ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 08.06.2016, 15:39 
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Aktueller Stand: Entgelt- & Entgeltrahmentarifvertrag wurden zum Ende des Jahres gekündigt. Der Mantel bleibt zu.

Gibt es hier im Forum BRs, die im September an der Betriebsrätekonferenz mit Frau Nahles in Berlin teilnehmen? Ich würde mich sehr über kritische Beiträge dort vor Ort und Berichte hier im Forum freuen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 09.06.2016, 12:43 
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Vlt. User Schiildhorster mal ansprechen

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...Staatshaushalt - Ein Haushalt in dem alle essen, aber niemand spülen will!

http://www.youtube.com/watch?v=ziDDgZdunF0


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 24.06.2016, 13:33 
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Hallo,

erstaunlich wie ruhig es hier momentan im Forum zu den Tarifverhandlungen (Kündigungsfrist läuft in einer Woche aus) ist. Es ist an der Zeit, dieses Thema wieder in den Mittelpunkt zu stellen.


Dazu mal ein paar Infos die mir bekannt sind:

1. Bis Ende April wurde in den Tarifkommissionen der DGB-Gew. das Thema diskutiert mit dem Ergebnis, dass der Entgelt-TV sowie der Entgeltrahmen-TV gekündigt werden. Der MTV nicht obwohl es dazu aus IGM-Verwaltungsstellen Anträge gab.
Aus Verwaltungsstellen im Osten gab es Anträge zur Abschaffung des Ostabschlags.

2. Bis Ende Mai sollte eine Abstimmung der DGB-TG stattfinden.

3. Im Mai / Juni sollte eine Beschäftigten- oder Mitgliederbefragung stattfinden
(Zur Erinnerung: Bei der letzten Tarifrunde gab es eine schriftliche Befragung der Mitglieder sowie Informationsblätter durch die Tarifkommission). Mir ist bis heute nichtsdergleichen bekannt geworden es sei denn man hat den wenigen BR-Mitgliedern in Entleihbetrieben einen solchen Auftrag erteilt.

4. Nach 29. Juni 2016 Beschluss über Forderungen und anschließend Übermittlung an Arbeitgeberseite.

Das war in etwa der Fahrplan für die Tarifverhandlungen.


Neben den formalen Einwänden wie Nichtinformation und Nichteinbeziehung der Betroffenen bei der Meinungsbildung werde ich noch ein paar grundsätzliche Einwände anführen:

1. Unsere IGM hat beim Gewerkschaftstag 2007 z.B. beschlossen:

"Wir sind die Gewerkschaft für Leiharbeiter"

"Jetzt ist Schluss mit Mißbrauch"

"Wir packen die Leiharbeit aktiv konsequent und dauerhaft an"

Siehe unter: https://netkey40.igmetall.de/homepages/ ... Signal.pdf


Mit dem neuern AÜG ab Jan. 2017 hat die Politik den Ball wieder an die Gewerkschaften zurückgespielt. Deshalb stellt sich heute die Frage:

Wie will die IGM ihre Forderung nach equal-pay ab dem 1. Tag mittels Tarifpolitik in einem überschaubaren Zeitraum umsetzen?

Gibt es dazu ein Konzept oder ist angedacht ein Konzept zu entwickeln oder soll equal-pay ab dem 1. Tag ein Projekt für den Sanktnimmerleinstag werden?

Weder die neue Tarifrunde noch durch den Branchenzuschlagstarifvertrag (Kündbar erst zum Ende 2017) wird es ohne eine neue Diskussion in den DGB-Gewerkschaften keine erwähnenswerte Annäherung an die Forderung nach equal-pay ab dem 1.Tag geben.

Neun Jahre nach dem Leipziger Signal kann man nur noch feststellen die IGM hat das ganze Thema inzwischen auf ein Abstellgleis abgeschoben.

Es ist an der Zeit, dass wir auch mal wieder ein Signal setzen.

Karl

PS:
Werde den Text an den Verhandlungsführer der IGM-Tarifkommission schicken sowie an mir bekannte TK-Mitglieder.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 24.06.2016, 13:55 
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Hallo Karl,

Guck dir mal dieses Video an. (Vielen Dank an Labournet an dieser Stelle)

http://de.labournet.tv/video/7034/strei ... ef=Default

Hier gibt es einen guten Einblick, wie die IGM aktuell so tickt.

Spar dir die 1% vom Brutto und trag dazu bei, dass dieser Sauhaufen für Leiharbeiter tarifunfähig wird.

