ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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BeitragVerfasst: 14.08.2007, 10:52 
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Reformanstoss zur Nutzung Arbeitsmarktpolitischer Instrumente durch die Gewerkschaften


Geschätzte Mitstreiter bei den Gewerkschaften und überall.

Der Themenbereich Leiharbeit und Zeitarbeit, brennt immer mehr Menschen in unserem Lande unter den Nägeln. Den einen weil Sie direkt betroffen sind und damit Niedriglohnempfänger und prekarisiert, den anderen, weil durch die massenhafte Zunahme von Zeitarbeit ein allgemeiner Lohnverfall forciert wird, und damit verbunden, die Angst um den eigenen Arbeitsplatz.

Es wird uns nicht mehr gelingen diese moderne Form von Sklaverei abzuschaffen. Aber, es sollte uns mit demokratischen Mitteln gelingen die Leih- Arbeitsverhältnisse gerechter zu gestalten.

Die Idee: Was wäre wenn, der Deutsche Gewerkschaftsbund einen Verein gründen würde, dessen Vereinszweck die Vermittlung von Zeitarbeit wäre?

Ein Verein darf keine Gewinne erwirtschaften, also kommt nach Abzug der Aufwendungen der größtmögliche Betrag zur Auszahlung an die Arbeitnehmer. Das wäre ein höchst wirksames Sozial- und Arbeitsmarktpolitisches Instrument in Händen der Gewerkschaft, die bis jetzt gerade einmal Statist in dieser Tragödie war.

Die Gewerkschaft könnte dadurch in hohem Umfang mitbestimmen wohin die Reise geht und eine zukunftsfähige Arbeitsmarktpolitik mitgestalten helfen.

Wieso verdammt ist denn eigentlich noch keiner auf die Idee gekommen?

Die Zeitarbeitsfirmen würden massenhaft Arbeitskräfte an den Gewerkschaftsverein verlieren und auch die illegalen Verleihpraxen würden sich reduzieren. Die Einkommenssituation der Leiharbeiter würde sich drastisch verbessern, und auch der Staat müsste weniger Transferleistungen an -trotz Arbeit armer- Mitbürger ausschütten. Die Lohnspirale nach unten kann gebremst werden.

Egal welche wenn und abers dagegen stehen, so wie es jetzt ist, geht es nicht!
Und eine gute Sache muss Umsetzbar sein. Es besteht dringender Handlungsbedarf.
Die Gewerkschaften haben die Infrastruktur und trotz leerer Kassen das Potential zum Wohle Ihrer Mitglieder, auch Ihrer zukünftigen,eine solche Bundesweit agierende Zeitarbeitsfirma zu gründen.

Um endlich wieder eine wirksame aktive Arbeitsmarktpolitik betreiben zu können, darf den Gewerkschaften keine Hürde zu groß sein!
Ich hoffe jedenfalls, das bisher leider nur noch keiner auf die Idee gekommen ist,
und sich jetzt in diesem Staat mal wirklich etwas ändert.


dreanders


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 Betreff des Beitrags: Re - Reformanstoss
BeitragVerfasst: 10.10.2007, 21:30 
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Registriert: 17.02.2005, 20:08
Beiträge: 42
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Hallo dreanders,

Deine Ideen sind ja fast revolutionär?

Vermutlich würde dies in den Vorstandsetagen für einige
Unruhe sorgen, weil die Führung dann "aus Tasche" kommen muesste.

Aber mal im ernst:
Wie richtig bemerkt, ist Zeitarbeit in Deutschland zu einem Wirtschaftsfaktor geworden
und wir als politischer Schrittmotor für Beschäftigung benutzt.
Daran wäre im Prinzip nix schändliches wenn...
die Verursacher aus der Politik selbst mehr Ahnung davon hätten, unter welchen Umständen
Zeitarbeiter schuften dürfen und wie ihre wirtschaftliche und soziale Situation aussieht.
Es muss unterstellt werden, dass zumindest die Mitgleider des Bundestages dies genau wissen,
weil Ihnen die entsprechenden Fachberater zur Verfügung stehen.

