ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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BeitragVerfasst: 11.03.2010, 13:09 
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Hallo Karla,

für mich kommt das "Wetzel - Papier " nicht unerwartet.

Wer meine früheren Beiträge in diesem Forum genau liest, der hat auch schon von meiner Seite etwas über Austritt aus der DGB - TG gehört.

Eine neue GW zu gründen ist nicht der richtige Weg. Abwarten und nichts überstürzen.

Bis Bald

Norbert Fuhrmann


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BeitragVerfasst: 11.03.2010, 15:19 
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Wenn man das "Wezel-Papier" so liest, scheint da aber jmd. entweder alle E-Mails gelesen zu haben oder aber er ist richtig gut beraten worden oder sogar beides.


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BeitragVerfasst: 11.03.2010, 19:11 
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Wie auch immer: Der Abschluss ist genauso grober Unfug wie ein derartiges Wetzl-Statement im direkten Anschluss. Bis Ende 2013 bzw. wahrscheinlicher, wenn es genauso abläuft wie in den letzten zwei Jahren, bis Mitte 2016 ist der Status Quo zementiert. Forum bitte schließen. Wir können in 6 Jahren weiter diskutieren.

:twisted:


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 Betreff des Beitrags: der letzte macht das Licht aus
BeitragVerfasst: 11.03.2010, 20:11 
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Hallo Schnitzelesser,

Zitat:
Forum bitte schließen. Wir können in 6 Jahren weiter diskutieren.

Erst den Termin zur Schließung des Forums festlegen und sich dann auch noch wieder als erster für den 12.03.2016 wieder anmelden. Hoffentlich haben unsere Kollegen im Vorstand das noch nicht gelesen. Wer weiß was denen sonst noch einfällt.


Karl


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 Betreff des Beitrags: Re: mal ein bisschen innehalten
BeitragVerfasst: 11.03.2010, 20:27 
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Hi Karl,

ein paar Anmerkungen.

karla hat geschrieben:
Wir sollten mal darüber diskutieren warum der Vorstand so vorgegangen ist. Verdächtigungen wie "wieder ganz schlimm" erklären gar nichts.

Da liegt wohl Interesselosigkeit vor, man könnte auch von Arbeitsverweigerung sprechen.

Dass es zum Debakel kommt, ist mir seit einiger Zeit klar. Einen "Verhandlungsführer", der mit 8.6 anmarschiert kommt, schmeißt man normalerweise sofort raus. Ohne Vorwarnung, entsprechend einer "glatten" Roten Karte beim Fußball für grobes Foulspiel.

Hat man aber nicht, sondern ihm eine Ermächtigung zum freien Abschluss erteilt. In dem Moment war die Havarie vorhersehbar.


Zitat:
Der Titel von Wetzels Papier, "Das System Leiharbeit ist gescheitert" nehme ich nicht als leeres Geschwätz sondern als Ankündigung an die Politik, dass die Regulierung der Leiharbeit politisch angegangen werden muss....

Klar muss sich politisch was tun. Aber selbst wenn das AÜG enger geschnürt wird, bleibt tariflich einiges zu regeln. Ein Gesetz kann nie jedes Detail regeln. Das bleibt Sache der Tarifvertragsparteien, wenn sie denn wollen. Aber die IG Metall will offensichtlich nicht.

Zitat:
Mit dem schnellen Abschluss des Entgelt-TV sowie dem Mindestlohn-TV Zeitarbeit ist die DGB-TG eine Vorleistung eingegangen.

Na ja, in Vorleistung sind zunächst mal der AMP und die CGM gegangen, indem man auf die Absenkung um 9,5% verzichtet hat. Die DGB-TG ist notgedrungen und schweren Herzens gefolgt und die untersten Lohngruppen sind vergleichbar gemacht worden (6,40 zu 6,65 im Osten sollte überbrückbar sein).

Zitat:
Wenn es in dieser Richtung keine wesentlichen Änderungen gibt, wird zumindest in der IGM die Diskussion "Austritt aus der DGB-TG" losgehen.

Den passenden Ausstiegstermin hat man vor ein paar Tagen verpasst.

Viele Grüße

D.F.


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 Betreff des Beitrags: Re: der letzte macht das Licht aus
BeitragVerfasst: 11.03.2010, 21:21 
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karla hat geschrieben:
Hallo Schnitzelesser,

Zitat:
Forum bitte schließen. Wir können in 6 Jahren weiter diskutieren.

Erst den Termin zur Schließung des Forums festlegen und sich dann auch noch wieder als erster für den 12.03.2016 wieder anmelden. Hoffentlich haben unsere Kollegen im Vorstand das noch nicht gelesen. Wer weiß was denen sonst noch einfällt.


