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 Betreff des Beitrags: Eingruppierung nach BZA Tarif
BeitragVerfasst: 03.05.2017, 22:59 
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Beiträge: 13
Hallo zusammen,

Hab da mal so ein Fall , vielleicht könnt ihr mir ja mal helfen

Bin Seit 1,5 Jahren bei einem entleiher als Fachkraft
Eingestellt.
Vor 2 monaten wurde beim selben entleiher ein Kollege eingestellt.
Wir verrichten Die selbe arbeitnund sitzen auch im selben Büro.

Durch zufall habe ich mitbekommen das er pro std 5€ mehr verdient als
Ich. Mein verleiher hat dazu folgendes gesagt.

Sie wurden vom entleiher als Fachkraft eingefordert und der Kollege
Als Techniker.

laut BZA ist ja nicht die qualifikation für die Eingruppierung maßgebend sonder
Die tätigkeit oder nicht ?

Muss ich höher eingruppiert werden ?
Was mein ihr?


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 Betreff des Beitrags: Re: Eingruppierung nach BZA Tarif
BeitragVerfasst: 04.05.2017, 00:10 
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Registriert: 08.11.2014, 11:21
Beiträge: 520
Zitat :
Sie wurden vom entleiher als Fachkraft eingefordert und der Kollege
Als Techniker.
.........................
Hallo erst mal,
zunächst mal vier Fragen :

1. Welcher Tarifvertrag gilt ? BAP oder IGZ ?
2. In welche EG wurdest Du denn eingruppiert ?
3. Existiert in Deinem Einsatzbetrieb ein Betriebsrat ?
4. Existiert bei Deinem Arbeitgeber ein Betriebsrat ?

_________________
Die Leiharbeit ist eine Maschinerie,
in die du als Schwein reingehst und
als Wurst rauskommst


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 Betreff des Beitrags: Re: Eingruppierung nach BZA Tarif
BeitragVerfasst: 04.05.2017, 06:14 
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Registriert: 03.05.2017, 17:43
Beiträge: 13
challenger hat geschrieben:
Zitat :
Sie wurden vom entleiher als Fachkraft eingefordert und der Kollege
Als Techniker.
.........................
Hallo erst mal,
zunächst mal vier Fragen :

1. Welcher Tarifvertrag gilt ? BAP oder IGZ ?
2. In welche EG wurdest Du denn eingruppiert ?
3. Existiert in Deinem Einsatzbetrieb ein Betriebsrat ?
4. Existiert bei Deinem Arbeitgeber ein Betriebsrat ?


Hallo

1. Es gilt Bap
2.E4
3.ja
4. nein


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 Betreff des Beitrags: Re: Eingruppierung nach BZA Tarif
BeitragVerfasst: 04.05.2017, 10:03 
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Registriert: 26.05.2013, 22:34
Beiträge: 874
Zaferig hat geschrieben:
Hallo zusammen,

Hab da mal so ein Fall , vielleicht könnt ihr mir ja mal helfen

Bin Seit 1,5 Jahren bei einem entleiher als Fachkraft
Eingestellt.
Vor 2 monaten wurde beim selben entleiher ein Kollege eingestellt.
Wir verrichten Die selbe arbeitnund sitzen auch im selben Büro.

Durch zufall habe ich mitbekommen das er pro std 5€ mehr verdient als
Ich. Mein verleiher hat dazu folgendes gesagt.

Sie wurden vom entleiher als Fachkraft eingefordert und der Kollege
Als Techniker.

laut BZA ist ja nicht die qualifikation für die Eingruppierung maßgebend sonder
Die tätigkeit oder nicht ?

Muss ich höher eingruppiert werden ?
Was mein ihr?



Sieht doof aus, denn Du hast deinen Arbeitsvertrag unterschrieben - und der Entleiher zahlt das, was er wünscht. Die ZAF ist nur Diener.

Frage Dich:

a) hat der kollege eine höhere Entgeltgruppe?
b) Wer hat die höhere Qualifikation von euch?
c) oder bekommt er einfach VMA/häheres Fahrtgeld, worauf sie diese Differenz begründet?

