ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

Ein Forum der IG Metall
Aktuelle Zeit: 18.08.2017, 13:30

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 30 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 30.01.2017, 00:13 
Offline
Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2545
Wohnort: Augsburg
Hallo,

in der neuen "metall" ist angekündigt:
Als nächstes verhandelt die IG Metall im Januar die Tarifverträge über Zuschläge in ihren Branchen". Dazu ein paar sachliche Infos.

Zum TV BZ (Metall)

Im § 7 heißt es im Absatz 2:
"Er kann mit einer Frist von 3 Monaten zum Jahresende, erstmals zum 31. Dezember 2017 gekündigt werden."

Im Absatz 4 heißt es:
"Ändern sich wesentliche gesetzliche Rahmenbedingungen der Zeitarbeit (insbesondere Regelungen zur Vergütung), nehmen die Tarifvertragsparteien unverzüglich Verhandlungen mit dem Ziel auf, eine mögliche Fortführung unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Änderungen zu prüfen und zu vereinbaren."

Im Absatz 5 heißt es:
"Führen diese 6 Monate nach In-Kraft-treten der gesetzlichen Änderungen nicht zu einer entsprechenden Regelung tritt dieser Tarifvertrag mit Ablauf der 6 Monate ohne Nachwirkung außer Kraft."

Die "wesentliche gesetzliche Rahmenbedingung" ist der neue § 8 AÜG (Grundsatz der Gleichstellung)

In dessen Absatz 4 heißt es:
"Ein Tarifvertrag im Sinne des Abs. 2 kann hinsichtlich des Arbeitsentgelts vom Gleichstellungsgrundsatz für die ersten neun Monate einer Überlassung an einen Entleiher abweichen. Eine längere Abweichung durch Tarifvertrag ist nur zulässig, wenn
1. nach spätestens 15 Monaten einer Überlassung an einen Entleiher mindestens ein Arbeitsentgelt erreicht wird, das in dem Tarifvertrag als gleichwertig mit dem tariflichen Arbeitsentgelt vergleichbarer Arbeitnehmer in der Einsatzbranche festgelegt ist, und
2. nach einer Einarbeitungszeit von längstens sechs Wochen eine stufenweise Heranführung an dieses Arbeitsentgelt erfolgt
."

Es gibt also einen Kündigungstermin zum Jahresende 2017 und eine Verhandlungsverpflichtung mit 6 Monaten Frist ab dem 01. April. Gibt es keine tarifliche Regelung gleichwertiger Bezahlung bei Überlassung über den 15 Monat hinaus ist der Tarifvertrag Brachenzuschläge tot.

Es ist an der Zeit, dass wir uns einmischen was soll überhaupt verhandelt werden.
Der Vorstand hat sich schon festgelegt. Er will eine sechste Zuschlagsgruppe mit 65 % die er für gleichwertig mit dem Entgelt eines vergleichbaren Stammarbeiters hält. Mit equal-pay hätte das aber nichts zu tun. Es wäre eher eine Vorwegnahme wie man equal-pay "kreativ" umdeutet. Den ZAF käme so etwas entgegen. Brauchten sie doch nicht mehr aufwändig das tatsächliche equal-pay ermitteln.

65 % wären eine Verbesserung - nämlich weitere Annäherung an equal-pay - aber mehr nicht. Eine solche Regelung betrifft als Verbesserung nur eine kleine Minderheit von LAN. Die überwältigende Masse der LAN die nach neun Monaten abgemeldet werden wird wegen equal-pay fangen dann wieder ganz unten an.
Darüber sollte hier diskutiert werden. Innerhalb der IGM gibt es dazu bisher keinerlei offene Diskussion.

Karl


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 31.01.2017, 21:34 
Offline
Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2545
Wohnort: Augsburg
Hallo,

unter: http://www.news38.de/wolfsburg/article2 ... nover.html heißt es u.a.:
Zitat:
Nur für jeden zweiten der insgesamt 400 Zeitarbeiter, deren Verträge bis Ende des ersten Quartals befristet sind, gibt es derzeit eine Perspektive bei Volkswagen.

Die anderen Perspektiven sehen so aus: Arbeitsagentur oder Neueinsatz zu dem neuen überproportionalen Lohntarif. Sich dann wieder 9 Monate bewähren dürfen um dann in aller Regel diesselbe Prozedur wieder aufs Neue zu wiederholen.

Eine Verbesserung der bestehenden fünf Zuschlagsstufen in den ersten neun Monaten war meines Wissens bei der IGM bei den momentanen Tarifverhandlungen zum TV BZ bisher kein Diskussionsstoff.

Bei uns haben wir ein schönes Beispiel: Ein LAN war 5 Jahre im gleichen Einsatz. Vor der eigentlich bevorstehenden Übernahme wurde er zum internen Logistiger versetzt nach 6 Monaten wieder zurück zum alten Einsatz mit neuer Bewährungsprobe zum Leiharbeitstarif und nach wieder 5 Jahren im letzten Sommer endgültig abgemeldet.
Beim letzten Einsatz vor seiner endgültigen Übernahme hatte er einen Stundenlohn als LAN-Facharbeiter von 18 Euro (es gab beim Entleiher eine Besservereinbarung mit stufenweiser Anleichung an den Stammarbeitertarif nach 18 Monaten).
Nach seiner Abmeldung landete er bei einem Einsatz mit 12 Euro 90.

Nächstes Handicap: Der neue Entleiher bezeichnet sich als Werkvertragsfirma (Ingenieurdienstleister) hat aber auch eine Metallfertigung. Werkvertragsfirmen gehören nicht zur Branche Metall.

Karl


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 08.02.2017, 14:14 
Offline
Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2545
Wohnort: Augsburg
Hallo,

nachdem das Desinteresse am Thema Verhandlungen TV BZ 2017 hier im Forum offensichtlich ist ein neuer Anlauf.

