ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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 Betreff des Beitrags: off topic : Mein Vorschlag.....
BeitragVerfasst: 05.11.2005, 10:00 
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Registriert: 23.02.2005, 17:52
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Mein Vorschlag für bis zu 1 Mio. zusätzlicher Arbeitsplätze in Deutschland:

Gesetzliche Begrenzung der Arbeitszeitkonten auf max. 20
Überstunden je Arbeitnehmer


Ziele:
- Schaffung von bis zu 1 Mio. neuer Arbeitsplätze
- Entlastung der Staatsausgaben um bis 15 Mrd. Euro
- Erhöhung der Staatseinnahmen und der Binnenkaufkraft um
ca. 15 Mrd. Euro

Begründung:

Pro Jahr werden in D. ca. 1,6 Mrd. Überstunden geleistet,
die zu 75 % in Zeitkonten gehortet werden und
deren Vergütungen somit dem Konsum entzogen werden bzw.
Neueinstellungen vermeiden, wobei nur sehr wenige
Langzeitkonten gegen Insolvenz geschützt sind.

Zitat der Bundesagentur für Arbeit:
"..Laut Bundesagentur für Arbeit entspricht das
gesamtwirtschaftliche Überstundenvolumen einem
"Beschäftigungsäquivalent" von rund einer Million
Personen
..."

http://www.welt.de/data/2005/08/08/757016.html

Zitat von Stepstone:
"Im internationalen Vergleich stehen die deutschen und
italienischen Arbeitnehmer was Überstunden betrifft an der
Spitze: Bei mehr als 80 Prozent sind Überstunden an der
Tagesordnung und nur etwa jeder Vierte bekommt die
zusätzlich geleistete Arbeit auch vergütet..."

http://www.personalorder.de/index.php?l ... rt_id=8595

Zitat des Institut für Arbeit und Technik:
"..Häufig wird dabei jedoch kaum berücksichtigt, dass mit
dem Ansparen von Überstunden auf dem Arbeitszeitkonto viele
Unternehmen auf Kredit ihrer Beschäftigten leben
- und diese
tragen im Insolvenzfall meist das Risiko für diesen Kredit.
Die entsprechende Sozialgesetzgebung überlässt es nach wie
vor den Tarifpartnern, eine Insolvenzsicherung zu
vereinbaren. Obwohl manche Tarifverträge bereits konkrete
Vereinbarungen zur Ausgestaltung der Insolvenzsicherung von
Arbeitszeitkonten beinhalten, ist davon auszugehen werden,
dass insgesamt erst wenige Unternehmen über eine solche
Absicherung verfügen..."

http://www.iatge.de/projekt/am/insolvenz21.html

Zitat der HBS:
"In jedem dritten Betrieb mit Zeitkonten verfallen
Überstunden... "

http://www.boeckler.de/cps/rde/xchg/SID ... 36196.html

Zitat von Herrn Koch (CDU):
"..Wir müssen aber auch klären, wo und auf welchem Weg wir
neue Arbeitsplätze bekommen. 100 000 Arbeitslose weniger
würden den Bundesetat um 1,5 Milliarden Euro entlasten..."

http://www.welt.de/data/2005/10/25/793817.html

100.000 Arbeitsplätze = Entlastung von 1,5 Mrd. Euro
entspricht 15 Mrd. Euro Entlastung bei 1 Mio. neuen
Arbeitsplätzen!

Da der Staat, anhand der oberen Zahlen, mit 1 Mio. neuer
Arbeitsplätze 15 Mrd. Euro an Staatsausgaben einsparen kann,
kann es sich unser Staat nicht mehr erlauben, das
Unternehmen durch Arbeitszeitkonten auf Kredit ihrer
Beschäftigten leben
und zusätzlich im Insolvenzfall (deren
Zahlen steigen!) noch nicht einmal das Risiko tragen!

Durch eine gesetzliche Begrenzung der Arbeitszeitkonten auf
max. 20 Std. je Arbeitnehmer, wird den Unternehmen
eine gewisse Flexibilität gestattet, bis zu 1 Mio. neuer
Arbeitsplätze geschaffen, der Staatshaushalt um bis zu 15
Mrd. Euro entlastet (Arbeitslosengeld I und II) und die
Staatseinnahmen + Binnenkaufkraft um ca. 15 Mrd. Euro erhöht, so das ein Gesamteffekt von 30 Mrd. Euro entstehen kann.

