ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 22.04.2013, 11:48 
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Tach auch Kämpfer,

schon mal drüber nachgedacht, dass es Firmen gibt, die sich unrechtmäßig mit der iGZ-Mitgliedschaft rühmen?
Unterlassungserklärung ist unterwegs .....


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 15.05.2013, 18:02 
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Hallo,


unter: http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 00025.html

aktuelles Interview mit Kollege Huber (IGM) u.a. zu Leiharbeit.


Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 15.05.2013, 20:13 
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Fragt man sich was die IG Metall auf einer Zeitarbeitsmesse präsentiert?

http://www.anzeigen-echo.de/rag-oae/doc ... ummersbach


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 15.05.2013, 22:39 
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Nein da tust Du ihnen wahrscheinlich Unrecht. Meistens sind die Gewerkschaften, nach zähem Gerangel mit dem Arschamt, dort um Erwerbslose, welche dorthin zwangsweise vorgeladen wurden, über Leiharbeit aufzuklären. Das Arschamt und anwesenden Personaldienstleister wollen das natürlich nicht. Immerhin: Der Satz " "Aufgrund der niedrigen Arbeitslosenzahl wurden in diesem Jahr wesentlich weniger Arbeitssuchende ein(vor)geladen, die Zeitarbeitsmesse zu besuchen", erklärte Vertriebsdisponent Guiseppe Grassia." sagt schon alles :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 16.05.2013, 06:40 
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Netter Artikel, aber Zeitarbeit wird immer eine Schmuddelbranche bleiben. Leider schaffen ( oder es ist ihnen völlig wurscht) es diese Verbändi nicht ihre Schwarzen Schafe wirklich abzusägen. Ein "Dudu, das darf man nicht" mit erhobenen Zeigefinger wird die Prktiken nicht beenden. Wobei die BAfA ebenfalls in der Pflicht wäre. Mit Entzug der Erlaubnis zur gewerbsmäßigen ANÜ.

_________________
Lerne die Regeln gut, damit Du sie richtig brechen kannst. Dalai Lama


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 31.05.2013, 12:03 
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Hallo,

unter: http://www.otz.de/web/zgt/wirtschaft/de ... 1333402467

äußert sich ein iGZ-Tarifkommissionsmitglied.

In der Überschrift heißt es: Lohngrenze soll ab 2013 in den neuen Ländern 8,50 Euro betragen.

Im Text wiederum: Der Branchenverband iGZ habe sich mit dem DGB auf ein Tarifwerk verständigt. Danach soll die unterste Lohngrenze im kommenden Jahr 8,50 Euro in den neuen Ländern betragen.

Was denn nun? 2013 oder im kommenden Jahr?


Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 31.05.2013, 16:52 
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Cool, scheint wohl endlich ein IGZ-Funktionär zu sein, der nicht früher nach einem Christen-Tarif bezahlt hat. Brauch er auch nicht. In 2011 hat er und der andere Vorstand 929.000 € verdient. Von solchen Gehältern kann Genosse Steinbrück nur träumen, falls er Kanzler werden sollte.

Die Deutsch Bank hat unter Ackermann als Ziel eine Eigenkapitalrendite von 25% vorgegeben. Auch in der Blütephase der Bank wurde dieser Wert nicht erreicht. Wie hoch mag die Eigenkapitalrendite der Leihbude GeAT - Gesellschaft für Arbeitnehmerüberlassung Thüringen AG in 2011 gewesen sein? 25%? 50%? Beides falsch. Der richtige Wert lautet: 74,9 %!
Anstatt für 4% die Ersparnisse zur Bank zu tragen, sollte jeder Arbeitnehmer seine Ersparnisse in Leihbuden investieren.

karla hat geschrieben:
[i]Der Branchenverband iGZ habe sich mit dem DGB auf ein Tarifwerk verständigt.


Auf ein Tarifwerk verständigt? Wurde jetzt ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen?

_________________
Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 22.08.2013, 20:10 
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Hallo,


interessanter Bericht zum Thema: Leiharbeit verdrängt keine Stammbeschäftigten unter:

http://www.bild.de/regional/hannover/vh ... .bild.html


Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 08.03.2014, 09:56 
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Hallo,

unter: http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/arti ... 79e128560f

interessanter Bericht zu BMW.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 11.07.2014, 08:23 
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Hallo,


Bericht zu Leiharbeit bei Airbus unter:

http://www.abendblatt.de/wirtschaft/art ... eiter.html


Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 22.08.2014, 08:55 
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Hallo,

unter: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... e03a2.html

wieder mal ein Bericht zu den kommenden AÜG-Änderungen.

