ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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BeitragVerfasst: 19.04.2018, 14:25 
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Das Urteil über dieEP Klage des Arb.-Gerichtes Gießen ist veröffentlicht.


http://www.lareda.hessenrecht.hessen.de/lexsoft/default/hessenrecht_lareda.html#docid:8035619

Bemerkenswert:

Zitat:
Der am xx.xx.1987 geborene Kläger, der keiner Gewerkschaft angehört, war seit 1. Februar 2017 bis einschließlich 26. Juli 2017 bei der Beklagten, die ein Unternehmen der gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung betreibt


Innerhalb der Probezeit, Respekt :-)

Zitat:
Die Beklagte beantragt, [...]


Zitat:
Im Übrigen seien die vom Kläger angestellten Berechnungen hinsichtlich der Entgelthöhe unzutreffend. Unter anderem habe er die Jahressonderzahlungen nach dem Tarifvertrag BAP/DGB nicht berücksichtigt


Die werden ja bekanntlich erst nach 6 Monaten ausgezahlt....

Doc. Bi$$el$ flankiert das ganze wie gewohnt im Sinne Seiner G€ldg€b€r:

https://www.cms-hs.net/2018/03_Infobrief_Zeitarbeit/infobrief.html#4

Zitat:
Aufgrund der nicht nur fachlichen, sondern sicherlich auch finanziellen Unterstützung des Zeitarbeitnehmers durch die "Däubler-Kampagne" dürfte es überwiegend wahrscheinlich sein, dass der Rechtsstreit noch nicht beendet ist, sondern in die nächste Runde beim Hess. LAG gehen wird.


Es geht in die nächste Runde.

http://www.labournet.de/politik/alltag/leiharbeit/arbed_leiharbeit/die-anstalt-prof-wolfgang-daeubler-und-labournet-germany-gesucht-leiharbeiterinnen-fuer-eine-klage-vor-dem-eugh-fuer-gleichen-lohn-und-gleiche-bedingungen-auch-in-deutschland/

Zitat:
Die Berufung im Gießener Fall ist eingelegt


Dass finde ich äußerst interessant:
Zitat:
Möglicherweise werden in der Berufung – unabhängig von den europarechtlichen Erwägungen – zudem ergänzend allgemeine Fragen diskutiert, die vor dem ArbG Gießen erstinstanzlich – zumindest auf Grundlage der vorliegenden Urteilsgründe – keine Rolle gespielt haben, aber bis dato noch immer nicht abschließend von der Rechtsprechung geklärt sind, insbesondere die Tarifzuständigkeit der DGB-Gewerkschaften für die Zeitarbeit


Jetzt ist der Klagende (Ex?) LAN also unter doppeltem Beschuss, von Seiten der LAF, deren Verbände und Gefälligkeitsjurist€n, als auch von den Vertreter*Innen der Organisierten AN.. Das riecht stark nach einem Vergleich, über den sich beide Seiten wohl in Stillschweigen hüllen werden..

Doc. Bi$$els erneut:
Zitat:
Wie man im Markt hört, sollen bereits weitere Rechtsstreitigkeiten bei den Arbeitsgerichten anhängig sein. Unklar ist allerdings, ob es sich eher um "Fake News" oder doch um harte Fakten handelt.


Träum mal weiter, du Anwaltskleindarsteller!!

_________________
...Staatshaushalt - Ein Haushalt in dem alle essen, aber niemand spülen will!

http://www.youtube.com/watch?v=ziDDgZdunF0


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BeitragVerfasst: 08.11.2019, 00:22 
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Beiträge: 2693
Wohnort: Augsburg
Hallo Cid,

war ja mit einem LAN-Kollegen damals in Nürnberg bei der Verhandlung mit dabei. Heute lese ich bei labournet.de folgendes:

Der Vergleich am LAG Frankfurt am 31.10.2019 belegt die guten Chancen
unserer Verfahren in der Kampagne für Leiharbeitsklage beim Bundesarbeitsgericht


