ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 15.10.2016, 21:30 
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Hans_der_Kaempfer hat geschrieben:
Dieses Angebot würde dazu führen, dass der im Osten ab 01.01.2017 gültige gesetzliche Mindeslohn, der dann auf 8,84 € erhöht werden wird, mit dem Mindeslohntarifvertrag in der Leiharbeit unterboten wird. Ist das überhaupt zulässig?

Ja.
Nachzulesen im Mindestlohngesetz:
Zitat:
§ 24 Übergangsregelung
(1) Bis zum 31. Dezember 2017 gehen abweichende Regelungen eines Tarifvertrages repräsentativer Tarifvertragsparteien dem Mindestlohn vor, wenn sie für alle unter den Geltungsbereich des Tarifvertrages fallenden Arbeitgeber mit Sitz im In- oder Ausland sowie deren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verbindlich gemacht worden sind; ab dem 1. Januar 2017 müssen abweichende Regelungen in diesem Sinne mindestens ein Entgelt von brutto 8,50 Euro je Zeitstunde vorsehen. Satz 1 gilt entsprechend für Rechtsverordnungen, die auf der Grundlage von § 11 des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes sowie § 3a des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes erlassen worden sind.
[...]


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 18.10.2016, 04:09 
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Die Spatzen pfeiffen es inzwischen von den Dächern:
Der Verhandlungsort der DGB TG mit BAP/iGZ am 11. November in Hamburg ist das Hotel Holiday Inn ; Billwerder Neuer Deich 14.
Vorbesprechung soll um 10 Uhr sein, Start der Verhandlungsrunde ist um 11 Uhr
.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 18.10.2016, 08:59 
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piet hat geschrieben:
Der Verhandlungsort der DGB TG mit BAP/iGZ am 11. November in Hamburg ist das Hotel Holiday Inn ; Billwerder Neuer Deich 14. Vorbesprechung soll um 10 Uhr sein, Start der Verhandlungsrunde ist um 11 Uhr.

Danke für die Info. War jemand bei dem Betriebsrätetreffen mit Andrea Nahles in Berlin und kann einen Bericht abgeben?


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 18.10.2016, 10:31 
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Eugen war dort und TeJa.

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...Staatshaushalt - Ein Haushalt in dem alle essen, aber niemand spülen will!

http://www.youtube.com/watch?v=ziDDgZdunF0


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 18.10.2016, 15:04 
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Eugen hat vorerst Maulkorb... :lol:

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"Wir rekrutieren am Bodensatz des Arbeitsmarkts" (Thomas Bäumer, CEO TUJA & Adecco / Tarifverhandlungsführer VGZ / BDA (Die nehmen aber auch wirklich jeden!) usw.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 19.10.2016, 08:20 
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Zur TaKo ja, zur Tagung wahrscheinlich nicht.

Waren wohl viele Randstäder dort, ansonsten wurde der Stein der Weisen noch nicht entdeckt

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http://www.youtube.com/watch?v=ziDDgZdunF0


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 19.10.2016, 18:59 
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Keine Rechtfertigung für Tarife mehr.

http://www.zeitarbeit-nachrichten.de/20 ... p-und-igz/


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 20.10.2016, 08:39 
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Herr Fuhrmann bzw. die IQZ behauptet:

"Sind Tarifverträge gekündigt, dann befinden Sie sich in der Nachwirkung. Dies gilt für alle bestehenden Arbeitsverhältnisse. Im Nachwirkungszeitraum neu eingestellte Mitarbeiter/innen fallen nicht unter die Nachwirkungen, müssen also nach den gesetzlichen Vorgaben entlohnt werden. Dies ist – trotz mancher gegenteiliger Auffassen – seit etlichen Jahren die geltende Rechtsprechung des BAG.

[...]

Gibt es keinen neuen Tarifabschluss zum 01.01.2017, so müssen bei allen Neueinstellungen die Vergütung nach dem gesetzlichen Gleichstellungsgrundsatz erfolgen"

Quelle: http://www.iq-z.de/?p=3691

Nur Propaganda für das eigene Tarifwerk oder Fakt?

