ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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BeitragVerfasst: 15.04.2018, 08:24 
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Wet Könnte gegen die Randstad GBV eigentlich Klage einreichen?

Teile des BR;

Einzelne LAN;

Eine im BR vertretene Gewerkschaft??

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...Staatshaushalt - Ein Haushalt in dem alle essen, aber niemand spülen will!

http://www.youtube.com/watch?v=ziDDgZdunF0


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BeitragVerfasst: 15.04.2018, 10:29 
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Hallo Cid,

Zitat:
Wer Könnte gegen die Randstad GBV eigentlich Klage einreichen?


Meines Wissens nur ein LAN. Gäbe es ein Verbändeklagerecht könnte eine Gewerkschaft dagegen klagen. Der GBR kann sein eigenes Machwerk nicht beklagen. Er könnte aber bei Randstad darauf drängen die Vereinbarung einvernehmlich zu streichen. Dazu müßten sie halt Druck machen bei anderen GBR-Verhandlungen wenn Randstad etwas vom GBR haben will.

Den meisten Druck können die LAN selbst erzeugen wenn sie auf Betriebsversammlungen klar machen, dass sie die Vereinbarung nicht mehr haben wollen. Gewerkschaften könnten auf der BV dies ebenfalls ansprechen. Mehr Klagen von LAN in der Sache würden das weiter unterstützen. Die DGB-Gewerkschaften könnten dies skandalisieren. Bis jetzt wird nur bei ZOOM darüber diskutiert.

Karl


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BeitragVerfasst: 15.04.2018, 10:55 
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Eine Gewerkschaft kann mit einer sogenannten Einwirkungsklage gegen einen
Arbeitgeberverband darauf klagen, dass dieser auf eines seiner Mitglieder ein -
wirkt, eine tarifrechtliche Verpflichtung einzuhalten. Es ist grundsätzlich nicht
Voraussetzung für diese Klage, dass über den Inhalt der Verpflichtung vorher
bereits rechtskräftig entschieden wurde.

BAG, Urteil vom 17.11.2010 - 4 AZR 118/09 -

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Die Leiharbeit ist eine Maschinerie,
in die du als Schwein reingehst und
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BeitragVerfasst: 15.04.2018, 11:01 
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Vielen Dank.

Nun ver.di ist leider ein großer Fan der Randstad NRs. Klage eher umwahrscheinlich.
Was denkt man bei der IG Metall darûber?


Vielleicht sollte es mal in die Presse kommen?

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BeitragVerfasst: 15.04.2018, 11:40 
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Eine im Betrieb vertretene Gewerkschaft könnte, wenn sie denn wollte,
den Betriebsrat aus dem Amt jagen.

§ 23 BetrVG - Verletzung gesetzlicher Pflichten -

(1)
Mindestens ein Viertel der wahlberechtigten Arbeitnehmer, der Arbeitgeber
oder eine im Betrieb vertretene Gewerkschaft können beim Arbeitsgericht
den Ausschluss eines Mitglieds aus dem Betriebsrat oder die Auflösung des
Betriebsrats wegen grober Verletzung seiner gesetzlichen Pflichten beantra-
gen. Der Ausschluss eines Mitglieds kann auch vom Betriebsrat beantragt
werden

Hier dürfte jedoch, wie üblich, der Grundsatz heißen :

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

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BeitragVerfasst: 19.04.2018, 14:07 
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Den Beitrag habe ich geändert.

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Zuletzt geändert von challenger am 19.04.2018, 16:03, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 19.04.2018, 16:01 
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Ich habe das hier :

viewtopic.php?f=4&t=5248&hilit=Dombre

zur besseren lesbarkeit mal ins " Reine " geschrieben.

