ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 22.10.2015, 14:17 
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Die Süddeutsche schreibt:

„Betriebe können für manche Jobsuchende Lohnkostenzuschüsse von der Bundesagentur für Arbeit bekommen.
Zeitarbeitsfirmen werden davon nach Ansicht des Rechnungshofes "ungerechtfertigt begünstigt".
[...]
Auch Zeitarbeitsunternehmen, die bei ihnen angestellte Mitarbeiter als Leiharbeiter an andere Firmen verleihen, können die Zuschüsse bekommen. Der BRH hält davon allerdings gar nichts. Zeitarbeitsfirmen werden durch diese Eingliederungszuschüsse "ungerechtfertigt begünstigt", heißt es in einem internen Prüfungsbericht des Bundesrechnungshofs, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt.
[...]
Die Rechnungsprüfer, die drei große Zeitarbeitsunternehmen mit mehr als 7000 Förderanträgen unter die Lupe nahmen, argumentieren nun so: Das Unternehmen, das den Leiharbeiter einsetzt, müsse ihn einlernen und ihm womöglich fehlende Fachkenntnisse vermitteln. Es habe deshalb "den Aufwand für die Behebung der Minderleistung". Trotzdem kassiere aber das Verleihunternehmen den Lohnkostenzuschuss, "ohne hierfür einen entsprechenden Aufwand zu haben".
[...]
Der Zuschuss habe sich "zu einer Lohnsubvention für einzelne Unternehmen" entwickelt. Dabei habe man den Eindruck gewonnen, dass Leiharbeitsfirmen den Zuschuss teilweise "in ihre Unternehmensstrategie eingebettet haben". Außerdem weisen die Prüfer darauf hin, dass auch bei der Förderung abgelehnte Mitarbeiter einen Job erhalten hätten“

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/l ... -1.2700353

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Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 26.10.2015, 10:42 
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Hier eine Studie vom DGB:

http://www.dgb.de/themen/++co++9fb0193a ... 540023ef1a

Zitat:
Kaum Kündigungsschutz, hohes Verarmungsrisiko: Fast die Hälfte der Leiharbeitsbeschäftigten wird nach weniger als drei Monaten wieder gekündigt. Über ein Drittel der Entlassenen landet sofort in Hartz IV, zeigt eine aktuelle DGB-Studie zur Leiharbeit.


Leiharbeit ist nur selten eine Brücke in ein festes Arbeitsarbeitsverhältnis. Rund die Hälfte der Jobs endet bereits nach weniger als drei Monaten, wie jetzt eine Studie des DGB zur Leiharbeit zeigt. Besonders gravierend ist das Armutsrisiko: 38 Prozent der gekündigten Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter erhält kein Arbeitslosengeld, sondern rutscht sofort in Hartz IV. Obwohl sie sozialversichert beschäftigt wurden, haben die Betroffenen wegen der kurzen Arbeitsdauer keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I, so der DGB.

Doch schon im Job sind sechs Prozent der Leiharbeitsbeschäftigten auf zusätzliche Hartz IV-Unterstützung angewiesen. Denn selbst Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter bekommen in Vollzeit im Schnitt nur 1700 Euro Gehalt pro Monat. Das sind 43 Prozent weniger als bei den Beschäftigten insgesamt. Dabei haben 40 Prozent der Beschäftigten, die als Hilfskräfte tätig sind, eine abgeschlossene Berufsausbildung. Die Aufstockung der Niedriglöhne kostet den Steuerzahler laut DGB-Studie rund 200 Millionen Euro pro Jahr.

Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland durchschnittlich rund 860.000 Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter. Das sind zwar nur 2,8 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland. Doch mit rund einer Million Einstellungen und Entlassungen ist die Leiharbeitsbranche bei der Personalfluktuation Spitze.


Dazu unten ein Download-Link


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 26.10.2015, 11:32 
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Beiträge: 911
Hi,

das ist aber nichts neues und aus der Lektüre der BA bereits bekannt. Hintergrund ist eifach, dass Helfertätigkeiten selten länger als 6 Monate dauern und man die Leute wieder entlässt, da der gesetzl. Kdg.schutz eben erst nach 6 Monaten greift!

