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 Betreff des Beitrags: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 02.03.2016, 14:08 
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Gestern Anruf von ZAF bekommen. Sollte abends anfangen. Mittags den Vertrag von der ZAF unterschrieben vorab per E-Mail bekommen. Bin abends zum Kunden. Dort wusste man von nichts und hat mich wieder nach Hause geschickt. Habe der ZAF eine E-Mail geschickt, da niemand mehr ans Telefon ging. Heute morgen Anruf bekommen, wäre alles geklärt. Dann wieder raus aus den Kartoffeln, will mich der Kunde doch nicht.

Der Vertrag sollte dann wegen Nichtantritt gar nicht Zustande gekommen sein. Habe ich natürlich abgelehnt. Ich fahre nicht just for fun durch die Gegend. Annahmeverzugslohn. Jetzt will man mich zu Samstag kündigen und mir den gestrigen Tag bezahlen. Die anderen Tagen sind dann Zitat: "Quasi wie Luft". Kein Scherz. Wurde so gesagt. Hab das am Telefon erst mal so nett und freundlich hingenommen. Wie beurteilt ihr das?

Lohn für Gestern - Freitag lt. Vertrag?

Kündigungsfrist ist auch so ein Thema. Lt. IGZ 2 Arbeitstage. Wenn die Kündigung morgen kommt wären 2 Arbeitstage der Montag. SA/SO sind keine Arbeitstage. Wobei hierzu nichts explizit vereinbart wurde. Aber diese Stelle beim Kunden wäre nur von MO-FR gewesen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 03.03.2016, 09:58 
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Das würde ich mal genauso wie du beurteilen.

So lange der Vertrag läuft haben auch alle ihre Pflichten daraus zu erfüllen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 03.03.2016, 10:22 
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Die Vertragsunterlagen kamen gestern auch nicht. Um ein paar Cent zu sparen, verschickt die Bude mit einem privaten Postdienstleister. Die schaffen das wohl nicht in einem Tag einen Brief zuzustellen. Wenn die Kündigung heute nicht kommt, sondern erst morgen, wäre die Kündigung zum Samstag unwirksam. Wobei ich nach wie vor der Ansicht bin, dass im IGZ Tarifvertrag explizit in den ersten 4 Wochen von Arbeitstagen die Rede ist. 2 Arbeitstage, also Tage an denen tatsächlich gearbeitet wird. Selbst wenn die Kündigung heute kommt, wäre es nur 1 Arbeitstag und die Kündigung zum Samstag somit unwirksam. der Tag des Zugangs zählt nicht.

Ist mir jetzt egal. Klage ich die Kohle halt ein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 03.03.2016, 10:33 
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Grundsätzlich immer einen Blanko-Stundenzettel in der Tasche mitführen.

Entleiher: "Sie sind nicht bestellt, Sie können wieder nach Hause gehen".
LAN: "Hier ist mein Stundenzettel von 22h bis 22h ==> 0 Stunden gearbeitet. Hier unten unterschreiben."

Der Entleiher muss dann, meine ich, 4 Stunden vergüten auch wenn er dich sofort nach Hause schickt wegen des Vertrages zwischen Entleiher und ZAF.
Du machst natürlich 7 Stunden bei der ZAF geltend, also 5 Tage * 7 Stunden * Stundenlohn plus Fahrtkosten gemäß §670 BGB für zwei Fahrten.
Müsstest dich allerdings auf einen Klageweg einrichten, fürchte ich, könnte aber klappen.

Vermutlich bietet die ZAF 3 oder 4 Tage an und dann müsstest dir überlegen, ob der Streitwert dann noch groß genug ist für eine Klage.