"Doc Bissels" der ja hier im Forum den einen oder anderen speziellen "Freund" hat äußert sich in seinem Newsletter sehr aufschlußreich dazu.
Unter: https://cms.law/de/DEU/Publication/Refo ... die-Praxis schreibt er u.a.:

4. Equal pay-Grundsatz

...Es bleibt damit dabei, dass eine Abweichung von dem gesetzlich vorgesehenen equal pay -Prinzip grundsätzlich nur für einen Zeitraum von neun Monaten möglich ist. Eine Ausnahme besteht nur, wenn für den Einsatz ein sog. Branchenzuschlagstarifvertrag anwendbar ist, der spätestens nach einer sechswöchigen Überlassung zu einer Annäherung des demZeitarbeitnehmer gezahlten Entgelts an die Vergütung der im Kundenbetrieb beschäftigten Stammmitarbeiter führt und dieses nach spätestens 15 Monaten auch erreicht. Derartige, von den Arbeitgeberverbänden der Zeitarbeit mit den DGB-Gewerkschaften geschlossene Tarifverträge gelten bereits jetzt im zahlreichen Branchen, z.B. in der Metall- und Elektroindustrie; diese müssen aber noch an die neuen gesetzlichen Erfordernisse angepasst werden. Dabei dürften es die gesetzlichen Vorschriften auch ermöglichen, dass durch die Anwendung der Branchenzuschläge in der letzten Stufe der tariflichen Näherung (also nach 15 Monaten) an das gesetzlich vorgesehene equal pay keine vollkommene Lohngleichheit eintreten muss.Den Tarifvertragsparteien bleibt es vorbehalten, eine Vergütung zu definieren, die mit dem tarifvertraglichen Arbeitsentgelt vergleichbarer Arbeitnehmer in der Einsatzbranche als "gleichwertig" anzusehen ist. Dies kann aber auch ein Betrag sein, der wie in den gegenwärtig geltenden Branchenzu-schlagstarifverträgen vorgesehen unter 100% des Vergleichsentgelts liegt (in der Regel bei maximal 90%). "Gleichwertig" meint nicht zwingend "gleich".
(Fettgedruckt von mir hervorgehoben).

Beim IGZ ticken sie schon seit längerem auch so: Siehe unter: https://www.ig-zeitarbeit.de/system/fil ... dreyer.pdf liest man dort auf den Seiten 6 und 7 von einem gesetzlichen equal-pay und einem tariflichen equal-pay auf der Grundlage der Branchenzuschläge.

Wenn auf dieser Basis equal-pay z.B. in der Metallindustrie definiert werden sollte dann kann man nach meiner Beurteilung das gesetzliche equal-pay für diese Branche ein für allemal in die Tonne treten.

Gespräche mit Gesamtmetall führt der Vorstand der IGM schon seit Sommer mit Gesamtmetall und eine Verhandlungskommission der IGM zum Thema trifft sich nach meiner Info noch in diesem Monat.

Also immer schön weiter ignorieren um hinterher umso lauter zu jammern.

Karl

PS:
Es ist anscheinend interessanter sich über die Wahlversprechungen des Weihnachtsmannes Martin Schulz zu unterhalten obwohl doch die SPD gerade eben das neue AÜG verabschiedet hat und damit ihre Verantwortung an die Gewerkschaften abgeschoben hat.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 10.02.2017, 21:27 
Offline

Registriert: 13.12.2009, 15:00
Beiträge: 439
Wohnort: Niedersachsen
Zitat:
(...) Eine Ausnahme besteht nur, wenn für den Einsatz ein sog. Branchenzuschlagstarifvertrag anwendbar ist, der spätestens nach einer sechswöchigen Überlassung zu einer Annäherung des demZeitarbeitnehmer gezahlten Entgelts an die Vergütung der im Kundenbetrieb beschäftigten Stammmitarbeiter führt (...)

So lange gehen meine Einsätze gar nicht erst.

Mit großem Interesse habe ich die Tarifverhandlungen verfolgt, ohne die tieferen Zusammenhänge zu kennen oder zu verstehen,
allerdings sehe ich, was auf meinem Lohnzettel ankommt und dass ich jetzt eine sogenannte 3jährige Friedenspflicht vor mir habe.

Viel mehr braucht der LAN am Ende der sogenannten Wertschöpfungskette aber auch nicht zu kennen,
um dieses Wirtschaftssystem zu durchschauen.

Schönes Wochenende,
rw


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 20.02.2017, 12:18 
Offline

Registriert: 06.05.2010, 09:31
Beiträge: 195
Moin moin,

ich habe einige eigene Erfahrung mit dem BTV Metall und Elektroindustrie. Meine Anmerkungen dazu wären:
  • Eine zusätzliche Stufe klingt zwar nett, bringt in der Praxis aber wenig: Ich war bisher eigentlich immer in der "Deckelung". Das würde sich mit zusätzlicher Stufe nicht ändern.
  • ...also wenn man sich über tatsächliche Verbesserungen unterhalten möchte, dann könnte man ja die Deckelung einmotten oder -5% statt -10% oder so...
  • Das Handwerk ist bei dem Vertrag komplett ausgenommen! Die meisten Löhne im Handwerk unterscheiden sich kaum von denen in der Zeitarbeit (wenn man davon ausgeht, dass auch in der Zeitarbeit kaum ein Elektriker zum reinen Tariflohn arbeitet), aber vielleicht sollte man das Handwerk trotzdem mit aufnehmen? Auch bei den Handwerkskunden gibt es doch einige Ausreißer nach oben, die fast auf Industrieniveau bezahlen. Davon könnte man dann profitieren.

Also, das war jetzt mal mein Kommentar zu der Geschichte...


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 21.02.2017, 19:26 
Offline

Registriert: 01.05.2013, 14:54
Beiträge: 33
Und wenn ich an einer privaten Hochschule eingesetzt bin, welcher Branchenzuschlag würde da greifen ??


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 21.02.2017, 20:56 
Offline
Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2545
Wohnort: Augsburg
Hallo Gelsenpower,
Zitat:
Und wenn ich an einer privaten Hochschule eingesetzt bin, welcher Branchenzuschlag würde da greifen ??

Keiner!

Dies sind die Branchen in denen derzeit Branchenzuschläge bezahlt werden:

https://www.boeckler.de/wsi-tarifarchiv_41617.htm

Karl


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 22.02.2017, 17:24 
Offline

Registriert: 11.05.2016, 22:58
Beiträge: 57
Eine schöne Übersicht über die Regelungen in den unterschiedlichen Branchen.

Sie zeigt wie unterschiedlich die Zuschläge sind und wie weit wir wirklich noch von einer Gleichbehandlung weg sind - von einem Erreichen von Equal Pay will ich schon garnicht sprechen.

Es ist doch zum Verrücktwerden wenn man sich ansieht, dass es für Leiharbeiter selbst bei gleicher Arbeit und gleichem Verleiher 20 oder 30% Lohnunterschiede gibt, nur weil es eine andere Branche ist. Und dann gibt es obendrein natürlich noch einmal die Differenz zur Entlohnung der Stammbelegschaft.

So sind 3, 4 oder noch mehr Mitarbeitergruppen geschaffen worden, die in Konkurrenz stehen und sich gegenseitig unterbieten. Krass.
Da ich nicht sehe, wie man das noch vernünftig regeln kann, bleibt nur ein Verbot der Leiharbeit.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 14.03.2017, 11:06 
Offline

Registriert: 16.01.2011, 08:24
Beiträge: 500
karla hat geschrieben:
Der Vorstand hat sich schon festgelegt. Er will eine sechste Zuschlagsgruppe mit 65 % die er für gleichwertig mit dem Entgelt eines vergleichbaren Stammarbeiters hält.


mitterer hat geschrieben:
Eine zusätzliche Stufe klingt zwar nett, bringt in der Praxis aber wenig: Ich war bisher eigentlich immer in der "Deckelung". Das würde sich mit zusätzlicher Stufe nicht ändern.