_________________
Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats
Der letzte Arbeitskampf http://www.wdr.de/mediathek/html/region ... essung.xml


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 20.10.2016, 08:48 
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Hans_der_Kaempfer hat geschrieben:
Nur Propaganda für das eigene Tarifwerk oder Fakt?

Propaganda. Darauf springt ja auch nur der kleine, keine zwei Schritte vorausdenkende, Wutbürger an.

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 20.10.2016, 18:24 
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hilde hat geschrieben:
Darauf springt ja auch nur der kleine, keine zwei Schritte vorausdenkende, Wutbürger an.


Oder eben Leute, die hellere Glühbirnen haben und nicht solche Armleuchter wie du...


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 22.10.2016, 14:21 
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Zitat:
Quelle: http://www.iq-z.de/?p=3691

Nur Propaganda für das eigene Tarifwerk oder Fakt?


Müssen Gerichte entscheiden, aber vermute Fakt!

..Wieviele Anwender dieses Tarif Plus Werkes gibt es denn überhaupt?

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http://www.youtube.com/watch?v=ziDDgZdunF0


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 25.10.2016, 11:21 
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Cid hat geschrieben:
Zitat:

..Wieviele Anwender dieses Tarif Plus Werkes gibt es denn überhaupt?


Für mich stellt sich erstmal die Frage wer bei diesem komischen Verein Tarifverträge abgeschloßen hat.
Also wer ist da Arbeitgeberverband und wer Arbeinehmergewerkschaft ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 25.10.2016, 14:33 
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Hans_der_Kaempfer hat geschrieben:
Herr Fuhrmann bzw. die IQZ behauptet:
"Sind Tarifverträge gekündigt, dann befinden Sie sich in der Nachwirkung. Dies gilt für alle bestehenden Arbeitsverhältnisse. Im Nachwirkungszeitraum neu eingestellte Mitarbeiter/innen fallen nicht unter die Nachwirkungen, müssen also nach den gesetzlichen Vorgaben entlohnt werden. Dies ist – trotz mancher gegenteiliger Auffassen – seit etlichen Jahren die geltende Rechtsprechung des BAG.


Hm. Ich werde langsam alt, aber irgendwann gab es doch schon mal so eine Hängepartie, damals bei iGZ und BZA. War das 2008? 2009? Also, da gab es eine ziemlich lange Pause inklusive Nachwirkung. Die Behauptung von Herrn Fuhrmann gab es damals ebenfalls von einigen Gewerkschaftlern aber auch damals vom AMP - aber ich habe nie gehört, dass da irgendwo mal eine Rentenversicherung Beiträge für nicht gezahlte Equal-Pay-Beträge für die "Tarif-Pause" nachgefordert hat..

Also, deshalb schätze ich, dass das wohl nicht soooooo wahnsinnig harte juristische Fakten sind.

Ich weiß das, weil ich damals noch in dem AMP-CGZP-Vertrag war... DER war dann ja ungültig...


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 25.10.2016, 15:54 
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mitterer hat geschrieben:
Hans_der_Kaempfer hat geschrieben:
Herr Fuhrmann bzw. die IQZ behauptet:
"Sind Tarifverträge gekündigt, dann befinden Sie sich in der Nachwirkung. Dies gilt für alle bestehenden Arbeitsverhältnisse. Im Nachwirkungszeitraum neu eingestellte Mitarbeiter/innen fallen nicht unter die Nachwirkungen, müssen also nach den gesetzlichen Vorgaben entlohnt werden. Dies ist – trotz mancher gegenteiliger Auffassen – seit etlichen Jahren die geltende Rechtsprechung des BAG.


Hm. Ich werde langsam alt, aber irgendwann gab es doch schon mal so eine Hängepartie, damals bei iGZ und BZA. War das 2008? 2009? Also, da gab es eine ziemlich lange Pause inklusive Nachwirkung. Die Behauptung von Herrn Fuhrmann gab es damals ebenfalls von einigen Gewerkschaftlern aber auch damals vom AMP - aber ich habe nie gehört, dass da irgendwo mal eine Rentenversicherung Beiträge für nicht gezahlte Equal-Pay-Beträge für die "Tarif-Pause" nachgefordert hat..

