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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 11.10.2016, 18:43 
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Premuhtos: Nur weil ich für einen Tarifvertrag bin, heisst das nicht, dass ich ihn mir genauso wünschen würde, wie er als Verhandlungsergebnis erreicht wurde - wenn ich bei wünsch dir was wäre.

Aber er hat auch Verbesserungen über gesetzliche Regelungen hinaus:
Urlaub über dem gesetzlichen Anspruch - auch wenn ich mir wünschen würde, dass man die 30 Tage nicht erst nach 5 Jahren bekommt.
Das mit der Krankheitsbezahlung auch im Freizeitausgleich- siehe oben.
Recht (nicht auf Gnade AG angewiesen) auf Abschläge.
Die Bezahlung nicht nur mit Mindestlohn in einsatzfreien Zeiten.
Weihnachts- und Urlaubsgeld gibts - auch wenn da noch Luft nach oben ist, besteht ein gesetzlicher Anspruch gar nicht.
Und ich bin froh, dass du nicht nach 20 Besserstellungen gefragt hast. :wink:

Und bevor mich die heilige Inquisition weiter dazu in die Mangel nimmt: schaut mal auf das Thema des Threads.

Challanger: auch für Betriebsräte gelten Datenschutzbestimmungen und sogar wenns das Recht auf Akteneinsicht gäbe: wenn in einer Akte statt ner AUB ein Urlaubsantrag ist, woher soll man erkennen, dass hier Druck ausgeübt wurde den zu unterschreiben? Glaubst du der Disponent notiert das dazu? Meine Glaskugel ist kaput gegangen, als ich versucht habe, damit Premutos zu treffen. Also: Mitarbeiter muss sich melden - anders kann der Betriebsrat nicht helfen.

Und seid doch froh, dass wir den Kollegen da helfen können und unterstützt mich dabei, das sie sich rühren sollen. Um das sollts doch gehen?!


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 12.10.2016, 09:07 
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Teja83 hat geschrieben:
Die Bezahlung nicht nur mit Mindestlohn in einsatzfreien Zeiten.


Woher stammt eigentlich diese Theorie, der AG müsse bei einsatzfreier Zeit nur Mindestlohn zahlen?
Mal ganz davon abgesehen - und da sind wir uns sicherlich einig - das in 99% der Fälle unterm Strich Nichteinsatzzeiten gar nicht vergütet werden.

Zum Thema Krank im Freizeitausgleich gebe ich Dir recht, da ist die gesetzliche Situation tatsächlich eine andere: krank im Frei heißt da Pech gehabt. Das war für mich schon etwas verwunderlich, dass da die Verbesserung bei der letzten TV-Änderung rum kam.


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 12.10.2016, 15:45 
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Registriert: 08.11.2014, 11:21
Beiträge: 578
Teja83 hat geschrieben:
Premuhtos: Nur weil ich für einen Tarifvertrag bin, heisst das nicht, dass ich ihn mir genauso wünschen würde, wie er als Verhandlungsergebnis erreicht wurde - wenn ich bei wünsch dir was wäre.

Aber er hat auch Verbesserungen über gesetzliche Regelungen hinaus:
Urlaub über dem gesetzlichen Anspruch - auch wenn ich mir wünschen würde, dass man die 30 Tage nicht erst nach 5 Jahren bekommt.
Das mit der Krankheitsbezahlung auch im Freizeitausgleich- siehe oben.
Recht (nicht auf Gnade AG angewiesen) auf Abschläge.
Die Bezahlung nicht nur mit Mindestlohn in einsatzfreien Zeiten.
Wie kommst Du denn auf den Trichter ?
1. Die Bezahlung einsatzloser Zeiten richtet sich nach
§11 Abs.4 Satz 2 AÜG i.V.m. §615 BGB und ist dort
anschließend geregelt.
2. Der MTV DGB/BAP enthält keinen Anhaltspunkt über
die Bezahlung in einsatzlosen Zeiten
3. Der Gesamtbetriebsrat hat ja die korrekte Bezahlung
einsatzloser Zeiten nach den Grundsätzen des Annahme-
verzuges mit der Gesamtbetriebsvereinbarung Arbeitszeit-
konto ja zu Lasten der Leiharbeiter ausgeschlossen.

Weihnachts- und Urlaubsgeld gibts - auch wenn da noch Luft nach oben ist, besteht ein gesetzlicher Anspruch gar nicht.
Und ich bin froh, dass du nicht nach 20 Besserstellungen gefragt hast. :wink:

Und bevor mich die heilige Inquisition weiter dazu in die Mangel nimmt: schaut mal auf das Thema des Threads.

Challanger: auch für Betriebsräte gelten Datenschutzbestimmungen und sogar wenns das Recht auf Akteneinsicht gäbe: wenn in einer Akte statt ner AUB ein Urlaubsantrag ist, woher soll man erkennen, dass hier Druck ausgeübt wurde den zu unterschreiben? Glaubst du der Disponent notiert das dazu?
Zunächst einmal der Hinweis, daß ich nicht von
Akteneinsicht, sondern von der Vorlage von Unter-
lagen nach §80 BetrVG geschrieben habe und das
ist denknotwendiger Weise etwas völlig anderes.
Vielleicht würde es Dir gut tun, mal ein Lesesemi-
nar zu besuchen.
Natürlich kann man aus einen Urlaubsantrag nicht
erkennen, ob der MA den unter Druck "genehmigt"
hat. Aber man kann ihn ja mal fragen. Oder ???

Meine Glaskugel ist kaput gegangen, als ich versucht habe, damit Premutos zu treffen. Also: Mitarbeiter muss sich melden - anders kann der Betriebsrat nicht helfen.
Und seid doch froh, dass wir den Kollegen da helfen können und unterstützt mich dabei, das sie sich rühren sollen. Um das sollts doch gehen?!

