ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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 Betreff des Beitrags: Werner Stolz und der iGZ
BeitragVerfasst: 18.09.2011, 11:23 
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Werner Stolz ist bekanntermaßen Hauptgeschäftsführer des iGZ und medial sehr aktiv in Sachen Lobbyarbeit pro (mittelständiger) Zeitarbeit. Leider schreibt und spricht er nur dort sehr viel, wo er keinen nennenswerten Gegenwind zu erwarten hat, bzw. auf Inhalte direkt Einfluß nehmen kann. Zu dieser Feststellung muß jeder Interessierte kommen, wenn er z.B. seine Aktivitäten hier bei zoom verfolgt hat. Werner Stolz hat durchaus Beiträge hinterlassen, sich dann aber Anfang 2010 umgehend feige zurückgezogen als er merkte das die betroffenen Leiharbeiter mit der Entgelttarifeinigung zwischen BZA und DGB (die der iGZ übernehmen wollte und später in der nach den Protesten abgeänderten Form auch übernommen hat) kein bißchen einverstanden waren und dies hier bei zoom auch lautstark mitgeteilt haben.

Heute bin ich hier im Forum wieder über eine vom studierten Juristen Werner Stolz unterzeichnete Protokollnotitz gestolpert, die das eindeutige Ziel hat Leiharbeiter zu benachteiligen und ihnen den gesetzlichen Anspruch auf den 13-wöchigen Durchschnitt vorenthalten zu können.

Bild


Ja, jedenfalls habe ich mir gedacht es ist an der Zeit das Rechtsanwalt Werner Stolz einen eigenen Tread bei zoom erhält. Gerade Leiharbeiter sollten über die Auswüchse und Auswirkungen seiner Lobbyarbeit informiert werden. Auch seine berüchtigten Plattitüden und Aussagen ohne konkrete Aussage sollen hier ihren Platz finden.

Wer die Öffentlichkeit gezielt sucht soll auch öffentliche Beachtung bekommen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Werner Stolz und der iGZ
BeitragVerfasst: 19.09.2011, 19:18 
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Selbstverständlich ist unser Tausendsassa Werner Stolz (2. Staatsexamen (Jura, VWL/BWL), u.a. CDU-Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Münster) auch bei Xing aktiv.

Von geistigem Tiefgang sind seine Beiträge allerdings nicht geprägt,
dafür werden immer wieder gebetsmühlenartig die angeblichen Vorteile der Leiharbeit wiederholt.

rw


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 Betreff des Beitrags: Re: Werner Stolz und der iGZ
BeitragVerfasst: 21.09.2011, 10:48 
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hilde hat geschrieben:
Heute bin ich hier im Forum wieder über eine vom studierten Juristen Werner Stolz unterzeichnete Protokollnotitz gestolpert, die das eindeutige Ziel hat Leiharbeiter zu benachteiligen und ihnen den gesetzlichen Anspruch auf den 13-wöchigen Durchschnitt vorenthalten zu können.

Wer die Öffentlichkeit gezielt sucht soll auch öffentliche Beachtung bekommen!



Hallo Hilde,

dieses Papier wird leider ständig verwendet um die Leute um ihren Anspruch zu bringen.

1. ist es schon recht alt,
2. ist der DGB keine Tarifvertragspartei (Unterschreiben müssten das die DGB Einzelgewerkschaften)

Das BAG hat zur Urlaubsentgeltregelung 2010 und 2011 einige Urteile erlassen. Der BZA hat dies zum Anlass genommen in einem Mitgliederinfo seine Mitgliedsfirmen aufzufordern für die Urlaubsvergütung den 13 Wochen Durchschnitt aus dem Gesetz zu nehmen. Da die Tarife nicht so weit auseinander liegen sind IGZ Firmen ebenso gut beraten das zu tun.

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

Düsseldorf


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BeitragVerfasst: 02.10.2011, 21:47 
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Die iGZ-Regionaldirektion gibt einen Zeitfaktor von sieben Stunden pro Urlaubstag vor, auch wenn der Leiharbeiter nach Anweisung regelmäßig/dauerhaft z.B. achtkommafünf Stunden am Tag arbeiten muss.