Also, deshalb schätze ich, dass das wohl nicht soooooo wahnsinnig harte juristische Fakten sind.

Ich weiß das, weil ich damals noch in dem AMP-CGZP-Vertrag war... DER war dann ja ungültig...


Gab es denn damals Kläger? Oder noch besser: Gab es ein Urteil? Welches Gesetz höher wiegt (EP ohne Tarif oder Nachwirkung) können wir uns nur ausdenken. Entschieden wurde gar nichts. Somit kann die pauschale Aussage, dass Tarife nachwirken genau so falsch sein. Die Zeit ohne Tarif hätte schon Auswirkungen. Rechtsunsicherheit bei Leihbuden und bei Kunden. Ich denke nicht, dass daraus steigende Leiharbeiterzahlen resultieren würden. Ergo ---> gut!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 26.10.2016, 15:53 
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Für den Fall, das es die hier Mitlesenden noch nicht gehört haben:
Der Verhandlungsort der DGB TG mit BAP/iGZ am 11. November in Hamburg
ist nach neuesten Informationen nicht mehr das Hotel Holiday Inn,
sondern das Marriot Hotel in der ABC-Straße 52.
Die Uhrzeit sollen sich nicht geändert haben: Vorbesprechung um 10 Uhr,
Start der Verhandlungsrunde ist um 11 Uhr... Mal gucken, wann sie alle
Luxus-Hotels in Hamburg durch haben...
Und labournet erinnert daran: Einiges spricht dafür, dass es die letzte
Verhandlungsrunde sein könnte - siehe die Ausführungen im letzten Update
zur Kampagne
http://www.labournet.de/politik/alltag/ ... en/#aufruf


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 26.10.2016, 18:30 
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An alle Interessierten, die das Thema Nachwirkungen noch nicht kennen:

Dies Thema ist kein spezielles Zeitarbeitsthema sondern ein generelles Thema bei allen Tarifverträgen!
Die gängige und gefestigte Rechtsprechung auf Basis des Tarifvertragsgesetzes des BAGs seit 1998 ist die:
Sind Tarifverträge gekündigt, so entfalten sie Nachwirkung bis zum Abschluss eines neuen Tarifvertrags für alle Arbeitsverträge die bis zum Zeitpunkt des Kündigungstermins geschlossen wurden. Für neue Arbeitsverträge im Nachwirkungszeitraum entfaltet die Nachwirkung keine Wirkung. Das heißt die können nicht mehr in Bezug genommen werden. Da das AÜG eine grundsätzliche Gleichstellung mit Tarifausnahme festlegt, sind die Bedingungen für Neuverträge klar!

PS. Eine kurze Bemerkung zum Thema Propaganda.

Kein Unternehmen kann den TQZ-Vertrag einfach in Bezug nehmen. Er gilt nur für Mitgliedsunternehmen des TQZ.
Der TQZ nimmt nur solche Unternehmen auf, die nachweislich belegen können, dass sie Gesetze und Tarife einhalten. Das muss durch ein externes Compliance-Audit bestätigt werden. Besonderes Augenmerk wird auf die von der BA genannten häufigsten Verstöße gelegt.

Also die TQZ nimmt nicht jeden!

Norbert Fuhrmann


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 26.10.2016, 18:37 
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Das mit der Nachwirkung aufgrund des Tarifvertragsgesetzes hat uns heut in nem Seminar genauso ein Jurist der IGM erzählt. War mir so nicht klar.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 28.10.2016, 09:43 
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..Dann ist doch schön, dass bei Randstad Wissenslücken geschlossen wurden.

Damit dürft ihr den TV ZA ja doch kündigen, denn für alle Neueingestellten gilt ja nun EP.

Oder welche Ausreden habt ihr nun?

