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 Betreff des Beitrags: Hire-Fire Praktiken
BeitragVerfasst: 16.09.2014, 11:55 
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Ich dachte immer das es nicht zu topen geht was ich so an netten Sprüchen ertragen musste. Weit gefehlt, es geht immer noch einen Zacken schärfer.

Heut Vorstellungsgesräch bei einer netten ZAF ( Partner-Personal service) Das Personal also Dispos und NL waren bei aktiv-personal. Ich dachte immer da arbeiten Profis, nein seit heute ist mir klar in dieser Niederlassung arbeiten Menschen die ganz unprofihaft agieren.
Ich musste mir anhören das mein Lebenslauf ja viele ZAF beinhaltet und die Kündigungen ja sicher doch an meiner Person liegen müssen, denn Auftragsende ist niemals Kündigung.
Warum ich denn immer nur kurz in den Firmen beschäftigt war.

Kotz, ich muss mich für die Hire und Fire Praktiken der ZAF rechtfertigen.

Klar liegts an mir ich verklage die Niederlassungen immer wenns irgendwie geht. Aber soweit mir bekannt ist darf mir daraus kein Nachteil entstehen.

Gehts noch?

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Lerne die Regeln gut, damit Du sie richtig brechen kannst. Dalai Lama


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 Betreff des Beitrags: Re: Hire-Fire Praktiken
BeitragVerfasst: 17.09.2014, 00:44 
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haha, Auftragsende niemals Kündigung?
Auftragsende ist IMMER = Kündigung, es sei denn, es tritt der äußerst unwahrscheinliche Fall ein dass ein direkter Folgeauftrag besteht. Meist wird man aber sowieso nur für einen speziellen Auftrag eingestellt und wenn der zu ende ist bedeutet dass Kündigung. Spielt auch keine Rolle ob innerhalb oder außerhalb der Probezeit, betriebsbedingte Kündigungen gehen immer.
Tip: lass dir immer ein Arbeitszeugnis ausstellen, welches bestätigt, dass die Kündigung ausschließlich betriebliche Gründe hat. Dann kann dir niemand was nachsagen.
Bei mir würden solche Argumente überhaupt nicht ziehen, weil dieselber Leihbude, die mich gekündigt hat, nach 3 1/2 Monaten wieder eingestellt hat und dass bestimmt nicht "wegen meiner Person" sondern weil die Leihbude nen neuen, frischen Auftrag reinbekommen hat...


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 Betreff des Beitrags: Re: Hire-Fire Praktiken
BeitragVerfasst: 18.09.2014, 07:18 
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RobbyRobson hat geschrieben:
Spielt auch keine Rolle ob innerhalb oder außerhalb der Probezeit, betriebsbedingte Kündigungen gehen immer.

Das kann ich nicht bestätigen. Der AG kann zwar immer kündigen, jedoch ist es das Problem des AN, ob er sich die Kündigung gefallen lässt.

Kündigungsschutzklagen lohnen sich IMMER, sofern man Kündigungsschutz hat (nach 6 Monaten). Das hat jedoch mit der Probezeit gar nichts zu tun.

Deine Aussage ist pures Gift. Es gibt viele LAN, die sich gar nicht auskennen und jede Kündigung hinnehmen. Du bestärkst ihren Glauben, wenn die so einen Blödsinn lesen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hire-Fire Praktiken
BeitragVerfasst: 18.09.2014, 09:22 
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Beiträge: 500
RobbyRobson hat geschrieben:
Spielt auch keine Rolle ob innerhalb oder außerhalb der Probezeit, betriebsbedingte Kündigungen gehen immer.


Das Bundesarbeitsgericht hat abschließend geklärt, dass eine betriebsbedingte Kündigung durch eine Leihbude nach dem Kündigungsschutzgesetz nicht einfach möglich ist und der Wegfall eines Auftrages aös Begründung nicht aureicht.

Jeder Leiharbeiter, der bei einer betriebsbedingten Kündigung keine Kündigungsschutzklage erhebt, verschenkt deshalb schnell verdientes Geld.

