ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 21.11.2016, 05:24 
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Die Mail ging u.a. an die Redadktion des Internetauftritts der IGM Kampagne "Gleiche Arbeit - Gleiches Geld", an Carla Dietrich, die im Impressum der ver.di Kampagne "hundertprozentICH" genannt wird und an die website "Tarifrunde Leiharbeit" des DGB. Den Rest findest du in meiner Mail.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 22.11.2016, 04:32 
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@piet und Karl,

Ich kann nur meinen Hut ziehen, vor Eurem ungebrochenen Engagement.
Ich bin da nicht mehr so leidensfähig. Diese Tarif-"Verhandlungen" der DGB-Gewerkschaften für die Leiharbeit sind nur noch ein Trauerspiel.
Die Lufthansa-Piloten streiken mal wieder - wie gefühlt(?) jedes Jahr.
Für die Leihdeppen werden hingegen hinter verschlossenen Türen heimlich und leise die üblichen Frechheiten ausgehandelt.
Am besten, man schliesst wieder eine ordentliche lange Laufzeit über 4 Jahre ab, dann hat man wie gehabt Ruhe.
Ich werde dann wohl meinerseits die Konsequenzen ziehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 22.11.2016, 05:25 
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Und wie sehen werden deine Konsequenzen aussehen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 23.11.2016, 01:24 
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Zitat:
Ich weiß um die Diskussion über bessere oder gar keine Tarifverträge in
der Leiharbeit. Mir ist auch der schlechte Organisierungsgrad in der
Leiharbeit bewusst. Ich weiß um die höchst unterschiedlichen Bedingungen
von Leiharbeitskräften in den Kernbereichen der Industrie und denen im
Dienstleistungssektor. Trotz alledem! Worüber ich mir sicher bin: Nur
wenn die Stammbeschäftigten, die Leiharbeitskräfte und die KollegInnen
aus anderen prekären Arbeitsverhältnissen gemeinsam handeln, werden
GLEICHES GELD FÜR GLEICHE ARBEIT und GLEICHE RECHTE FÜR ALLE zur
Normalität werden. Und hier haben alle DGB Gewerkschaften eine Aufgabe,
die die Mitgliedergewinnung bei einer Einzelgewerkschaft in den
Hintergrund rücken sollte.
Über eine Antwort würde ich mich freuen.
Mit kollegialen Grüßen, P (...)


Hallo piet,

vielen Dank dass Du Deine Mail, welche Du an die Verantwortlichen der TG Leiharbeit in den DGB Gewerkschaften geschickt hattest, uns zur Verfügung stellst.

Wie ich bereits des öfteren hier im Forum geschrieben hatte, fängt es bereits damit an, dass es merkwürdig stimmt, dass in der TAKO Leiharbeit von Ver.di überwiegend Disponenten von Randstad sitzen, welche über Bedingungen verhandeln, die diese gar nicht betreffen.

Kollegin Dietrich, welche Du erwähnst, hatte in einem Telefonat einmal geäussert, dass Sie diese Zusammensetzung ausserordentlich bedenklich findet, allerdings auf Grund der demokratrischen Legitimation dieser Gremien, daran nichts ändern kann.

In einer Tarifverhandlung sollte man sich der eigenen Stärken bewusst sein und die Schwachpunkte des Gegenübers kennen, damit man diese angreifen kann. Gewerkschaften können über das Druckmittel Streik dem Arbeitgeber wirtschaftlichen Schaden zufügen, um ihre Interessen in Verhandlungen durchzusetzen - und das setzt vorraus über einen gewissen Organisationsgrad zu verfügen, damit diese Drohung ernst genommen wird.

Wenn du schreibst, dass die
Zitat:
Mitgliedergewinnung bei einer Einzelgewerkschaft in den Hintergrund rücken
sollte, kann ich nicht nachvollziehen, wie Du in Deiner Argumenatation Druck ausüben möchtest um eine Tarifverhandlung erfolgreich abzuschließen. Denn damit steht und fällt die Verhandlung. Über den geringen Organisationsgrad der LAN und die damit einhergehende leere Drohung eines Streikaufrufes lachen sich die Verantwortlichen bei iGZ und BAP wahrscheinlich schlapp. Der eigentliche Druckpunkt in den Tarifverhandlungen ist daher die Bezugnahme aufs AÜG und die Verankerung von Equal Pay - damit müssten allerdings die Tarife gekündigt werden um über durch die Gewerkschaften begleitete Individualklagen vor den Instanzen der Arbeitsgerichtsbarkeit diesen Anspruch für alle LAN durchzusetzen! Und dieses Druckmittel sollte die TG bei den derzeitigen Verhandlungen auch einsetzen.

