ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

Ein Forum der IG Metall
Aktuelle Zeit: 17.09.2019, 01:39

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 82 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 07.04.2013, 13:00 
Offline
Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2675
Wohnort: Augsburg
@Walsimöt schreibt:
Zitat:
Aus dem vermeintlichen "Amazon-Skandal" ist längst ein Hessischer Rundfunk / ARD-Skandal geworden:


Stimmt! Bei Amazon ist alles normal. Z.B:

- Den LAN war zugesagt worden bei Amazon angestellt zu werden. Einen Arbeitsvertrag mussten sie mit Trenkwalder abschließen.

- Verstösse wie unter http://www.arbeitssicherheit.de/de/html ... itsschutz/ aufgelistet sind nur vermeintliche Skandale.

- Arbeitsbedingungen wie unter http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/u ... 89481.html berichtet gehören zur Amazonnormalität.

- Kasten am Ende des FAZ-Artikels: Der Beitrag unserer Autorin erscheint ohne ihren Namen, weil Mitarbeiter von Amazon ein Dokument unterzeichnen müssen, in dem die Weitergabe interner Informationen untersagt wird - auch über die Einsatzzeit hinaus.. - Der Bericht selbst ein FAZ-Skandal. (Die Verfasserin outet sich nicht).

- Amazon verklagt Betriebsrat: http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 89610.html. Ein BR will Leiharbeit einschränken. Ja wo kommen wir denn da hin. Leiharbeit ist normal!

Wenn ein Walsimöt mit Skandalen aufräumt da bleibt kein Auge trocken.

Karl

PS: Weil im Thread gelegentlich die Frage war was bei KUSS so alles auf den Tisch kommt:

Unter: http://www.ig-zeitarbeit.de/artikel/17559 den Anhang anklicken und öffnen:
Dort heißt es: KUSS hat im vergangenen Sommer ihre Arbeit aufgenommen und seither rund 250 Eingaben bearbeitet. In zehn Fällen lagen grobe Verstöße vor und in zwei Fällen kam es auch zum Verbandsausschluss.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 08.04.2013, 09:13 
Offline

Registriert: 16.01.2011, 08:24
Beiträge: 519
Walsimöt hat geschrieben:
Die Überschrift dieses Threads würde ich mal überdenken. Aus dem vermeintlichen "Amazon-Skandal" ist längst ein Hessischer Rundfunk / ARD-Skandal geworden:
http://wordpress.finstercon.de/?p=788


Ein Skandal sind Regelungen wie

„Der Mitarbeiter verpflichtet sich, über alle Betriebs-
und Geschäftsgeheimnisse, sowohl während
der Dauer des Arbeitsverhältnisses als auch nach
seiner Beendigung Stillschweigen zu bewahren. [...]“

in dem IGZ-Musterarbeitsvertrag, die es unmöglich machen sollen, dass die Versklavung durch die Leihbude öffentlich wird..



karla hat geschrieben:
- Amazon verklagt Betriebsrat: http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 89610.html. Ein BR will Leiharbeit einschränken. Ja wo kommen wir denn da hin. Leiharbeit ist normal!


Wo kommen wir hin, wenn die Stammbelegschaft mit ihrer Gewerkschaft aktuell Tarifverträge abschließt, die nur zum Ziel haben, uns Leiharbeiter das Recht auf equal pay zu klauen? Wo kommen wir hin, wenn die Stammbelegschaft mit ihrem BR eine Betriebsvereinbarungen schlissen will, mit der unsere Arbeitsplätze gefärdet werden?
Wo kommen wir hin, wenn die Stammbelegschaft mit ihrer Gewerkschaft uns vom Mitarbeiter 2. Klasse zum Mitarbeiter 3. Klasse machen, indem durch Streiks die Stammbelegschaft eine astronomische Lohnerhöhung fordert, während die Löhne für uns Leiharbeiter eingefroren bleiben?
Aber nun ist Schluss mit der Versklavung von uns Leiharbeitern durch die Stammbelegschaft! Amazon wird den Streik mit uns niederknüppeln. So schreibt Personalorder.de:

„Nach LVZ-Informationen hat das Unternehmen bereits im März begonnen, wieder Leiharbeiter an Bord zu holen - um so im Ernstfall streikende Verdi-Mitglieder ersetzen zu können.“

Quelle: http://www.personalorder.de/index.php?v ... nlink=true

2018, wenn die verräterischen Branchenzuschlagstarife enden, wird es equal pay geben. Dann werden die Stammbelegschaften auch nur noch das verdienen, was wir Leiharbeiter bekommen.

_________________
Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 08.04.2013, 09:25 
Offline

Registriert: 25.12.2006, 20:45
Beiträge: 1214
Hallo Hans,

ich verstehe Deine Beiträge nicht mehr. Ist das Sarkasmus oder verfehlst Du regelmaßig das Thema? Das ist sehr schade, weil früher hatten Deine Beiträge Substanz.

Deine Verbitterung ist absolut verständlich, aber warum machst Du Deinem Ärger nicht in den passenden Threads Luft? Aktuell stehen doch "Tarifverhandlungen" mit dem BAP und dem iGZ an - warum schreibst Du nicht dort?

Den Amazon-Festangestellten, selbst nur arme Schweine, astronomische Lohnforderungen zu unterstellen finde ich absolut inakzeptabel!

Gruß, Cortez


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 08.04.2013, 10:23 
Offline

Registriert: 16.01.2011, 08:24
Beiträge: 519
Hallo Cortez,

cortez hat geschrieben:
Aktuell stehen doch "Tarifverhandlungen" mit dem BAP und dem iGZ an - warum schreibst Du nicht dort?


ich beziehe mich hier in erster Linie auf den anstehenden Streik bzw. die Tarifverhandlungen bei Amazon. Zitat Spiegel-Online:

„Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di will nun ganztägige und mehrtägige Streiks planen "Wir werden nicht lockerlassen, bis wir einen vernünftigen Tarifabschluss haben", sagte Gewerkschaftssprecher Jörg Lauenroth-Mago.“

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 92699.html

Diesen gewerkschaftlichen Streik kann man nicht losgelöst von der Leiharbeit betrachten.