Ins AÜG gehört daher aufgenommen, dass in der ZA der Kdg.-schutz nach 3 Monaten schon greift.

Zitat:
Leiharbeiter werden oft unterhalb ihrer Qualifikation eingesetzt. 40 Prozent der Leih-arbeiter, die als Hilfskräfte eingesetzt werden, haben eine abgeschlossene Berufsausbildung. Darüber hinaus fehlen Entwicklungsmöglichkeiten und Weiterbildung.


Das ist der eigentiche Skandal, gegen den nur schwer anzukommen sein dürfte...

Zitat:
So sind Leiharbeiter nach wie vor oft arbeitslos. Das Leitbild, ein Beschäftigter wird in verschiedenen Unternehmen eingesetzt, ist aber bei einem Verleiher dauerhaft ange-stellt, hat mit der Realität nichts zu tun.


Es wird eben versucht, da die Zeitarbeitsfirmen damit Ihre Kosten im Nichteinsatz gering halten. Faustregel: je qualifizierter ein LAN ist (und je besser er sich im Arbeitsrecht auskennt plus Gewerkschaftlichen Schutz geniesst, desto besser ist diese Person auch geschützt. Leider erlebe ich viele LAN, denen es gar nichts ausmacht, auch innerhalb des Kündigungsschutzes auf Grund Auftragsmangels gekündigt zu werden nur um ein paar wochen später wieder eingesetzt zu werden... ohne worte :roll: :roll: )

Zitat:
Bei Arbeitslosigkeit greift der Schutz der Arbeitslosen-versicherung für viele nicht.
Das ist das Dilemma, das in den letzten 24 Monaten 12 Monate Beitragszeiträume erfüllt werden müssen... Das möchte Frau Nahles nun ändern. Ich fände auch wichtig dei Beitragssätze anzupassen, aber SKANDAL.. Was das alles den Beitragszahler kostet... Die einschlägigen Lobbyverbände werden Sturm dagegen laufen...

Zitat:
Auch wenn die Gewerkschaften zwischenzeitlich einige Verbesserungen für Leiharbeitskräfte haben durchsetzen können, bleibt Leiharbeit nach wie vor eine atypische Beschäftigung.


Auch ein guter Satz des DGB-Papiers... "Die Gewerkschaften.." welche mit einem Raumschiff aus einer fremden Galaxie zur Erde schweben und den Leiharbeitern ein paar Peanuts hinwerfen... um anschließend wieder verschwinden..

Wo ist die Selbstkritik des DGB, an den von Ihnen mit abgeschlossenen TV´s???


Nachtrag:

Propaganda Seite der BA zum Thema Zeitarbeit :roll:

Welche schöne heile Welt, Überstunden werden bezahlt, man ist sozialversicherungspflichtig abgesichert und es besteht die Chance übernommen zu werden!! SAGENHAFT!!!

Sie arbeiten auch Hand in Hand, die Leihbuden samit Ihrer gesetzlichen Steigbügelhalter in den Ämtern..

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...Staatshaushalt - Ein Haushalt in dem alle essen, aber niemand spülen will!

http://www.youtube.com/watch?v=ziDDgZdunF0


Zuletzt geändert von Cid am 26.10.2015, 11:44, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 26.10.2015, 11:36 
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Beiträge: 720
Cid hat geschrieben:
Wo ist die Selbstkritik des DGB, an den von Ihnen mit abgeschlossenen TV´s???


Kritik? Sobald Nahles ihre AÜG-Änderungen mit zig-tausend Tariföffnungsklauseln verabschiedet, werden die DGB-Gewerkschaften wieder skandalöse Tarife abschließen und 2 Tage später schreiben" Wir fordern weiterhin EP"

Die DGB-Gewerkschaften machen sich lächerlich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 26.10.2015, 17:25 
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Wohnort: Rheinland
Cid hat geschrieben:
Zitat:
Leiharbeiter werden oft unterhalb ihrer Qualifikation eingesetzt. 40 Prozent der Leih-arbeiter, die als Hilfskräfte eingesetzt werden, haben eine abgeschlossene Berufsausbildung. Darüber hinaus fehlen Entwicklungsmöglichkeiten und Weiterbildung.