Was den Organisationsgrad anbelangt: Ich habe in meiner Zeit als LAN in 43 Monaten in insgesamt 10 Entleihbetrieben - die kürzeste Überlassung betrug 2 Wochen, die längste 14 Monate - die Erfahrung gemacht, dass es in den meisten Betrieben einen BR gab, dass diese Tarifgebunden waren und es unter den Stammbeschäftigten viele Gewerkschaftsmitglieder gab.
Allerdings wurde ich niemals in der ganzen Zeit darauf angesprochen, doch Mitglied der für den Betrieb zuständigen Gewerkschaft zu werden, noch stellte man mir den BR vor. Sämtliche Stammbeschäftigten waren insgeheim froh, dass ich und andere LAN als Verfügungsmasse herhalten, um in Krisenzeiten deren Arbeits-Platz zu sichern und den meisten BRs in den Stammbetrieben waren die LAN eher lästig.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass lediglich 3 Dinge wirklich helfen:

Der Austausch über dieses Forum, zwecks Transparenz, Wissenstransfers und Networking;
Individualklagen vor der Arbeitsgerichtsbarkeit, auch über mehrere Instanzen hinweg und
einen Vertreter des Kundenbetriebes gegen die ZAF in Stellung zu bringen, um Ansprüche durchzusetzen (Der Kunde ernährt die ZAF samt ihres Wasserkopfes und den möchte keine ZAF verlieren.)

Wenn du also ausführst, dass Stamm- und Leihbeschäftigte
Zitat:
gemeinsam handeln
sollten, so ist das unterstützenswert - findet aber in der breiten Realität nur sehr wenig Anwendung. Meiner Ansicht ist es von den Gewerkschaften gewollt, dass man mit den LAN als Verfügungsmasse ihre Stammbeschäftigten schützt - die Pseudobeteiligung mit den Postkarten im August als Wünsche der LAN für die neuen Tarife samt vorgeferttigter Fragen waren kaum zu toppen - auf meine Fragen, welche ich unter der angegebenen eMail richtete bekam ich bis zum heutigen Tage keine Antwort.

Mit jedem organisierten LAN steigt der Orgagrad, damit die Verhandlungsmacht und die Möglichkeit in die TAKOs mehr betroffene AN zu bekommen, die am besten wissen, was geändert werden sollte.

Ich empfehle Dir als Lektüre einmal den Demographie Vertrag der DB zu lesen. Dort geht hervor, dass Stammbeschäftigte dermaßen geschützt sind, dass externen in vielen Bereichen des Konzerns lediglich der Umweg über die Hauseigene Zeitarbeitsfirma bleibt, um eine Anstellung zu erhalten. Ähnliches ist bei den Automobilherstellern zu beobachten, welche auch das AÜG in Form einer eigenen Zeitarbeitsfirma (Autovision Wolfsburg) nutzen, um darüber Personal zu akquieren!

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 Betreff des Beitrags: Mitgliedergewinnung
BeitragVerfasst: 23.11.2016, 17:38 
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Hallo Cid.
Offensichtlich habe ich mich teilweise missverständlich ausgedrückt. Keinesfalls bin ich gegen Mitgliedergewinnung. Nur organisiert werden Erfolge gegen die gut organisierte Arbeitgeberseite zu erzielen sein.

Es läuft aber was schief. Ich habe den Eindruck, dass bei den Einzelgewerkschaften ein wenig konstruktiver Konkurrenzkampf beim Thema Leiharbeit stattfindet, der sich vorrangig um die Mitgliedergewinnung für die einzelne Organisation dreht.
Es geht, so mein Eindruck, wenig um gemeinsame Strategien beim Thema Leiharbeit, wenig um organisierte Leiharbeitskräfte, die selbstbewusst für ihre eigenen Interessen eintreten. Es geht um Interessen der Organisation, die sich im wesentlichen aus Stammbeschäftigten zusammensetzt. Und da zählen in erster Linie Mitgliedschaften, gern auch Karteileichen.

Als Leiharbeitskraft, insbesondere wenn dich deine Verleihfirma im industriellen Dienstleistungssektor (z.B. Engineering, Instandhaltung oder Logistik) einsetzt, kann es dir schnell passieren, dass mal die IG Metall, mal ver.di und dann wieder die IGBCE, die IG BAU und mal sonstnochwer für deinen Einsatzbetrieb „zuständig“ ist.
Und da wird bei den Einzelgewerkschaften auf lokaler Ebene oft mit harten Bandagen um jedes potentiell neu zu gewinnendes Mitglied gekämpft. Da geht es nach meinen Erfahrungen nicht um Inhalte oder Forderungen, da geht es den Apparaten der DGB Gewerkschaften um Zahlen, um Mitgliederzahlen in den einzelnen Verwaltungs- oder Geschäftstellen.

