind wohl von ihrem "gloreichen Abschluss" mit dem BZA überzeugt! Dies ist nicht die Intention des IGZ.

2. Durch die Forderungen der GW soll der IGZ als Anhängsel des BZA dargestellt werden.

Ich kann persönlich den "Frust" über den schlechten Abschluss verstehen. Aber die hier die Sachlage mit den Konsequenzen so darzustellen, ist nicht in Ordnung.

Wenn das System Zeitarbeit gescheitert ist - wie Herr Wetzel formuliert hat - frage ich mich, warum man nicht ausgestiegen ist und / oder andere Abschlussmöglichkeiten genutzt hätte.

Wer mit Trillerpfeife und Truck "gleichen Lohn für gleiche Arbeit fordert" und dann einem Tarifvertrag zustimmt, bei dem der Alleinstehende (StKL. 1) so wenig verdient, dass er unter der definierten Armutsgrenze des Statistischen Bundesamtes fällt, widerspricht sich selbst.

Wer dann auch noch Firmen (in Oldenburg) prämiert, die mit christlicher Tochter arbeiten stärkt nicht grade die Glaubwürdigkeit.

Ihren Aufruf an die Betriebsräte kann ich nur unterstützen - auch wenn ich sonst Kritik ausübe.

Seitens der Initiative werden wir jetzt eigenständig mit unserer "8 € Plus" - Kampagne dafür Sorge tragen, dass in Zukunft kein Qualitätssiegel-Inhaber mehr Armutslöhne zahlt.

Alle relevanten gesellschaftliche Gruppen sind herzlich eingeladen, unsere Leitsätze zu unterstützen und an unserem Projekt mitzuarbeiten.

Das Qualitätssiegel Zeitarbeit steht für faire und saubere Zeitarbeit. Unternehmen, die mit ihm ausgezeichnet wurden, unterstreichen durch ihr geschäftliches Handeln, dass sie gleichermaßen verantwortungsbewusst gegenüber externen und internen Mitarbeitern, ihren Kunden und Lieferanten sowie der Gesellschaft wirtschaften.

Bei den durch die IQZ zertifizierten Personaldienstleistern ist Lohn- und Preisdumping auf dem Rücken der Mitarbeiter ebenso ausgeschlossen wie Gewinnoptimierung per ALG-Aufstockung auf Kosten der Steuerzahler. Unternehmen, die mit dem Qualitätssiegel Zeitarbeit ausgezeichnet wurden, sind sich ihrer Verantwortung im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft bewusst.

Herzliche Grüße

Norbert Fuhrmann


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 21.04.2010, 13:53 
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Norbert Fuhrmann hat geschrieben:
Seitens der Initiative werden wir jetzt eigenständig mit unserer "8 € Plus" - Kampagne dafür Sorge tragen, dass in Zukunft kein Qualitätssiegel-Inhaber mehr Armutslöhne zahlt.


Was mich hierbei noch interessieren würde gilt dies für "Ost-" u "West-" ZAFs?


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 21.04.2010, 14:09 
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sleepy5580 hat geschrieben:
Norbert Fuhrmann hat geschrieben:
Seitens der Initiative werden wir jetzt eigenständig mit unserer "8 € Plus" - Kampagne dafür Sorge tragen, dass in Zukunft kein Qualitätssiegel-Inhaber mehr Armutslöhne zahlt.


Was mich hierbei noch interessieren würde gilt dies für "Ost-" u "West-" ZAFs?


Gute Frage!!!

Aber wahrscheinlich sind auch dem IGZ die Armutslöhne
bei gleichen Mieten und Lebenshaltungskosten im Osten
das was sie schon immer waren....SCHEISS EGAL

Viele Grüße Micha :evil:


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 21.04.2010, 14:30 
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Tach auch schlossermicha,

der Norbert Fuhrmann spricht vom IQZ, nicht vom IGZ :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 21.04.2010, 15:19 
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Robin Hood hat geschrieben:
Tach auch schlossermicha,

der Norbert Fuhrmann spricht vom IQZ, nicht vom IGZ :lol:




Hi Robin

Und wer sind die "Qualitätssiegel" Inhaber/Bzw. anwärter?

Richtig,Buden mit IGZ Hintergrund !!