Das ist der eigentiche Skandal, gegen den nur schwer anzukommen sein dürfte...

Das ist gar nicht das Problem ...
... die Leute werden ja gar nicht unterhalb ihrer Qualifikation eingesetzt, sie werden nur darunter eingruppiert.
Eine Entgeltgruppe unter Qualifikation und tatsächlichem Einsatz ist doch fast schon Ehrensache, wenn der LAN es mit sich machen läßt ...


Cid hat geschrieben:
Faustregel: je qualifizierter ein LAN ist (und je besser er sich im Arbeitsrecht auskennt plus Gewerkschaftlichen Schutz geniesst, desto besser ist diese Person auch geschützt.

Der einzige Schutz des LAN ist der laufende Einsatz.
Nur wenn gleich der erste Einsatz länger als 6 Monate läuft oder zumindest während dieser Zeit beginnt und dann über die 6-Monatsgrenze hinweg läuft hat der LAN einen Minimalschutz: Er kann am Ende gegen die Kündigung klagen und eine kleine Abfindung herausschlagen.


Cid hat geschrieben:
Zitat:
Bei Arbeitslosigkeit greift der Schutz der Arbeitslosen-versicherung für viele nicht.
Das ist das Dilemma, das in den letzten 24 Monaten 12 Monate Beitragszeiträume erfüllt werden müssen...

Die kriegt man zur Not aber auch anders zusammen ...

Wenn die öffentliche Hand meint, Lehrer für 11 Monate einstellen zu müssen, damit für den 12. Monat das Geld aus der Arbeitslosenversicherung abgreifen kann; wenn der Gesetzgeber es gutheißt, daß sich Firmen den Lohn ihrer Angestellten von der Allgemeinheit bezahlen lassen; usw. usf. ...
... dann ist es für mich auch klar, daß mir Arbeitslosengeld zusteht, wenn ich für die heilige atmende Wirtschaft malochen gehe und dann arbeitslos werde.

Die Mittel und Wege dazu gibt es und mir fällt kein Grund ein, sie nicht zu nutzen.

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„Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. [...]” (Napoleon)


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 27.10.2015, 10:08 
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Registriert: 26.05.2013, 22:34
Beiträge: 911
Schimmelreiter hat geschrieben:
Cid hat geschrieben:
Zitat:
Leiharbeiter werden oft unterhalb ihrer Qualifikation eingesetzt. 40 Prozent der Leih-arbeiter, die als Hilfskräfte eingesetzt werden, haben eine abgeschlossene Berufsausbildung. Darüber hinaus fehlen Entwicklungsmöglichkeiten und Weiterbildung.

Das ist der eigentiche Skandal, gegen den nur schwer anzukommen sein dürfte...

Das ist gar nicht das Problem ...
... die Leute werden ja gar nicht unterhalb ihrer Qualifikation eingesetzt, sie werden nur darunter eingruppiert.
Eine Entgeltgruppe unter Qualifikation und tatsächlichem Einsatz ist doch fast schon Ehrensache, wenn der LAN es mit sich machen läßt ...


Dafür ist der Entleiher allerdings verantwortlich. Ich kenne im wohlhabenden Frankfurt einen graoßen namhaften Versicherungskonzern, welcher für Dateneingabe und Kundentelefonie lediglich die E 2 bezahlt - egal wer den Job über den Dienstleister macht - Ob Akademiker, Langzeitarbeitslose, ausgebildete Bürokauffrauen aus dem Mutterschutz etc. Das meiste Klientel wird dabei aus dem Regelkreis des SGB II rekrutiert (bekannt als Hartz IV) - allesamt Menschen mit Qualifiaktion, die für solche Jobs im Sinne des TV schlichtweg überqualifizert sind. Den BR des Versicherungskonzerns juckte dies alles nicht! Einige LAN (langjährige Hartz IV) )bekamen von Ihrem Verleiher vor allem Randstad sogar die E 1, und kassierten sogar Zuschüsse vom Staat, dass sie solchen Menschen Jobs vergaben. Und die LAN durften sich noch ihr kärgliches Gehalt aufstocken - da sie früher gehen mussten, durften sie beim namhaften Versicherungskonzern aus der Schweiz Samstag diese Zeit nachholen.

