ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 29.09.2016, 21:59 
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Ein paar Details zur Mitgliederbefragung hat der DGB inzwischen auf http://www.dgb.de/tarifrunde-leiharbeit veröffentlicht:
http://www.dgb.de/themen/++co++e888422e ... 5400e5a74a
Ein weiterer Beitrag findet sich in klartext, dem DGB newsletter zur Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik:
http://www.dgb.de/themen/++co++0bb1f964 ... 5400e5a74a

Die Anzahl der eingegangenen Antwortpostkarten würde mich natürlich auch brennend interessieren - aber BAP und iGZ auch.
Kann schon verstehen, dass die KollegInnen beim DGB schweigsam damit umgehen. Zehntausende Antworten wird es nicht gegeben haben. Denn das würde der DGB veröffentlichen.
Letztlich alles Augenwischerei, solange sich so wenige LAN wirklich gewerkschaftlich engagieren.
Aber die drei Forderungen finde ich okay.
Und das man die Frage der Höchstüberlassungsdauer rausgelassen hat macht für mich zunächst einmal auch Sinn, weil darüber viel zu viele unterschiedliche Ansichten im Raum stehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 03.10.2016, 15:45 
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Hallo piet,
Zitat:
Und das man die Frage der Höchstüberlassungsdauer rausgelassen hat macht für mich zunächst einmal auch Sinn, weil darüber viel zu viele unterschiedliche Ansichten im Raum stehen.

Das Thema Höchstüberlassungsdauer wird im TV Leih-Z behandelt. Denn da geht es ja um die Entleih-Betriebe. Und dieser TV wurde abgeschlossen mit der Metallindustrie und der IGM auf den Bezirksebenen. Siehe z.B. hier: http://www.bw.igm.de/tarife/tarifvertrag.html?id=52608

Wie das bei Verdi, IG BCE etc. getätigt wird ist mir unbekannt.

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 04.10.2016, 16:52 
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karla hat geschrieben:
Hallo piet,
Zitat:
Und das man die Frage der Höchstüberlassungsdauer rausgelassen hat macht für mich zunächst einmal auch Sinn, weil darüber viel zu viele unterschiedliche Ansichten im Raum stehen.

Das Thema Höchstüberlassungsdauer wird im TV Leih-Z behandelt. Denn da geht es ja um die Entleih-Betriebe. Und dieser TV wurde abgeschlossen mit der Metallindustrie und der IGM auf den Bezirksebenen. Siehe z.B. hier: http://www.bw.igm.de/tarife/tarifvertrag.html?id=52608

Um von der Höchstüberlassungsdauer abweichen zu können geht dies NUR wenn die Gewerkschaft des Entleihbetriebes mit den Arbeitgeberverbänden der Entleihbetriebe dies in Ihren Tarifverträgen vereinbart. Die Gewerkschaften können also nicht mit der IGZ/BAP vereinbarungen abschließen um von der Höchstüberlassungsdauer abzuweichen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 05.10.2016, 06:08 
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moin @hafenkasper.
Dann müssen wir eben zusehen, das wir eine dem entsprechende Forderung in die nächsten Tarifverhandlungen für die Stammbeschäftigten einbringen können. Zumindest in der M&E-Industrie sollte dies durchsetzbar sein, wenn die Organisation und die Mitglieder der TK mitmachen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 05.10.2016, 08:56 
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Zitat:
Um von der Höchstüberlassungsdauer abweichen zu können geht dies NUR wenn die Gewerkschaft des Entleihbetriebes mit den Arbeitgeberverbänden der Entleihbetriebe dies in Ihren Tarifverträgen vereinbart. Die Gewerkschaften können also nicht mit der IGZ/BAP vereinbarungen abschließen um von der Höchstüberlassungsdauer abzuweichen.



Aber genau das wird ab 2017 passieren, eben um die 18 Monatsfrist zu unterlaufen!

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 08.10.2016, 08:26 
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Hallo,

unter: http://www.dgb.de/presse/++co++69f3be3e ... 5400e5a74a

Mitteilung der DGB-TG zu den gestrigen Verhandlungen

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 08.10.2016, 18:42 
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Ost-West-Angleichung in vier Jahren? Ob der DGB wenigstens zwei Jahre herausholen kann???