Könnte es sein, dass von einer 6. Stufe in erster Linie Entleiher profitieren, die nicht nach Tarif bezahlen bzw. nicht in einem Arbeitgeberverband sind?
Bei tarifgebundenen Entleihern kommt die Kappungsgrenze nicht zur Anwendung, weil der Tariflohn höher ist.
Bei nichttarifgebundenen Entleihern kommt die Kappungsgrenze zur Anwendung. Entsprechend können derartige Entleiher über Leiharbeitsfirmen Leiharbeiter zu günstigeren Konditionen einkaufen und erlangen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Tarif-Entleihern.

Für die Leihbuden ist das natürlich schlechter. Ihr Profit reduziert sich.

_________________
Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 14.03.2017, 11:34 
Offline

Registriert: 19.01.2017, 19:52
Beiträge: 38
Wohnort: Köln
Für Leihbuden die nicht im Arbeitgeberverband sind und den Tarf nicht freiwillig anwenden gilt doch Equal-Pay, oder habe ich hier etwas garnicht verstanden?

Zitat:
Unwirksam sind:
...
2. Vereinbarungen, die für den Leiharbeitnehmer für die Zeit der Überlassung an einen Entleiher schlechtere als die im Betrieb des Entleihers für einen vergleichbaren Arbeitnehmer des Entleihers geltenden wesentlichen Arbeitsbedingungen einschließlich des Arbeitsentgelts vorsehen; ein Tarifvertrag kann abweichende Regelungen zulassen,
https://www.gesetze-im-internet.de/a_g/__9.html

_________________
Wer hat uns verraten?
Gewerkschaftsbürokraten!


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 14.03.2017, 11:54 
Offline

Registriert: 16.01.2011, 08:24
Beiträge: 500
bernie hat geschrieben:
Für Leihbuden die nicht im Arbeitgeberverband sind und den Tarf nicht freiwillig anwenden gilt doch Equal-Pay, oder habe ich hier etwas garnicht verstanden?


Es geht darum, wieviel ein Entleiher dafür bezahlen muss, damit eine Leihbude ihm Leiharbeiter zur Verfügung stellt.

Eine Leihbude, die an einen Entleiher, der nach einem M+E-Tarifvertrag seine Stammkräfte entlohnt, muss vom Entleiher mindestens eine Vergütung in Höhe des Leiharbeitstarifvertrag zuzüglich Branchenzuschläge verlangen, um seine Kosten zu decken.
Verleiht die Leihbude an einen Entleiher, der nicht tarifgebunden ist, dann muss sie nur eine Vergütung in Höhe des Leiharbeitstarifvertrag vom Entleiher verlangen, da wegen der Deckelung keine Branchenzuschläge anfallen.
Ein nicht tarifgebundener Entleiher, der den Branchenzuschlag deckeln kann, kann Leiharbeiter günstiger einkaufen.

_________________
Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 14.03.2017, 16:59 
Offline

Registriert: 06.05.2010, 09:31
Beiträge: 195
Hans_der_Kaempfer hat geschrieben:
Bei tarifgebundenen Entleihern kommt die Kappungsgrenze nicht zur Anwendung, weil der Tariflohn höher ist.


Hm. Meine persönliche Praxis sieht anders aus.

Ich bin schon lange bei der ZAF und bin in E6, obwohl ich eigentlich kein Meister oder Techniker bin. Angefangen habe ich mal in E4 aber doch einiges an Wissen angehäuft in den Jahren. Wenn ich nun verliehen werde, dann sagt das Kundenunternehmen oft, dass E4 oder E5 die entsprechenden Vergleichsgruppen sind. Und mag auch durchaus sein, dass man das inhaltlich so sehen kann. Beim Kunden arbeiten vielleicht fünf Leute in vergleichbaren Tätigkeiten, die ebenfalls in drei unterschiedlichen Tarifgruppen sind...

Also: Das Kundenunternehmen gibt einen Vergleichslohn, der der Tätigkeitsbeschreibung E5 entspricht. Ich kriege aber den Zuschlag nach Branchentarifvertrag basierend auf meiner Gruppe E6 - und da wird die Steigerung dann natürlich irgendwann gekappt.

....und schwupp, so wird die Kappungsgrenze dann auch bei tarifgebundenen Entleihern angewendet.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 02.04.2017, 20:30 
Offline
Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2545
Wohnort: Augsburg
Hallo,

nachdem gestern auf allen TV-Kanälen erwähnt wurde, dass ab dem 01. April nach 9 Monaten equal-pay fällig wird ist es an der Zeit die geweckten Illussionen darüber wieder zurecht zu rücken.
Zumindest Frank Bsirske (verdi) hat bei ARD und ZDF daran erinnert, dass das Ziel der DGB-Gewerkschaften mal hieß: equal-pay ab dem 1. Tag.

Wie läuft das z. Zt. bei der IGM?

Im Rahmen des neuen AÜG gab es Verhandlungsverpflichtungen zu den TV LeihZ (Überlassungsdauer) und TV BZ (Branchenzuschläge).

Zu den TV LeihZ liegen inzwischen Verhandlungsergebnisse der Metallbezirke vor.

Dort heißt es. z.B.: Das Inkrafttreten des neuen TV LeihZ steht unter dem Vorbehalt des Abschlusses eines neuen Tarifvertrags über Branchenzuschläge....in der Metall- und Elektroindustrie..

Des Weiteren heißt es: Dieser Tarifvertrag tritt am 1. April 2017 in Kraft und kann mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende, frühestens zum 31. Dezember 2020 gekündigt werden.

Bekannt ist bisher nur, dass die Forderung der IGM (da verhandelt nur der Vorstand ohne die IGM TK-Leiharbeit, also super demokratisch) eine zusätzliche 6.Stufe bei den Branchenzuschlägen in Höhe von 65 % ist.

Fazit: Die Forderung der DGB-Gewerkschaften von equal-pay ab dem 1. Tag - wie von Frank Bsirske (Verdi) richtig erinnert - wird ganz offensichtlich in der IGM noch nicht mal bei den Branchenzuschlägen diskutiert geschweige denn als Forderung erhoben. Obwohl es dringend geboten ist weil die im AÜG festgelegte Bezahlung von equal-pay nach neun Monaten zum verschärften Abbau von LAN spätestens ab dem 9. Monat führen wird.