Also doch alles richtig :lol:

Viele Grüße Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 21.04.2010, 16:19 
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Hallo Schlossermicha,

Die Inhaber von unserem Qualitätssiegel Zeitarbeit sind "Buden" die sicher einen DGB-TV als Basis haben (Christenbuden sind bei uns ausgeschlossen) und freiwillig mehr als nur Tarif zahlen, richtig eingruppieren (ohne Trickserei) und zuzüglich Spesen zahlen. Einer mit §8.6 BZA Anwendung wird kein Siegel von uns bekommen.

weitere Infos auf www.iq-z.de

LG

Norbert Fuhrmann


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 21.04.2010, 16:26 
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Zitat:
Sehr geehrter Herr Iwanowski,

Agitation ist ja ganz schön und manchmal nötig, jedoch sollten dabei die Fakten nicht verdreht werden.

Es geht hier nicht um das "Feilschen, um nicht mehr als der BZA zahlen zu müssen". Und weiter geht es auch nicht darum, dass der "IGZ nur ein Anhängsel des BZA ist".

Fakt ist:

1. Die DGB - Verhandlungstruppe (mit IGM-Beteiligung) hat die Forderung, dass der Tarifabschluss des BZA inkl. der ENtgelttabelle übernommen wird. Die GW - Vertreter sind wohl von ihrem "gloreichen Abschluss" mit dem BZA überzeugt! Dies ist nicht die Intention des IGZ.


Richtig aber was war der Auslöser? Richtig ist, das die Entgelttabellen BZA und IGZ nicht direkt vergleichbar sind, da es Unterschiede bei den Gruppenbeschreibungen gibt z.B was ist die Ecklohngruppe.
Daher ist eine 1:1 Übertragung so nicht möglich. Außerdem will man die Erhöhung später, weil man ja viel früher schon 7,51 gezahlt hat. Hoffe das man von dieser Position wieder abgerückt ist. Der Vorschlag die Systematik zu übertragen war also ein Kompromißvorschlag über den man sicherlich trefflich streiten kann. Die Frage war ja was können bide Seiten tragen.
Zitat:
2. Durch die Forderungen der GW soll der IGZ als Anhängsel des BZA dargestellt werden.


Das ist keine Forderung von uns sondern ein Lösungsvorschlag. Die Frage Ostabschlag ist ebenfalls von der Arbeitgeberseite aufgeworfen worden. Der Minischritt beim BZA ist schon eine Zumutung aber das der IGZ hier weiter den bisherigen behalten will....

Zitat:
Ihren Aufruf an die Betriebsräte kann ich nur unterstützen - auch wenn ich sonst Kritik ausübe.

Seitens der Initiative werden wir jetzt eigenständig mit unserer "8 € Plus" - Kampagne dafür Sorge tragen, dass in Zukunft kein Qualitätssiegel-Inhaber mehr Armutslöhne zahlt.


Die Haustarifverträge des Bezirks NRW (Neuabschlüsse seit 2009) erfüllen dieses Kriterium bereits.
Aber es ist doch schön wenn wir hier und da doch gemeinsame Ansätze haben :wink:

Der Widerspruch Kampagne Leiharbeit und diese Tarifabschlüsse ergibt sich für mich nur auf den ersten Blick. Wenn man in die Tiefe geht nicht und das hat der Kollege Wetzel auch gut dargestellt. Die Tarife sind ein notwendiges Übel um schlimmeres zu verhindern. Nur Grundlage für eine Untergrenze um Mindestbedingungen ins Entsendegesetz zu bekommen. Sie bieten aber keine Grundlage für faire Leiharbeit.

Leiharbeit läßt sich nur Regeln wo sie stattfindet - in den Kundenbetrieben!
Für faire Leiharbeit ist der Gesetzgeber gefordert. Daher müssen wir Mehrheiten finden und das Thema in der öffentlichen Diskussion halten.

Leiharbeit ist eben nicht das Sprungbrett in den festen Job. Die Studien sind eindeutig. Immer mehr Beschäftigten haben eine regelrechte Leihabreitskarriere mit allen Folgen die das so hat.

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

Düsseldorf


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 21.04.2010, 23:51 
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Beitrag wurde veschoben, da an dieser Stelle nicht passend.

_________________
Gruß

Jobber

"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier."