Dazu passt die Rechtsanwaltwernerstolzplattitüde vom heutigen Tag:

Werner Stolz hat geschrieben:
Manch gut Ding will halt Weile haben...
floskellink

Ob er sich dabei auf die seit 2004 angewandte Verzögerungstaktik der Zeitarbeitgeberverbände und den nichtvorhandenen Willen die bestehenden miserablen Tarifwerke vor 2013 nachbessern zu wollen bezog? Der Kontext lässt jedenfalls darauf schließen.


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BeitragVerfasst: 02.10.2011, 22:28 
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hilde hat geschrieben:
Die iGZ-Regionaldirektion gibt einen Zeitfaktor von sieben Stunden pro Urlaubstag vor, auch wenn der Leiharbeiter nach Anweisung regelmäßig/dauerhaft z.B. achtkommafünf Stunden am Tag arbeiten muss.

Dazu passt die Rechtsanwaltwernerstolzplattitüde vom heutigen Tag:

Werner Stolz hat geschrieben:
Manch gut Ding will halt Weile haben...
floskellink

Ob er sich dabei auf die seit 2004 angewandte Verzögerungstaktik der Zeitarbeitgeberverbände und den nichtvorhandenen Willen die bestehenden miserablen Tarifwerke vor 2013 nachbessern zu wollen bezog? Der Kontext lässt jedenfalls darauf schließen.


Wie fast immer von Werner Stolz, viele Worte null Aussage.

_________________
Gruß

Jobber

"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier."

- Mahatma Gandhi (indischer Politiker (1869-1948))


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BeitragVerfasst: 10.10.2011, 14:14 
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Rechtsanwaltwernerstolzplattitüde vom heutigen Tag:

Werner Stolz hat geschrieben:
Durch diese erneute Entgelterhöhung bleibt die Zeitarbeitsbranche sehr attraktiv für Fachkräfte
floskellink

Zitatticker: +++Lohnerhöhung in allen Entgeltgruppen+++Zum 1. November 2011 steigen die Löhne um bis zu 1,77 Prozent+++Gute Nachrichten für die rund 340.000 Zeitarbeitskräfte+++2300 iGZ-Mitgliedsunternehmen+++eine weitere umfassende Lohnerhöhung+++Gehaltserhöhungen gibt es in sämtlichen Entgeltgruppen+++ungelernte Hilfskräfte+++hoch qualifizierte Facharbeiter+++Zeitarbeitnehmer in der Entgeltgruppe 1 im Westen 1,28 Prozent mehr+++RA Werner Stolz+++Hauptgeschäftsführer+++mitgliederstärksten Arbeitgeberverbandes der Zeitarbeitsbranche+++Lohnuntergrenze im Westen bei 7,89 Euro+++Noch höher+++Lohnsteigerung+++neuen Bundesländern+++über 1,74 Prozent+++fast 250 Euro mehr im Jahr+++Attraktiv+++von 17,53 auf 17,76 Euro im Westen+++im Osten von 15,25 auf 15,52 Euro+++1,77 Prozent+++Fachkräftemangel in der Zeitarbeit entgegenzuwirken+++

Wahnsinn!


Zuletzt geändert von hilde am 10.10.2011, 14:19, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Werner Stolz und der iGZ
BeitragVerfasst: 10.10.2011, 14:18 
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Moin,

Hilde, Du wirst nachlässig. Ganz ohne Anlagetips?

Grüße

Habrack

_________________
Resolution 217 A (III) der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 - Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
---> Artikel 23 Absatz 2: Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit <---


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 Betreff des Beitrags: Re: Werner Stolz und der iGZ
BeitragVerfasst: 10.10.2011, 14:27 
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Moin Habrack, mehr als das "Wahnsinn!" war mir leider auf Grund der Fülle der völlig unerwarteten Sensationsnews von Rechtsanwalt Werner Stolz erst einmal nicht möglich. Anlagetipps für Dein Vermögen? Nun, börsennotierte Leiharbeitsfirmen würde ich aktuell strikt meiden. Wachstum ist nicht mehr in Sicht - auch die anvisierten eine Million Leiharbeiter in Deutschland für dieses Jahr werden wohl Wunschdenken bleiben. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass diese völlig überzogenen Lohnsteigerungen mitten in der neuen Finanz- u. Wirtschaftskrise zur Branchenkonsolidierung führen wird und es neben den bevorstehenden Übernahmen sogar vereinzelt Insolvenzen geben kann. Also halt Dein Pulver trocken (z.B. mit Plusstunden auf einem Zeitkonto) und kaufe erst wenn die Kanonen donnern...


