ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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BeitragVerfasst: 10.02.2009, 17:32 
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jobber hat geschrieben:
Hallo Karl @ Alle,

ich habe Mail gleichen Inhalts bekommen.

War nicht anders zu erwarten.


Das muss man sich mal reinziehen. Der BVD erfasst mit seinem Tarifvertrag wenn es hoch kommt 4000 ArbeitnehmerInnen. Woanders ist das ein Betrieb und da spricht die CDU von einem repräsentativen Flächentarifvertrag.

Stand da nicht was, dass wenn mehr als 50% der Arbeitnehmer durch einen Tarifvertrag erfaßt werden kann ein Mindestlohn ins Entsendegestz aufgenommen werden.

Das nennt man wohl wortbruch.

Oder anders, die Interessen gewisser Arbeitgeber ist bei weiten Teilen der CDU höher angesiedelt als die interessen der Bürger. Da kümmert einen auch nicht internationale Verträge oder gar die eigene Verfassung.

Hoffe Karl ihr wählt den ab!

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

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BeitragVerfasst: 10.02.2009, 18:50 
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Hallo,

den "Mindestlohn" wird es mit dem Konjunkturpaket II wohl nicht geben:
http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... hn;2147322

Zitat: "..Wie das Handelsblatt am Montag aus Kreisen der Regierungskoalition erfuhr, gibt es zwischen Union und SPD nach wie vor erhebliche Differenzen darüber, wie die Lohnuntergrenze für Zeitarbeiter konkret geregelt werden soll. Damit besteht nun zumindest keine Aussicht mehr, dass die Neuregelung - wie eigentlich geplant - zusammen mit dem Konjunkturpaket II noch in dieser Woche vom Bundestag verabschiedet wird..."

Auf Grund der in den AV genannten TV und der Lohnhöhen hätte so ein "Mindestlohn" für bestehende LAN keinerlei Auswirkung und bei Neueinstellungen ab dem 01.01.2009 haben wir ja eh die Nachwirkungsproblematik in Bezug auf den BZA- und IGZ-TV.

Mal abwarten was aus der Klage von verdi wird.

Gruß

Juergen1


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BeitragVerfasst: 10.02.2009, 22:43 
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karla hat geschrieben:
@sleepy5580
Zitat:
...und was ist dann mit Haustarifverträgen die da noch drunter liegen Geschockt dürfen die dann verdrängt werden?

Nach Aussage von Brauksiepe ja.

Karl


Dazu sag ich dann mal nur entweder Tarifautonomie garnicht "brechen" oder sinnvoll. wobei ich mal ehrlich bin mir spätestens ab Juli der AMP-Tarif als "Mindestlohn" lieber wäre als der des BZA.


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BeitragVerfasst: 11.02.2009, 21:26 
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sleepy5580 hat geschrieben:

Dazu sag ich dann mal nur entweder Tarifautonomie garnicht "brechen" oder sinnvoll. wobei ich mal ehrlich bin mir spätestens ab Juli der AMP-Tarif als "Mindestlohn" lieber wäre als der des BZA.


Hallo Sleepy,

du bist nicht mehr auf dem laufenden. Die CDU will den BVD/CGZP Vetrag zur Grundlage nehmen. Und bitte nicht nur Entgelttabelle vergleichen.
Absenkungsklauseln Zuschläge usw. auch beachten.

Mir wäre der iGZ Tarif lieber wenn ich schon die Wahl zwischen Pest oder Cholera treffen soll.

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

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BeitragVerfasst: 11.02.2009, 23:04 
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die 9,5% sind mir bekannt die hab ich hinter mir ... dir ist aber auch der §8.6 bekannt ;), das weiss ich und den hab ich dagegengerechnet

und mit dem BVD hatte ich ja schon gepostet warum der genommen wird aber ich bezeichne einen 4000 LAN-Vertrag nicht als Flächentarifvertrag da könnt ja meine ZAF nen Haustarifvertrag machen und wär dann schon ein Flächentarifvertrag ;)


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BeitragVerfasst: 12.02.2009, 10:20 
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Hallo sleepy5580,

Zitat:
die 9,5% sind mir bekannt die hab ich hinter mir ... dir ist aber auch der §8.6 bekannt Winken, das weiss ich und den hab ich dagegengerechnet


Nach dem alten TV Mindestarbeitsbedingungen zwischen DGB und BZA/IGZ wäre die Anrechnung des § 8.6 nur noch möglich gewesen bis zur Höhe des vereinbarten Mindestlohnes (7,31 Euro).
Alle Tarife darunter hätten angehoben werden müssen und der BZA hätte die § 8.6 Verrechnung nicht mehr darunter ausdehnen können.