Von daher ist die Reaktion der Betroffenheit, auf Berichte in den Medien über die Arbeitende Arme oder Prekäre Beschäftigung,
im Regelfall geheuchelt!

Weder Peter Hartz, Clement, Müntefering oder Brandner (Pofalla, Niebel nicht vergessen) könnten ebensowenig wie Schröder oder Merkel
behaupten, dass Ihnen die Umstände der Arbeits- und Lebensumstände nicht bekannt waeren, die ihre Politik Vorschläge anrichten.

Warum sie dennoch solche Politischen Umsetzungen vornehmen?
Weil sie selbst niemals in den Folgen leben muessen, die ihre Politik anrichtet!
Denn Berufspolitiker haben nach einer Laufbahn von 10 Jahren im Bundestag ihre Altersvorsorge weitestgehend abgeschlossen!
Und wenn sie keine MDB´s geworden sind, findet sich zumindest bei den sogenannten Volksparteien immer ien Chance, in einer
der an die partei angegliederten Unternehmen oder Stiftungen, die "Alten Parteisoldaten" bis zur Rente zwischen zu parken!

Solange wir mit diesem Parteikonglomerat von Wirtschaftseinfluss oder Parteienfilz und dieser undurchsichtigen Parteienfinanzierung verstrickt sind,
werden wir uns noch öfter darüber wundern duerfen, zu welchen "Hochgeistigen Gesetzesvorlagen und Reformansaetzen" unsere Politker in der Lage sind.

Heruntergebrochen auf den Istzustand bedeutet das:
Solange die Politik nicht in der Lage ist, bestehende Wirtschaftsmonopole zu zerbrechen, Reichtum gerechter verteilen will,
sich dem Kapital anbiedert - statt zum Wohle des Volkes handelt, dem Irrglauben der Vollbeschäftigung durch Aufschwung nacheifert,
werden wir Bürger uns fragen müssen, wo am Ende der Verwertungsgesellschaft wir bleiben, wenn wir für das Kapital nichtmehr von INteresse sind.
Weder als Erzeuger, noch als Konsument!

Zeitarbeit könnte einen anderen Stellenwert (im moralischen und als nicht prekäre Beschäftigung) haben, doch dazu ist ehrlicher Handlungswille erforderlich.
Weder die vergangenen, noch die gegenwärtige Bundesregierung arbeitet daran, denn sie hat einen Pakt mit dem Teufel geschlossen (Parteispenden, Lobbyismus).
Erst wenn es den Arbeitern zu blöde wird, in Hütten hausen zu müssen und immer Hunger zu haben, könnte dies den notwendigen Druck erzeugen, etwas dagegen zu tun.

Mit Vernunft könnte es uns allen besser gehen, denn es ist falsch wenn die Politik behautpet "Wir leben über unsere Verhältnisse"
denn die meisten von uns "leben unter ihren Möglichkeiten", weil sie keine Kapitalbesitzer sind und damit unfrei!

Es gilt, die Hoffnung auf bessere Zeiten nicht aufzugeben und dafür zu arbeiten

_________________
Arbeitskreis
"Menschen in Zeitarbeit"
der IG Metall VSt Berlin


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BeitragVerfasst: 11.10.2007, 00:13 
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Etwas ähnliches gibt es schon seit 1914 in der freien Hansestadt Bremen.
dort gibt es den GHBV Gesamt Hafen Betriebs Verein. Die bieten Personaldienstleistungen im Hafen und Hafennahen Bereich an. die firmieren als Verein und dürfen eben keine Gewinne erwirtschaften. Also keine gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung, fällt somit auch nicht unter das AÜG.

Stundenlohn für einen Lagerarbeiter 7,65 €. Also auch nicht das pralle.
Tarifvertrag liest sich auch nich besonders gut.
www.ghbv.de

_________________
Gruß

Jobber

"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier."