Würden diese LAN das verweigern, umgehend würden Sanktionen vom Amt drohen...

Zitat:
Der einzige Schutz des LAN ist der laufende Einsatz.
Nur wenn gleich der erste Einsatz länger als 6 Monate läuft oder zumindest während dieser Zeit beginnt und dann über die 6-Monatsgrenze hinweg läuft hat der LAN einen Minimalschutz: Er kann am Ende gegen die Kündigung klagen und eine kleine Abfindung herausschlagen.


Es bilden sich informelle Strukturen in der ZA heraus welche von den Gesetzen gar nicht mehr erreicht werden können... Einsatz innerhalb von 6 Monaten mit unbefristeten Vertrag, Abbau Überstunden, Urlaubsnahme und wenn es passt dann Folgeeinsatz, ansonsten Kündigung! Das gleiche Szenario, mit befristetem Vertrag... ZAF lässt Zeitkonto und Urlaub auslaufen, dann eben ist der LAN automatisch weg.

Nach 6 Monaten mit unbefristetem Vertrag und Einsatzende--> Kündigung..Klage durch den LAN --> entweder Abfindung oder Folgeeinsätze mit beschissenem inhalt wo man selbst kündigt...

Nach 6 Monaten mit befr. Vertrag -> Siehe oben ;-)

Bei einigen ZAF, wie Adecco belohnt man den LAN in dem man ihm nach einigen Monaten nach der Kündigung wieder einstellt und ihm das alles angerechnet wird für Urlaubs- und Weihnachtsgeld und Kdg.schutz etc.. Akzeptieren wohl viele LAN´s :roll: Ohne Worte...

Zitat:
Die kriegt man zur Not aber auch anders zusammen ...


Hm, du meinst, mal theoretisch-abstrakt gedacht, wenn der LAN eine AU-Meldung eines Arztes vorlegt etc? :twisted:

Und vor diesem Hintergrund meint Frau Arbeitsministerin Nahles (IG Metall Mitglied), man müsse Werkverträge wirkungsvoll begrenzen, und in der Leiharbeit EP nach 9 Monaten einführen, sowie eine Höchstüberlassungsdauer (18 Monate) damit eine Klassengesellschaft in den Betrieben verhindert wird

Ha Ha ha... diese Klassengesellschaft gibt es schon längst... :roll: :roll: :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 05.11.2015, 11:48 
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http://ig-zeitarbeit.de/presse/artikel/ ... ulierungen

Zitat:
Der von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles angekündigte Gesetzesentwurf lag noch nicht vor. Schiewerling versicherte aber, dass die Unionsfraktion ganz hart am Koalitionsvertrag bleiben werde – „ohne Wenn und Aber“.


Puhh... mehr war auch nicht zu erwarten...

Zitat:
In einem erheblichen Bereich der Zeitarbeit sei Equal Pay schon vor Ablauf der neun Monate stufenweise tariflich geregelt.


Kann mir mal jemand einen Link geben, wo steht, dass es in "erheblichen Bereichen" bereits EP nach 9 Monaten gibt? Also ist mir neu. LÜGEN LÜGEN LÜGEN!

Zitat:
„Was wir ablehnen, ist die unterschiedlichen Begebenheiten mit einem Rasenmäher plattzumachen!“, betonte er


Muss so sein.

Zitat:
"Der Gesetzgeber gibt die Leitplanken, aber tarifliche Lösungen sind immer besser“, wollte Gewerkschaftler Dombre nichts davon wissen, das gesetzliche Equal Pay anstelle der tariflichen Branchenzuschläge einzuführen. „An den Branchenzuschlägen haben wir lange gearbeitet. Das sollte man jetzt auf keinen Fall mit dem Knüppel kaputtschlagen“, forderte Dombre und stellte sich an die Seite von iGZ-Verhandlungsführer Sven Kramer. „Was wir regeln können, das regeln wir tariflich.“


Dombre....