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 19.11.2016, 10:08 
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Moin zusammen. Zur Info.
Vor einer Woche, vor der Veröffentlichung der ersten Berichte über das zweite Treffen der Verhandlungskommission der DGB Tarifgemeinschaft mit iGZ und BAP schickte ich folgende Mail an Funktionsträger und Kampagnenverantwortliche der DGB Gewerkschaften raus: "(...)

Liebe Kolleginnen und Kollegen.

Am letzten Freitag, dem 11.11.2016, fand die zweite Tarifverhandlung der
DGB Tarifgemeinschaft mit den Arbeitgeberverbänden der Verleihbranche in
Hamburg statt.

Das Treffen der Verhandlungskommission der Tarifgemeinschaft des DGB mit
BAP und iGZ ist jetzt zwei Tage her. Da man weder in den Medien noch von
den Gewerkschaften irgendeine Verlautbarung hört, gehe ich fast davon
aus, dass die Arbeitgeberverbände kein neues Angebot vorgelegt haben.
Also wie gehabt: Kaum mehr Geld für Leiharbeitskräfte und die
Ostangleichung in weiter Ferne. Von equal pay und equal treatment ab dem
ersten Tag im Einsatzbetrieb ganz zu schweigen. Auch nichts von einer
Konkretisierung dieser Begriffe im Rahmen eines Tarifvertrages. Nichts
von Risikozuschlägen für Leiharbeitskräfte, wie z.B. in Frankreich
üblich. Nichts von einer Definition des Wortes "vorübergehend", was die
Einsatzdauer einer Leiharbeitskraft angeht.

Auf Druck vor Ort haben die DGB Gewerkschaften verzichtet, z.B. einen
Aufruf an die Mitglieder, die Funktionsträger und insbesondere an die
gewerkschaftlich organisierten Leiharbeitskräfte zu richten, die
Tarifverhandlungen mit einem öffentlich wahrnehmbaren Auftritt zu
begleiten. Dies wäre eine Gelegenheit gewesen, auf die berechtigten
Forderungen der Tarifgemeinschaft des DGB hinzuweisen. Liebe Kolleginnen
und Kollegen: Warum wurde darauf verzichtet, öffentlichen Druck auf die
Arbeitgeber auszuüben? Gerade in Hamburg haben wir eine funktionierende
Zusammenarbeit von Arbeitskreisen von IG Metall und ver.di zur
Leiharbeit. Dieses Potential wurde ignoriert.

Übrigens: Die letzte aktuelle Meldung auf der Internetpräsenz von
ver.di, der Kampagne "hundertprozentICH"
(http://www.hundertprozentich.de/), ist vom 4.3.2016. Die letzte
aktuelle Meldung auf der Internetpräsenz der IG Metall, der Kampagne
"Leiharbeit fair gestalten: Gleiche Arbeit - Gleiches Geld"
(http://www.gleichearbeit-gleichesgeld.de/), ist vom 15.04.2014.

Wenn solche Kampagnen eingestellt werden, dann sollte man das auch sagen
und begründen! Sind sie eingestellt?

Verweise auf Internetseiten des DGBs (z.B.
http://www.dgb.de/tarifrunde-leiharbeit oder
http://www.dgb.de/schwerpunkt/ratgeber- ... haeftigung), auf
eine Fachbereichsseite von ver.di
(https://besondere-dienste.verdi.de/bran ... leiharbeit) oder
zu Pressemitteilungen der IG Metall (z.B.
https://www.igmetall.de/pressemitteilun ... -23952.htm) sind meines
Erachtens völlig unzureichend.

Ich weiß um die Diskussion über bessere oder gar keine Tarifverträge in
der Leiharbeit. Mir ist auch der schlechte Organisierungsgrad in der
Leiharbeit bewusst. Ich weiß um die höchst unterschiedlichen Bedingungen
von Leiharbeitskräften in den Kernbereichen der Industrie und denen im
Dienstleistungssektor. Trotz alledem! Worüber ich mir sicher bin: Nur
wenn die Stammbeschäftigten, die Leiharbeitskräfte und die KollegInnen
aus anderen prekären Arbeitsverhältnissen gemeinsam handeln, werden
GLEICHES GELD FÜR GLEICHE ARBEIT und GLEICHE RECHTE FÜR ALLE zur
Normalität werden. Und hier haben alle DGB Gewerkschaften eine Aufgabe,
die die Mitgliedergewinnung bei einer Einzelgewerkschaft in den
Hintergrund rücken sollte.
Über eine Antwort würde ich mich freuen.
Mit kollegialen Grüßen, P (...)"