Zuletzt geändert von hilde am 10.10.2011, 15:00, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Werner Stolz und der iGZ
BeitragVerfasst: 10.10.2011, 14:57 
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Hallo hilde,

Zitat:
(1,77 Prozent)..... Stolz. Er hoffe, dass die Lohnerhöhung helfe, dem Fachkräftemangel in der Zeitarbeit entgegenzuwirken. (ML)


Die Hoffnung stirbt zuletzt.


Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Werner Stolz und der iGZ
BeitragVerfasst: 11.10.2011, 18:27 
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RA Werner Stolz (nomen est omen) hat geschrieben:
„Nach der Erhöhung bekommt beispielsweise ein Zeitarbeitnehmer in der Entgeltgruppe 1 im Westen 1,28 Prozent mehr Lohn ausgezahlt“,
erklärt RA Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des mitgliederstärksten Arbeitgeberverbandes der Zeitarbeitsbranche.
Damit liege die neue Lohnuntergrenze im Westen bei 7,89 Euro.

Bedeutet, dass es 0,1€/h mehr gibt, das sind dann ca 15€ im Monat.

Steigt der Sprit nur um 0,03€ ist dieser finanzielle Vorteil schon perdue.

Aber Stolz lebt in seiner eigenen Welt.

rw


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 Betreff des Beitrags: Das Wort zum Sonntag
BeitragVerfasst: 16.10.2011, 17:58 
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Um Rechtsanwalt Werner Stolz ist es sehr ruhig geworden, zumindest habe ich schon seit Stunden keine Lobbyarbeit pro Leiharbeit mehr von ihm wahrgenommen. Ich springe gern für ihn in die Bresche, habe ich doch nach umfangreicher Recherche endlich einmal einen Punkt gefunden wo die iGZ e.V. wirklich eine Vorreiterrolle eingenommen hat. Es handelt sich um das Erscheinungsbild der Leiharbeitsverbände in der Öffentlichkeit und dem Streben nach Seriösität - gerade eine starke Marke mit einem griffigen schon bekannten Qualitätskürzel ist dabei von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit.

Zitat:
BAP ist eine Kölschrockband um den Frontmann Wolfgang Niedecken. Von den bisher 17 erschienenen Studio-Alben belegten zehn den ersten Platz in den deutschen Media Control Charts.
link

Während sich also der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister erst 2011 für das seit 1976 bekannte Markenlogo BAP entschieden hat, war hier die Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. ihrem Konkurrenzverband weit voraus und entschied sich schon 1998 für ein Kürzel welches sich an die seit 1992 für hervorragende Qualität und Fachkompetenz bekannte Interessengemeinschaft IGZ e.V. anlehnt.

Zitat:
Die IGZ e.V. ist ein gemeinnützig anerkannter Verein, der sich seit seiner Gründung 1992 konsequent für den verstärkten Einsatz tierischer Arbeitskraft in allen dafür in Frage kommenden Bereichen einsetzt.
link

Auch zeigte der Verband von Rechtsanwalt Werner Stolz die weitsichtige Größe sich wenigstens in Nuancen von dem Namensvetter zu unterscheiden und machte den Anfangsbuchstaben klein. Beim dreisten Markenplagiator BAP reichte es hingegen nicht einmal für eine dudenkonforme Abbreviatur (B.A.P.). Auf den Punkt gebracht brachte die iGZ durch ihr cleveres Minuskel immerhin einen veritablen Punkt im Markenlogo unter, während der BAP leicht- fertig auf drei nötige Punkte verzichtete und sich mit der großspurigen Benutzung dreier Majuskeln um eine optische Alleinstellung beim Markenlogo brachte.

Fazit: 1:0 für Rechtsanwalt Werner Stolz und die von ihm vertriebene Marke iGZ!