Karl


Ist doch aber wahr. Es hat sich in den letzten 6 Jahren nichts zum Besseren verändert und das wird es auch nicht in den nächsten 6 Jahren nach diesem Tarifabschluss.


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BeitragVerfasst: 11.03.2010, 22:42 
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Hallo Schnitzelesser,

Zitat:
Ist doch aber wahr. Es hat sich in den letzten 6 Jahren nichts zum Besseren verändert und das wird es auch nicht in den nächsten 6 Jahren nach diesem Tarifabschluss.


Ob sich in den nächsten 6 Jahren etwas zum Besseren ändert weiß ich nicht. Aber genau so wird es keine weiteren 6 Jahre gehen.

Die IGM kann andere Wege versuchen. Ob die dann besser sind wird sich zeigen. Wenn es besser werden soll müssen sich aber auch die LAN mehr bewegen und nicht 6 Jahre so weiter machen.

Der Titel von Wetzels Papier an die Presse: Das System Leiharbeit ist gescheitert war kein Versehen. Er ist damit ja nicht radikal geworden und hat gesagt "Die Leiharbeit ist gescheitert". Aber er hat mitgeteilt "so machen wir nicht mehr weiter".


Karl


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BeitragVerfasst: 12.03.2010, 07:05 
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karla hat geschrieben:
Ob sich in den nächsten 6 Jahren etwas zum Besseren ändert weiß ich nicht. Aber genau so wird es keine weiteren 6 Jahre gehen.



Dann fegt mal gründlich, ob jemand den Mut von euch hat, eventuell seinen Job bzw. Aufstiegschancen zu verlieren, bezweifle ich.

karla hat geschrieben:
Die IGM kann andere Wege versuchen. Ob die dann besser sind wird sich zeigen. Wenn es besser werden soll müssen sich aber auch die LAN mehr bewegen und nicht 6 Jahre so weiter machen.


Das ist jetzt nicht Dein ernst, oder? Sucht man jetzt die Schuld bei den LAN.

Statt Voraussetzungen für LAN zu schaffen sich organisieren und auch gemeinsam kämpfen zu können, sehe ich eher eine Spaltung der LAN durch die Gewerkschaften.

Selbst hier im Forum gibt es diesbezüglich keine Zusammenarbeit mit uns, sondern eine gefühlte Ignoration.

Die Gewerkschaften sind von den LAN genauso wenig entfernt, wie unsere sogenannten Politiker zum Volk.

Kehrt zu euren Wurzeln zurück, Unterricht erteilt z.Z. Griechenland.

_________________
Mit freundlichen Gruß

Elsa (männlich!)

BringCom@gmx.de


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BeitragVerfasst: 12.03.2010, 07:40 
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Das Wetzel-Papier gibt doch eindeutige Statements ab:

Zum Scheitern der Leiharbeit

Die GW hat mit dem Einstieg in die Tarifpolitik in der Zeitarbeit eine normale Tarifentwicklung (Steigerungen, Branchenzuschläge, etc.) erwartet. Diese Erwartungshaltung ist ja im BZA - TV anfangs auch hineingeschrieben worden. Durch Verweigerungshaltung der AG-Seite ist eine ZA - die sich die IGM vorstellte gescheitert.

Nur Mindestbedingungen konnten festgelegt werden.

Die Folge ist dann auch logisch, wenn man andere Wege gehen will.

Betriebspolitisch hat die IGM ja schon einen Anfang gemacht: Weit über 400 Betriebe haben EP Vereinbarungen. Dies wird weiter geschehen.

Der Hinweis auf die EU-Richtlinie ist berechtigt, hier ist genau wie beim Mindestlohn die Politik gefragt.

Sicher gibt es auch andere Möglichkeiten, die ins Auge gefasst werden.

Eins ist klar zum Ausdruck gekommen, so geht es nicht weiter.

Norbert Fuhrmann


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 Betreff des Beitrags: manchmal dauerts länger
BeitragVerfasst: 12.03.2010, 09:17 
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Hallo Elsa,

die

www.me-arbeitgeber.de/metallindustrie/v ... ent&gn=516

haben das Wetzel-Papier verstanden.


Karl


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BeitragVerfasst: 12.03.2010, 09:41 
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Zitat:
Für Brossardt ist nicht nachvollziehbar, dass sich die IG Metall nur einen Tag, nachdem sie den neuen Zeitarbeitstarifvertrag zwischen der DGB-Tarifgemeinschaft und dem Bundesverband Zeitarbeit und Personaldienstleistungen (BZA) mit unterschrieben hat, bereits wieder von der Vereinbarung distanziert.