Bislang bekam ich keinerlei Antwort.
Was es gibt, sind wenig hilfreiche Stellungnahmen zu dieser zweiten Tarifverhandlung von DGB und IG Metall:
IG Metall: https://www.igmetall.de/tarifrunde-leih ... -24181.htm
DGB: http://www.dgb.de/presse/++co++eaf3395e ... 5400e5a74a
In denen zumindest unsere Organisation, die IG Metall, etwas konkreter wird.

Beim dritten Verhandlungstermin, am 29./30. November in Berlin, sollten betroffene und organisierte Leiharbeitskräfte vor der Tür stehen und sich für ihre Forderungen bemerkbar machen. Von mir aus auch für eine grundsätzliche Ablehnung von Tarifverträgen in der Leihabeit. In jedem Fall: Das Schlimmste, was ich bemerke ist Lethargie, Unwissenheit oder abwartende Haltung der Betroffenen.
Wie bekommen wir das hin?!


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 20.11.2016, 13:55 
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Hallo piet,

kannst du mir mal per PN oder e-mail mitteilen wen du alles angeschrieben hast?

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 21.11.2016, 05:24 
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Wohnort: Hamburg
Die Mail ging u.a. an die Redadktion des Internetauftritts der IGM Kampagne "Gleiche Arbeit - Gleiches Geld", an Carla Dietrich, die im Impressum der ver.di Kampagne "hundertprozentICH" genannt wird und an die website "Tarifrunde Leiharbeit" des DGB. Den Rest findest du in meiner Mail.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 22.11.2016, 04:32 
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Beiträge: 1000
@piet und Karl,

Ich kann nur meinen Hut ziehen, vor Eurem ungebrochenen Engagement.
Ich bin da nicht mehr so leidensfähig. Diese Tarif-"Verhandlungen" der DGB-Gewerkschaften für die Leiharbeit sind nur noch ein Trauerspiel.
Die Lufthansa-Piloten streiken mal wieder - wie gefühlt(?) jedes Jahr.
Für die Leihdeppen werden hingegen hinter verschlossenen Türen heimlich und leise die üblichen Frechheiten ausgehandelt.
Am besten, man schliesst wieder eine ordentliche lange Laufzeit über 4 Jahre ab, dann hat man wie gehabt Ruhe.
Ich werde dann wohl meinerseits die Konsequenzen ziehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 22.11.2016, 05:25 
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Und wie sehen werden deine Konsequenzen aussehen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 23.11.2016, 01:24 
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Registriert: 26.05.2013, 22:34
Beiträge: 764
Zitat:
Ich weiß um die Diskussion über bessere oder gar keine Tarifverträge in
der Leiharbeit. Mir ist auch der schlechte Organisierungsgrad in der
Leiharbeit bewusst. Ich weiß um die höchst unterschiedlichen Bedingungen
von Leiharbeitskräften in den Kernbereichen der Industrie und denen im
Dienstleistungssektor. Trotz alledem! Worüber ich mir sicher bin: Nur
wenn die Stammbeschäftigten, die Leiharbeitskräfte und die KollegInnen
aus anderen prekären Arbeitsverhältnissen gemeinsam handeln, werden
GLEICHES GELD FÜR GLEICHE ARBEIT und GLEICHE RECHTE FÜR ALLE zur
Normalität werden. Und hier haben alle DGB Gewerkschaften eine Aufgabe,
die die Mitgliedergewinnung bei einer Einzelgewerkschaft in den
Hintergrund rücken sollte.
Über eine Antwort würde ich mich freuen.
Mit kollegialen Grüßen, P (...)


Hallo piet,

vielen Dank dass Du Deine Mail, welche Du an die Verantwortlichen der TG Leiharbeit in den DGB Gewerkschaften geschickt hattest, uns zur Verfügung stellst.