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 Betreff des Beitrags: Re: Werner Stolz und der iGZ
BeitragVerfasst: 30.10.2011, 10:16 
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Rechtsanwalt Werner Stolz reitet hier wieder auf seinem Steckenpferd Werkvertrag herum, wobei ich nicht so richtig verstehe was ihn genau stört. Bei seinem zitierten BMW-Beispiel werden Leiharbeiter über einen Werkvertrag beschäftigt und erhalten die Tarifvergütung BAP/iGZ welche Rechtsanwalt Werner Stolz bekanntlich vehement verteitigt und auf keinen Fall signifikant erhöhen will.

Ja was denn nun, Herr Stolz?

Dem Leiharbeiter ist doch scheißegal ob er per Leiharbeit oder Werkvertrag malochen muss, wenn sein Entgelt dank der miesen iGZ/BAP-Tarife sowieso nicht zum Leben reicht!


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BeitragVerfasst: 16.11.2011, 10:25 
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Rechtsanwaltwernerstolzplattitüde vom heutigen Tag:

Werner Stolz hat geschrieben:
Gerechtigkeit ist die Mitte zwischen dem Zuviel und dem Zuwenig (frei nach Aristoteles)...
floskellink

Rechtsanwalt Werner Stolz feiert das verabschiedete windelweiche Kompromisspaket der CDU zum "Mindestlohn", oder wie immer man die übriggebliebene Merkelkonstruktion letztendlich nennen mag.


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BeitragVerfasst: 28.11.2011, 23:35 
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Rechtsanwaltwernerstolzplattitüde zu diesem TV-Beitrag:

Werner Stolz hat geschrieben:
In dem Fernsehbeitrag wurde nur das Geschäftsgebahren einer großen Zeitarbeitsfirma thematisiert. Es ist unredlich, dafür den BAP in Mithaftung zu nehmen...
floskellink


Zuletzt geändert von hilde am 04.01.2012, 16:12, insgesamt 3-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 29.11.2011, 12:54 
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hilde hat geschrieben:
Rechtsanwaltwernerstolzplattitüde zu diesem TV-Beitrag:

Werner Stolz hat geschrieben:
In dem Fernsehbeitrag wurde nur das Geschäftsgebahren einer großen Zeitarbeitsfirma thematisiert. Es ist unredlich, dafür den BAP in Mithaftung zu nehmen...
floskellink


Wundert Dich das?
Natürlich verhalten sich die iGZ-Zuhälter nicht anders als die BZA/BAP-Zuhälter, also ist Herr Stolz getroffen und getroffene Hunde ...

Eine der größten Drecksfirmen in Aachen ist TEQU Personaldienstleistungen:
Natürlich prangt das iGZ-Logo an der Tür, das, welches behauptet, man würde nach Tarif bezahlen. Natürlich zahlt TEQU nicht nach Tarif. TEQUs Geschäftspolitik ist es, Mitarbeiter mindestens eine Entgeltgruppe tiefer einzustufen, als ihnen zustünde. So wurde ich dort beispielsweise in EG3 (Damals 8,41 EUR/h bzw. 8,48 EUR/h) gestopft (Mir steht zweifelsfrei die EG4, tendenziell sogar die EG5, zu) und dann mittels einsatzbezogener Zulage auf 11,50 EUR/h angehoben.
Ich wollte zuerst gar nicht unterschreiben und meldete meine Bedenken an, daß man die einsatzbezogene Zulage während Krankheit, Urlaub, einsatzfreier Zeit etc. pp. nicht weiterzahlen würde. Natürlich wurde das verneint. Die niedrige Einstufung wurde damit begründet, daß man mich dann nicht so schnell kündigen müsse, wenn es keinen Einsatz gäbe, ein Widerspruch in sich, denn wenn man eh die 11,50 EUR/h weiterzahlen würde, hätte man ja auch keinen Vorteil aus der niedrigeren Einstufung.
Selbstverständlich hat sich TEQU genau so verhalten, wie es zu erwarten war: Kündigung beim ersten Anlaß einsatzfreier Zeit, Bezahlung dieser Zeit nach EG3.
Selbstredend habe auch ich mich dann adäquat verhalten: Kündigungsschutzklage (Der erste Einsatz trug mich über die Probezeit), TEQU durfte dann erstens 14 Tage mehr bezahlen, da die Kündigung verfristet war, und mir zusätzlich einen Monatslohn Abfindung zahlen (Nach 9 Monaten Betriebszugehörigkeit).