Diese EP-ab-dem-ersten-Tag-Kampagne ist scheinbar tot. Ich bezweifle auch stark, dass diese Forderung überhaupt ernst gemeint war.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 24.06.2016, 15:01 
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Bei Automobilherstellern mit starkem IGM-Betriebsrat gibts Zusatztarifverträge durch die ZAK im Helferbereich 15 Euro (+) als Einstieg (vom 1. Tag an) verdienen. Sorry, aber das macht mich zum IGM-Fan... Da sollten sich die ZAKler auch organisieren, um das beizubehalten und voranzutreiben. Organisationsgrad ist aber sogar hier besch....eiden. "ERA- Erhöhung zum 1.7. um 2,8%? Bekomm ich doch auch, wenn ich nicht Mitglied bin."

Meine Meinung: wenn ich Beiträge bezahl, kann ich mich auch beschweren. Ansonsten: Einfach mal die Klappe halten...


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 24.06.2016, 16:58 
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Hallo Premutos, hallo Teja83,

@Premutos
Zitat:
Spar dir die 1% vom Brutto und trag dazu bei, dass dieser Sauhaufen für Leiharbeiter tarifunfähig wird.

gerade diesen Vorschlag habe ich der Argumentation im Film nicht entnehmen können. Da waren schon bessere Vorschläge dabei. Zum Umsetzen braucht man aber auch die entsprechende Kraft.


@Teja83
Zitat:
Bei Automobilherstellern mit starkem IGM-Betriebsrat gibts Zusatztarifverträge durch die ZAK im Helferbereich 15 Euro (+) als Einstieg (vom 1. Tag an) verdienen. Sorry, aber das macht mich zum IGM-Fan.

Das ist aber zugleich ein Dilemma. Wenn die wirklichen Annäherungen an equal-pay nur bei Entleihern mit starken Betriebsräten und gew. Vertrauensleuten bisher durchsetzbar waren, dann stellt sich die Frage wie stellen wir uns als IGM zum Rest der Leiharbeiter die nicht das Glück haben direkt bei Daimler, Audi, BMW, etc. im Einsatz zu sein. Selbst das wird für viele solcher "Glückspilze" nach einer abschlägig beschiedenen Übernahme ein Fall ins Bodenlose.
Es heißt ja "die IGM ist die Gew. für Leiharbeiter" und nicht "die IGM ist die Gewerkschaft der Leiharbeiter bei Daimler, Audi und BMW".

Equal-pay vom 1. Tag an heißt ja, dass ein LAN der z.B. bei Daimler nicht übernommen wurde dann beim nächsten Entleiher - wenn es sich nicht gleich um Audi handelt - weniger bekommen wird. Es wird aber in aller Regel mehr sein als der Leihtarif. (Im Osten - inzwischen ein teilweise tarifpolitisches Niemandsland - kann das durchaus auch mal weniger sein).

Diese Leiharbeiterklientel außerhalb einiger Großunternehmen verliert die IGM aus dem Auge wenn sie für ihr eigenes Ziel equal-pay vom 1. Tag an kein Konzept hat. Und ein solches Konzept kann ich nicht erkennen. Noch nicht mal den Versuch ein Konzept zu erarbeiten. Ich habe nur den Eindruck "business as usal".

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 24.06.2016, 20:27 
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Teja83 hat geschrieben:

Meine Meinung: wenn ich Beiträge bezahl, kann ich mich auch beschweren. Ansonsten: Einfach mal die Klappe halten...


Eher: Wenn ich keine Beiträge zahle und NICHT Mitglied bin, hab ich keinen Anspruch auf den Tarif! Das wäre doch mal geil! Tarife nur für Mitglieder! Herrlich!


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 25.06.2016, 17:38 
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karla hat geschrieben:
3. Im Mai / Juni sollte eine Beschäftigten- oder Mitgliederbefragung stattfinden
(Zur Erinnerung: Bei der letzten Tarifrunde gab es eine schriftliche Befragung der Mitglieder sowie Informationsblätter durch die Tarifkommission). Mir ist bis heute nichtsdergleichen bekannt geworden es sei denn man hat den wenigen BR-Mitgliedern in Entleihbetrieben einen solchen Auftrag erteilt.

Die 'Beschäftigten- oder Mitgliederbefragung' ist seit einigen Tagen draußen und somit wurde die Terminsetzung vom DGB gerade noch so eingehalten. Die Abstimmungskarten an sich würden hier im Forum wohl für Erheiterung sorgen (im besten Fall).


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 25.06.2016, 18:03 
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Premutos1982 hat geschrieben:
Wenn ich keine Beiträge zahle und NICHT Mitglied bin, hab ich keinen Anspruch auf den Tarif! Das wäre doch mal geil! Tarife nur für Mitglieder! Herrlich!