Der BR ist auch mit den Stimmen der Leiharbeiter gewählt worden, vertritt aber mit Verdi nur die Interessen der Stammbelegschaft Es kann nicht sein, wenn Verdi uns Leiharbeiter mit einem Scheintarifvertrag knebelt, für die Stammbelegschaft aber Arbeitskämpfe durchführt-
Glücklicherweise sind Betriebe mit hohem Leiharbeiteranteil nur noch bedingt bestreikbar.
Von 2.000 Beschäftigte in Leipzig sollen nur 520 organisiert sein. Der Streik wird verloren gehen, zumal wir Leiharbeiter die Chance nutzen und einem Einsatz nicht widersprechen werden.


cortez hat geschrieben:
Den Amazon-Festangestellten, selbst nur arme Schweine, astronomische Lohnforderungen zu unterstellen finde ich absolut inakzeptabel!


Laut Amazon beträgt der unterste Lohn 9,30 € ( http://www.amazon.de/gp/help/customer/d ... =200801000). Verdi fordert eine Lohnuntergrenze von 10,66 €. Das entspricht eine Lohnerhöhung von 14,6 %.
Die Leiharbeiter sollen aber weiterhin für 8,19 € und weniger malochen.
Absolut inakzeptabel ist es, wenn die Leiharbeiter künftig weiterhin statt equal pay nur einen Hungerlohn bekommen sollen. Warum soll sich eine Leiharbeiter mit der Stammbelegschaft solidarisieren?

_________________
Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 08.04.2013, 11:04 
Offline

Registriert: 25.12.2006, 20:45
Beiträge: 1214
Hans_der_Kaempfer hat geschrieben:
Glücklicherweise sind Betriebe mit hohem Leiharbeiteranteil nur noch bedingt bestreikbar.
Von 2.000 Beschäftigte in Leipzig sollen nur 520 organisiert sein. Der Streik wird verloren gehen, zumal wir Leiharbeiter die Chance nutzen und einem Einsatz nicht widersprechen werden.

Alles Gute für Deine weiteren K(r)aempfe, Hans. Ich werde Deinen Blödsinn in Zukunft nicht mehr lesen.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 08.04.2013, 14:44 
Offline

Registriert: 21.03.2010, 12:43
Beiträge: 314
karla hat geschrieben:
@Walsimöt schreibt:
Zitat:
Aus dem vermeintlichen "Amazon-Skandal" ist längst ein Hessischer Rundfunk / ARD-Skandal geworden:


Stimmt! Bei Amazon ist alles normal. Z.B:

- Den LAN war zugesagt worden bei Amazon angestellt zu werden. Einen Arbeitsvertrag mussten sie mit Trenkwalder abschließen.

Ich will Trenkwalder gar nicht in Schutz nehmen*, aber Du drängst mich ja quasi in die Ecke: Richtig, den ZAN war zugesagt worden, bei Amazon angestellt zu werden. Aber die Zusage erfolgte nicht durch Trenkwalder, sondern durch die Arbeitsagentur. Also ein Agentur-Skandal?

karla hat geschrieben:
- Verstösse wie unter http://www.arbeitssicherheit.de/de/html ... itsschutz/ aufgelistet sind nur vermeintliche Skandale.

- Arbeitsbedingungen wie unter http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/u ... 89481.html berichtet gehören zur Amazonnormalität.

- Kasten am Ende des FAZ-Artikels: Der Beitrag unserer Autorin erscheint ohne ihren Namen, weil Mitarbeiter von Amazon ein Dokument unterzeichnen müssen, in dem die Weitergabe interner Informationen untersagt wird - auch über die Einsatzzeit hinaus.. - Der Bericht selbst ein FAZ-Skandal. (Die Verfasserin outet sich nicht).

Ich habe mir die Links durchgelesen; da sind objektiv ein paar Verfehlungen dabei, aber bitte wo ist hier ein „Skandal“? Die haben die Sonntagsgenehmigung vergessen zu beantragen, die sie sonst 100%ig bekommen hätten. Skandal? Da haben einige keine Sicherheitsschuhe bekommen (die haben da ja nicht auf dem Bau gearbeitet). Skandal? Das ist ein amerikanischer Konzern, da wird ganz anders kontrolliert als wir das kennen, ok. Aber: Skandal? Die dürfen Betriebsgeheimnisse nicht verraten. Das ist normal, kein Skandal.

karla hat geschrieben:
- Amazon verklagt Betriebsrat: http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 89610.html. Ein BR will Leiharbeit einschränken. Ja wo kommen wir denn da hin. Leiharbeit ist normal!

Es wäre nicht ok, wenn Amazon die ZAN beschäftigt, um sie als Streikbrecher zu mißbrauchen. Das gehört verboten! Aber für Auftragsspitzen wie zu Ostern, Weihnachten etc. ist Zeitarbeit in der Tat einfach nur normal!

karla hat geschrieben:
PS: Weil im Thread gelegentlich die Frage war was bei KUSS so alles auf den Tisch kommt:
Unter: http://www.ig-zeitarbeit.de/artikel/17559 den Anhang anklicken und öffnen:
Dort heißt es: KUSS hat im vergangenen Sommer ihre Arbeit aufgenommen und seither rund 250 Eingaben bearbeitet. In zehn Fällen lagen grobe Verstöße vor und in zwei Fällen kam es auch zum Verbandsausschluss.

Ich selbst habe erst kürzlich erlebt, wie schnell und umfassend die KuSS solche Eingaben behandelt. Das ist vorbildlich! Wenn von 10 Fällen 8 eingelenkt haben und ihre Arbeitsweise künftig also ändern, ist das für mich ein gutes Zeichen dafür, dass die KuSS funktioniert. Die KuSS hat insofern auch disziplinierenden Charakter. Ohne KuSS würden die einfach so weiterarbeiten wie bisher; zum Schaden der ZAN! Würde der iGZ diese Mitglieder einfach rausschmeißen (ohne KuSS), würden die unter anderer Flagge einfach so weitermachen. Was – bitte schön! – ist daran zu kritisieren?
karla hat geschrieben:
Wenn ein Walsimöt mit Skandalen aufräumt da bleibt kein Auge trocken.