- Mahatma Gandhi (indischer Politiker (1869-1948))


Zuletzt geändert von jobber am 22.04.2010, 08:46, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 22.04.2010, 07:34 
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Hallo Herr Iwanowski,

wir finden hier und da schon gemeinsame Einschätzung, Ich teile Ihre Einschätzung, dass der BZA - Tarifabschluss eine Katastrophe und eine Zumutung ist. Dagegen teile ich nicht Ihre Einschätzung, dass der Abschluss "notwendig war um Schlimmeres zu verhindern".
Was wäre schlimmer ? Der Abschluss bei den Christen ist auf dem gleichen Niveau. Fakt ist auch, dass die Christen vorgelegt haben und der BZA - Abschluss nachgelegt wurde.

Für mich ist diese Argumentation eine schwache Ausrede!

Die von Ihnen kritisierte 3. Verhandlungsrunde beim IGZ sehe ich anders. Der bezeichnete "Lösungsvorschlag" einer Angleichung kommt seit Jahren seitens der GW. Der IGZ hat sich gewehrt und immer schon mehr bezahlt. Hier hilft auch keine andere Wortwahl ! Die GW will eine Angleichung an die niedrigen Tarife des BZA als Lösung. Ich stimme mit Ihnen wieder darin überein, dass beide TVS nicht vergleichbar sind. Der Lösungsvorschlag der GW ist also Unsinn.

Ihre Aussage: "Die Tarife sind ein notwendiges Übel um schlimmeres zu verhindern. Nur Grundlage für eine Untergrenze um Mindestbedingungen ins Entsendegesetz zu bekommen." greift auch nicht. Es ist ein "normaler" Tarifvertrag und ein zweiter Mindestlohntarifvertrag abgeschlossen worden. Wenn es nur um den Mindestlohntarif ging, hätte man aus dem normalen Tarifvertrag ja aussteigen können.

Hier wird im Nachhinein etwas schöngeredet, um den BZA TV der nach meiner Definition auch Armutslöhne enthält zu rechtfertigen. Mindestlöhne in der Zeitarbeit im Entsendegesetz forderte ich schon 2004 als die GW so etwas noch nicht auf dem Schirm hatte.

Zwei Aussagen sind für mich wie eine Kapitulation:

"Leiharbeit läßt sich nur Regeln wo sie stattfindet - in den Kundenbetrieben!"
"Für faire Leiharbeit ist der Gesetzgeber gefordert."

Betriebspolisch ist in den letzten 6 Jahren nicht viel passiert und der Gesetzgeber hat Rahmenbedingungen gesetzt. Ausnahmeregelung über Tarifverträge vom EP/ET. Der Gesetzgeber würde eingreifen, wenn die Sozialpartner nichts geregelt hätten. Nun ist aber grade wieder von den Sozialpartnern was (schlechtes) geregelt worden. Es wird keinen Eingriff geben.

Die GW ist m.E. ihrer gesellschaftlichen Verantwortung CSR nicht gerecht geworden. Bündnispartner sind "links" liegen gelassen worden.

Nun versucht man das "Sankt Florian Prinzip" anzuwenden: Die Anderen sind Schuld.

Ich freu mich jedoch dass unser 8 € Plus in HT-TV in NRW angewendet wird.

LG
Norbert Fuhrmann


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 23.04.2010, 10:10 
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Norbert Fuhrmann hat geschrieben:
Hallo Herr Iwanowski,

... Ich stimme mit Ihnen wieder darin überein, dass beide TVS nicht vergleichbar sind. Der Lösungsvorschlag der GW ist also Unsinn.

Ihre Aussage: "Die Tarife sind ein notwendiges Übel um schlimmeres zu verhindern. Nur Grundlage für eine Untergrenze um Mindestbedingungen ins Entsendegesetz zu bekommen." greift auch nicht. Es ist ein "normaler" Tarifvertrag und ein zweiter Mindestlohntarifvertrag abgeschlossen worden. Wenn es nur um den Mindestlohntarif ging, hätte man aus dem normalen Tarifvertrag ja aussteigen können.

..
LG
Norbert Fuhrmann


Herr Fuhrmann sie wissen doch, dass man bei Verhandlungen nichts umsonst bekommt.
Glauben sie irgend ein Verband hätte einen Mindestlohntarif unterschrieben ohne dafür einen eigenen tarif zu bekommen um so die Nachwirkungsproblematik zu beenden.