Mir geht es da genau wie Brossardt! Wenn die IG Metall nicht schleunigst aus der Tarifgemeinschaft austritt bleibt das Wetzel-Statement das, was man seit 2004 von Gewerkschaftsseite in Leiharbeitsfragen gewohnt ist:

Leeres Gerede und Schuldzuweisung an Christen, Politik und unorganisierte ZAN.

So unschuldig wie die IG Metall hier tut ist sie aber nicht - sie ist maßgeblich an der ganzen deutschen Zeitarbeitsmisere mitschuldig.


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 Betreff des Beitrags: Re: manchmal dauerts länger
BeitragVerfasst: 12.03.2010, 10:03 
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Wohnort: Leider in Deutschland
karla hat geschrieben:
Hallo Elsa,

die

www.me-arbeitgeber.de/metallindustrie/v ... ent&gn=516

haben das Wetzel-Papier verstanden.


Karl



Um was geht es in meinem Beitrag, um den abgeschlossenen Tarifvertrag zw. DGB/BZA oder um ein Wunschdenken bzw. zurückrudern der IGM, welche das Ziel hat, LAN von der Realität des abgeschlossenen Tarifschachsinns abzulenken?

Glaubst Du wirklich an das sogenannte "Wetzel-Papier", oder müßt ihr Gewerkschaftler alles glauben was jemand von der "Spitze" schreibt?

Welcher normal denkende Mensch kann nachvollziehen, daß man zuerst ZAF freundliche Verträge abschließt, um sich kurz darauf für die LAN einzusetzen. :arrow: mal wieder einzusetzen.

_________________
Mit freundlichen Gruß

Elsa (männlich!)

BringCom@gmx.de


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BeitragVerfasst: 12.03.2010, 12:06 
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Hallo Elsa, hallo Cortez,

@Elsa
Zitat:
karla hat Folgendes geschrieben:
..Wenn es besser werden soll müssen sich aber auch die LAN mehr bewegen und nicht 6 Jahre so weiter machen.

Elsa hat folgendes geschrieben:
Das ist jetzt nicht Dein ernst, oder? Sucht man jetzt die Schuld bei den LAN.

@ Cortez
Zitat:
Leeres Gerede und Schuldzuweisung an Christen, Politik und unorganisierte ZAN.

Sagt mal, ist es wirklich so schwierig zwischen Kritik an LAN und Schuldzuweisung an LAN zu unterscheiden?


@Elsa
Zitat:
Glaubst Du wirklich an das sogenannte "Wetzel-Papier", oder müßt ihr Gewerkschaftler alles glauben was jemand von der "Spitze" schreibt?

Ich habe erklärt was da abläuft. Und das Wetzel etwas ändern will nehme ich ihm schon ab, ob das Vorgehen richtig ist habe ich geschrieben wird sich zeigen.

Im übrigen Elsa wenn du mich für einen Volltrottel hältst, dann schreibs halt rein oder teil es mir per PN mit. Ich bin da nicht zimperlich.


Karl


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BeitragVerfasst: 12.03.2010, 12:30 
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Zwei Drittel der Zeitarbeitnehmer kommen aus der Arbeitslosigkeit

hab mir das mal rauskopiert.
und warum kommen sie aus arbeitslosigkeit.
sie werden von der arge gezwungen in die zeitarbeit zu gehen ,erstmal 14tage bis 4 wochen umsonst und dan mit nen outsorcing vertrag weiter.
bei den outsorcing verträgen greift der tarifabschlus nicht und auch sonst sind die zan verlassen.
speziell im bereich grosshandel sind viele zeitfirmen mit outsorcing verträgen unterwegs.
und der bereich ist nunmal nichts für die igm das ist verdi gebiet,nur die tun auch blos nichts.
ganz am anfang des treads steht was davon das die zeitarbeit gegen menschenrechte verstösst.
kann nicht sein den zeitarbeiten sind sklaven und die haben keine rechte


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 Betreff des Beitrags: Re: manchmal dauerts länger
BeitragVerfasst: 12.03.2010, 20:37 
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karla hat geschrieben:
die www.me-arbeitgeber.de/metallindustrie/v ... ent&gn=516

haben das Wetzel-Papier verstanden.

Karl


Verstanden haben die vor allem eines: Herr Wetzel "peppt" die EU-Richtlinie auf und schiebt eigene Forderungen mit rein, die die IG Metall bei den Verhandlungen mit dem BZA "vergessen" hat. Durchaus trickreich gemacht, aber man merkt's halt.