Es ist an der Zeit, dass wir hier bei ZOOM die Diskussion zum TV BZ wieder aufnehmen. Es ist leider zu befürchten, dass sich der Vorstand der IGM beim TV BZ mit der neuen 6. Zuschlagsgruppe zufrieden gibt und den neuen TV auch bei der Laufzeit an den TV LeihZ anlehnt, so bliebe bei den
TV BZ in den ersten fünf Zuschlagsgruppen bis Ende 2020 alles beim alten.
So besehen hätte man die Laufzeit des TV BZ 2012 auch gleich auf 8 Jahre vereinbaren können.

Auf Nachfrage meinerseits wird auf die schwierige Mobilisierungsfähigkeit der LAN verwiesen. Erinnert man die Verantwortlichen beim Vorstand daran, dass der TV BZ und die Entgelttarife momentan die gleichen Kündigungstermie haben nämlich der 31.12. 2017 - das wäre natürlich eine Mobilisierungsmöglichkeit der LAN für ihre eigenen TV zusammen mit Stammbelegschaftern allererster Sahne - bleibt man beim Vorstand die Antworten schuldig.

Karl


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 12.04.2017, 17:21 
Offline
Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2545
Wohnort: Augsburg
Hallo,

unter: http://www.iq-z.de/?m=201704 (Zeitarbeitsverbände sorgen dafür, dass der TV-LeiZ nicht in Kraft tritt, Beitrag vom 10.04.2017)

mal eine Info zum Thema.

Im Text heißt es z.B.: ...Der M+E Branchenzuschlags-TV – verhandelt von BAP und iGZ mit der IG Metall – und der TV LeiZ – verhandelt zwischen den M+E Arbeitgebern und der IG Metall – werden als Paket behandelt. Gibt es bei einem der beiden Tarifverträge kein Anpassungsergebnis, so laufen beide Tarifverträge ohne Nachwirkung dieses Jahr aus.

Leider erfährt man inhaltlich zur "Anpassung.." überhaupt nichts. Was soll denn nun angepasst werden? Der Gesetzgeber verlangt wegen des Verzichts auf equal-pay nach neun Monaten bei längerer Überlassung als 15 Monaten eine 6. Zuschlagsgruppe bei den Branchenzuschlägen.

Anpassen könnte man auch die 5 Zuschlagsgruppen. Doch davon hört man auch in der IGM weit und breit nichts.

Die IGM-TK Leiharbeit trifft sich Anfang Mai in Frankfurt.

Stellt sich die Frage: Was hat man denn in der TK für Vorstellungen zur Anpassung?

Oder passt sich die TK den Vorstellungen des Vorstands an?

Nach dem Abstimmungsergebnis zum letzten Tarifabschluß würde mich das nicht mehr verwundern.


Karl

PS: In dem obigen link heißt es auch: Dagegen hat die Tarifgemeinschaft Zeitarbeit TQZ in ihrem tarifplus+ schon im Januar einen veränderten Branchenzuschlag M+E mit der IG Metall abgeschlossen.

Es wäre kein Fehler wenn Hr. Norbert Fuhrmann, der an diesem Tarifabschluß beteiligt war mal mitteilt,
was sich bei den Branchenzuschlägen von Tarifplus mit der IGM geändert hat?


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 13.04.2017, 14:07 
Offline

Registriert: 16.01.2011, 08:24
Beiträge: 500
karla hat geschrieben:
Im Text heißt es z.B.: ...Der M+E Branchenzuschlags-TV – verhandelt von BAP und iGZ mit der IG Metall – und der TV LeiZ – verhandelt zwischen den M+E Arbeitgebern und der IG Metall – werden als Paket behandelt. Gibt es bei einem der beiden Tarifverträge kein Anpassungsergebnis, so laufen beide Tarifverträge ohne Nachwirkung dieses Jahr aus.
ungsergebnis zum letzten Tarifabschluß würde mich das nicht mehr verwundern.



Hallo Karla,

der TV LeiZ scheint fertig ausgehandelt zu sein. Zitat AIP:

„Hiervon hat nunmehr die Metall- und Elektro-Industrie (zunächst offenbar nur im Zuständigkeitsbereich der Südwestmetall) Gebrauch gemacht und den TV LeiZ neu gefasst. Zu erwarten ist, dass die Metall- und Elektro-Industrie diesen Pilotabschluss für das Tarifgebiet Südwest nunmehr kurzfristig in die anderen Tarifgebiete übernehmen wird.“

Quelle: http://www.aip-info.de/aktuelles-heft.php


Laut Herrn Fuhrmann ist der TV LeiZ lediglich noch nicht unterschrieben.. Es stellt sich die Frage, ob der ausgehandelte TV LeiZ vorsieht, dass ab dem 18 Monat eine Übernahme zu erfolgen hat oder die Änderung nur erfolgte, um zu verhindern, dass ab dem 18 Monate eine Übernahme erfolgen muss.

Wie bereist bei dem TV BZ ME ist für die Leihbuden wichtig, dass die Entleiher auch die Mehrkosten ab dem 18 Monat durch höhere Verrechnungssätze übernehmen. Hierfür benötigen die Leihbuden eine verbindliche Zusage durch die Entleiher.

_________________
Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats


Zuletzt geändert von Hans_der_Kaempfer am 14.04.2017, 07:39, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 13.04.2017, 21:02 
Offline

Registriert: 11.05.2016, 22:58
Beiträge: 57
Wie schön, dass noch nicht mal jemand hier im Forum weiß, was da eigentlich ratifiziert werden soll. Und hier tummeln sich nun viele Leute, die Kontakte haben und eigentlich immer gut informiert sind.
Tut mir leid, aber ich habe die Schnauze gründlich voll von dieser Geheimverschwörung, in die anscheinend die politischen Parteien und die Gewerkschaften verstrickt sind. Ich überlege gerade, welche Konsequenzen in daraus ziehen soll.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 14.04.2017, 09:38 
Offline
Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2545
Wohnort: Augsburg
Hallo Hans_der_Kaempfer,
Zitat:
...der TV LeiZ scheint fertig ausgehandelt zu sein...

Das ist wohl so.

Die BR mit LAN im Einsatz werden inzwischen dazu geschult. In einem Begleitpapier dazu heißt es bei uns in Bayern:

Was ändert sich in den TV zu LeiZ?

Die für die Metall- und Elektroindustrie geltenden TVLeiZ enthalten eine Übernahmeverpflichtung nach 24 Monaten, diese gilt aber nicht als Überlassungshöchstdauer im Sinne des neuen AÜG, da nicht automatisch ein Arbeitsverhältnis zum Entleiher entsteht und der Einsatz damit endet. Außerdem entfällt die tarifliche Übernahmepflicht wenn es eine Betriebsvereinbarung zur Leiharbeit gibt. Notwendig ist somit die Regelung einer Überlassungsdauer in den TV LeiZ.
Auf zentraler Ebene wurde hierzu zwischen IG Metall und Gesamtmetall ein Gesprächsstand über die notwendigen Anpassungen vereinbart, der jetzt von den regionalen Tarifvertragsparteien in neue TV LeiZ umgesetzt wird.....