KollegInnen, die aufgrund ganz individueller Umstände einfach nur gezwungen sind, sich in der Leiharbeit zu verdingen, machen dieses „Spiel“ nicht mit, müssten theoretisch immer mal wieder in eine neue für sie „zuständige“ Organisation wechseln. Sie treten eher komplett aus.
Für mich ist dies auch ein Grund für den schlechten Organisationsgrad von Leiharbeitskräften in allen DGB Gewerkschaften.

Dies nur zu deiner ersten Anmerkung. Einen wirklich schlauen Lösungsvorschlag wegen dieser Misere habe ich nicht. Gegen eine eigene Leiharbeitsgewerkschaft spricht so einiges.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 24.11.2016, 17:37 
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Hallo,

damit es nicht ganz in der Versenkung verschwindet. Heute tagte die TK-Leiharbeit der IGM in Frankfurt. Und nächste Woche 29./30. ist die Verhandlungskommission der DGB-TG am rudern. Warten wir mal bis dahin ab, was die ZAF-Verbände für umwerfende neue Vorschläge auf den Tisch legen und die Reaktion der Verantwortlichen in den Vorständen der DGB-Einzelgewerkschaften, denn dort findet die Musik statt.

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 25.11.2016, 09:24 
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Die Vorstände der DGB Einzelgewerkschaften könnten den Tarif kündigen - und dann möchte ich gern die Reaktion der ZAF Verbände sehen

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 27.11.2016, 15:57 
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Hallo,

eine Meldung beim IGZ unter:
http://www.ig-zeitarbeit.de/presse/arti ... eht-anders
Zitat:
Branchenzuschläge erweitern

Besser sehe es da beim Equal Pay aus. Das gesetzliche Equal Pay nach neun Monaten greife nur dann, wenn kein einschlägiger Branchenzuschlagstarifvertrag angewendet wird. „Der iGZ versucht deshalb zusätzlich zu den bestehenden elf Tarifverträgen noch weitere Branchenzuschläge abzuschließen.“ Denn tarifliches Equal Pay sei wesentlich transparenter und leichter administrierbar. „Unter gesetzliches Equal Pay fallen auch Lohnanteile wie Prämien, Tankgutscheine, Rabatte in der Kantine oder Aktienoptionen“, gab Baumann Beispiele. All diese Entgeltbestandteile bei jedem einzelnen Kunden zu prüfen, sei schlicht nicht möglich.

kann man auch nachlesen in der Powerpointpräsentation des IGZ unter:
http://www.ig-zeitarbeit.de/system/file ... dreyer.pdf (Seite 6)

Also equal-pay 1. Klasse und 2. Klasse. So geht faire Zeitarbeit.


Noch ein interessanter link hierzu unter:
http://www.iq-z.de/wp-content/uploads/2 ... vember.pdf liest man:
Zitat:
Zum 01.04.2017 wird das Gesetz in Kraft treten.
Nun gilt es, die dort verankerten t a r i f l i c h e n Ö f f n u n g s k l a u s e l n
praxistauglich umzusetzen. Die IG Metall hat bereits angekündigt dieses in der aktuellen Lohnrunde der Zeitarbeit, in einer Paketlösung umzusetzen.

Von einer Paketlösung ist mir nichts bekannt allerdings laufen die TV BZ (Branchenzuschläge), TV Leih-Z (Überlassung) ohne Nachwirkung aus wenn es aufgrund des neuen AÜG zu keiner neuen tarifvertraglichen Regelung kommt. Also sozusagen Schlag auf Schlag ist nicht von der Hand zu weisen.

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 28.11.2016, 11:56 
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Beiträge: 851
Zitat:
Zitat:

Branchenzuschläge erweitern

Besser sehe es da beim Equal Pay aus. Das gesetzliche Equal Pay nach neun Monaten greife nur dann, wenn kein einschlägiger Branchenzuschlagstarifvertrag angewendet wird. „Der iGZ versucht deshalb zusätzlich zu den bestehenden elf Tarifverträgen noch weitere Branchenzuschläge abzuschließen.“ Denn tarifliches Equal Pay sei wesentlich transparenter und leichter administrierbar. „Unter gesetzliches Equal Pay fallen auch Lohnanteile wie Prämien, Tankgutscheine, Rabatte in der Kantine oder Aktienoptionen“, gab Baumann Beispiele. All diese Entgeltbestandteile bei jedem einzelnen Kunden zu prüfen, sei schlicht nicht möglich.