Jetzt hast Du eine Gelegenheit den Gewerkschaften eins auszuwischen. Gehe in ein Gewerkschaftsbüro in Deiner Nähe und lasse Dir sämtliche Postkarten geben. Dann füllst Du sie aus (es gibt ein Kreuz für Nichtgewerkschaftsmitglied) und sendest sie portofrei nach Berlin zum DGB. Du könntest verschiedene Farben, Stifte und Schreibstile verwenden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 27.06.2016, 16:06 
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Also ich weiß warum auf diesen Umfragekarten eine Laufzeit über 4 Jahre angekreuzt werden soll. Nicht dumm, der DGB! Nur zeigt das eben auch das der DGB die Leihsklaven immer noch für nicht besonders schlau bzw. zurechnungsfähig hält.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 27.06.2016, 18:03 
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cortez hat geschrieben:
Die 'Beschäftigten- oder Mitgliederbefragung' ist seit einigen Tagen draußen und somit wurde die Terminsetzung vom DGB gerade noch so eingehalten. Die Abstimmungskarten an sich würden hier im Forum wohl für Erheiterung sorgen (im besten Fall).


http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/06/postkartetarifrunde_leiharbeit.pdf
Hab sie heute zum ersten Mal gesehen - und mich für die Gewerkschaft geschämt...


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 28.06.2016, 23:04 
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Hallo zusammen,

das ist die Web-Site dazu

Abstimung Leiharbeit

wäre Toll. wenn sich viele ander Aktion beteiligen

--> tarifrunde-leiharbeit@dgb.de

Fragt doch mal bitte, weswegen es keine Änderungen am MTV geben wird, und wieso der DGB dem Willkürlichen Zeitkontenbetrug weiterhin Tür und Tor öffnet und ob das nicht ein Problem in West U N D Ost ist und desweiteren,

Wieso der DGB überhaupt die Tarife in der Leiharbeit neu verhandeln möchte.

Ich schreibe das auch und freue mich auf die Antwort - wenn das Zehntausende tun, dann sollten die DGB Gewerkschaften ihrem Demokratieverstädnis sich dem Willen Ihrer Anhänger beugen, oder etwa nicht?

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 09.07.2016, 07:36 
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Moin zusammen. Untenstehendes habe ich gerade an die Kontaktadresse für diese Umfrage geschickt:

Hallo KollegInnen.

Auch wenn die Anzahl der in den DGB-Gewerkschaften organisierten LeiharbeitnehmerInnen gering sein mag, so empfinde ich doch die Fragen in Eurer Umfrage wie einen Schlag in die Fresse. Ich engagiere mich seit Jahren ehrenamtlich zum Thema Leiharbeit in meiner örtlichen IG Metall. Viele neue Gewerkschaftsmitglieder wurden in den letzten Jahren unter Leiharbeitskräften gewonnen. Das Engagement von Ehrenamtlichen wie mir, all unsere Veröffentlichungen und Veranstaltungen, all unser Einsatz für gleiches Geld und gleiche Rechte für LeiharbeitnehmerInnen, werden durch Eure Fragestellungen ignoriert. So sehe ich das – und das ist frustrierend und ärgerlich.

Ich bezweifle, das Ihr euch in irgendeiner Form mit den Argumentationen von gewerkschaftlich organisierten Leiharbeitskräften gegen Tarifverträge in der Leiharbeit auseinandergesetzt habt, als ihr die Fragen formuliert habt. Sonst wären diese Fragen so nie entstanden. Die Hauptargumente gegen Tarifverträge in der Leiharbeit sind völlig simpel:

Erstens der gesunde Menschenverstand: Wenn jemand eine Arbeit ausführt, die andere Leute im selben Betrieb auch ausführen, sollten alle die gleiche Bezahlung erhalten. Und auch gleiche Ansprüche auf eventuell vereinbarte Zusatzleistungen des Entleihbetriebes haben. Ab dem ersten Tag im Einsatzbetrieb! Wie es für alle anderen auch gilt, z.B. für die befristet eingestellten KollegInnen!

Zweitens Artikel 23, Absatz 2, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der u.a. sagt: "Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit." In der Erklärung steht nichts davon, dass Details der Entlohnung durch Tarifverträge geregelt würden.

Die seit Ende 2011 geltende europäische Leiharbeitsrichtlinie 2008/104/EG regelt, dass Leiharbeitskräfte gegenüber Stammbeschäftigten des entleihenden Unternehmens nicht benachteiligt werden dürfen und setzte EU-weite Mindeststandards für die Arbeitsbedingungen von Leiharbeitsbeschäftigten. Ausnahmen lässt die EU-Richtlinie leider zu. In der Praxis ist aus diesen Ausnahmen jedoch die Regel geworden. So gilt der Grundsatz "Equal Pay – Equal Treatment" nur für einen Bruchteil der Leiharbeitsbeschäftigten in Deutschland. Die Mehrheit arbeitet nach wie vor für deutlich geringere Bezahlung als die Stammbelegschaften. Aber brauchen wir Tarifverträge, die schlechter sind als geltendes Recht?