Das Inkrafttreten der neuen Tarifverträge steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass es auch eine Einigung zu einem neuen Tarifvertrag über Branchenzuschläge für die Metall- und Elektroindustrie gibt...


Was ändert sich an den Tarifverträgen zu Branchenzuschlägen (TV BZ)

Nach den neuen gesetzlichen Regelungen muss spätestens nach 15 Monaten ein "gleichwertiges Arbeitsentgelt" gezahlt werden. Allerdings erreichen die derzeit bestehenden TV BZ....das Niveau eines "gleichwertigen Arbeitsentgelts" nicht. In der höchsten Stufe werden hier nach neun Monaten etwa 90 % erreicht. Dies entspricht nicht den Vorgaben des neuen AÜG. Notwendig ist somit die Einführung einer "100 %- Stufe", die spätestens nach 15 Monaten gilt.

Die Verhandlungen, die mit den Verbänden der Leiharbeit, IGZ und BAP, geführt werden, sind derzeit noch nicht abgeschlossen.



Was passiert, wenn die Tarifverträge zum 1. April 2017 noch nicht angepasst sind?

Die Regelungen eines neuen TV LeiZ treten erst in Kraft, wenn auch ein neuer TV Branchenzuschläge für die Metall- und Elektroindustrie abgeschlossen wurde....


Für mich stellt sich vor allem die Frage: Wenn beide TV gültig werden wie sieht das dann bei den Kündigungsfristen aus. Im neuen TV LeiZ ist vereinbart eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2020.

Die Laufzeit des aktuellen TV BZ endet zum 31. Dezember 2017. Wird beim derzeit noch verhandelten TV BZ die Kündigungsfrist an die Laufzeit des neuen TV LeiZ angepasst so kann man erst wieder ab 2021 die Verbesserung der ersten fünf Stufen der Branchenzuschläge angehen. Zum Beispiel die Forderung der Branchenzuschläge ab dem 1. Tag.

Einerseits will man in der IGM grundsätzlich immer noch equal-pay ab dem 1. Tag, andererseits wird noch nicht mal diskutiert Branchenzuschläge ab dem 1. Tag.


Karl


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 14.04.2017, 11:49 
Offline

Registriert: 24.07.2013, 19:10
Beiträge: 711
Wie ist der Stand der Dinge in anderen Branchen? Hier im Bereich Köln/Leverkusen ist der Bereich IG BCE sehr interessant. Gelesen hab ich hierzu nichts.

Da die höchste Stufe hier im Facharbeiter-Bereich bei nur 35% BZ liegt, ist der Lohnunterschied viel gravierender zumal die Entgelte in der Chemie zum Teil deutlich über dem der M. U. E- Industrie liegen. (Vergleich Ford und Bayer)

Hat jemand Infos aus der IG BCE?


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 14.04.2017, 18:32 
Offline

Registriert: 16.01.2011, 08:24
Beiträge: 500
karla hat geschrieben:
PS: In dem obigen link heißt es auch: Dagegen hat die Tarifgemeinschaft Zeitarbeit TQZ in ihrem tarifplus+ schon im Januar einen veränderten Branchenzuschlag M+E mit der IG Metall abgeschlossen.

Es wäre kein Fehler wenn Hr. Norbert Fuhrmann, der an diesem Tarifabschluß beteiligt war mal mitteilt,
was sich bei den Branchenzuschlägen von Tarifplus mit der IGM geändert hat?

Den aktuellen TV Tarifplus findet man hier: http://www.tarifplus.info/wp-content/up ... Gesamt.pdf
Den seit dem 01.04.2015 gültigen hier: http://www.iq-z.de/wp-content/uploads/2 ... 15-neu.pdf

Bisherige Zuschläge im M+E.Bereich unterste Tarifgruppe 9,10 € seit 01.04.2015

Ab 1. Monat 1,45 € = 16 %
Ab 7. Monat 3,85 € = 45 %
Ab 12. Monat 6,15 € = 68 %

Neuer Zuschläge im M+E.Bereich unterste Tarifgruppe 9,40 € ab 01.04.2017

Ab 1. Monat 1,50 € = 16 %
Ab 7. Monat 4,00 € = 43 %
Ab 12. Monat 5,10 € = 54 %



Premutos1982 hat geschrieben:
Hat jemand Infos aus der IG BCE?

Die IGM war so nett und hat in dem TV Tarifplus für die IG BCE Branchenzuschläge in den Branchen Chemieindustrie, Kunststoffverarbeitung, Kautschuk und Kali + Salz erkämpft.

Schildhorster hat geschrieben:
Wie schön, dass noch nicht mal jemand hier im Forum weiß, was da eigentlich ratifiziert werden soll.

Wenn meine Beurteilung zu den erkämpften Branchenzuschlägen im Tarifplus richtig ist, dann ist es besser, wenn man nicht weiß, was dort ratifiziert wird.

_________________
Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 08.05.2017, 02:26 
Offline

Registriert: 16.01.2011, 08:24
Beiträge: 500
Die IGM hat im „Häuserkampf“ einen TV BZ abgeschlossen:

„Erstmals ist es der IG Metall in der niedersächsischen Kontraktlogistikbranche gelungen, einen Tarifvertrag für die Leiharbeitnehmer abzuschließen. Dieser Tarifvertrag sieht vor, dass Leiharbeitnehmer bei der Fa. Schnellecke ab dem ersten Tag ihrer Beschäftigung einen Zuschlag von 30 Prozent und ab dem 13. Monat von 60 Prozent auf ihr Grundentgelt erhalten. Für das Jahr 2017 liegen diese Werte übergangsweise bei 25 Prozent und 55 Prozent.“

Quelle: http://www.igmetall-nieder-sachsen-anha ... eitnehmer/

_________________
Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 12.05.2017, 16:04 
Offline

Registriert: 24.02.2007, 07:11
Beiträge: 293
Wohnort: Hamburg
"Die Arbeitgeber der Zeitarbeitsbranche, vertreten durch die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ), haben sich gemeinsam mit dem Vorstand der IG Metall auf eine Anpassung der Branchenzuschlagstarifverträge für Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie geeinigt. ..." So Informationen von BAP und iGZ auf personalorder.de am 12.05.2017:
http://www.personalorder.de/index.php?l ... _id=101233


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 12.05.2017, 21:12 
Offline
Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2545
Wohnort: Augsburg
Hallo piet,

Zitat:
"Die Arbeitgeber der Zeitarbeitsbranche, vertreten durch die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ), haben sich gemeinsam mit dem Vorstand der IG Metall auf eine Anpassung der Branchenzuschlagstarifverträge für Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie geeinigt. ..."

habe ich eben auch beim IGZ gelesen.