*Du magst vor Lachen Tränen vergießen; ich vor Traurigkeit. Mir geht es nicht darum, Trenkwalder zu verteidigen, mir geht es darum deutlich zu machen, wie der Journalismus mit der Zeitarbeit umgeht. In der Amazon-Geschichte wurden Behauptungen und Zeugen frei erfunden und Aussagen anderer Zeugen falsch wiedergegeben. Fingierte Emails spielen auch eine Rolle. Wallraffs Bücher kann ich im Übrigen entgegen seiner Versprechungen noch heute bei Amazon kaufen.

http://meedia.de/fernsehen/verfuegung-g ... 04/05.html

Der BAP schreibt dazu:
„Es ist unglaublich, dass dieselben Journalisten, die bis vor kurzem noch in der Sendung von Anne Will von Günter Wallraff für ihre Amazon-Berichterstattung den Grimme- und den Deutschen Fernsehpreis erhalten sollten, nun zugeben müssen, dass ihnen für ihre pauschale Schmähkritik an der Zeitarbeit aben-teuerlich erfundene Mittel recht waren.
Dass dabei sogar Zeugen erfunden wurden, ist peinlich für die journalistische Berichterstattung, zumal für das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen, das laut Rundfunkstaatsvertrag für eine objektive Berichterstattung verantwortlich ist und hierfür normalerweise zu Recht Gebühren einnimmt.
Diese Art von Schmähkritik an der Zeitarbeit zeigt, wie weit Journalismus heute geht, um in die eine oder andere Tendenz gebogen zu werden. Es wäre schön, wenn Journalisten ganz objektiv über die Zeitarbeit berichten würden und nicht auch noch, wie im Fall Amazon, einen falschen Pflock in die pau-schalisierte Meinung schlügen.
Zumindest von Seiten der ARD, wenn nicht auch von den Politikern, die auf den falschen Zug in der „Aktuellen Stunde im Bundestag“ aufsprangen, steht eine Entschuldigung für die Verunglimpfung der Zeitarbeit an. Uns stellen sich unter anderem folgende Fragen:
Warum wurde in der Sendung mehrfach bewusst Fakten fingiert und wer übernimmt nun die Verantwortung für die Manipulation?“

Warum, lieber Karl, sind die Lügen und erfundenen Aussagen/Zeugen/Emails kein Grund für Dich, mal inne zu halten und Dich zu fragen, ob das da vielleicht doch nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist? Warum gehst Du darauf so gar nicht ein? Und ist die Tatsache, dass man selbst vermeintlich seriösen Medien keinen Glauben mehr schenken darf, nicht der wahre Skandal an der Geschichte?


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 08.04.2013, 17:59 
Offline
Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2675
Wohnort: Augsburg
Hallo Walsimöt,
Zitat:
Warum, lieber Karl, sind die Lügen und erfundenen Aussagen/Zeugen/Emails kein Grund für Dich, mal inne zu halten und Dich zu fragen, ob das da vielleicht doch nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist? Warum gehst Du darauf so gar nicht ein?

Warum ich nicht darauf eingehe hat damit zu tun, dass das Thema Amazon heißt und nicht ARD. (Dass die ARD-Journalisten mit ihrer Methode ihren Bericht entwertet haben mache ich mir deshalb nicht zu meinem Problem).

Deine Beiträge zeugen eindeutig davon Amazon und sein Geschäftsmodell (Herankarren von Arbeitnehmern aus aller Herren Länder für ein paar Wochen) zu verniedlichen. Dieses Geschäftsmodell funktioniert nur mit der Not dieser Arbeitnehmer und die Leihbranche ist Bestandteil dieses Geschäftsmodells.


Zu deinen Verniedlichungen:
Zitat:
Richtig, den ZAN war zugesagt worden, bei Amazon angestellt zu werden. Aber die Zusage erfolgte nicht durch Trenkwalder, sondern durch die Arbeitsagentur. Also ein Agentur-Skandal?

Nicht die deutsche AA ist in Spanien an die Arbeitnehmer herangetreten sondern Amazon an die spanische AA.
Zitat:
Über die spanische Arbeitsagentur habe sie von der Möglichkeit erfahren, in Deutschland bei Amazon zu arbeiten..... Erst einen Tag vor der Abreise habe sie erfahren, dass sie nicht direkt bei Amazon, sondern bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt werden sollte, für nicht mehr als 1000 Euro. Auf einen Teil des Lohns warte sie noch heute.
Siehe: http://www.hna.de/lokales/rotenburg-beb ... cmp=defrss

Deine Schuldzuweisung an die deutsche AA als was soll man das jetzt kennzeichnen?


Zitat:
...Die dürfen Betriebsgeheimnisse nicht verraten. Das ist normal, kein Skandal.

MeinZitat hieß: weil Mitarbeiter von Amazon ein Dokument unterzeichnen müssen, in dem die Weitergabe interner Informationen untersagt wird .
Was Betriebsgeheimnisse sind kannst du unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebs-_ ... sgeheimnis nachlesen. Deine inkorrekte Wiedergabe meines Zitats ist wohl genau so zustande gekommen wie die Sonntagsarbeit bei Amazon. Vergessen! Walsimöt hat nur vergessen genau hinzuschauen.
Genau wie die Leihfirmen die ihre LAN Sonntags zur Arbeit schickten und auch keine Ahnung hatten, dass man dazu eine Genehmigung braucht. Walsimöt liefert gleich die Entschuldigung nach: die sie sonst 100%ig bekommen hätten. So geht seröse Leiharbeit!
Und die Amis können nur englisch. Beschäftigen in ihren Personalbüros kein deutschsprechendes und die deutschen Gesetze kennendes Personal.
Deine Anmerkung dazu: .....ok. Aber: Skandal?.
Ja ich weiß, wo gehobelt wird da fallen Späne.


Zitat:
Aber für Auftragsspitzen wie zu Ostern, Weihnachten etc. ist Zeitarbeit in der Tat einfach nur normal!

Klar, zu Ostern muss Amazon die Schokoladenhasen und die Ostereier versenden und im Juni fangen in den ersten Bundesländern schon die Sommerferien an, davor noch Pfingsten dann steht Weihnachten schon wieder vor der Tür. Da darf ein BR sich doch nicht so anstellen.

Nach deiner Darstellung der Leihfirmen im Amazon-Geschäftsmodell können die alle bei Hr. Fuhrmanns IQZ sich einen Freifahrschein für seriöse Zeitarbeit besorgen. Die paar "Verfehlungen".