Nur als kleines Beispiel: Die EU-Richtlinie spricht von "Gemeinschaftsverpflegung", Wetzel macht daraus "Essenszuschüsse". Kaum merkbar, aber ein ganz erheblicher Unterschied. Gehört zu den Essenszuschüssen doch der beliebte VMA dazu (speziell bei Montagepersonal).

Nun, den VMA hätte man mit Bäumer verhandeln müssen. Hat man aber nicht. Nun soll's die EU-Richtlinie bringen. Netter Versuch...

Viele Grüße

D.F.


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BeitragVerfasst: 12.03.2010, 20:46 
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Tarifverträge hin, Tarifabschlüsse her, so langsam verstehe ich dies ganze Gerede hier nicht mehr.

Wozu bitteschön brauchen wir Tarifverträge in der Leiharbeit, wenn wir doch ein Gesetz haben, das eindeutig besagt, für gleiche Arbeit ist auch gleiches Geld zu zahlen? Die Politik müsste doch nur diese unglückselige Tariföffnungsklausel wieder aus dem Gesetz entfernen. Diese Klausel ist nichts weiter, als ein Verstoss gegen die Menschenrechte.

Die LAN brauchen keine heuchlerischen Gewerkschaften, die so oder so nur die Interessen der Wirtschaftslobbyisten vertreten und auch keine separaten Dumpingtarifverträge.

Alles was wir brauchen ist eine eindeutige gesetzliche Regelung!!!

MfG

seneca

_________________
Zeitarbeit in Deutschland ist ein Verstoss gegen die Menschenrechte!!!


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BeitragVerfasst: 12.03.2010, 21:09 
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Registriert: 07.02.2010, 14:51
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seneca hat geschrieben:
Tarifverträge hin, Tarifabschlüsse her, so langsam verstehe ich dies ganze Gerede hier nicht mehr.

Wozu bitteschön brauchen wir Tarifverträge in der Leiharbeit, wenn wir doch ein Gesetz haben, das eindeutig besagt, für gleiche Arbeit ist auch gleiches Geld zu zahlen? Die Politik müsste doch nur diese unglückselige Tariföffnungsklausel wieder aus dem Gesetz entfernen. Diese Klausel ist nichts weiter, als ein Verstoss gegen die Menschenrechte.

Die LAN brauchen keine heuchlerischen Gewerkschaften, die so oder so nur die Interessen der Wirtschaftslobbyisten vertreten und auch keine separaten Dumpingtarifverträge.

Alles was wir brauchen ist eine eindeutige gesetzliche Regelung!!!






Ganz meine Meinung. Aber wie kommt man zu ordentlichen gesetzlichen Regelungen?

Mit Gewerkschaftsbossen, die auch nur Römische Senatoren sind, bestimmt nicht.

Es gibt durchaus eine Möglichkeit. Wahlen!!!! Die nächsten sind in NRW. Das ist eine gute Chance Mietpolitiker und anders Gesocks in den großen Fluss zu werfen, der da Düsseldorf vorbeifließt.

Trotzdem angemessenes Wochenende


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BeitragVerfasst: 12.03.2010, 22:03 
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Hallo,

ich kann die Argumentation zum Abschluss des BZA-TV nicht nachvollziehen.

Einerseits heißt es (Startseite Zoom):
"..„Wir wollen Missbrauch in der Leiharbeit bekämpfen; dafür ist dieser Abschluss eine gute Grundlage“, sagte der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, am Dienstag in Frankfurt..."

und

"..„Damit gilt im Grundsatz für konzerninterne Leiharbeit die gleiche Bezahlung von Stammbelegschaften und Zeitarbeitern. Der Missbrauch der Zeitarbeit nach dem ‚Modell Schlecker’ darf sich nicht wiederholen“, betonten Bsirske und Huber..."

Kein Wort von Herrn Huber zur konzerninternen Leiharbeit (Missbrauch!!!!!!!) durch die Autovision GmbH bei VW!

andererseits heißt es:
"..Einen Tag nach Abschluss des neuen Zeitarbeit-Tarifvertrags zwischen der Tarifgemeinschaft des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und dem Bundesverband Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen (BZA) distanzierte sich Wetzel bereits von der Vereinbarung. Sie sei nicht geeignet, die Leiharbeit nur im Ansatz so zu regeln, wie sich die Gewerkschaft das vorstelle..."

Fazit: Herr Huber feiert den BZA-TV als Forschritt und Herr Wetzel distanziert sich davon. Einigkeit scheint es im Vorstand also nicht zwischen dem 1. und 2. Vorsitzenden zu geben.

