ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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BeitragVerfasst: 13.07.2005, 17:48 
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Registriert: 13.07.2005, 17:02
Beiträge: 5
Arbeitnehmer fängt bei einer Zeitarbeitsfirma an.
Es ist ein Tarifvertrag nach IGZ.
Bekommt auch nicht dieses Zusatzblatt wegen dem Fahrgeld.

Anstatt in dem Beruf der im Vertrag steht, wird er ganz woanders eingesetzt.

Geht von Freitags bis darauf die Woche Donnerstags dort arbeiten.
Bemerkt aber am ersten Tag schon das seine Haut allergisch auf die Stoffe reagiert mit denen er in Berührung kommt. Ruft sofort den Arbeitgeber an und bittet um Versetzung, erklärt auch die Umstände. Keine Reaktion.

Die Haut reagiert mit jeden Tag immer gereitzter. Arbeitgeber reagiert immer noch nicht darauf. Trotzdem jeden Tag dort angerufen wird.

Donnerstags platzt stellenweise die Haut auf und der Chef an dem der Arbeitnehmer verliehen wurde, sagte der Arbeitnehmer sollte Freitags doch zum Arzt gehen.
Arbeitnehmer geht Freitags zum Arzt, eine starcke Allergie wird festgestellt.
Krankschreibung von Freitags bis darauf die Woche Freitag.

Arbeitnehmer geht am Ende der Krankschreibung, also den Freitag zum Arbeitgeber,um sich den neuen Einsatzplan geben zulassen. Dieser lässt ihm die Kündigung schreiben, sagt er braucht in den 2 Tagen der Kündigungsfrist nicht zur Arbeit erscheinen.
Also Montags + Dienstags.

Arbeitnehmer holt seine Abrechnung ab.
Die eine Woche ist richtig abgerechnet. 35 Std.
Für die 2Tage Kündigungsfrist bekommt der Arbeitnehmer nur 3 Std. angerechnet.

Auf Nachfrage wieso nur 3Std. für 2Tage, kommt die Antwort , das der Arbeitnehmer wegen der Allergie ja nicht einsatzfähig gewesen wäre.

Wie würdet Ihr reagieren?

Gruß eddy-ela


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BeitragVerfasst: 13.07.2005, 18:59 
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Hallo eddy-ela,

kann momentan nur Kurzinfo geben:

In den ersten 4 Wochen eines Beschäftigungsverhältnisses gilt das Ent-
geltfortzahlungsgesetz nicht. Erst ab der 5. Woche.
Da Du aber erst in der zweiten Woche bist und Du zwei Tage Kündigungs-
frist hast und Du in diesen beiden Tagen vom Arzt arbeitsunfähig geschrieben wurdest braucht Dir der Arbeitgeber die 2 Tage nicht zu bezahlen.

Er hätte Dir natürlich gleich einen anderen Einsatz besorgen können,
natürlich vorausgesetzt er hatte einen. Aber in den ersten 4 Wochen
wenn man erkrankt da muß man schon einen besonders menschenfreundlichen Chef haben wenn man nicht gleich wieder abserviert wird.

Da hast Du leider schlechte Karten.
(Oder haben andere hier im Forum eine bessere Auskunft?)

Gruß
Karl


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BeitragVerfasst: 13.07.2005, 21:50 
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Registriert: 11.03.2005, 22:30
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Also meiner Meinung nach hätten 14 Stunden für die 2 Tage gezahlt werden müssen.

Eine Krankschreibung lag nicht mehr vor und der AG hat angeordnet, zuhause zu bleiben.

Wenn der AG keinen Einsatz hat, hätten 14 Stunden vergütet und als Minusstunden ins Zeitkonto gestellt werden müssen.

Dass 3 Stunden bezahlt wurden, deutet darauf hin, dass es wie Rufbereitschaft bewertet wurde oder wofür sonst sollten diese 3 Stunden sein ?


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BeitragVerfasst: 14.07.2005, 05:30 
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Also das ist ja auch meine Meinung das 14 Std. bezahlt hätten werden müssen.
Es wurde nichts von Rufbereitschaft gesagt, nur eben das der Arbeitnehmer nicht mehr kommen brauch.

Darum meine Frage auch an die Experten in diesem Forum für Zeitarbeit.

Für den Arbeitnehmer ist das viel Geld!

Und für mich sieht das für einen Freibrief für die Zeitarbeitsfirmen aus, das die mit den Arbeitnehmern machen können was Sie wollen und der Arbeitnehmer sich auch nicht dagegen nichtmal wehren kann.

Für mich bstätigt sich damit der schlechte Ruf den diese Firmen haben.

Gruß eddy-ela


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BeitragVerfasst: 14.07.2005, 05:48 
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PS: Zu meinen Posting eben.

Für 2 Tage 3Std gleich 21,-E, minus Steuerabzüge, das ist doch ein ganz mieser Durchschnitt, für eine Kraft mit einen Berufsabschluss.

Also meiner Meinung nach Finger weg von diesen Jobs, nur annehmen wenn die einem aufs Auge gedrückt werden.

Arbeitnehmer ist freiwillig bei dieser Firma angefangen um nicht aus dem Beruf rauszukommen und sowenig Arbeitsloszeiten zu haben wie es geht.

eddy-ela


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BeitragVerfasst: 14.07.2005, 11:39 
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Hallo eddy-ela,

innerhalb der ersten 4 Wochen der Beschäftigung wird Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von der jeweiligen Krankenkasse gezahlt (Lohnfortzahlungsgesetz) - da in deinem Fall eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorliegt, erhälst du die fehlenden Stunden deiner Beschäftigung bei der ZAF sowie auch die weiteren Tage deiner Arbeitsunfähigkeit von der Krankenkasse bezahlt.