Erklärungsfrist bis zum 31. Mai 2017. Bin gespannt ob die TK sich dazu nochmals trifft und ob sie noch einen eigenen Senf dazu abgeben. Bei der 5.Zuschlagsgruppe gibt es eine Deckelungsregelung. Dazu war bisher zur 6. Zuschlagsgruppe nichts zu vernehmen. Die ersten 5 Zuschlagsregelungen 2012 verabschiedet sollen weitergelten bis Ende 2020. Ein TV also mit einer erweiterten Laufzeit von dann insgesamt 8 Jahren. Was soll das mit der angeblichen Annäherung an Gleiche Arbeit - Gleicher Lohn) zu tun haben? Jeder LAN der vor den neuen Höchstüberlassungsvorschriften (9 Monate, 15 Monate abgemeldet wird bekommt beim Neueinsatz eine saftige Quittung von bis zu über 30% Lohnsenkung.

Die TV BZ in der Leiharbeit wurden vom IGM-Vorstand allein verhandelt ohne jede Rücksprache mit anderen Gremien oder gar mal einer Nachfrage bei Betroffenen.

Diese 6. Zuschlagsgruppe hat ihre Grundlage im neuen AÜG. Schon im Referentenentwurf vom Februar 2016 z.B. unter http://werkvertrag-zeitarbeit.de/160217 ... arbeit.pdf ( auf Seite 2) war dies nachzulesen. Im Oktober hat dann der Vorstand der bayr. TK Metall sein jetziges Verhandlungsergebnis (65%) ohne vorherige Diskussion zur Abstimmung vorgelegt. Mitglieder der TK Leiharbeit erfuhren erfuhren erst von Mitgliedern der bayr. TK was der Vorstand schon seit Monaten im stillen Kämmerlein ausgebrütet hatte.

Gespannt bin ich nur noch was sich der Vorstand nach der Erklärungsfrist am 31. Mai für Ausreden einfallen läßt warum es genau so kommen mußte. Die übliche Begründung heißt regelmäßig "wir sind nicht mobilisierungsfähig". Das kann schon sein, aber wo hat es denn vom Vorstand im letzten Jahr auch nur den minimalsten Versuch gegeben dies mal ernsthaft zu diskutieren und Möglichkeiten von Protesten zu organisieren.

Zur Erinnerung: Bei den ersten Verhandlungen im Jahr 2012 in Frankfurt für Branchenzuschläge hat der Vorstand zur Unterstützung der Verhandlungskommission zu einer Protestveranstaltung am Verhandlungshotel aufgefordert. Gekommen sind ca. 300 LAN und Stammbeschäftigte. Das war sicher nicht überragend. Heute 2017 ist der Vorstand zufrieden wenn gar keiner kommt.

Es ist überdeutlich zu erkennen es geht nicht mehr um eine "Kampagne Leiharbeit" sondern: Wie verwalten wir das Elend Leiharbeit.

Karl


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 13.05.2017, 21:10 
Offline
Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2545
Wohnort: Augsburg
Hallo,

unter: https://www.igmetall.de/26-2017-25361.htm

teilt der Vorstand in einer Presseerklärung mit dem Titel: Mehr Geld für Leiharbeiter mit was er zu den Branchenzuschlägen ausgehandelt hat und warum.

Zwei highlights aus dem Text:
a) " Er gilt für rund 200 000 Leiharbeiter im Organisationsbereich der IG Metall."
Wieviele tatsächlich in den Genuß kommen darf man würfeln.

b) "Letztlich ist es besser, wenn Leiharbeiter bis zu 48 Monate in einem Betrieb mit guten Bedingungen und gutem Geld bleiben als nach Gesetz nach 18 Monaten abgemeldet, in einen schlechteren Betrieb versetzt zu werden und wieder deutlich weniger zu verdienen - oder gar arbeitslos zu werden", betont Hofmann.

Da stellt man sich die Frage: Wenn das so gut ist warum bei 48 Monaten aufhören. Nach dieser Logik denkt man sich, je länger umso besser? Andererseits wird es nur als Ausnahmezustand begründet.

Ein Beispiel dazu : Für die Airbus-Group ist ein neuer TV LeiZ abgeschlossen worden mit einer Höchstüberlassungsdauer von 36 Monaten. Die Airbus-Helicopters in Donauwörth die bisher eine Übernahmeregelung nach 5 Jahren (60 Monate) hatte, fällt jetzt auf 36 Monate zurück. Nach der Argumentation des Vorstands also eine Verschlechterung.

Jahrelang wurden die Entleih-BR vom Vorstand gemahnt Leiharbeit nicht als Dauerzustand zuzulassen und am besten gar keine reinzulassen. Die, die das geschafft haben müssen sich wie bekloppt vorkommen.

Aber inzwischen weiß sowieso jeder der es wissen will: Der neue TV LeiZ und der neue TV BZ sind eine einsame Geburt des Vorstands ohne jede Basisbeteiligung. Unter dem ehemaligen Vorsitzenden Detlef Wetzel war das noch differenzierter.

Karl


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 13.05.2017, 21:39 
Offline

Registriert: 26.05.2013, 22:34
Beiträge: 851
Ich denke das betrifft wenige Tausend Leiharbeiter.

Habt ihr bei der IG Metall nicnt den Beschluas Equal Pay vom ersten Tag an??

Wie stark ist die Differenz mit den 65% zuschlag zu stammis ca.?

_________________
...Staatshaushalt - Ein Haushalt in dem alle essen, aber niemand spülen will!

http://www.youtube.com/watch?v=ziDDgZdunF0


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 15.05.2017, 15:23 
Offline

Registriert: 24.02.2007, 07:11
Beiträge: 293
Wohnort: Hamburg
Die IG Metall hat noch einmal nachgelegt. In einer weiteren Pressemitteilung vom 13.05.2017 wird uns folgendes versucht zu erklären:

"(...) Mit den tariflichen Regelungen zur Leiharbeit werden die Bedingungen für die Leiharbeitnehmer gegenüber Gesetz (...) in entscheidenden Punkten verbessert:
1. Statt einer gesetzlichen Höchstüberlassungsdauer - die in der Regel lediglich bewirkt, dass der Leiharbeitnehmer durch den Entleiher vorher abgemeldet wird - setzen die Tarifverträge auf Übernahmeverpflichtungen. Damit stellt die IG Metall einen Fuß in die vom Gesetzgeber freigeschaltete "Drehtür".
2. Es wird gesichert, dass die Leiharbeitnehmer spätestens nach sechs Wochen mehr Geld erhalten und zügig genauso bezahlt werden wie ihre Kollegen.
3. Während sich die gesetzliche Höchstüberlassungsdauer ausschließlich auf den Leiharbeitnehmer bezieht, schreibt der Tarifvertrag fest, dass Leiharbeitnehmer nicht auf dauerhaft angelegten Arbeitsplätzen eingesetzt werden dürfen. In diesem Fall kann der Betriebsrat der Einstellung von Leiharbeitnehmern widersprechen.
4. Auf Basis der Tarifverträge können Betriebsräte per Betriebsvereinbarung die Bedingungen der Leiharbeit weiter verbessern.
Außerdem wurden die Branchenzuschläge für die Leiharbeit neu verhandelt. Dieses Paket sichert Leihbeschäftigten mehr Geld und bessere Perspektiven auf Übernahme. (...)"