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Die Leiharbeit ist eine Maschinerie,
in die du als Schwein reingehst und
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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 12.10.2016, 18:00 
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Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2655
Wohnort: Augsburg
Hallo früherwaralles.
Zitat:
Woher stammt eigentlich diese Theorie, der AG müsse bei einsatzfreier Zeit nur Mindestlohn zahlen?
Mal ganz davon abgesehen - und da sind wir uns sicherlich einig - das in 99% der Fälle unterm Strich Nichteinsatzzeiten gar nicht vergütet werden.

Siehe hier unter: http://www.gesetze-im-internet.de/bunde ... gesamt.pdf

Der TV Mindestlohn in der Leihareit endet am 31.12.2016. Die Verordnung zur Lohnuntergrenze in der Leiharbeit hat die Voraussetzung eines TV. Gibt es diesen ab Januar nicht gilt als Untergrenze der gesetzliche Mindestlohn. Dazu noch ein link aus 2011 also vor einem Mindestlohn in der Leiharbeit:
http://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav ... 6291213152

Zur Bezahlung bei Nichteinsatzzeiten heißt es im § 11 AÜG:
§ 11
Sonstige Vorschriften über das Leiharbeitsverhältnis

(1) Der Nachweis der wesentlichen Vertragsbedingungen des Leiharbeitsverhältnisses richtet sich nach den Bestimmungen des Nachweisgesetzes. Zusätzlich zu den in § 2 Abs. 1 des Nachweisgesetzes genannten Angaben sind in die Niederschrift aufzunehmen:

1. Firma und Anschrift des Verleihers, die Erlaubnisbehörde sowie Ort und Datum der Erteilung der Erlaubnis nach § 1,

2. Art und Höhe der Leistungen für Zeiten, in denen der Leiharbeitnehmer nicht verliehen ist.


Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 12.10.2016, 18:40 
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Registriert: 24.07.2013, 19:10
Beiträge: 720
früherwaralles hat geschrieben:
Teja83 hat geschrieben:
Die Bezahlung nicht nur mit Mindestlohn in einsatzfreien Zeiten.


Woher stammt eigentlich diese Theorie, der AG müsse bei einsatzfreier Zeit nur Mindestlohn zahlen?
Mal ganz davon abgesehen - und da sind wir uns sicherlich einig - das in 99% der Fälle unterm Strich Nichteinsatzzeiten gar nicht vergütet werden.

Zum Thema Krank im Freizeitausgleich gebe ich Dir recht, da ist die gesetzliche Situation tatsächlich eine andere: krank im Frei heißt da Pech gehabt. Das war für mich schon etwas verwunderlich, dass da die Verbesserung bei der letzten TV-Änderung rum kam.


Logo Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz
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Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
Gesetz über den Nachweis der für ein Arbeitsverhältnis geltenden wesentlichen Bedingungen (Nachweisgesetz - NachwG)
Zitat:
§ 2 Nachweispflicht
(1) Der Arbeitgeber hat spätestens einen Monat nach dem vereinbarten Beginn des Arbeitsverhältnisses die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich niederzulegen, die Niederschrift zu unterzeichnen und dem Arbeitnehmer auszuhändigen. In die Niederschrift sind mindestens aufzunehmen:

1.der Name und die Anschrift der Vertragsparteien,
2.der Zeitpunkt des Beginns des Arbeitsverhältnisses,
3.bei befristeten Arbeitsverhältnissen: die vorhersehbare Dauer des Arbeitsverhältnisses,
4.der Arbeitsort oder, falls der Arbeitnehmer nicht nur an einem bestimmten Arbeitsort tätig sein soll, ein Hinweis darauf, daß der Arbeitnehmer an verschiedenen Orten beschäftigt werden kann,
5.eine kurze Charakterisierung oder Beschreibung der vom Arbeitnehmer zu leistenden Tätigkeit,
6.die Zusammensetzung und die Höhe des Arbeitsentgelts einschließlich der Zuschläge, der Zulagen, Prämien und Sonderzahlungen sowie anderer Bestandteile des Arbeitsentgelts und deren Fälligkeit,
7.die vereinbarte Arbeitszeit,
8.die Dauer des jährlichen Erholungsurlaubs,
9.die Fristen für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses,
10.ein in allgemeiner Form gehaltener Hinweis auf die Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die auf das Arbeitsverhältnis anzuwenden sind.


Ich verstehe auch nicht wieso automatisch der Mindestlohn anzuwenden ist. Das würde höchstens in Nichteinsatzzeiten zählen, wenn der AV während eines gültigen TS`s abgeschlossen wurde. Gibt es keinen gültigen TV, muss der Lohn zwingend im AV stehen. Da Leiharebiter alle paar Monate eh ausgetauscht werden, sollte dieses Mindeslohndilemma vielleicht für ein paar Leute zählen. Die meisten werden bei Abmeldung gekündigt, Zeitkonten werden bis zum Vertragsende belastet. Bei Randstad sowieso. Die BR`s scheinen Kündigungen quasi ohne genauere Betrachtung durchzuwinken.

Ohne TV MUSS der Lohn genau im AV definiert sein. Der zählt dann für Nichteinsatzzeiten und ist dann Verhandlungssache. Im Einsatz gibts EP.


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 12.10.2016, 18:49 
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Teja83 hat geschrieben:
Urlaub über dem gesetzlichen Anspruch - auch wenn ich mir wünschen würde, dass man die 30 Tage nicht erst nach 5 Jahren bekommt.