Karl


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 Betreff des Beitrags: Mindestlohn, Mindesthohn oder was soll die Diskussion?
BeitragVerfasst: 09.03.2009, 13:49 
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Hallo Leute, nach langer Zeit muss ich mal wieder was dazu sagen.

Also wenn ick mir det richtig bekieke, kommt mir det vor, wie eine Riesenverars.... und ein manigfaltiges Ablenkungsmannöver.

Glaubt eigentlich irgend jemand, dass die Lobbyisten zulassen - dass sie es zulassen werden, dass auch nur "Ein Cent" vom ihrem Gewinn in unsere Gehaltstasche abfliesst?
All das Gewäsch von wegen Mindestlohn, als das Geplänkel von wegen Equal Pay, ist doch alles Fern jeder Wahrheit und wenig Ehrlich.
Für die paar Leiharbeiter, die bei namhaften Konzernen gearbeitet haben, konnten die Gewerkschaften was wuppen (Equal Pay Lösungen), okay. Dabei wrid aber vergessen, dass mehr als 2 Drittel der Beschäftigten nix,
aber auch gar nix davon haben. Denn sie haben nicht das Glück, bei Leuchtturmbetrieben" zu arbeiten (wie z.B. Automobilbranche).

Das trifft genauso auf diese "Schwachsinnskonstrukt" Kurzarbeit zu. Welche Leihbude wird das denn wohl nutzen? Getroffen wurde diese Regelung ursprünglichfür ganze 250 Beschäftigte von Addecco, die bei Ford Köln gearbeitet haben. Mehr als 80 Prozent der betroffenen Leihbuden werden die Leute lieber entlassen, als "diesen Ballast", der wie Blei auf den Konzernabschlüssen lastet, weiter mit durch zu schleifen.

Es tut sich doch auch immer noch zuwenig bei den Betriebsräten in den Entleihbetrieben (Leiharbeit zu organisieren, im Betrieb). Neue Betriebsräte bei der Leiharbeit sind auch weiterhin die Ausnahme.

Der Gesetzgeber wird keine "gleiche Bezahlung für gleiche Leistung" umsetzen, denn die Lobbyisten sitzen überall und "Addecco-Clement" ist nur einer davon. Ihre Gewinne werden sie nicht opfern! Die wohlfärigen Unterstützer sind leider auch bei Gewerkschaftern zu finden. Dahinter steckt das Dilemma, der Erwerbsgesellschaft!

Solange wir tatsächlich glauben, bei so hoher Produktivität, eine Vollbeschäftigung zu erreichen ohne Umverteilung, verschliessen wir die Augen vor derRealität. Wenn die jetzige Diskussion zu einem Mindestlohn führen sollte, was wäre das den für einer?
Alles was unter 8 Euro läuft bedeutet doch, trotzdem zum Amt zu gehen!

Letztendlich ist die Frage Mindestlohn eine gesellschaftliche Frage und solange diese Dikussion von "Angst oder Arrogranz" geleitet wird, werden wir keine akzeptable Regelung haben.
Die einen müssten etwas abgeben, damit andere was bekommen!
Zur Zeit kann ich nicht erkennen das diejenigen, die eine Erwerbsarbeit bei "noch" guter Bezahlung haben, davon etwas abgeben werden. Letztendlich werden auch solche Ideen nur benutzt und führen nicht weiter.

Der Zwischenhandel für Arbeitsleistung (also Leiharbeit) wird auf diese weise nicht reguliert und er wird weiterwachsen. Solange wir nicht bereit sind die Wirtschaft entsprechend zu regulieren, werden wir "Sklaven" sein!

---

Ausbeutbarkeit ist das Grundprinzip der Verwertungsgesellschaft und Leiharbeit ist nur eine Facette davon, Verschuldung eine weitere.
Im Alter oder bei Krankheit, auch bei hoher Produktivität stellt sich die
Frage, wie wir mit denen umgehen, die nicht im Erwerbsprozess stehen?
In der Verwertungsgesellschaft sind sie ein Kostenfaktor.

Wir können nur gewinnen, wenn wir eine humanstisch geprägte
Grundsatzdiskussion führen, die auf ehrlichen Argumenten und sachlichen
Betrachtungen beruht.
Ansätze bieten die Kampagnen des DGB und der Einzelgewerkschaften über "Gute Arbeit" oder "Gutes Leben". Wobei die Arbeitstitel ein wenig
weltfremd anmuten, gerade wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass wir gerade zur Zeit über vielleicht den Verlust von mehr als 1 Millionen Arbeitsplätze sprechen.
---

Viel Grüsse aus berlin. von einem der nicht einem berlinert!