Weiter heißt es:
"Dass man dennoch den Vertrag unterschrieben habe, hänge mit dem schlechten Zustand vorher und der notwendigen Aufnahme der Zeitarbeit ins Entsendegesetz zusammen. Falls dies nicht gelinge, werde es ab Mai 2011 einen Dumping- Wettbewerb geben und sich der Stundenlohn für die meisten Leiharbeiter um 3 Euro einpendeln, warnte Wetzel..."

Das ist für mich ein Pseudo-Argument, denn bis zum 01.05.2011 ist es noch über 1 Jahr hin, weshalb ein BZA- und IGZ-TV, sowie ein Mindestlohn-TV in wenigen Tagen abgeschlossen werden könnte, wie die beiden letzten "Tarifverhandlungen" gezeigt haben!

In Bezug auf diese wenig glaubwürdige Begründung auch noch keine Erklärungsfrist zu vereinbaren, um offentlich nicht die Tarifkommissionen der GW darüber abstimmen zu lassen, finde ich ziemlich daneben, denn damit wird uns allen vor Augen geführt, das Tarifkommissionen von GW eigentlich überflüssig sind und damit Verhandlungsergebnisse einer demokratischen Grundlage entzogen werden.

Natürlich ist es jedoch richtig, dass das deutsche System der Leiharbeit gescheitert ist, in dem LAN für ihre geforderte Flexibilität mit Lohndifferenzen von durchschnittlich 35 % (Facharbeiter) bis 45 % (Hilfsarbeiter) bestraft werden!

Auch ist richtig, das die Inhalte des AÜG in einigen Punkten nicht der EU-Richtlinie entsprechen und spätestens bis zum 05.12.2011 geändert werden müssen. Genauso richtig ist es jedoch auch, das auch Tarifverträge den Vorgaben der EU-Richtlinie ab dem 05.12.2011 entsprechen müssen, da ihnen eine gesetzliche Richtigkeitsgewähr eingeräumt wird!

Zitat:
"Der Gewerkschafter kündigte an, dass die IG Metall mit dem Ziel der gleichen Bezahlung von Leih- und Stammarbeitern weitere Tarifverträge abschließen werde..."

Dieses Ziel hatte auch der BZA-TV mit den zu vereinbarenden Branchenzuschlägen, die jedoch seit 2004 von den DGB-GW nicht durchgesetzt wurden!

"Die volle Arbeitnehmer-Freizügigkeit in der EU ab Mai 2011 bringt weitere erhebliche Probleme, wenn es keine Lohnabsicherung gibt."

Da bisher nur 1,5 % der TV im AEntG steht, müssen hier aber alle GW noch ganz viel Gas geben, denn einen gesetzlichen Mindestlohn lehnen ja schwarz-gelb ab!
Was ist z.B. mit dem regulären TV der IGM?
Wann gibt es da eine Allgemeinverbindlichkeit?
Was ist mit allen anderen TV der DGB-GW (ausser IG Bau)?
Wenn es so dringend ist, jetzt bereits TV in das AEntG zu bringen, warum hört man dann nichts dazu aus fast allen DGB-GW?

Zitat;
"Unser Ziel ist „Equal Pay“. Das streben wir über betriebliche Regelungen und über betriebs- und unternehmensbezogene oder branchenweite TarifFAIRträge an. Hier sehen wir nicht nur die Arbeitgeber der Verleihbranche und ihre Verbände, sondern ebenso die Entleihunter-nehmen mit ihren Arbeitgeberverbänden in der Pflicht. Auch Gesamtmetall kann sich der Verantwortung für die Arbeitsbedingungen von Leiharbeitskräften in der Metall- und Elektroindustrie nicht entziehen."

Dazu muss die IGM jedoch dann erst einmal die TG Zeitarbeit des DGB verlassen und kann dann für die Metallbranche einen eigenen branchenweiten Leiharbeits-TV mit "equal pay" abschließen.
Würde die IGM aus der TG Zeitarbeit ausgetreten, würde keine andere DGB-GW den Organisationsbereich der IGM abdecken, was nach meiner Auffassung bedeuten würde, das nur die IGM hier einen TV für die Leiharbeit abschließen könnte (siehe Satzung vom 01.01.2008).
Der BZA- und IGZ-TV dürfte dann, nach meiner Auffassung, nicht mehr für den Organisationsbereich der IGM gelten.
Was mit dem AMP-TV ist und sein wird, darüber entscheidet ja noch das BAG!!