Wie mein Vorposter schrieb, würde ich mich an den Entleihbetriebsrat wenden, da du schon sehr lange dort beschäftigt bist, kannst evtl. mehr rausholen (Branchenzuschläge? Erfahrenheitszuschlag, Höheres Fahrtgeld? Prämie etc?)

Problem bei den obigen Punkten ist, dass dies alles den Entleiher mehr Geld kostet.

Oder aber dein Entleiher macht Druck auf deine ZAF, dir mehr Stunden aus Deinem AZK auszuzahlen, das kostet den Verleiher Nix extra, sorgt für ein geringes AZK und du für mehr Wohlbefinden.

Die ZAF ist vom Entleiher abhängig und je mehr Du dort Fürsprecher hast, desto stärker sind Deine Chancen, dass diese sich für dich einsetzt. Du bist Facharbeiter und schon lange beim Unternehmen ;-)

Ich habe diese Vorgehensweise selbst mehrfach praktiziert, kostet Überwindung, ist aber sehr effektiv. Denn bei der ZAF allein erreichst Du ohne Druck nichts.

_________________
...Staatshaushalt - Ein Haushalt in dem alle essen, aber niemand spülen will!

http://www.youtube.com/watch?v=ziDDgZdunF0


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 Betreff des Beitrags: Re: Eingruppierung nach BZA Tarif
BeitragVerfasst: 04.05.2017, 10:41 
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Registriert: 03.05.2017, 17:43
Beiträge: 13
Cid hat geschrieben:
Zaferig hat geschrieben:
Hallo zusammen,

Hab da mal so ein Fall , vielleicht könnt ihr mir ja mal helfen

Bin Seit 1,5 Jahren bei einem entleiher als Fachkraft
Eingestellt.
Vor 2 monaten wurde beim selben entleiher ein Kollege eingestellt.
Wir verrichten Die selbe arbeitnund sitzen auch im selben Büro.

Durch zufall habe ich mitbekommen das er pro std 5€ mehr verdient als
Ich. Mein verleiher hat dazu folgendes gesagt.

Sie wurden vom entleiher als Fachkraft eingefordert und der Kollege
Als Techniker.

laut BZA ist ja nicht die qualifikation für die Eingruppierung maßgebend sonder
Die tätigkeit oder nicht ?

Muss ich höher eingruppiert werden ?
Was mein ihr?



Sieht doof aus, denn Du hast deinen Arbeitsvertrag unterschrieben - und der Entleiher zahlt das, was er wünscht. Die ZAF ist nur Diener.

Frage Dich:

a) hat der kollege eine höhere Entgeltgruppe?
b) Wer hat die höhere Qualifikation von euch?
c) oder bekommt er einfach VMA/häheres Fahrtgeld, worauf sie diese Differenz begründet?

Wie mein Vorposter schrieb, würde ich mich an den Entleihbetriebsrat wenden, da du schon sehr lange dort beschäftigt bist, kannst evtl. mehr rausholen (Branchenzuschläge? Erfahrenheitszuschlag, Höheres Fahrtgeld? Prämie etc?)

Problem bei den obigen Punkten ist, dass dies alles den Entleiher mehr Geld kostet.

Oder aber dein Entleiher macht Druck auf deine ZAF, dir mehr Stunden aus Deinem AZK auszuzahlen, das kostet den Verleiher Nix extra, sorgt für ein geringes AZK und du für mehr Wohlbefinden.

Die ZAF ist vom Entleiher abhängig und je mehr Du dort Fürsprecher hast, desto stärker sind Deine Chancen, dass diese sich für dich einsetzt. Du bist Facharbeiter und schon lange beim Unternehmen ;-)

Ich habe diese Vorgehensweise selbst mehrfach praktiziert, kostet Überwindung, ist aber sehr effektiv. Denn bei der ZAF allein erreichst Du ohne Druck nichts.


Hallo ja ich habe es unterschrieben weil man mir gesagt hat das es eine Fachkraft stelle ist.