- Mahatma Gandhi (indischer Politiker (1869-1948))


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BeitragVerfasst: 11.10.2007, 08:32 
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jobber hat geschrieben:
Etwas ähnliches gibt es schon seit 1914 in der freien Hansestadt Bremen.
dort gibt es den GHBV Gesamt Hafen Betriebs Verein. Die bieten Personaldienstleistungen im Hafen und Hafennahen Bereich an. die firmieren als Verein und dürfen eben keine Gewinne erwirtschaften. Also keine gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung, fällt somit auch nicht unter das AÜG.

Stundenlohn für einen Lagerarbeiter 7,65 €. Also auch nicht das pralle.
Tarifvertrag liest sich auch nich besonders gut.
www.ghbv.de


In NRW heißt das START Zeitarbeit.
Wobei der neue Tarifvertrag im Helferbereich EG1 und EG2 nun auch geringere Entgelte vorsieht, da sie sonst keine Leute unterbekommen hätten weil die Entleiher halt auf den Preis schauen.

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

Düsseldorf


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BeitragVerfasst: 11.10.2007, 20:54 
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Iwanowski hat geschrieben:
Wobei der neue Tarifvertrag im Helferbereich EG1 und EG2 nun auch geringere Entgelte vorsieht, da sie sonst keine Leute unterbekommen hätten weil die Entleiher halt auf den Preis schauen.

...oder vielleicht, weil man sich besonders rücksichtslos die Taschen vollmachen will auf Kosten der Arbeiter (unter DGB-Flagge)? Die Frage muss erlaubt sein, wenn man auf die Homepage der Leihbude schaut:

http://www.start-nrw.de/ueber_uns.start_in_zahlen.php

In 2005 wurde bei einem Umsatz von 63,6 Mio. ein Gewinn vor Steuern von 8,0 Mio. erzielt. Macht eine Marge von rund 12,6% (o.k., 2006 war es weniger).

Nun, damit hat man in 2005 aus den Leiharbeitern die gleiche Marge rausgepresst wie die DIS AG (314,9 Mio. Umsatz, 39,6 Mio. vor Steuern). DIS gilt als hochprofitabel (Adecco hat deswegen richtig Geld auf den Tisch gelegt) und erzielt die höchsten Margen bei Ingenieuren etc. (wenn man dem Geschäftsbericht glauben darf).

Und dann kommt unter DGB-Beteiligung Start daher und quetscht doch tatsächlich bei einem wesentlich niedrigeren durchschnittlichen Stundensatz die gleiche prozentuale Marge aus den Arbeitern heraus!

Der DGB sollte sich von dieser Beteiligung schnellstens trennen, wenn er glaubwürdig sein will. Denn Lohnraub bleibt Lohnraub, Lohndumping bleibt Lohnduming, egal unter welcher Flagge man segelt.

Viele Grüße

D.F.


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BeitragVerfasst: 30.10.2007, 15:34 
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Tach auch D.F.,

glaubst du wirklich hier in einem gewerkschaftlichen Forum einer Gewerkschaft die dem DGB angehört eine konstruktive Diskussion zum Thema start nrw zu bekommen?

Die Gewinne bei start nrw sind übrigens weiter gestiegen.....


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BeitragVerfasst: 30.10.2007, 21:16 
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Robin Hood hat geschrieben:
glaubst du wirklich hier in einem gewerkschaftlichen Forum einer Gewerkschaft die dem DGB angehört eine konstruktive Diskussion zum Thema start nrw zu bekommen?

Nein, denn hier besteht ganz klar ein Interessenkonflikt. Eigentlich müsste man bei dem hohen Gewinn sofort deutliche Lohnerhöhungen fordern, aber man schont wohl seine Beteiligung. Wenn man bösartig ist, kann man einen Gefälligkeits-TV vermuten. Genau das also, was den christlichen Scheingewerkschaften immer (aus meiner Sicht zu Recht) vorgeworfen wird.

Bei Lohnverhandlungen sollte man immer klar wissen, auf welcher Seite man steht. Nur dann sind wirkliche Verhandlungen möglich.

Viele Grüße

D.F.