Nimmt Herr Huber den genannten Mißbrauch der konzerninternen Leiharbeit wirklich ernst, dann muss er schon jetzt Maßnahmen einleiten, damit die LAN der Autovision GmbH ab dem 01.07.2010 auch das "equal pay" bekommen, wenn sie intern bei VW eingesetzt werden!

Auch daran wird sich in den Augen von LAN zeigen, ob sie der IGM vertrauen können oder halt nicht.

Gruß

Juergen1


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BeitragVerfasst: 13.03.2010, 00:53 
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Das Interessante an der EU-Richtlinie ist ja, dass sie versucht einen grundsätzlichen Standard inerhalb der EU zu schaffen.

Wenn man die Exportzahlen Deutschlands anschaut, dann fällt auf, dass Deutschland den allergrößten Teil seiner Exportgeschäfte inerhalb der EU macht. Und damit ist Deutschland, mit seiner Niedrig_st_lohn (auch die menschenrechtswidrige Leiharbeit Regelung) und verweigerterMindestlohn Politik, für dort entstandene Probleme mit verantwortlich.

Ich gehe davon aus, dass diese Länder sich das nicht mehr viel länger gefallen lassen werden.
Wenn wir dort etwas sensibilisieren können, dann war es das mit dem "deutschen" asozialen Sonderweg.

Made in Germany? NO!

MfG
Michael Lange

_________________
NEU!!! LANis mit neuer Rezeptur
+ 8 bezahlen und 2 gratis abgreifen
+ Neue AÜG-Rezeptur!!! Dies macht unsere LANis noch bekömmlicher.
-----
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Hoffnung ist soeben verstorben.


Zuletzt geändert von Unforgiven am 13.03.2010, 01:20, insgesamt 1-mal geändert.

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Auf Home ZOOM gibt es einiges Neues


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BeitragVerfasst: 14.03.2010, 19:33 
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http://www.igmetall.de/cps/rde/xchg/SID ... w_3835.htm


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Bisschen peinlich einen Tippfehler auf der HP und dann auch noch beim Namen vom 2. Vors. :) Da hatte der Kollege wohl etwas zu breite Finger. :)

Zitat:
"Die Deutsche Leiharbeitsgesetzgebung ist nicht europarechtskonform." Der Zweite Vorsitzende der IG Metall Fetlef Wetzel fordert die Bundesregierung auf, nach langer Untätigkeit, die im November 2008 verabschiedeten EU-Leiharbeitsrichtlinie umzusetzen: "Leiharbeit wird dazu benutzt, die Arbeitsbedingungen und Löhne von Stammbelegschaften abzusenken und bewirkt einen Unterbietungswettbewerb in der jeweiligen Branche", so Wetzels Kritik."

_________________
Gruß

Jobber

"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier."

- Mahatma Gandhi (indischer Politiker (1869-1948))


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BeitragVerfasst: 15.03.2010, 10:03 
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hab mal die verlinkte seite gelesen,es gibt schon zu viele auslädische firmen die den bereich zeitarbeit abdecken.
unter den deckmantel des outsorcing,speziel im bereich groshandel logistik.


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BeitragVerfasst: 16.03.2010, 08:44 
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http://www.hundertprozentich.de/aktuelles.html

DGB/iGZ: Tarifverhandlungen über neuen Entgelttarifvertrag Mitte April

Berlin, 15.03.2010 - Die DGB-Tarifgemeinschaft und der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) verhandeln Mitte April 2010 über einen neuen Entgelttarifvertrag. Zudem streben die Tarifvertragsparteien den zügigen Abschluss eines Mindestlohntarifvertrages an. Ziel ist die Aufnahme der Leiharbeit in das Arbeitnehmerentsendegesetz und die anschließende Allgemeinverbindlicherklärung dieses Tarifvertrages. Ein solcher Mindestlohntarifvertrag war auch Bestandteil des jüngsten Tarifabschlusses zwischen DGB und BZA.


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BeitragVerfasst: 18.03.2010, 19:13 
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Hallo,

die Diskussion wie kommt man zur Verbesserung der sozialen Situation von LAN scheint beendet.

Dass allein über Tarifpolitik dies derzeit nicht umsetzbar ist interessiert kaum jemand. Wird die derzeitige Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und in der Politik von der iGM benutzt, dass die EU-Richtlinie nicht voll umgesetzt ist wird es gleich wieder als Ablenkungsmanöver denunziert.

Beispiel D.F.
@D.F.
Zitat:
...Herr Wetzel "peppt" die EU-Richtlinie auf und schiebt eigene Forderungen mit rein, die die IG Metall bei den Verhandlungen mit dem BZA "vergessen" hat.....Nur als kleines Beispiel: Die EU-Richtlinie spricht von "Gemeinschaftsverpflegung", Wetzel macht daraus "Essenszuschüsse"..