Karl


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 08.04.2013, 20:05 
Offline

Registriert: 23.06.2006, 12:32
Beiträge: 824
Wohnort: Deutschland
Tach auch Karla,

Erdbeeren und Spargel genießt du dann auch nicht mehr - was ist denn mit diesen Saisonkräften, die "herangekarrt" werden?


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 08.04.2013, 20:50 
Offline

Registriert: 21.03.2010, 12:43
Beiträge: 314
karla hat geschrieben:
Hallo Walsimöt,
Zitat:
Warum, lieber Karl, sind die Lügen und erfundenen Aussagen/Zeugen/Emails kein Grund für Dich, mal inne zu halten und Dich zu fragen, ob das da vielleicht doch nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist? Warum gehst Du darauf so gar nicht ein?

Warum ich nicht darauf eingehe hat damit zu tun, dass das Thema Amazon heißt und nicht ARD. (Dass die ARD-Journalisten mit ihrer Methode ihren Bericht entwertet haben mache ich mir deshalb nicht zu meinem Problem).

"Nicht mein Problem." Und Du meinst nicht, es Dir damit viel zu einfach zu machen?

karla hat geschrieben:
Deine Beiträge zeugen eindeutig davon Amazon und sein Geschäftsmodell (Herankarren von Arbeitnehmern aus aller Herren Länder für ein paar Wochen) zu verniedlichen. Dieses Geschäftsmodell funktioniert nur mit der Not dieser Arbeitnehmer und die Leihbranche ist Bestandteil dieses Geschäftsmodells.

Nun mach´mal halblang! Bei vernünftigen Arbeitsbedingungen wäre das ein normaler Montageeinsatz gewesen.


karla hat geschrieben:
Zu deinen Verniedlichungen:
Zitat:
Richtig, den ZAN war zugesagt worden, bei Amazon angestellt zu werden. Aber die Zusage erfolgte nicht durch Trenkwalder, sondern durch die Arbeitsagentur. Also ein Agentur-Skandal?

Nicht die deutsche AA ist in Spanien an die Arbeitnehmer herangetreten sondern Amazon an die spanische AA.
Zitat:
Über die spanische Arbeitsagentur habe sie von der Möglichkeit erfahren, in Deutschland bei Amazon zu arbeiten..... Erst einen Tag vor der Abreise habe sie erfahren, dass sie nicht direkt bei Amazon, sondern bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt werden sollte, für nicht mehr als 1000 Euro. Auf einen Teil des Lohns warte sie noch heute.
Siehe: http://www.hna.de/lokales/rotenburg-beb ... cmp=defrss

Deine Schuldzuweisung an die deutsche AA als was soll man das jetzt kennzeichnen?

Als falsch. Wenn ich etwas von deutscher AA gesagt hätte. Habe ich aber nicht. Aber hätte ich, wäre das ein Zeichen wofür? Mir geht es hier doch darum, nicht alles plump der pösen Zeitarbeit unterzujubeln. Wenn wir uns einig sind, dass die (spanische) AA verantwortlich für diese Verfehlung ist, und nicht "das System Leiharbeit" (oder wie Ihr hier so häufig konspirativ zu sagen pflegt), dann ist es doch gut.

karla hat geschrieben:
Zitat:
...Die dürfen Betriebsgeheimnisse nicht verraten. Das ist normal, kein Skandal.

MeinZitat hieß: weil Mitarbeiter von Amazon ein Dokument unterzeichnen müssen, in dem die Weitergabe interner Informationen untersagt wird .
Was Betriebsgeheimnisse sind kannst du unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebs-_ ... sgeheimnis nachlesen. Deine inkorrekte Wiedergabe meines Zitats ist wohl genau so zustande gekommen wie die Sonntagsarbeit bei Amazon. Vergessen! Walsimöt hat nur vergessen genau hinzuschauen.

Gut, "interne Informationen". Bleibt sich aber gleich, Verschwiegenheitsverpflichtungen auch über das Beschäftigungsende hinaus sind normal in der Wirtschaft.

karla hat geschrieben:
Genau wie die Leihfirmen die ihre LAN Sonntags zur Arbeit schickten und auch keine Ahnung hatten, dass man dazu eine Genehmigung braucht. Walsimöt liefert gleich die Entschuldigung nach: die sie sonst 100%ig bekommen hätten. So geht seröse Leiharbeit!

Sagte ich an welcher Stelle? Nochmal: Ich will Trenkwalder nicht in Schutz nehmen. Die BA hat Verstösse bei Trenkwalder festgestellt. Seriös geht Zeitarbeit sicher anders. Aber ist eine fehlende Sonntagsgenehmigung (oder auch die anderen Beispiele) ein "Skandal"? Wenn das ein Skandal wäre, gäbe es wohl keinen Skandalfreien Arbeitgeber mehr in Deutschland. In dem Du Verfehlungen skandalisierst, verniedlichst Du echte Skandale!

karla hat geschrieben:
Und die Amis können nur englisch. Beschäftigen in ihren Personalbüros kein deutschsprechendes und die deutschen Gesetze kennendes Personal.
Deine Anmerkung dazu: .....ok. Aber: Skandal?.
Ja ich weiß, wo gehobelt wird da fallen Späne.

Das sind - ich wiederhole mich - Verfehlungen. Das ist keine seriöse Zeitarbeit. Aber es ist eben auch kein "Skandal"!

karla hat geschrieben:
Zitat:
Aber für Auftragsspitzen wie zu Ostern, Weihnachten etc. ist Zeitarbeit in der Tat einfach nur normal!

Klar, zu Ostern muss Amazon die Schokoladenhasen und die Ostereier versenden und im Juni fangen in den ersten Bundesländern schon die Sommerferien an, davor noch Pfingsten dann steht Weihnachten schon wieder vor der Tür. Da darf ein BR sich doch nicht so anstellen.

Du nimmst meine Argumente gar nich wahr, oder? Also nochmal: Wenn Amazon ZAN als Streikbrecher einsetzen will, dann gehört das verboten. Aber wenn sie Auftragsspitzen haben (die wissen besser als Du und ich, wann das ist), was ist dann gegen den Einsatz von ZAN zu sagen?

karla hat geschrieben:
Nach deiner Darstellung der Leihfirmen im Amazon-Geschäftsmodell können die alle bei Hr. Fuhrmanns IQZ sich einen Freifahrschein für seriöse Zeitarbeit besorgen. Die paar "Verfehlungen".