Zitat:
Kramer von Politik ennttäuscht


Ich auch...

Kramer mal wieder:
Zitat:
„Wenn sich die CDU nun – wie von Herrn Schiewerling angekündigt – eng an den Koalitionsvertrag hält, dann sind die Branchenzuschläge weg“


Ist das so? Wo steht das?

Zitat:
Zwar gehe er fest davon aus, dass innerhalb der 18 Monate eine Tariföffnungsklausel kommen werde. "Die wollen wir dann aber selbst verhandeln und nicht abhängig von den Verhandlungen zwischen IG Metall und Gesamtmetall sein!“, forderte er.


DA dürfte die Leiharbeitsbranche KEIN Wörtchen mitzureden haben! Das sollen die Interessenvertretungen Metall und Co. selber regeln!


Zitat:
Es bestreite ja niemand, dass es gelegentlich Missbrauch gebe.


:mrgreen: :mrgreen: gelegentlich...

Zitat:
Mit Blick auf die geplanten Restriktionen zu Werkverträgen betonte er: „Es ist das originäre Recht eines Unternehmers, sich auf die Herstellung bestimmter Dinge zu spezialisieren und andere nach außen an Fremdbetriebe abzugeben.“ Es könne nicht sein, dass künftig der Betriebsrat darüber mitentscheiden dürfe, ob Werkverträge abgeschlossen werden oder nicht. Er forderte „Vereinfachungen statt Ausbau von Arbeitnehmerschutzrechten“


Der Betriebsrat sollte bei SÄMTLICHEN Outsourcing-Strategien 100%ige Mitbestimmung haben. Nix Produktion in China, HIER in D und zwar zum Tarif! Die Aktionäre werden sich nicht freuen, die Dividenden werden kleiner ausfallen. Aber: Gerechte Einkommensverteilung sollte ein elementares Ziel sein!


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 16.11.2015, 19:32 
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Hallo,

aus Spiegel online aktuell Frau Nahles:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 63068.html


Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 16.11.2015, 20:23 
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karla hat geschrieben:
Hallo,

aus Spiegel online aktuell Frau Nahles:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 63068.html


Karl

Okay Danke Karl!

Wieso steht das beim Spiegel und nicht auf bams.de?

Egal:

Höchstüberlassung 18 Monate mit Tariföffnungsklausel. Dank der Gewerkschaften wird die Höchstüberlassung bestimmt egalisiert. Danke schon mal im voraus...

EP nach 12 Monaten, Nach 9 nur, wenns keine BZ gibt. Immerhin etwas. Davon werden dann 20% oder so profitieren. Die Hälfte kommt eh nur auf ca. 3 Monate.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 17.11.2015, 19:09 
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Die Stellungnahmen der IG Metall

und ver.di sind da.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 18.11.2015, 12:45 
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Kann mir jemand sagen, wie die angeblichen AÜG Änderungen an die Presse gekommen sind und vor allem, wann sie im originalen Text öffentlich sind? Für diese vom Koa.vertrag abweichenden Zuwendungen für die Arbeitgeber wird jedenfalls massiv gegen vorgegangen. Man muss sich nur mal das Gejammer auf der igz Facebook Seite angucken. Da wird schon überlegt, wie man ep am besten umgeht...


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 19.11.2015, 06:36 
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Gestern (18.11.15) standen zwei interessante Artikel über den Gesetzesentwurf in der FAZ und der Süddeutschen Zeitung. In der FAZ ein typischer tendenziöser Kurzartikel unter der Überschrift: wird als Lohnkürzung wie ein Bumerang bei den Zeitarbeitern ankommen. Angeblich bekommen ja so viele Leiharbeiter bereits nach 6 Wochen üppige tarifvertragliche Zuschläge und das würde dann weg fallen, weil durch eine Änderung des Gesetzes die Zuschlagstarifverträge hin fällig sind. Wie die wahre Lage bei den Zuschlägen ausschaut und wieviele LAN gar keine bekommen (Deckelung, Branche, etc. pp.) wissen wir hier natürlich, aber es reicht ja für so ein Schmierblatt die Öffentlichkeit zu desinformieren.
In der Süddeutschen ein recht ausführliches Interview mit Frau Nahles.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 27.11.2015, 16:39 
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Hallo,

unter:

http://www.fr-online.de/arbeit---sozial ... 38242.html

interessanter Bericht.


Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 27.11.2015, 18:23 
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Vielen Dank, Karl, der Artikel lässt tief blicken.

fr hat geschrieben:
(...) Allein drei Leiharbeitsfirmen, bei denen 2013 zusammen knapp 120 000 Leiharbeiter beschäftigt waren, erhielten 2013 und 2014 fast 9,7 Millionen Euro aus der EGZ-Förderung, stellten die Prüfer fest. (...)
Ich vermute mal: Stadtrand und manflower sind zwei von den dreien.

So long, rw


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 30.11.2015, 18:52 
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..und Adrecko bestimmt der dritte im Bunde
:roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 17.12.2015, 10:34 
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Hallo,

interessanter link zu VW Zwickau und Autovision unter:

https://www.jungewelt.de/2015/12-17/042.php


Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 02.02.2016, 09:37 
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Hallo,

aus "Junge Welt" interessante Meldung zu Billiglohn und Leiharbeit im Zuge der Flüchtlingskrise unter:

https://www.jungewelt.de/2016/02-02/020.php

Dort liest man:

Vergessen hat der Bankenökonom dabei offenbar, dass der Mindestlohn für ehemalige Hartz-IV-Bezieher, ob geflüchtet oder einheimisch, sowieso nicht gilt, zumindest im ersten halben Erwerbsarbeitsjahr. Prekäre Billigarbeit haben die Jobcenter auch auf dem Schirm, vor allem bei Leiharbeitsfirmen. Sie seien einer ihrer wichtigsten Partner und würden ausgiebig mit Eingliederungszuschüssen bedacht, kritisierte die Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete Inge Hannemann (Die Linke) am Montag im Gespräch mit junge Welt. Heißt: Sie bekommen einen Teil des gezahlten Niedriglohns vom Staat erstattet. 2015 habe die BA Leiharbeitsfirmen mit neun Millionen Euro bedacht. Alleine das Unternehmen Randstad habe 7,1 Millionen davon abgefasst, so Hannemann. Das gehe aus einem ihr zugespielten internen Papier zum BA-Führungskongress am 19. und 20. Januar hervor. »Aus der Praxis in Hamburg weiß ich, dass Randstad rege direkt im Jobcenter rekrutiert.« Unter Androhung von Sanktionen würden Klienten zu diesen »Informationsveranstaltungen« bestellt. »Verhalten Betroffene sich nicht wie erwünscht, meldet Randstad das der Behörde«, resümierte sie. Dann werde die Leistung gekürzt.


Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 15.02.2016, 19:41 
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Registriert: 26.05.2013, 22:34
Beiträge: 911
Zitat:
»Aus der Praxis in Hamburg weiß ich, dass Randstad rege direkt im Jobcenter rekrutiert.« Unter Androhung von Sanktionen würden Klienten zu diesen »Informationsveranstaltungen« bestellt. »Verhalten Betroffene sich nicht wie erwünscht, meldet Randstad das der Behörde«, resümierte sie. Dann werde die Leistung gekürzt.



Die Segnungen der freien Marktwirtschaft, nicht auszudenken wenn der Staat gerade in der Zeitarbeit mitmischt :roll: :roll:

Wie ist eigentlich die Meinung der Randstad Vertreter hier im Forum zu solchen Geschäftspraktiken des Konzerns? Gibt es eine Stellungnahme des BR´s?

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http://www.youtube.com/watch?v=ziDDgZdunF0


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 16.02.2016, 12:02 
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Registriert: 08.11.2014, 11:21
Beiträge: 584
Cid hat geschrieben:
Zitat:
»Aus der Praxis in Hamburg weiß ich, dass Randstad rege direkt im Jobcenter rekrutiert.« Unter Androhung von Sanktionen würden Klienten zu diesen »Informationsveranstaltungen« bestellt. »Verhalten Betroffene sich nicht wie erwünscht, meldet Randstad das der Behörde«, resümierte sie. Dann werde die Leistung gekürzt.