Jeder Leiharbeiter, der bei einer betriebsbedingten Kündigung keine Kündigungsschutzklage erhebt, versäumt es, diese Bande mit ihren eigenen Waffen zu schlagen.

Es ist gängige Praxis bei dieser Bande, ständig auf der Jobbörse auf Kosten der Beitragszahler Stellenanzeigen zu schalten. Es ist lustig, im Arbeitsgerichtsverfahren solche Stellenanzeigen vorzulegen und höfflich die Leihbude zu fragen, warum sie den aktuell für die Tätigkeit jemanden sucht, wenn die Stelle doch betriebsbedingt wegfallen soll. Spätestens dann bekommt man eine nettes Vergleichsangebot. So schnell kann ein Leiharbeiter mit seinen Händen kein Geld verdienen.

_________________
Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats


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 Betreff des Beitrags: Re: Hire-Fire Praktiken
BeitragVerfasst: 19.09.2014, 00:29 
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Beiträge: 34
interessanter Ansatz Hans, so hab ich das noch garnicht gesehen! aber was wenn es keinen Vergleich gibt, sondern siehe unten. Und die Wahrscheinlichkeit bei einer Klage, dass die dich irgendwann mal wieder einstellen ist = 0. Wobei, eigentlich garnicht mal so schlecht, wieder eine Leihbude weniger die ein belästigt. :wink:

@Premutos1982:
dann entschärfe ich eben die Aussage etwas, indem ich behaupte, dass ein LAN bei einer betriebsbedingten Kündigung nach Ablauf von 6 Monaten und Auftragsende "gerne" gekündigt wird weil meistens heisst die Alternative dann kompletter Wegfall der einsatzbezogenen Zulage, eventuell sogar Runterstufung auf Helferlohngruppe, weiter Arbeitsweg, berufsfremde Tätigkeiten usw. Da nehm ich doch lieber die Kündigung und nehme bei einer anderen Leihbude nen halbwegs erträglicheren job an, bevor ich in eine Situation gerate wo ich vor lauter Unzufriedenheit selber kündige und eine 3 monatige Sperre beim Arbeitsamt riskiere was bei betriebsbedingter Kündigung nicht der Fall wäre...


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 Betreff des Beitrags: Re: Hire-Fire Praktiken
BeitragVerfasst: 19.09.2014, 06:50 
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Registriert: 24.07.2013, 19:10
Beiträge: 711
RobbyRobson hat geschrieben:
interessanter Ansatz Hans, so hab ich das noch garnicht gesehen! aber was wenn es keinen Vergleich gibt, sondern siehe unten. Und die Wahrscheinlichkeit bei einer Klage, dass die dich irgendwann mal wieder einstellen ist = 0. Wobei, eigentlich garnicht mal so schlecht, wieder eine Leihbude weniger die ein belästigt. :wink:

@Premutos1982:
dann entschärfe ich eben die Aussage etwas, indem ich behaupte, dass ein LAN bei einer betriebsbedingten Kündigung nach Ablauf von 6 Monaten und Auftragsende "gerne" gekündigt wird weil meistens heisst die Alternative dann kompletter Wegfall der einsatzbezogenen Zulage, eventuell sogar Runterstufung auf Helferlohngruppe, weiter Arbeitsweg, berufsfremde Tätigkeiten usw. Da nehm ich doch lieber die Kündigung und nehme bei einer anderen Leihbude nen halbwegs erträglicheren job an, bevor ich in eine Situation gerate wo ich vor lauter Unzufriedenheit selber kündige und eine 3 monatige Sperre beim Arbeitsamt riskiere was bei betriebsbedingter Kündigung nicht der Fall wäre...

Indem du eine Kündigungschutzklage einreichst, signalisierst du der Leihbude schon, dass man mit dir nicht alles machen kann und gesetzliche Grenzen einzuhalten sind. Einsatzbezogene Zulagen fallen bei Auftragsende weg, soweit richtig. Wenn ich aber am Anfang direkt mit EG3 oder gar 4 eingruppiert wurde, bekomme ich auch nach einsatzende Lohn, der über H4 liegt (außer man hat Kinder und der Partner ist arbeitslos). Dank BAG sogar ohne Belastung des Stundenkontos! Ich muss nur die Leihbude täglich anrufen. Auch aus Solidarität sollte man schon gegen Leihbuden klagen. Diese miesen Praktiken müssen aufhören! Wenn du zulässt, dass die Leihbude ihr Unternehmerrisiko auf dich abwelzen kann, und da gehört eine Kündigung zu, werden sie es immer wieder tun. Lohnt sich ja auch! Ansonsten kannst du auch eine Abfindung genießen. Die ist bei 6 Monaten zwar nicht so hoch, aber besser als GAR NICHTS und die Leihbude hat einen Prozess verloren!