Wenn Gewerkschaften Arbeitszeitkonten vereinbaren, dann haben sie, in Verantwortung gegenüber den Mitgliedern und Arbeitnehmern,
die Insolvenzsicherung der Unternehmen zu überwachen, was wohl nur in sehr wenigen Unternehmen in D. der Fall ist!

Es ist klar, das die Langzeitkonten nicht auf den Namen der Unternehmer laufen dürfen, da derartige Konten zur Insolvenzmasse gehören und somit keinerlei Insolvenzsicherung für die Überstunden der Arbeitnehmer besteht.

Normalerweise müssten daher Langzeitarbeitskonten unabhängig vom Unternehmen verwaltet werden, was die Gewerkschaften für Arbeitnehmer übernehmen könnten.

Wollen Unternehmer keine unabhängige Verwaltung der Langzeitkonten, so müssten sämtliche Vereinbarungen zu den Langzeitkonten von den Gewerkschaften bei den nächsten Tarifverhandlungen storniert werden, weil es keine effektive Insolvenzsicherung gibt und sie ggenüber ihren Mitgliedern in der Verantwortung stehen, da wohl keine Gewerkschaft den Mitgliedern einen evtl. entstandenen finanziellen Schaden ( im Insolvenzfall) ersetzen will, oder?

Besser ist es natürlich, wenn die AZK generell (gesetzlich) auf max. 20
Überstunden begrenzt werden, da somit das Risiko der Arbeitnehmer minimiert wird und den Unternehmen gleichzeitig eine gewisse Flexibilität gewährt wird.

Für mich persönlich ist klar, das sich unser Staat, bei einer hohen Arbeitslosigkeit, keine zinslosen Kredite für Unternehmer in Form von AZK mehr leisten kann!

Gruß

Jürgen(1)


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BeitragVerfasst: 07.11.2005, 15:25 
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Beiträge: 51
Wohnort: Berlin
Die Politiker bietet derzeit keene befriedijende Antwort uff de jesellschaftlichen Probleme vom enthemmten Kapitalismus, vor allem wejen der sozialen Probleme!
Det einknicken, statt de Durchsetzung gesamtgesellschaftlicher Ansprüche gegenüber de Konzerne, jejen Egomanische Aktionäre und Skrupellose Geschäftemacher zeigt eijentlich, dat det Geld mehr zählt als Moral oder jute Ideen.- Jeder wird als Feind betrachtet, der nich ans Jedlscheffeln denkt.

Die Unfähigkeit unsrer Industriegesellschaft, sich jejen Ausbeutung, Sklavenhaltertmanier, Sittenverfall oder mangelndes Unrechtsbewusstsein zu stell, liegt in erster Linie daran, das der einfache Proll, also der Kleinbürja keene Wahrnehmung für die Zusammhänge zu haben scheint und denkt, wat die da oben machen kann ick och! – Blos dat so en verhalten in der Masse jesehn, det janze Land kaputt jehn lässt.
Die Verführer beim Konsum oder Medien, lässt viele Grundsätze verjessen und verführt die Beteiligten zum kurzsichtigen Handeln, wie unsre Politiker fast täglich beweisen.
Erst wenn jeder begreift wie wichtig er selber is, das sein Verhalten uff andre abfärbt, komm wa wieder uff de Reihe.Vorleben, statt ausleben – heisst det Stichwort.

Det kann wohl nich sein, das die kleenen Popel och schon anfangen de Steuer zu bescheissen, Versicherungen zu beschubsen uns so weiter; Selbst in de Firmen wird jeklaut wie uffn Jahrmarkt.

Det Jeschrei derer, die sich selbst legitimiern, indem se Betruch oder Korrupti uff eigener Art interpretiern wär nich so sicherlich groß, würde de Jerichte Konsequent und Hart durchgreifen und nich blos wenne kleen bist.
Die Betrügerökonomie hat det soweit jebracht, sie ist selbst beim kleensten in der Gesellschaft angekommen is und uff diesem Wege alle Schichten erfasst hat, die ihrerseits versuchen „allet“ rauszuholen.