kann man auch nachlesen in der Powerpointpräsentation des IGZ unter:
http://www.ig-zeitarbeit.de/system/file ... dreyer.pdf (Seite 6)



Es wird darauf hinauslaufen, dass es weiter Branchen Tarife mit Zuschläge und zur Umgehung der Höchstüberlassung geben wird... wartets mal ab ;-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 30.11.2016, 16:47 
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Sind schon Details zum großzügigem Angebot der Verbände durchgedrungen? Heute war doch "Verhandlung"


Zuletzt geändert von Premutos1982 am 30.11.2016, 18:26, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 30.11.2016, 17:57 
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Ich habe noch nichts gehört. Hier aber zwei links zu Beiträgen aus dem Berliner Tagesspiegel:
http://www.tagesspiegel.de/politik/leih ... 76926.html
http://www.tagesspiegel.de/politik/leih ... 12904.html
Robert Habeck von den Grünen argumentiert gegen Tarifverträge in der Leiharbeit, Stefan Körzell vom DGB antwortet darauf.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 30.11.2016, 20:37 
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Schämt euch!!

http://ig-zeitarbeit.de/presse/artikel/ ... itsbranche

70 Cent mindestens, 1 Jahr Laufzeit, Ost/West Gleichstellung. Fi.... euch einfach! Ich möchte hier nicht zur Gewalt an Tarifabnickern aufrufen. Deswegen spare ich mir weitere Kommentare!


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 30.11.2016, 20:43 
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Hallo piet,

Stefan Körzells Antwort an den Grünen sah so aus:
Zitat:
Die untersten Entgeltgruppen müssen dabei deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen. Wir werden hart mit den Arbeitgebern verhandeln und versuchen, den gesteckten Zielen möglichst nah zu kommen.

Wie nah kann man jetzt hier lesen:
http://www.dgb.de/presse/++co++03d98820 ... 5400e5a74a

Was ausgesprochen auffällig ist. Die Argumentation der DGB-TG seit Beginn der Verhandlungen orientiert sich am Mindestlohn. Stell dir mal vor bei Tarifverhandlungen für die Stammbeschäftigten würden wir auch so argumentieren.

Oder deutlicher ausgedrückt: Die DGB-TG orientiert sich bei ihren Begründungen nicht an dem was die EU-Richtlinie Leiharbeit vorgibt sondern am miesesten Lohn den es gibt: Den Mindestlohn.

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 30.11.2016, 21:01 
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2,5% lass euch das mal auf der Zunge zergehen. Dafür stellen sich so manche Piloten nicht mal den Wecker...

Ich warte schon auf Zitate wie z.B.

Zitat Eugen:
Zitat:
Durch die neuen Entgelt-Tarife konnten wir erheblich zur Verbesserung der Einkommen aller Leiharbeitern beitragen.


Möge der shitstorm beginnen!!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 01.12.2016, 10:26 
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Wo bleibt die Postkarten Aktion, in welcher die LAN über das Ergebnis befragt werden?

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http://www.youtube.com/watch?v=ziDDgZdunF0


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 01.12.2016, 16:58 
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Beiträge: 1
Bin ja eigentlich nur stiller Mitleser hier, bin weder bei Radstand noch in einen Betrieb der IGM eingesetzt.

Aber ein Sklave bin ich schon :mrgreen: Und das auch noch ohne Brachenzuschläge :roll:

Also die 70 Cent sind doch übertroffen, der DGB hat blos vergessen zu erwähnen das sich der Betrag aus der Gesammtlaufzeit ergibt.
Naja zumindest haben sie laut DGB
Zitat:
Wir haben seit Dienstag mehr als 24 Stunden Non-Stopp verhandelt und eine deutliche Erhöhung der Entgelte erreicht.

:D :D alle Achtung ,ich sauf jetzt mal 24 Std ich schaffe mehr als 2,5 Promille
Naja nun das traurige laut IGZ
Zitat:
Es waren harte Verhandlungen. Um einen Tarifabschluss herbeizuführen, sind die Arbeitgeber bis an die Belastungsgrenze der Unternehmen gegangen. Es ist zu befürchten, dass die Abschlüsse – vor allem in den neuen Bundesländern – den Einsatz von Zeitarbeitnehmern deutlich erschweren werden.

So ein Shit es müssen Leiharbeiter abgebaut werden :shock:
Was muss man denn noch alles über sich ergehen lassen? Was für eine Gesellschafft wo Lobbyisten in jedem Bereich "Politik, Gewerkschaften" was zu sagen haben.
Es ist doch ein Elend als Leiher kämpfst du David gegen Goliath


Und das Forum hier unter dem Motto

Zitat:
ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos
Ein Forum der IG Metall

Ja mit sind wir machtlos :twisted:

es ist der reine Witz IGM ,Verdi ,IG BCE und was weiß ich , alles das selbe Gesindel .
Ich würde mich schämen dafür auch noch Geld zu bezahen

schade das man nicht jeden Sklaven erreichern kann, wenn schon nicht streiken , dann alle ne Woche auszeit nehmen .