Persönlich fand ich das alles etwas übereilt aber ich bin nur eine Stimme und in anderen Gewerkschaften wird das eine oder andere anders bewertet.

Ob der Lösungsvorschlag geeignet ist oder nicht müssen die Verhandler sagen. Ich möchte aber doch an unsere Tarifforderung aus 2008 erinnern.Wir wollten einen einzigen DGB Tarif mit beiden Verbänden. Ob eine Anpassung auf den schlechtesten Standard der einzig gangbare Weg ist?

Tarifverhandlungen in der Zeitarbeit (Fläche) sind gescheitert.
Die Arbeitgeber wollen Tarife nur, wenn sie dadurch einen Nutzen haben. Ich erinnere her auch an die Forderungskataloge der Verbände an die Politik. Abschaffung AÜG usw..

Die Sonntagsreden einiger Verbandsvertreter und das Auftreten in den Verhandlungen passen nicht zusammen.

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

Düsseldorf


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 23.04.2010, 23:06 
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Man muss sich schon fragen, wie lange die mächtigste Gewerkschaft Europas sich noch auf der Nase herumtanzen lässt.

Aus meiner Sicht ist ein Vulkanausbruch angesagt, aber diesmal nicht in Island sondern in Frankfurt, Wilhelm-Leuschner-Straße. Sofortiger Austritt aus der TG mit ihrem völlig unfähigen "Vehandlungsführer".

Wenn irgendeine Dorftruppe aus Münster dann gerne einen Tarifvertrag abschließen möchte (das ist ratsam angesichts der mehr als zweifelhaften Nachwirkung), dann lässt man die vorbeikommen. Nix Münster, nix Berlin, Frankfurt! Alles kein Problem, mit der DB nach Ffm-Hbf (ist ein Kopfbahnhof), dann in Fahrtrichtung halbrechts halten in die dreispurige Einbahnstraße. Etwa 10 Minuten zu Fuß, finden sogar Provinzmäuse.

Langt endlich mal richtig hin!

Viele Grüße

D.F.


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 30.04.2010, 08:35 
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Tach auch zusammen,

Vollzug wurde gemeldet: http://www.ig-zeitarbeit.de/artikel/6290


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 30.04.2010, 08:46 
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http://www.ig-zeitarbeit.de/artikel/6290 hat geschrieben:
Einrichtung einer "Tarif-Güte-Stelle"]

Die Tarifvertragsparteien unterstreichen die Notwendigkeit, für eine richtige und vollständige Anwendung der Tarifverträge Sorge zu tragen und begrüßen die diesbezüglich bereits bisher unternommenen Anstrengungen. Zur Verbesserung der Tarifanwendung vereinbaren die Tarifvertragsparteien die Schaffung einer gemeinsamen Einrichtung. Die nähere Ausgestaltung wird einer paritätisch besetzten Kommission übertragen.


Wer da wohl seine Finger im Spiel hat?!?

Ich hoffe doch sehr, das die beiden nicht wirklich rechtskonformen Punkte aus dem Tarifvertrag verschwunden sind und man sich wenn man sich dann nicht an diese Teile des Tarifvertrages hält dann auch noch Ärger mit der Gütestelle bekommt. :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 30.04.2010, 09:50 
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Hallo,

nach erster Durchsicht scheint es auf eine Vereinheitlichung der TV von BZA und IGZ hinauszulaufen.

1.
Die Entgeltgruppe M bei IGZ ist verschwunden.

2.
Der IGZ Tarif wird in 4 Stufen angehoben. (Wobei die Entgeltgruppe 3 erst im Mai 2011 das Niveau des BZA über Zwischenstufen erreicht. Ist allerdings ein Sprung von 8,48 auf 9,25 ab Mai 2010).

3.
Im Entgeltrahmen-TV werden neue Eingruppierungsmerkmale vereinbart.

4.
Vertragliche Vereinbarung mit dem Verband zu tarifvertraglichen Besserstellungsvereinbarungen mit Kundenbetrieben.

Das wird wohl ein Schwerpunkt der IGM bis zum Ende der Laufzeiten der TV mit BZA und IGZ werden.
Damit daraus auch etwas wird müssen die Entleih-BR sich mehr als bisher des Themas annehmen. Die LAN in solchen Betrieben können da schon aktiv werden wenn sie nur wollen.