Wir Hoffmänner lassen das IQZ-Siegel auslaufen. Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass Trenkwalder an das Siegel käme.

Gruß
Thomas


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 09.04.2013, 15:40 
Offline
Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2675
Wohnort: Augsburg
Hallo Robin Hood, hallo Walsimöt,

@Robin Hood
Zitat:
Tach auch Karla,

Erdbeeren und Spargel genießt du dann auch nicht mehr - was ist denn mit diesen Saisonkräften, die "herangekarrt" werden?

Erstmal zu meinen Spargel- und Erdbeergewohnheiten. Ich bin da sehr konservativ. Ca. 40 km nord-östlich von Augsburg ist das bekannte Spargelanbaugebiet von Schrobenhausen. Die beschäftigen dort in der Spargelsaison auch Arbeitnehmer aus Osteuropa. Trotzdem ist der Spargel dermaßen teuer dass ich mir das noch nie geleistet habe.
Bei den Erdbeeren leiste ich mir hin-und wieder eine Schale. Ob die nun aus Spanien oder um die Ecke kommen schaue ich nicht genau hin. Die Preise sind nicht gravierend unterschiedlich. In Spanien werden die Erdbeeren von Illegalen bearbeitet bei uns von herangekarrten aus Osteuropa.

Einer verliert dabei immer: Entweder die Illegalen in Spanien oder die herangekarrten aus Osteuropa. Die Besitzer der Plantagen egal wo, gehören nicht zu den Verlierern. Sie sind um in der Sprache der Leihbranche zu sprechen die Jobmaschine der Saisonarbeiter.

Diejenigen die an den Geschäftsmodellen wie z.B. bei Amazon mitverdienen halten sich offensichtlich für eine moderne Mutter Theresa und die Verbraucher für die wahren Verantwortlichen für die Misere in diesen Geschäftsmodellen.

Da gibt es halt unterschiedliche Bewertungen.


@Walsimöt bezüglich ARD-Darstellung:
Zitat:
"Nicht mein Problem." Und Du meinst nicht, es Dir damit viel zu einfach zu machen?

Mach dazu einfach ein neues Thema auf . Keiner hindert dich daran.


Zitat:
karla hat geschrieben:
Deine Beiträge zeugen eindeutig davon Amazon und sein Geschäftsmodell (Herankarren von Arbeitnehmern aus aller Herren Länder für ein paar Wochen) zu verniedlichen. Dieses Geschäftsmodell funktioniert nur mit der Not dieser Arbeitnehmer und die Leihbranche ist Bestandteil dieses Geschäftsmodells.

Nun mach´mal halblang! Bei vernünftigen Arbeitsbedingungen wäre das ein normaler Montageeinsatz gewesen.

Bei Amazon außer ein paar Verfehlungen alles normal und vernünftig?


Zitat:
Mir geht es hier doch darum, nicht alles plump der pösen Zeitarbeit unterzujubeln. Wenn wir uns einig sind, dass die (spanische) AA verantwortlich für diese Verfehlung ist, und nicht "das System Leiharbeit"

Im Bericht der HNA sagt die spanische Kollegin: rund 1500 Euro minus Steuern seien ihr in Aussicht gestellt worden. Erst einen Tag vor der Abreise habe sie erfahren, dass sie nicht direkt bei Amazon, sondern bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt werden sollte, für nicht mehr als 1000 Euro.

Die Differenz zwischen1500 und 1000 Euro kann nur der Differenz zwischen Versprechen der Festanstellung und Leiharbeit geschuldet sein. Es gab einen Auftrag von Amazon an die sp. AA. Dass die sp. AA einfach von sich aus 1500 verspricht ohne Wissen von Amazon ist gelinde gesagt eine Unterstellung. Wenn du es nicht besser weißt dann beschuldige nicht einseitig die AA und wasch Amazon damit sauber.


Zitat:
Gut, "interne Informationen". Bleibt sich aber gleich, Verschwiegenheitsverpflichtungen auch über das Beschäftigungsende hinaus sind normal in der Wirtschaft.

Interne Informationen und Betriebsgeheimnisse: Bleibt sich Gleich? Erkundige dich mal bei der iGZ-Rechtabteilung ob die da auch keinen Unterschied sehen. Bin gespannt auf das Ergebnis.


Zitat:
Das sind - ich wiederhole mich - Verfehlungen. Das ist keine seriöse Zeitarbeit. Aber es ist eben auch kein "Skandal"!

Mit unseriöser Leiharbeit, mit den Verfehlungen, kann deine Branche also ganz gut leben. Schlimm ist nur wenn es als Skandal gekennzeichnet wird. Du wirst es nie kapieren was es mit eurem Image auf sich hat.


Zitat:
Aber wenn sie Auftragsspitzen haben (die wissen besser als Du und ich, wann das ist), was ist dann gegen den Einsatz von ZAN zu sagen?

Im SPON-Artikel heißt es: Ab April werde Amazon mehr als die Hälfte von ihnen in eine befristete Festanstellung übernehmen.

Warum stellen sie die LAN nicht schon ab März befristet ein? Das wäre natürlich teurer. Sie wollen alle Unternehmerfreiheiten wie Befristungen, Leiharbeit etc. Auch Befristung ermöglicht Flexibilität. Sie können den Hals nicht vollkriegen. Und das ist eine Voraussetzung für eure Geschäftemacherei.


Karl


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 10.04.2013, 11:05 
Offline
Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2675
Wohnort: Augsburg
Hallo,

zum ARD-Skandal:

www.onvista.de/news/alle-news/artikel/0 ... 08040351ff

Schauen wir mal was übrig bleibt?


Karl


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 10.04.2013, 18:44 
Offline

Registriert: 16.01.2011, 08:24
Beiträge: 519
karla hat geschrieben:
Schauen wir mal was übrig bleibt?


Da wird nichts übrig bleiben!