U.a. ist dort auch folgendes zu lesen: ...Schon jetzt laufen Politiker und Arbeitgeberverbände Sturm gegen die geplanten Änderungen. ....Kritik kommt auch aus dem Lager der Arbeitgeber. „Wir haben ohnehin bereits in elf Branchen Equal Pay“, sagt ein Sprecher des Interessenverbands Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (IGZ) unserer Zeitung. „Dort erhalten die Mitarbeiter oft bereits nach sechs Wochen ihre erste Lohnerhöhung und nicht erst nach neun Monaten.“

Welcher Paradiesvogel aus dem IGZ wohl dieses Märchen wieder zum Besten gegeben hat? Diesem Verband ist keine Dummheit zu blöd.

Karl

PS: Auch interessant in dem Bericht:Arbeitsmarktexperten werfen der BA vor, Arbeitssuchende regelrecht in die Zeitarbeit zu drängen, da die Menschen dadurch schneller aus der Statistik verschwinden.

Ein Prüfbericht des Bundesrechnungshofs, der den Stuttgarter Nachrichten vorliegt, hat genau diese Praxis 2012 moniert. „Nach Auskunft unserer Gesprächspartner nutzen die Agenturen die Vermittlung in die Zeitarbeit bei der Stellenbesetzung intensiv“, heißt es in dem Papier. Mit Zeitarbeit könne sich die Agentur hohe Einstellungserfolge sichern. Obwohl die BA Besserung gelobt hat, ist die Vermittlungsquote in die Branche immer noch hoch: 2013 entfielen 31 Prozent der insgesamt 265 396 vermittelten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse auf die Zeitarbeit. 2009 lag der Wert noch bei 24,4 Prozent.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 09.10.2014, 08:04 
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Hallo,

noch ein passender Bericht zum Thema Übernahme unter:

http://www.merkur-online.de/aktuelles/w ... 56848.html


Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 26.02.2015, 10:33 
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Hallo

interessanter Bericht unter:

http://www.fr-online.de/arbeit---sozial ... 75392.html

darin zu lesen: Nach Auswertung der Zahlen des vorigen Jahres habe die Agentur rund 262 000 Erwerbslose in Arbeit vermittelt – 81 000 in Leiharbeit. Das ist fast ein Drittel.

Ohne Leiharbeit hätten die 81000 keine Arbeit gefunden so würde wohl ein Kommentar der ZAF- Verbände lauten.

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 27.02.2015, 17:51 
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karla hat geschrieben:
interessanter Bericht unter:

http://www.fr-online.de/arbeit---sozial ... 75392.html

darin zu lesen: Nach Auswertung der Zahlen des vorigen Jahres habe die Agentur rund 262 000 Erwerbslose in Arbeit vermittelt – 81 000 in Leiharbeit. Das ist fast ein Drittel.


Diese Zahlen verstecken das wahre Ausmaß von Leiharbeit und sind offenkundig ungenau.

Die Bundesregierung antworte auf die Kleine Anfrage mit folgenden Zahlen:

12/2012 gab es 713.874 Leiharbeiter
12/2013 gab es 731.048 Leiharbeiter

2013 waren 1 Monat nach Aufnahme einer Beschäftigung in Leiharbeit noch 325.282 bei den Leihbuden.
Nach 1 bis 6 Monate waren nur noch 190.124 in Leiharbeit

Quelle: http://www.mueller-gemmeke.de/wp-conten ... 8-4022.pdf

Berücksichtigt man, dass ein erheblicher Teil der Leiharbeiter bereits nach wenigen Monaten entlassen wird, dann wird klar, dass die Vermittlungszahl von 81.000 die Sache beschönigt.

Wenn von insgesamt 713.874 Leiharbeiter 50% im Laufe des Jahres entlassen werden, dann bleiben am Jahresende noch 356.931 Leiharbeiter übrig. Tatsächlich hat die Arbeitsagentur am Jahresende 731.048 Leiharbeiter gezählt. Vorsichtig geschätzt wurden innerhalb eines Jahres 380.000 Leiharbeiter neu eingestellt bzw. vermittelt.