Die Begründung für die DGB-Gewerkschaften, überhaupt Tarifverträge mit den Arbeitgeberverbänden der Verleihbranche abzuschließen, waren die Tarifabschlüsse der Verleihbranche mit den sog. "Christlichen Gewerkschaften" nach Inkraftsetzung der berühmt-berüchtigten Hartz-Gesetze. Ansonsten hätte nämlich gleiches Geld für gleiche Arbeit ab dem ersten Einsatztag im Entleihbetrieb gegolten. So das damals geltende deutsche Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG). Ausnahme war: "Ein Tarifvertrag kann abweichende Regelungen zulassen".

Den "Christen" ist zwischenzeitlich ihre Tariffähigkeit aberkannt worden. Das Auftauchen einer tariffähigen Nachfolgegewerkschaft für die "Christen" ist unrealistisch und von der Tariffähigkeit der DGB-Gewerkschaften gehe ich aus. Deshalb nochmals die Frage: Brauchen wir Tarifverträge, die schlechter sind als geltendes Recht? Ich denke NEIN!

Ein Beispiel: In Deutschland haben ArbeitnehmerInnen einen gesetzlich geregelten Anspruch auf vier Wochen Erholungsurlaub pro Jahr. Das Bundesurlaubsgesetz sieht 24 Werktage, inkl. Samstagen, vor. Verhandeln die DGB-Gewerkschaften bei Tarifverhandlungen über eine Anzahl von Urlaubstagen, die unterhalb der gesetzlich geregelten vier Wochen liegen? NEIN. Das tun sie nicht und das ist auch gut so.

Warum soll dann in der Leiharbeit über weniger Geld verhandelt werden, als die europäische Leiharbeitsrichtlinie und das deutsche AÜG grundsätzlich vorsehen?

An der kommenden Tarifrunde mit BAP und iGZ geht offensichtlich kein Weg mehr vorbei. Meinethalben können wir als GewerkschafterInnen in diesen Tarifverhandlungen über Ausnahmen und Sonderregelungen bezgl. des AÜG reden: Wenn ich einen Tarifvertrag in der Leiharbeit gut finden soll, dann muss er erstmal besser sein als die Gesetzeslage. Darin würde stehen, dass gleiches Geld für gleiche Arbeit ab dem ersten Einsatztag gilt. Und als Ausgleich für die Unsicherheit und den psychischen Druck, die eine Anstellung bei einer Verleihfirma bedeuten, würde bei Tarifverhandlungen über die Höhe von Ausgleichs- und Risikozuschlägen verhandelt, die LeiharbeiterInnen zustehen. Das wäre zumindest etwas Sinnvolles.

Schickt mir bitte eine Eurer Umfragepostkarten zu. Ich werde sie im oben formulierten Sinne ausfüllen. Und ich erwarte eine Stellungnahme von Verantwortlichen für diese Kampagne zu meinen Ausführungen.

Mit kollegialen Grüßen,


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 09.07.2016, 08:33 
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Bravo! 100% Zustimmung!


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 09.07.2016, 09:10 
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Danke für die Zustimmung. Die Arbeit fängt gerade erst an. Die Diskussion muss vor allen Dingen in die örtlichen Delegiertenversammlungen hineingetragen werden. Und darüber hinaus gilt es alle wachzurütteln, die irgendwie auf die Diskussionen in den Tarifkommissionen der Einzelgewerkschaften Einfluss nehmen können - und natürlich auch die Diskussion mit den TK-Mitgliedern selbst.
Die Gewerkschaft ist keine Versicherung! Es kommt auch auf das Engagement jedes und jeder Einzelnen an!
Nur gemeinsam werden die Stammbeschäftigten, die Leiharbeitskräfte und die KollegInnen in anderen prekären Arbeitsverhältnissen GLEICHES GELD FÜR GLEICHE ARBEIT und GLEICHE RECHTE FÜR ALLE erstreiten!


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 09.07.2016, 09:37 
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Natürlich geht sowas in erster Linie mit gewerkschaftlichen Engagement. In dieser Branche sehe ich das jedoch anders. Wir haben einfach massive Interessenkonflikte.

Man stelle sich den Zustand einfach mal vor, wir hätten echtes EP vom ersten Tag an. (Per Tarif oder gesetzlich ist egal)

Stammbeschäftigte wären nicht mehr geschützt. Leiharbeit wäre zu teuer und unwirtschaftlich. BRs von Leihbuden sägen sich den Ast ab auf dem sie sitzen. Das ist weder im Interesse der Gewerkschaften noch der BR und schon gar nicht das Interesse der Personaldispos, die in den Verdi Takos Tarife für Leiharbeiter abschließen.

Also wird man uns Ende des Jahres eine Erhöhung der Entgelte um die 4-5% als Erfolg verkaufen. Eugen hat es ja schon 2013 gemacht.