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 Betreff des Beitrags: Zum 1. zum 2. und zum Letzten
BeitragVerfasst: 24.03.2009, 11:19 
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Hallo,

zum vorletzten Mindestlohnvorschlag des Bundesarbeitsministers schrieb mir der MdB Brauksiepe Anfang Februar nachzulesen unter: http://www.igmetall-zoom.de/Forum/viewt ... 1&start=60 (vorletzter Beitrag)

Ich hoffe, dass die SPD zu der im Koalitionsausschuss getroffenen Verabredung steht und dass wir noch zu einer guten Lösung kommen können.

jetzt kann man unter: http://de.reuters.com/article/domesticN ... 4620090322 folgendes lesen:

Der CDU-Arbeitsmarktexperte verwies auf den Tarifvertrag der Christlichen Gewerkschaften (CGZP) mit der Bundesvereinigung Deutscher Dienstleistungsunternehmen. Dieser gilt zwar nur für einige tausend Beschäftigte, sieht aber von den bestehenden Flächentarifen den niedrigsten Lohn vor, der ab Juli bei 7,32 Euro im Westen und bei sechs Euro im Osten liegen soll. "Es bleibt bei dem, was verabredet ist", sagte Brauksiepe. "Wir wollen eine Lohnuntergrenze finden, die keinen Flächentarifvertrag verdrängt. Dann wären wir bei 7,32 Euro im Westen und im Osten bei sechs Euro."

Jobber und ich haben Brauksiepe schon im Februar eine mail in der Angelegenhei geschickt. Vielleicht bringen auch noch einige andere es fertig ihm mal die Meinung zu geigen.

Hier die E-Mail Adresse von MdB Brauksiepe. ralf.brauksiepe@wk.bundestag.de

Karl


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BeitragVerfasst: 24.03.2009, 22:06 
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Hallo Karl,

Du solltest dabei jedoch nicht vergessen, das
1. der alte Mindestlohn-TV seit 01.01.2009 nicht mehr existiert und
2. der Entgelt-TV BZA nur in der Nachwirkung ist (sprich gekündigt ist)

Damit könnten lediglich der IGZ-TV oder AMP-TV als gültige Gesamt-TV als allgemeinverbindlich erklärt werden und damit dann ins AEntG aufgenommen werden.

Der Mindestlohn-TV BZA/IGZ vom 30.05.2006 kann jedenfalls auf keinen Fall als allgemeinverbindlich erklärt werden, da dies nur auf gültige TV zutrifft, aber nicht auf ungültige TV.

Gruß

Juergen1


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BeitragVerfasst: 25.03.2009, 23:53 
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Nachtrag für Karl:

der Entgelt-TV des IGZ-TV wurde auch gekündigt.

Insofern könnte also derzeit kein TV der mit den DGB-GW ausgehandelt wurde, als allgemeinverbindlich erklärt werden (auch wenn es Scholz gerne so hätte).

Bleibt also nur der AMP-TV, bis es wieder neue Entgelt-TV im BZA-, und IGZ-TV gibt oder einen gemeinsamen Mindestlohn-TV BZA/IGZ.
Das ist jedoch wohl im Moment sehr unwahrscheinlich.

Meine Darstellung heißt nicht, das ich den AMP-TV für richtig halte.

Gruß

Juergen1


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BeitragVerfasst: 26.03.2009, 06:40 
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Und beim AMP kommt es drauf an dann da die EG1 oder die EG1 -9,5% davon genommen wird wenn EG1 dann wär der ja ab Sommer sogar höher als der BZA nach aktuellem Stand ;)


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 Betreff des Beitrags: Schaukampf um Mindestlohn in der Leiharbeit
BeitragVerfasst: 26.03.2009, 10:33 
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Wenn die Regierung den wirklichen willen hätte den alten Mindestlohn TV über das Entsendegeetz in Kraft zu setzen bin ich mir sicher würde man schnell einen neuen solchen TV hin bekommen.

Statt dessen will man jetzt aber den schlechtesten Flächentarif über eine Lohnuntergrenze ins AÜG schreiben.

Zur Erinnerung, die CDU lehnt das Entsendegesetz ab wegen Eingriff in die Tarifautonomie.
Aber eine Lohngrenze im Gesetz ist also kein Eingriff?

Abgesehen davon, dass der BZA ja klar erklärt hat wie er Tarifautonomie in der Leiharbeit versteht. Wenn die Lohnuntergrenze kommt wollen sie ihren Tarifvertrag entsprechend abgesenkt haben.