Eine ZAF weniger, bei der ich mich bewerben muß: Kriege ich einen Vermittlungsvorschlag oder eine Anfrage auf mein anonymes Profil (Der damalige Disponent ist inzwischen auch längst weg, daher klingelt's bei meinem Profil nicht mehr ...), dann rufe ich dort an und bitte den Disponenten oder die Disponentin, mal den Herrn Glöggler zu fragen, ob er den VV bzw. die Anfrage noch ernst meint, wenn er meinen Namen kennt. Meint er nicht.

Ein Kollege wurde wegen/während einer OP gekündigt, Ex-Kollegen berichten von "Zusatzvereinbarungen" über den vollständigen Verzicht auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall im Austausch für höheren Lohn.

Das ist TEQU, das ist der iGZ.

TEQU ist mein persönlicher Grund, mich nie, nie wieder unterhalb von EG5 eingruppieren zu lassen. Die ZAF, die vorhaben, sich an ihre Zusagen zu halten (also keine), haben keinen Schaden daraus, bei den anderen (also allen) ist es nötig.

_________________
„Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. [...]” (Napoleon)


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BeitragVerfasst: 09.12.2011, 22:04 
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Schimmelreiter hat geschrieben:
Eine der größten Drecksfirmen in Aachen ist TEQU Personaldienstleistungen: Natürlich prangt das iGZ-Logo an der Tür

Ich war bei HIT Personaldienstleistungen GmbH Regensburg beschäftigt. Ununterbrochener Einsatz als Schlosser in der Instandhaltung eines Automobilzulieferers bis zu einem Arbeitsunfall. Zwei Tage nach dem Arbeitsunfall war die Kündigung zu Hause im Briefkasten. Meine damalige Disponentin ist heute Niederlassungsleiterin. Ich habe Sie nie wieder gesehen (meine Anwesenheit beim Arbeitsgericht Regensburg war nicht erforderlich). Eingestuft war ich in der EG3.

Das ist HIT Personaldienstleistungen GmbH, das ist die iGZ.

HIT Personaldienstleistungen GmbH Regensburg ist mein persönlicher Grund, mich nie, nie wieder von einer Firma die Mitglied im iGZ ist einstellen zu lassen.


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BeitragVerfasst: 10.12.2011, 14:57 
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cortez hat geschrieben:
HIT Personaldienstleistungen GmbH Regensburg ist mein persönlicher Grund, mich nie, nie wieder von einer Firma die Mitglied im iGZ ist einstellen zu lassen.

Ist doch alles eine Scheiße, egal ob iGZ, BZA, BAP, AMP, INZ, RAD, Organisation Todt ...

"Ich ziehe die Gesellschaft der Tiere der menschlichen vor. Gewiss, ein wildes Tier ist grausam. Aber die Gemeinheit ist das Vorrecht des zivilisierten Menschen." (Sigmund Freud)

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 Betreff des Beitrags: Re: Werner Stolz und der iGZ
BeitragVerfasst: 30.12.2011, 02:05 
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http://www.hundertprozentich.de/images/stories/einhundertprozentich/tarifvertraege/tv_leiharbeit_bza_igz_kommentierung.pdf

Interessant sind immer wieder direkte Gegenüberstellungen von iGZ und BZA. So gewährt die ach so faire iGZ z.B. beim Tod von Geschwistern und Schwiegereltern KEINE bezahlte Arbeitsbefreiung und beim Tod von Eltern und Kindern NUR EINEN einzigen Tag (Seite 19).

Darauf kann RA Werner Stolz natürlich sehr stolz sein!


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BeitragVerfasst: 02.01.2012, 10:53 
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interessanter Thread ;)

hilde hat geschrieben:
Rechtsanwaltwernerstolzplattitüde vom heutigen Tag:

Werner Stolz hat geschrieben:
Durch diese erneute Entgelterhöhung bleibt die Zeitarbeitsbranche sehr attraktiv für Fachkräfte
floskellink

Zitat:
Attraktiv sind die Entgelterhöhungen auch für Fachkräfte. Ihr Lohn steigt von 17,53 auf 17,76 Euro im Westen und im Osten von 15,25 auf 15,52 Euro (1,77 Prozent). „Durch diese erneute Entgelterhöhung bleibt die Zeitarbeitsbranche sehr attraktiv für Fachkräfte“, erläutert Stolz. Er hoffe, dass die Lohnerhöhung helfe, dem Fachkräftemangel in der Zeitarbeit entgegenzuwirken.