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 30.04.2010, 10:45 
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Hallo,

die Verhandlungen mit dem IGZ sind abgeschlossen. Die GW hat sich mit ihrer Forderung nach Übernahme der Tariftabellen des BZA erfolgreich durchgesetzt. Lange Zeit hatte sich die Verhandlungskommission des IGZ dagegen gesträubt. Nachdem beim BZA eine durchnittliche Erhöhung von 2,5% vereinbart wurde, konnte die GW beim IGZ nun auch eine Erhöhung durchsetzen. Die Erhöhung bei den "Helfern" beträgt 9 Cent - von 7,51 € auf 7,60 €. Das entspricht einer Erhöhung von 1,2%. Bei Facharbeitern beträgt die Erhöhung 8 Cent - von 9,52 € auf 9,60 €. Dies entspricht einer Erhöhung von 0,8 %.

Bei Facharbeitern mit mehrjähriger Erfahrung ist sogar eine Lohnsenkung vereinbart worden. Bisher musste 10,80 € bezahlt werden, jetzt sind es nur noch 10,16 €. Dies entspricht einer Veringerung um 5,9%.

Im Osten konnte bei den "Helfern" eine Erhöhung von 5,2% verbucht werden. Dagegen sinken die Löhne für Facharbeiter von 8,20 € auf 8,05 € gleich 1,8%.

Dieses sachliche Ergebnis der von der Gewerkschaft gefordeten "optischen Zusammenschiebung" der BZA und IGZ -Tabellen ohne auf die Inhalte zu achten wird sicher die Zustimmung der Mitgliedschaft des IGZ finden.

Norbert Fuhrmann


Zuletzt geändert von Norbert Fuhrmann am 30.04.2010, 11:15, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 30.04.2010, 10:58 
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Hallo

Heisst im Klartext:

Die Kollegen reissen sich den Arsch auf damit
die Chefs der Leihbuden noch mehr Gewinn einfahren.

Dummerweise hat der Leihdödel davon nichts. :cry:

In Berlin sind die meisten Mieten zu beginn des Jahres
um 50-70 Euro je Monat gestiegen,dem gegenüber steht
jetzt die "Bombastische" Lohnerhöhung von 13,56 Euro Brutto
(151 Stunden mal 9 cent)

Wem dürfen wir denn dafür die Füsse küssen?? :evil:

Viele Grüße Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 30.04.2010, 11:01 
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Mir längst fehlen die Wörter. :cry: :oops: :( Seit einigen Monaten wundert aber nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 30.04.2010, 11:34 
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Registriert: 23.05.2007, 14:45
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schlossermicha hat geschrieben:
...
Wem dürfen wir denn dafür die Füsse küssen?? :evil:

Viele Grüße Micha

Am besten dir/uns selbst.
Wenn wir diese Scheiße weiterhin mitmachen, dann ändert sich auch nichts. Es dürfte doch langsam jedem klar sein, dass wir mit den Gewerkschaften hier nicht weiterkommen. Für uns wird sich erst etwas ändern wenn es für die Branche und deren HelerKunden unkalkulierbar wird weiterhin Leiharbeiter auszubeuten.
Sie bezahlen quasi nix, dann arbeite quasi nix. Sie bescheissen dich, dann bescheisse sie. ...
Macht kaputt was euch kaputt macht!

MfG
Michael Lange

_________________
NEU!!! LANis mit neuer Rezeptur
+ 8 bezahlen und 2 gratis abgreifen
+ Neue AÜG-Rezeptur!!! Dies macht unsere LANis noch bekömmlicher.
-----
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Hoffnung ist soeben verstorben.


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 30.04.2010, 11:35 
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Das Verhandlungsergebnis sieht vor, dass eine langfristige tarifliche Bindung erfolgt. Der TV umfasst den Zeitraum bis zum Herbst 2013.

"Entgelt-, Entgeltrahmen- und Manteltarifvertrag werden verlängert und können mit einer Frist von sechs Monaten, erstmals zum 31.10.2013, gekündigt werden". Damit ist eine langfristige Planungsgröße festgelegt.

Das Entgelt in der Entgeltgruppe 1 West beträgt
• ab dem 01.07.2010 EUR 7,60,
• ab dem 01.05.2011 EUR 7,79,
• ab dem 01.11.2011 EUR 7,89 und
• ab dem 01.11.2012 EUR 8,19.