Halt uns mal auf dem Laufenden, bitte,

so long, rw


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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 03.03.2016, 11:16 
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Weil du den 670 BGB angeführt hast, habe ich mir mal die Regelung hierzu im Vertrag angesehen. Auch ganz komisch:

§ .. Aufwandserstattung

Der Mitarbeiter hat Anspruch! auf Zahlung von Mehraufwendungen in Form der Erstattung von Fahrtkosten für wechselnde bzw. auswärtige Einsätze, sofern diese die Entfernung von 50km vom ständigen Wohnsitz übersteigen.
Diese... werden entsprechend der für den jeweiligen Einsatz getroffenen einsatzbezogenen Vereinbarung bzw. Einsatzinformation der Firma xy geleistet.
Ist dies nicht der Fall, sind entsprechende Aufwendungen des Mitarbeiters mit der Vergütung abgegolten.


Also erst hat der Mitarbeiter einen (Rechts?)ANSPRUCH!

Dann heißt es, aber nur, wenn das so vereinbart wurde in der Einsatzinformation. Im konkreten Fall sind es ca. 75km. In der Einsatzinformation hat sie die Fahrkosten natürlich ausgelassen.

Wie muss man sich das vorstellen?

Man bekommt die Einsatzinfo ohne Fahrtkosten, obwohl mehr als 50km. Sie sagt nö. Ich sage ja, ich habe einen Anspruch.

Verhandle ich dann jedesmal bei bestehendem Arbeitsverhältnis nach und was soll passieren, wenn man sich nicht einig wird??? Die ZAF wird die Zahlung doch IMMER ablehnen.

Außerdem ist das nach meinem dafürhalten rechtswidrig hier in meinem Fall zu behaupten, die Fahrkosten wären mit der Vergütung abgegolten. Das sind 8,20€/Std. E1 lt. Vertrag. Für diesen Einsatz gibt es 0,15 mehr. Eingruppierung in E2. Wie sollen damit Fahrkosten von 75km abgedeckt sein können.

PS: Wenn man einen Anspruch hat, muss nichts verhandelt werden. Ein Anspruch ist ein Anspruch und fertig. Die können oben nicht von Anspruch schreiben und dann unten, "wenn wir aber nicht bezahlen wollen, dann bezahlen wir halt nicht"


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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 03.03.2016, 12:13 
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Lieber @theodor,
75km einfache Strecke fahren für E1? Da geht doch der ganze Lohn für die Fahrerei drauf.

Gewisse Einsätze darf man auch ablehnen und dieser gehört eindeutig dazu. Bei der Einstellung wird meist abgefragt, wie weit man fahren möchte und da gibt man dann eben 30km/Fahrt an und gut.
Ansonsten kann man bei der AfA Fahrtkosten-Übernahme beantragen, bevor der AV unterschrieben wird.

Der §.. Aufwandserstattung dürfte ungültig sein, d. h. es gelten dann die gesetzlichen Bestimmungen, also §670 BGB.
Wenn du ohnehin Klage erheben willst, kannst du dann auch Vergütung nach dem Mindestlohngesetz (8,50€/h) beantragen,
wenn es dann 8,20€/h werden, kannst du damit auch leben.

rw


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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 03.03.2016, 19:17 
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Zitat:
Wenn die Kündigung heute nicht kommt, sondern erst morgen, wäre die Kündigung zum Samstag unwirksam


Wenn die Kdg. die per Post zugeht, kannst Du bestreiten dass diese angekommen ist, die Beweislast trägt der AG!

Beim Einschreiben kannst Du die Annahme verweigern.

Anschließend klebst Du deinen Briefkasten und Klingelschild ab, so dass kein Bote des Unternehmes dir die Kdg. vorbeibringen kann.
Gang zum Arzt nicht vergessen, schauen ob Du evtl. AÜ geschrieben werden wirst, etc.
Das Spiel kannst du einige Zeit lang spielen bis 10 - 14 Tage voll sind - und erwirbst für jeden Tag 7 Std. * EG Lohn, welche Dir die Firma zahlen darf.

Die ZaF spielt ja auch solche schmiutzigen Spiele.