Erst wenn wa die Betrüger, die mit ihren Mafiaclans alled anjerichtet haben, also die Bonzenclubs aus Industrie und Politik, dann könn wa vielleicht druff hoffen, das det wieder sowat wie ne Marktwirtschaft jibt.
Solange wir aber den Schwanz einziehn und uns nicht dajejen stemmen, nehm die uns weiter aus wie ne Weihnachtsgans und Ruppen uns det Börse leer.

Bevor die det Maul uffmachen und wegen Sozialbetrüger schreien, sollten se ma janz schnell in die eijene Tasche kiecken, ob se nich wat verjessen haben.-

Der Fisch fängt nich nur am Kopp an zu stinken, manchmal stinkt det janze Vieh uff eenmal, weil wa zulange weg jekiekt haben.

Also Jungs, rann an die Bulletten, uffjeräumt die Buden – Macht den Verwaltern der Betrügerökonomie tüchtig Dampf unterm Arsch – jagt die Betrüger alle zum Teufel, bevor die wieder den selben vor usnre Nasen setzen!

Lasst euch nicht verarschen – Macht de Augen uff und de Ohren – Schluss mit der Lügerei!

Euer wütender Don Bulletto


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07.11.2005, 19:33 
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Registriert: 12.03.2005, 22:02
Beiträge: 70
Zitat:
Durch eine gesetzliche Begrenzung der Arbeitszeitkonten auf
max. 20 Std. je Arbeitnehmer, wird den Unternehmen
eine gewisse Flexibilität gestattet, bis zu 1 Mio. neuer
Arbeitsplätze geschaffen, der Staatshaushalt um bis zu 15
Mrd. Euro entlastet (Arbeitslosengeld I und II) und die
Staatseinnahmen + Binnenkaufkraft um ca. 15 Mrd. Euro erhöht, so das ein Gesamteffekt von 30 Mrd. Euro entstehen kann.


Jürgen, wie schätz du das ein?

Wieviele feste Arbeitsplätze werden dadurch wohl in Deutschland entstehen?Ich denke eher, dass sich die Arbeitsplätze in's Ausland verlagern würden und sicher ein Teil davon bei der Zeitarbeit entstehen wird.

Naja wie auch immer, wir haben noch Kapazitäten frei...


Zitat:
Also Jungs, rann an die Bulletten, uffjeräumt die Buden – Macht den Verwaltern der Betrügerökonomie tüchtig Dampf unterm Arsch – jagt die Betrüger alle zum Teufel, bevor die wieder den selben vor usnre Nasen setzen!


Mach doch mal Vorschläge, wo würdest du den anfangen wollen?

_________________
Einen schönen Tag noch...


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BeitragVerfasst: 12.11.2005, 11:24 
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Registriert: 23.02.2005, 17:52
Beiträge: 1165
Ich schätze, das mind. 1 Mio. neue Arbeitsplätze dadurch in Deutschland entstehen können, da 80 % aller Arbeitnehmer in D. tagtäglich Überstunden machen.

Durch die höhere Binnenkaufkraft von ca. 7-8 Mrd. Euro (15 Mrd. Euro Bruttolohn - Lohnsteuer und Sozialabgaben) würde automatisch der Produktabsatz im Inland steigen, wodurch noch mehr neue Arbeitsplätze entstehen können.

Der Skandal ist für mich, "dass mit dem Ansparen von Überstunden auf dem Arbeitszeitkonto viele Unternehmen auf Kredit ihrer Beschäftigten leben - und diese tragen im Insolvenzfall meist das Risiko für diesen Kredit."!

In TV`s wird die Grenze der Zeitkonten ständig ausgeweitet, aber Gewerkschaften sorgen nur in sehr wenigen Unternehmen für einen effektiven Insolvenzschutz!

Wenn Gewerkschaften durch TV`s Arbeitszeitkonten vereinbaren, sind sie auch für die Einhaltung des Insolvenzschutzes für Arbeitnehmer verantwortlich!

Tun sie das nicht, müssten sie, nach meiner Auffassung, auch im Insolvenzfall den Mitgliedern den entstandenen finanziellen Schaden ersetzen, wenn der Untrnehmer zahlungsunfähig ist und kein vom Unternehmer unabhängiges Arbeitszeitkonto für die Arbeitnehmer eingerichtet wurde.

