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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 06.09.2015, 12:29 
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Premutos1982 hat geschrieben:
Aufpassen Challenger, sonst stehst du hier auch bald im Abseits und musst dir Beleidigungen anhören.

Hallo Premutos,
ich werde niemals im Abseits stehen.
Im übrigen bin ich unbeleidigbar.

_________________
Die Leiharbeit ist eine Maschinerie,
in die du als Schwein reingehst und
als Wurst rauskommst


Wer montags lächelt, nimmt die richtigen Drogen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 06.09.2015, 16:36 
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Beiträge: 1214
Zitat:
Tarifkommission

Die Tarifkommission ist gewerkschaftliches Gremium und besteht aus gewählten ehren- und hauptamtlichen IG Metall-Funktionären. Sie bereitet die Tarifrunde vor, beschließt die gewerkschaftliche Forderung, gibt Empfehlungen für die Gespräche mit den Arbeitgebern und ist an den Verhandlungen beteiligt und befindet über die Annahme und Ablehnung eines Verhandlungsergebnisses, über Urabstimmung und Streik. Die Mitglieder der Kommission werden gewählt; viele von ihnen sind Betriebsräte und Vertrauensleute.

Die Beschlüsse der Tarifkommission sind Empfehlungen, die letzte Entscheidung liegt beim IG Metall Vorstand, siehe IG Metall-"Richtlinien für Tarifkommissionen".
google

karla hat geschrieben:
Es gibt keine DGB-TK sondern TK`s von Verdi und IGM. Daraus bildet sich eine Verhandlungskommission. Vom DGB sitzt meines Wissens auch einer dabei.

cortez hat geschrieben:
Karl hat schon einmal darauf hingewiesen, dass es keine DGB-TaKo gibt. Durch ständiges Wiederholen wird ein falscher Sachverhalt auch nicht wahrer und Kritik sollte schon Substanz haben. Jede Einzelgewerkschaft hat eine eigene TaKo (sollte sie zumindest haben), genau wie iGZ und BAP jeweils eine TaKo haben. Die geben den Verhandlungskommissionen ihre Vorstellungen und Wünsche mit auf den Weg und haben dann fertige Verhandlungsergebnisse abzulehnen oder abzusegnen.

Hallo challenger,

eine DGB-Tarifgemeinschaft ist dem Namen nach eine Gemeinschaft aus Gewerkschaften die dem DGB angehören und einen gemeinsamen Tarifvertrag aushandeln wollen. Jede Einzelgewerkschaft sollte/müsste eine TaKo haben. Verhandeln mit den Arbeitgebern tut dann eine Verhandlungskommission des DGB (das sollten dann die sein, die die Protokolle und Ergebnisse der Tarifverhandlungen unterschreiben). Wenn die Vorstände und TaKos aller DGB-Gewerkschaften verhandeln würden, bräuchtest Du wohl eine Mehrzweckhalle.

Keine Ahnung ob das Deine Frage beantwortet hat und ob die Frage überhaupt ernst gemeint war, aber wen meinst Du jetzt genau mit "Gurken"? Die die direkt verhandeln? Die TaKo-Mitglieder der DGB-Gewerkschaften die überhaupt eine TaKo bilden/wählen lassen (igm, ver.di und wer noch?)? Die DGB-Gewerkschaften die mit unterschreiben, aber (wahrscheinlich) gar keine eigenen TaKos haben? Die Gewerkschaftsvorstände, die letztlich die oberste Entscheidungsgewalt haben (weshalb Du auch keine AZKs abgeschafft bekommen wirst)? Die große Koalition, die lieber rumgurken läßt, statt endlich wasserdichte Gesetze zu erlassen? Die Arbeitgeberseite und ihre Leiharbeitslobby?

Ziemlich viele Gurken und ich habe ganz sicher noch etliche vergessen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 06.09.2015, 17:21 
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Hallo Premutos1982 (04.09.2015, 19:30)

Zitat:
Zitat:
"Ohne Tarifvertrag wäre für die Leihbeschäftigten unklar, welche Ansprüche sie haben."
Zitat:
Genau hier irrt sich die gute Dame:

Klarer gehts gar nicht:


Dein Zitat aus dem Nachweisgesetz
Zitat:
6.
die Zusammensetzung und die Höhe des Arbeitsentgelts einschließlich der Zuschläge, der Zulagen, Prämien und Sonderzahlungen sowie anderer Bestandteile des Arbeitsentgelts und deren Fälligkeit,


Dann bestimmt der Chef was er reinschreibt (vermutlich Mindestlohn).

Zitat:
"Ich weiß, was Karla dazu sagt.

"2003 hat die Schröderregierung den DGB-Gewerkschaften klargemacht, dass wenn sie keine TV abschließen werden sie das ganze gesetzlich regeln."

Wers glaubt wird seelig."

Das muss niemend glauben. Es war aber die Aussage von Schröder. Zum anderen kamen dann die ersten Christen-TV und die waren damals alle gültig. Mir scheint es müßig zu diskutieren was geschehen wäre wenn...
Gut gelaufen ist das bestimmt nicht.

Zitat:
@Karla

Ich hätte gern "rechtliche belastbare Expertisen zur EqualPayProblematik"

Kannst du bitte genauer sagen was du wissen willst?


Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 06.09.2015, 18:37 
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Registriert: 03.03.2011, 19:39
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cortez hat geschrieben:

Mal zum Nachdenken für Dich: Viele Deiner Äußerungen bewirken bei mir ein äußerst flaues Bauchgefühl. Mit Wut auf Leiharbeit allein ist das auch nicht mehr entschuldbar, das sitzt wohl tiefer in Dir. Ich befürchte, Du hättest mit Deiner Sozialisation in meiner Firma keine Chance als Leiharbeiter arbeiten zu können, fest eingestellt zu werden und dann auch als Festangestellter dabei bleiben zu dürfen.