Wie ich bereits des öfteren hier im Forum geschrieben hatte, fängt es bereits damit an, dass es merkwürdig stimmt, dass in der TAKO Leiharbeit von Ver.di überwiegend Disponenten von Randstad sitzen, welche über Bedingungen verhandeln, die diese gar nicht betreffen.

Kollegin Dietrich, welche Du erwähnst, hatte in einem Telefonat einmal geäussert, dass Sie diese Zusammensetzung ausserordentlich bedenklich findet, allerdings auf Grund der demokratrischen Legitimation dieser Gremien, daran nichts ändern kann.

In einer Tarifverhandlung sollte man sich der eigenen Stärken bewusst sein und die Schwachpunkte des Gegenübers kennen, damit man diese angreifen kann. Gewerkschaften können über das Druckmittel Streik dem Arbeitgeber wirtschaftlichen Schaden zufügen, um ihre Interessen in Verhandlungen durchzusetzen - und das setzt vorraus über einen gewissen Organisationsgrad zu verfügen, damit diese Drohung ernst genommen wird.

Wenn du schreibst, dass die
Zitat:
Mitgliedergewinnung bei einer Einzelgewerkschaft in den Hintergrund rücken
sollte, kann ich nicht nachvollziehen, wie Du in Deiner Argumenatation Druck ausüben möchtest um eine Tarifverhandlung erfolgreich abzuschließen. Denn damit steht und fällt die Verhandlung. Über den geringen Organisationsgrad der LAN und die damit einhergehende leere Drohung eines Streikaufrufes lachen sich die Verantwortlichen bei iGZ und BAP wahrscheinlich schlapp. Der eigentliche Druckpunkt in den Tarifverhandlungen ist daher die Bezugnahme aufs AÜG und die Verankerung von Equal Pay - damit müssten allerdings die Tarife gekündigt werden um über durch die Gewerkschaften begleitete Individualklagen vor den Instanzen der Arbeitsgerichtsbarkeit diesen Anspruch für alle LAN durchzusetzen! Und dieses Druckmittel sollte die TG bei den derzeitigen Verhandlungen auch einsetzen.

Was den Organisationsgrad anbelangt: Ich habe in meiner Zeit als LAN in 43 Monaten in insgesamt 10 Entleihbetrieben - die kürzeste Überlassung betrug 2 Wochen, die längste 14 Monate - die Erfahrung gemacht, dass es in den meisten Betrieben einen BR gab, dass diese Tarifgebunden waren und es unter den Stammbeschäftigten viele Gewerkschaftsmitglieder gab.
Allerdings wurde ich niemals in der ganzen Zeit darauf angesprochen, doch Mitglied der für den Betrieb zuständigen Gewerkschaft zu werden, noch stellte man mir den BR vor. Sämtliche Stammbeschäftigten waren insgeheim froh, dass ich und andere LAN als Verfügungsmasse herhalten, um in Krisenzeiten deren Arbeits-Platz zu sichern und den meisten BRs in den Stammbetrieben waren die LAN eher lästig.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass lediglich 3 Dinge wirklich helfen:

Der Austausch über dieses Forum, zwecks Transparenz, Wissenstransfers und Networking;
Individualklagen vor der Arbeitsgerichtsbarkeit, auch über mehrere Instanzen hinweg und
einen Vertreter des Kundenbetriebes gegen die ZAF in Stellung zu bringen, um Ansprüche durchzusetzen (Der Kunde ernährt die ZAF samt ihres Wasserkopfes und den möchte keine ZAF verlieren.)

Wenn du also ausführst, dass Stamm- und Leihbeschäftigte
Zitat:
gemeinsam handeln
sollten, so ist das unterstützenswert - findet aber in der breiten Realität nur sehr wenig Anwendung. Meiner Ansicht ist es von den Gewerkschaften gewollt, dass man mit den LAN als Verfügungsmasse ihre Stammbeschäftigten schützt - die Pseudobeteiligung mit den Postkarten im August als Wünsche der LAN für die neuen Tarife samt vorgeferttigter Fragen waren kaum zu toppen - auf meine Fragen, welche ich unter der angegebenen eMail richtete bekam ich bis zum heutigen Tage keine Antwort.