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 Betreff des Beitrags: Re: Hire-Fire Praktiken
BeitragVerfasst: 19.09.2014, 18:50 
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Beiträge: 178
Premutos1982 hat geschrieben:
RobbyRobson hat geschrieben:
interessanter Ansatz Hans, so hab ich das noch garnicht gesehen! aber was wenn es keinen Vergleich gibt, sondern siehe unten. Und die Wahrscheinlichkeit bei einer Klage, dass die dich irgendwann mal wieder einstellen ist = 0. Wobei, eigentlich garnicht mal so schlecht, wieder eine Leihbude weniger die ein belästigt. :wink:

@Premutos1982:
dann entschärfe ich eben die Aussage etwas, indem ich behaupte, dass ein LAN bei einer betriebsbedingten Kündigung nach Ablauf von 6 Monaten und Auftragsende "gerne" gekündigt wird weil meistens heisst die Alternative dann kompletter Wegfall der einsatzbezogenen Zulage, eventuell sogar Runterstufung auf Helferlohngruppe, weiter Arbeitsweg, berufsfremde Tätigkeiten usw. Da nehm ich doch lieber die Kündigung und nehme bei einer anderen Leihbude nen halbwegs erträglicheren job an, bevor ich in eine Situation gerate wo ich vor lauter Unzufriedenheit selber kündige und eine 3 monatige Sperre beim Arbeitsamt riskiere was bei betriebsbedingter Kündigung nicht der Fall wäre...

Indem du eine Kündigungschutzklage einreichst, signalisierst du der Leihbude schon, dass man mit dir nicht alles machen kann und gesetzliche Grenzen einzuhalten sind. Einsatzbezogene Zulagen fallen bei Auftragsende weg, soweit richtig. Wenn ich aber am Anfang direkt mit EG3 oder gar 4 eingruppiert wurde, bekomme ich auch nach einsatzende Lohn, der über H4 liegt (außer man hat Kinder und der Partner ist arbeitslos). Dank BAG sogar ohne Belastung des Stundenkontos! Ich muss nur die Leihbude täglich anrufen. Auch aus Solidarität sollte man schon gegen Leihbuden klagen. Diese miesen Praktiken müssen aufhören! Wenn du zulässt, dass die Leihbude ihr Unternehmerrisiko auf dich abwelzen kann, und da gehört eine Kündigung zu, werden sie es immer wieder tun. Lohnt sich ja auch! Ansonsten kannst du auch eine Abfindung genießen. Die ist bei 6 Monaten zwar nicht so hoch, aber besser als GAR NICHTS und die Leihbude hat einen Prozess verloren!


Da es meistens Vergleiche gibt, verlieren die Leihbuden auch keine Prozeße. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Hire-Fire Praktiken
BeitragVerfasst: 19.09.2014, 19:33 
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Registriert: 24.07.2013, 19:10
Beiträge: 711
LF1 hat geschrieben:
Premutos1982 hat geschrieben:
RobbyRobson hat geschrieben:
interessanter Ansatz Hans, so hab ich das noch garnicht gesehen! aber was wenn es keinen Vergleich gibt, sondern siehe unten. Und die Wahrscheinlichkeit bei einer Klage, dass die dich irgendwann mal wieder einstellen ist = 0. Wobei, eigentlich garnicht mal so schlecht, wieder eine Leihbude weniger die ein belästigt. :wink:

