ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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BeitragVerfasst: 02.10.2012, 19:51 
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Tja, wie vielleicht nicht anders zu erwarten war, die neuen Vertäge für Oktober sehen eine Absenkung des Grundlohns auf ca. 1/3 des "alten" Grundlohnes vor.
Der Rest wird nun über Zuschläge ausgezahlt.
Wird wohl die Masse der Mitarbeiter per Änderungskündigung erreichen, da bisher noch keiner seinen "alten" aufgeben wollte. :cry:
Ein recht interessantes Zahlenspiel, wie man mit einem Streich (7-ben auf einen Streich) auf Jahre im voraus, die fälligen tariflichen Erhöhungen aushebelt.

So können die Realeinkommen beim nächsten Entleiher empfindlich nach unten ausfedern, da ja nun die Zuschläge das Gesamteinkommen bestimmen.

"Tarife sichern gerechte Entlohnung" ... och :|


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BeitragVerfasst: 02.10.2012, 19:55 
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Was? Geht es noch etwas unkonkreter?


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BeitragVerfasst: 02.10.2012, 22:31 
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Hört sich nach einer Lohnkürzung von 66,66 % an??? Wußte garnicht das es schon wieder Tarifverhandlungen in der Leihbranche gegeben hat.

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Die Würde des Menschen ist unantastbar. Leiharbeit in Deutschland verstösst gegen diesen Grundsatz.


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BeitragVerfasst: 03.10.2012, 12:21 
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Hallo

das sieht nicht nur nach einer gestandenen Lohnkürzung aus sondern ist auch eine.
Denn Zulagen können ohne Angaben von gründen gestrichen oder gekürzt werden.

Welche ZAF ist das denn und welcher Entleiher?
das würde ich publik machen.
Was passiert denn wenn man da nicht mitspielt?

Gruß Uwe


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BeitragVerfasst: 04.10.2012, 06:23 
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Na was passiert ohne die Mitwirkung des Arbeiters wissen wir doch. Ich würde mal auf Kündigung tippen.

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Lerne die Regeln gut, damit Du sie richtig brechen kannst. Dalai Lama


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BeitragVerfasst: 04.10.2012, 09:05 
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Hallo

da ja der Threadstarter nichts mehr schreibt ist eh alles spekulatius.

eine Einseitige Lohnkürzung ist Rechtswidrig.
Ich würde das vorm Arbeitsgericht durchboxen.
Da seinzige wa sdie Klitsche dann machen kann ist Ordentlich Kündigen.
Was wiederum eine Kündigungsschutzklage nachsich ziehen würde mit im endeffekt Kündigung und Abfindung. Sofern der Anwalt schlau ist

Denn es es gibt ja dann einen Kausalen zusammenhang zwischen beiden klagen


Gruß Uwe


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BeitragVerfasst: 04.10.2012, 13:01 
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Der Endeffekt ist immer der gleiche. Ich verstehe nicht warum muss man als Arbeitnehmer immer erst mit Rechtlichen Mitteln durchsetzen was eigentlich klar ist.
Das Dauer immer ewig, kostet Nerven, Geld , Zeit

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BeitragVerfasst: 04.10.2012, 13:45 
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Niniane hat geschrieben:
Der Endeffekt ist immer der gleiche. Ich verstehe nicht warum muss man als Arbeitnehmer immer erst mit Rechtlichen Mitteln durchsetzen was eigentlich klar ist.
Das Dauer immer ewig, kostet Nerven, Geld , Zeit


Das Schlimme ist ja das viele AN den rechtlichen Weg gar nicht gehen. :roll:


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BeitragVerfasst: 04.10.2012, 19:10 
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Registriert: 13.11.2008, 18:35
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LF1 hat geschrieben:
Niniane hat geschrieben:
Der Endeffekt ist immer der gleiche. Ich verstehe nicht warum muss man als Arbeitnehmer immer erst mit Rechtlichen Mitteln durchsetzen was eigentlich klar ist.
Das Dauer immer ewig, kostet Nerven, Geld , Zeit

Das Schlimme ist ja das viele AN den rechtlichen Weg gar nicht gehen. :roll:

Und damit hätten wir auch schon den Grund, wieso man ihn gehen muß, um seine Ansprüche durchzusetzen.

Sei a die Summe aller Verpflichtungen eines Sklavenhalters ggü. seiner Sklaven, b die Summe aller (erfolgreich) gerichtlich geltend gemachten Forderungen und c die Differenz der beiden, also
c = a-b
dann gilt für alle Fälle von b<<a
c>>0
und für b<a immer noch
c>0

Nun ist c aber zusätzlicher Profit des Sklavenhalters und von P.J. Dunning wissen wir spätestens seitdem Karl Marx es noch einmal in eine Fußnote von "Das Kapital" gesteckt hat:
Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit, oder sehr kleinen Profit, wie die Natur von der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv und waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.