Dazu muss man länger als 6 Monate beschhäftigt sein. Schaffen nachweislich die wenigsten. Bei Randstad schon mal fast nie...
Teja83 hat geschrieben:
Das mit der Krankheitsbezahlung auch im Freizeitausgleich- siehe oben.

Super. Basiert auf ein AZK, welches ohne Tarif so gar nicht gibt. Kann also kein tarfilicher Vorteil sein. Krankheitsbezahlung bei FREiZEiTAUSGLEICH ist ohne Tarif Wurst. Ist man ohne AZK krank, ist man krank und bekommt den Lohn sowieso.

Recht (nicht auf Gnade AG angewiesen) auf Abschläge.
Teja83 hat geschrieben:
Wahnsinn! 1 Treffer für dich


Teja83 hat geschrieben:
Die Bezahlung nicht nur mit Mindestlohn in einsatzfreien Zeiten.

siehe oben. Bullshit!
Teja83 hat geschrieben:
Weihnachts- und Urlaubsgeld gibts - auch wenn da noch Luft nach oben ist, besteht ein gesetzlicher Anspruch gar nicht.

Siehe dazu durchschnittliche Beschäftigungsdauer. Man muss MINDESTENS 6 Monate durchhalten, bevor man in den WG/UG-Anspruch kommt. 150 €.... 150€ ist eine Beleidigung.
Es kommt noch schlimmer: Kunde übernimmt dich im Februar, dann darfst du das WG zurückzahlen!!!

Teja du bist echt schwach. Ich hab 1 Argument von dir gelesen. Schaffste noch 4?!


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 13.10.2016, 07:27 
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Registriert: 03.03.2011, 19:39
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karla hat geschrieben:
Hallo früherwaralles.
Zitat:
Woher stammt eigentlich diese Theorie, der AG müsse bei einsatzfreier Zeit nur Mindestlohn zahlen?
Mal ganz davon abgesehen - und da sind wir uns sicherlich einig - das in 99% der Fälle unterm Strich Nichteinsatzzeiten gar nicht vergütet werden.

Siehe hier unter: http://www.gesetze-im-internet.de/bunde ... gesamt.pdf

Der TV Mindestlohn in der Leihareit endet am 31.12.2016. Die Verordnung zur Lohnuntergrenze in der Leiharbeit hat die Voraussetzung eines TV. Gibt es diesen ab Januar nicht gilt als Untergrenze der gesetzliche Mindestlohn. Dazu noch ein link aus 2011 also vor einem Mindestlohn in der Leiharbeit:
http://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav ... 6291213152

Zur Bezahlung bei Nichteinsatzzeiten heißt es im § 11 AÜG:
§ 11
Sonstige Vorschriften über das Leiharbeitsverhältnis

(1) Der Nachweis der wesentlichen Vertragsbedingungen des Leiharbeitsverhältnisses richtet sich nach den Bestimmungen des Nachweisgesetzes. Zusätzlich zu den in § 2 Abs. 1 des Nachweisgesetzes genannten Angaben sind in die Niederschrift aufzunehmen:

1. Firma und Anschrift des Verleihers, die Erlaubnisbehörde sowie Ort und Datum der Erteilung der Erlaubnis nach § 1,

2. Art und Höhe der Leistungen für Zeiten, in denen der Leiharbeitnehmer nicht verliehen ist.


Karl



Ich verstehe den Verweis auf den TV Mindestlohn Zeitarbeit nicht so ganz. Geht es da wirklich um unfassbare 50cent, die der TV im Westen über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt. Im Osten entspricht er genau den 8.50, bringt also Reinhard nichts. Und ich finde es selbst jetzt noch unglaublich, dass durch die Tarifverträge im Osten länger weniger als der gesetzliche Mindestlohn gezahlt werden konnte!

Die rechtliche Regelung im § 11 AÜG hatte ich nicht auf dem Schirm. Danke für den Hinweis. Dann sind wir aber gleich wieder beim Aber: effektiv werden Nichteinsatzzeiten nach wie vor mit Minustunden verbucht, also gar nicht bezahlt. Dann wäre eine echte Bezahlung der Nichteinsatzzeiten mit dem gesetzlichen Mindestlohn (so sich der LAN vertraglich darauf einlässt) eigentlich ein Vorteil - oder habe ich da einen Denkfehler?


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 13.10.2016, 15:39 
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Beiträge: 578
Das bei Randstad die Leiharbeiter einsatzlose Zeiten
mit dem Arbeitszeitkonto, also aus eigener Tasche
bezahlen müssen, haben sie den Betriebsratten zu
verdanken.

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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 13.10.2016, 17:32 
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Beiträge: 2655
Wohnort: Augsburg
Hallo früherwaralles,
Zitat:
Geht es da wirklich um unfassbare 50cent, die der TV im Westen über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt.

So ist es. Der größere Hammer aber ist, dass ja nur die LAN aus der E1 (West) tatsächlich etwas davon haben. Alle Entgeltgruppen darüber können auf den Mindestlohn gedeckelt werden. Eigentlich müßte ein Mindestlohn in wenigstens zwei Stufen (Ungelernte und Facharbeiter) geteilt werden.