Die EU-Richtlinie schreibt vor, dass sie von den nationalen Regierungen umgesetzt werden muss nicht von den nationalen Gewerkschaften. D.F. gibt der Regierung einen Freibrief a la die haben schon alles getan.

Den EU- Begriff Gemeinschaftsverpflegung und Wetzels Essenszuschuss gegeneinander zu stellen um Wetzel Dämlichkeit zu unterstellen läuft auch wieder darauf hinaus die Regierung zu entlasten. Die haben schon alles menschenmögliche getan, alles andere ist Sache der Gewerkschaften.

Ich bin zwar mit seneca selten einer Meinung, aber wenn er sagt:Die Politik müsste doch nur diese unglückselige Tariföffnungsklausel wieder aus dem Gesetz entfernen. dann bin ich schon eher bei ihm. Habe zwar nicht die Erwartung, dass die das entfernen werden, aber modifizieren z.B. ab dem wievielten Monat der Einarbeitung equal-pay bezahlt werden muss das könnten die durchaus gesetzlich regeln. Solche Überlegungen kommen sämtlichen Kritikern gar nicht in den Sinn.

@D.F.
Zitat:
karla hat Folgendes geschrieben:
die www.me-arbeitgeber.de/metallindustrie/v ... ent&gn=516

haben das Wetzel-Papier verstanden.

D.F hat geschreieben:
Verstanden haben die vor allem eines: Herr Wetzel "peppt" die EU-Richtlinie auf

Ich bezeifle allen ernstes, dass du das Papier der Arbeitgeber gelesen hast.

Die schreiben durchgängig, dass alles in Butter sei. Was sie wirklich stört drückten sie in dem Papier so aus: "„Hier wünsche ich mir mehr Verlässlichkeit von der IG Metall“, sagte Brossardt.. Genau das sollen sie nicht bekommen.
Dass die IGM den TV so schnell unterschrieben hat war ein Zugeständnis. Aber nicht dazu die Politik aus der Verantwortung zu lassen.

Als letztes, alle die die hier immer ganz genau wissen, dass die Gewerkschaften ganz anders könnten wenn sie nur wollten sollen mir doch mal erklären warum all die LAN nicht einfach alles ohne die Gewerkschaften besser machen?
Chefduzen ist kein Forum von Gewerkschaftsfans. Aber über individuelle Ratschläge und eine Handvoll Stammtische sind die auch nicht hinausgekommen. Das ist keine Kritik an denen sondern belegt nur die Schwierigkeiten LAN zu aktivieren. Das Problem hat jeder der da was verändern will.

Einigen hier geht es nicht um Kritik sondern nur um Schuldzuweisungen.


Karl


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BeitragVerfasst: 18.03.2010, 20:24 
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Zitat:
Einigen hier geht es nicht um Kritik sondern nur um Schuldzuweisungen.

Damit liegt man doch voll im Trend. Dauernd wurde ja behauptet "Die niedrigen Tarifabschlüsse sind die Schuld der "Christen"".

Wenn sowas http://img7.myimg.de/Tarif3d221.png als "Schritt in die richtige Richtung" betitelt wird, da bleibt mir die Spucke weg.

Ich verstehe nicht wie man den Leuten das Equal Pay kaputt macht, indem man einen Niedriglohn-TV abschließt, und als Begründung anführt "die "Christen" machen es ja auch". Verstehen könnte ich dies nur, wenn der TV nahe an Equal Pay liegen würde.


Gruss vom Schuffelbruder.

_________________
... voll im Streß und unterbezahlt.


Zuletzt geändert von schuffelbruder am 18.03.2010, 20:42, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18.03.2010, 20:41 
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Hi Karl,

eine Breitseite ordnungsgemäß empfangen. :D

Ernsthaft:

karla hat geschrieben:
Wird die derzeitige Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und in der Politik von der iGM benutzt, dass die EU-Richtlinie nicht voll umgesetzt ist wird es gleich wieder als Ablenkungsmanöver denunziert.

Ich würde eher von Entlarvung als von Denunzierung sprechen.

Zitat:
Die EU-Richtlinie schreibt vor, dass sie von den nationalen Regierungen umgesetzt werden muss nicht von den nationalen Gewerkschaften. D.F. gibt der Regierung einen Freibrief a la die haben schon alles getan.

Wo bitteschön habe ich das gesagt? Natürlich ist die EU-Richtlinie vom Gesetzgeber umzusetzen. Nur gibt die Richtlinie nicht besonders viel her, das AÜG ist bereits weitgehend kompatibel (nicht vollständig).