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 01.12.2016, 17:55 
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Hallo Cid,
Zitat:
Wo bleibt die Postkarten Aktion, in welcher die LAN über das Ergebnis befragt werden?

Also wenn schon Postkarten dann in umgedrehter Reihenfolge und nicht von oben nach unten.
Der DGB schreibt in seiner Pressemitteilung

http://www.dgb.de/presse/++co++03d98820 ... 5400e5a74a

Im Osten steigen sie jährlich bis zu 4,82 Prozent pro Stunde.

Habe mir mal die Tabelle in E1 und E2 angeschaut.
Hier die Tabelle:

Aktuell---------------------ab dem 01.01.2017----------ab dem 01.03.2017

---------Ost-----West-------Ost--------West---------------Ost

EG 1--8,50 €---9.00 €------8,84€-----9.00 €--------------8.91 €----=4,82 %

EG 2--8,66 €---9.61 €------8,89€ -----9,61€--------------9,01€---- =4.00%

Die 4,82% Erhöhung sind eine Mogelrechnung. Die Berechnungsbasis sind die 8,50 € von diesem Jahr. Da aber der gesetzliche Mindestlohn ab Januar auf 8,84 € steigt (entspricht einer Erhöhung um 4%) und muss auch in der Leiharbeit ab Jan. bezahlt werden ganz ohne Tarifverhandlungen. Die 4% sind dem gesetzlichen Mindestlohn ab Januar geschuldet. Bleibt also eine Tariferhöhung ab 01. März von 0,8%.
Die Tarifforderung waren 70 Cent mindestens. Herausgekommen sind 7 Cent. Manchen in der DGB-TG scheint nichts mehr peinlich zu sein. Ist der Ruf erst ruiniert.....

Zu den Laufzeiten der Ostangleichung: Das erste Angebot der ZAF-Verbände war 48 Monate ab 01.07.2017. also 54 Monate. Herausgekommen sind 51 Monate.

Bei der Laufzeit des Entgelt-TV mit 36 Monaten ist in der DGB-Presseerklärung nicht erwähnt, dass es für die Entgeltgruppen E3 - E9 in den ersten zwei Monaten eine Nullrunde geben soll.

Bin gespannt wie die TK von Verdi und IGM diese Schönrechnerei aufnehmen?

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 01.12.2016, 18:38 
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Aktuell---------------------ab dem 01.01.2017----------ab dem 01.03.2017

---------Ost-----West-------Ost--------West---------------Ost

EG 1--8,50 €---9.00 €------8,84€-----9.00 €--------------8.91 €----=4,82 %

EG 2--8,66 €---9.61 €------8,89€ -----9,61€--------------9,01€---- =4.00%


Du kannst davon ausgehen, dass der Mindestlohn am 01.01.2018 höher ist, als der ist Tarif für Ost (selbst in EG2!!!)

Ich hab nun eine Nacht drüber geschlafen. Ich hab echt nicht mit wesentlichen Verbesserungen gerechnet. Aber DAS!!! Ist echt eine bodenlose Frechheit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 01.12.2016, 19:11 
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Zitat:
Du kannst davon ausgehen, dass der Mindestlohn am 01.01.2018 höher ist, als der ist Tarif für Ost (selbst in EG2!!!)


wird der Mindestlohn nach 2017 nicht erst wieder zum 1.1.2019 angepasst? deswegen vermutlich auch die Anpassungsstufe zum 1.1.19 im Osten...


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 01.12.2016, 19:26 
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Registriert: 24.07.2013, 19:10
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DO09 hat geschrieben:
Zitat:
Du kannst davon ausgehen, dass der Mindestlohn am 01.01.2018 höher ist, als der ist Tarif für Ost (selbst in EG2!!!)


wird der Mindestlohn nach 2017 nicht erst wieder zum 1.1.2019 angepasst? deswegen vermutlich auch die Anpassungsstufe zum 1.1.19 im Osten...


wird der nicht jedes Jahr angepasst? Hoppla, mein Fehler. Maht die Kacke dennoch nicht besser...


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 02.12.2016, 10:53 
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Hallo,

nach meiner Info ist für das Verhandlungsergebnis eine Erklärungsfrist bis zum 31.01.2017 vereinbart.

Das bedeutet u.a., dass Neueinstellungen von ZAF ab dem 01.01.2017 nicht zum Tarif eingestellt werden dürfen sondern nur noch mit equal-pay.


Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 02.12.2016, 13:08 
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Hallo Leute,
Tarifverhandlungen in der Leiharbeit sind ohnehin nur
Scheingefechte,deren Ergebnisse allenfalls dazu taugen,
die Gallerie auszuschmücken.
Denn die ZAF bauen schon bei der Einstellung vor, indem
sie die Leihknechte zB in die EG 2 eingruppieren, obwohl
diese eigentlich Anspruch auf EG 3 hätten. Die Differenz
wird dann mit "freiwilliger" Zulage aufgehübscht,die aller-
dings mit zukünftigen Tariferhöhungen verrechnet wird.
Das hochgelobt bejubelte Verhandlungsergebnis ist für den
weitüberwiegenden Teil der Leihknechte daher nichts anderes
als ein Luftnummern- und Nullsummenspiel.

_________________
Die Leiharbeit ist eine Maschinerie,
in die du als Schwein reingehst und
als Wurst rauskommst


Zuletzt geändert von challenger am 02.12.2016, 17:51, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 02.12.2016, 16:49 
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Registriert: 27.12.2004, 14:20
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Wohnort: Augsburg
Hallo,

unter http://www.verdi.de/themen/nachrichten/ ... 5400b665de

Verdi zum Verhandlungsergebnis das sie in der Überschrift schon als Tarifabschluss bezeichnen.


Ich zitiere daraus nur zwei Sätze:

a) Randstad-Betriebsrat Hans Zajdziuk,...Als „Erfolg“ wertet er den festen Termin für die vollständige Entgeltangleichung. „Da machen wir etlichen anderen Branchen noch etwas vor. Und die vier Cent bis zur Zehn schaffen wir beim nächsten Mal.“

b)Die ver.di-Tarifkommission hat das Ergebnis einstimmig gebilligt.


Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 02.12.2016, 17:00 
Offline

Registriert: 23.01.2015, 14:32
Beiträge: 49
challenger hat geschrieben:

...Denn die ZAF bauen schon bei der Einstellung vor, indem
sie die Leihknechte anstelle zB in die EG 2 eingruppieren,
obwohl diese eigentlich Anspruch auf EG 3 hätten.Die Diffe-
renz wird dann mit "freiwilliger" Zulage aufgehübscht, die
allerdings mit zukünftigen Tariferhöhungen verrechnet wird.

Und mit dieser vorgehnsweise hat der Leiharbeiter keine Chance in EG 4 zu kommen, denn Normalerweise kommt er dies nämlich Automatsich nach 1 Jahr wenn er in EG 3 Eingruppiert wäre.
Hat die ZAF keine Arbeit für Ihn so bekommt er lediglich für diese Zeit EG 2 bezahlt. Im übriegen dann auch noch die Überstundenzuschläge usw. lediglich auf Basis EG 2 Abgerechnet.

Hatte schon diverse Vorstellungsgespräche wo so gut wie alle ZAF´s mich in EG 2 stecken wollten und ich aber beim Kunden Arbeiten ausführen sollte die alle EG 4 / EG 5 waren.
Die Ausrede war immer die gleiche. Der Kunde würde das eben nicht bezahlen wollen.

Zitat:
Das hochgelobt bejubelte Verhandlungsergebnis ist für den
weitüberwiegenden Teil der Leihknechte daher nichts anderes
als ein Luftnummern- und Nullsummenspiel.


Kein einziger Fachbereich der einzelenen Gewerkschaften hätte das so mit gemacht.
In allen anderen Fachbereichen werden wesentlich Höhere Lohnerhöhungen ausgehandelt.
Dies würden die Gewerkschaften auch sofort mit Streik durchsetzen. Nur eben nicht in der Leiharbeit.

Die Einzelgewerkschaften haben und werden auch nie ein entsprechendes Druckmittel haben und keinesfalls jemals in der Leiharbeit zum Streik aufrufen weil sie nämlich dadurch ihre anderen Fachbereiche bestreiken würden. Dies wäre aber allein auf Grund der Friedenspflicht nicht zulässig.
So mit bleibt den Einzelgewerkschaften nichts anderes über wie die Arbeitgeberforderung abzunicken.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 02.12.2016, 22:31 
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Registriert: 08.11.2014, 11:21
Beiträge: 488
Zitat Hafenkasper
Und mit dieser vorgehnsweise hat der Leiharbeiter keine Chance in EG 4 zu kommen, denn Normalerweise kommt er dies nämlich Automatsich nach 1 Jahr wenn er in EG 3 Eingruppiert wäre.
Hat die ZAF keine Arbeit für Ihn so bekommt er lediglich für diese Zeit EG 2 bezahlt. Im übriegen dann auch noch die Überstundenzuschläge usw. lediglich auf Basis EG 2 Abgerechnet.