380.000 neue Leiharbeiter ließt sich ganz anders als die von der Arbeitsagentur genannten 81.000 Vermittlungen in Leiharbeit. Wie kommt es zu dieser Differenz? Die Arbeitsagentur nennt nur die von ihr in Leiharbeit vermittelten Arbeitslosen. Von den 325.282 Leiharbeitern, die nach einem Monat noch Leiharbeiter waren, stammen gerade einmal 81.468 aus der Vermittlung der Arbeitsagentur.
Das System der Ausbeutung durch Leiharbeit hat sich soweit etabliert, dass im Jahr gut 250.000 Lohnabhängige „freiwillig“ bei einer Leihbude anfangen.

Natürlich landen diese Kollegen nicht freiwillig in der Leiharbeit

Die Arbeitsagenturen verlangen eine bestimmte Anzahl von Eigenbemühungen (Bewerbungen). Da Betriebe aber nur noch Stellen mit Leiharbeiter besetzen, muss sich ein Arbeitsloser auch bei Leihbuden bewerben, will er keine Sanktion riskieren.

Die Arbeitsagentur verschiebt einen erhebliche Teil der Arbeitslosen nach § 45 SGB III an sogenannte Maßnahmenträgern. Diese vermitteln gegen Provision praktisch Ausnahmslos in Leiharbeit und haben für Leihbuden den Charme, dass sie ein Pool zur Verfügung stellen, auf den sofort zugriffen werden kann. Diese große Gruppe ist in den 81.468 Vermittlungen der Arbeitsagentur nicht enthalten.

Laut DGB (
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=& ... 9000,d.d2s ) gibt es ferner eine erhebliche Gruppe, die keinen Anspruch (mehr) auf ALG 1 bzw. 2 haben. Hier flüchten notgedrungen ein Teil in die Leiharbeit.

Anmerkung: Wann gilt eigentlich ein Leiharbeiter als von der Agentur vermittelt? Hinter einer Vielzahl der Jobangebote stehen keine konkreten Stellen. Sie dienen nur der Poolbildung. Darf die Arbeitsagentur von einem Vermittlungserfolg sprechen, wenn die Leihbude nach Monaten einen Entleiher findet und es dann zu einer Einstellung kommt?

Im Übrigen wird In der Statistik nicht zwischen Leiharbeiter und Disponenten unterschieden:

„Die Beschäftigtenstatistik der BA erfasst die Zeitarbeitsbranche als Gesamtheit,
d. h. es werden alle Beschäftigten – auch das interne Personal des Zeitarbeitsbetriebs
– in dem Wirtschaftszweig „Arbeitnehmerüberlassung“ erfasst (Wirtschaftsgruppen:
782 Befristete Überlassung von Arbeitskräften und 783 Sonstige
Überlassung von Arbeitskräften). Dabei werden jedoch nur die Beschäftigten
in Betrieben, deren Haupttätigkeit in der Arbeitnehmerüberlassung liegt,
erfasst.“

Etwa 10% der als Leiharbeiter bezeichneten Kollegen sind keine Leiharbeiter, sondern internes Personal. Da das interne Personal eine deutlich längere Verweildauer in der Leihbude hat, wird die durchschnittliche Beschäftigungsdauer der echten Leiharbeiter künstlich in der Statistik verlängert.

Die Frankfurter Rundschau schreibt:

„Die Bundestagsabgeordnete Beate Müller-Gemmeke findet das „nicht akzeptabel“. Sie weist darauf hin, dass die Leiharbeitsbranche nur einen Anteil von 2,6 Prozent an der Gesamtbeschäftigung habe“

Aus den vorstehenden Überlegungen ergibt sich, dass die Aussage, nur 2,6 % der Beschäftigten seien Leiharbeiter, zeitpunktbezogen stimmen mag, Zeitraumbezogen sind deutlich mehr Beschäftigte im Karussell Leiharbeit gefangen. Diese werden bei der Arbeitsagentur geparkt und sobald ein Kundenauftrag vorliegt, wieder zum Leiharbeiter.