Ich bin der Meinung, dass ein höchstrichterliches Urteil über die Aberkennung der DGB Tariffähigkeit eher helfen würde. Ein einstelliger Organisationsgrad wäre hilfreich und gut und e in LAN, der den Mut und die Durchhaltekraft hat, so eine Klage durchzuziehen und dabei vermutlich lukrative Vergleichsangebote ausschlagen muss.

Spekulativ, ich weiß. Aber auf die Gewerkschaften zu vertrauen halte ich für naiv. Politisch wird auch nichts mehr passieren, sobald das Reförmchen durch ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 09.07.2016, 12:28 
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Zweifellos ein Beitrag der Spitzenklasse

Premutos : Auch nicht schlecht.

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Die Leiharbeit ist eine Maschinerie,
in die du als Schwein reingehst und
als Wurst rauskommst


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 11.07.2016, 03:02 
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piet hat mir aus der Seele gesprochen! Die Argumentation ist Klasse und ich werde sie übernehmen, weil:

piet hat geschrieben:
Die Diskussion muss vor allen Dingen in die örtlichen Delegiertenversammlungen hineingetragen werden. Und darüber hinaus gilt es alle wachzurütteln, die irgendwie auf die Diskussionen in den Tarifkommissionen der Einzelgewerkschaften Einfluss nehmen können - und natürlich auch die Diskussion mit den TK-Mitgliedern selbst.


...ich genau DAS jetzt tun werde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 15.07.2016, 08:03 
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Hallo,

bei Radio "dreyeckland" wird das Thema Leiharbeit mal wieder aus der Versenkung geholt mit zwei Interviews.

Unter: https://rdl.de/beitrag/equal-pay-bei-leiharbeit

wird ein Interview (Audiovortrag) mit dem IGM-Kollegen Thomas Kantelhardt IGM Freiburg aus dem Jahr 2011 nochmals eingestellt (der Kollege war ca. 2006/2008 in der Verhandlungskommission dabei.

und unter: https://rdl.de/beitrag/leiharbeit-schlu ... tionen-auf

ein Interview mit Mag Wompel (labournet Deutschland) welches am 08. Juli 2016 aufgenommen wurde.

Mit der Gegenüberstellung der zwei interviews kann man ersehen welcher Stillstand sich zu den Themen equal-pay und equal-treatment in der DGB-TG (Tarifgemeinschaft) breitgemacht hat.

In unserer IGM ist die Kampagne Gleiche Arbeit - gleiches Geld in die Kampagne Werkverträge umgeleitet worden. Der relative Erfolg der Kampagne Gleiche Arbeit - gleiches Geld (viele Unternehmen sind deshalb verstärkt auf Werkverträge umgestiegen) hat aber die Forderung equal-pay vom 1.Tag so gut wie keinen Leiharbeiter erreicht. Selbst in den sogenannten Leuchtfeuern wie Airbus, Daimler, VW etc. gibt es das definitiv nicht. Der Rest der Leiharbeiter kuckt wie eh und je in die Röhre.
Und auch wer bei einem sogenannten Leuchtfeuer abgemeldet wird fällt wieder auf den nackten Leiharbeitstarif zurück.

Die Tarifierung der Leiharbeit durch die DGB-TG seit 2004 ist nach wie vor keine vorzeigbare Erfolgsbilanz.

Soll das anders werden ist es zwingend notwendig in der DGB-TG die Forderung equal-pay vom 1. Tag wieder neu aufzuwerfen. Ein Selbstläufer wird das nicht. Sprich: Die denen der Stillstand auf den Nerv geht müssen sich einmischen unabhängig von der Lethargie der Masse der LAN.

Das kann auf örtlicher Ebene sein (Delegiertenversammlung), auf bezirklicher Ebene (im September gibt es bei uns in Bayern einen Termin zu den Themen:
- Tarifrunde 2016
- Neuausrichtung Leiharbeit Bezirk Bayern

Da geh ich nicht hin in der Vorstellung die haben ein ausgearbeites Programm. Da muss man schon selber etwas einbringen.

Eines muss klar sein: Ein Ziel wie equal-pay vom 1. Tag an beschränkt sich nicht auf die Tarifrunde 2016 aber es ist mit der Tarifrunde 2016 neu auf die Tagesordnung gesetzt und auch nicht mit einem Tarifabschluß 2016 ein für alle mal erledigt.

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 16.07.2016, 10:56 
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Hallo Karl,
ist ja irre. Leiharbeit hat jetzt einen Nachnamen.