Nun ja, Diese Worte lassen auch tief blicken. Deine Firma, soso... Kann es sein, das Du inzwischen zu weit weg bist vom ganzen Thema Leiharbeit?


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 06.09.2015, 19:03 
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Registriert: 25.12.2006, 20:45
Beiträge: 1214
früherwaralles hat geschrieben:
Nun ja, Diese Worte lassen auch tief blicken. Deine Firma, soso... Kann es sein, das Du inzwischen zu weit weg bist vom ganzen Thema Leiharbeit?

Stimmt, eine merkwürdige Formulierung.


Zuletzt geändert von cortez am 11.09.2015, 16:36, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 06.09.2015, 19:12 
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Beiträge: 2681
Wohnort: Augsburg
Hallo challenger (04.09.2015, 22:21)

Zitat:
weißt Du, ob die oben abgebildeten TaKo-Mitglieder
bereits der ersten DGB-TaKo angehört haben, die
das unsägliche Arbeitszeitkonto auf dem Gewissen
hat ???

Nein!

Wer in der damaligen Verhandlungskommission von IGM und Verdi saßen weiß ich nicht. Dazu kam noch ein Vertreter des DGB. Ich denke 2003 gab es noch gar keine TK der IGM für LAN sondern die haben ein paar Leute aus dem Vorstand delegiert. Ich kann das aber nicht belegen.

Ich selbst wurde 2006 zu einer TK-Sitzung eingeladen. Vermutlich hatten sie auch damals noch nicht genügend Leute die das Thema wirklich interessierte. Soweit ich mich erinnern kann waren wir 10 Kollegen. Darunter glaube ich drei aus Leihfirmen, zwei BR von Airbus der Rest aus Verwaltungstellen.
Die Sitzung ging von 9-13 Uhr. In der Zeit wurden die einzelnen Punkte des Verhandlungsergebnisses durchgegangen. Wenn man nicht schon vorher weiß was da ausgehandelt wurde ist es schwierig das Ergebnis zu beurteilen. Ich habe damals das meiste abgelehnt. Das Problem ist halt wenn man als TK-Mitglied niemand hinter sich hat was will man da bewirken?

Jürgen Ulber (war früher beim Vorstand als Jurist) hat 2004 ein Buch herausgebracht: "Arbeitnehmer in Zeitarbeitsfirmen". Dort behandelt er auf Seite 112 das Thema AZK anhand des 2003 abgeschlossenen TV. Im Grunde war es ein Verriß des damaligen TV.

Beim letzten oder vorletzten Tarifabschluß hat die TK der IGM das Verhandlungsergebnis abgelehnt. Es wurde dann nochmals nachverhandelt und auch etwas verbessert aber dieses neue Verhandlungsergebnis wurde ohne Erklärungsfrist abgeschlossen. D. h. es wurde der TK erst gar nicht mehr vorgelegt. Der Vorstand hat zugestimmt fertig.
Deshalb ist es auch kontraproduktiv wenn man die TK-Mitglieder heruntersetzt (Gurken). Man gibt ihnen damit eine Ausrede an die Hand sich hier im Forum nicht zu äußern. Meinetwegen können die das auch anonym machen. (Man weiß ja wie bei Randstad mit BR umgesprungen werden kann). Jedenfalls werde ich die, die ich kenne nochmals darauf ansprechen.

challenger 06.09.2015, 11:58
Zitat:
wenn es keine DGB-TaKo gibt,was ist dann
die DGB-Tarifgemeinschaft. Ist denn Tarif -
gemeinschaft etwas anderes als Tarifkom -
mission??? Und wenn ja,WAS ???


Die Einzelgewerkschaften des DGB bilden eine Tarifgemeinschaft für einen TV mit den Leiharbeitsverbänden. IGM und Verdi haben eine eigene TK. Dort wird besprochen was verhandelt werden soll. Verdi und IGM haben nicht immer die gleiche Interessenlage. Aus beiden Gewerkschaften wird eine Verhandlungskommission gebildet. Dazu kommt noch ein Vertreter des DGB. Der hat aber nicht viel zu melden. 2003 war das meines Wissens faktisch noch etwas anders da hat man auch den DGB-Vertreter noch mit den Leihverbänden verhandeln lassen. (Zumindest ist mal eine Protokollnotiz von dem mit dem BZA unterschrieben worden).


Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 06.09.2015, 20:52 
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Registriert: 24.07.2013, 19:10
Beiträge: 720
karla hat geschrieben:
Hallo Premutos1982 (04.09.2015, 19:30)

Zitat:
Zitat:
"Ohne Tarifvertrag wäre für die Leihbeschäftigten unklar, welche Ansprüche sie haben."
Zitat:
Genau hier irrt sich die gute Dame:

Klarer gehts gar nicht:


Dein Zitat aus dem Nachweisgesetz
Zitat:
6.
die Zusammensetzung und die Höhe des Arbeitsentgelts einschließlich der Zuschläge, der Zulagen, Prämien und Sonderzahlungen sowie anderer Bestandteile des Arbeitsentgelts und deren Fälligkeit,


Dann bestimmt der Chef was er reinschreibt (vermutlich Mindestlohn).

Zitat:
"Ich weiß, was Karla dazu sagt.

"2003 hat die Schröderregierung den DGB-Gewerkschaften klargemacht, dass wenn sie keine TV abschließen werden sie das ganze gesetzlich regeln."

Wers glaubt wird seelig."