Antwort zu
a:Ja er ist in E6 eingruppiert
b:der Kollege (Techniker)
c. siehe a
Ich Frage mich nur warum ein weiterer für die selbe stelle mit dem ich die selbe Aufgaben mache als Techniker angefordert wurde ?
Für mich heisst es dann eigentlich das ich entweder von Anfang an verarscht wurde und von Anfang an falsch eingruppiert wurde(Arbeitsvertrag wurde erst unterschriebn als die Zusage vom Entleiher kam, also ist es mein erster Einsatzort) oder der Entleiher hat falsche Angaben an den Verleiher gemacht oder nicht ?

Und beim Tarifvertrag heisst es ja die Mitarbeite werden aufgrund der ausgeübten Tätigkeiten Eingruppiert und nicht wie beim IGZ.
BEi Igz heisst es viel mehr die Qualifikation ist maßgebend.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eingruppierung nach BZA Tarif
BeitragVerfasst: 04.05.2017, 11:54 
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Registriert: 26.05.2013, 22:34
Beiträge: 874
Wahrscheinlich kommt die Entleihfirma selbst durcheinander....

Aber du wirst schwer dagegen ankommen, außer du nimmst einen meiner obigen Tipps :wink:

Pass auch auf was Du der ZAF kommunizierst, denn oft sind ja Verschwiegensklauseln drin, nicht dass man Dir nen Strick dreht.

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Eingruppierung nach BZA Tarif
BeitragVerfasst: 04.05.2017, 12:25 
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Registriert: 08.11.2014, 11:21
Beiträge: 520
Zitat Cid :
Pass auch auf was Du der ZAF kommunizierst, denn oft sind ja Verschwiegensklauseln drin, nicht dass man Dir nen Strick dreht.
...............................................................
Dazu :

LAG Mecklenburg-Vorpommern, 21.10.2009 - 2 Sa 237/09
Amtlicher Leitsatz:
Eine Klausel, wonach der Arbeitnehmer verpflichtet ist, über seine Arbeitsvergütung auch gegenüber Arbeitskollegen Verschwiegenheit zu bewahren, ist unwirksam, da sie den Arbeitnehmer daran hindert, Verstöße gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz im Rahmen der Lohngestaltung gegenüber dem Arbeitgeber erfolgreich geltend zu machen. Darüber hinaus verstößt sie gegen Art. 9 Abs. 3 GG
.....................................................................
2. Die Berufung ist nicht begründet.

Die Abmahnung vom 11.03.2009 ist aus der Personalakte zu entfernen, da sie nicht gerechtfertigt ist. Eine Pflichtverletzung des Klägers liegt nicht vor. Die Klausel in § 4 Nr. 4 des Anstellungsvertrages, wonach der Arbeitnehmer verpflichtet ist, die Höhe der Bezüge vertraulich zu behandeln und auch gegenüber anderen Firmenangehörigen Stillschweigen darüber zu bewahren, ist unwirksam. Sie stellt eine unangemessene Benachteiligung des Arbeitnehmers entgegen den Geboten von Treu und Glauben im Sinne von § 307 BGB dar.

Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (zuletzt: Urteil vom 15.07.2009, 5 AZR 486/08) ist der Arbeitgeber auch bei der Lohngestaltung dem Gleichbehandlungsgrundsatz verpflichtet. Die einzige Möglichkeit für den Arbeitnehmer festzustellen, ob er Ansprüche aus dem Gleichbehandlungsgrundsatz hinsichtlich seiner Lohnhöhe hat, ist das Gespräch mit Arbeitskollegen. Ein solches Gespräch ist nur erfolgreich, wenn der Arbeitnehmer selbst auch bereit ist, über seine eigene Lohngestaltung Auskunft zu geben. Könnte man ihm derartige Gespräche wirksam verbieten, hätte der Arbeitnehmer kein erfolgversprechendes Mittel, Ansprüche wegen Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes im Rahmen der Lohngestaltung gerichtlich geltend zu machen.

Darüber hinaus wird das Verbot auch gegen die Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 GG verstoßen, da sie auch Mitteilungen über die Lohnhöhe gegenüber einer Gewerkschaft verbietet, deren Mitglied der betroffene Arbeitnehmer sein könnte. Sinnvolle Arbeitskämpfe gegen ein Unternehmen wären so nicht möglich, da die Gewerkschaft die Lohnstruktur nicht in Erfahrung bringen kann.