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 14.10.2016, 07:05 
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Beiträge: 125
Kein TV: Klar (?) Equal Pay im Einsatz - was immer das heisst. Und sonst? Langjährige Mitarbeiterverhältnisse brauchen m.E. Regelungen. Der Lohn im Nichteinsatz würde sonst auf arbeitsvertraglichen, individuell mit dem Arbeitgeber verhandelten Lohn fallen - oder? Folgendes Szenario: Arbeitnehmer will unbedingt zum Kunden XMZ mit ERA-Lohn 16 Euro. Wäre der Vertragslohn ohne TV höher verhandelbar und der Arbeitgeber wäre zu höheren Koditionen bereit? Der Mitarbeiter, der zum Kunden geht, wos niedrige Stammmitarbeiterlöhne gibt, gewinnt eh nix. Alles andere ist ein Fall von Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt - auch mit Tarifvertrag kann ich aussertarifliche Zulagen verhandeln, die dann Vertragsbestandteil sind. Das macht jetzt (fast) kein ZAN - weil er dann den Job nicht bekommt. Und weils (leider) genug Kollegen gibt, denen weiter alle Vertragsbedingungen egal wären hauptsache Arbeit, bin ich froh, dass ein Tarifvertrag Mindestbedingungen regelt.

Und ohne TV: ich befürchte Mindestlohn für alle (bisherigen) Entgeltgruppen. Und wir haben viele langjährige Kollegen, die auch bereit sind Einsatzwechseltätigkeiten zu machen (die Kollegen, die NUR zu bestimmten Kunden gehen wollen, werden nach dem Einsatz gekündigt - was wäre die andere Möglichkeit wenn dieser bestimmte Kunde abmeldet??).

Und wenn jetzt wieder die Durchschittsbeschäftigungs-dauer 3 -6 Monate (Frau Nahles da mein ich auch Sie!) kommt: da ist auch die Frühfluktation in der ersten 14 Tagen dabei - und die ist hoch (vor allem in den ersten 1-2 Tagen) und geht in den meisten Fällen vom Mitarbeiter aus. Verzerrt aber m.E. die ganze Statistik, weil die Politik, die Gewerkschaften UND Teile des Forums glauben, man braucht sich um längere Beschäftigungsverhältnisse in der Zeitarbeit nicht kümmern.

Das versuche ich als Betriebsrat und danke Challanger für die pauschale "Wertschätzung" von ca 120 Leuten, die du alle kennst, weist wie sie arbeiten und denken und welche Motivation sie haben ("Betriebsratten"). Aber du hast den Durchblick und sagst wos langehen könnte, wenn du was zu sagen hättest. Mein Respekt an dich: also geneigte Leser: bei Problemen wendet euch bloss nicht an die Betriebsratten sondern an Challenger - der hats echt drauf...


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 14.10.2016, 08:23 
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Teja83 hat geschrieben:
Kein TV: Klar (?) Equal Pay im Einsatz - was immer das heisst. Und sonst? Langjährige Mitarbeiterverhältnisse brauchen m.E. Regelungen. Der Lohn im Nichteinsatz würde sonst auf arbeitsvertraglichen, dabei - und die ist hoch (vor allem in den ersten 1-2 Tagen) und geht in den meisten Fällen vom Mitarbeiter aus. Verzerrt aber m.E. die ganze Statistik, weil die Politik, die Gewerkschaften UND Teile des Forums glauben, man braucht sich um längere Beschäftigungsverhältnisse in der Zeitarbeit nicht kümmern.


Mindestlohn im NICHTeinsatz ist BESSER als Belastung des Zeitkontos!!! Keiner will längere Beschätigungsverhältnisse als Leihkeule!! Die Leute wollen aus der Zeitarbeit raus in feste Anstellungen und zwar lieber schneller als langsamer!!! Lange Beschäftigungsverhältnisse wollen nur die Leiharbeitgeber, Kunden und die dreckigen BRs!! Diese Dumpingtarife verhindern Festanstellungen, da Leiharbeit zu billig ist! Will ein Unternehmen zusätzliche Flexibilität, dann soll es finanziell wehtun!!! So und nicht anders! Ich habe Verständnis für deine nach meinem Empfinden asoziale Einetellung. Dein Job hängt schließlich davon ab und dein Lebenslauf ist ruiniert. Du musst die Scheiße quasi vertreten, die du propagierst!


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 14.10.2016, 09:58 
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Beiträge: 910
Premutos1982 hat geschrieben:
Teja83 hat geschrieben:
Kein TV: Klar (?) Equal Pay im Einsatz - was immer das heisst. Und sonst? Langjährige Mitarbeiterverhältnisse brauchen m.E. Regelungen. Der Lohn im Nichteinsatz würde sonst auf arbeitsvertraglichen, dabei - und die ist hoch (vor allem in den ersten 1-2 Tagen) und geht in den meisten Fällen vom Mitarbeiter aus. Verzerrt aber m.E. die ganze Statistik, weil die Politik, die Gewerkschaften UND Teile des Forums glauben, man braucht sich um längere Beschäftigungsverhältnisse in der Zeitarbeit nicht kümmern.


Mindestlohn im NICHTeinsatz ist BESSER als Belastung des Zeitkontos!!! Keiner will längere Beschätigungsverhältnisse als Leihkeule!! Die Leute wollen aus der Zeitarbeit raus in feste Anstellungen und zwar lieber schneller als langsamer!!! Lange Beschäftigungsverhältnisse wollen nur die Leiharbeitgeber, Kunden und die dreckigen BRs!! Diese Dumpingtarife verhindern Festanstellungen, da Leiharbeit zu billig ist! Will ein Unternehmen zusätzliche Flexibilität, dann soll es finanziell wehtun!!! So und nicht anders! Ich habe Verständnis für deine nach meinem Empfinden asoziale Einetellung. Dein Job hängt schließlich davon ab und dein Lebenslauf ist ruiniert. Du musst die Scheiße quasi vertreten, die du propagierst!



100% Zustimmung!!