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BeitragVerfasst: 02.11.2007, 08:50 
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Robin Hood hat geschrieben:
Tach auch D.F.,

glaubst du wirklich hier in einem gewerkschaftlichen Forum einer Gewerkschaft die dem DGB angehört eine konstruktive Diskussion zum Thema start nrw zu bekommen?

Die Gewinne bei start nrw sind übrigens weiter gestiegen.....


Warum nicht?
Werde das mal an unsere Vertreter im Beirat weiter geben.
Wobei angemerkt sei, das kein Gesellschafter Geld aus dem Unternehmen rausnehmen kann. Von daher machen solche Gewinne kaum Sinn!
Die Frage ist also wie werden diese Mittel verwand?
Und was die Bezahlung angeht..
In einigen Betrieben wo ich aktiv bin wäre mancher Facharbeiter IGZ/BZA in der Zeitarbeit froh wenn er den Helfer Lohn (inklusive Zulagen) von Start bekommen würde.
Hängt aber sicherlich auch davon ab was der Kunde zahlt!
Muß mal in den Tarifvertrag schauen, wann denn da wieder verhandelt wird.

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

Düsseldorf


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BeitragVerfasst: 11.01.2013, 13:52 
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Guten Tag,

tasächlich ist es so, dass ich die Idee eine Zeitarbeitsfirma als Verein zu gründen schon vor ein paar Jahren hatte, sie ist mir gekommen da ich in diesen modernen Sklavenhandel schon länger beschäftigt war und mit grossem Unmut da meiner Arbeit nachging.

An und für sich ist ja die Idee nicht so verkehrt aber ebend die Umsetzung durch gewinnorientierte Zeitarbeitsfirmen kann nur Unmut entzetteln, das ist klar, hier will nicht ein chef an dir verdienen sondern schon mal zwei.

Ich hatte mir also gedacht, als ich arbeitslos war, jetzt packe ich es an und werde diesen Verein gründen, aber wie mache ich das?

Der Weg führte mich in ein Gründerzentrum, wo ich meine Idee , VDE ( Verein der Zeitarbeitnehmer ) , so sollte er heissen, vorstellte.
Also mit meinem bis ins kleinste Detail erstellte Konzept in der Hand, sprach ich dort vor, wollte auf dem Weg der Existenzgründung, diese ja man kann sagen revolutionäre Idee umsetzen.

Wie ich nun der netten Frau vom Existenzgründerzentrum, die riesen Vorteile gegenüber den herkömmlichen "Sklaven GmbH" s erläuterte, sprich , :- größtmögliche Weiterleitung der Umsätze dieses " VDE " an die Arbeitnehmer, da kein Gewinn ; wurde ich schon unterbrochen und sie stellte mir die Frage," wo da mein Gewinn bleibt ", ich sei doch nicht der Messias! . Ja das ist es ja, dieses Gewinndenken muss man hier nicht haben, ich wollte ja alle Zeitarbeitsnehmer ich glaube ca. 1 Mio sind das , unter einem Hut in einem Verein mit einer Verwaltung, das auch wieder ein Vorteil, zwecks Kosten usw. sei, bringen. Die Masse hätte es gemacht.
Ich erkannte schnell, das dieses Denken in diesem Gründerzentrum nicht erwünscht ist und bekam auch schon die Ablehnung hinsichtlich einer Förderung, bei einer Existenzgründung können halt keine Vereine gefördert werden, und ich als Gründer dessen habe ja auch keine Sicherheit, wenn z.b. ich als Vereinspräsident den Verein leite, kann ja jedes Mitglied" VDE " diesen Posten übernehmen durch Mitgliederversammlung sprich Wahlen.
Na gut ich bekam zumindest, da diese Dame offentsichtlich hiermit überfordert war eine Tel.Nr. der IHK, hier musste ich wiederum feststellen, das diese revolutionäre Sache nicht erwünscht sei, jedenfalls wurde versucht mir es auszureden, ist halt zu Antikapitalistisch der Gedanke dieser" VDE " , Jetzt kams mir schon wie eine Vision vor.
Ich hätte also nur eine Förderung zur Gründung bekommen, wenn ich es wie alle anderen Sklavenfirmen gehandhabt hätte in Gründung einer normalen Unternehmensform, nun ja das ist nicht was ich wollte.
Aber eines ist in mir geblieben, die Hoffnung das irgendwann einer doch den Mut hat diesen Verein oder wie immer es halt heissen mag, mit bestmöglicher gerechter Verteilung der Umsätze an denen die das Geld auch erwirtschaften, ins Leben zu rufen.
Letzendlich ist es aber so, das die Politik hier auch handeln müsste. In meinen Augen müsste das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz geändert oder sogar abgeschafft werden, es fördert nur die prekäre Beschäftigung.
Als Lösung sehe ich also nur: die Organisation, Führung und Verwaltung der Arbeitnehmerüberlassung in Händen einer nichtgewinnorientierten Agentur, die Gewerkschaft wurde genannt z.b. aber warum nicht gleich die Agentur für Arbeit, hier sind die Büroräume und sogar die Disponenten, genannt Arbeitsvermittler schon vorhanden, man bekommt also sein Geld von der Agentur für Arbeit, der Arbeitgeber wäre also auch wenn mans schmunzelnt sagt, die Agentur für Arbeit. Warum nicht ? Selbst hier in der Agentur für Arbeit würde es einen Aufschwung geben, es müssten viele Disponenten eingestellt werden, selbst für die Firmen die als Entleiher auftreten wäre ein Vorteil zu sehen, endlich motivierte Arbeitnehmer, die ordentlich entlohnt werden können, die Preise für die Firmen würden sinken, wie gesagt Verwaltung Werbung usw. wird gespart....endlich gerechte Verteilung möglich...kontrolliert durch eine staatliche Behörde ...