Ich würde die Quote der geltend gemachten Forderungen auf höchstens 10% schätzen, d.h. der Betrug lohnt sich zu mindestens 90%.

Mal ganz ehrlich: Wenn ich solche Vollpfosten als Mitarbeiter hätte, würde ich die auch regelmäßig bescheissen.

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„Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. [...]” (Napoleon)


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BeitragVerfasst: 05.10.2012, 20:32 
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Ein Land ist nicht nur das, was es tut- es ist auch das, was es verträgt, was es duldet.
Kurt Tucholsky


Zuletzt geändert von Tig am 25.11.2012, 14:05, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 06.10.2012, 19:46 
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Entschuldigung zu den recht anonymen Behauptungen bezüglich der neuen Vertragsstruktur.
Ich glaube, dass die Verträge dem IGZ-Tarif zugeordnet sein sollen. (Kann aber auch sein, dass dies nur für die, die sich von Amtswegen dafür interessieren, eingetragen wurde.)
Doch zunächst zu den „alten“ Verträgen.
Die Kollegen haben alle befristete Verträge, die an die Dauer der Entsendung gebunden ist.
Der Verleiher hat mit dem Entleiher einen Vertrag geschlossen, wobei sich beide auf eine einwöchige Abmeldefrist geeinigt haben sollen. (Vermutung aus dem bisherigen handeln und tun des Entleihers.)
Somit endet jeder Vertrag der Entliehenen, ohne dass eine weitere (Kündigung) Erklärung bedarf. Hat er in seinem Arbeitsvertrag ja schwarz auf weiß.
Soweit man mitzählen kann, ist somit auch jegliches Kündigungsrecht ausgehebelt. Wie LF1 schrieb, ist auch eine rechtliche Auseinandersetzung, schon von den Verträgen her, recht riskant. Oder der Entliehene kann nachts den Panzerschrank des Entleihers oder Verleihers öffnen und sich der internen Dokumente beider Seiten bedienen.
Oder genauer gesagt, da der Vertrag zwischen Verleiher und Entleiher eine Frist zwischen 3 bis 12 Monaten Laufzeit hatte, ist jeder, der hier was zu sagen meinte, raus (Niniane hat recht).

Soviel mal dazu. Ich muß nun, da mein Vertrag wieder zum November "reif" wird, auch auf die entsprechende Verlängerung hoffen.
Vielleicht versteht früherwaralles, weshalb meine Verschlossenheit zu handfesten Daten so ausgeprägt ist.

Gruß

Alfred


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BeitragVerfasst: 06.10.2012, 20:09 
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Registriert: 03.03.2011, 19:39
Beiträge: 1006
Zitat:
Die Kollegen haben alle befristete Verträge, die an die Dauer der Entsendung gebunden ist. ...
Soweit man mitzählen kann, ist somit auch jegliches Kündigungsrecht ausgehebelt.


Was gundsätzlich in Frage zu stellen wäre. Die Befristung der Überlassungsverträge zwischen Ver- und Entleiher dürfte aus meiner Sicht niemals ein wirksamer Befristungsgrund nach § 14 Abs. 1 TzBfG sein. Egal ob das im Vertrag steht oder nicht. Die Wirksamkeit dieser Befristung müsste der LAN natürlich spätestens 3 Wochen nach Vertragsende arbeitsgerichtlich überprüfen lassen, falls der Vertrag ausläuft.

Zitat:
Vielleicht versteht früherwaralles, weshalb meine Verschlossenheit zu handfesten Daten so ausgeprägt ist.


Nein das vestehe ich nicht. Ich habe Deinen ersten Beitrag für den eines Trolles gehalten, um ganz ehrlich zu sein.

Zitat:
die neuen Vertäge für Oktober sehen eine Absenkung des Grundlohns auf ca. 1/3 des "alten" Grundlohnes vor.


Das war ja das eigentliche Thema und nicht eine wie auch immer fragwürdige Befristung und entschuldige, ich glaub kein Wort. Es sein denn, die Leiharbeiter werden derzeit übertariflich mit dem dreifachen (!) Entgelt des normalen iGZ-TV bezahlt. Ist das der Fall?


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BeitragVerfasst: 25.11.2012, 12:18 
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Registriert: 21.11.2012, 16:58
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Also ich finde es wirklich schlimm, wie schlecht Arbeitnehmer in der Zeitarbeit behandelt werden. Die Zeitarbeitsfirmen machen ja nun kein schlechtes Geld, ich finde es schade, dass die Arbeitnehmer so schlecht bezahlt werden. Da wundert mich auch der schlechte Ruf nicht.


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