Wobei, die paar LAN, welche wirklich gerne darin Arbeiten (hochqualifizierte Projektmitarbeiter), werden unter 10% betragen.
Aber wie so oft, wird bei Randstad aus einer Mücke ein Elefant gemacht, werden Nichtigkeiten groß posaunt. oder wie war das noch einmal mit den Branchenzuschlägen in ver.di Kundenbetrieben, TeJa? Mittlerweile arbeiten Millionen LAN bei Call-Centern, wo gar kein Spielraum für BZ mehr ist..
Und ihr werdet nicht müde, das von Randstad immer und immer wieder zu behaupten.
Auch durch Wiederholung werden Unwahrheiten nicht wahrer :wink:

_________________
...Staatshaushalt - Ein Haushalt in dem alle essen, aber niemand spülen will!

http://www.youtube.com/watch?v=ziDDgZdunF0


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 14.10.2016, 12:55 
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Registriert: 24.07.2013, 19:10
Beiträge: 720
Cid hat geschrieben:


100% Zustimmung!!

Wobei, die paar LAN, welche wirklich gerne darin Arbeiten (hochqualifizierte Projektmitarbeiter), werden unter 10% betragen.:

Und den nicht mal 10-% würde es ohne tv bestimmt nicht schlechter gehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 14.10.2016, 15:17 
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Registriert: 08.11.2014, 11:21
Beiträge: 578
Hallo Teja,
wo bleibt eigentlich Deine Antwort
auf meinen Beitrag vom 12.10. ???

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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 15.10.2016, 12:46 
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Registriert: 08.11.2014, 11:21
Beiträge: 578
Hallo Teja,
für was sollte man Deiner Meinung nach die Betriebsratten
von Randstad denn wertschätzen ? Etwa dafür, daß sie :


1. Eine Gesamtbetriebsvereinbarung Arbeitszeitkonto, die
weitüberwiegend betriebliche Interessen berücksichtigt und
die Fa.Randstad berechtigt,in Zeiten vorübergehender Nicht-
beschäftigung den Leiharbeitern ihr unternehmerisches Risiko
auf den Hals zu laden,

oder etwa dafür, daß sie

2. Neueinstellungen von Leiharbeitern, oder wie von Randstad
vornehm "überbetriebliche Mitarbeiter" genannt, ohne nähere
Prüfung einfach durchgewunken werden und somit bewußt und/
oder billigend in Kauf genommen wird, daß die LAN unter Ver -
stoß von §99 BetrVG falsch eingruppiert werden ???

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 15.10.2016, 15:19 
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Registriert: 05.02.2016, 06:29
Beiträge: 125
Zum Thema des Treads (abschliessend für mich hierzu) nochmal: wenn in der Zeitarbeit ein Kollege trotz AUB (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) Freizeitausgleich oder Urlaub nehmen soll: bei Gewerkschaft oder seinem Betriebsrat melden. Und wenn ihr während Freizeitausgleich oder Urlaub krank werdet und eine AUB habt, habt ihr Anspruch auf Rückerstattung der Urlaubstage und Freizeitstunden trotz Unterschrift auf einem Urlaubsantrag oder Freizeitantrag.


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 15.10.2016, 21:43 
Offline

Registriert: 21.03.2014, 22:53
Beiträge: 217
Teja83 hat geschrieben:
Recht (nicht auf Gnade AG angewiesen) auf Abschläge.

Und in welcher Höhe?
Bestimmt der AG: "OK, du kriegst 20€."
Soll die Klausel ernst zu nehmen sein, gehört da eine Mindestabschlagshöhe hinein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 16.10.2016, 11:53 
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Registriert: 08.11.2014, 11:21
Beiträge: 578
Teja83 hat geschrieben:
Zum Thema des Treads (abschliessend für mich hierzu) nochmal: wenn in der Zeitarbeit ein Kollege trotz AUB (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) Freizeitausgleich oder Urlaub nehmen soll: bei Gewerkschaft oder seinem Betriebsrat melden. Und wenn ihr während Freizeitausgleich oder Urlaub krank werdet und eine AUB habt, habt ihr Anspruch auf Rückerstattung der Urlaubstage und Freizeitstunden trotz Unterschrift auf einem Urlaubsantrag oder Freizeitantrag.

Hallo Teja,
es ist grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden,den Mit-
arbeitern zu helfen, denen im Krankheitsfall Urlaub und/
oder Freizeitausgleich aufgenötigt wurde.
Nach den Grundsätzen des Betriebsverfassungsgesetzes
hat sich der Betriebsrat jedoch für die Belange aller Mitar-
beiter einzusetzen und zwar unerheblich davon,ob sich die
Mitarbeiter mit einem Anliegen an den Betriebsrat wenden
oder NICHT. Vergleich : §80 Abs.1, Nr.1 BetrVG
Denn der Gesetzgeber hat die Betriebsräte ja nicht umsonst
mit zahlreichen Mitbestimmungs- und Informationsrechten
ausgestattet. Insbesondere sind dem Betriebsrat JEDERZEIT
die zur Durchführung seiner Aufgaben erforderlichen Unterla-
gen vorzulegen. Vergleich : Abs.2 zu §80 BetrVG

Wenn sich die BR'te sämtliche Unterlagen vorlegen lassen,
welche zur Aufklärung des
organisierten Mißbrauchs
mit AUB und/oder Urlaubsbescheinigungen erforderlich
sind,macht dies bei zigtausenden Mitarbeitern natürlich
einen Haufen Arbeit. Aber Randstad hat ja Bundesweit über
120 BR-Mitglieder, von denen mindestens 40 Mitglieder frei-
gestellt sind,also genug,um den Laden mal so richtig auf den
Kopf zu stellen.