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...Staatshaushalt - Ein Haushalt in dem alle essen, aber niemand spülen will!

http://www.youtube.com/watch?v=ziDDgZdunF0


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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 03.03.2016, 22:04 
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Annahme verweigert = Zugang der Kündigung

Verunsichere hier doch bitte nicht die Leute.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 03.03.2016, 22:23 
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Die Kündigung ist heute per Einwurfeinschreiben zugegangen. Lustigerweise fehlt der schriftliche Vertrag noch mit den ganzen Formularen für meine Anmeldung bei der Krankenkasse. Die wurden wohl am Dienstag mit irgendeinem privaten Postanbieter verschickt, um ein paar Cent Porto zu sparen. Kommen vermutlich morgen.

Ist mir jetzt alles egal. Schicke den Kram zurück mit dem Hinweis, dass ich die Vergütung für 4 Tage erwarte. Annahmeverzugslohn. Ansonsten KUSS und Klage vor dem Arbeitsgericht.

Mache lieber vorher schon klar, was Sache ist, bevor ich mich Mitte April, wenn 1 Tag abgerechnet wurde, nochmal mit den Deppen rumärgern muss.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 03.03.2016, 23:29 
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Beiträge: 520
Hallo theodor,
lag dem Kündigungsschreiben eine VOLLMACHT bei ???
Der Kündigungsberechtigte ist vepflichtet, durch Vorlage
einer Bevollmächtigung gegenüber dem zu kündigenden
Mitarbeiter nachzuweisen, daß er zur Kündigung auch be-
rechtigt ist.
Sofern dem Kündigungsschreiben keine Vollmacht beigefügt
wurde, empfehle ich Dir, die Kündigung gemäß §174 BGB
UNVERZÜGLICH ZURÜCK ZU WEISEN.Unverzüglich bedeutet,
das die Zurückweisung bis SPÄTESTENS Mittwoch den 9.2.
bei der Firma einegegangen sein muß.

Vergleich : BAG vom 14.April 2011 - 6 AZR 727/09 -

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Die Leiharbeit ist eine Maschinerie,
in die du als Schwein reingehst und
als Wurst rauskommst


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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 04.03.2016, 05:41 
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Ich finde die Lösung von Theodor richtig: nämlich seine Ansprüche auch einzufordern. Dazu gehört in jedem Fall die Bezahlung des Annahmeverzugs auch in der kompletten Kündigungsfrist.

Wenn der Arbeitsvertrag kommt: ich weis nicht ob ich den nachträglich so einfach nach Vorlage unterschreiben würde - vor allem die Eingruppierung würde ich da schon genau verhandeln...

Leider kenn ich mich mit dem IGZ nicht aus. Und die Frage hat noch keiner beantwortet, nämlich: zählt der Samstag zu den Arbeitstagen in der Kündigungsfrist?

Übrigens: Ist das ein Wettbewerb, wer das grössere A...loch beim schmutzige Spiele spielen ist, die ZAF oder der ZAK? Und wer will einen solchen Wettbewerb gewinnen und sich schmutzig machen? Ich net - Cid :P ? Über DIE sich moralisch aufregen - und dann lügen und betrügen (bestreiten, dass die Kündigung im Briefkasten war, schaun ob du eventuell AÜ geschrieben wirst - Manno..)? :twisted:

Aber: Das mit der Vollmacht: legitim. Ansprüche durchsetzen: ja!
Arbeitszeitkontenregelung bis vors BAG bringen: Respekt!!! :lol:

Moin moin und Servus!


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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 04.03.2016, 08:43 
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Beiträge: 53
Teja83 hat geschrieben:
Übrigens: Ist das ein Wettbewerb, wer das grössere A...loch beim schmutzige Spiele spielen ist, die ZAF oder der ZAK? Und wer will einen solchen Wettbewerb gewinnen und sich schmutzig machen? Ich net - Cid :P ? Über DIE sich moralisch aufregen - und dann lügen und betrügen (bestreiten, dass die Kündigung im Briefkasten war, schaun ob du eventuell AÜ geschrieben wirst - Manno..)? :twisted:


Ein Schluck der eigenen Medizin hat noch keinem geschadet. Manchmal sogar Wunder gewirkt. Manno.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 04.03.2016, 09:44 
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Beiträge: 874
Zitat:
Übrigens: Ist das ein Wettbewerb, wer das grössere A...loch beim schmutzige Spiele spielen ist, die ZAF oder der ZAK? Und wer will einen solchen Wettbewerb gewinnen und sich schmutzig machen? Ich net - Cid :P ? Über DIE sich moralisch aufregen - und dann lügen und betrügen (bestreiten, dass die Kündigung im Briefkasten war, schaun ob du eventuell AÜ geschrieben wirst - Manno..)? :twisted:


Nein das ist es selbstverständlich nicht - nur verlierst Du in jedem Spiel in dem sich dein Gegenüber nciht an die Regeln hält.

Die von mir geäusserten Dinge mögen schmutzig, obszön und widerwärtig sein -allerdings wurde diese mir so im O-Ton von einem ehemaligen Disponenten einer sehr bekantnen und sehr großen Personaldienstleistungsfirma so empfohlen.... Glaube das Unternehmen beginnt mit R...

Kann allerdings auch sein dass ich mich täusche. Gerne frage ich noch einmal nach um diese Information zu verifizieren.

:) :) :D

Zitat:
Arbeitszeitkontenregelung bis vors BAG bringen: Respekt!!! :lol:


Hallo Teja, falls Du mich meinst, gerne lass ich dir auf Wunsch Autogramme mit individueller Widmung zukommen.
Einfach eine Postadresse schreiben und ich sende dir das zu!

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Zuletzt geändert von Cid am 04.03.2016, 10:59, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 04.03.2016, 09:48 
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Zuletzt geändert von Cid am 04.03.2016, 10:56, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 04.03.2016, 10:09 
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theodor hat geschrieben:
Schicke den Kram zurück mit dem Hinweis, dass ich die Vergütung für 4 Tage erwarte. Annahmeverzugslohn. Ansonsten KUSS und Klage vor dem Arbeitsgericht.
4 Tage Annahmeverzugslohn zuzüglich Fahrtkosten: 2 Tage * 75 km * 0,3€/km = 45€;

Viel Glück bei der Leistungsklage wegen Lohnnachzahlung. Welches ArbG wäre denn zuständig?

Gruß, rw


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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 04.03.2016, 10:16 
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red_wing hat geschrieben:
theodor hat geschrieben:
Schicke den Kram zurück mit dem Hinweis, dass ich die Vergütung für 4 Tage erwarte. Annahmeverzugslohn. Ansonsten KUSS und Klage vor dem Arbeitsgericht.
4 Tage Annahmeverzugslohn zuzüglich Fahrtkosten: 2 Tage * 75 km * 0,3€/km = 45€;

Viel Glück bei der Leistungsklage wegen Lohnnachzahlung. Welches ArbG wäre denn zuständig?

Gruß, rw


Aufwandsersatz für einen Aufwand den man nicht hatte wird wohl eher nicht drin sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 04.03.2016, 10:54 
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Zitat:
Aufwandsersatz für einen Aufwand den man nicht hatte wird wohl eher nicht drin sein.


Jup

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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 04.03.2016, 13:19 
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Wenn der LAN (Theodor) gemäß AÜG seine Arbeitskraft anbietet (durch Fahrt zum Entleiher gemäß Einsatzbefehl), ist er seinen Pflichten aus dem AV und TV hinreichend nachgekommen.
Dass der Einsatz dann nicht zustande gekommen ist, liegt nicht an ihm, wobei ich hoffe, dass er seinen Einsatz auch durch Stundenzettel dokumentieren kann.
Außerdem ist dies erst mal ein Antrag, was davon anerkannt wird, sieht man später.

theodor hat geschrieben:
Mache lieber vorher schon klar, was Sache ist, bevor ich mich Mitte April, wenn 1 Tag abgerechnet wurde, nochmal mit den Deppen rumärgern muss.
Zwischenzeitlich kannst du ja schon mal eine Beschwerde zur Regional-Direktion (früher Landesarbeitsamt) schicken,
am besten indem du vorher die ZAF angehört hast.