Die gesamte PM: https://www.igmetall.de/neue-leiharbeit ... -25349.htm


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 17.05.2017, 22:26 
Offline
Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2545
Wohnort: Augsburg
Hallo Cid,
Zitat:
Habt ihr bei der IG Metall nicnt den Beschluas Equal Pay vom ersten Tag an??

Wie stark ist die Differenz mit den 65% zuschlag zu stammis ca.?

Die IGM eiert herum bei der Bestimmung was ist equal-pay (GLeicher Lohn, Gleiche Arbeit)

Wie stark die Differenz von 65 % zu den Stammis ist, ist unterschiedlich. Die bundesweiten Tariflöhne der Stammis sind regional unterschiedlich. Deshalb ist eine Prozentzahl (wie z.B. 65%) auf den Tariflohn der Leiharbeit niemals Ausdruck von Gleicher Lohn. Er ist eine Annäherung (der u.U. auch mal höher sein kann als der Tariflohn). Mit equal-pay wie vom BAG in der Vergangenheit rechtsgültig entschieden hat diese Prozentzahl nichts zu tun.

Nur zur Wiederholung: In der Beschlußvorlage des Vorstands im Oktober bei der bayr. TK Metall wurden diese 65 % als gesetzliches equal-pay bezeichnet.

Im neuen Flugblatt der IGM zu TV BZ liest sich das jetzt so: Neu ist die sechste Stufe
(65 Prozent), mit der Leiharbeiter dann das Niveau des Metalltarifs erreichen


Im link von piet: https://www.igmetall.de/neue-leiharbeit ... -25349.htm
heißt die Formulierung so:
Neu ist die sechste Stufe mit einem Branchenzuschlag von 65 Prozent, der Leihbeschäftigten ein Entgelt auf Niveau des Metalltarifs sichert.

In manchen Äußerungen der IGM ist die Rede vom tariflichen equal-pay. Das ist natürlich eine willkürliche Interpretation. Die IGM kommt damit den Leihbuden und deren Verbänden entgegen. Beim IGZ verwenden sie auch den Begriff (tarifliches equal-pay).
Beim BAP argumentieren sie so: Damit sind die Anforderungen des neuen Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) an die Zahlung eines gleichwertigen Entgelts mit vergleichbaren Stammbeschäftigten erfüllt...... Darüber hinaus wird der bürokratische Aufwand durch die pauschalen Aufschläge – im Gegensatz zu einer Einzelermittlung bei Equal Pay – erheblich eingedämmt.(Thomas Bäumer).

Die ZAF-Buden schlagen damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Der sogenannte bürokratische Aufwand ist für die natürlich mit Kosten verbunden und die wollen sie vermeiden und zum anderen ersparen sie sich damit die Verteuerung der Leiharbeit mit Sonderzahlungen jeder Art wenn Stammis solche erhalten.

Gegen eine 6. Zuschlagsgruppe habe ich keinen Einwand aber die iGM sollte sie als solche und nur als solche kenntlich machen und nicht von equal-pay , gleicher Lohn etc. schwafeln. Von einer Tarifkommission in der Leiharbeit erwarte ich, dass sie hier Klarheit einfordert aber das ist wohl zu viel verlangt. Sollte es so sein stellt sich die Frage: Wozu braucht man die ?

Karl


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 25.05.2017, 06:36 
Offline

Registriert: 24.02.2007, 07:11
Beiträge: 293
Wohnort: Hamburg
Hier jetzt die höchstoffizielle Information der IG Metall an alle, zu den Themen AÜG und Branchenzuschläge:
http://www.igmetall-hamburg.de/startsei ... iharbeiter


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 21.06.2017, 13:06 
Offline

Registriert: 08.11.2014, 11:21
Beiträge: 488
metallzeitung August 2013

Leiharbeiter bei Randstad haben häufig nichts zu lachen: Per Werkverträge umgeht das Unternehmen die Branchenzuschläge

Der neue Trick der Verleiher

Die IG Metall hat in den letzten Monaten tarifliche Branchenzuschläge für
Leihbeschäftigte durchgesetzt. Nach ersten Umfragen erhalten die meisten
Beschäftigten auch ihr Geld. Doch einige nicht: Ihre Leihfirmen umgehen
die Branchenzuschläge mit einem Trick. Häufig über Werkverträge

Stephan D.* ist Leihbeschäftigter bei Randstad.Und er arbeitet bei einem Maschinenteilehersteller.
Eigentlich müsste er die Branchenzuschläge nach IG Metall-Tarif erhalten, die seit November in
Metallbetrieben gelten. Kriegt er aber nicht. Er wird weiter mit neun Euro Stundenlohn abgespeist.
»Gleich acht hohe Leute kamen im November zu uns in die Gruppe und erklärten: Die Branchenzu-
schläge gelten hier nicht, weil Ihr über Werkvertrag arbeitet«, erinnert sich Stephan D. Keiner traute
sich, den Mund aufzumachen. Der Trick: Randstad hat eine Tochterfirma, die Randstad Outsourcing,
gegründet. Diese Tochter hat gleich einen ganzen Produktionsteil der Maschinenfirma übernommen,
per Werkvertrag. Dort arbeiten weiter Randstad-Leihbeschäftigte – aber eben nicht mehr direkt bei
der Maschinenfirma,sondern bei der Randstad Outsourcing, die nicht zur Metallbranchegehört. Also
gelten auch keine Branchenzuschläge.