08.10.2004
Arbeitszeitkonto (AZK) gemäß §§ 2, 4 MTV - BZA
hier : Buchung von Minusstunden bei einsatzfreien Zeiten

In der Frage der arbeitgeberseitigen Einstellung von Minusstunden in das Arbeitszeitkonto hat
unser Tarifpartner,die Tarifgemeinschaft Zeitarbeit beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB),
mit Schreiben vom 22.09.2004 an den BZA nunmehr die Sichtweise des BZA bezüglich der Be-
handlung des Arbeitszeitkontos (AZK) bestätigt :

" Im Hinblick auf die tariflichen Regelungen zu Arbeitszeit und zum Arbeitszeitkonto erklärt die
Tarifgemeinschaft der DGB Gewerkschaften, dass insbesondere die Vereinbarung eines flexiblen
Arbeitszeitkonto der Beschäftigungssicherung dienen sollte.Kurzfristige Entlassungen sollten damit
vermieden werden. Durch Entkopplung von Zeit und Geld sollte sichergestellt werden, dass der
Arbeitnehmer ein verstetigtes Einkommen erhält,während die auf dem Arbeitszeitkonto erfaßte
Arbeitszeit schwanken kann.Der Tarifvertrag lässt damit nach seinem Wortlaut auch eine Verbu -
chung von einsatzfreien Zeiten als Minusstunden zu "


Damit dürften der rechtssicheren Anwendung des Arbeitszeitkonto im Sinne der Flexibilität nichts
mehr im Wege stehen. (..stellt der damalige BZA hocherfreud fest )

Rund 10 Jahre später kam der DGB-Rechtschutz hiermit um die Ecke :

Bundesarbeitsgericht: „Zwangsfreizeit“ für Leiharbeitnehmer*innen ...
https://www.dgbrechtsschutz.de/.../bund ... iharbeit...

Eigentlich gibt es im Gesetz eine klare Regelung: Das Recht der Leiharbeitnehmer*innen auf Ver -
gütung bei Annahmeverzug des Verleihers kann nicht durch Vertrag aufgehoben oder beschränkt
werden. So steht es ausdrücklich in § 11 Abs. 3 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG). In der
Praxis wird diese gesetzliche Vorgabe jedoch in der Regel dadurch ausgehebelt,dass die Zeitarbeits-
firmen im Arbeitsvertrag Arbeitszeitkonten vereinbaren.



01.08.2014

Die Arbeitszeitkonten,die in Leiharbeitsverträgen vereinbart werden,sind in der Regel so ausgestaltet,
dass die Arbeitgeber versuchen, ihr Annahmeverzugsrisiko so weit wie möglich auszuschließen:

Ausschluss des Annahmeverzugsrisikos

* Sobald für einzelne Tage oder auch längere Zeiträume keine Einsatzmöglichkeit für die Leiharbeiter*
innen besteht, werden sie nach Hause geschickt ( = klassischer Annahmeverzug),

* die (ausgefallene) Arbeitszeit wird auch vergütet,

* dafür werden aber die entsprechenden Stunden vom Arbeitszeitkonto der Mitarbeiter*innen abgebucht
bzw. als Minusstunden abgezogen.

In dieser Konstellation besteht für den Arbeitgeber praktisch kein Annahmeverzugsrisiko, denn jede
einzelne Stunde, jeder Tag, an dem ein/e Leiharbeitnehmer*in nicht eingesetzt werden kann, muss
von diesem/r entweder vor- oder nachgearbeitet werden. Das Annahmeverzugsrisiko des Arbeitgebers,
das nach der entsprechenden Regelung im AÜG der Verleiher nicht vertraglich einschränken darf, wird
so vollständig auf die Leih-arbeitnehmer*innen verlagert.

Das heißt, der Arbeitgeber kann im Bedarfsfall Überstunden anordnen, die auf dem Arbeitszeitkonto gutge -
schrieben werden, die Arbeitnehmer*innen können demgegenüber verlangen,die Guthabenstunden in Form
von Freizeitausgleich wieder zu ... BAG, Urteil vom 16.04.2014, - 5 AZR 483/12 -

Missbrauch von Arbeitszeitkonten

Arbeitszeitkonten dienen – idealerweise im beiderseitigen Interesse – der Flexibilisierung der Arbeitszeit.
Das heißt, der Arbeitgeber kann im Bedarfsfall Überstunden anordnen, die auf dem Arbeitszeitkonto
gutgeschrieben werden, die Arbeitnehmer*innen können demgegenüber verlangen, die Guthabenstunden
in Form von Freizeitausgleich wieder zu entnehmen.