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 11.10.2016, 18:40 
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http://www.templin-thiess.de/blog/zeit- ... handlungen

Hier etwas Lektüre von der Betriebsrätekonferenz 19./20. September in Berlin.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 13.10.2016, 11:50 
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Premutos1982 hat geschrieben:
http://www.templin-thiess.de/blog/zeit-leiharbeit/tarifverhandlungen-leiharbeit-kritik-verhandlungen

Hier etwas Lektüre von der Betriebsrätekonferenz 19./20. September in Berlin.



Dort heißt es:

"BAP/iGZ

Erhöhung der Entgelte um 2 Prozent pro Jahr, beginnend ab 01.07.2017"


Dieses Angebot würde dazu führen, dass der im Osten ab 01.01.2017 gültige gesetzliche Mindeslohn, der dann auf 8,84 € erhöht werden wird, mit dem Mindeslohntarifvertrag in der Leiharbeit unterboten wird. Ist das überhaupt zulässig?

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Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 14.10.2016, 10:01 
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Das dürfen Gerichte klären, ich denke eher mal NEIN. Das wird aber auch nicht so kommen

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 15.10.2016, 21:30 
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Hans_der_Kaempfer hat geschrieben:
Dieses Angebot würde dazu führen, dass der im Osten ab 01.01.2017 gültige gesetzliche Mindeslohn, der dann auf 8,84 € erhöht werden wird, mit dem Mindeslohntarifvertrag in der Leiharbeit unterboten wird. Ist das überhaupt zulässig?

Ja.
Nachzulesen im Mindestlohngesetz:
Zitat:
§ 24 Übergangsregelung
(1) Bis zum 31. Dezember 2017 gehen abweichende Regelungen eines Tarifvertrages repräsentativer Tarifvertragsparteien dem Mindestlohn vor, wenn sie für alle unter den Geltungsbereich des Tarifvertrages fallenden Arbeitgeber mit Sitz im In- oder Ausland sowie deren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verbindlich gemacht worden sind; ab dem 1. Januar 2017 müssen abweichende Regelungen in diesem Sinne mindestens ein Entgelt von brutto 8,50 Euro je Zeitstunde vorsehen. Satz 1 gilt entsprechend für Rechtsverordnungen, die auf der Grundlage von § 11 des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes sowie § 3a des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes erlassen worden sind.
[...]


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 18.10.2016, 04:09 
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Die Spatzen pfeiffen es inzwischen von den Dächern:
Der Verhandlungsort der DGB TG mit BAP/iGZ am 11. November in Hamburg ist das Hotel Holiday Inn ; Billwerder Neuer Deich 14.
Vorbesprechung soll um 10 Uhr sein, Start der Verhandlungsrunde ist um 11 Uhr
.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 18.10.2016, 08:59 
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piet hat geschrieben:
Der Verhandlungsort der DGB TG mit BAP/iGZ am 11. November in Hamburg ist das Hotel Holiday Inn ; Billwerder Neuer Deich 14. Vorbesprechung soll um 10 Uhr sein, Start der Verhandlungsrunde ist um 11 Uhr.

Danke für die Info. War jemand bei dem Betriebsrätetreffen mit Andrea Nahles in Berlin und kann einen Bericht abgeben?


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 18.10.2016, 10:31 
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Eugen war dort und TeJa.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 18.10.2016, 15:04 
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Eugen hat vorerst Maulkorb... :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 19.10.2016, 08:20 
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Zur TaKo ja, zur Tagung wahrscheinlich nicht.

Waren wohl viele Randstäder dort, ansonsten wurde der Stein der Weisen noch nicht entdeckt

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 19.10.2016, 18:59 
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Keine Rechtfertigung für Tarife mehr.

http://www.zeitarbeit-nachrichten.de/20 ... p-und-igz/


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 20.10.2016, 08:39 
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Herr Fuhrmann bzw. die IQZ behauptet:

"Sind Tarifverträge gekündigt, dann befinden Sie sich in der Nachwirkung. Dies gilt für alle bestehenden Arbeitsverhältnisse. Im Nachwirkungszeitraum neu eingestellte Mitarbeiter/innen fallen nicht unter die Nachwirkungen, müssen also nach den gesetzlichen Vorgaben entlohnt werden. Dies ist – trotz mancher gegenteiliger Auffassen – seit etlichen Jahren die geltende Rechtsprechung des BAG.

[...]

Gibt es keinen neuen Tarifabschluss zum 01.01.2017, so müssen bei allen Neueinstellungen die Vergütung nach dem gesetzlichen Gleichstellungsgrundsatz erfolgen"

Quelle: http://www.iq-z.de/?p=3691

Nur Propaganda für das eigene Tarifwerk oder Fakt?