Mit jedem organisierten LAN steigt der Orgagrad, damit die Verhandlungsmacht und die Möglichkeit in die TAKOs mehr betroffene AN zu bekommen, die am besten wissen, was geändert werden sollte.

Ich empfehle Dir als Lektüre einmal den Demographie Vertrag der DB zu lesen. Dort geht hervor, dass Stammbeschäftigte dermaßen geschützt sind, dass externen in vielen Bereichen des Konzerns lediglich der Umweg über die Hauseigene Zeitarbeitsfirma bleibt, um eine Anstellung zu erhalten. Ähnliches ist bei den Automobilherstellern zu beobachten, welche auch das AÜG in Form einer eigenen Zeitarbeitsfirma (Autovision Wolfsburg) nutzen, um darüber Personal zu akquieren!

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 Betreff des Beitrags: Mitgliedergewinnung
BeitragVerfasst: 23.11.2016, 17:38 
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Hallo Cid.
Offensichtlich habe ich mich teilweise missverständlich ausgedrückt. Keinesfalls bin ich gegen Mitgliedergewinnung. Nur organisiert werden Erfolge gegen die gut organisierte Arbeitgeberseite zu erzielen sein.

Es läuft aber was schief. Ich habe den Eindruck, dass bei den Einzelgewerkschaften ein wenig konstruktiver Konkurrenzkampf beim Thema Leiharbeit stattfindet, der sich vorrangig um die Mitgliedergewinnung für die einzelne Organisation dreht.
Es geht, so mein Eindruck, wenig um gemeinsame Strategien beim Thema Leiharbeit, wenig um organisierte Leiharbeitskräfte, die selbstbewusst für ihre eigenen Interessen eintreten. Es geht um Interessen der Organisation, die sich im wesentlichen aus Stammbeschäftigten zusammensetzt. Und da zählen in erster Linie Mitgliedschaften, gern auch Karteileichen.

Als Leiharbeitskraft, insbesondere wenn dich deine Verleihfirma im industriellen Dienstleistungssektor (z.B. Engineering, Instandhaltung oder Logistik) einsetzt, kann es dir schnell passieren, dass mal die IG Metall, mal ver.di und dann wieder die IGBCE, die IG BAU und mal sonstnochwer für deinen Einsatzbetrieb „zuständig“ ist.
Und da wird bei den Einzelgewerkschaften auf lokaler Ebene oft mit harten Bandagen um jedes potentiell neu zu gewinnendes Mitglied gekämpft. Da geht es nach meinen Erfahrungen nicht um Inhalte oder Forderungen, da geht es den Apparaten der DGB Gewerkschaften um Zahlen, um Mitgliederzahlen in den einzelnen Verwaltungs- oder Geschäftstellen.

KollegInnen, die aufgrund ganz individueller Umstände einfach nur gezwungen sind, sich in der Leiharbeit zu verdingen, machen dieses „Spiel“ nicht mit, müssten theoretisch immer mal wieder in eine neue für sie „zuständige“ Organisation wechseln. Sie treten eher komplett aus.
Für mich ist dies auch ein Grund für den schlechten Organisationsgrad von Leiharbeitskräften in allen DGB Gewerkschaften.

Dies nur zu deiner ersten Anmerkung. Einen wirklich schlauen Lösungsvorschlag wegen dieser Misere habe ich nicht. Gegen eine eigene Leiharbeitsgewerkschaft spricht so einiges.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 24.11.2016, 17:37 
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Hallo,

damit es nicht ganz in der Versenkung verschwindet. Heute tagte die TK-Leiharbeit der IGM in Frankfurt. Und nächste Woche 29./30. ist die Verhandlungskommission der DGB-TG am rudern. Warten wir mal bis dahin ab, was die ZAF-Verbände für umwerfende neue Vorschläge auf den Tisch legen und die Reaktion der Verantwortlichen in den Vorständen der DGB-Einzelgewerkschaften, denn dort findet die Musik statt.