@Premutos1982:
dann entschärfe ich eben die Aussage etwas, indem ich behaupte, dass ein LAN bei einer betriebsbedingten Kündigung nach Ablauf von 6 Monaten und Auftragsende "gerne" gekündigt wird weil meistens heisst die Alternative dann kompletter Wegfall der einsatzbezogenen Zulage, eventuell sogar Runterstufung auf Helferlohngruppe, weiter Arbeitsweg, berufsfremde Tätigkeiten usw. Da nehm ich doch lieber die Kündigung und nehme bei einer anderen Leihbude nen halbwegs erträglicheren job an, bevor ich in eine Situation gerate wo ich vor lauter Unzufriedenheit selber kündige und eine 3 monatige Sperre beim Arbeitsamt riskiere was bei betriebsbedingter Kündigung nicht der Fall wäre...

Indem du eine Kündigungschutzklage einreichst, signalisierst du der Leihbude schon, dass man mit dir nicht alles machen kann und gesetzliche Grenzen einzuhalten sind. Einsatzbezogene Zulagen fallen bei Auftragsende weg, soweit richtig. Wenn ich aber am Anfang direkt mit EG3 oder gar 4 eingruppiert wurde, bekomme ich auch nach einsatzende Lohn, der über H4 liegt (außer man hat Kinder und der Partner ist arbeitslos). Dank BAG sogar ohne Belastung des Stundenkontos! Ich muss nur die Leihbude täglich anrufen. Auch aus Solidarität sollte man schon gegen Leihbuden klagen. Diese miesen Praktiken müssen aufhören! Wenn du zulässt, dass die Leihbude ihr Unternehmerrisiko auf dich abwelzen kann, und da gehört eine Kündigung zu, werden sie es immer wieder tun. Lohnt sich ja auch! Ansonsten kannst du auch eine Abfindung genießen. Die ist bei 6 Monaten zwar nicht so hoch, aber besser als GAR NICHTS und die Leihbude hat einen Prozess verloren!
Da es meistens Vergleiche gibt, verlieren die Leihbuden auch keine Prozeße. :wink:

Um einen vergleich zu erzielen muss man was? Ach ja... klagen... Leihbuden geben dir nicht freiwillig eine abfindung oder?


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 Betreff des Beitrags: Re: Hire-Fire Praktiken
BeitragVerfasst: 20.09.2014, 00:50 
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Registriert: 21.03.2014, 22:53
Beiträge: 175
Premutos1982 hat geschrieben:
Ich muss nur die Leihbude täglich anrufen.

Nur wenn du das irgendwo unterschrieben hast. Ansonsten musst du lediglich erreichbar sein. (Und die 4-Tages-Frist nach §12 TzBfG gibt es auch noch.)
Zitat:
Nach § 615 Satz 1 BGB hat der Arbeitgeber die vereinbarte Vergütung fortzuzahlen, wenn er mit der Annahme der Dienste in Verzug gerät. Die Voraussetzungen des Annahmeverzuges richten sich nach den §§ 293 ff. BGB. Ist für die vom Gläubiger vorzunehmende Handlung eine Zeit nach dem Kalender bestimmt, bedarf es nach § 296 BGB keines Angebots des Arbeitnehmers. wenn der Arbeitgeber die Handlung nicht rechtzeitig vornimmt. Der Zweite Senat des Bundesarbeitsgerichts hat die nach dem Kalender bestimmte Mitwirkungshandlung des Arbeitgebers darin gesehen, dem Arbeitnehmer für jeden Arbeitstag einen funktionsfähigen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Nach einer unwirksamer Kündigung müsse deshalb der Arbeitgeber den Arbeitnehmer, wenn er nicht in Annahmeverzug geraten wolle, die Arbeit wieder zuweisen (BAG Urteile ...). Dem stimmt der erkennende Senat zu. Dem Arbeitgeber obliegt es als Gläubiger der geschuldeten Arbeitsleistung, dem Arbeitnehmer die Leistungserbringung zu ermöglichen. Dazu muß er den Arbeitseinsatz des Arbeitnehmers fortlaufend planen und durch Weisungen hinsichtlich Ort und Zeit näher konkretisieren. Kommt der Arbeitgeber dieser Obliegenheit nicht nach, gerät er in Annahmeverzug, ohne daß es eines Angebots der Arbeitsleistung durch den Arbeitnehmer bedarf.