Stellungnahme des hr:

„2. Alle in der Dokumentation aufgeführten Zeugen und schriftlichen Belege existieren nachweislich. Bei der angeblich frei erfundenen Zeugin und ihrer E-Mail ist lediglich die wahre Identität des Zeugen bewusst unkenntlich gemacht worden.
Die in dem Beitrag bildlich dargestellte und verlesene E-Mail ist selbstverständlich nicht erfunden, sondern liegt dem hr vor.
[...]
Der hr wendet sich aber entschieden gegen die teilweise verbreitete Behauptung, er habe eine Manipulation freiwillig eingeräumt. Manipulativ war hingegen eine Pressemitteilung der Kanzlei Höcker, die eine Stellungnahme der hr-Rechtsabteilung vom 26.02.2013 verkürzt und damit verfälscht wiedergeben hat: „Schon vor der Gerichtsentscheidung hatte die Rechtsabteilung des hr eine Manipulation freiwillig eingeräumt: Wörtlich teilte die hr-Rechtsabteilung dazu mit: ‚Dass eine Frau Agnieszka Lewandowska niemals als Leiharbeiterin bei Amazon beschäftigt war, ist richtig‘.“ Unerwähnt bleibt der unmittelbar folgende Satz: „Hierbei handelt es sich um eine Legende, derer sich die Autoren zum Schutz ihres Informanten bedient haben.“

Quelle: http://www.hr-online.de/website/derhr/h ... g_48034395

_________________
Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 11.04.2013, 14:45 
Offline

Registriert: 21.03.2010, 12:43
Beiträge: 314
karla hat geschrieben:
@Walsimöt bezüglich ARD-Darstellung:
Zitat:
"Nicht mein Problem." Und Du meinst nicht, es Dir damit viel zu einfach zu machen?

Mach dazu einfach ein neues Thema auf . Keiner hindert dich daran.

Von dem Angebot werde ich keinen Gebrauch machen, aber den Vorschlag finde ich schon mal respektabel.

karla hat geschrieben:
Deine Beiträge zeugen eindeutig davon Amazon und sein Geschäftsmodell (Herankarren von Arbeitnehmern aus aller Herren Länder für ein paar Wochen) zu verniedlichen. Dieses Geschäftsmodell funktioniert nur mit der Not dieser Arbeitnehmer und die Leihbranche ist Bestandteil dieses Geschäftsmodells.
Nun mach´mal halblang! Bei vernünftigen Arbeitsbedingungen wäre das ein normaler Montageeinsatz gewesen.
Bei Amazon außer ein paar Verfehlungen alles normal und vernünftig?

Amazon ist (naturgemäß) nicht mein Thema. Mein Thema ist die Zeitarbeit. Und der Zeitarbeitsfirma Trenkwalder ist in Bezug auf den Einsatz beim Entleiher Amazon nach allen Erkenntnissen, die bislang so auf dem Tisch sind (uns unbekannte durch die BA festgestellte Verstöße gegen das AÜG, unwidersprochene Behauptungen aus der Doku) diverse Verfehlungen vorzuwerfen, aber kein „Skandal“ wie z.B. bei Schlecker oder Weitblick.

karla hat geschrieben:
Zitat:
Mir geht es hier doch darum, nicht alles plump der pösen Zeitarbeit unterzujubeln. Wenn wir uns einig sind, dass die (spanische) AA verantwortlich für diese Verfehlung ist, und nicht "das System Leiharbeit"

Im Bericht der HNA sagt die spanische Kollegin: rund 1500 Euro minus Steuern seien ihr in Aussicht gestellt worden. Erst einen Tag vor der Abreise habe sie erfahren, dass sie nicht direkt bei Amazon, sondern bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt werden sollte, für nicht mehr als 1000 Euro.
Die Differenz zwischen1500 und 1000 Euro kann nur der Differenz zwischen Versprechen der Festanstellung und Leiharbeit geschuldet sein. Es gab einen Auftrag von Amazon an die sp. AA. Dass die sp. AA einfach von sich aus 1500 verspricht ohne Wissen von Amazon ist gelinde gesagt eine Unterstellung. Wenn du es nicht besser weißt dann beschuldige nicht einseitig die AA und wasch Amazon damit sauber.

Den Arbeitnehmern gegenüber eine Sauerei, da sind wir wohl einer Meinung. Aber hat das die Zeitarbeitsfirma zu verantworten? Ob das Amazon oder die spanische AA zu verantworten hat, ist mir dabei gelinde gesagt schnuppe. Mich nervt, dass aus der Sache ein "Zeitarbeits-Skandal" gemacht werden soll. So wie bei Schlecker: Ein Zeitarbeits-Skandal. Dabei hat Schlecker mit Zeitarbeit so viel zu tun wie ein Fisch mit einem Fahrrad.


karla hat geschrieben:
Zitat:
Gut, "interne Informationen". Bleibt sich aber gleich, Verschwiegenheitsverpflichtungen auch über das Beschäftigungsende hinaus sind normal in der Wirtschaft.

Interne Informationen und Betriebsgeheimnisse: Bleibt sich Gleich? Erkundige dich mal bei der iGZ-Rechtabteilung ob die da auch keinen Unterschied sehen. Bin gespannt auf das Ergebnis.

Gleich bleibt sich, dass es normal ist, eine Verschwiegenheitsverpflichtung diesbezüglich zu unterschreiben.

karla hat geschrieben:
Zitat:
Das sind - ich wiederhole mich - Verfehlungen. Das ist keine seriöse Zeitarbeit. Aber es ist eben auch kein "Skandal"!

Mit unseriöser Leiharbeit, mit den Verfehlungen, kann deine Branche also ganz gut leben. Schlimm ist nur wenn es als Skandal gekennzeichnet wird. Du wirst es nie kapieren was es mit eurem Image auf sich hat.

Wenn wir damit leben könnten oder wollten gäbe es keinen Kodex und keine KuSS. Du wirst vielleicht nicht kapieren, dass die Skandalisierung von leichten und mittelschweren Verfehlungen dazu führt, dass es für echte Skandale auch in der Bezeichnung dann keine Steigerung mehr gibt.
Ein Skandal wäre es aus meiner Sicht, wenn die Behauptungen von meedia.de stimmen würden (was der hr aber mittlerweile kräftig bestreitet). Deshalb muss ich in dem Punkt auch zurückrudern.

karla hat geschrieben:
Zitat:
Aber wenn sie Auftragsspitzen haben (die wissen besser als Du und ich, wann das ist), was ist dann gegen den Einsatz von ZAN zu sagen?