Es ist für mich unbegreiflich, warum die Gewerkschaften offensichtlich in den meisten Unternehmen in D. nicht den Insolvenzschutz der Arbeitszeitkonten einfordern und überwachen, wenn sie selbst Arbeitszeitkonten in TV`s zustimmen.

Da die Gewerkschaften in Bezug auf den Insolvenzschutz ihrer Verpflichtung nicht nachkommen, sollte der Gesetzgeber die Arbeitszeitkonten generell auf max. 20 Std./Arbeitnehmer begrenzen,um
1. evtl. finanzielle Nachteile für Arbeitnehmer auf ein Minimum zu begrenzen
2. bis zu 1 Mio. zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen
3. den Staatshaushalt um ca. 15 Mrd. Euro zu entlasten
4. die Binnenkaufkraft um ca. 7-8 Mrd. Euro zu erhöhen
5. die Einnahmen der Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge um
ca. 7 Mrd. Euro zu erhöhen
6. den Unternehmen eine gewisse Flexibilität einzuräumen und
7. Neueinstellungen wesentlich zu erleichtern, da 100 % normaler Stundenlohn günstiger ist, als eine ausgezahlte Überstunde mit 125, 150 oder 200 %.

Das sind 7 gute Gründe, damit der Gesetzgeber hier tätig wird!

Gehortetes Vermögen in Arbeitszeitkonten nützt auch den Unternehmen nichts, wenn die Kaufkraft durch Lohnerhöhungen unterhalb der Inflationsrate und ständig steigenden Abgaben nur noch eine Richtung nach unten kennt!

Diese Abwärtsspirale in der Kaufkraft (also in den Umsätzen und Gewinnen im Inland), werden die meisten kleinen und mittleren Personengesellschaften mit geringer Kapitaldecke nicht überleben!

Jetzt gibt es eine erhebliche Steigerung der Privatinsolvenzen und it einer gewissen Zeitverzögerung gibt es dann eine gewaltige Steigerung der Insolvenzen von Unternehmen mit Binnenabsatz!

Autos kaufen halt keine Autos, wie Henry Ford schon sagte.

Gruß

Jürgen (1)


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BeitragVerfasst: 26.11.2005, 20:03 
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Registriert: 23.02.2005, 17:52
Beiträge: 1165
Zitat:

"...In der Metallindustrie sind angeblich Arbeitszeitkonten geplant, die sich über Jahrzehnte erstrecken und sogar das gesamte Berufsleben erfassen können.
......
IG Metall und Arbeitgeberverband gehen laut dem Blatt davon aus, dass schon im Dezember ein Tarifvertrag unterzeichnet wird, an den die Betriebe andocken können.
....
"Wir werden vor Weihnachten ein Ergebnis haben", bestätigte Detlef Wetzel, Vorsitzender der IG Metall in Nordrhein-Westfalen.
....
Langzeitkonten sollen den Mitarbeitern die Chance geben, beträchtliche Zeitguthaben aufzubauen und sie individuell zu nutzen. Als besonders attraktiv gilt die Möglichkeit, im Alter früher aus dem Erwerbsleben auszuscheiden und dabei Abschläge bei der Rente zu vermeiden. Wer 30 Jahre lang eine Stunde länger arbeitet als es die Regelarbeitszeit vorgibt, kann dann zum Beispiel ohne finanzielle Einbußen ein Jahr früher ausscheiden....."

Quelle:
http://boersen.manager-magazin.de/mmo/n ... =0&p=0&k=0

Leider wird hierbei vergessen :?: zu erwähnen, das fast alle Unternehmen mit AZK auf Kosten der Beschäftigten leben, die im Insolvenzfall das Risiko tragen müssen!