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 19.01.1999, 9 AZR 679/97


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 Betreff des Beitrags: Re: Hire-Fire Praktiken
BeitragVerfasst: 20.09.2014, 04:20 
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Registriert: 28.08.2011, 01:36
Beiträge: 34
also Leute, ich kann jeden verstehen, der eine Kündigungsschutzklage einreicht, wenn es darum geht einen Vergleich zu erzielen.
Aber wer will schon allen ernstes unter schlechteren Bedingungen weiterarbeiten? Die Leihbude ist doch vollkommen wurscht, auf den Kundenbetrieb kommt es an!
Aber was ist wenn das Arbeitsgericht auf Unwirksamkeit entscheidet und du musst weiterschufften wie oben beschrieben? Das wäre mir persönlich zu riskant.
Dann wäre da noch das Thema einsatzbezogene Zulage. Wenn du hie ne Klage einreichst, kannst du davon ausgehen dass die dich nie wieder für den selben (oder anderen) Kunden einstellen.
Vor allem in der Industrie bekommst du in manchen Betrieben den vollen IGM Tariflohn ab dem ersten Tag (Betriebsvereinbarung), dass wäre sehr ärgerlich, wenn du nur für ein paar hundert euro Abfindung dir für immer die Möglichkeit nimmst, für einen längeren Zeitraum 15€/Sdt. zu verdienen. Aber wie gesagt muss jeder selber entscheiden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hire-Fire Praktiken
BeitragVerfasst: 10.10.2014, 18:26 
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Registriert: 03.03.2011, 19:39
Beiträge: 1006
Zitat:
Aber was ist wenn das Arbeitsgericht auf Unwirksamkeit entscheidet und du musst weiterschufften wie oben beschrieben? Das wäre mir persönlich zu riskant.


Wo liegt denn das Risko? Erstens musst Du nicht weiter schufften, nur weil das Urteil zu Deinen Gunsten ausfällt. Zweitens wird selbst im Kammertermin, der meist erst 4 Monate oder später nach der Kündigung statt findet ,noch auf einen Vergleich hingearbeitet. Und Drittens enden 90% der Klagen mit einem Vergleich. Den Annahmeverzugslohn kann man also i.d.R. mindestens mitnehmen.

Zitat:
Jeder Leiharbeiter, der bei einer betriebsbedingten Kündigung keine Kündigungsschutzklage erhebt, verschenkt deshalb schnell verdientes Geld.


So sieht es aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hire-Fire Praktiken
BeitragVerfasst: 15.10.2014, 14:36 
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Beiträge: 7
Naja ich habe auch schon einige Sklavenjäger hinter mir. Und wurde oft genug zeitnah abgemeldet. Und nein es war nicht Auftragsende, obwohl man es mir erzählt hat. Ist halt nur Alibi fürs Amt. Passiert halt, wenn man Mitarbeiter einschüchtert und zwangsrekrutiert :lol:


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BeitragVerfasst: 31.12.2014, 20:18 
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Danke Niniane
Zitat:

Ich musste mir anhören das mein Lebenslauf ja viele ZAF beinhaltet und die Kündigungen ja sicher doch an meiner Person liegen müssen, denn Auftragsende ist niemals Kündigung.
Warum ich denn immer nur kurz in den Firmen beschäftigt war.

Kotz, ich muss mich für die Hire und Fire Praktiken der ZAF rechtfertigen.


Vom Lebenslauf und Rechtfertigung in Jobinterviews mal abgesehen,
danke daß Du mal bestätigst, was das für ein Scheiß -Teufelskreis ist.