Damit liebe CDU würde der DGB Tarif verdrängt werden. Wie war das, es darf kein Flächentarif verdrängt werden?

Die SPD hat sich hiermeiner Meinung nach über den Tisch ziehen lassen.
Oder ist das Wahltaktik?

Wenn unser Arbeitsminister wirklich was tun wollte für die Beschäftigten in der Leiharbeit und den schwarzen Scharfen ans Leder will soll er lieber dafür sorgen, dass die Durchführungsanweisung der Arbeitsagentur so gestaltet wird, dass die BA auch wirklich Aufsichtsbehörde sein kann.

Im Gesetz steht: Wer gegen geltendes Recht verstößt, dem ist die Zulassung zu entziehen.

Im Gesetz steht nichts von Verhältnismäßigkeit oder Zukunftsprognose usw.

Es kann doch nicht sein, dass Verleihern Gesetzesverstöße noch und nöcher nachgewiesen werden aber die BA sie weiter arbeiten läßt.

In was für einer Bananenrepublik leben wir denn?

Ein Mindestlohn auf Basis des niedrigsten Flächentarifvertrages dieser Pseudogewerkschaften nützt kaum jemanden.

Also Herr Scholz, lassen sie das gelänkel sein und handeln sie. Dafür brauchen sie keinen Bundestagsbeschluss. Sie müssen nur ihre Arbeit tun.

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26.03.2009, 23:31 
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Hallo Christian,

Zitat:
...bin ich mir sicher würde man schnell einen neuen solchen TV hin bekommen.


Mag sein, aber ohne einen gültigen TV (Mindestlohn, Entgelt-TV BZA und IGZ) kann es keine Allgemeinverbindlichkeit geben.

Zitat:
Wenn die Lohnuntergrenze kommt wollen sie ihren Tarifvertrag entsprechend abgesenkt haben.


Was der BZA will und dann mit den DGB-GW ausgehandelt wird, sind 2 verschiedene Dinge. Klar ist jedoch, das ein in einem AV genannter Lohn nicht einfach abgesenkt werden kann.
Warum sollte sich die TG des DGB auch darauf einlassen?
Die bis heute noch fehlenden Branchenzuschläge stehen doch noch auf euer Agenda, oder?

Ich denke, das im Moment nur der AMP-TV für allgemeinverbindlich erklärt werden könnte, was ich ja schon begründet habe (soll jedoch nicht heißen, das ich den AMP-TV gut finde).

Zitat:
..soll er lieber dafür sorgen, dass die Durchführungsanweisung der Arbeitsagentur so gestaltet wird, dass die BA auch wirklich Aufsichtsbehörde sein kann.


Da gebe ich Dir völlig recht, aber auch im Aufsichtsrat der Bundesagentur sitzen Arbeitnehmervertreter die Druck machen könnten, aber es bis dato in Bezug auf die nachweislich mangeöhafte Überwachung des AÜG bis heute nicht getan haben (siehe Abbau der Prüfbeamten von 101.5 auf 77 Prüfer).
Ohne Kenntnis der Arbeitnehmervertreter ist das ja nicht gelaufen.

Zitat:
Im Gesetz steht: Wer gegen geltendes Recht verstößt, dem ist die Zulassung zu entziehen.
Im Gesetz steht nichts von Verhältnismäßigkeit oder Zukunftsprognose usw.


Da hast Du völlig recht, jedoch müssen die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Bundesagentur aber auch dann endlich einmal dazu etwas tun und nicht nur zuschauen.

Zitat:
Es kann doch nicht sein, dass Verleihern Gesetzesverstöße noch und nöcher nachgewiesen werden aber die BA sie weiter arbeiten läßt.


Aus diesem Grund helfen ja auch nur noch Klagen und Anzeigen, wie ich bereits seit langer Zeit schreibe.

Zitat:
Ein Mindestlohn auf Basis des niedrigsten Flächentarifvertrages dieser Pseudogewerkschaften nützt kaum jemanden.


Das ist richtig, jedoch habt ihr es als GW auch in der Hand, das zu ändern
(Klagen, Anzeigen und evtl. politische Streiks).
Ich denke jedoch nicht, das die GW-Bosse das tun werden, da sie noch viel zu sehr an der Agenda 2010 von Schröder hängen.

Gruß

Juergen1


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 Betreff des Beitrags: Re: Schaukampf um Mindestlohn in der Leiharbeit
BeitragVerfasst: 27.03.2009, 23:21 
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Iwanowski hat geschrieben:
Es kann doch nicht sein, dass Verleihern Gesetzesverstöße noch und nöcher nachgewiesen werden aber die BA sie weiter arbeiten läßt.

