ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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BeitragVerfasst: 13.05.2013, 15:40 
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http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1 ... index.html

Auszug aus dem Artikel:
An den Fließbändern des Autobauers Daimler werden Menschen beschäftigt, die so wenig verdienen, dass sie davon nicht leben können. Ein Reporter des SWR ließ sich über eine Leiharbeitsfirma anstellen und arbeitete undercover mit der Stammbelegschaft der Stuttgarter. Sein Verdienst allerdings war mehr als mau.


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BeitragVerfasst: 17.05.2013, 18:47 
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Könnte es sein, dass IGM-Betriebsräte Verbrecher sind? Zumindest laufen gegen IGM-Betriebsräte Strafverfahren.

Laut Wirtschaftswoche läuft nach dem ARD-Beitrag ein Strafverfahren auch gegen Kollege Klemm.

Quelle: http://www.wiwo.de/unternehmen/industri ... 11090.html

Wieder ein Beleg dafür, dass es der IGM nur um die Stammbeschäftigten geht und wir Leiharbeiter nur der Speichel sind, der die Stammbeschäftigten schützen soll.

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Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats


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BeitragVerfasst: 17.05.2013, 18:58 
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Hans_der_Kaempfer hat geschrieben:
Könnte es sein, dass IGM-Betriebsräte Verbrecher sind? Zumindest laufen gegen IGM-Betriebsräte Strafverfahren.

Es gibt eine Anzeige, aber noch kein Strafverfahren.


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BeitragVerfasst: 17.05.2013, 19:31 
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Im Artikel steht, dass die Staatsanwaltschaft -unabhängig von der Anzeige- die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens prüft.
Letztlich ist es unerheblich, Klaut ein hungriger Leiharbeiter ein Brot, dann läuft sofort das volle Programm der bürgerlichen BRD-Justiz. Der ehemalige Betriebsrat von VW geht praktisch straffrei aus. Natürlich wir auch der Daimler-Betriebsrat für unschuldig erklärt.

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BeitragVerfasst: 18.05.2013, 07:33 
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Hier der Link zur Sendung: "Hungerlohn am Fließband - Wie Tarife ausgehebelt werden" (ARD-Mediathek).

Die 8,19€-Tariflohn zahlende iGZ-Leihbude diwa Personalservice GmbH verleiht Leiharbeiter an die Speditionsfirma Preymesser um sie in Untertürkheim am Daimlerband werkarbeiten zu lassen.

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"Wir rekrutieren am Bodensatz des Arbeitsmarkts" (Thomas Bäumer, CEO TUJA & Adecco / Tarifverhandlungsführer VGZ / BDA (Die nehmen aber auch wirklich jeden!) usw.)


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BeitragVerfasst: 22.05.2013, 08:52 
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Wenn ich mir anschaue, wie die IGZ-Leihbude einen bei der Vertragsunterzeichnung unter Druck setzt, dann sollte man den Ethik-Kodex in Erpresser-Kodex umbenennen, da ein Arbeitsloser aufgrund einer möglichen Sperrzeit keine wirkliche Wahl hat. Dabei hätte hier der Reporter unbedingt den Arbeitsvertrag rechtlich überprüfen lassen sollen, da die Standart Arbeitsverträge der Leihbuden Verschwiegenheitsverpflichtungen und Vertragsstrafen bei vorzeitiger Vertragsbeendigung enthalten, gegen die der Reporter bewußt verstoßen hat.
Ich gebe Herrn Stolz bzw. der Leihbude zwei Wochen, bis sie den Reporter und die ARD auf Unterlassung usw. verklagen.


Ansonsten ist das doch cool. Die Daimler-kollegen finanzieren die Leiharbeiter Bei 3.400 € im Monat zahlt der Daimler Kollege laut http://www.aok-business.de/tools-servic ... hner-2013/ 606,97 € an Steuern Bekommt der Leiharbeiter wie im Film 1.500 € als Aufstockung, dann zahlen 2,5 Daimler-Kollegen nur Steuern, um den Leiharbeiter durchzufüttern.
Sind 28% der Beschäftigten bei Daimler Leiharbeiter, dann reichen die Steuerzahlungen nicht mehr aus, um das System zu finanzieren.
Anmerkung: Der Leiharbeiter zahlt bei 1.300 € im Monat gerade einmal 55,41 € Steuern. Ist das überhaupt noch kostendeckend, wenn der Finanzbeamte die Steuererklärung genauer prüft?