Zitat des Institut für Arbeit und Technik:

..Häufig wird dabei jedoch kaum berücksichtigt, dass mit
dem Ansparen von Überstunden auf dem Arbeitszeitkonto viele
Unternehmen auf Kredit ihrer Beschäftigten leben
- und diese
tragen im Insolvenzfall meist das Risiko für diesen Kredit.
Die entsprechende Sozialgesetzgebung überlässt es nach wie
vor den Tarifpartnern, eine Insolvenzsicherung zu
vereinbaren. Obwohl manche Tarifverträge bereits konkrete
Vereinbarungen zur Ausgestaltung der Insolvenzsicherung von
Arbeitszeitkonten beinhalten, ist davon auszugehen werden,
dass insgesamt erst wenige Unternehmen über eine solche
Absicherung verfügen
..."

http://www.iatge.de/projekt/am/insolvenz21.html

Der IG Metall ist das sicherlich bekannt, oder?

Wie Überstunden Arbeitsplätze vernichten bzw. verhindern können, beschreibt der BR des Bochumer Werks von Opel!

Zitat:

"..Der Betriebsrat im Bochumer Werk des Autoherstellers fordert, dass der noch anstehende Stellenabbau ausgesetzt wird, so lange die Mitarbeiter tausende Überstunden ansammeln. "Die Bochumer Opelaner schieben insgesamt 780.000 Überstunden auf ihrem Zeitkonto vor sich her, die noch abgebaut werden müssten", sagte Betriebsratschef Rainer Einenkel der "Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung".

"Nach unseren Berechnungen macht das einen Arbeitsplatzeffekt von 350 Stellen für ein Jahr aus", sagte Einenkel. Das Werk sei bis an die Grenzen ausgelastet.
............
Einenkel sprach sich deshalb dafür aus, die noch abzubauenden 740 Arbeitsplätze in Bochum zu erhalten..."

Quelle:
http://www.n24.de/wirtschaft/unternehme ... 9002800002

Wie der BR des Bochumer Werks von Opel eindrucksvoll schildert, kann durch einen Abbau der Überstunden in AZK Arbeitsplätze erhalten werden, was natürlich eine Einsicht der GW bedingt, so das zukünftige TV`s die AZK-Regelungen drastisch einschränken müssten, damit nicht noch mehr Arbeitsplätze abgebaut werden, weil z.B. 8 Beschäftigte mit je 1 Überstunde pro Tag den 9. Beschäftigten überflüssig machen!

Was der Bochumer BR schildert, gilt natürlich für alle Überstunden in D., was die BBundesagentur für Arbeit so ausdrückt:

"..Laut Bundesagentur für Arbeit entspricht das
gesamtwirtschaftliche Überstundenvolumen einem
"Beschäftigungsäquivalent" von rund einer Million
Personen.
.."

http://www.welt.de/data/2005/08/08/757016.html

Wenn 1 Mio. zusätzliche Arbeitsplätze kein Grund zum Umdenken bei den GW und dem Gesetzgeber sind, kann ich nur davon ausgehen, das es den GW und dem Gesetzgeber nicht mehr darauf ankommt, ob es nun 1 Mio. mehr oder weniger Arbeitslose gibt, oder?

Ich bin gespannt, wie die IG Metall in NRW die AZK (also das Vermögen der Mitglieder!) über Jahre und Jahrzehnte gegen Insolvenz schützen will, wenn es bis dato nur in sehr wenigen Unternehmen mit AZK einen effektiven Insolvenzschutz gibt, obwohl in manchen TV`s ein Insolvenzschutz vereinbart ist und die GW natürlich eine sehr hohe Verantwortung gegenüber ihren Mitgliedern haben.

Ich hoffe, das die IG Metall NRW noch einmal darüber nachdenkt.

Gruß

Jürgen(1)


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BeitragVerfasst: 28.11.2005, 21:23 
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Sorry, aber ein klein wenig ist das von Jürgen angeführte Beispiel des Bochumer Opel-BR wohl auch eine Milchmädchenrechnung.

Ich brech das mal auf Kleinbetrieb X runter. Betrieb X braucht 4 Monate lang 8 Leute, 4 Monate lang 9 Leute (Auftragsspitze) und 4 Monate lang nur 7 Leute (Flaute).

MIT Zeitkonten gibt es eine Stammbelegschaft von 8 Leuten, die durchgängig beschäftigt sind. 4 Monate arbeiten sie normal, 4 Monate gibt es Überstunden, 4 Monate werden die Überstunden wieder abgebaut.

OHNE Zeitkonten würde 1 Person zusätzlich befristet für 4 Monate eingestellt, dafür würde in der Flaute 1 Stammarbeiter entlassen.