Das muss niemend glauben. Es war aber die Aussage von Schröder. Zum anderen kamen dann die ersten Christen-TV und die waren damals alle gültig. Mir scheint es müßig zu diskutieren was geschehen wäre wenn...
Gut gelaufen ist das bestimmt nicht.

Zitat:
@Karla

Ich hätte gern "rechtliche belastbare Expertisen zur EqualPayProblematik"

Kannst du bitte genauer sagen was du wissen willst?


Karl


Also hab ich damit Recht, dass der Lohn bei Nichteinsatz klarer ist wie Klosbrühe? Das beinhaltet übrigens, dass die gute Frau Blödsinn erzählt. Du glaubst also pauschal, dass Leihbuden, egal ob Facharbeiter oder ungelernter Helfer pauschal 8,50 € in die Verträge schreiben? Erklär mir das bitte genauer. Hast du einen Link o.ä., was Schröder damals genau sagte?

Zitat:
Schön, der Thread lebt noch! So einfach ist das natürlich nicht, aber das weißt du sicher selbst. Jedes Jahr den Urschleim durchkauen macht auch keinen Spaß. Arbeite dich durch den Thread oder frage bei karla an, ob er dir die rechtlichen Expertisen per Mail zusenden kann.


Meine Email-Adresse müsstest du als Admin doch sehen können. Wäre super, wenn das klappt. Danke schon mal.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 06.09.2015, 21:48 
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Registriert: 05.02.2007, 14:55
Beiträge: 547
Premutos1982 hat geschrieben:
Zitat:
Schön, der Thread lebt noch! So einfach ist das natürlich nicht, aber das weißt du sicher selbst. Jedes Jahr den Urschleim durchkauen macht auch keinen Spaß. Arbeite dich durch den Thread oder frage bei karla an, ob er dir die rechtlichen Expertisen per Mail zusenden kann.
Meine Email-Adresse müsstest du als Admin doch sehen können. Wäre super, wenn das klappt. Danke schon mal.

Sorry für die Indiskretion, karla. Es ging mal ein Pamphlet biblischen Ausmaßes um, in dem sämtliche juristischen Möglichkeiten durchgespielt wurden, was passieren würde wenn der dgb die Tarifverträge wirklich kündigen würde. Damals gab es noch die Christen als eigenständigen Tarifpartner und keinen Mindestlohn, aber es wurden auch Szenarien durchgespielt die der heutigen Wirklichkeit entsprechen. Ich finde das Teil nicht mehr - Equal Pay war aber jedenfalls keines der möglichen Ergebnisse, sondern Nachwirkungen aus dem letzten geltenden Tarifvertrag mit irgendwelchen Unterschieden zwischen Neu- u. Altverträgen. Es war auf jeden Fall ein elektronisches Dokument aus dem Netzwerk.

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"Wir rekrutieren am Bodensatz des Arbeitsmarkts" (Thomas Bäumer, CEO TUJA & Adecco / Tarifverhandlungsführer VGZ / BDA (Die nehmen aber auch wirklich jeden!) usw.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 07.09.2015, 10:36 
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Beiträge: 105
Schimmelreiter hat geschrieben:
cortez hat geschrieben:
Ich bin bei einem namhaften Konzern festangestellt und auch dort verfüge ich nicht wirklich frei über mein AZK. Die freien Tage werden den Arbeitnehmern vorgeschrieben und der BR stimmt für die Arbeitnehmer zu. Du kannst Dir eventuell vorstellen, dass das für viele ebenfalls ein Ärgernis ist, aber in einem Großkonzern teilweise gar nicht anders zu händeln ist? Leiharbeiter war ich sieben Jahre und in diesen Jahren hat sich kein Disponent ohne meine Einwilligung an meinen Stunden vergriffen. Nur mal so als konkretes Beispiel aus der Praxis.

Es gibt da aber einen qualitativen Unterschied:

Im realen Unternehmen dient das AZK zur Flexibilisierung, eben damit saisonale Spitzen und Flauten kompensiert werden können, ohne daß man Leute heuern und feuern muß.

Der LAN wird aber trotzdem geheuert und gefeuert wie es halt gerade der Auftragslage der LAF entspricht, und das AZK dient nur dazu, daß die LAF die Einsatzlosigkeit während der Kündigungsfrist entspannt aussitzen kann.

Urlaub dann zu bekommen wenn man ihn beantragt, am besten sogar kurzfristig, ist übrigens nichts was zu seinen inhärenten Eigenschaften gehört. Es gibt z.B. genug Berufsgruppen, die sich nach den Schulferien richten müssen, z.B. Azubis, Ausbilder, Lehrer, ....
Von daher ist "Urlaub" auf AZK oder eben halt JAZ eben immer noch wirklich mit Urlaub zu vergleichen, auch wenn der Termin vom AG festgesetzt wird:
Wenn die Firma beantragt, dann und dann den Puff für 4 Wochen zuzumachen und der BR willigt ein, dann ist das meistens genauso langfristig wie in vielen Unternehmen die Urlaubsplanung.
Und selbst wenn das im Dezember - Februar ist, kann man da z.B. in Ägypten auch schön Urlaub machen. Statt schönem Urlaub geht auch Wintersport ...

Völlig anders sieht es eben beim AZK-Mißbrauch der LAF aus:
Die sagen dem LAN "Du bleibst ab morgen zuhause, meldest Dich jeden Tag und wenn wir wieder einen Einsatz haben springst Du und fragst höchstens noch danach wie hoch!". Selbst wenn der dann aus der ex-post-Betrachtung vier Wochen zuhause war, in der Zwischenzeit ein tolles Angebot für zwei Wochen Malediven (Sofern er sich die leisten kann) verpaßt hat und nach den vier Wochen tatsächlich wieder in einen Einsatz kommt hatte er eben keinen Urlaub. Er hat sich ja täglich melden/bereithalten müssen ...