rw


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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 04.03.2016, 14:03 
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Hallo theodor,
gute Idee von red-wing.
Zuständige Regionaldirektion für eine Beschwerde
müßte sein, daß Bundesland, wo Deine Zeitarbeits-
firma ihren Hauptsitz hat. Ist dies zB Bayern, dann
lautet die Anschrift:

Regionaldirektion Bayern der Bundesanstalt für Arbeit
Strasse.........
Ort...............

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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 04.03.2016, 21:57 
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Hier die Anschriften:

Agentur für Arbeit Nürnberg
Richard-Wagner-Platz 5
90443 Nürnberg
(Tel.: 0911 529 4343)
Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland

Agentur für Arbeit Düsseldorf
Josef-Gockeln-Straße 7,
40474 Düsseldorf
(Tel:: 0211 692 4500)
Nordrhein-Westfalen und Hessen

Agentur für Arbeit Kiel
Projensdorfer Straße 82, 24106 Kiel
(Tel.: 0431 709 1010)
alle übrigen Bundesländer

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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 05.03.2016, 05:49 
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Lieber Theodor,
hast du inzwischen rausgefunden, ob der Samstag als Arbeitstag gilt oder du den Montag noch bezahlt bekommen musst?
Falls ja: mich würds auch noch interessieren...
Schönes WE und Servus


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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 09.03.2016, 14:04 
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Man hat mich nun glücklicherweise nicht mehr telefonisch belästigt, sondern mir einfach schriftlich den richtigen Termin bestätigt.

2 Arbeitstage. Samstag ist kein Arbeitstag.

Die Unterlagen kamen erst am Wochenende.

Habe neben die Unterschriften jeweils das richtige Datum gesetzt.

Per E-Mail bekam ich nur den Vertrag. Da bestätige ich nicht rückwirkend, die Kenntnissnahme einer Betriebsordung, wonach ich mich im Nichteinsatz täglich telefonisch melden muss, wenn mir die gar nicht vorlag und ich entsprechend natürlich nicht angerufen habe.

Die 30-minütige mündliche Belehrung über Arbeitsschutz usw. habe ich auch durchgestrichen. Die hat nie stattgefunden.

Ich warte jetzt erst einmal bis Mitte April und lasse mich überraschen, was man mir überweist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 11.03.2016, 13:01 
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Registriert: 27.03.2012, 11:00
Beiträge: 105
theodor hat geschrieben:
Die Kündigung ist heute per Einwurfeinschreiben zugegangen. Lustigerweise fehlt der schriftliche Vertrag noch mit den ganzen Formularen für meine Anmeldung bei der Krankenkasse. Die wurden wohl am Dienstag mit irgendeinem privaten Postanbieter verschickt, um ein paar Cent Porto zu sparen. Kommen vermutlich morgen.

Ist mir jetzt alles egal. Schicke den Kram zurück mit dem Hinweis, dass ich die Vergütung für 4 Tage erwarte. Annahmeverzugslohn. Ansonsten KUSS und Klage vor dem Arbeitsgericht.

Mache lieber vorher schon klar, was Sache ist, bevor ich mich Mitte April, wenn 1 Tag abgerechnet wurde, nochmal mit den Deppen rumärgern muss.

Verstehe ich das jetzt richtig? Du hast zwar die Kündigung aber noch gar keinen schriftlichen Arbeitsvertrag?


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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 11.03.2016, 14:10 
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Registriert: 24.07.2013, 19:10
Beiträge: 718
Hehe. Hättest du doch rein theoretisch die Möglichkeit, EP geltend zu machen. Von einer inbezugnahme eines EP-verhinderungs-tv's war doch nie die Rede oder? Also versuchen würde ich es...