Hi Christian,

das BMAS hält offensichtlich seine Behörden an, bei Verstößen wegzuschauen. Oder anders gesagt: Die Leihbuden haben Narrenfreiheit.

Ganz besonders deutlich wurde das gerade erst in den Branchen mit Sofortmeldepflicht und Ausweispflicht (z.B. Baugewerbe, Gebäudereinigung...). Dort sind alle Arbeiter vor Beginn der Tätigkeit anzumelden und müssen ihren Personalausweis mitführen. Bei Zuwiderhandlung drohen Bußgelder, auch für die Arbeitnehmer.

Aber natürlich hat Scholz sofort sein schützendes Händchen über die Leihbuden gelegt: Die Pflicht beschränkt sich auf das Stammpersonal der Betriebe. Eingesetzte Leiharbeiter können nachgemeldet werden und müssen sich auch nicht ausweisen.

So werden natürlich die Kontrollen des Zolls durch das BMAS sabotiert. Es ist einfach unfassbar!

Viele Grüße

D.F.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 28.03.2009, 09:20 
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Juergen1 hat geschrieben:
Da gebe ich Dir völlig recht, aber auch im Aufsichtsrat der Bundesagentur sitzen Arbeitnehmervertreter die Druck machen könnten, aber es bis dato in Bezug auf die nachweislich mangeöhafte Überwachung des AÜG bis heute nicht getan haben (siehe Abbau der Prüfbeamten von 101.5 auf 77 Prüfer).
Ohne Kenntnis der Arbeitnehmervertreter ist das ja nicht gelaufen.
...Gruß

Juergen1


Da wäre ich mir nicht so sicher. Beispiel Branchengespräch BA mit den Verleihern. Da werden neue Zusammenarbeitsformen beschlossen und die Sozialpartner erfahren es aus der Presse. Dieses Aufsichtsgremium bekommt meist nur Infos aber echte Mitbestimmung oder Einfluß ...

Das ist wie die Schrödersche Politik. Sprich mit deinen Gegnern, entscheide alleine und sage hinterher ihr wart beteiligt.

Pseudodemokratie nennt man so was.

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 28.03.2009, 11:54 
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Hallo Christian,

Zitat:
Dieses Aufsichtsgremium bekommt meist nur Infos aber echte Mitbestimmung oder Einfluß ...


Wenn es so ist, dann stellt sich für mich die Frage, warum diese Arbeitnehmervertreter das nicht öffentlich machen und sich dagegen wehren (also ihr gesetzliches Recht der Mitbestimmung einzufordern).

Ich habe jedensfalls nichts davon gelesen, das die Arbeitnehmervertreter der Bundesagentur sich einmal kritisch über die (seit zig Jahren!) völlig unzureichende Überwachung des AÜG öffentlich geäussert hätten und dazu gesagt haben, wie sie das in Zukunft durch ihre Mitbestimmung ändern wollen.

Warum schweigen also die Arbeitnehmervertreter der Bundesagentur?

Keine Courage oder SPD-Parteibuch in der Tasche?

Gruß

Juergen1


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 28.03.2009, 13:13 
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Juergen1 hat geschrieben:
Warum schweigen also die Arbeitnehmervertreter der Bundesagentur?

Keine Courage oder SPD-Parteibuch in der Tasche?

Gruß

Juergen1


Frau Buntenbach hat ein grünes Parteibuch.

Ob Sie wirklich immer so schweigen weiß ich nicht, mit den Vertretern hier in NRW habe ich bereits letztes Jahr darüber diskutiert. Aber das sind die BAs vor Ort.
Bundesebene muss das sicher intensiviert werden. Wegen diesem komischen Branchentreff habe ich jedenfalls mal kritisch nach gefragt.

Kann ich jedem nur empfehlen seine Leute anzuhauen. Steter Tropfen hölt den Stein.

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22.04.2009, 20:28 
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"Merkel schließt Einigung bei Jobcentern und Zeitarbeit aus

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine Einigung mit der SPD in zwei zentralen Streitpunkten endgültig ausgeschlossen. Die Neuregelung der Jobcenter und Mindestlöhne für Zeitarbeiter würden in dieser Legislaturperiode definitiv nicht mehr entschieden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel schließt eine Einigung bei Jobcentern und Zeitarbeit aus. Die Neuregelung der Jobcenter und Mindestlöhne für Zeitarbeiter würden in dieser Legislaturperiode definitiv nicht mehr entschieden, sagte die CDU-Vorsitzende am Dienstag nach Angaben von Teilnehmern vor der Unionsfraktion in Berlin. Damit wies sie Forderungen von SPD-Chef Franz Müntefering zurück, der bis zuletzt eine Lösung bei diesen Themen gefordert hatte.