Und nur weil das bei Dir und bei mir nicht so lief, weil wir zwei beide uns das nicht gefallen lassen, heißt das eben nicht, daß das nicht die Regel ist.


Mit anderen Worten:
In einem normalen Unternehmen ist das AZK ein Flexibilisierungsinstrument, um die Beschäftigung in diesem Unternehmen zu sichern und den Personalstand gleich halten zu können, selbst wenn es Spitzen- und Flautenzeiten im Unternehmen gibt.
Leiharbeit ist aber per se bereits ein Flexibilisierungsinstrument das normal in einem Entleihunternehmen mit AZK gar nicht nötig sein dürfte und welches daher seinerseits nicht noch ein ein AZK braucht.
Ein LAN mit AZK in einem Unternehmen mit AZK ist schon Flexibilisierung hoch drei und nicht nur hoch zwei.



Schimmelreiter, du bringst einen guten Punkt ein. Wir sollten unterscheiden zwischen dem AZK an sich und und dem Nichtbeachten von regeln zum AZK, die es ohnehin schon gibt. Zumindest im BAP-TV ist es ja ausgeschlossen bei betrieblicher Kündigung einseitig das AZK zu belasten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 07.09.2015, 12:29 
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Registriert: 08.11.2014, 11:21
Beiträge: 581
cortez hat geschrieben:
Zitat:
Tarifkommission

Die Tarifkommission ist gewerkschaftliches Gremium und besteht aus gewählten ehren- und hauptamtlichen IG Metall-Funktionären. Sie bereitet die Tarifrunde vor, beschließt die gewerkschaftliche Forderung, gibt Empfehlungen für die Gespräche mit den Arbeitgebern und ist an den Verhandlungen beteiligt und befindet über die Annahme und Ablehnung eines Verhandlungsergebnisses, über Urabstimmung und Streik. Die Mitglieder der Kommission werden gewählt; viele von ihnen sind Betriebsräte und Vertrauensleute.

Die Beschlüsse der Tarifkommission sind Empfehlungen, die letzte Entscheidung liegt beim IG Metall Vorstand, siehe IG Metall-"Richtlinien für Tarifkommissionen".
google

karla hat geschrieben:
Es gibt keine DGB-TK sondern TK`s von Verdi und IGM. Daraus bildet sich eine Verhandlungskommission. Vom DGB sitzt meines Wissens auch einer dabei.

cortez hat geschrieben:
Karl hat schon einmal darauf hingewiesen, dass es keine DGB-TaKo gibt. Durch ständiges Wiederholen wird ein falscher Sachverhalt auch nicht wahrer und Kritik sollte schon Substanz haben. Jede Einzelgewerkschaft hat eine eigene TaKo (sollte sie zumindest haben), genau wie iGZ und BAP jeweils eine TaKo haben. Die geben den Verhandlungskommissionen ihre Vorstellungen und Wünsche mit auf den Weg und haben dann fertige Verhandlungsergebnisse abzulehnen oder abzusegnen.

Hallo challenger,

eine DGB-Tarifgemeinschaft ist dem Namen nach eine Gemeinschaft aus Gewerkschaften die dem DGB angehören und einen gemeinsamen Tarifvertrag aushandeln wollen. Jede Einzelgewerkschaft sollte/müsste eine TaKo haben. Verhandeln mit den Arbeitgebern tut dann eine Verhandlungskommission des DGB (das sollten dann die sein, die die Protokolle und Ergebnisse der Tarifverhandlungen unterschreiben). Wenn die Vorstände und TaKos aller DGB-Gewerkschaften verhandeln würden, bräuchtest Du wohl eine Mehrzweckhalle.

Keine Ahnung ob das Deine Frage beantwortet hat und ob die Frage überhaupt ernst gemeint war, aber wen meinst Du jetzt genau mit "Gurken"? Die die direkt verhandeln? Die TaKo-Mitglieder der DGB-Gewerkschaften die überhaupt eine TaKo bilden/wählen lassen (igm, ver.di und wer noch?)? Die DGB-Gewerkschaften die mit unterschreiben, aber (wahrscheinlich) gar keine eigenen TaKos haben? Die Gewerkschaftsvorstände, die letztlich die oberste Entscheidungsgewalt haben (weshalb Du auch keine AZKs abgeschafft bekommen wirst)? Die große Koalition, die lieber rumgurken läßt, statt endlich wasserdichte Gesetze zu erlassen? Die Arbeitgeberseite und ihre Leiharbeitslobby?

Ziemlich viele Gurken und ich habe ganz sicher noch etliche vergessen.

Hallo Cortez,
ich kenne schon den Unterschied zwischen TaKo und
TaGe. Was mir fehlte war Detailwissen. Jedenfalls
richtet sich meine Kritik an alle Personen,die für den
Schlamassel verantwortlich sind.Wie die Vergangenheit
gezeigt hat,haben die LAN vom AZK den geringsten Nut-
zen. Und wer, wie zB IG Metall, Verdi oder Betriebsräte
SEELENRUHIG dabei zusehen,wie die Verleiher in einsatz-
losen Zeiten entgegendem WORTLAUT TARIFLICHER NORMEN
die AZK der LAN plündern,oder das AZK mangels Plusstunden
mit Minustunden,genauer gesagt,mit einer Zeitschuld belasten
und nichts dagegen unternimmt,SCHADEN VON DEN LEIHARBEIT
NEHMERN ABUWENDEN, MACHT SICH ZUM KOMPLIZEN FÜR OR -
GANISIERTE ABZOCKEREI.