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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 12.03.2016, 11:20 
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Registriert: 24.02.2012, 10:18
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Gestern kam noch eine Abmahnung. War wieder 3 Tage unterwegs und ist lustigerweise auf dasselbe Datum ausgestellt, wie der Brief in dem eingeräumt wurde, man hätte sich leider im Termin vertan und das richtige Datum bestätigte. Wieso man die Abmahnung nicht einfach in das Einschreiben getan hat, verstehe wer will.

Ich hätte mich jeden Tag frühs telefonisch melden müssen lt. Vertrag. Daher konnte man mir keinen neuen Einsatz geben. Ich fehle unentschuldigt. Im Wiederholungsfall fristlose Kündigung. Nette Idee, mich um das Geld zu bescheissen.

Können Sie dem Gericht dann erklären, warum in dem Brief der am Dienstag zuging, sie sich für die falsche Berechnung der Kündigungsfrist entschuldigen, aber mit keiner Silbe erwähnen, dass ich unentschuldigt fehle.

Außerdem können sie erklären, warum es 8 Tage dauert, einen fehlenden Mitarbeiter anzuschreiben und warum sie mich nicht einfach angerufen haben, wenn es doch einen neuen Einsatz gab.

Mein Standpunkt: Mir wurde erklärt, der Einsatz kommt nicht Zustande. Wir kündigen sie. Dort anzurufen war also entbehrlich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 13.03.2016, 07:44 
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Registriert: 05.02.2016, 06:29
Beiträge: 125
Hallo Theodor, echt gut, wenn man da nen Rechtsschutz hat.. .Wie heisst die ZAF???

Hallo Premuhtos, welches EP von welchem Einsatz und wenn das von dem Einsatz - der hat dann einen Tag gedauert und der Anspruch dann: Mindestlohn? Oder wie hoch würdest du dann den Rechtsanspruch aufs Entgelt sehen?

Fragen: Vielleicht könnte man allerdings wirklich die 14 Tage Kündigungsfrist BGB bekommen, wenn kein Arbeitsvertrag mit Bestandteil Tarifvertrag unterzeichnet wurde? Oder hat man die Emailversion akzeptiert, indem man zur Arbeit geht?

Theodor: Hast du auch eine Info zu der Tätigkeit erhalten bzw ich hoffe im AV wurde die Eingruppierung (mindestens) darauf vorgenommen - falls es keine Helfertätigkeit war, für die man dich eingestellt hatte?

Moin CiNdY: erst fand ich deine Info mit den Adressen der Agenturen noch a bisserl übertrieben. Aber mittlerweile: würd ich sie verwenden.

Daher nochmal Theodor: deine Betitelung des Threads wird immer mehr bestätigt. Am Anfang war net mal halb so komisch, aber inzwischen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Ganz komisches Problem
BeitragVerfasst: 13.03.2016, 14:40 
Offline

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Beiträge: 136
Die wollen sich das Geld sparen. Am liebsten wäre es, wenn ich den Vertrag auch als nicht Zustande gekommen betrachtet hätte. Leiharbeit ist einfach Müll. Diese Unternehmen vermitteln keine Arbeitnehmer. Es sind Dienstleister, die an Stelle eines Unternehmens Leute für diese einstellen. Die Dienstleistung bezahlt der Arbeitnehmer durch seine Arbeit über seinen Lohn, an dem der Sklavenhalter sich bedient.

Zuhälterei ist verboten, aber wenn eine ZAF ihre Nutten "managet" und den Nutten ins Portmonee greift ist es iO.

Diese tägliche Meldepflicht ist eh unwirksam. Wo kämen wir denn da hin. Da könnte ja jeder Sklavehalter kommen. 15.03. Kein Lohn aufm Konto.

Ja, sie haben sich ja nicht täglich gemeldet. Wir konnten ihnen gar keinen Einsatz im Februar geben. Daher gelten die seit 1.2. als unentschuldigt fehlend.

Selbst wenn man sich gemeldet hat: beweisen Sie bitte, dass sie sich täglich gemeldet haben.

Lächerlich hoch 10 die Scheisse


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