Aber die BR'te werden einen Dreck tun.Warum? Ganz einfach.
weil nämlich Disponenten den Mitarbeitern Urlaub und/oder
Freizeitausgleich im Krankheitsfall aufnötigen und auf der an -
deren Seite Disponenten an den entscheidenden Schnittstellen
im Betriebsrat sitzen: BR-Vorsitzende/r, Personalauschuß, Be-
triebsausschuß, insbesondere einschließlich den lukrativen
Freistellungen. Die Betriebsratsdisponenten handeln dann ganz
nach dem Motto :
Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.


Wenn also die BR'te von Randstad ihre Aufgabe lediglich darin
sehen, nur dann tätig zu werden, wenn sich Mitarbeiter,die,wie
im vorliegenden Fall beschrieben,über den Tisch gezogen werden,
beschränken sie unter grober Amtspflichtverletzung ihre Tätigkeit
auf das UNVERMEIDLICHE :twisted: :twisted: :twisted:

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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 16.10.2016, 17:24 
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Registriert: 05.02.2016, 06:29
Beiträge: 125
Hallo Challenger, warum der Betriebsrat nur helfen kann, wenn sich ein Mitarbeiter meldet und dies nicht systematisch nachgehalten werden kann, habe ich dir am 11.10. schon begründet um 18.43 Uhr, 2. Teil unter Challenger. An was sollte man denn erkennen, dass eine AUB bezahlt werden müsste, wenn keine in der Akte ist sondern statt dessen ein Urlaubsantrag?

Hallo DDEnte: ein Betrag ist nicht genannt. Aber im BAP TV steht unter 13.1: "Auf Verlangen des Mitarbeiters wird......am Ende eines jeweiligen Abschlagmonats ein Abschlag von bis zu 80% des zu erwartenden Netto-Einkommens ausbezahlt." Also schon a bisserl mehr als 20 Euro. Und wenns da Probleme in Niederlassung gibt: Betriebsrat oder Gewerkschaft können da helfen. DER Anspruch ist auch relativ eindeutig.

Übrigens: bei mir hat sich bisher weder zu dem einen noch zum anderen Thema (AUB nicht bezahlt, gewünschter Abschlag nicht bekommen) in den letzten 10 Jahren wer gemeldet; zu Verständnisfragen zum Tarifvertrag oder zur Lohnabrechnungen oder zu sonstigen Vertragsgeschichten, auch Fahrgeld, bekomme ich pro Woche ca 30 Anrufe und ich treff auch immer Mitarbeiter, die mir davon auch nix sagen sondern andere Fragen stellen. Also wenn ihrs lest unds euch betrifft: gebt uns die Info.


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BeitragVerfasst: 16.10.2016, 17:33 
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Beiträge: 720
Teja und die anderen BRs antworten nur auf Sachen, die angenehm sind. Ansonsten werden hier nur Unwahrheiten verbreitet.

Es gibt hier kaum noch echte gegner von Leiharbeit. Nur noch 5-6 Stück und der Rest sind disponenten/korrupte BRs. Schade Zoom. Sind alle ins elo-Forum oder zu chefduzen gewechselt?


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 18.10.2016, 07:29 
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[quote="Premutos1982"]
Es gibt hier kaum noch echte gegner von Leiharbeit. Nur noch 5-6 Stück und der Rest sind disponenten/korrupte BRs. Schade Zoom.[quote]

Hm. Ist ein Forum für "ZeitarbeiterInnen". Hier steht nirgends, dass man hier nur als "echter Gegner" von Zeitarbeit schreiben darf.

Natürlich ist es überhaupt nicht ok, wenn Leute statt Entgeltfortzahlung AZK nehmen sollen. Der Missbrauch ist da doch völlig klar. Ob es allerdings zur Lösung beiträgt, wenn man dann mit dem Vorschlaghammer auf den Betriebsrat schlägt, weiß ich nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 18.10.2016, 10:29 
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Leute es sagt doch viel aus, wenn die Randstäder so viel Zeit und Energie hier reinsetzen um PR zu betreiben.

Das hätten sie doch gar nicht nötig.

Aber wir freuen uns doch über Jörg, Jaqueline und Co. :-D

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...Staatshaushalt - Ein Haushalt in dem alle essen, aber niemand spülen will!

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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 18.10.2016, 11:17 
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Hallo Cid,

Zitat:
Leute es sagt doch viel aus, wenn die Randstäder so viel Zeit und Energie hier reinsetzen um PR zu betreiben.


Was soll es denn bringen, wenn sich hier nur noch eine Seite darstellt? Was der eine als PR wahrnimmt kann doch einfach deren Überzeugung sein. Und damit hat man sich inhaltlich auseinanderzusetzen. Die Realität der kapitalistischen Welt auf Personalien verkürzen ist nicht zielführend.

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 18.10.2016, 19:09 
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Teja83 hat geschrieben:
Hallo Challenger, warum der Betriebsrat nur helfen kann, wenn sich ein Mitarbeiter meldet und dies nicht systematisch nachgehalten werden kann, habe ich dir am 11.10. schon begründet um 18.43 Uhr, 2. Teil unter Challenger. An was sollte man denn erkennen, dass eine AUB bezahlt werden müsste, wenn keine in der Akte ist sondern statt dessen ein Urlaubsantrag?
Mit Verlaub Teja.Du hast schlicht und ergreifend keine Ahnung. Mit Deinen
unqualifizierten Ausführungen dokumentierst Du,daß nicht nur Du,sondern
auch die übrigen Betriebsratten von Randstad für die Leiharbeitnehmer nicht
Teil der Lösung, sondern Teil des Problems sind.