Leiharbeit SOS
Schuften ohne Schutz

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 16.07.2016, 11:57 
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Ich hab diese "gleichen Geld für gleiche Arbeit" Kampagne eh für ein Werbemittel zur Mitgliedergenerierung gehalten. Dafür benötigt man keine Kampagne. Es würde schon reichen, keine Leiharbeitstarife abzuschließen. Leiharbeit wäre erledigt und man könnte seine Kräfte in die Werverträge stecken.
Aber solange naive Mitglieder weiterhin an glorreiche Tarife glauben und denken, dass die Gewerkschaften beim Durchsetzen von EP helfen, wird das eh nichts. Eigentlich bemitleidenswert. Werden solche Kollegen sogar von 2 Seiten verarscht. 1 von den Gewerkschaften und 2. von den Leihbuden.

Zeigt den Gewerkschaften den Mittelfinger! Spendiert den Nobelkarossen der Tako Mitglieder ein paar Grillanzünder für die Radkästen. Macht den Sauhaufen tarifunfähig und organisiert euch außerhalb der Halsabschneider.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 16.07.2016, 16:09 
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Premutos, was soll das? Zwei ehrenamtliche Mitglieder der IGM Tarifkommission aus dem Bezirk Küste kenne ich gut und bin auch schon in deren Karren mitgefahren. Das waren keine Nobelkarossen. Eine strategische Diskussion über die Tariffähigkeit der DGB Tarifgemeinschaft ist etwas anderes. Darüber könnte man ernsthaft diskutieren. Aber die Diskussionsplattform sollte nur in zweiter Linie das Internet sein und in erster Linie die Diskussion von Auge zu Auge vor Ort!


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 16.07.2016, 18:43 
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Hallo piet,

Zitat:
Premutos, was soll das?


Premutos ist ein Spekulant. Siehe seine letzten Aussagen:

24.06.2016, 13:55
Spar dir die 1% vom Brutto und trag dazu bei, dass dieser Sauhaufen für Leiharbeiter tarifunfähig wird.

09.07.2016, 09:37
Ich bin der Meinung, dass ein höchstrichterliches Urteil über die Aberkennung der DGB Tariffähigkeit eher helfen würde. Ein einstelliger Organisationsgrad wäre hilfreich und gut und e in LAN, der den Mut und die Durchhaltekraft hat, so eine Klage durchzuziehen und dabei vermutlich lukrative Vergleichsangebote ausschlagen muss.

Sein eigener Kommentar dazu: Spekulativ, ich weiß.

Am 16.07.2016, 11:57 spekuliert er weiter:
Macht den Sauhaufen tarifunfähig und organisiert euch außerhalb

Premutos Hoffnung mit unter 1% Mtgliedern wird man tarifunfähig kennt noch nicht mal den Unterschied zwischen tarifunfähig und nicht tarifmächtig.

Die CGZP z.B. mit ihren unter 1% Mitgliedern ist nicht an der Prozentzahl gescheitert sondern an ihrer falschen Organisationsform.

Meinetwegen kann Premutos hier noch x-mal seine Spekulationen zum Besten geben.
Weitere Kommentare werde ich dazu nicht mehr abgeben.

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 16.07.2016, 19:16 
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Unter Anderem! Sind die christlichen AUCH WEGEN des geringen Organisationsgrades gekippt.

Natürlich bin ein ein Querdenker. Ich provoziere, ich bin unangenehm. Mir egal... Ist eben meine Meinung zum DGB, zur Tako, zu BRs in Entleihbetrieben und bei den Verleihern! Es gibt KEINE LAN, die gleichgestellt sind. Die gab es auch nie bei Airbus, VW oder sonstige Leuchtfeuer. Hinsichtlich Urlaub, Gewinnbeiteiligung, Weihnachtsgelder/Urlaubsgelder sind LAN immer schlechter gestellt.

Während VW seinen Stammis im Jahr 5-8k in den arsch bläst (ich gönne es Ihnen wirklich) bekamen LAN von Autovision 500€!!!

Und wenn die reinen Stundenentgelte gleich sind, ist das zwar gut, wenn im Jahr dann trotzdem 10.000€ weniger als bei Stammis rumkommt, ist das Abzocke und nichts anderes!

Das ist MEINE Meinung. Ob sie dir, Karl oder wer auch immer, passt oder nicht, geht mir am Arsch vorbei!

Ich Habe mittlerweile eine abgrundtiefe Abneigung gegen diese Branche. Sollte ich jemand arbeitslos werden, weil z.B. mein Arbeitgeber abrennt, genieße ich erst mal 1 Jahr ALG 1, welches in etwa genau so hoch ist wie ein LAN in EG4 und 50% BZ.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 17.07.2016, 09:09 
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karla hat geschrieben:
Premutos ist ein Spekulant. Siehe seine letzten Aussagen:

Premutos ist kein Spekulant, er ist schlicht & einfach ein Arschloch. Vom Sofa aus anonym hetzen, aber den Arsch nicht hoch bekommen.