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Zuletzt geändert von challenger am 25.09.2015, 17:47, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 07.09.2015, 13:04 
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Beiträge: 720
Hallo Challenger, glaubst du wie ich, dass sich hier in diesem Faden einige Leute beteiligen, die unmittelbar daran mitverantwortlich sind, die von dieser Miserie wissen und sich deshalb nicht outen?
Ist es eine Straftat, wenn ich meine Vermutung äußern würde, dass evtl. Der ein oder andere vielleicht ein paar Euronen bekam, um dem TV zuzustimmen? Also ich vermute es vielleicht nicht unbedingt, aber Wer weiß das schon sicher. Kann ja sein. Mir fällt kein Grund ein, sowas zuzustimmen, wenn man selbst von so einem TV betroffen ist. Auch bei Karla oder Hilde hab ich keinen Grund gelesen. Da kam bisher nix außer Schröder, der ja bekanntlich 2013 schon in Rente war und ein paar Verschwörungstheorien.

Ja ich weiß, ich trete hier ein paar Leuten auf den Schlips! Ich bin eben nicht einverstanden! Ich hege Gräul gegen diese Branche, stimmt! Ich will nur Fairness und will, dass endlich faire Bedingungen herrschen, die das Leben der Leiharbeiter ergräglich machen! Mehr will ich nicht!

Politik ändert was am AÜG, Gewerkschaften kündigen TV außerplanmäßig. Dann habt ihr eine neue Chance! Bitte diesmal nicht vermasseln. Danke


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 07.09.2015, 15:27 
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Beiträge: 581
Premutos1982 hat geschrieben:
Hallo Challenger, glaubst du wie ich, dass sich hier in diesem Faden einige Leute beteiligen, die unmittelbar daran mitverantwortlich sind, die von dieser Miserie wissen und sich deshalb nicht outen?
Ist es eine Straftat, wenn ich meine Vermutung äußern würde, dass evtl. Der ein oder andere vielleicht ein paar Euronen bekam, um dem TV zuzustimmen? Also ich vermute es vielleicht nicht unbedingt, aber Wer weiß das schon sicher. Kann ja sein. Mir fällt kein Grund ein, sowas zuzustimmen, wenn man selbst von so einem TV betroffen ist. Auch bei Karla oder Hilde hab ich keinen Grund gelesen. Da kam bisher nix außer Schröder, der ja bekanntlich 2013 schon in Rente war und ein paar Verschwörungstheorien.

Ja ich weiß, ich trete hier ein paar Leuten auf den Schlips! Ich bin eben nicht einverstanden! Ich hege Gräul gegen diese Branche, stimmt! Ich will nur Fairness und will, dass endlich faire Bedingungen herrschen, die das Leben der Leiharbeiter ergräglich machen! Mehr will ich nicht!

Politik ändert was am AÜG, Gewerkschaften kündigen TV außerplanmäßig. Dann habt ihr eine neue Chance! Bitte diesmal nicht vermasseln. Danke

Hallo Premutos,
ja, ich habe durchaus die Vermutung, daß, wie
sich die Sache mit all ihren Facetten darstellt,
KORRUPTION mit im Spiel sein kööööönte :?: :?:
Beweisen lassen wird sich das sicher nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 07.09.2015, 16:51 
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Beiträge: 547
Premutos1982 hat geschrieben:
Auch bei Karla oder Hilde hab ich keinen Grund gelesen. Da kam bisher nix außer Schröder, der ja bekanntlich 2013 schon in Rente war und ein paar Verschwörungstheorien.

What? Verschwörungstheorien von mir? Ich denke mal ich stehe fester auf dem Boden als Du. Zwei Dokumente, die ich ansprach, habe ich mittlerweile bekommen - ich leite die mal an Karl weiter. Soll er als Admin entscheiden was er weitergibt. Ich klinke mich dann hier wieder aus...

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 07.09.2015, 17:03 
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Registriert: 08.11.2014, 11:21
Beiträge: 581
hilde hat geschrieben:
Premutos1982 hat geschrieben:
Auch bei Karla oder Hilde hab ich keinen Grund gelesen. Da kam bisher nix außer Schröder, der ja bekanntlich 2013 schon in Rente war und ein paar Verschwörungstheorien.

What? Verschwörungstheorien von mir? Ich denke mal ich stehe fester auf dem Boden als Du. Zwei Dokumente, die ich ansprach, habe ich mittlerweile bekommen - ich leite die mal an Karl weiter. Soll er als Admin entscheiden was er weitergibt. Ich klinke mich dann hier wieder aus...

Hallo Hilde,
ich glaube nicht, daß Premutos das so gemeint
hat. Das Gleiche gilt natürlich auch für Karl.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 07.09.2015, 18:16 
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Registriert: 25.12.2006, 20:45
Beiträge: 1214
challenger hat geschrieben:
Hallo Premutos,ja, ich habe durchaus die Vermutung, daß, wie sich die Sache mit all ihren Facetten darstellt, KORRUPTION mit im Spiel sein kööööönte :?: :?: Beweisen lassen wird sich das sicher nicht.

Es ist ein unbestrittener Vorteil des von der igm finanzierten Forums, das man dort fast jeden Mist schreiben kann ohne das gelöscht wird.


Zuletzt geändert von cortez am 11.09.2015, 16:38, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 07.09.2015, 19:13 
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Registriert: 24.07.2013, 19:10
Beiträge: 720
cortez hat geschrieben:

Nun, der Thread ist oben. Allein, es wird sich wohl keiner der Interessantes zu berichten hätte oder ein guter Diskutant ist hier melden, nachdem er gelesen hat was z.B. Du hier hinterlassen hast. Die "Gurken" finde ich ja noch witzig, aber heute habt Ihr es etwas übertrieben, denke ich.