Das Entgelt in der Entgeltgruppe 1 Ost beträgt
• ab dem 01.07.2010 EUR 6,65,
• ab dem 01.05.2011 EUR 6,89,
• ab dem 01.11.2011 EUR 7,01 und
• ab dem 01.11.2012 EUR 7,50.

Ab Ende 2012 wird dann im Westen das Niveau erreicht, dass die momentan definierten Armutslöhne überschritten werden (siehe hierzu unser 8 Euro plus Konzept).

Weiterhin ist es interessant, dass die inzwischen schon verbreiteten dreiseitigen "Besservereinbarungen" (zwischen BR eines Kundenbetriebs, dem Kundenbetrieb und der ZAF) in das Verhandlungsergebnis aufgenommen wurden:

"Zwischen den Tarifvertragsparteien dieses Tarifvertrages und dem Arbeitgeber des Kunden-betriebes kann eine tarifliche Regelung zur Vergütung der Einsatzzeiten in diesem Kunden-betrieb getroffen werden (dreiseitige Vereinbarung), wenn diese für die dort eingesetzten Mitarbeiter des Zeitarbeitsunternehmens günstiger ist.“

Es ist die Verantwortung den BR in den Kundenberieben übertragen worden, bessere Bedingungen für die LAN auszuhandeln.

Norbert Fuhrmann


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 30.04.2010, 11:38 
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Wo bekomme ich ein Beitrittsformular für eine der christlichen Gewerkschaften weg? Die setzen wenigstens noch Lohnerhöhungen durch und binden sich nicht so lang.


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 30.04.2010, 14:26 
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Hallo,

das IGZ-Tarifergebnis ist für mich unfassbar und schreit danach, wieder einmal die IGM und Ver.di bis zum 12. Mai mit E-Mails zu bombadieren!

Es wurden nicht nur Lohnsenkungen (!!!) vereinbart (was gegen die Satzungen der IGM und Ver.di vestößt!), sondern es wurde auch das komplette Tarifvertragswerk (Entgelt- Rahmen- und Mantel-Tarifvertrag) bis 31.10.2013 verlängert, ohne dabei das Inkrafttreten der EU-Richtlinie Leiharbeit ab spätestens dem 05.12.2011 zu beachten!

Zitat:
"10. Entgelt-, Entgeltrahmen- und Manteltarifvertrag werden verlängert und können mit einer Frist von sechs Monaten, erstmals zum 31.10.2013, gekündigt werden."
http://www.personalorder.de/magazin/mai ... 4_2010.pdf

Die "Konzern-Klausel" kann man in die Tonne treten, da die Firma Meniar überhaupt gar keine konzerninterne ZAF war!

Siehe dazu auch:
http://www.ig-zeitarbeit.de/artikel/6289
Zitat: "..Auf inhaltliche Nachfrage des iGZ-Hauptgeschäftsführers RA Werner Stolz bestätigte er: „Sie müssen sich für konkrete Prozentsätze entscheiden und definieren, wer wo wie lange vorher gearbeitet hat“..."

In der IGZ-Klausel, gibt es das jedoch nicht!
Fazit: die Klausel könnte für 140 interne ZAF gelten, die nach Aktiengesetz zum Unternehmen gehören, aber der Fall Schlecker wird damit in keinster weise ausgeräumt, weil die Firma Meniar halt gar keine konzerninterne ZAF war und ist!

Ob diese Klauseln nun im AMP-, BZA- oder IGZ-TV stehen oder nicht, hat mit dem Fall Schlecker nun überhaupt nichts zu tun!

Daher heißt es wohl auch im Verhandlungsergebnis vom 30.04.2010:
"Die Tarifvertragsparteien sind bestrebt, unter anderem mit dem Gesetzgeber Regelungen zu finden, um den Missbrauch von Zeitarbeit zu verhindern."

Da die Firma Meniar eine normale ZAF ist und 50 % der LAN bis zu 3 Monate beschäftigt sind, bleibt dazu nur ein neuer kleiner Halbsatz im § 3 AÜG, das LAN ab dem 1. Einsatztag das "equal treatment" gewährleistet werden muss.