Gruß
Wilhelm Kalmund


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BeitragVerfasst: 14.07.2005, 12:14 
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Hallo Wilhelm Kalmund,

das die Zeiten der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung von der Krankenkasse bezahlt wird stimmt.

Aber nicht die 11Std. War selber bei der Krankenkasse und die haben mir die Auskunft gegeben.

Die 2 Tage war ich ja nicht Krankgeschrieben, sondern wollte ja arbeiten.

So stimmt deine Aussage also nicht.

Gruß eddy-ela


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BeitragVerfasst: 14.07.2005, 17:05 
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Beiträge: 8
eddy-ela hat geschrieben:
Hallo Wilhelm Kalmund,

das die Zeiten der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung von der Krankenkasse bezahlt wird stimmt.

Aber nicht die 11Std. War selber bei der Krankenkasse und die haben mir die Auskunft gegeben.

Die 2 Tage war ich ja nicht Krankgeschrieben, sondern wollte ja arbeiten.

So stimmt deine Aussage also nicht.

Gruß eddy-ela


Hi
Das hatten wir doch an anderer Stelle durchgekaut.
Es ist ganz simpel hast du RSV Antrag auf Kostenübernahme stellen zum Fachanwalt.
Bist du GW zum Sekretär.
Ansonsten PKH beantragen.
Wenn dir diese 11 h es Wert sind.Darauf spekulieren die wohl ,das man sich für 11h nicht die Mühe macht.

MfG
8)

_________________
Aber das ist alles natürlich nur meine persönliche Meinung


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BeitragVerfasst: 15.07.2005, 07:18 
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Hallo zusammen,

in seinem ersten Beitrag schreibt eddy-ela doch ganz klar:

"Arbeitnehmer geht Freitags zum Arzt, eine starcke Allergie wird festgestellt.
Krankschreibung von Freitags bis darauf die Woche Freitag.

Arbeitnehmer geht am Ende der Krankschreibung, also den Freitag zum Arbeitgeber,um sich den neuen Einsatzplan geben zulassen. Dieser lässt ihm die Kündigung schreiben, sagt er braucht in den 2 Tagen der Kündigungsfrist nicht zur Arbeit erscheinen.
Also Montags + Dienstags."

Also war er doch den Montag und den Dienstag arbeitsunfähig geschreiben - da innerhalb der ersten 4 Wochen --> LFZ durch Krankenkasse!

Verstehe daher nicht euer Unverständnis und erst recht nicht den Vorschlag von "Smiler"!!
Das würde total in die Hose gehen...

Wilhelm Kalmund


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 Betreff des Beitrags: deutsche Sprache - schwere Sprache
BeitragVerfasst: 15.07.2005, 08:38 
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Hallo Herr Kalmund,

so wie ich eddy-ela verstehe, war es so:

Freitag (Kalenderwoche A) = Krankschreibung bis incl. Freitag (Kalenderwoche B).

Am Freitag (Kalenderwoche B) versucht er/sie den Einsatzplan der darauffolgenden Woche (Kalenderwoche C) zu erhalten, bekommt aber statt dessen die Kündigung.

Für Montag und Dienstag der Kalenderwoche C (also außerhalb der Krankschreibungsfrist) werden dann nur jeweils die drei Stunden bezahlt.

Somit ist der Vorschlag von Smiler richtig. Besonders sein Hinweis darauf, dass die ZAF davon ausgeht, dass der ZAN wegen der kleinen Differenz nicht zum Anwalt läuft. Aber für die ZAF, da davon auszugehen ist, dass das Masche ist, ist es keine kleine Differenz.

Der oder die Betroffene(n) sollten das mal der Regionaldirektion melden. Und da die ZAF auf diese Weise die Sozialkassen betrügt, wäre zu erwägen, ob nicht eine Anzeige lohnt. Zumindest könnte der/die Betroffene das mal gegenüber der ZAF erwähnen. Ich gehe mal davon aus, dass sie dann die fehlenden Stunden "ganz freiwillig" zahlt.

Viele Grüße
Selena


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BeitragVerfasst: 15.07.2005, 08:43 
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Hallo Selena,

stimmt nicht - es wird nur von Woche A (für die er 35 Stunden bezahlt bekommen hat) und von woche B (da war er krankgeschreiben) geredet...

Die 3 Std. die er für Woche B erhalten hat war wohl Mehrarbeit der Woche A (wird da wahrscheinlich 38 Std. gearbeitet haben).

Wilhelm Kalmund


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BeitragVerfasst: 15.07.2005, 18:09 
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Beiträge: 5
Hallo Selena und Herr Kalmund

Es ist genauso wie Selena es geschildert hat.

Der Arbeitgeber spekuliert wirklich darauf, das da nichts weiter kommt.

Meine Bekannten sagen alle, das es sich nicht lohnt wegem dem Geld einen Aufstand zumachen, ändern könnte ich doch nichs.


Gruß
eddy-ela


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15.07.2005, 23:02 
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Registriert: 11.03.2005, 22:30
Beiträge: 1070
So habe ich das auch verstanden und denke, dass man in jedem Fall dagegen vorgehen sollte.

11 Stunden sind für einen AN viel Geld, vor allem muss aber unterbunden werden, dass diese ZAF womöglich systematisch so vorgeht, nach dem Motto 'wo kein Kläger da keine Anklage' so ungefähr...


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BeitragVerfasst: 20.07.2005, 11:51 
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Beiträge: 8
Hi
Und was ist nun geworden ?

MfG
8)

_________________
Aber das ist alles natürlich nur meine persönliche Meinung


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