Die Frankfurter Rundschau schreibt weiter:

„In ihrer Antwort auf die kleine Anfrage widerspricht die Bundesregierung der Wertung der Grünen. Die Bundesanstalt müsse dafür sorgen, „dass auch Arbeitgeber aus der Zeitarbeitsbranche geeignete Arbeitnehmer“ erhielten.“

Dabei verleugnet die Bundesregierung, dass es ohne Subventionierung und Förderung durch die Arbeitsagentur Leiharbeit in der heutigen Form nicht geben würden. Würde es keine kostenlose Jobbörse geben, dann müssten die Leihbuden ihre Anzeigen kostenpflichtig, wie dies von seriösen Arbeitgebern gemacht wird, auf anderen Stellenbörsen schalten. Auf Stepstone,de kostet eine Stellenausschreibung 725,00 €. Bei den kurzen Beschäftigungszeiten kann eine Leihbude sich kostenpflichtige Anzeigen nicht leisten.

karla hat geschrieben:
Bericht zu Leiharbeit bei Airbus unter:

http://www.abendblatt.de/wirtschaft/art ... eiter.html


Es stellt sich die Frage, ob die abgemeldeten Airbus-Leiharbeiter von der Besservereinbarung, die den Angleich an eual pay vorsieht, wirklich etwas haben.. Die RAe Templin & Thieß meinen:

„In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche Zeitarbeitnehmer von ihren Einsätzen bei Airbus abgezogen. Nicht wenige von ihnen nach langen Jahren des Einsatzes - und mit prall gefülltem Stundenkonto. Dieses Stundenguthaben ist stets mit dem Airbus-Stundensatz zu bezahlen.“

Quelle: http://templin-thiess.de/blog/arbeitsre ... tz-bezahlt

Voraussetzung für einen Anspruch aus der Besservereinbarung bzw. dem TV LeihZ (Übernahme nach 24 Monaten) wäre,

a) dass die Leihbude die Besservereinbarung abgeschlossen hat bzw. Mitglied in einem Metallarbeitgeberverband ist oder
b) die Anwendung der Besservereinbarung bzw. des TV LeiZ vertraglich zwischen Leihbude und Leiharbeiter vereinbart wurden.

Beide Voraussetzungen dürften bei keiner Leihbude erfüllt sein und folglich wird ein Leiharbeiter vergeblich die Leistungen aus der BV bzw. dem TV einklagen.
Die Kanzlei begründet die höhere Vergütung der Mehrarbeitsstunden aufgrund einer Vereinbarung:

„Alle Zeitarbeitsunternehmen haben sich gegenüber Airbus verpflichtet, ab dem 4. Monat eine Gleichstellung vorzunehmen.“

Diese Vereinbarung wurde aber zwischen Leihbude und Airbus geschlossen. Aus einer Vereinbarung zwischen Leihbude und Airbus kann ein Leiharbeiter keine Ansprüche einklagen. Lediglich Airbus könnte gegenüber den Leihbuden die Einhaltung der Vereinbarung gerichtlich durchsetzen. Wobei eine derartige Klage wohl mehr zum Ziel hätte, einen Teil der Vergütung, die an die Leihbude geflossen ist, zurückzubekommen. Hat die Leihbude doch einen deutlich höheren Verrechnungssatz von Airbus bekommen, obwohl sie kein equal pay zahlte. Da haben die Leihbuden nicht nur die Leiharbeiter sondern auch Airbus über den Tisch gezogen.

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 11.03.2015, 20:14 
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Hans_der_Kaempfer hat geschrieben:
Berücksichtigt man, dass ein erheblicher Teil der Leiharbeiter bereits nach wenigen Monaten entlassen wird, dann wird klar, dass die Vermittlungszahl von 81.000 die Sache beschönigt.

Wenn von insgesamt 713.874 Leiharbeiter 50% im Laufe des Jahres entlassen werden, dann bleiben am Jahresende noch 356.931 Leiharbeiter übrig. Tatsächlich hat die Arbeitsagentur am Jahresende 731.048 Leiharbeiter gezählt. Vorsichtig geschätzt wurden innerhalb eines Jahres 380.000 Leiharbeiter neu eingestellt bzw. vermittelt.