Am 30.05.2006 wurde den LAN in IGZ-Buden ein Regelwerk über die Fahrt- und Reisekosten von beiden Tarifpartnern schriftlich zugesagt (siehe Nr. 3 der Protokollnotiz):
http://www.igmetall-zoom.de/PDF/TV/2007 ... 300506.pdf

Bis zum 31.03.2013 gibt es dann dieses Regelwerk über Fahrt- und Reisekosten immer noch nicht, obwohl es bereits ja mehrere Urteile dazu gibt!

LAN müssen also klagen, weil beide Tariifpartner nicht ihre schriftlichen Vereinbarungen einhalten!

Das die IGM dann auch noch letztlich einen Verstoß gegen den § 11 Abs. 4 AÜG (Nr. 3.2.3 Mantel-TV) bis zum 31.03.2013 verlängern will, setzt dem ganzen die Krone auf!

Klar ist, das alle Mantel-Tarifverträge des AMP, BZA und IGZ geändert werden müssen, wenn das AÜG an die EU-Richtlinie Leiharbeit angepasst wird, da es dann nur noch eine evtl. Ausnahme vom Arbeitsentgelt geben könnte, aber keine Ausnahmen in Bezug auf:
"..Dauer der Arbeitszeit, Überstunden, Pausen, Ruhezeiten, Nachtarbeit, Urlaub, arbeitsfreie Tage,.."(siehe Art. 2 f der EU-Richtlinie).

Im Klartext müssen folgende Punkte in Bezug auf die Regelungen in Entleihunternehmen tariflich im Hinblick auf ein geändertes AÜG dann angepasst werden:
1. Höhe der auszuzahlenden Sollarbeitszeit (im Klartext: kein Aufbau von Arbeitszeitkonten mit der Differenz zwischen tariflicher Sollarbeitszeit und tatsächlicher Sollarbeitszeit des Entleihers. Auch Auszahlung der Überstunden nach Regelung des Entleihers!)
2. Anzahl der Urlaubstage wie im Entleihunternehmen
3. Geltung der Nachtarbeit wie im Entleihunternehmen
4. Regelung über arbeitsfreie Tage

Dazu kommt dann noch ein Verbot der befristeten Beschäftigungen (siehe z.B. Änderung des § 9.2 MTV BZA) und weiterer Dinge (siehe Forderungen von Herrn Wetzel), wenn es weiterhin eine Lohndiskriminierung geben soll.

In § 2 Nr. 2 der IGM-Satzung heißt es:
"Aufgaben und Ziele der IG Metall sind insbesondere:
...
2. Erzielung günstiger Lohn-, Gehalts- und Arbeitsbedingungen durch den Abschluss von Tarifverträgen;.."
http://www.igmetall.de/cps/rde/xbcr/int ... 207__2.pdf

Zitat unter § 2:
"Die IG Metall hat die Aufgabe, die wirtschaftlichen, sozialen, beruflichen und kulturellen Interessen der Mitglieder zu fördern..."

Da eine tarifliche Lohnabsenkung für mich keine günstige Erzielung von Gehaltsbedingungen ist, betrachte ich diese tariflichen Lohnsenkungen als Verstoß gegen den § 2 Nr. 2 der IGM-Satzung!

Fazit:
Wieder wurden LAN von beiden Tarifpartnern über den Tisch gezogen!

Was kostet eine Arbeits-Rechtsschutzversicherung im Gegensatz zu 1 % des Bruttolohnes als Gewerkschaftsbeitrag?

Das eizige erfreuliche daran ist, das keine einzige "Konzern-Klausel" auf den "Fall Schlecker" zutrifft und daher das Ministerium eine gesetzliche Änderung des AÜG vornehmen muss!

Gruß

Juergen1


Zuletzt geändert von Juergen1 am 30.04.2010, 14:34, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 30.04.2010, 14:33 
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Hallo

Ab Ende 2012 wird dann im Westen das Niveau erreicht, dass die momentan definierten Armutslöhne überschritten werden (siehe hierzu unser 8 Euro plus Konzept).

LOLOLOL ich kriege mich echt nicht mehr ein :lol: :lol: :lol:

Ab dem 5.12.2011 ist dieser mit Verlaub schwachsinnige Satz Makulatur :P
Siehe :
Ab spätestens dem 05.12.2011 kann es laut Art.5 Abs.2 der EU-Richtlinie nur noch eine Abweichung vom Arbeitsentgelt geben, was bedeutet, das es eine Gleichbehandlung in Bezug auf "..Dauer der Arbeitszeit, Überstunden, Pausen, Ruhezeiten, Nachtarbeit, Urlaub, arbeitsfreie Tage,.." geben muss (siehe Art. 2 f der EU-Richtlinie).