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Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 20.10.2016, 08:48 
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Hans_der_Kaempfer hat geschrieben:
Nur Propaganda für das eigene Tarifwerk oder Fakt?

Propaganda. Darauf springt ja auch nur der kleine, keine zwei Schritte vorausdenkende, Wutbürger an.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 20.10.2016, 18:24 
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hilde hat geschrieben:
Darauf springt ja auch nur der kleine, keine zwei Schritte vorausdenkende, Wutbürger an.


Oder eben Leute, die hellere Glühbirnen haben und nicht solche Armleuchter wie du...


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 22.10.2016, 14:21 
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Beiträge: 781
Zitat:
Quelle: http://www.iq-z.de/?p=3691

Nur Propaganda für das eigene Tarifwerk oder Fakt?


Müssen Gerichte entscheiden, aber vermute Fakt!

..Wieviele Anwender dieses Tarif Plus Werkes gibt es denn überhaupt?

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 25.10.2016, 11:21 
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Cid hat geschrieben:
Zitat:

..Wieviele Anwender dieses Tarif Plus Werkes gibt es denn überhaupt?


Für mich stellt sich erstmal die Frage wer bei diesem komischen Verein Tarifverträge abgeschloßen hat.
Also wer ist da Arbeitgeberverband und wer Arbeinehmergewerkschaft ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 25.10.2016, 14:33 
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Hans_der_Kaempfer hat geschrieben:
Herr Fuhrmann bzw. die IQZ behauptet:
"Sind Tarifverträge gekündigt, dann befinden Sie sich in der Nachwirkung. Dies gilt für alle bestehenden Arbeitsverhältnisse. Im Nachwirkungszeitraum neu eingestellte Mitarbeiter/innen fallen nicht unter die Nachwirkungen, müssen also nach den gesetzlichen Vorgaben entlohnt werden. Dies ist – trotz mancher gegenteiliger Auffassen – seit etlichen Jahren die geltende Rechtsprechung des BAG.


Hm. Ich werde langsam alt, aber irgendwann gab es doch schon mal so eine Hängepartie, damals bei iGZ und BZA. War das 2008? 2009? Also, da gab es eine ziemlich lange Pause inklusive Nachwirkung. Die Behauptung von Herrn Fuhrmann gab es damals ebenfalls von einigen Gewerkschaftlern aber auch damals vom AMP - aber ich habe nie gehört, dass da irgendwo mal eine Rentenversicherung Beiträge für nicht gezahlte Equal-Pay-Beträge für die "Tarif-Pause" nachgefordert hat..

Also, deshalb schätze ich, dass das wohl nicht soooooo wahnsinnig harte juristische Fakten sind.

Ich weiß das, weil ich damals noch in dem AMP-CGZP-Vertrag war... DER war dann ja ungültig...


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 25.10.2016, 15:54 
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mitterer hat geschrieben:
Hans_der_Kaempfer hat geschrieben:
Herr Fuhrmann bzw. die IQZ behauptet:
"Sind Tarifverträge gekündigt, dann befinden Sie sich in der Nachwirkung. Dies gilt für alle bestehenden Arbeitsverhältnisse. Im Nachwirkungszeitraum neu eingestellte Mitarbeiter/innen fallen nicht unter die Nachwirkungen, müssen also nach den gesetzlichen Vorgaben entlohnt werden. Dies ist – trotz mancher gegenteiliger Auffassen – seit etlichen Jahren die geltende Rechtsprechung des BAG.


Hm. Ich werde langsam alt, aber irgendwann gab es doch schon mal so eine Hängepartie, damals bei iGZ und BZA. War das 2008? 2009? Also, da gab es eine ziemlich lange Pause inklusive Nachwirkung. Die Behauptung von Herrn Fuhrmann gab es damals ebenfalls von einigen Gewerkschaftlern aber auch damals vom AMP - aber ich habe nie gehört, dass da irgendwo mal eine Rentenversicherung Beiträge für nicht gezahlte Equal-Pay-Beträge für die "Tarif-Pause" nachgefordert hat..

Also, deshalb schätze ich, dass das wohl nicht soooooo wahnsinnig harte juristische Fakten sind.

Ich weiß das, weil ich damals noch in dem AMP-CGZP-Vertrag war... DER war dann ja ungültig...