Umgehen per Werkvertrag.
Insgesamt sind die IG Metall-Branchenzuschläge ein echter Erfolg. Der größte Teil der Leihbeschäftigten
bekommt mehr Geld. Das zeigen Umfragen der IG Metall im Rahmen ihres Reports Branchenzuschläge.
Doch der Report zeigt auch, dass Leihfirmen versuchen, die Branchenzuschläge zu umgehen.Etwa indem
sie mit Leihbeschäftigten neue Verträge abschließen,nach denen die Zuschläge mit Fahrgeld oder Schicht-
zulagen verrechnet werden.Und schließlich schwenken viele Firmen auch um auf Werkverträge. Das zeigt
das neue »Dossier Werkverträge« der IG Metall NRW mit Beispielen aus zahlreichen Betrieben:Die Anzahl
der Werkvertragsbeschäftigten nimmt zu. Und die Leihfirmen sind längst auf den Zug aufgesprungen. Die
Randstad Outsourcing etwa ist in vielen Betrieben dabei.

Im Internet florieren Seminare mit Titeln wie »Von der Arbeitnehmerüberlassung zum Werkvertrag«. Auch
Leihfirmen werben mit der Werkvertragsmasche: niedrigere Kosten, bequem, auch für die Produktion. Der
Verleiher Tuja lockt gar mit »Überlassung auf Werkvertragsbasis«. Verwegen. Denn eigentlich muss ein Werk-
vertrag ein eigenes abgegrenztes Werk umfassen.Schlichte »Überlassung« von Beschäftigten –also Leiharbeit–
per Werkvertrag ist eigentlich nicht rechtens. Die Masche ist in: »Die Zeitarbeit wird teurer. Einige werden ver-
suchen,dem über Werkverträge aus dem Weg zu gehen«, sagte der ehemalige Arbeitgeberpräsident Kannegiesser
schon vor einem Jahr voraus.

Mit Betriebsrat fairer.
In Betrieben, in denen die IG Metall stark ist und Betriebsräte die Tricks der Verleiher angehen, läuft es deutlich
besser. Hier kommen Leihbeschäftigte zu ihrem Recht. Auch das zeigt der Report Branchenzuschläge. Und auch
Werkverträge sind in den Griff zu bekommen. Dazu zeigt das Dossier Werkverträge viele Beispiele. Etwa in dem
Betriebsräte es schaffen, Werkverträge in Leiharbeit umzuwandeln

Auch Stefan D. geht nun mit der IG Metall vor Gericht gegen Randstad vor.Obwohl er nun rumgeschubst und
gemobbt wird. Er hat die Nase voll. »Ich reiße mir seit zig Jahren für die den Hintern auf. Und seit dem warte
ich auch auf mehr Geld. Ich will nicht mehr kuschen.«
*Name wurde von der Redaktion geändert

Hierzu ein Leserbrief in der Ausgabe 09.2013 :
Per Werkvertrag vera...t
metallzeitung 8/2013,

Der neue Trick der Verleiher

Ich war selbst über Randstad befristet bei einer Metallfirma beschäftigt,für
8,19 Euro Stundenlohn. Ich musste oft Schichten wechseln und samstags
arbeiten. Dennoch wurden mir monatlich nur 130 Stunden bezahlt und
der Rest auf ein Zeitkonto übertragen. Erst einen Tag vor Ende meines
Vertrags erhielt ich von Randstad einen Brief, dass der
Vertrag nicht verlängert wird.
Von meinem Urlaub und meinen 90 Stunden
auf dem Zeitkonto habe ich nichts bekommen. Und schon gar keine Bran-
chenzuschläge. In meinem Arbeitsvertrag steht:›Bei Werkverträgen finden
Branchenzuschläge für Arbeitnehmerüberlassung in der Metallindustrie
keine Anwendung
‹. Dass ich über Werkvertrag beschäftigt war, hatte mir
keiner gesagt.
Michael D.
____________________________________________________________________________________________________
Hallo Leute,
den Artikel habe ich durch Zufall gefunden. Der Artikel ist zwar schon alt,
ich gehe jedoch davon aus, dass heute immer noch so rumgetrixt wird.
Und das ganze nach wie vor auf dem Rücken der Schwächsten. :twisted: :twisted: :twisted: :twisted:

_________________
Die Leiharbeit ist eine Maschinerie,
in die du als Schwein reingehst und
als Wurst rauskommst


Zuletzt geändert von challenger am 21.06.2017, 23:51, insgesamt 3-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 21.06.2017, 15:09 
Offline

Registriert: 23.04.2017, 11:38
Beiträge: 29
Wohnort: Berlin
Zitat Michael D :
Erst einen Tag vor Ende meines Vertrags erhielt ich von Randstad einen Brief, dass der Vertrag nicht verlängert wird.

Sorry Michael,so ist das nun mal in der Leiharbeit.

Der Moor hat seine Schuldigkeit getan.Der Moor kann gehen. :twisted: :twisted: :twisted:

_________________
»Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse,
aber nicht für jedermanns Gier.«

Mahatma Gandhi


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 16.07.2017, 10:40 
Offline

Registriert: 16.01.2011, 08:24
Beiträge: 500
Premutos1982 hat geschrieben:
Wie ist der Stand der Dinge in anderen Branchen? Hier im Bereich Köln/Leverkusen ist der Bereich IG BCE sehr interessant. Gelesen hab ich hierzu nichts.


Auch hier wurde ein BZ erkämft. Zitat Der Tagesspiegel:

„* Kernpunkte der Anpassung des Branchenzuschlagstarifvertrags für die Chemische Industrie (TV BZ Chemie) sind die Einführung einer neuen 6. Branchenzuschlagsstufe nach dem 15. vollendeten Einsatzmonat für die Entgeltgruppen EG 1 bis EG 5 sowie die erstmalige Einführung von Branchenzuschlägen für die übrigen Entgeltgruppen EG 6 bis EG 9. Der Branchenzuschlag auf das tarifliche Entgelt beträgt nach dem 15. vollendeten Einsatzmonat:
- in den Entgeltgruppen 1 und 2: 67 % - in den Entgeltgruppen 3, 4 und 5: 45 %
Für die Entgeltgruppen 1 und 2 wurde zudem vereinbart, dass sich der Branchenzuschlag in der fünften Branchenzuschlagsstufe (nach dem 9. vollendeten Einsatzmonat) ab dem 1. Juli 2018 von derzeit 50 % auf 53 % erhöht.
* Für die Entgeltgruppen 6 bis 9, für die bislang keine Branchenzuschläge galten, beträgt der Branchenzuschlag auf das tarifliche Entgelt:
- nach 6 vollendeten Einsatzwochen: 4 % - nach 3 vollendeten Einsatzmonaten: 6 % - nach 5 vollendeten Einsatzmonaten: 8 % - nach 7 vollendeten Einsatzmonaten: 16 % - nach 9 vollendeten Einsatzmonaten: 20 % - nach 15 vollendeten Einsatzmonaten: 24 %

Quelle: http://www.tagesspiegel.de/advertorials ... 88142.html

PS: Hat der Tagesspiegel lediglich eine Pressemitteilung vom BAP wörtlich wiedergegeben?

_________________
Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 30 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de