DAS IST FüR MICH EIN REVOLUTIONäRER REFORMANSTOSS ZUR NUTZUNG ARBEITSMARKTPOLITISCHER INSTRUMENTE

Ich warte jetzt schon gespannt auf diesen Tag...

Ronny R......


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BeitragVerfasst: 11.01.2013, 15:17 
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Registriert: 16.04.2007, 16:53
Beiträge: 312
Nichts gegen Deine Idee und Initiative. Sie ist gut.
Die Umsetzung ist allerdings in diesem Land tatsächlich nicht gewünscht.
Wo kämen wir denn hin wenn es in einer Firma sozial gerecht zuginge? Da könnten die Gewerkschaften sich ja gleich auflösen.

Nehmen wir einmal an Deine Idee könnte umgesetzt werden.

Was würde passieren?

- unterbezahlte würden plötzlich einen gerechten Lohn verdienen - unvorstellbar
- Gewerkschaften würden keine neuen Mitglieder mehr bei den ZAN werben können, weil AG und AN sich einig sind - äusserst systemwidrig
- Entleiher müssten auf einmal weniger für ZAN zahlen. Das bedeute weniger Kosten dafür aber mehr Steuern - ist systemwidrig
- ZAF würden ihre Mannschaften durch Kündigungen der ZAN verlieren und müssten schliessen - die Guten würden aussterben
- Arbeitsvermittler sollen mit Entleihern telefonieren um Jobs für die AN zu generieren, noch schlimmer sie sollen ihren Hintern ins Auto heben
um Arbeitsplaetze einzuwerben - geht gar nicht
- IHK und Gründungsberater sollen dein Konzept als tauglich anerkennen - damit würden sie zeigen wie blind sie sind

Du merkst wo die Unmöglichkeit Deines an sich guten Projekts liegt?

Du schreibst ja selbst, dass zwischenzeitlich aus Deiner Idee eine Vision geworden ist. Eine Vision die sich hoffentlich irgendwann durchsetzt.
Ich wünsche Dir, dass sich Deine Vision realisiert, womit ich Dir gleichzeitig ein verdammt langes Leben bei bester Gesundheit wünsche.
Vor allem wünsche ich Dir ein starkes Herz, damit Dich nicht der Schlag trifft wenn diese Vision in Erfüllung geht.

Gruß
Exberliner


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