380.000 neue Leiharbeiter ließt sich ganz anders als die von der Arbeitsagentur genannten 81.000 Vermittlungen in Leiharbeit. Wie kommt es zu dieser Differenz? Die Arbeitsagentur nennt nur die von ihr in Leiharbeit vermittelten Arbeitslosen. Von den 325.282 Leiharbeitern, die nach einem Monat noch Leiharbeiter waren, stammen gerade einmal 81.468 aus der Vermittlung der Arbeitsagentur.

Laut AfLA (Agentur für LeihArbeit) wurden im zweiten Halbjahr 2013 in der Leiharbeit 498.000 Arbeitsverhältnisse neu abgeschlossen und 618.000 beendet.

http://statistik.arbeitsagentur.de/Stat ... cklung.pdf


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 26.05.2015, 09:15 
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Hallo,

aus der FAZ:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 11822.html


Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 27.05.2015, 18:39 
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Ebenfalls ein Kommentar von Sven Astheimer im selben Blatt.

Sehr interessant die Leserkommentare darauf. Scheinbar denkt eine Mehrheit der FAZ-Leser doch anders über Zeitarbeit!


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 10.06.2015, 20:49 
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Hallo ,

informativer Artikel im Weserkurier unter:

http://www.weser-kurier.de/startseite_a ... 24202.html

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 11.06.2015, 06:26 
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http://m.welt.de/politik/deutschland/ar ... aften.html

Die IG Metall denkt mal wieder nur bis zum Tellerrand!

Das sagte die iGM nach den letzten Tarifverhandlungen:

Unser Ziel: Gleiche Bezahlung ab dem ersten Tag
Für die IG Metall wird die Leiharbeitauch weiterhin eine zentrale Rolle in spielen. Unser Ziel bleibt die gleiche Bezahlung ab dem ersten Tag. Dazu muss der Gesetzgeber alle Schlupflöcher schließen, die es den Verleihern ermöglichen, vom Prinzip "gleiche Arbeit - gleiches Geld" abzuweichen. Außerdem muss wieder das Synchronisationsverbot gelten. Danach wäre es verboten, dass Verleiher Beschäftigte nur für die Dauer eines Einsatz einstellen und anschließend direkt wieder entlassen dürfen. Zudem fordert die IG Metall, dass die Verleihdauer begrenzt wird. Sie würde in der Vergangenheit immer weiter verlängert - von zunächst drei Monaten auf zwei Jahre. 2003 fiel dann die endgültige Beschränkung weg.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 24.06.2015, 11:53 
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Interview mit Christiane Benner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, insbesondere zum Thema engineering-Dienstleistungen in Leiharbeit und Werkverträgen:

„VDI nachrichten: Die IG Metall hat Leiharbeit früher verteufelt. Es ist stiller geworden. Was ist passiert?
Christiane Benner: Wie kommen sie darauf? Unsere Kampagne „Arbeit: sicher und fair!“ läuft doch weiter. Unser Ziel ist, dass Leiharbeiter vom Entleiher in ein sicheres Arbeitsverhältnis übernommen werden. Dafür setzen sich die bei uns organisierten Betriebsräte ein. Wir haben unsere Aktivitäten sogar ausgeweitet. Es geht dabei nicht mehr nur um den Missbrauch von Leiharbeit, sondern auch um den von Werkverträgen. Und um bessere Arbeitsbedingungen für Leiharbeitnehmer und Beschäftigte von industriellen Dienstleistern – in der Produktion genauso wie in der Entwicklung. (...)“

Zitiert nach den Seiten 2 und 3 in den VDI nachrichten vom 12. Juni 2015, Nr. 24:
http://www.igmetall-zoom.de/images/Date ... 4-2015.pdf


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 24.06.2015, 17:19 
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Entschuldigung, wir sollten aufhören zu zuhören, sondern Taten sprechen lassen.

Bei Airbus Helikopter steht u.a. in der Betriebsvereinbarung, das Leiharbeiter maximal 80% der festangestellten verdienen dürfen. Nach ca. 4-5 Jahren endet die Verleihdauer und nach einem weiterem 1/2 Jahr darf man wieder anfangen (natürlich zum Einsteigertarif). Der ist zwar fürstlich im Vergleich zu anderen Branchen, aber die Zukunft ist immer ungewiss.

Selbst das Leipziger Signal ist nett zu lesen, aber die Betriebsräte sehen das anders. Und die BR setzen die Tarifverträge und Leitlinien der Gewerkschaft um!