Diese einfache Rechnung kann man ebenso raufbrechen, wie das Beispiel von Jürgen, oder ?


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BeitragVerfasst: 28.11.2005, 22:55 
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Beiträge: 1165
Hi Bürger,

Zitat:
"..."Die Bochumer Opelaner schieben insgesamt 780.000 Überstunden auf ihrem Zeitkonto vor sich her,.."

Warum sollte also nicht durch eine Abbau der Überstunden 350 Arbeitsplätze für 1 Jahr erhalten werden?

Es kann doch nicht angehen, das 350 Arbeitnehmer auf 0 Arbeitsstunden (arbeitslos) gesetzt werden, während für die anderen Arbeitnehmer Überstunden in Zeitkonten ständig steigen, die sie nicht ausgezahlt bekommen.

Dein Beispiel ist für mich nicht nicht eindeutig nachvollziehbar, da mal 8 und mal 7 Stammarbeiter benötigt werden und Entlassungen von langjärigen Stammarbeitern nicht so einfach sind (Kündigungsfristen).

Gruß

Jürgen(1)


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BeitragVerfasst: 30.11.2005, 12:44 
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Bürger4711 hat geschrieben:
Sorry, aber ein klein wenig ist das von Jürgen angeführte Beispiel des Bochumer Opel-BR wohl auch eine Milchmädchenrechnung.


Nicht jede Überstunde läßt sich zu einem Normalarbeitsplatz umwandeln, gerade in kleieneren Betrieben. Das ist sicher richtig.
Aber die Diskussion um Überstunden ist durchaus angebracht und damit meine ich auch die Millionen von unbezahlten Stunden die gemacht werden!
Das Argument der Flexibilitätund vorübergehnede Spitzen halte ich in vielen Fällen auch für ein Märchen.

Mit diesen Argumenten hat man Zeitarbeit in die Betriebe geholt aber schauen wir uns doch die Realitäten an. In fast jedem Betrieb gibt es mittlerweile eine Sockelzeitarbeit. Stellen die permanent besetzt sind. Das sind Regelarbeitsplätze. Hier wird Zeitarbeit genutzt um Tarifdumping zu betreiben und nichts anderes!!!

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

Düsseldorf


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BeitragVerfasst: 30.11.2005, 21:36 
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Sicherlich passt in der Realität weder das eine noch das andere Beipiel hundertprozentig, da sich die reale Situation besonders in grösseren Betrieben weitaus komplexer darstellt.

Das langfristige Ziel muss equal-pay sein, allerdings wäre schon ein sehr grosser Schritt getan, wenn es nur noch EINEN TV für alle ZAF geben würde oder halt einen Mindestlohn.

Das grösste Problem ist, dass sich die GW untereinander nichtmal einig sind (DGB-Christen) und schön gegeneinander ausgespielt werden können.

Hätte man wenigstens einheitliche Tarifverträge (oberhalb des Christen-TV-Niveaus), wäre schon 'ne Menge gewonnen und mit equal-pay wäre auch Sockelzeitarbeit kein wirkliches Problem.


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BeitragVerfasst: 01.12.2005, 11:31 
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Bürger4711 hat geschrieben:
Das grösste Problem ist, dass sich die GW untereinander nichtmal einig sind (DGB-Christen) und schön gegeneinander ausgespielt werden können.

Hier wird nicht ausgespielt, hier nennt sich wer Gewerkschaft und unterschreibt den Arbeitgebern was sie ihnen vorlegen. Ob das eine Gewerkschaft im Sinne des Arbeitsrechts ist wird nicht nur von den DGB Gewerkschaften angezweifelt sondern auch von vielen Juristen.

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

Düsseldorf


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BeitragVerfasst: 05.12.2005, 23:02 
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Anzweifeln/klagen ist ja schön und gut, Tatsache ist, dass es die leidigen christlichen GW GIBT und die sich immer grösserem Zulauf erfreuen und der DGB bislang NULL Lösungen gefunden hat, etwas dagegen zu unternehmen.

Sollte tatsächlich der gesamte IGZ und BZA zu den Christen überlaufen, hat der DGB endgültig verloren und auf Dauer vermutlich auch bei den 'Stammbetrieben' nix mehr zu melden...


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