Aber Ihr müßt selbst wissen was Ihr tut. Es ist ein unbestrittener Vorteil des von der igm finanzierten Forums, das man dort fast jeden Mist schreiben kann ohne das gelöscht wird.

Der Stachel bei den TaKo-wie-auch-immer-ihr-sie-nennen-wollt Leuten scheint echt tief zu sitzen, wenn man wegen 2 frustrierten (ex)Leiharbeitern sich nicht traut, hier zu melden.

Das ist das Zoom Forum. Wenn die Leute Angst haben, sich an der Diskussion zu beteiligen, könnte ich das verstehen, wenn wir im elo-Forum wären. Dort würde man sie zerfleischen.

Man könnte sich hier doch mal einen anonymen Account machen und einfach Stellung beziehen. Wo ist das Problem? Diese Geheimnistuerei gibt's echt nur hier.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 07.09.2015, 19:46 
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Registriert: 08.11.2014, 11:21
Beiträge: 581
cortez hat geschrieben:
challenger hat geschrieben:
Hallo Premutos,ja, ich habe durchaus die Vermutung, daß, wie sich die Sache mit all ihren Facetten darstellt, KORRUPTION mit im Spiel sein kööööönte :?: :?: Beweisen lassen wird sich das sicher nicht.

Ich denke schon das Karl gekauft und geschmiert ist - sonst könnte er nicht so große Autos fahren.

Ich bin in Karls Auto mit nach Berlin gefahren, wir haben dort in einer von Karl gebuchten Nobelherberge genächtigt und uns dann mit Christoph (und ganz vielen anderen Interessierten hier aus dem Forum, die Freizeit und eigene Kohle gopfert haben) getroffen. Wir hatten dort verschiedene Möglichkeiten besprochen zoom voran zu bringen. Eine Sache war diesen Thread wieder hochzuholen und verschiedene BRs, TaKo-Mitglieder und andere Aktive aufzufordern sich unter Pseudonym an der Diskussion zu beteiligen.

Nun, der Thread ist oben. Allein, es wird sich wohl keiner der Interessantes zu berichten hätte oder ein guter Diskutant ist hier melden, nachdem er gelesen hat was z.B. Du hier hinterlassen hast. Die "Gurken" finde ich ja noch witzig, aber heute habt Ihr es etwas übertrieben, denke ich.

Aber Ihr müßt selbst wissen was Ihr tut. Es ist ein unbestrittener Vorteil des von der igm finanzierten Forums, das man dort fast jeden Mist schreiben kann ohne das gelöscht wird.

Hallo Cortez,
wie bist Du denn drauf ??? Karl soll geschmiert sein ???
Im Leben nicht.Am Anfang wußte ich nicht wer Karl war.
Jetzt weiß ich es. Dies kann ich mir beim besten Willen
bei ihm nicht vorstellen.
Und auch sonst.Was heißt hier übertrieben??? Wenn eine
Gruppe wie TaKo,TaGe,Tricko Tracko,oder wie auch immer
hingeht und schließt mit der Haifischbranche einen MTV ab,
mit denen die Verleiher den LAN das Geld aus der Tasche
ziehen können,dann liegt der Verdacht der KORRUPTION
nicht allzu weit weg

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als Wurst rauskommst


Wer montags lächelt, nimmt die richtigen Drogen.


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Hallo Premutos1982,

Zitat:
Also hab ich damit Recht, dass der Lohn bei Nichteinsatz klarer ist wie Klosbrühe? Das beinhaltet übrigens, dass die gute Frau Blödsinn erzählt. Du glaubst also pauschal, dass Leihbuden, egal ob Facharbeiter oder ungelernter Helfer pauschal 8,50 € in die Verträge schreiben? Erklär mir das bitte genauer.


Meine Aussage hieß: "Dann bestimmt der Chef was er reinschreibt (vermutlich Mindestlohn)."

Es ist eine Vermutung. Und damit gerade nicht klarer....wie Klosbrühe. Um es mal auf die Spitze zu treiben: Er wird nicht reinschreiben im Nichteinsatz equal-pay. Mit welchem vergleichbaren Stammarbeiter will er denn vergleichen? Die Aussage der Kollegin aus der TK ist nicht falsch.

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 09.09.2015, 20:34 
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Natürlich wird er NICHT reinschreiben, dass bei NICHTeinsatz EP bezahlt wird. Wie soll das auch gehen? Die Höhe des Lohns ist natürlich Verhandlungssache! Wie in der normalen Arbeitswelt eben auch ohne Tarif. Ich will darauf hinaus, dass im Arbeitsvertrag ein exakter Lohn mit allem Pi Pa Po drin stehen muss! Diesen zieht man eben für den Fall des Nichteinsatzes ran. Ist der LAN im Einsatz, ist die Vergütung eh klar (EP). Der LAN hat ein Recht auf Auskunft, was das Entleihunternehmen ihren Festangestellten zahlt. Wird ein Tarif angewendet, ist das ganze noch leichter. Schwierig, und da mag ich dir Recht geben, ist, wenn es keine Festangestellten in der Position gibt. Diesen Status Quo sollen das mal lieber die Gerichte klären, oder: Hey für was hat man eine Gewerkschaft! Die könnte SOWAS prima aushandeln! Branchendurchschnitt oder was weiß ich.