Hallo DDEnte: ein Betrag ist nicht genannt. Aber im BAP TV steht unter 13.1: "Auf Verlangen des Mitarbeiters wird......am Ende eines jeweiligen Abschlagmonats ein Abschlag von bis zu 80% des zu erwartenden Netto-Einkommens ausbezahlt." Also schon a bisserl mehr als 20 Euro. Und wenns da Probleme in Niederlassung gibt: Betriebsrat oder Gewerkschaft können da helfen. DER Anspruch ist auch relativ eindeutig.

Übrigens: bei mir hat sich bisher weder zu dem einen noch zum anderen Thema (AUB nicht bezahlt, gewünschter Abschlag nicht bekommen) in den letzten 10 Jahren wer gemeldet; zu Verständnisfragen zum Tarifvertrag oder zur Lohnabrechnungen oder zu sonstigen Vertragsgeschichten, auch Fahrgeld, bekomme ich pro Woche ca 30 Anrufe und ich treff auch immer Mitarbeiter, die mir davon auch nix sagen sondern andere Fragen stellen. Also wenn ihrs lest unds euch betrifft: gebt uns die Info.

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Die Leiharbeit ist eine Maschinerie,
in die du als Schwein reingehst und
als Wurst rauskommst


Wer montags lächelt, nimmt die richtigen Drogen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 18.10.2016, 22:50 
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Beiträge: 217
Teja83 hat geschrieben:
Hallo DDEnte: ein Betrag ist nicht genannt. Aber im BAP TV steht unter 13.1: "Auf Verlangen des Mitarbeiters wird......am Ende eines jeweiligen Abschlagmonats ein Abschlag von bis zu 80% des zu erwartenden Netto-Einkommens ausbezahlt." Also schon a bisserl mehr als 20 Euro.

Im Tarif steht "bis zu" 80%.
Und 20€ sind auch "bis zu" 80%. Eindeutig ist da überhaupt nichts.


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 19.10.2016, 03:16 
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Registriert: 05.02.2016, 06:29
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DDEnte: So hat bisher zumindest kein Disponent mir gegenüber argumentiert... Ich les es so: der MA kann nicht mehr als 80 Prozent verlangen, die aber schon; hat bisher auch so geklappt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 19.10.2016, 09:13 
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Registriert: 26.05.2013, 22:34
Beiträge: 910
karla hat geschrieben:
Hallo Cid,

Zitat:
Leute es sagt doch viel aus, wenn die Randstäder so viel Zeit und Energie hier reinsetzen um PR zu betreiben.


Was soll es denn bringen, wenn sich hier nur noch eine Seite darstellt? Was der eine als PR wahrnimmt kann doch einfach deren Überzeugung sein. Und damit hat man sich inhaltlich auseinanderzusetzen. Die Realität der kapitalistischen Welt auf Personalien verkürzen ist nicht zielführend.

Karl



Hallo Karl,

die "kapitalistische Welt" wird von handelnden Personen getragen, geformt und gemacht. Kapitalismus und Politik sind keine losgelöste, frei im Raum Schwebenden Objekte, sondern maßgeblich durch Personen geprägt, und daher als untrennbar anzusehen.

Es fehlt einfach ein System von Checks and Balances,wie es die Amerikaner nennen.

Den gleichen Grad an Verkommenheit zwischen AN-Vertretungen und Management kannst Du in der Automobilindustrie beobachten. In der aktuellen Ausgabe der Zeit von letzter Woche (13.10.) ist im Wirtschaftsteil nachzulesen, wie im BMW-Werk die IG Metall LAN unter Druck setzt, der IG M beizutreten, ansonsten wird es nichts mit der "Festanstellung nichts"; so der O-Ton.

Auch bei Vau-Weeeh darf die Frage erlaubt sein, weswegen das die gesetzlich legitimierten AN-Interessenvertreter (Von BR bis Aufsichtsrat) Ihren Pflichten nicht nachkamen... (Und was war da vor einigen Jahren noch mal mit gemeinsamen Bordell Besuchen von IGM-BRs :roll: :roll: )

Auch Randstad ist auf Grund seiner Größe ein mächtiger Player in der ZAF Welt. Auf Grund dessen kocht auch die AN-Vertretung ihr eigenes Süppchen.

Von Kapitalistischer Welt zu reden ist daher nicht zutreffend. Es geht um Machtstrukturen, und dabei ist es gleich ob das in kapitalistischen oder progressiven Organisationen stattfindet.

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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 19.10.2016, 10:37 
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Wohnort: Augsburg
Hallo Cid,
Zitat:
Auch Randstad ist auf Grund seiner Größe ein mächtiger Player in der ZAF Welt. Auf Grund dessen kocht auch die AN-Vertretung ihr eigenes Süppchen.

Zitat:
Den gleichen Grad an Verkommenheit zwischen AN-Vertretungen und Management kannst Du in der Automobilindustrie beobachten. In der aktuellen Ausgabe der Zeit von letzter Woche (13.10.) ist im Wirtschaftsteil nachzulesen, wie im BMW-Werk die IG Metall LAN unter Druck setzt, der IG M beizutreten, ansonsten wird es nichts mit der "Festanstellung nichts"; so der O-Ton.

Setzt der BR von z.B. BMW schon vor Jahren (bei BMW seit 2007/2008) nicht zu verachtende finanzielle Verbesserungen für LAN durch und versucht "systematisch" Mitglieder für die Gewerkschaft zu gewinnen ist es auch wieder nicht recht. Bei BMW wird wie in diesem Zeit-Artikel dargelegt wird die Begrenzung der Leiharbeit betrieben. Wenn Nichtorganisierte übernommen werden und Organisierte leer ausgehen was erzählen diese Organisierten dann der ZEIT?

Zitat:
Es fehlt einfach ein System von Checks and Balances,wie es die Amerikaner nennen.