Die Segnungen der freien Marktwirtschaft, nicht auszudenken wenn der Staat gerade in der Zeitarbeit mitmischt :roll: :roll:

Wie ist eigentlich die Meinung der Randstad Vertreter hier im Forum zu solchen Geschäftspraktiken des Konzerns? Gibt es eine Stellungnahme des BR´s?

Hallo Cid,
Du glaubst doch wohl nicht ernsthaft, daß die
hochwohlgeborenen R-Betriebsräte sich auch
auch nur ansatzweise kritisch zu diesen Prak-
tiken äußern werden.

_________________
Die Leiharbeit ist eine Maschinerie,
in die du als Schwein reingehst und
als Wurst rauskommst


Wer montags lächelt, nimmt die richtigen Drogen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 18.02.2016, 11:51 
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Beiträge: 911
challenger hat geschrieben:
Cid hat geschrieben:
Zitat:
»Aus der Praxis in Hamburg weiß ich, dass Randstad rege direkt im Jobcenter rekrutiert.« Unter Androhung von Sanktionen würden Klienten zu diesen »Informationsveranstaltungen« bestellt. »Verhalten Betroffene sich nicht wie erwünscht, meldet Randstad das der Behörde«, resümierte sie. Dann werde die Leistung gekürzt.



Die Segnungen der freien Marktwirtschaft, nicht auszudenken wenn der Staat gerade in der Zeitarbeit mitmischt :roll: :roll:

Wie ist eigentlich die Meinung der Randstad Vertreter hier im Forum zu solchen Geschäftspraktiken des Konzerns? Gibt es eine Stellungnahme des BR´s?

Hallo Cid,
Du glaubst doch wohl nicht ernsthaft, daß die
hochwohlgeborenen R-Betriebsräte sich auch
auch nur ansatzweise kritisch zu diesen Prak-
tiken äußern werden.


Stimmt wahrscheinlich äussern diese eher Zweifel an diesen Darstellungen und weisen dezent darauf hin, dies sei ein Hirngespinnst der (Lügen-)Presse um die ach so gute Zeitarbeit schwer zu diskreditieren :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 01.06.2016, 20:50 
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Hallo,

interessante Meldung unter:

http://www.iq-z.de/?p=3585

Karl

PS:
IQZ gehört zwar nicht zu den Medien aber interessant ist schon was man in den Medien sonst nicht zu lesen bekommt.

Übrigens: Heute im ZDF wurde bekannt gemacht, dass man nach 9 Monaten Einsatzzeit beim gleichen Entleiher Anspruch auf equal-pay hat. Was nicht mitgeteilt wurde war ab wann und die Abweichungen. Das müssen wir uns halt selber erarbeiten.

Karl


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BeitragVerfasst: 01.06.2016, 21:50 
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Beiträge: 96
karla hat geschrieben:
Übrigens: Heute im ZDF wurde bekannt gemacht, dass man nach 9 Monaten Einsatzzeit beim gleichen Verleiher Anspruch auf equal-pay hat.


Ich tippe mal, dass du Entleiher gemeint hast. Hab mir auch schon überlegt, wie die Einsatzzeit eigentlich berechnet wird. Mit oder ohne Urlaub, mit oder ohne Krankheit...
Hab im Gesetzentwurf gelesen, dass bei der Einstellung die konkrete Person benannt werden muss und somit das Datum der Überlassung gültig ist - hoffen wir das mal....


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BeitragVerfasst: 02.06.2016, 08:02 
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Wohnort: Augsburg
Hallo Schildhorster,

Zitat:
Ich tippe mal, dass du Entleiher gemeint hast.

Danke. Aufmerksam mitgelesen.

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 05.06.2016, 17:23 
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Registriert: 24.07.2013, 19:10
Beiträge: 720
http://www.labournet.de/politik/alltag/ ... kuendigen/

Die haben mich zitiert. Fuck Im famous!