Die Neuorganisation der Jobcenter ist nach Überzeugung der Union erst in der nächsten Legislaturperiode möglich. Da sich Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) im Ringen um einen Mindestlohn für Zeitarbeiter ebenfalls nicht an die Koalitionsvereinbarung halte, werde es auch in dieser Frage keine Verständigung mehr geben, sagte die CDU-Vorsitzende den Angaben zufolge.
....
Auch Mindestlohn wäre überraschend gewesen

Auch die Vereinbarung eines Mindestlohns für die rund 700.000 Zeitarbeiter noch vor der Bundestagswahl wäre überraschend gewesen. Vor knapp einem Monat hatte Scholz seinen «sechsten und letzten» Entwurf dazu vorgelegt. Allerdings hätten die von der Union abgelehnten fünf Vorgängerversionen bereits den Koalitionsvorgaben entsprochen, erklärte er. Der Vorschlag von Scholz sah einen Mindestlohn im Westen von etwas über 7,30 Euro vor. .."

http://www.derwesten.de/nachrichten/nac ... etail.html


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 14.01.2010, 00:18 
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Beiträge: 1566
Wohnort: Augsburg
Hallo,

Mindestlohn endlich in Sicht.

Unter: http://www.abendblatt.de/wirtschaft/art ... oehne.html

bietet der BZA
Zitat:
"Wir brauchen einen Mindestlohn im Arbeitnehmerentsendegesetz, der für alle Beschäftigte in der Zeitarbeit gilt", sagte der BZA-Präsident Volker Enkerts dem Abendblatt. Vorstellbar sei ein Mindeststundenlohn von 7,31 bis 8 Euro.


7,31 Euro damit ist der BZA endlich beim AMP gelandet.

Von den 8 Euro sollte man sich nicht täuschen lassen. Vermutlich beziehen sich die 7,31 auf Ungelernte und die 8 Euro auf Facharbeiter.


Karl


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 14.01.2010, 08:26 
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Oder die Differenz wird als "übertarifl. Zulage" deklariert. Arbeitest du, bekommst du 8 EUR, bist du zu Hause (krank, Urlaub ...) nur 7,31 EUR.

Im Westen nichts Neues.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn nicht in Sicht
BeitragVerfasst: 26.03.2010, 10:54 
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Beiträge: 1135
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Zitat: "CGZP fordert DGB und Arbeitgeberverbände zu Verhandlungen für einen Mindestlohntarifvertrag auf!
Berlin, den 25. März 2010. In einem Brief an die Vorstände der Arbeitgeberverbände in der Zeitarbeit und den Bereichsleiter für Tarifpolitik des DGB hat die Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und PSA zu Verhandlungen um einen gemeinschaftlichen Mindestlohntarifvertrag für die Zeitarbeit aufgefordert. Nachfolgend der Wortlaut dieses Briefes:

Sehr geehrte Frau Durian, sehr geehrter Herr Enkerts, sehr geehrter Herr Mumme, sehr geehrter Herr Junge, sehr geehrter Herr Dombre,

zum 01. Mai 2011 wird die Arbeitnehmerfreizügigkeit aus den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union in die Bundesrepublik Deutschland unbegrenzt geöffnet. Das kann Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt haben, denn die Lohnniveaus innerhalb der Europäischen Union sind sehr unterschiedlich. Gerade in den Mitgliedsstaaten in Ost- und Mitteleuropa liegen die Löhne um ein Vielfaches niedriger, als in der Bundesrepublik Deutschland. Zum Schutze der deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Wettbewerbern aus dem europäischen Ausland kann der Bundesarbeitsminister Mindestlohnverordnungen über das Arbeitnehmerentsendegesetz erlassen.

Die Hürden für eine solche Rechtsverordnung sind hoch. Das ist ein Grund, warum dieser Verfahrensweg politisch umstritten ist. Für die Branchen, für die er gewählt worden ist, hat er aber bewiesen, dass er tauglich ist, um inländische Arbeitsplätze vor Lohndruck aus dem europäischen Ausland zu schützen.
Für die Zeitarbeit hat es in den vergangenen Jahren immer wieder Versuche gegeben, einen Mindestlohn nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz einzuführen. Unterschiedliche Gründe haben dazu geführt, dass diese Versuche bislang erfolglos geblieben sind. Der Gesetzgeber hat deshalb mehrfach an alle Tarifvertragsparteien appelliert, mit einem gemeinsamen Mindestlohntarifvertrag die Grundlage zu schaffen, um eine Rechtsverordnung erlassen zu können.