Im Rahmen von Leiharbeitsverhältnissen werden arbeitsvertraglich vereinbarte Arbeitszeitkonten jedoch
in der Regel ausschließlich zu Lasten der Arbeitnehmer*innen durch den Verleiher ausgenutzt: In Zeiten
des Einsatzes bei einem Entleiher wird mehr Arbeitszeit angeordnet als vertraglich vereinbart ist, so dass
sich ein Arbeitszeitguthaben aufbaut. In Zeiten, in denen der Verleiher dann keine Einsatzmöglichkeit hat,
werden die Arbeitnehmer*innen einseitig in den „Zwangsurlaub“ geschickt und das Zeitguthaben wird
abgeschmolzen.

Der MTV, insbesondere das Schreiben der Tarifgemeinschaft des DGB vom
22.09.2004 an den BZA haben dem Missbrauch von Arbeitszeitkonten doch
erst Vorschub geleistet.

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Zuletzt geändert von challenger am 19.04.2018, 22:55, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 19.04.2018, 20:39 
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Hallo challenger,

Dein Zitat :
" Im Hinblick auf die tariflichen Regelungen zu Arbeitszeit und zum Arbeitszeitkonto erklärt die
Tarifgemeinschaft der DGB Gewerkschaften, dass insbesondere die Vereinbarung eines flexiblen
Arbeitszeitkonto der Beschäftigungssicherung dienen sollte.Kurzfristige Entlassungen sollten damit
vermieden werden. Durch Entkopplung von Zeit und Geld sollte sichergestellt werden, dass der
Arbeitnehmer ein verstetigtes Einkommen erhält,während die auf dem Arbeitszeitkonto erfaßte
Arbeitszeit schwanken kann.Der Tarifvertrag lässt damit nach seinem Wortlaut auch eine Verbu -
chung von einsatzfreien Zeiten als Minusstunden zu. "

ist einem BZA-Schreiben vom 08.10.2004 entnommen. Es bezieht sich auf das Schreiben des DGB vom 22.09.2004.

Im Text des DGB geht es dann so weiter:
Nichteinsatzzeiten, in denen die ständige Abrufbereitschaft des Mitarbeiters angeordnet ist, sind jedoch als Arbeitszeit wie Krankheit oder Urlaub in das Arbeitszeitkonto zu buchen. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf Punkt 3 des gemeinsamen Ergebnisprotokolls zwischen DGB und BZA vom 28.01.2004.
Wir werden diese Stellungnahme auch dem Arbeitsgericht Köln in Sachen Kämpf./. Randstad Deutschland GmbH &Co KG übermitteln.
Mit freundlichen Grüßen

(Das Verfahren lief damals unter Az. 12 Ca 3406 / 04)

Im vom DGB-Schreiben erwähnten Punkt 3 des Ergebnisprotokolls unterschrieben von BZA und DGB sowie IG Metall heißt es wörtlich:
Nichteinsatzzeiten, in denen die ständige Abrufbereitschaft des Mitarbeiters angeordnet ist, werden als Arbeitszeit wie Krankheit oder Urlaub in das Arbeitszeitkonto gebucht. Befindet sich der AN im Freizeitausgleich bestehen keine Meldepflichten und es wird kein Zeitguthaben in das AZK gebucht.
(Gemeint ist damit, dass während Abrufbereitschaft der Garantielohn bezahlt werden muss. Im Freizeitausgleich ist der LAN damit einverstanden und läßt sich die Freizeit mit Stunden aus dem AZK bezahlen. Das können dann Plus aber auch Minusstunden sein. Der LAN muss aber damit wie gesagt einverstanden sein)

Im Urteil Kämpf/Randstad hat das Gericht sich damals nochmals an den DGB bzw. IGM gewandt. Und die IGM hat auf den Punkt 3 des Ergebnisprotokolls verwiesen. (Wie das damals ausging weiß ich nicht vermutlich hat es eine gütliche Einigung gegeben oder Randstad hat alles zurückgenommen).