Hatte schon diverse Vorstellungsgespräche wo so gut wie alle ZAF´s mich in EG 2 stecken wollten und ich aber beim Kunden Arbeiten ausführen sollte die alle EG 4 / EG 5 waren.
Die Ausrede war immer die gleiche. Der Kunde würde das eben nicht bezahlen wollen.
Hallo Hafenkasper,
dieses perfide Vorgehen der Haifischbranch
ist nichts anderes als vorsätzlicher


Lohnbetrug

_________________
Die Leiharbeit ist eine Maschinerie,
in die du als Schwein reingehst und
als Wurst rauskommst


Zuletzt geändert von challenger am 06.12.2016, 11:40, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 03.12.2016, 08:58 
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Premutos1982 hat geschrieben:
Sind schon Details zum großzügigem Angebot der Verbände durchgedrungen? Heute war doch "Verhandlung"


Hier die Tariftabelle: http://www.ig-zeitarbeit.de/system/file ... bellen.pdf

Die Wessis verzichten zum 01.01.2019 auf eine Lohnerhöhung. Die Ost-West-Angleichung wird damit durch eine praktische Senkung der Westlöhe erkauft.

karla hat geschrieben:

Zu den Laufzeiten der Ostangleichung: Das erste Angebot der ZAF-Verbände war 48 Monate ab 01.07.2017. also 54 Monate. Herausgekommen sind 51 Monate.

Bei der Laufzeit des Entgelt-TV mit 36 Monaten [...]


Der neu TV hat eine Laufzeit von 36 Monaten also bis zum 31.12.2019. Bei einer Kündigung zum 31.12.2019 enden sämtliche Regelungen, also auch die zur Ost-West-Lohnangleichung, die erst am 01.04 2021 erfolgen soll, zum Kündigungstermin bzw. zum Laufzeitende.

Die Ost-West-Lohnangleichung wird es nur geben, wenn die Tarifparteien in den Tarifverhandlungen 2019/2020 eine solche Angleichung in den dann neuen Tarifvertrag aufnehmen. Insoweit ist es aus meiner Sicht eine glatte Lüge, zu behaupten, bereits in diesem Tarifvertrag sei verbindlich ein Angleichung erfolgt.
karla hat geschrieben:
Ich zitiere daraus nur zwei Sätze:

a) Randstad-Betriebsrat Hans
Zajdziuk,...Als „Erfolg“ wertet er den festen Termin für die vollständige Entgeltangleichung. „Da machen wir etlichen anderen Branchen noch etwas vor. Und die vier Cent bis zur Zehn schaffen wir beim nächsten Mal.“


Was macht Randstad-Betriebsrat Hans
Zajdziuk, wenn in den Tarifverhandlungen 2019/2020 die Arbeitgeber mit einer Angleichung nur einverstanden sind, wenn dafür der Westlohn bis 01.04.2021 nicht erhöht wird?

_________________
Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 03.12.2016, 11:44 
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Beiträge: 34
na wieder mal so nen toller abschluss :roll: "planungssicherheit" für die leihbuden um weitere 3 jahre. supi. und der leiharbeiter hat sich gefälligst zu freuen nen paar cent mehr als den mindestlohn zu bekommen. Angleichung ost-west im jahr 2021, 31 Jahre nach der Einheit. lächerlich. und die ausbeutung geht weiter wie gewohnt... abgesegnet von politik und gut betuchten gewerkschaftsfunktionären, welche die arbeitsplätze ihrer stammis sichern wollen. und im herbst wählen die deutschen dann wieder frau dr. merkel als bundessklavenchefin. ich seh es schon kommen. demnächst feiern sich dann wieder die randstad betriebsräte und die disponenten der TK über den "zukunftssichernden" abschluss. alles bereits gehabt.
einfach nur noch traurig was in diesem land los ist...


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 03.12.2016, 21:57 
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Hallo,

In Publik 07 (Mitgliederzeitung von Verdi) gab es nach der ersten Verhandlungsrunde im Oktober einen Artikel dazu.

Siehe unter: http://publik.verdi.de/2016/ausgabe-07/ ... en-4-5/A1/

Titel:
Ein schäbiges erstes Angebot

Weiter im Text:
"Drei volle Jahre liegen die Positionen momentan auseinander: Die Gewerkschaften fordern für den nächsten Tarifvertrag in der Leiharbeit die Angleichung der West- und Ostentgelte - in einer Laufzeit von zwölf Monaten. Doch die Arbeitgeber wollen das noch auf volle vier Jahre strecken.".....Als "Beleidigung" für all seine Kolleginnen und Kollegen in der Leiharbeit empfindet der Randstad-Betriebsrat Hans Zajdzuik das Angebot. Er ist Mitglied der Tarifkommission,

Inzwischen ist das Verhandlungsergebnis bekannt. Ergebnis 51 Monate.