Die Gesetzesinitiative zur Leiharbeit enthält eine Öffnungsklausel, danach darf die Entleihdauer in Tarifverträgen länger sein.
Im bisherigen Tarifvertrag kennen wir die Öffnungsklauseln schon.

Leider muss ich hier den Gastgeber des Forums Fragen: Wenn ein Tarifvertrag mir mehr Nachteile bringt als die gesetzliche Regelung, warum soll ich Mitglied der IGM werden?
Untersuchungen beweisen längst: Die Spaltung der Arbeiterschaft ist vollzogen. Ebenso wie sich privilegierte Beschäftigte und deren (von uns mitgewähltem) BR nicht für uns einsetzen, arbeiten Zeitarbeiter auch bei Streiks der Beschäftigten weiter.

Natürlich freue ich mich, das ich auch einige BR kennenlernen durfte, die dies anders sehen uns sich konsequent für Zeitarbeiter einsetzen. Leider nur sehr wenige.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 21.09.2015, 09:12 
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Hallo,

interessanter Bericht unter:

https://www.jungewelt.de/2015/09-21/042.php


Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 06.10.2015, 18:21 
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Grad auf der Facebook-Seite von IG Leiharbeit gelesen. Heute kommt wohl was über Leiharbeit bei Frontal 21 um 21.00 Uhr auf ZDF.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 07.10.2015, 12:01 
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Hier ist die ganze Sendung vom 06.10.2015

http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag ... tober-2015


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 13.10.2015, 13:49 
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Hallo,

unter:

http://www.weser-kurier.de/startseite_a ... 84276.html

interessantes Streitgespräch zwischen Bettina Schiller (IGZ) und Volker Stahmann (IGM Bremen)

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 13.10.2015, 15:30 
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karla hat geschrieben:
Hallo,

unter:

http://www.weser-kurier.de/startseite_a ... 84276.html

interessantes Streitgespräch zwischen Bettina Schiller (IGZ) und Volker Stahmann (IGM Bremen)

Karl


Mein Higlight:
Zitat:
Stahmann: Das ist ein schlechter Tarifvertrag.

Schiller:

Den haben Sie als IG Metall mit uns verhandelt.

Stahmann:

Ja, aber das macht ihn nicht besser. Der niedrigste Lohn in der Metall- und Elektroindustrie liegt derzeit bei 13 bis 14 Euro pro Stunde. Der niedrigste Tarif in der Zeitarbeitsbranche im Westen bei gerade mal 8,80 Euro. Das ist knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn. Und genau das ist das Problem: Die Leiharbeitsbranche macht sich billig – mit dem Ergebnis, dass 57 Prozent der Betriebe in der Metall- und Elektrobranche über Leiharbeitsfirmen einstellen, statt selbst die Verantwortung für ihre Beschäftigten zu übernehmen.


Sehr richtig!


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 13.10.2015, 15:47 
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Zitat:
Für viele Bewerber ist es aber auch erst mal eine Chance in den Berufseinstieg.


Blödsinn! Viele Bewerber werden um ihr vorheriges Gehalt gebracht und dürfen mit Entgelteinbußen wieder arbeiten!

Zitat:
Schiller (iGZ):

Ja, und deswegen haben wir schon vor längerer Zeit für mittlerweile elf Branchen – darunter auch der Metall- und Elektrobereich, für den Herr Stahmann als IG-Metall-Vertreter zuständig ist – Branchenzuschläge vereinbart, um die Lohnlücke zwischen Leiharbeit und Stammbeschäftigung zu verringern. Das bedeutet, der Lohn steigt ständig an. Nach neun Monaten gibt es dann einen Zuschlag von 50 Prozent.

Stahmann (IGM): Das ist ein schlechter Tarifvertrag.


So viel Ehrlichkeit von der IGM über Ihren eigenen Tarifvertrag :-D

_________________
...Staatshaushalt - Ein Haushalt in dem alle essen, aber niemand spülen will!

http://www.youtube.com/watch?v=ziDDgZdunF0


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BeitragVerfasst: 14.10.2015, 10:10 
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Aus der WirtschaftsWoche Nr. 40 vom 29.09.2014; Seite 3

Ein klassischer Fall von Diskriminierung: Die Zeitarbeit wird stranguliert und verteufelt. Das alte Lohndrücker-
Klischee ist überholt.