Gab es denn damals Kläger? Oder noch besser: Gab es ein Urteil? Welches Gesetz höher wiegt (EP ohne Tarif oder Nachwirkung) können wir uns nur ausdenken. Entschieden wurde gar nichts. Somit kann die pauschale Aussage, dass Tarife nachwirken genau so falsch sein. Die Zeit ohne Tarif hätte schon Auswirkungen. Rechtsunsicherheit bei Leihbuden und bei Kunden. Ich denke nicht, dass daraus steigende Leiharbeiterzahlen resultieren würden. Ergo ---> gut!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 26.10.2016, 15:53 
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Für den Fall, das es die hier Mitlesenden noch nicht gehört haben:
Der Verhandlungsort der DGB TG mit BAP/iGZ am 11. November in Hamburg
ist nach neuesten Informationen nicht mehr das Hotel Holiday Inn,
sondern das Marriot Hotel in der ABC-Straße 52.
Die Uhrzeit sollen sich nicht geändert haben: Vorbesprechung um 10 Uhr,
Start der Verhandlungsrunde ist um 11 Uhr... Mal gucken, wann sie alle
Luxus-Hotels in Hamburg durch haben...
Und labournet erinnert daran: Einiges spricht dafür, dass es die letzte
Verhandlungsrunde sein könnte - siehe die Ausführungen im letzten Update
zur Kampagne
http://www.labournet.de/politik/alltag/ ... en/#aufruf


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 26.10.2016, 18:30 
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An alle Interessierten, die das Thema Nachwirkungen noch nicht kennen:

Dies Thema ist kein spezielles Zeitarbeitsthema sondern ein generelles Thema bei allen Tarifverträgen!
Die gängige und gefestigte Rechtsprechung auf Basis des Tarifvertragsgesetzes des BAGs seit 1998 ist die:
Sind Tarifverträge gekündigt, so entfalten sie Nachwirkung bis zum Abschluss eines neuen Tarifvertrags für alle Arbeitsverträge die bis zum Zeitpunkt des Kündigungstermins geschlossen wurden. Für neue Arbeitsverträge im Nachwirkungszeitraum entfaltet die Nachwirkung keine Wirkung. Das heißt die können nicht mehr in Bezug genommen werden. Da das AÜG eine grundsätzliche Gleichstellung mit Tarifausnahme festlegt, sind die Bedingungen für Neuverträge klar!

PS. Eine kurze Bemerkung zum Thema Propaganda.

Kein Unternehmen kann den TQZ-Vertrag einfach in Bezug nehmen. Er gilt nur für Mitgliedsunternehmen des TQZ.
Der TQZ nimmt nur solche Unternehmen auf, die nachweislich belegen können, dass sie Gesetze und Tarife einhalten. Das muss durch ein externes Compliance-Audit bestätigt werden. Besonderes Augenmerk wird auf die von der BA genannten häufigsten Verstöße gelegt.

Also die TQZ nimmt nicht jeden!

Norbert Fuhrmann


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 26.10.2016, 18:37 
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Das mit der Nachwirkung aufgrund des Tarifvertragsgesetzes hat uns heut in nem Seminar genauso ein Jurist der IGM erzählt. War mir so nicht klar.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 28.10.2016, 09:43 
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..Dann ist doch schön, dass bei Randstad Wissenslücken geschlossen wurden.

Damit dürft ihr den TV ZA ja doch kündigen, denn für alle Neueingestellten gilt ja nun EP.

Oder welche Ausreden habt ihr nun?

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 19.11.2016, 10:08 
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Moin zusammen. Zur Info.
Vor einer Woche, vor der Veröffentlichung der ersten Berichte über das zweite Treffen der Verhandlungskommission der DGB Tarifgemeinschaft mit iGZ und BAP schickte ich folgende Mail an Funktionsträger und Kampagnenverantwortliche der DGB Gewerkschaften raus: "(...)

Liebe Kolleginnen und Kollegen.

Am letzten Freitag, dem 11.11.2016, fand die zweite Tarifverhandlung der
DGB Tarifgemeinschaft mit den Arbeitgeberverbänden der Verleihbranche in
Hamburg statt.

Das Treffen der Verhandlungskommission der Tarifgemeinschaft des DGB mit
BAP und iGZ ist jetzt zwei Tage her. Da man weder in den Medien noch von
den Gewerkschaften irgendeine Verlautbarung hört, gehe ich fast davon
aus, dass die Arbeitgeberverbände kein neues Angebot vorgelegt haben.
Also wie gehabt: Kaum mehr Geld für Leiharbeitskräfte und die
Ostangleichung in weiter Ferne. Von equal pay und equal treatment ab dem
ersten Tag im Einsatzbetrieb ganz zu schweigen. Auch nichts von einer
Konkretisierung dieser Begriffe im Rahmen eines Tarifvertrages. Nichts
von Risikozuschlägen für Leiharbeitskräfte, wie z.B. in Frankreich
üblich. Nichts von einer Definition des Wortes "vorübergehend", was die
Einsatzdauer einer Leiharbeitskraft angeht.