" Der Befragung gemäß soll der neue Tarifvertrag nur ein Jahr laufen. "Daran fühlen wir uns gebunden", sagt auch Carla Dietrich, die ver.di-Verhandlungsführerin."....Deshalb hat sich ver.di als Teil der DGB-Tarifgemeinschaft Leiharbeit entschlossen, in der jetzigen Tarifrunde einen "guten Tarifvertrag mit höheren Entgelten durchzusetzen". Das "wird zwar hart, ist aber unausweichlich", sagt Hans Zajdziuk von Randstad. Im November stehen zwei weitere Verhandlungstermine an.

Nach dem zweiten Verhandlungstermin am 30. November kamen die bekannten Verhandlungsergebnisse zustande mit einer Erklärungsfrist bis zum 31.12.2017 um dieses Ergebnis ohne Zeitdruck in den Tarifkommissionen der Einzelgewerkschaften und mit den Migliedern zu diskutieren.
Die TK von Verdi hat das Ergebnis schon einenTag später am 01.Dezember einstimmig gebilligt.

Das Verdi-TK-Mitglied Hans Zajdziuk unter
http://www.verdi.de/themen/nachrichten/ ... 5400b665de
. „Positive Rückmeldungen“ aus der Belegschaft erhielt er unmittelbar nach dem Abschluss."
So geht Mitgliederbefragung.


Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 04.12.2016, 09:20 
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Beiträge: 711
"Vorbildlich für andere Branchen". In der Tat sollte sich die Lufthasna hier etwas abschauen können. Billiger kommt man nicht zum Tarifabschluss.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarifverhandlung Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 05.12.2016, 12:52 
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Registriert: 26.05.2013, 22:34
Beiträge: 851
karla hat geschrieben:
Hallo,

In Publik 07 (Mitgliederzeitung von Verdi) gab es nach der ersten Verhandlungsrunde im Oktober einen Artikel dazu.

Siehe unter: http://publik.verdi.de/2016/ausgabe-07/ ... en-4-5/A1/

Titel:
Ein schäbiges erstes Angebot

Weiter im Text:
"Drei volle Jahre liegen die Positionen momentan auseinander: Die Gewerkschaften fordern für den nächsten Tarifvertrag in der Leiharbeit die Angleichung der West- und Ostentgelte - in einer Laufzeit von zwölf Monaten. Doch die Arbeitgeber wollen das noch auf volle vier Jahre strecken.".....Als "Beleidigung" für all seine Kolleginnen und Kollegen in der Leiharbeit empfindet der Randstad-Betriebsrat Hans Zajdzuik das Angebot. Er ist Mitglied der Tarifkommission,

Inzwischen ist das Verhandlungsergebnis bekannt. Ergebnis 51 Monate.

" Der Befragung gemäß soll der neue Tarifvertrag nur ein Jahr laufen. "Daran fühlen wir uns gebunden", sagt auch Carla Dietrich, die ver.di-Verhandlungsführerin."....Deshalb hat sich ver.di als Teil der DGB-Tarifgemeinschaft Leiharbeit entschlossen, in der jetzigen Tarifrunde einen "guten Tarifvertrag mit höheren Entgelten durchzusetzen". Das "wird zwar hart, ist aber unausweichlich", sagt Hans Zajdziuk von Randstad. Im November stehen zwei weitere Verhandlungstermine an.

Nach dem zweiten Verhandlungstermin am 30. November kamen die bekannten Verhandlungsergebnisse zustande mit einer Erklärungsfrist bis zum 31.12.2017 um dieses Ergebnis ohne Zeitdruck in den Tarifkommissionen der Einzelgewerkschaften und mit den Migliedern zu diskutieren.
Die TK von Verdi hat das Ergebnis schon einenTag später am 01.Dezember einstimmig gebilligt.

Das Verdi-TK-Mitglied Hans Zajdziuk unter
http://www.verdi.de/themen/nachrichten/ ... 5400b665de
. „Positive Rückmeldungen“ aus der Belegschaft erhielt er unmittelbar nach dem Abschluss."
So geht Mitgliederbefragung.


Karl


Hallo Karl,

das Thema hatten wir oft genug.

Komisch wo nur die ganzen Randstäder abgetaucht sind....

_________________
...Staatshaushalt - Ein Haushalt in dem alle essen, aber niemand spülen will!

http://www.youtube.com/watch?v=ziDDgZdunF0


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