Folgende Punkte sollten bei den Tarifverhandlungen gar nicht verhandelt werden:

-Ausschlussfristen
-Zeitkonto
-Kündigungsschutz
-Abweichung zum Nachteil bei EP (Eingruppierungen)

ach... da fällt mir schon noch mehr ein. Das sind jedoch die Wichtigsten

edit 2:

Tarifvertragsgesetz (TVG)
§ 4 Wirkung der Rechtsnormen
(1) Die Rechtsnormen des Tarifvertrags, die den Inhalt, den Abschluß oder die Beendigung von Arbeitsverhältnissen ordnen, gelten unmittelbar und zwingend zwischen den beiderseits Tarifgebundenen, die unter den Geltungsbereich des Tarifvertrags fallen. Diese Vorschrift gilt entsprechend für Rechtsnormen des Tarifvertrags über betriebliche und betriebsverfassungsrechtliche Fragen.
(2) Sind im Tarifvertrag gemeinsame Einrichtungen der Tarifvertragsparteien vorgesehen und geregelt (Lohnausgleichskassen, Urlaubskassen usw.), so gelten diese Regelungen auch unmittelbar und zwingend für die Satzung dieser Einrichtung und das Verhältnis der Einrichtung zu den tarifgebundenen Arbeitgebern und Arbeitnehmern.
(3) Abweichende Abmachungen sind nur zulässig, soweit sie durch den Tarifvertrag gestattet sind oder eine Änderung der Regelungen zugunsten des Arbeitnehmers enthalten.
(4) Ein Verzicht auf entstandene tarifliche Rechte ist nur in einem von den Tarifvertragsparteien gebilligten Vergleich zulässig. Die Verwirkung von tariflichen Rechten ist ausgeschlossen. Ausschlußfristen für die Geltendmachung tariflicher Rechte können nur im Tarifvertrag vereinbart werden.
(5) Nach Ablauf des Tarifvertrags gelten seine Rechtsnormen weiter, bis sie durch eine andere Abmachung ersetzt werden.

Supi! Also mit Ablauf des Tarifs würde alle NEU abgeschlossenen Verträge mit EP entlohnt werden. Bei den alten Verträgen würde es weiter laufen wie beim ausgelaufenen Tarif, oder?

Na perfekt! Ist doch Leiharbeit. Nach 3 Monaten wird die Hälfte eh gefeuert und ungefähr die gleiche Anzahl wieder eingestellt. Die würden direkt von EP profitieren. Also DAS Gesetz rechtfertigt echt keine neuen Tarife. Zumal: Welches Gesetz wirkt stärker? Tarifnachwirkung oder gesetzliches EP ohne Tarif?


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 12.09.2015, 23:17 
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challenger hat geschrieben:
Wenn eine Gruppe wie TaKo,TaGe,Tricko Tracko,oder wie auch immer

o.k.

Ich hatte von Anfang an die Vermutung, Deine Fragen zur Tarifkommission und Tarifgemeinschaft sind nicht ernst gemeint. Leider bin ich doch darauf eingegangen.

Kommt nicht wieder vor.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 13.09.2015, 09:41 
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Wie kommst du darauf? Er meinte damit wahrscheinlich, dass du mit deiner Wortklauberei mal aufhören solltest. Du weißt genau, was er oder ich mit TaKo oder DGB TaKo meint. Egal wie du sie nennst, sind die Leute gemeint, die die Tarife "aushandeln" oder wie es den Anschein macht: "sich diktieren lassen". Die meisten LAN sind unzufrieden mit den Tarifen. Das ist ja wohl verständlich. Um darüber zu diskutieren, ist doch dieser Fred da. Oder?
Sagte ich Fred? Bevor du dich wieder maßlos aufregst und abwertend reagierst, ich meinte natürlich Thread! Nur der Ordnung halber.

Wenn du irgendwas sinnvolles dazu beitragen kannst, sind wir dir dankbar. Aber für uns alle sollte gelten, dass man sachlich diskutiert, auch wenn's mir selber manchmal schwerfällt. Zugegeben.

Challengers Beiträge sind bis dato äußerst hilfreich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 13.09.2015, 20:38 
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Zitat:
Challengers Beiträge sind bis dato äußerst hilfreich.


Stimmt!

Zitat:
Die meisten LAN sind unzufrieden mit den Tarifen. Das ist ja wohl verständlich.


Das ist richtig! Nur maulen die meisten LAN herum und ändern nichts! Ich habe 4,5 in 3 Jahren zu einer Geewrkschaftsmitgliedschaft bewegen können, die meisten blocken dabei ab.

Noch schlimmer ist das BR Thema. Da muss man echt aufpassen, dass einen die "Kollegen" nicht beim Disponenten verüfeifen.

Folgende Antworten wären für die Diskussion hilfreich:

Wieviele LAN sind Mitglied bei IGM oder ver.di?

Wie hoch ist der %-Satz an LAN in den TaKos der IGM und ver.di??

_________________
...Staatshaushalt - Ein Haushalt in dem alle essen, aber niemand spülen will!

http://www.youtube.com/watch?v=ziDDgZdunF0


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 13.09.2015, 21:06 
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Hallo Premutos1982,

Zitat:
Folgende Punkte sollten bei den Tarifverhandlungen gar nicht verhandelt werden:

-Ausschlussfristen
-Zeitkonto
-Kündigungsschutz
-Abweichung zum Nachteil bei EP (Eingruppierungen)

ach... da fällt mir schon noch mehr ein. Das sind jedoch die Wichtigsten


Bei "Abweichung zum Nachteil bei EP" kann ich das verstehen.

Aber z.B. bei Ausschlussfristen verstehe ich das nicht.

Kannst Du das mal näher erläutern?


Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 13.09.2015, 22:25 
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Registriert: 25.12.2006, 20:45
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Cid hat geschrieben:
Folgende Antworten wären für die Diskussion hilfreich:

Wieviele LAN sind Mitglied bei IGM oder ver.di?

Schweppesgesicht hat geschrieben:

45.000 in der igm Ende 2013, laut den "Tarifinformationen".