Uns fehlen die LAN die sich mal auf die Hinterbeine stellen. Und solange das so bleibt ändern auch amerikanische Methoden nichts wesentliches.

Zitat:
(Und was war da vor einigen Jahren noch mal mit gemeinsamen Bordell Besuchen von IGM-BRs )
IGM-BRs gibt es z.B. in unserer Verwaltungsstelle. Das bei VW waren VW-Betriebsräte mit IGM-Mitgliedschaft.

Wäre der Organisationsgrad der Randstad -LAN ähnlich hoch wie der bei der BMW -Stammmannschaft sähe es in den BR von Randstad vermutlich anders aus.
In den Verleihfirmen wie Randstad etc. findet Organisierung von LAN nicht systematisch statt. (Ist auch schwieriger). Übernehmen BR von Entleihbetrieben wie
BMW diese Arbeit werden wieder die Methoden kritisiert. Man kann es nicht allen recht machen. (Siehe oben was erzählen Organisierte die nicht übernommen werden der Zeit?).

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 19.10.2016, 17:34 
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Hallo Karl, einige von uns sind im Arbeitskreis Zeitarbeit der IGM und werben auch Mitarbeiter für die IGM und haben auch o.g. Betriebsrat beim Anwerben unserer Kollegen unterstützt - mit der von dir genannten Begründung, dass nur mit Hilfe der IGM die ERA-Bezahlung für ZAKler erreicht wurde. Und die Erhöhung um 2,8 % dieses Jahr finanziert schon locker den Mitgliedsbeitrag. Übernahmen wurden nicht versprochen. Aber der Betriebsrat dort verhandelt gerade wieder über Übernahmen. Übrigens: Prämien fürs Anwerben gebe ich weiter.

Und als Global Player seh ich mich eher net so.


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck auf Kranke bei Randstad
BeitragVerfasst: 22.10.2016, 14:46 
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Registriert: 26.05.2013, 22:34
Beiträge: 910
Zitat:
Setzt der BR von z.B. BMW schon vor Jahren (bei BMW seit 2007/2008) nicht zu verachtende finanzielle Verbesserungen für LAN durch und versucht "systematisch" Mitglieder für die Gewerkschaft zu gewinnen ist es auch wieder nicht recht. Bei BMW wird wie in diesem Zeit-Artikel dargelegt wird die Begrenzung der Leiharbeit betrieben. Wenn Nichtorganisierte übernommen werden und Organisierte leer ausgehen was erzählen diese Organisierten dann der ZEIT?


Dass Du dich derart unkritisch mit deiner Gewerkschaft auseinandersetzt raubt einem den Atem.

In dem Artikel geht es um weitaus mehr als nur um LAN um den Umgang miteinander um Wertschätzung und Menschlichkeit. Letztens unterhielt ich mich mit langjährig ehrenamtlichen Metallern, die mir gegenüber meinten in der Automobilindustrie sei die IGM als gelbe Gewerkschaft zu bezeichnen...

Werben ist oft penetrant, aggressiv und nervig. Dabei sollte es allerdings um Hartnäckigkeit und Rhetorik gehen. Niemals mit Drohungen, wie es in dem Artikel der Zeit beschrieben steht. Drohungen passen zu einem autoritären Verständnis. Ich zum Bsp. habe mich von miemanden bedrohen lassem, weder Dispos von Leihbuden, noch IG M Funnktionären oder Randstad BRs/TaKos.

Und ich kann das auch nur jedem empfehlen!


Zitat:
IGM-BRs gibt es z.B. in unserer Verwaltungsstelle. Das bei VW waren VW-Betriebsräte mit IGM-Mitgliedschaft.


Das ändert am Inhalt nichts.

Zitat:
Wäre der Organisationsgrad der Randstad -LAN ähnlich hoch wie der bei der BMW -Stammmannschaft sähe es in den BR von Randstad vermutlich anders aus.
In den Verleihfirmen wie Randstad etc. findet Organisierung von LAN nicht systematisch statt.


Das ist Aufgabe von Leuten wie Jörg20 und Teja. Werden diese aber nicht machen, könnte deren Mehrheit gefährden.
[size=200]
Scheiss Randstad mitsamt seinen Scheiß-BR
[/

Zitat:
Übernehmen BR von Entleihbetrieben wie
BMW diese Arbeit werden wieder die Methoden kritisiert. Man kann es nicht allen recht machen


Ein LAN bei BMW ist über eine Dienstleistungsfirma angestellt, die dazugehörige Gewerkschaft heisst ver.di und nicht IG Metall. Du musst mal von Deinem hohen Roß runterkommen dass man als LAN in einem Metallbetrieb sich der IGM vrepflichtet fühlt.

Ich zum Beispspiel war lange in einem Metallverarbeitendemn Betrieb, danach in einem IT Unternehmen, im Handel und in der Versicherungsbranche (über den gleichen Verleiher)- hätte ich jedesmal die Gewerkschaft wechseln sollen, je nach Zugehörigkeit des Entleihbetriebes??

Was bringt dann Organizing wenn ich mich nicht entfalten kann sondern brav meine Beiträge entrichte nur um wieder zu verscchwinden zur nächsten DBG gewerkschaft? Meinst Du, so hätte man meinen Gerichtsprozess bis vors BAG übernommen?

Hätte mir ein Metaller gesagt ich solle bitte eintreten, sonst werde ich nicht übernommen, hätte derjenige ein Problem bekommen.

Zitat:
Und als Global Player seh ich mich eher net so.


TeJa, daher schrieb ich auch mächtiger Player in der ZAF Welt-. Global Player sind Sklaventreiber_Innen Vertretende wie Du bestimmt nicht.

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