Premutos hat geschrieben:
Sollte ich jemand arbeitslos werden, weil z.B. mein Arbeitgeber abrennt, genieße ich erst mal 1 Jahr ALG 1, welches in etwa genau so hoch ist wie ein LAN in EG4 und 50% BZ.

Genau, Schwanzvergleich!


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 17.07.2016, 15:17 
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hilde hat geschrieben:
Premutos hat geschrieben:
Sollte ich jemand arbeitslos werden, weil z.B. mein Arbeitgeber abrennt, genieße ich erst mal 1 Jahr ALG 1, welches in etwa genau so hoch ist wie ein LAN in EG4 und 50% BZ.

Genau, Schwanzvergleich!

@Premutos1982, bist Du Dir eigentlich bewußt das Du mit Deinem Verdienst deutlich über dem der meisten ehrenamtlichen Mitglieder der igm-TaKo liegst (inklusive Eugen)? Es ist eine Schande wie Du hier diese Leute beschimpfst und das Niveau des Forums leidet extra noch. Das es Dir gut geht sei Dir gegönnt, aber deshalb musst Du nicht auf alles treten was unter Dir angesiedelt ist. Warum suchst Du Dir nicht Gegner die wirklich an den Zuständen Schuld sind und lädst Deinen Hass dort ab?


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 21.07.2016, 10:19 
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Registriert: 26.05.2013, 22:34
Beiträge: 869
hilde hat geschrieben:
karla hat geschrieben:
Premutos ist ein Spekulant. Siehe seine letzten Aussagen:

Premutos ist kein Spekulant, er ist schlicht & einfach ein Arschloch. Vom Sofa aus anonym hetzen, aber den Arsch nicht hoch bekommen.

Premutos hat geschrieben:
Sollte ich jemand arbeitslos werden, weil z.B. mein Arbeitgeber abrennt, genieße ich erst mal 1 Jahr ALG 1, welches in etwa genau so hoch ist wie ein LAN in EG4 und 50% BZ.

Genau, Schwanzvergleich!



Hallo Hilde,

wo bitte bekommst Du Deinen Arsch hoch? Antwortest weder auf PN noch auf Beiträge und nimmst zudem deine PN Funktion raus... Saubere Leistung!

@ Premutos: ich hatte Dir mal geschrieben, dass speziell bei ver.di in der TaKo das Problem ist, dass ein hoher Anteil korrupter RAndstäder ist -in 3 jahren sind wieder Wahlen der 13 Landes TaKos, es genügrn 5-10 LAN, um die Randstäder von ihren Posten zu wählen und für IHRE eigenen Interessen einzustehen!!! DAs ist glaube ich zu schaffen, mir haben im November 15 nur wenige Stimmen gefehlt um für Hessen anzutreten. Der Randstad Vertreter war fassungslos, Schweiss ronn ihm übers Gesicht, dass er, der große BR Vorsitzende von Süd von mir fast geschlagen wurde.

Dein Vorschlug zielt darauf ab, dass sich den korrupten Randstad Takos niemand mehr entgegenstellt und defakto die Bedinungen für LAN noch schlechter werden.

Also Leuite, 3 Jahre, die Zeit läuft... >-]

_________________
...Staatshaushalt - Ein Haushalt in dem alle essen, aber niemand spülen will!

http://www.youtube.com/watch?v=ziDDgZdunF0


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 21.07.2016, 11:50 
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Registriert: 08.11.2014, 11:21
Beiträge: 502
Zitat Cid :
@ Premutos: ich hatte Dir mal geschrieben, dass speziell bei ver.di in der TaKo das Problem ist, dass ein hoher Anteil korrupter RAndstäder ist -in 3 jahren sind wieder Wahlen der 13 Landes TaKos, es genügrn 5-10 LAN, um die Randstäder von ihren Posten zu wählen und für IHRE eigenen Interessen einzustehen!!! DAs ist glaube ich zu schaffen, mir haben im November 15 nur wenige Stimmen gefehlt um für Hessen anzutreten. Der Randstad Vertreter war fassungslos, Schweiss ronn ihm übers Gesicht, dass er, der große BR Vorsitzende von Süd von mir fast geschlagen wurde.

Für mich ist es unbegreiflich, wie die Verdi
es zulassen kann, wie diese Knalltüten in der
Tako weiterhin und ungeniert ihr Unwesen
treiben können. Denn als Vollstrecker unter-
nehmerischer Interessen haben sie, von den
Gewerkschaften bislang ungehindert, für die
Leiharbeiter genug Schaden angerichtet.