2009 hat es nochmals einen Briefwechsel zwischen DGB und IGM gegeben weil beim DGB wieder ein solcher Fall aufgetreten ist. Dabei wurde nochmals die Interpretation des Punkt 3 (Ergebnisprotoll) besprochen.

Für die IGM und den DGB ist es inzwischen klar, dass zu unterscheiden ist zwischen Nichteinsatz und Freizeit. Der Witz in der Praxis aber ist, dass dem LAN bei Nichteinsatz ein Schreiben vorgelegt wird dass er einverstanden ist, dass die Nichteinsatzzeit mit AZK-Stunden belegt wird. Unterschreibt der LAN nicht wird trotzdem so getan als befände er sich in Freizeit und nicht im Nichteinsatz.

Ob das flächendeckend von Disponenten und Niederlassungsleitern so gehandhabt wird kann ich nicht beurteilen. Fakt ist aber, dass die Rechtsabteilung von z.B. Randstad diesen rechtswidrigen Standpunkt regelmäßig bei jeder Klage eines LAN so begründet und wenn es zum Schwur kommt machen sie einen Rückzieher.

Betriebsräte haben den gesetzlichen Auftrag darauf zu achten, dass Gesetze und TV rechtlich eingehalten werden. Was den Annahmeverzug betrifft hat der Gesamtbetriebsrat von Randstad 2005 den Vogel abgeschossen indem er eine GBV abgeschlossen hat in der er den Annahmeverzug Randstad zur einseitigen Disposition überläßt.

Die Praxis des Annahmeverzug sowie die GBV von Randstad sind eklatante Verstöße gegen Recht und inzwischen auch durch ein BAG-Urteil belegt.

Es stellt sich für uns die Frage wie kann man diesen ganzen Scheiß wieder in die Öffentlichkeit bringen.
Als die IGM ihre Kampagne "Gleicher Lohn-Gleiche Arbeit" durchführte war sie für solche Problematik ansprechbar. Heute wird es nur noch in kleinen Zirkeln besprochen. Das sollte geändert werden.

Karl


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BeitragVerfasst: 20.04.2018, 12:37 
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Missbrauch von Arbeitszeitkonten
Heißen Dank an die Gewerkschaften für den Gefälligkeitstarifvertrag.

Grobalisierung kennt eben keine Grenzen

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»Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse,
aber nicht für jedermanns Gier.«

Mahatma Gandhi


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BeitragVerfasst: 20.04.2018, 13:00 
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hühnergott hat geschrieben:
Missbrauch von Arbeitszeitkonten
Heißen Dank an die Gewerkschaften für den Gefälligkeitstarifvertrag.

Grobalisierung kennt eben keine Grenzen

Tja hühnergott,
die Gewerkschaften tun in Sachen Leiharbeit eben das was sie können. Und genau
da liegt das Problem für die Leiharbeiter. Denn Verdi & Co haben mit dem Arbeits -
zeitkonto ein System der Abzockerei geschaffen, denen die Leiharbeiter nahezu
macht- und hilflos ausgeliefert sind.

Übrigens. Grobalisierung klingt gut :roll:

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BeitragVerfasst: 20.04.2018, 14:26 
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Ich habe läuten hören, dass der IGM-Vorstand gerade überlegt, ob es wieder eine Kampagne "Prekäre Beschäftigung" geben soll.
Wäre gut, wenn jeder der es kann, in dieser Hinsicht Druck ausübt.


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BeitragVerfasst: 21.04.2018, 09:44 
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karla hat geschrieben:
Wäre nicht falsch wenn sich mehr LAN in dieser Sache wehren würden und nicht einfach alles akzeptieren
was ihnen ihre ZAF so vorgibt.Wer gewerkschaftlich organisiert ist bekommt Rechtsberatung ab dem 1.Tag
der Mitgliedschaft und Rechtsschutz ab dem 4. Monat.

Hallo Karl,
völlig richtig. Problem ist nur, dass viele LAN,insbesondere aus dem Helferbereich
ihre Rechte überhaupt nicht kennen.Verständnisprobleme von LAN mit Migrations-
hintergrund sind ein weiteres Hindernis.Zusätzlich erschwerend kommt hinzu,dass
die Verdiensmöglichkeiten auf der Grundlage von Tarifverträgen auf Ramschniveau
nicht ausreichen, neben den hohen Lebenshaltungskosten,auch noch den satzungs-
gemäßen Beitrag für die Gewerkschaft aufzubringen.