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 25.11.2016, 09:24 
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Die Vorstände der DGB Einzelgewerkschaften könnten den Tarif kündigen - und dann möchte ich gern die Reaktion der ZAF Verbände sehen

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http://www.youtube.com/watch?v=ziDDgZdunF0


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 27.11.2016, 15:57 
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Hallo,

eine Meldung beim IGZ unter:
http://www.ig-zeitarbeit.de/presse/arti ... eht-anders
Zitat:
Branchenzuschläge erweitern

Besser sehe es da beim Equal Pay aus. Das gesetzliche Equal Pay nach neun Monaten greife nur dann, wenn kein einschlägiger Branchenzuschlagstarifvertrag angewendet wird. „Der iGZ versucht deshalb zusätzlich zu den bestehenden elf Tarifverträgen noch weitere Branchenzuschläge abzuschließen.“ Denn tarifliches Equal Pay sei wesentlich transparenter und leichter administrierbar. „Unter gesetzliches Equal Pay fallen auch Lohnanteile wie Prämien, Tankgutscheine, Rabatte in der Kantine oder Aktienoptionen“, gab Baumann Beispiele. All diese Entgeltbestandteile bei jedem einzelnen Kunden zu prüfen, sei schlicht nicht möglich.

kann man auch nachlesen in der Powerpointpräsentation des IGZ unter:
http://www.ig-zeitarbeit.de/system/file ... dreyer.pdf (Seite 6)

Also equal-pay 1. Klasse und 2. Klasse. So geht faire Zeitarbeit.


Noch ein interessanter link hierzu unter:
http://www.iq-z.de/wp-content/uploads/2 ... vember.pdf liest man:
Zitat:
Zum 01.04.2017 wird das Gesetz in Kraft treten.
Nun gilt es, die dort verankerten t a r i f l i c h e n Ö f f n u n g s k l a u s e l n
praxistauglich umzusetzen. Die IG Metall hat bereits angekündigt dieses in der aktuellen Lohnrunde der Zeitarbeit, in einer Paketlösung umzusetzen.

Von einer Paketlösung ist mir nichts bekannt allerdings laufen die TV BZ (Branchenzuschläge), TV Leih-Z (Überlassung) ohne Nachwirkung aus wenn es aufgrund des neuen AÜG zu keiner neuen tarifvertraglichen Regelung kommt. Also sozusagen Schlag auf Schlag ist nicht von der Hand zu weisen.

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 28.11.2016, 11:56 
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Registriert: 26.05.2013, 22:34
Beiträge: 764
Zitat:
Zitat:

Branchenzuschläge erweitern

Besser sehe es da beim Equal Pay aus. Das gesetzliche Equal Pay nach neun Monaten greife nur dann, wenn kein einschlägiger Branchenzuschlagstarifvertrag angewendet wird. „Der iGZ versucht deshalb zusätzlich zu den bestehenden elf Tarifverträgen noch weitere Branchenzuschläge abzuschließen.“ Denn tarifliches Equal Pay sei wesentlich transparenter und leichter administrierbar. „Unter gesetzliches Equal Pay fallen auch Lohnanteile wie Prämien, Tankgutscheine, Rabatte in der Kantine oder Aktienoptionen“, gab Baumann Beispiele. All diese Entgeltbestandteile bei jedem einzelnen Kunden zu prüfen, sei schlicht nicht möglich.

kann man auch nachlesen in der Powerpointpräsentation des IGZ unter:
http://www.ig-zeitarbeit.de/system/file ... dreyer.pdf (Seite 6)



Es wird darauf hinauslaufen, dass es weiter Branchen Tarife mit Zuschläge und zur Umgehung der Höchstüberlassung geben wird... wartets mal ab ;-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 30.11.2016, 16:47 
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Sind schon Details zum großzügigem Angebot der Verbände durchgedrungen? Heute war doch "Verhandlung"


Zuletzt geändert von Premutos1982 am 30.11.2016, 18:26, insgesamt 1-mal geändert.

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