Es läuft nach meiner Erfahrung immer so ein Zyklus ab
  • ZAF macht ein relativ interessantes Arbeitsangebot,
  • und dann kommt vermutlich das »Auftragsende ist IMMER = Kündigung« ins Spiel, wobei noch ein subtiles vergraulen mit ins Spiel kommt,
    immer mehr fragmentierte und / oder miesere Aufträge,
  • bis man die Schnauze voll hat, hat sich dann im gegenseitigen Einvernehmen kündigen läßt.
Natürlich Fristgemäß, in Probezeit, mit Abgelten der Urlaubstage* und AZK*.
Dies* wurde dann »versehentlich« nicht in den Lohnabrechnungen ausgewiesen. Schon mindestens 2× passiert, zuletzt bei der BPG und bei Rosinke.
und zuletzt war es IMHO perfekt getimed, von der BPG, Abmeldung von 20 wöchigen Auftrag, krankmeldung, stückelei schrott, Freigestellt, fristgemäß gekündigt, 1 Monat vor fuck Weihnachten, und tschüss, »…können sich ja mal wieder im April melden«
habe ich mal gebloggt → https://alm10965.wordpress.com/2014/10/28/erosion-eines-zeitarbeitsjobs/

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Solidarische Grüße
Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten. (Aristoteles)
nur mit diesem Motto kann man gute Arbeit leisten.​


Aktueller Status → 1.10. Leider hat Sie die Firma abgemeldet usw…
meine blogposts → zur Zeitarbeit


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 Betreff des Beitrags: Re: Hire-Fire Praktiken
BeitragVerfasst: 20.01.2015, 16:58 
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Registriert: 01.12.2014, 11:43
Beiträge: 10
Zur Ergänzung: Jetzt klagen auch die ganzen Zeitarbeitler aus den Staatsbetrieben wie den Unis, die nach 30 Befristungen endlich mal auf die Idee kommen, sich ihre Rechte zurück zuholen. Dürften ganz gute Aussichten haben, die Zeitarbeitsklagen haben da ja u.a. ne gute Vorarbeit geleistet...


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 Betreff des Beitrags: Re: Hire-Fire Praktiken
BeitragVerfasst: 20.01.2015, 22:39 
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Registriert: 30.12.2014, 10:09
Beiträge: 9
Wohnort: 10965 Berlin
Steffo hat geschrieben:
Zur Ergänzung: Jetzt klagen auch die ganzen Zeitarbeitler aus den Staatsbetrieben wie den Unis, die nach 30 Befristungen endlich mal auf die Idee kommen, sich ihre Rechte zurück zuholen. Dürften ganz gute Aussichten haben, die Zeitarbeitsklagen haben da ja u.a. ne gute Vorarbeit geleistet...

Sorry Steffo,
ich, und auch Niniane waren
[*]nicht in Staatsbetrieb
[*]und auch nicht 30×befristet
Ich vermute, daß dies eher in einen anderen thread passt.

Es ist eher so in Richtung Job hopping, weil entweder die ZAF unfähig ist für Anschlußaufträge zu sorgen.
Oder die Arbeitsbedingungen so inakzeptabel sind, daß man froh sein kann,wenn man gekündigt wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hire-Fire Praktiken
BeitragVerfasst: 22.01.2015, 15:27 
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Registriert: 01.12.2014, 11:43
Beiträge: 10
No Problemo, da kommt man schon mal im Eifer des Schreibens a bissl durcheinander. Aber wenn man gerade noch vom Veräußern des letzten Vermögens kommt und dann sich direkt bei dem Übel befasst, dann ist man schon nicht selten durch den Wind^^. Aber wir wollen uns ja nicht unterkriegen lassen. Ich hatte das nur als loses Beispiel für die Diskussion genannt, dass selbst die, die nicht hoppen und quasi ohne Kündigung durchgezogen werden, nicht minder ausgebeutet werden und dass jeder damal gegen Klagen müsste, die konnten das natürlich nicht mit ner Kündigungsschutzklage. Und das es mal außerhalb klassisch organiserter Betriebe passiert... meine Leute aus der Gewerkschaft rümpfen da immer a bissl mit der Nase, aber ich finde, wir brauchen da mehr Solidarität. / Meinte die Ergänzung eher auf den Thread insgesamt...^^


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 Betreff des Beitrags: Re: Hire-Fire Praktiken
BeitragVerfasst: 29.03.2017, 09:03 
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Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2545
Wohnort: Augsburg
Hallo,

unter : https://www.igmetall.de/arbeitsrecht-bi ... -25046.htm

(Von der Festanstellung aufs Sprungbrett eines "ganz normalen Arbeitsverhältnisses").

Karl


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