Cid hat geschrieben:
Folgende Antworten wären für die Diskussion hilfreich:

Wie hoch ist der %-Satz an LAN in den TaKos der IGM und ver.di??

Von den vier Mitgliedern in den "Tarifinformationen" steht bei dreien der Status "Leiharbeitnehmer und Betriebsrat", was einer Quote von 75% entspräche. Das für solche Interviews natürlich Leute von der Basis genommen werden und nicht hauptamtliche igm-Funktionäre, ist auch klar.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 14.09.2015, 10:57 
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Von den R-Mitarbeitern,die in der TaKo-Verdi
sind,sind drei Disponenten,ein ehemaliges
Disponentlein,ein LAN und ein Mitglied,ohne
Disponentenstatus,aber mit den Disponenten
eine gemeinsame Grundüberzeugung pflegt.
Ein von den drei Disponenten ist allerdings
mindestens neutral.

_________________
Die Leiharbeit ist eine Maschinerie,
in die du als Schwein reingehst und
als Wurst rauskommst


Wer montags lächelt, nimmt die richtigen Drogen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 14.09.2015, 11:45 
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Beiträge: 910
Oki damit liegt der Schwachpunkt bei verdi..


Die Leiharbeiter sollten sowohl in der IGM und der verdi einen eigenen organisatorischen Fachbereich erhalten um die Schlagkraft innerhalb der jew. Gewerkschaft zu erhöhen.. Bei verdi gibt es die Fachgruppen Arbeiter, Beamte, Jugend, Erwerbslose... Eine Fachgruppe LAN macht absolut Sinn.

zur zeit sind Leiharbeiter im Fachbereich 13 organisiert - dort sind alle versammelt die nach dem Verschmelzungsprozess von DPG, ÖTV, IG Medien, hbv und DAG übrigblieben - Frisöre, Callcenter Agents, Reisebüromitarbeiter, Wach- und Schließdienste und eben die LAN (aber auch eben Dispos...)
http://besondere-dienste.verdi.de/branchen

Bei der IGM weiss ich nicht wie das organisiert ist, sollen bitte die zahlreichen Metaller was schreiben ;-)

Ich plädiere für einen eigenen Fachbereich LAN in verdi und der IGM!

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 14.09.2015, 19:03 
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Registriert: 24.07.2013, 19:10
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karla hat geschrieben:

Aber z.B. bei Ausschlussfristen verstehe ich das nicht.

Kannst Du das mal näher erläutern?
Karl


Hallo Karl,

durch die Ausschlussfristen bin ich gezwungen, Ansprüche gegenüber der Leihbude innerhalb von 3 Monaten gerichtlich gelten zu machen. Mache ich das nicht, sind meine Ansprüche verloren.

Gesetzliche Verjährungsfrist wären 3 Jahre zum Jahresende. Würde mir z.B. 2 Jahre später auffallen, dass ich beschissen wurde, hab ich keine Möglichkeit mehr, an das Geld zu kommen. Ich denke, dass man das einzelvertraglich trotzdem noch vereinbaren darf, jedoch hat das im Tarif nix zu suchen. Ob das bei anderen Tarifen auch solche kurzfristigen Ausschlussfristen gibt, kann ich nicht sagen. Bei der Leiharbeit passiert es jedoch häufiger, dass mal ne Lohnabrechnung falsch ist. Mir ist kein Fall bekannt, dass eine Lohnabrechnung zum VORTEIL der LAN falsch waren. Ich kenne nur den umgekehrten Fall.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 14.09.2015, 19:39 
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Die drei Monate werden vom ArbGG vorgegeben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 14.09.2015, 20:06 
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cortez hat geschrieben:
Die drei Monate werden vom ArbGG vorgegeben.



Wenn das so ist, dann vergiss den Kommentar von mir. Die Ausschlussfristen sind nicht das absolute K.O.-Kriterium


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 15.09.2015, 05:00 
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Beiträge: 519
karla hat geschrieben:
Der hat aber nicht viel zu melden. 2003 war das meines Wissens faktisch noch etwas anders da hat man auch den DGB-Vertreter noch mit den Leihverbänden verhandeln lassen. (Zumindest ist mal eine Protokollnotiz von dem mit dem BZA unterschrieben worden).


Hallo Karla,

diese Aussage bestätigt meine Vermutung, dass der Tarifvertrag genauso unwirksam ist wie die Christen-Tarifverträge, da der DGB als Dachorganisation weder tariffähig (keine Arbeitnehmer als Mitglieder) noch tarifzuständig (keine Regelung in der Satzung) ist.

Es ist weiterhin strittig, ob ein einzelner Tarifvertrag oder mehrere Tarifverträge, die in einer Urkunde zusammengefügt sind, abgeschlossen wurde. Bei dem mehrgliedrigen Christen-TV hat das Bundesarbeitsgericht entschieden, dass auf diese im Arbeitsvertrag nicht wirksam in Bezug genommen wurde. Folge: Nicht-Gewerkschaftsmitglieder hatten einen Equal-Pay-Anspruch. Gewerkschaftsmitglieder jedoch nicht, soweit die Leihbude Mitglied bei BAP bzw. AMP waren

karla hat geschrieben:
Zum anderen kamen dann die ersten Christen-TV und die waren damals alle gültig.


Nein, diese TV waren von Anfang an ungültig. Es gab lediglich keine rechtskräftige Urteile, weil die Bande Vergleiche angeboten hat, bis die Stadt Berlin und Verdi eine höchstrichterliche Entscheidung erwirkt haben.

Verdi titelt:

„Nahles fällt um – geplante Leiharbeitsreform verkommt zur Farce“

Quelle: http://www.hundertprozentich.de/aktuell ... -zur-farce

_________________
Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats


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