Von Henning Krumrey

Einblick

Jagd auf ein Phantom

Zitat:
Es wird wieder versprochen. Diesmal geht’s zugunsten der Unternehmer und Manager. Genug sei
es nun mit sozialdemokratischer Umverteilung und Regulierung, versicherte
die Bundeskanzlerin der versammelten Wirtschaft beim „Tag der Deutschen
Industrie“. Auch die Ankündigung des zuständigen Ministers, mehr für die
Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu tun, soll die Gemüter beruhigen.

Vorsicht ist geboten: Der kleinere Koalitionär arbeitet weiter an genau jenen Belastungen,
die Union und SPD im Regierungsvertrag aufgeschrieben haben – und
auf den ja auch die CSU pocht, wenn es um die Durchsetzung der Maut geht. Was in
der Koalitionsbibel steht, das geschehe. Entsprechend zählte Wirtschaftsminister
Sigmar Gabriel vergangene Woche auch die „Regulierung von Zeit- und Leiharbeit“ als
erstes der kommenden Vorhaben auf, mit denen die Genossen ihre Bilanz als führende
Sozialingenieure des Landes aufpolieren wollen. Wer sich die Realität ansieht, muss
sich allerdings fragen: Warum nur? Die Zahl der Zeitarbeiter stagniert bei gut
800 000, zwei Prozent aller Beschäftigten.

Unter dem Druck drohender Regulierung hat sich die Branche gewandelt: Hat
Tarifverträge abgeschlossen mit, ja: mit DGB-Gewerkschaften. Hat einen Mindestlohn
für ihre Betriebe akzeptiert und das Verbot, Zeitarbeiter als Streikbrecher einzusetzen.
Die Zementierung eines Kartells hat zwar nichts mit Marktwirtschaft zu tun,
hilft aber dem betrieblichen Frieden. Seit zwei Jahren gelten in mehr als einem halben
Dutzend Branchen Tarifzuschläge, die den Wettbewerb durch Zeitarbeiter weiter
einschränken. Stufenweise steigen mit zunehmender Verweildauer im Betrieb die
Vergütungen der Leihkräfte, nach neun Monaten auf maximal 150 Prozent des Tariflohns
in der Zeitarbeit. Der Abstand zum Stammmitarbeiter am Bandplatz oder
Computer nebenan schmilzt dahin.

Das Ergebnis ist beachtlich: 90 Prozent aller Zeitarbeiter, meldet die Bundesagentur
für Arbeit, sind normal sozialversichert. Ebenfalls 90 Prozent arbeiten Vollzeit.
Rund 80 Prozent sind unbefristet eingestellt. Nichts also von prekären Jobs. Nur
knapp ein Zehntel ist geringfügig beschäftigt. Gerade mal 43 000 Menschen haben
nur diesen einen Minijob. Kündigungsschutz?

Ganz normal. Der Koalitionsvertrag ist also in weiten Teilen erfüllt und
überholt, eine gesetzliche Regelung gar nicht mehr nötig.
Die Politik ficht das nicht an. Im Gegenteil: Die Jagd auf das Phantom geht weiter.
In seinem zum Jahresende geplanten Gesetzentwurf will das Arbeitsministerium
noch die gleiche Bezahlung wie im Entleihbetrieb
nach neun Monaten durchsetzen. Und obendrauf festschreiben, dass jeder
Einsatz nach spätestens 18 Monaten abzubrechen ist – obwohl die Leiharbeiter dann
doch gar keine unfaire Konkurrenz mehr sein können, weil sie ja schon seit einem
Dreivierteljahr genauso bezahlt werden wie die regulären Kollegen.