Im SPON-Artikel heißt es: Ab April werde Amazon mehr als die Hälfte von ihnen in eine befristete Festanstellung übernehmen.
Warum stellen sie die LAN nicht schon ab März befristet ein? Das wäre natürlich teurer. Sie wollen alle Unternehmerfreiheiten wie Befristungen, Leiharbeit etc. Auch Befristung ermöglicht Flexibilität. Sie können den Hals nicht vollkriegen. Und das ist eine Voraussetzung für eure Geschäftemacherei.

Das setzt voraus, dass die Zeitarbeiter insgesamt kostengünstiger wären als befristet Festangestellte. Das kann ich mir aber nicht vorstellen.


Ich bekomme es technisch bei der Hin- und Herschreiberei nicht hin, Zitate richtig zu kennzeichnen. Sorry erneut dafür; ich hoffe, das Gemeinte wird auch so klar.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 11.04.2013, 17:43 
Offline

Registriert: 05.02.2007, 14:55
Beiträge: 547
Walsimöt hat geschrieben:
Amazon ist (naturgemäß) nicht mein Thema. Mein Thema ist die Zeitarbeit. Und der Zeitarbeitsfirma Trenkwalder ist in Bezug auf den Einsatz beim Entleiher Amazon nach allen Erkenntnissen, die bislang so auf dem Tisch sind (uns unbekannte durch die BA festgestellte Verstöße gegen das AÜG, unwidersprochene Behauptungen aus der Doku) diverse Verfehlungen vorzuwerfen, aber kein „Skandal“ wie z.B. bei Schlecker oder Weitblick.

In der Reihe der Skandalleihfirmen haben Sie die Work Express (Link), an der iGZ-Frontmann Holger Piening beteiligt ist, mit ihrem Streikbruch bei Neupack vergessen.

_________________
"Wir rekrutieren am Bodensatz des Arbeitsmarkts" (Thomas Bäumer, CEO TUJA & Adecco / Tarifverhandlungsführer VGZ / BDA (Die nehmen aber auch wirklich jeden!) usw.)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 12.04.2013, 07:09 
Offline

Registriert: 10.02.2008, 13:02
Beiträge: 423
Wohnort: Kreis Bayreuth
Leider haben die Verantwortlich niemals begriffen das man selbst "Kleine"Verfehlungen unnachgiebig sanktionieren und anden muss. Denn leider ist es so das "Kommt man damit durch" der Schritt zu den größeren Aktionen nicht weit ist.
Sich nicht an geltendes Recht halten bleibt nun mal sich nicht an geltendes Recht halten. Ist wie mit schwanger sein, ein bisschen schwanger geht nicht

_________________
Lerne die Regeln gut, damit Du sie richtig brechen kannst. Dalai Lama


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 12.04.2013, 07:55 
Offline

Registriert: 21.03.2010, 12:43
Beiträge: 314
hilde hat geschrieben:
Walsimöt hat geschrieben:
Amazon ist (naturgemäß) nicht mein Thema. Mein Thema ist die Zeitarbeit. Und der Zeitarbeitsfirma Trenkwalder ist in Bezug auf den Einsatz beim Entleiher Amazon nach allen Erkenntnissen, die bislang so auf dem Tisch sind (uns unbekannte durch die BA festgestellte Verstöße gegen das AÜG, unwidersprochene Behauptungen aus der Doku) diverse Verfehlungen vorzuwerfen, aber kein „Skandal“ wie z.B. bei Schlecker oder Weitblick.

In der Reihe der Skandalleihfirmen haben Sie die Work Express (Link), an der iGZ-Frontmann Holger Piening beteiligt ist, mit ihrem Streikbruch bei Neupack vergessen.

Den habe ich nicht "vergessen"; den habe ich nicht erwähnt, weil es da keinen "Skandal" gibt! Jeder, der Ihrem Link folgt, wird das erkennen können.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 12.04.2013, 20:06 
Offline
Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2675
Wohnort: Augsburg
Hallo,

bezüglich Work Expreess/Piening GmbH
Zitat:
Den habe ich nicht "vergessen"; den habe ich nicht erwähnt, weil es da keinen "Skandal" gibt! Jeder, der Ihrem Link folgt, wird das erkennen können.

Dass Work Express von einem Streikrisiko wußte und trotzdem LAN zum Einsatz schickte wurde vom iGZ-Geschäftsführer so dargestellt:

WORK EXPRESS wurde im Vorfeld des Einsatzes über einen durchgeführten Streik nicht informiert, hat dann aber nach Kenntnisnahme unmittelbar reagiert und die Zusammenarbeit mit Neupack bereits am 9.11. beendet. Insofern ist sichergestellt, dass seitens WORK EXPRESS keine weiteren Zeitarbeitnehmer bei Neupack eingesetzt werden, solange der Betrieb bestreikt wird.

ist natürlich kein Skandal sondern ein Verfehlung.
Dann ist ja alles gut. Hauptsache kein Skandal!

Eine Skandal beschädigt das Image, eine Verfehlung doch nicht! So kann man sich täuschen.

Karl


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 12.04.2013, 20:20 
Offline

Registriert: 13.11.2008, 18:35
Beiträge: 633
Wohnort: Rheinland
karla hat geschrieben:
ist natürlich kein Skandal sondern ein Verfehlung.
Dann ist ja alles gut. Hauptsache kein Skandal!

Eine Skandal beschädigt das Image, eine Verfehlung doch nicht! So kann man sich täuschen.

Ich muß Herrn Bäumer zunehmend Recht geben: Man rekrutiert am Bodensatz des Arbeitsmarktes, besonders in der PR-Abteilung.

Wenn der iGZ einerseits das laue Lüftchen Berichterstattung von der Spitze des Eisberges zur "Hetzkampagne" aufbauschen will und andererseits sein ganzes widerliches Handeln zu "Fehltrittchen" herabstilisieren will, dann hat das grotesk-bizarre, aber im wesentlichen nur komische Züge.

Früher war alles besser, da hatten wir PRler, die konnten aus dem Nichts einen ganzen Weltkrieg anzetteln.