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 05.06.2016, 18:07 
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Registriert: 11.05.2016, 22:58
Beiträge: 96
Premutos1982 hat geschrieben:
http://www.labournet.de/politik/alltag/leiharbeit/leiharbeit-gw/missbrauch-regulieren-per-tarifvertrag-zum-equal-pay-oder-leiharbeits-tarifvertraege-ersatzlos-kuendigen/

Die haben mich zitiert. Fuck Im famous!


Ist doch gut - steht also fest, dass dieses Forum gelesen wird!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 05.06.2016, 18:30 
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Registriert: 24.07.2013, 19:10
Beiträge: 720
Natürlich wird dieses Forum gelesen. Leider wird dieses Forum auch durch arbeitgebernahe BRs und Takos missbraucht. Dennoch ist diese Plattform alternativlos. Im eloforum findet man eher Spezialisten, wenn es darum geht, ein Arbeitsverhältnis als Leiharbeiter sanktionslos zu verhindern. Chefduzen wird zu wenig benutzt jedoch haben die Nutzer die UGZ entlarvt. Und sonst kenne ich kein anderes Forum.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 06.06.2016, 10:57 
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Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2693
Wohnort: Augsburg
Hallo,

mal ne bessere Nachricht:

http://www.sr.de/sr/home/nachrichten/po ... is100.html


Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 13.06.2016, 19:20 
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Registriert: 28.05.2015, 20:20
Beiträge: 40
Eine ähnliche Praxis hat uzt Airbus Helikopter in Donauwörth.
Allerdings sind diese Befristungen erheblich schlechter als die Privilegiert beschäftigten: Es gibt nur ein Arbeitszeitkonto statt wie bei den unbefristeten privilegierten 3. U.a. entfällt der Anspruch auf Betriebsrente.

Also Befristung ist zwar besser aber nicht gleich den privilegiert Beschäftigten

grüß

Bär


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 24.06.2016, 08:49 
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Registriert: 26.05.2013, 22:34
Beiträge: 911
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... bd966.html

So wird die Begrenzung der Überlassungsdauer auf grundsätzlich höchstens 18 Monate als Verstoß gegen das Grundgesetz erachtet, weil sie gemessen an den gesetzgeberischen Zielen, dem Schutz von Leiharbeitern und Stammbelegschaft, unverhältnismäßig sei und „verfassungswidrig in die Grundrechte der unternehmerischen Freiheiten eingreift“.

:roll: :roll:

Schon klar, liebe Bundesrechtsanwaltskammer, mit der Mini AÜG Reform drohen ab 2017 Kommunismus und Terrorismus im Land, Untergang in Barbarei.... **nerv

_________________
...Staatshaushalt - Ein Haushalt in dem alle essen, aber niemand spülen will!

http://www.youtube.com/watch?v=ziDDgZdunF0


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte zur Zeitarbeit
BeitragVerfasst: 24.06.2016, 17:38 
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Registriert: 11.05.2016, 22:58
Beiträge: 96
Stimmt, im Artikel werden aber auch andere Quellen zitiert:

„Mit der Höchstüberlassungsdauer wird Missbrauch nicht verhindert, sondern gesetzlich legitimiert.“ Leiharbeitskräfte dürfen nur noch vorübergehend bei einem Entleihbetrieb beschäftigt werden. Die Betriebe aber könnten künftig dauerhaft Leiharbeit einsetzen – mit immer neuen Leiharbeitskräften. „Damit entstehe ein Personalkarussell, das sich endlos drehen kann“

und

„Das Gesetz hält nicht das, was es verspricht“, bekräftigte die Grüne Müller-Gemmeke. Gleichen Lohn für gleiche Arbeit gebe es erst frühestens nach neun Monaten. „Es ist dreist, dann noch von Equal Pay zu reden.“ Flexibilität müsse ihren Preis haben. Eine bürokratische Höchstüberlassungsdauer brauche da niemand. Stattdessen sollte gleicher Lohn für gleiche Arbeit ab dem ersten Tag plus Flexibilitätsbonus gezahlt werden. „Das wäre gerecht, und Leiharbeit würde betriebswirtschaftlich dann auch nur vorübergehend Sinn machen.“

Einstampfen, den Entwurf...


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