(K)EIN FALL FÜRS AGG
Das gefährdet die gesamte Volkswirtschaft, weil die Flexibilität sinkt. Der betriebliche
Aufwand steigt, weil die 18-Monate-Grenze eingespielte Arbeitsabläufe zerschlägt:
Beim Ersatz für Elternzeitler genauso wie bei Spezialistenprojekten.
Wenn es sich um vollkommen normale Arbeitsplätze handelt – Vollzeit, sozialversicherungspflichtig,
mit Tarifvertrag, Mindestlohn und Kündigungsschutz – warum sollte dieser Wirtschaftszweig dann anders
behandelt werden als jeder andere? Nur weil der Arbeitgeber kein Elektro-, Handels-
oder Automobilunternehmen ist, sondern eine Zeitarbeitsfirma? Warum
sollten hier Einschränkungen nötig sein? Hier wird eine Branche gezielt diskriminiert.
Es wird definiert, dass das sozialversicherungspflichtige Vollzeit-Arbeitsverhältnis
bei der Zeitarbeit minderwertig sei, obwohl es von Bezahlung und Arbeitsvertragsgestaltung
dem im Entleihbetrieb entspricht. Ein Schmuddeljob eben.

Doch keine politische Korrektheit jault auf. Schade: Die Zugehörigkeit zu einer
bestimmten Branche fällt nicht unter das Antidiskriminierungsgesetz.


Meinen Leserbrief wurde in Wirtschaftswoche Nr. 43, vom 20.10.2014 veröffentlicht, Seite 120!

Zitat:
Frage der Kontrolle

Auch ich kritisiere die Regulierung der Zeitarbeit, wie sie vonseiten der Politik angegangen
wird: gleicher Lohn nach neun Monaten sowie Übernahme nach 18 Monaten im Entleihbetrieb.
Die Regulierung der Zeitarbeit sollte nicht quantitativ, sondern qualitativ erfolgen. Zu
diskutieren wäre eine Reduzierung des Kündigungsschutzes.

Die Frage der Weiterbildung ist ebenfalls nicht gelöst. Schlussendlich sollte bei einer Übernahme
in den Entleihbetrieb die Probezeit zur Disposition stehen. Wer sich über einen langen Zeitraum bewährt hat,
darf nicht mit einer neuen Probezeit bestraft werden. Auch kann man die Frage stellen, wie 17 600 Zeitarbeitsfirmen durch
lediglich 55 Inspekteure der Bundesagentur wirkungsvoll überwacht werden können.

(Oder ob es nicht zu einem Interessenkonflikt kommt, wenn die gleiche Behörde, die die Lizenzen an die Zeitarbeitsfirmen vergibt, diese auch kontrollieren soll. Nicht außer Acht lassen sollte man bei der Zeitarbeit weiche Faktoren wie die Familiengründung oder private Investitionen. Schon in Ludwig Erhards Klassiker „Wohlstand für Alle“ steht: „Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer ein Einkommen zu zahlen, von dem dieser seinen Lebensstand bestreiten
kann und ihn als gleichwertigen Partner zu betrachten.“
)


XXX XXX, via E-Mail



Mein Original-Leserbrief umfasste mehrere DIN A 4 Seiten, in welchen ich gezielt die Heile-Welt-Propganganda in der ZA von Herrn Krumrey auseinandergenommen hatte, und sie ihm auch an seinen Dienstemail Account zugesandt. (Ohne Rückantwort) Einiges wurde leider völlig aus dem Kontext gerissen, wie meine Forderung nach einer Reduzierung der Anwartschaftszeit des Kündigungschutzes in der Leiharbeit von derzeit 6 auf 3 Monate!

_________________
...Staatshaushalt - Ein Haushalt in dem alle essen, aber niemand spülen will!

http://www.youtube.com/watch?v=ziDDgZdunF0


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 17.10.2015, 15:20 
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Hallo,

unter: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/v ... 61851.html

Bericht zu VW und Leiharbeiter

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 17.10.2015, 19:01 
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Registriert: 25.12.2006, 20:45
Beiträge: 1214
Zitat:
Angaben zur genauen Größe der aktuellen Leiharbeiterbelegschaft waren zunächst nicht zu erhalten.

Springer traut sich Zahlen zu nennen. Es sind zwar eher 8% als 6% der Belegschaft die höchstens durch ZAN zulässig sind und die VW auch in Deutschland ausreizt. Makaber aber ist, daß die derzeitigen ZAN bereits verlängert worden sind (teils bis Mitte nächsten Jahres) - Kurzarbeitergeld für 6 Monate hilft also nicht den ZAN, sondern ausschließlich der AutoVision (VW-Tochter).

Wo bleibt der Aufschrei im Forum (es geht immerhin um Gelder die durch die Allgemeinheit aufgebracht werden)?


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