Die Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaft für Zeitarbeit und PSA (CGZP) steht nach wie vor für eine konstruktive Lösung. Deshalb muss es jetzt gelingen, dass ein gemeinschaftlicher Mindestlohntarifvertrag zwischen allen vier Flächentarifvertragsparteien auf Arbeitgeberseite und den beiden Gewerkschaftsblöcken auf Arbeitnehmerseite zustande kommt. Deshalb fordern wir Sie auf, sich mit uns gemeinsam an einem Tisch zu setzen, um über einen gemeinsamen Mindestlohntarifvertrag zu verhandeln."


http://www.cgb.info/cgzp/c_aufforderung.php

Frage mich schon seit einiger Zeit, wird da der Saulus zum Paulus? Passt ja zu den Christen :)

Hier müssen sich jetzt mal ALLE an einen Tisch setzten. Und das finde ich gut so. Die Betonköpfe in den einzelnen Lagern müssen sich ihre Birnen weichklopfen.

_________________
Gruß

Jobber

"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier."

- Mahatma Gandhi (indischer Politiker (1869-1948))


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn nicht in Sicht
BeitragVerfasst: 26.03.2010, 11:11 
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@ jobber

Da gebe ich dir Recht es ist schon überaus verwunderlich was derzeit von christlichgewerkschaftlicher Seite gemacht wird man könnte fast meinen die Rollen wären vertauscht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn nicht in Sicht
BeitragVerfasst: 26.03.2010, 18:04 
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Hmm, nicht das der IGM so die Mitglieder abgeworben werden und ihr eine feindliche Übernahme bevorsteht ... :roll: (kleiner Scherz am Rande)

_________________
... voll im Streß und unterbezahlt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn nicht in Sicht
BeitragVerfasst: 29.03.2010, 09:43 
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sleepy5580 hat geschrieben:
@ jobber

Da gebe ich dir Recht es ist schon überaus verwunderlich was derzeit von christlichgewerkschaftlicher Seite gemacht wird man könnte fast meinen die Rollen wären vertauscht.



Wohl eher Schaulaufen, da gab es schon früher Gespräche zu aber der AMP hat stets alles abgeblockt.
Mal sehen wie erst ihnen das wirklich ist. Bisher waren das alles PR Tricks um gut dazustehen.

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

Düsseldorf


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn nicht in Sicht
BeitragVerfasst: 29.03.2010, 22:43 
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Seit einiger Zeit fällt auf, dass die CGM ihre "Tarifsünden" der jüngeren Vergangenheit korrigieren will. War im Handwerk ganz gut zu beobachten, wo sie zum Teil recht aggressiv angetreten ist und in eigentlichen schon ganz ordentlichen TV (z.B. Elektrohandwerk Bayern) deutliche Verbesserungen durchgesetzt hat.

Der Angriff auf die Absenkungen in der Leiharbeit (CGZP 9,5%, BZA 25%) kam ganz eindeutig von dort und war nicht so überraschend, aber genau die Abschaffung ist der Durchbruch für den Mindestlohn. Der DGB ist notgedrungen mitgegangen, also sollte der Weg frei sein.

Man kann nur hoffen, dass der DGB jetzt im Sinne der untersten Lohngruppen (nur um die geht es!) jetzt nicht in ideologisches Palaver verfällt, sondern die Chance zum Mindestlohn nutzt. Wobei ich da so meine Zweifel habe, nach der peinlichen BZA-DGB Vorstellung.

Immer dran denken: Der Mindestlohn entbindet nicht vom equal-pay, er beschreibt nur Mindestbedingungen. Tarifverträge, die vom equal-pay abweichen können, sind zusätzlich zu verhandeln (IGZ ist immer noch ohne gültigen Fahrschein).

Also nehmt endlich Verhandlungen auf.

Viele Grüße

D.F.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn nicht in Sicht
BeitragVerfasst: 30.03.2010, 08:19 
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D.F. hat geschrieben:
...
Immer dran denken: Der Mindestlohn entbindet nicht vom equal-pay, er beschreibt nur Mindestbedingungen. Tarifverträge, die vom equal-pay abweichen können, sind zusätzlich zu verhandeln (IGZ ist immer noch ohne gültigen Fahrschein).

Also nehmt endlich Verhandlungen auf.