Mann mann,nur noch verarsche! :twisted:

Viele Grüße Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 30.04.2010, 17:00 
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Hallo,

habe mal die neuen Eingruppierungsmerkmale der Entgeltgruppen 4 bis 6 mit den alten verglichen. Und da liegt der Hund begraben.

Der alte Text in normaler Schrift.
Der neue zusätzliche Text kursiv gedruckt.

Entgeltgruppe 4
Ausführung von Tätigkeiten, für die eine abgeschlossene, mindestens dreijährige Berufsausbildung und entsprechende aktuelle Arbeitskenntnisse und Fertigkeiten erforderlich sind,
und eine mehrjährige Berufserfahrung.

Entgeltgruppe 5
Selbsständige Ausführung von Tätigkeiten, für die eine abgeschlossene, mindestens dreijährige Berufsausbildung, entsprechende aktuelle Arbeitskenntnisse und Fertigkeiten und mehrjährige fachspezifische Berufserfahrung erforderlich sind,
sowie Spezialkenntnisse erforderlich sind , die durch eine Zusatzausbildung vermittelt werden.

Entgeltgruppe 6
Selbstständige Ausführung von Tätigkeiten, für die eine abgeschlossene, mindestens dreijährige Berufsausbildung, entsprechende aktuelle Arbeitskenntnisse und Fertigkeiten, mehrjährige fachspezifische Berufserfahrung sowie zusätzliche spezielle Qualifikationsmaßnahmen erforderlich sind,
wie Meister- oder Technikerausbildung.

Der zusätzliche kursiv gedruckte Text bedeutet inhaltlich eine höhere Anforderung an den LAN um diese Lohngruppe zu erhalten.
Praktisch wird es bedeuten, dass massig Facharbeiter herabgestuft werden und sich lediglich mit der Besitzstandswahrung nach Punkt 3 des Verhandlungsergebnisses den bishergen Bruttolohn erhalten.

Wer neu nach IGZ-TV anfängt wird gleich in die schlechtere Lohngruppe eingestuft.

Dieses Verhandlungsergebnis ist eine verkappte Lohnsenkung.

Werde an unseren Verhandlungsführer und einige Tarifkommissionsmitglieder eine mail schreiben. Wer noch Lust hat soll mitmachen.

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 30.04.2010, 17:21 
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Beiträge: 23
Ich bin jetzt in Entgeldgruppe 3 mit 8.48€ eingruppiert.
Ab 01.07.10 wird die Entgeldgruppe 3 von 8,48 auf 9,25€ angehoben also plus 9%
Bis 01.11.12 wird die Entgeldgruppe 3 auf 10,22€ angehoben, insgesamt ein Plus von 20%.
Übertarifliche Zulage bisher 0,77€ die Stunde.

Was ist daran so schlecht? Habe ich da irgendwas falsch verstanden?


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 30.04.2010, 17:23 
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Registriert: 10.06.2005, 14:34
Beiträge: 1136
Wohnort: Berlin
Hi Karl

Hab schon an Wetzel geschrieben.
(da wird der Wetzel langsam zum Witzel)
Es werden noch DGB,IGM und Verdi folgen :evil:

@ Einer

Da mußt Du aber Aufpassen,das die Übertarifliche
zulage nicht mit der Lohnerhöhung verrechnet wird.
Dann hast Du nix Plus 9%,sondern eine fette 0 !

Viele Grüße Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: IGZ Tarifverhandlung
BeitragVerfasst: 30.04.2010, 17:44 
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Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2215
Wohnort: Augsburg
Hallo Einer,

Zitat:
Was ist daran so schlecht? Habe ich da irgendwas falsch verstanden?


für die E 3 stimmt deine Rechnung und die ist auch sehr gut mit 9 %.

Ich habe ausdrücklich die Entgeltgruppen 4 bis 6 angeführt, weil bei denen die LAN draufzahlen wegen der zusätzlichen Einruppierungsmerkmale.
In deiner Entgeltgruppe 3 sind die Eingruppierungsmerkmale nicht verändert oder erweitert worden.

Karl


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