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BeitragVerfasst: 21.04.2018, 16:16 
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challenger hat geschrieben:
Problem ist nur, dass viele LAN,insbesondere aus dem Helferbereich
ihre Rechte überhaupt nicht kennen.

Völlig richtig Challenger - wenn ich nur wüsste wie ich das bei mir im Betrieb ändern könnte. Habe schon mehrere Versuche gestartet, aber es wird von den LAN nichts angenommen.
Wir diskutieren hier im Forum ein Urteil nach dem anderen, meistens positiv für die LAN. Aber auf die Allgemeinheit scheinen diese Urteile keine Auswirkungen zu haben.


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BeitragVerfasst: 21.04.2018, 19:11 
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karla hat geschrieben:
Den meisten Druck können die LAN selbst erzeugen wenn sie auf Betriebsversammlungen klar machen, dass sie die Vereinbarung nicht mehr haben wollen. Gewerkschaften könnten auf der BV dies ebenfalls ansprechen. Mehr Klagen von LAN in der Sache würden das weiter unterstützen. Die DGB-Gewerkschaften könnten dies skandalisieren. Bis jetzt wird nur bei ZOOM darüber diskutiert.

Hallo Karl,
da die LAN keinerlei Rückhalt vom BR in Sachen AZK haben und nach meinen Erkenntnissen
aus erster Hand, während den Betriebsversammlungen von den BR'ten indoktriniert werden,
dass es mit dem AZK alles seine Richtigkeitkeit habe, wird von den LAN auch kaum Druck zu
erwarten sein.
Was heißt, die DGB-Gewerkschaften könnten dies skandalisieren ? Der eigentliche Skandal ist
u.a. doch das AZK mit all seinen Risiken und Nebenwirkungen zu Lasten der LAN. Für diesen
Skandal tragen die DGB-Gewerkschaften die alleinige Verantwortung.

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BeitragVerfasst: 22.04.2018, 11:19 
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karla hat geschrieben:
Könnte ja sonst passieren, dass ihre GBV zu dem Thema ins Gerede käme.

In dieser GBV unter: http://www.zeitarbeit.nrw.de/cweb/cgi-b ... ndstad.pdf nachlesbar heißt es u.a.:

Hallo Karl,
Die GBV der flächendeckenden Betriebsräte, bzw des Gesamtbetriebsrates ist doch schon
mal bundesweit ins Gerede gekommen.

Video zu "Die neuen Tricks der Zeitarbeitsbranche - Randstad - 24.11.11 Monitor WDR

https://www.youtube.com/watch?v=LpHTkdHex0U ▶ 7:04
10.12.2011 - Hochgeladen von ReportFan
Die neuen Tricks der Zeitarbeitsbranche - Randstad - 24.11.11 Monitor WDR. ReportFan. Loading ...

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Zuletzt geändert von challenger am 22.04.2018, 11:38, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 22.04.2018, 11:37 
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karla hat geschrieben:
Wäre nicht falsch wenn sich mehr LAN in dieser Sache wehren würden und nicht einfach alles akzeptieren was ihnen ihre ZAF so vorgibt.

"....Doch kaum ein Niedriglöhner geht vor Gericht. " O-Ton Monitor

ARD Monitor 04 07 2013 Ausgetrickste Leiharbeiter Das ... - YouTube
Video zu "Monitor 2013 ausgetrickste leiharbeiter"
▶ 7:38
https://www.youtube.com/watch?v=qzMMpL9Clo4

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BeitragVerfasst: 23.04.2018, 10:06 
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Beiträge: 906
Schildhorster hat geschrieben:
Ich habe läuten hören, dass der IGM-Vorstand gerade überlegt, ob es wieder eine Kampagne "Prekäre Beschäftigung" geben soll.
Wäre gut, wenn jeder der es kann, in dieser Hinsicht Druck ausübt.



Schon dabei ;-)

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