_________________
Die Leiharbeit ist eine Maschinerie,
in die du als Schwein reingehst und
als Wurst rauskommst


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 22.07.2016, 07:28 
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Registriert: 24.02.2007, 07:11
Beiträge: 304
Wohnort: Hamburg
Um mal wieder zum Thema zurückzukommen (die gegenseitige Anpisserei führt zu nix!), hier ein Beitrag vom Blog der Rechtsanwaltskanzlei Templin & Thieß, Hamburg:

Gewerkschafter starten Aufruf gegen Fortführung der Zeitarbeit-Tarifverträge

Seit Anfang Juli befragen die DGB-Gewerkschaften ihre in der Leiharbeit beschäftigten Mitglieder nach ihren Vorstellungen zur anstehenden Tarifrunde. Die Äußerungen der Betroffenen sollen bei der Diskussion über die Forderungen in den gewerkschaftlichen Tarifkommissionen berücksichtigt werden. Während diese Umfrage läuft, hat eine Gruppe kritscher Gewerkschafter - wie bereits 2012/2013 - einen Aufruf gegen die Fortführung der Leiharbeit-Tarifverträge gestartet.
http://www.labournet.de/politik/alltag/ ... kuendigen/

Tarifverträge verschlechtern die Bezahlung
Tarifverträge sollen eigentlich die Situation der Beschäftigten verbessern. In der Zeitarbeit haben die Tarifverträge die gegenteilige Wirkung: Die Verleihunternehmen können die Tarifverträge anwenden und brauchen dann nicht das Gehalt eines vergleichbaren Stammarbeitnehmers zahlen. Die Tarife bedeuten eine zum Teil deutlich geringere Vergütung (durchschnittlich ca. 30 Prozent weniger). Diese paradoxe Situation ist der Ausgangspunkt für die Forderung der Kritiker: "Equal Pay für LeiharbeiterInnen – diskriminierende Tarifverträge ersatzlos kündigen!"

Argumente gegen die Tarifverträge
Vieles spricht für die Forderung: Wenn die DGB-Tarifverträge ersatzlos auslaufen, greife der Tarifvorbehalt im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz nicht mehr. In diesem Fall dürften Leiharbeitnehmer bei Bezahlung und Arbeitsbedingungen gegenüber Stammkräften nicht mehr benachteiligt werden. Eine klare und einfache Lösung ohne Ausnahmen und Rückausnahmen und ohne Spielraum für juristische Spitzfindigkeiten.

Argumente pro Tarifverträge
Die Befürworter der Leiharbeitstarife geben zu bedenken, dass der künftige Verzicht auf Tarifverträge nicht automatisch zu Equal Pay führe. Die alten Verträge könnten - was jedoch sehr zweifelhaft ist - nachwirken, die Betroffenen müssten jeweils individuell vor den Arbeitsgerichten klagen, es bestünde eine enorme Rechtsunsicherheit. Überdies finde der Equal Pay-Grundsatz im AÜG in verleihfreien Zeiten keine Anwendung; den Arbeitgebern würden sich größere Missbrauchsmöglichkeiten bieten als mit den Tarifverträgen. Schließlich hätten sich die Bedingungen aufgrund der Tarifaktivität verbessert: Die Gewerkschaften und viele Betriebsräte haben Zuschläge bzw. Besserstellungen ausgehandelt.

Breite Diskussion wünschenswert
Letztlich dürfte die individuelle Haltung zu den Leiharbeitstarifen davon abhängen, ob das Mitglied von seiner Gewerkschaft ganz generell einen eher kooperativen Kurs erwartet oder eine konsequente Opposition. Die Tarifrunde zur Leiharbeit bietet eine gute Gelegenheit, die unterschiedlichen Ansatzpunkte zu diskutieren. Eine offene und möglichst breit geführte Diskussion wäre wünschenswert.

http://www.templin-thiess.de/blog/gewer ... fvertraege


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 22.07.2016, 12:47 
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Registriert: 25.12.2006, 20:45
Beiträge: 1214
Hallo Piet,

wenn ein Wutbürger wie @Premutos1982 hier massiv die Diskussion mit Tarifkommissionsmitgliedern stört/behindert, dann muß man ihn im Forum auch als "Arschloch" bezeichnen dürfen (zumal ich auch selten einen Menschen getroffen habe auf den die Bezeichnung treffender passen würde). Soll @Premutos1982 doch User wie Dich und mich beschimpfen, aber wenn ihm die Argumente und die Fähigkeit abgehen um z.B. mit Eugen eine Diskussion auf Augenhöhe zu führen, dann soll er gefälligst auch einmal die Schnauze halten anstatt hier unreflektierte Unterstellungen zu unterbreiten.

Deinen Ansatz, jetzt nach all den vielen Jahren wieder die Tariffähigkeit der DGB-Gewerkschaften in Frage zu stellen lehne ich ebenfalls ab. Es gibt aber bestimmt viele, die sich über diese Art des ImKreisDrehens sehr freuen.

Ich teile eher die Ansicht der User @Cid & Co, die bestehenden Strukturen zu nutzen um (wenn auch kleine) Veränderungen durchzusetzen.


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