Noch lustiger wird es bei den Sozialversicherungsabgaben. Obwohl Leiharbeiter öfters krank und arbeitslos sind, werden nur 516,11 € abgeführt. Bräuchte der Daimler-Kollege auch nur diesen Minibetrag bezahlen, dann würde er auf einen Schlag bar auf die Hand 833,69 € bekommen oder Daimler könnte die Lohnkosten um diesen Betrag senken, ohne dass der Kollege netto weniger bekommt.
Anmerkung: Die Beiträge des Leiharbeiters zur Arbeitslosenversicherung sind so gering, dass die reinen Verwaltungskosten der Arbeitsagentur nach einer Arbeitslosmeldung höher sein dürften und hier muss berücksichtigt werden, dass ein Leiharbeiter einen überdurchschlilich hohen Kontakt mit der AA hat.

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BeitragVerfasst: 10.01.2014, 17:07 
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Nachdem sich Kollegen erfolgreich aufgrund der Scheinwerkverträge eine Direkteinstellung eingeklagt haben (siehe z.B. hier: http://www.bild.de/regional/stuttgart/s ... .bild.html ), verkündet Kollege Klemm:

„Nach Turbulenzen um Werkverträge bei dem Autobauer, hat sich der Betriebsrat durchgesetzt und 1400 Werkverträgler auf Leiharbeit umgestellt. Warum das für die betroffenen Arbeitnehmer besser ist, darüber sprachen wir mit Erich Klemm, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats bei Daimler.“

Quelle: http://www.gleichearbeit-gleichesgeld.d ... triebsrat/

Will Kollege Klemm uns für doof verkaufen? Warum unterstützt Kollege Klemm die Werkverträgler nicht bei der Einklagung ihrer Ansprüche auf Festanstellung?
Sollten sich tatsächlich Kollegen zu Leiharbeiter degradieren lassen, dann kann ich nur hoffen, dass sie bei den anstehenden Betriebsratswahlen einen BR wählen, der ihre Interessen im Fokus hat.

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BeitragVerfasst: 13.01.2014, 14:45 
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Hans_der_Kaempfer hat geschrieben:
Nachdem sich Kollegen erfolgreich aufgrund der Scheinwerkverträge eine Direkteinstellung eingeklagt haben (siehe z.B. hier: http://www.bild.de/regional/stuttgart/s ... .bild.html ), verkündet Kollege Klemm:

„Nach Turbulenzen um Werkverträge bei dem Autobauer, hat sich der Betriebsrat durchgesetzt und 1400 Werkverträgler auf Leiharbeit umgestellt. Warum das für die betroffenen Arbeitnehmer besser ist, darüber sprachen wir mit Erich Klemm, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats bei Daimler.“

Quelle: http://www.gleichearbeit-gleichesgeld.d ... triebsrat/

Will Kollege Klemm uns für doof verkaufen? Warum unterstützt Kollege Klemm die Werkverträgler nicht bei der Einklagung ihrer Ansprüche auf Festanstellung?
Sollten sich tatsächlich Kollegen zu Leiharbeiter degradieren lassen, dann kann ich nur hoffen, dass sie bei den anstehenden Betriebsratswahlen einen BR wählen, der ihre Interessen im Fokus hat.


Sind die LA da überhaupt wahlberechtigt :?:


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BeitragVerfasst: 16.12.2014, 12:18 
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LF1 hat geschrieben:
Sind die LA da überhaupt wahlberechtigt :?:



Grundsätzlich ist ein Leiharbeiter berechtig, den Entleih-Betriebsrat mitzuwählen, wenn er mindestens für drei Monate eingesetzt werden soll. Bisher ist ungeklärt, ob ein rechtswidrig dauerhafter eingesetzter Leiharbeiter auch kandidieren kann. Aus meiner Sicht macht die Entscheidung des Bundesarbeitsgericht, dass Leiharbeiter bei der Bestimmung der Anzahl der Betriebsratsmitglieder mitzahlen, nur Sinn, wenn Leiharbeiter auch wählbar sind. Ansonsten könnte in einem Betrieb mit extrem vielen Leiharbeiter das Problem entstehen, dass nicht genügend Stammbeschäftigte vorhanden sind, um alle Betriebsratsplätze besetzen zu können.

Hier http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... abb01.html ein interessanter Artikel mit der Überschrift: „Gericht rügt Scheinwerkvertrag bei Daimler“

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BeitragVerfasst: 20.01.2015, 18:19 
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Daimler ist doch voll der soziale Arbeitgeber. Für andere, aber immerhin *Ironie off. Habe das gar nicht mitbekommen im Zuge des Leiharbeitsskandals, aber die kündigen ernsthaft einem Dienstleister, der Sozialstandards verletzt: "Mitarbeiter sollen dort gesetzwidrig mehr als zehn Stunden täglich gearbeitet haben – schwere Verstöße gegen die sozialen Grundsätze des Autobauers für Werkvertragunternehmen." Lächerlich, da könnt ich... http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/daimler-kuendigt-vertraege-sarah-wiener-a-1010473.html


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