Auf Druck vor Ort haben die DGB Gewerkschaften verzichtet, z.B. einen
Aufruf an die Mitglieder, die Funktionsträger und insbesondere an die
gewerkschaftlich organisierten Leiharbeitskräfte zu richten, die
Tarifverhandlungen mit einem öffentlich wahrnehmbaren Auftritt zu
begleiten. Dies wäre eine Gelegenheit gewesen, auf die berechtigten
Forderungen der Tarifgemeinschaft des DGB hinzuweisen. Liebe Kolleginnen
und Kollegen: Warum wurde darauf verzichtet, öffentlichen Druck auf die
Arbeitgeber auszuüben? Gerade in Hamburg haben wir eine funktionierende
Zusammenarbeit von Arbeitskreisen von IG Metall und ver.di zur
Leiharbeit. Dieses Potential wurde ignoriert.

Übrigens: Die letzte aktuelle Meldung auf der Internetpräsenz von
ver.di, der Kampagne "hundertprozentICH"
(http://www.hundertprozentich.de/), ist vom 4.3.2016. Die letzte
aktuelle Meldung auf der Internetpräsenz der IG Metall, der Kampagne
"Leiharbeit fair gestalten: Gleiche Arbeit - Gleiches Geld"
(http://www.gleichearbeit-gleichesgeld.de/), ist vom 15.04.2014.

Wenn solche Kampagnen eingestellt werden, dann sollte man das auch sagen
und begründen! Sind sie eingestellt?

Verweise auf Internetseiten des DGBs (z.B.
http://www.dgb.de/tarifrunde-leiharbeit oder
http://www.dgb.de/schwerpunkt/ratgeber- ... haeftigung), auf
eine Fachbereichsseite von ver.di
(https://besondere-dienste.verdi.de/bran ... leiharbeit) oder
zu Pressemitteilungen der IG Metall (z.B.
https://www.igmetall.de/pressemitteilun ... -23952.htm) sind meines
Erachtens völlig unzureichend.

Ich weiß um die Diskussion über bessere oder gar keine Tarifverträge in
der Leiharbeit. Mir ist auch der schlechte Organisierungsgrad in der
Leiharbeit bewusst. Ich weiß um die höchst unterschiedlichen Bedingungen
von Leiharbeitskräften in den Kernbereichen der Industrie und denen im
Dienstleistungssektor. Trotz alledem! Worüber ich mir sicher bin: Nur
wenn die Stammbeschäftigten, die Leiharbeitskräfte und die KollegInnen
aus anderen prekären Arbeitsverhältnissen gemeinsam handeln, werden
GLEICHES GELD FÜR GLEICHE ARBEIT und GLEICHE RECHTE FÜR ALLE zur
Normalität werden. Und hier haben alle DGB Gewerkschaften eine Aufgabe,
die die Mitgliedergewinnung bei einer Einzelgewerkschaft in den
Hintergrund rücken sollte.
Über eine Antwort würde ich mich freuen.
Mit kollegialen Grüßen, P (...)"

Bislang bekam ich keinerlei Antwort.
Was es gibt, sind wenig hilfreiche Stellungnahmen zu dieser zweiten Tarifverhandlung von DGB und IG Metall:
IG Metall: https://www.igmetall.de/tarifrunde-leih ... -24181.htm
DGB: http://www.dgb.de/presse/++co++eaf3395e ... 5400e5a74a
In denen zumindest unsere Organisation, die IG Metall, etwas konkreter wird.

Beim dritten Verhandlungstermin, am 29./30. November in Berlin, sollten betroffene und organisierte Leiharbeitskräfte vor der Tür stehen und sich für ihre Forderungen bemerkbar machen. Von mir aus auch für eine grundsätzliche Ablehnung von Tarifverträgen in der Leihabeit. In jedem Fall: Das Schlimmste, was ich bemerke ist Lethargie, Unwissenheit oder abwartende Haltung der Betroffenen.
Wie bekommen wir das hin?!


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 20.11.2016, 13:55 
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Hallo piet,

kannst du mir mal per PN oder e-mail mitteilen wen du alles angeschrieben hast?

Karl


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