Fachkraft ist man demzufolge erst ab EG9?
Entgeltgruppe 9
Tätigkeiten, die ein Hochschulstudium
bzw. Tätigkeiten, die ein Fachhochschulstudium
und mehrjährige Berufserfahrung
erfordern.


Als Facharbeiter ist man dann was?


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BeitragVerfasst: 04.01.2012, 16:09 
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Rechtsanwaltwernerstolzplattitüde zur vorbildlichen französischen Zeitarbeitzuschlagsreglung:

Werner Stolz hat geschrieben:
Wir brauchen in Deutschland keine Unsicherheitsprämie
floskellink

...und noch mehr Lobbyistenblödsinn: (Zitat) IGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz sagte der "Welt": "Wir brauchen in Deutschland keine Unsicherheitsprämie". Das wäre systemfremd, denn in Frankreich gelte, anders als in Deutschland, in der Zeitarbeit das Agenturprinzip. Zeitarbeiter würden in Frankreich nach ihrem Einsatz automatisch arbeitslos und erhielten daher die Prämie. In Deutschland seien dagegen 84 Prozent der Zeitarbeiter unbefristet beschäftigt. "Sie sind sozialversichert und werden auch während der einsatzfreien Zeit entlohnt." Von diesem System profitierten die Zeitarbeiter wesentlich stärker als von einer zehnprozentigen "Unsicherheitsprämie", sagt Stolz.


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BeitragVerfasst: 17.02.2012, 09:55 
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Rechtsanwaltwernerstolzplattitüde des Tages in der heutigen FAZ (Seite 20):

Werner Stolz hat geschrieben:
Bei der tariflichen Entlohnung gibt es eine offene Gerechtigkeitslücke im Bewusstsein der Menschen


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 Betreff des Beitrags: Re: Werner Stolz und der iGZ
BeitragVerfasst: 17.02.2012, 18:01 
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Hallo hilde,

Zitat:
Werner Stolz hat geschrieben:
Bei der tariflichen Entlohnung gibt es eine offene Gerechtigkeitslücke im Bewusstsein der Menschen

Hr. Stolz sagt damit aus, dass die Tarife der Zeitarbeit in Ordnung sind nur den Menschen ist das immer noch nicht bewußt. Die Menschen störten sich nicht an den Billiglöhnen sondern an der Gerechtigkeitslücke.

Die "Lücke" zu schließen gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder die Löhne der Leiharbeiter an die Löhne der Stammarbeiter angleichen oder umgekehrt.
Die zweite Variante erwähnt er natürlich nicht. Aber die Lücke im Helferbereich schließen will er auf gar keinen Fall.
Siehe unter: http://www.ig-zeitarbeit.de/artikel/12049
Dort das Video abspielen und am Ende dann den 2.Teil mit Frau Ariane Durian (Bundesvorsitzende des iGZ) anhören. O-Ton: Die Helferlöhne sind adäquat.

Das ist aber keine Plattitüde sondern die Forderung des iGZ mit der er am 22. Februar in die Verhandlungen geht.

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Werner Stolz und der iGZ
BeitragVerfasst: 20.02.2012, 11:49 
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Werner Stolz hat geschrieben:
Diese IG Metall-Begleitmusik in Moll zu den beginnenden Tarifverhandlungen ignoriert fast alle positiven Zeichen, die die Zeitarbeitsbranche setzt. Und statt "Z.D.F." werden die Dinge nur selektiv wahrgenommen...Der iGZ wird hier mit deutlichen Zeichen gegensteuern und aufzeigen, dass Schwarz-Weiß-Malerei in der Zeitarbeit abwegig ist.
Xing

Rechtsanwalt Werner Stolz sagt auch der iGZ. Ich dachte schon es muss die heißen und der Threadtitel wäre juristisch nicht korrekt. Z.D.F. steht übrigens für "Zahlen, Daten, Fakten" - ansonsten weiß Rechtsanwalt Werner Stolz (wenig überraschend) nichts neues zu berichten. Plattitüden, Worthülsen, leeres Gefasel oder wie auch immer man dieses immer gleiche Lobbyistengesülze nennen mag.