Viele Grüße

D.F.


Ist doch alles schon eingeleitet D.F.

Es gab schon ein erstes Gespräch und es sind weitere Verhandlungstermine festgelegt worden. Am 13.4. trifft man sich erneut. Der IGZ wird ein Tarifergebnis aber erst auf seiner Mitgliederversammlung absegnen lassen wollen und die ist Anfang Mai also gehe mal von einer entsprechenden Erklärungsfrist aus.

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

Düsseldorf


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn nicht in Sicht
BeitragVerfasst: 30.03.2010, 20:50 
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Hi Christian,

mit "Verhandlungen aufnehmen" dachte ich eher an den AMP. Ein Mindestlohn-TV sollte möglichst von den 3 großen Verbänden BZA, IGZ, AMP unterschrieben sein, dann ist er leichter durch den Tarifausschuss zu bringen. Da muss über die (eher kleine) Differenz im Osten mal gesprochen werden. Sollte machbar sein.

Meine Befürchtung ist, dass der DGB mal wieder nur mit BZA und IGZ spricht (dafür sprechen einige Äußerungen) und dann vor dem Tarifausschuss durchfällt. Damit wäre niemandem wirklich geholfen.

Viele Grüße

D.F.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn nicht in Sicht
BeitragVerfasst: 22.04.2010, 09:45 
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Hallo,

unter: http://www.fr-online.de/_em_cms/_multif ... nt=2570680

läßt die Freizügigkeit in Europa ab 2011 grüßen mit Mindestlöhnen zu 1.79 Euro. In Magdeburg schon mal getestet.

Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn nicht in Sicht
BeitragVerfasst: 27.04.2010, 08:43 
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Der CGB hat jetzt einen "Aufruf" an alle Akteure gestartet, endlich einen Mindestlohn auszuhandeln. Nachdem die Christlichen Gewerkschaften schon bei den neuen Tarifen als "Schrittmacher" die Eckwerte der Tarife vorgegeben hatten, versucht man auch hier "Druck auszuüben".

Bevor jedoch das Thema Mindestlohnterifvertrag angegangen werden kann müssen die Nachzügler in der Tarifkampagne, die DGB-Verhandler und der IGZ auch zu einem Abschluß kommen.

Norbert Fuhrmann


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn nicht in Sicht
BeitragVerfasst: 10.05.2010, 17:17 
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Registriert: 23.02.2005, 17:52
Beiträge: 1072
Hallo,

die FDP will keinen Branchen-Mindestlohn für die Leiharbeit:
http://www.wiwo.de/politik-weltwirtscha ... rn-429912/

Zitat: "..Die Einführung eines Mindestlohnes für die Zeitarbeit lehnte Vogel aber ab. In der Branche gebe es eine 100-prozentige Tarifbindung, daher bestehe „keine Notwendigkeit“, die Branche in das Entsendegesetz aufzunehmen..."

Der FDP interessieren also nicht die Preise ausländischer ZAF, die sich hier in D. ansiedeln könnten.

Zitat: "..Auch das Bundesarbeitsministerium überdenkt eine Neuregelung der Zeitarbeit. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, CDU, hatte bereits mehrfach angekündigt, einen Missbrauch der Zeitarbeit nach der Methode Schlecker künftig verhindern zu wollen. Eine politische Arbeitsgruppe, zu der auch DGB-Chef Michael Sommer, IG-Metall-Vize Detlef Wetzel und Verdi-Vize Margret Mönig-Raane gehören, soll zu diesem Thema Vorschläge machen..."

Mal sehen, was dabei rauskommt.
Klar ist jedenfalls, das die ZAF Meniar keine konterninterne ZAF ist und daher alle 3 Klauseln in Bezug auf den "Fall Schlecker" völlig wirkungslos sind.

Auch die 2. Foderung der Arbeitsministerin:
"..Zudem könne es nicht sein, "dass Leiharbeiter dauerhaft schlechter entlohnt werden als festangestellte Arbeitnehmer, die im selben Betrieb dieselbe Arbeit machen", sagt von der Leyen. In beiden Fällen müssten die Tarifparteien bald eine befriedigende Lösung finden, sonst werde der Gesetzgeber aktiv. "Ich rechne da nicht in Monaten, sondern eher in Wochen", so die Arbeitsministerin..."
Siehe: http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 18,00.html

wurde bisher nicht in den 3 neuen TV des AMP, BZA und IGZ tariflich geregelt!

Auch hierbei sieht man, wie uneins die Regierung ist, denn die Union sagt etwas völlig anderes zum Mindestlohn.

Gruß

Juergen1


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