_________________
Die Leiharbeit ist eine Maschinerie,
in die du als Schwein reingehst und
als Wurst rauskommst


Zuletzt geändert von challenger am 04.05.2017, 12:44, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Eingruppierung nach BZA Tarif
BeitragVerfasst: 04.05.2017, 12:41 
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Registriert: 08.11.2014, 11:21
Beiträge: 520
Zitat Zaferig :
Vor 2 monaten wurde beim selben entleiher ein Kollege eingestellt.
Wir verrichten Die selbe arbeitnund sitzen auch im selben Büro.
...............................................................................................
Ist dies der erste Einsatz des Kollegen, oder arbeitet er schon
länger bei Euerem Verleiher. ? Wenn ja, kann es durchaus sein,
daß die Eingruppierung für den Ersteinsatz nach Vertragsschluß
in ordnung ist. Denn wenn der jetzige Einsatz für den Kollegen
ein Folgeeinsatz ist, kann der Verleiher ihn nicht einfach runter-
gruppieren.

_________________
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in die du als Schwein reingehst und
als Wurst rauskommst


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 Betreff des Beitrags: Re: Eingruppierung nach BZA Tarif
BeitragVerfasst: 04.05.2017, 12:47 
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Registriert: 03.05.2017, 17:43
Beiträge: 13
challenger hat geschrieben:
Zitat Zaferig :
Vor 2 monaten wurde beim selben entleiher ein Kollege eingestellt.
Wir verrichten Die selbe arbeitnund sitzen auch im selben Büro.
...............................................................................................
Ist dies der erste Einsatz des Kollegen, oder arbeitet er schon
länger bei Euerem Verleiher. ? Wenn ja, kann es durchaus sein,
daß die Eingruppierung für den Ersteinsatz nach Vertragsschluß
in ordnung ist. Denn wenn der jetzige Einsatz für den Kollegen
ein Folgeeinsatz ist, kann der Verleiher ihn nicht einfach runter-
gruppieren.



Er wurde nach Vertragsabschluss DIREKT beim selben entleiher eingesetzt !


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 Betreff des Beitrags: Re: Eingruppierung nach BZA Tarif
BeitragVerfasst: 13.05.2017, 15:43 
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Registriert: 13.11.2008, 18:35
Beiträge: 629
Wohnort: Rheinland
Mal Butter bei de Fische:
Macht Ihr die Arbeit von Technikern oder nicht?

Das ist hier doch die entscheidende Frage.

Wenn ich von einer ZAF angeheuert wurde/würde und soll die Arbeit eines Technikers machen, dann will ich auch die entsprechende Bezahlung.
Da käme ich gar nicht auf die Idee, mich zu einem niedrigeren Kurs einstellen zu lassen ...

Rein formal wirst Du übrigens bei der Sichtung Deiner Personalunterlagen auch irgendwo einen Hinweis darauf finden, daß Du Dich bei der ZAF zu melden hast, wenn die ausgeübte Tätigkeit nicht oder nicht mehr dem ursprünglichen "Marschbefehl" entspricht.

Ein Beispiel:
Eine Firma auf Montage fordert einen Helfer an, der Material (Leuchten) verbringen und Anreichungen machen soll.
Dann stellt diese Firma fest, daß der geschickte Helfer zufällig ein ausgebildeter Elektroniker ist und fordert ihn dazu auf, stattdessen auch Leuchten zu montieren und anzuschließen.

In diesem Fall müßte der nun als Facharbeiter tätige Helfer seine ZAF auch darüber informieren, da die ZAF weiterhin nur einen Helfer-Stundensatz kassiert.

Man muß an dieser Stelle erst einmal der ZAF zugute halten, daß sie nicht riechen kann, was genau Du beim Entleihunternehmen machst. Sie vertraut darauf, was das Entleihunternehmen angibt und das wird tendenziell eher tiefgestapelt sein.
Gerade in solchen Fällen wie dem oben geschilderten weiß manchmal nicht einmal das Entleihunternehmen, daß auf einer 600km entfernten Baustelle irgendein angeforderter Helfer Facharbeiten verrichtet.

_________________
„Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. [...]” (Napoleon)


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