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BeitragVerfasst: 22.02.2012, 07:09 
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Rechtsanwaltwernerstolzplattitüde gegen faire Löhne im Leihhelferbereich:

Werner Stolz hat geschrieben:
Man muss aufpassen, dass durch eine Verteuerung einfacher Tätigkeiten nicht die Türen der Zeitarbeit für Ungelernte zugemacht und für Werkverträge neue Türen geöffnet werden.
floskellink


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 Betreff des Beitrags: Re: Werner Stolz und der iGZ
BeitragVerfasst: 22.02.2012, 07:55 
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Beiträge: 423
Wohnort: Kreis Bayreuth
Genau aus diesen Gründen muss ein Minestlohn her, der auch durch Werkverträge nicht unterschritten werden darf

_________________
Lerne die Regeln gut, damit Du sie richtig brechen kannst. Dalai Lama


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 Betreff des Beitrags: Re: Werner Stolz und der iGZ
BeitragVerfasst: 14.03.2012, 09:34 
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 Betreff des Beitrags: Re: Werner Stolz und der iGZ
BeitragVerfasst: 14.03.2012, 10:14 
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wie schnell sich doch die Leiharbeit von der Krise erholt hat.... das nenn ich mal echtes Krisenmanagement :arrow:


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 Betreff des Beitrags: Re: Werner Stolz und der iGZ
BeitragVerfasst: 31.03.2012, 12:49 
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Registriert: 05.02.2007, 14:55
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Werner Stolz hat geschrieben:
Zutreffender WELT-Kommentar zur aktuellen Zeitarbeitsdebatte: Die Debatte um Zeitarbeit muss sachlicher werden
Xing

...ob sich Rechtsanwaltwernerstolz auch einmal die 48 Kommentare (hier klicken) der Weltleser zum Artikel durchgelesen hat? Stimmts Werner, das ist nur 48 mal Unsachlichkeit vom ahnungslosen Pöbel!


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BeitragVerfasst: 01.04.2012, 20:46 
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Rechtsanwaltwernerstolzplattitüde vom 1. April 2012:

Werner Stolz hat geschrieben:
Fairplay in der Zeitarbeitsdebatte
floskellink

Der Fakten-Check Zeitarbeit aus der Broschüre "FAIRPLAY BITTE!" von Gesamtmetall wird zitiert und Rechtsanwaltwernerstolz gibt den Focus-Markwort: "Fakten, Fakten, Fakten und an die iGZ-Firmen denken" (oder so ähnlich).


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 Betreff des Beitrags: Re: Werner Stolz und der iGZ
BeitragVerfasst: 01.04.2012, 22:31 
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Hallo hilde,

zum link des iGZ-Geschäftsführer:

er schreibt:
Re: Fairplay in der Zeitsarbeitsdebatte
Neue IG Metall-Publikation in Baden-Württemberg, über die sich selbst der Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück ärgert:

Bericht in http://www.zeit.de/2012/14/Zeitarbeit/komplettansicht


Habe mir mal die Aussage des Porschekollegen Hück in der Zeit angeschaut. Sie lautet:

Hück hält die IG-Metall-Angaben für »nicht ganz richtig«. Er hat sich über die Veröffentlichung geärgert. »Wir sind kurz davor, für das ganze Unternehmen klare Regeln für die Leiharbeit abzuschließen.«

Dieser Betriebsratsfürst aus Zuffenhausen hat jahrelang Leiharbeit im Unternehmen ohne Regelung toleriert. Jetzt ärgert er sich über eine Veröffentlichung der IGM darüber. Immerhin mit dem iGZ-Geschäftsführer hat er einen neuen FAN gefunden. Der sei ihm gegönnt.

Zu befürchten ist nur, dass Hück und der iGZ-Geschäftsführer auch im ZOOM-Forum heimliche FANS haben. Und damit ist nicht Walsimöt gemeint.


Karl


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