Die Anstalt, Prof. Wolfgang Däubler und LabourNet Germany] Gesucht: LeiharbeiterInnen für eine Klage vor dem EuGH für gleichen Lohn und gleiche Bedingungen auch in DeutschlandWer gleiche Lohn- und Arbeitsbedingungen will, kann sich auf niemanden verlassen und muss dafür durch mehrere Instanzem klagen – wir helfen dabei! Unter der Mailadresse prof.daeubler@labournet.de können sich an einer Klage interessierte Leiharbeiter (bzw. Ex-Leiharbeiter einer Leiharbeitsfirma) an Herrn Prof. Däubler wenden. Bestandteil der Kampagne sind juristische Betreuung, Vermittlung von Rechtsanwälten sowie eine Spendenkampagne. Der aktuelle Stand: Drei Verfahren, gestützt auf die EU-Richtlinie zur Leiharbeit, sind derzeit beim Bundesarbeitsgericht anhängig. Dieses wird um eine Vorlage an den Europäischen Gerichtshof nicht herumkommen. Die Richtlinie verlangt, dass bei tariflichen Abweichungen von Equal Pay der “Gesamtschutz” des Leiharbeitnehmers gewahrt bleibt, und was “Gesamtschutz” bedeutet, ist bisher völlig unklar. In solchen Fälle muss ein oberstes Bundesgericht an den EuGH vorlegen. Im vierten Verfahren wurde vor dem LAG Frankfurt am 31.10.2019 in der Berufung zum Urteil in Gießen vom 14.02.2018 (Az. 7 Ca 246/17) nun ein für den Leiharbeiter recht guter Abfindungsvergleich geschlossen: Die andere Seite – Randstad – erwies sich als ziemlich großzügig. Offensichtlich waren sie ihrer Sache nicht mehr so ganz sicher. Nun ist das BAG am Zuge… Wir danken an dieser Stelle allen SpenderInnen und bitten um Geduld – die Mühlen der Gerechtigkeit sind bekanntlich langsam. Weitere Verfahren: Im Berufungsverfahren gg. Time Partner Personalmanagement zum Urteil in Würzburg hat der Termin am LAG Nürnberg am 7.3.2019 ergeben: Berufung abgewiesen, Revision am BAG zugelassen! Und in der Klage auf Equal Pay in Baden-Württemberg (Karlsruhe) gegen Orizon GmbH (“Personaldienstleister”) hat das LAG Baden-Württemberg (Mannheim) am 6.12.2018 die Berufung zurückgewiesen, doch eine Revision vor dem Bundesarbeitsgericht zugelassen. Siehe mehr Infos und Hintergründe sowie Spendenaufruf im Dossier zur Kampagne – darin wichtig: “Ein Aufruf und die Folgen: Der Kampf der Leiharbeiter”. Beitrag von Wolfgang Däubler und Mag Wompel im Buch “Die Rache des Mainstreams an sich selbst. 5 Jahre »Die Anstalt«”

Es hatten sich ja mal ca. 600 LAN nach dem Aufruf bei der Sendung "Die Anstalt" im ZDF gemeldet. Übriggeblieben sind am Ende 4 LAN die mit ihren Klagen bis vor diverse LAG`s gelangt sind. Jetzt hat eine der der beklagten ZAF (Randstad) in ihrem Fall die Luft rausgenommen indem sie dem klagenden LAN ein unwiderstehliches finanzielles Angebot als Vergleich angeboten hat.

Diese Bagage Leiharbeit (BZA und IGZ) wissen schon wie man Rechtsfindung verhindert. Mal sehen wie es bei den verbliebenen 3 Klagen weitergeht.

Eines kann man dem Fall entnehmen: Klagen wenn sie realistische Voraussetzungen haben sind auf jeden Fall sicherer als ein Sechser im Lotto mit Zusatzzahl.

Karl


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