Um ein ganzes Volk zu verarschen darf man eben nur so dick auftragen, daß es zumindest noch gerade so eben glaubwürdig ist.

_________________
„Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. [...]” (Napoleon)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 11.11.2014, 12:16 
Offline

Registriert: 16.01.2011, 08:24
Beiträge: 519
Verdi ist nun seit über ein Jahr dabei, die Arbeitsbedingungen bei Amazon mit Streiks zu verbessern und droht:

„Verdi setzt Amazon unter Druck: Die Gewerkschaft droht dem Onlinehändler mit Streiks in der Weihnachtszeit“

Quelle: http://www.handelsblatt.com/unternehmen ... 89506.html

Gleichzeitig schreibt Verdi:

„Im Vorweihnachtsgeschäft sollen 10.000 Saisonkräfte die 9.000 festangestellten Beschäftigten des Konzerns unterstützen. Damit sind die Leiharbeitnehmer/innen bei Amazon bis Jahresende in der Überzahl.
[...]
Dass die massive Einstellung von Saisonkräften etwas mit dem Streik zu tun hat, bestreitet der Konzern.

Quelle: http://www.hundertprozentich.de/aktuell ... sgeschaeft

Glaubt Verdi tatsächlich, die Leiharbeiter und Saisonkräfte würden bei den Streiks mitmachen? Glaubt Verdi wirklich, ein Streik der organisierten Kollegen würde bei Amazon zu nennenswerten Liefereinschränkungen im Weihnachtsgeschäft führen? Dank Leiharbeit sind viele Arbeitskämpfe der Stammbeschäftigten zum Scheitern verurteilt.

_________________
Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 11.11.2014, 13:00 
Offline

Registriert: 13.11.2008, 18:35
Beiträge: 633
Wohnort: Rheinland
Ich frage mich, wieso manche Gewerkschaften solche Spiegelgefechte nötig haben.
Schaut man sich die GdL mal an, dann sieht man ja, daß es auch noch richtige Streiks mit realistischen Zielen geben kann.

ver.di hingegen macht etwas total Idiotisches:
Man fordert für reine Einpacker die Anwendung eines Tarifvertrages für Verkäufer. Gibt mir vielleicht mal jemand die Durchwahl zu einem dieser Packer, damit er mich bei der Wahl einer neuen Hose zu $Anlaß berät?
Nein?
Ach.

Ich bestreite nicht, daß ~10 EUR Stundenlohn heutzutage kaum noch zum Leben reichen und daß die Leute auch mehr verdienen sollen.
Aber warum führt ver.di dann nicht den echten Kampf, also den für eine Verbesserung der Bedingungen in der Logistikbranche?

So wird das nie was werden, Amazon wird sich nicht darauf einlassen, Einpacker als Verkäufer mit Beratungstätigkeit zu bezahlen, so wie meine Frau als Krankenschwester niemals als Ärztin eingruppiert werden wird.

D.h. ver.di führt hier einen Kampf, der schon im Voraus verloren ist.

Warum?

Ich habe keine Ahnung. Vielleicht sind sie für die Logistikbranche gar nicht zuständig oder man will einfach nur irgendwas machen, um von den "Erfolgen" der letzten Jahre abzulenken.
Und warum Amazon? Würde man bei arvato den gleichen Terz machen, käme die Gewerkschaftswerbung nicht mehr rechtzeitig beim Zahlvieh an.

Alles Lug und Trug.

_________________
„Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. [...]” (Napoleon)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 20.01.2015, 18:23 
Offline

Registriert: 01.12.2014, 11:43
Beiträge: 10
Schimmelreiter hat geschrieben:
Ich frage mich, wieso manche Gewerkschaften solche Spiegelgefechte nötig haben.
Schaut man sich die GdL mal an, dann sieht man ja, daß es auch noch richtige Streiks mit realistischen Zielen geben kann.

Aber warum führt ver.di dann nicht den echten Kampf, also den für eine Verbesserung der Bedingungen in der Logistikbranche?

So wird das nie was werden, Amazon wird sich nicht darauf einlassen, Einpacker als Verkäufer mit Beratungstätigkeit zu bezahlen, so wie meine Frau als Krankenschwester niemals als Ärztin eingruppiert werden wird.

D.h. ver.di führt hier einen Kampf, der schon im Voraus verloren ist.

Warum?


Weil eine so große Organisation, die so Politiknah ist und politisch korrekt das Spiel der Macht mitspielt - so wie es die meisten Duckmäuser tun die sie vertreten - und daher keine Eskalation sich ins Haus holt. Das sind reine Alibiveranstaltungen. Und das Thema GDL zeigt, warum: Du bist der neue Superschurke, solltest du dich frei für deine Klienten einsetzen gegen alle Widrigkeiten und mit normalen Forderungen... Das geben sich dann auch die letzten ehrbaren Menschen bei Verdi nicht... zu groß die Futtertröge der Macht.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Amazon und seine Sklaven
BeitragVerfasst: 20.07.2015, 12:54 
Offline
Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2675
Wohnort: Augsburg
Hallo,

unter: http://www.welt.de/wirtschaft/article14 ... eiter.html

Bericht über Amazon in Polen.Z.B. heißt es dort:

Außerdem bemängelt er, dass die Hälfte der Arbeiter bei Amazon über Zeitarbeitsfirmen angestellt seien, die ihre Angestellten "wie Sklaven behandeln". Amazon betont aber, dass die Mehrheit der über 6000 Mitarbeiter fest angestellt sei.

Wie die Stimmung bei den Arbeitern in Posen ist, lässt sich auch an einem Ereignis von vor drei Wochen ablesen: Am 24. und 25. Juni wurden die Schichten für die Arbeiter von zehn auf elf Stunden verlängert, berichtet die PIP. Zu dieser Zeit streikten Angestellte der meisten deutschen Amazon-Versandzentren. In der Nachtschicht vom 24. auf den 25. Juni gab es einen Spontan-Protest in Posen: Ein Teil der Belegschaft verlangsamte die Arbeit in der elften Stunde, um seine Unzufriedenheit mit den Arbeits- und Lohnbedingungen und die Solidarität mit den deutschen Amazon-Angestellten auszudrücken.



Karl


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 82 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de