Zitat:
Den EU- Begriff Gemeinschaftsverpflegung und Wetzels Essenszuschuss gegeneinander zu stellen um Wetzel Dämlichkeit zu unterstellen läuft auch wieder darauf hinaus die Regierung zu entlasten.

Wo bitteschön habe ich Wetzel Dämlichkeit unterstellt? Ich habe vielmehr von "trickreich" gesprochen.

Der Trick ist übrigens sehr raffiniert. Mal in Zahlen für einen fiktiven LAN bei meinem AG: Die EU-Richtlinie würde (genau umgesetzt) den Zuschuss für die Angestellten im Büro bedeuten, bei uns ein Tiefkühlgericht nach Wahl als Sachleistung. Die geschickte Ausdehnung von Wetzel würde den VMA der Monteure einschließen, pro Monat ungefähr 200 Euro netto als Geldleistung zur beliebigen Verwendung. Jetzt erzähle mir bloß nicht, das sei kein Unterschied.

Zitat:
Ich bezeifle allen ernstes, dass du das Papier der Arbeitgeber gelesen hast.

Doch doch, den habe ich natürlich gelesen.

Viele Grüße

D.F.


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 Betreff des Beitrags: PM Detlef Wetzel
BeitragVerfasst: 18.03.2010, 21:12 
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Auch wenn ich den Tarifabschluss BZA nicht besonders doll finde ein Versuch der Erklärung.

Zu verstehen ist er wirklich nur In Zusammenhang mit dem Mindetlohntarifvertrag und der vollen Freizügigkeit Osteuropas ab Mai 2011. Sonst können Osteuropäische Firmen mit Ihren Heimatlöhnen als leihabreitnehmer in Deutschland tätig werden. Ob diese Bedrohung Real ist sei mal dahin gestellt.

Dadurch das die EG1 jetzt bei AMP, BZA bzw. dem Mindestlohn TV einheitlich bei 7,60 liegt und der BDA seinen Widerstand gegen einen Mindestlohn in der Leiharbeit zu diesen Bedingungen aufgibt sollte auch die CDU keinen Grund mehr haben diesen TV für allgemeinverbindlich zu erklären, schließlich wird hier kein TV mehr verdrängt.

Das Argument das den Leuten so die Chance auf equal pay genommen wird ist ja nicht ganz falsch, aber erstens wer hat denn geklagt?
Zweitens was ist mit dem neuen Abschluss des CGB, der von einer BAG entscheidung zur CGZP nicht berührt wird?

Die Aussagen von Detlef Wetzel sagen dies auch so aus.
Das Tarifvertrassystem wie wir es eigentlich haben wollen ist in der Leiharbeit gescheitert! BZA und Bäumer sei Dank.
Mehr ist mit dieser Bande nicht zu machen.

Mehr geht nur über die Kundenbetriebe, wie wir es auch in den letzten Jahren in unserer Kampagne umgesetzt haben. Zwar haben wir erst in etwa 500 Betrieben Regelungen getroffen aber dieser Weg ist der einzig Gangbare.

Auch zum Branchenzuschlag gab es eine klare Aussage. Der BZA hat Ihn als Systemwidrig bezeichnet.
Das sollen wir über unsere Flächentarife in den Branchen regeln.
Grüße an Herrn Kannegießer, die Verleihbranche hat ihnen den schwarzen Peter zurück gegeben. Zu Recht wie ich anmerken möchte.

Wie die Entleiher momentan die Preise drücken ist ein Skandal. Sie fordern damit die ZAFs zum Teil auf gegen ihre eigenen Tarife zu verstoßen bzw. es mit den Gesetzen nicht so genau zu nehmen.

Die Verleiher bedienen eine Nachfrage, die Konsumenten sind hier die Verursacher!!
:evil:

Einige Aussagen zur EU Richtlinie sind sicherlich erst mal eine Rechtsauffassung der IGM - manche sagen Wunschdenken-. Nur eins ist klar, nur über eine entsprechende Lobbyarbeit und Druck in den Betrieben bekommen wir erstens eine rasche Umsetzung der EU Richtlinie-warum soll man bis Dezember 2011 warten?- und zweitens echte Verbesserungen ins Gesetz.

Denn die Aussage unserer Regierung es gäbe keinen Handlungsbedarf ist offensichtlich Falsch. Nur das wird hier leider nicht debattiert.

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

Düsseldorf


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BeitragVerfasst: 19.03.2010, 00:10 
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Hi Christian,

der TV und was drin steht ist eine Sache. Jetzt nicht mehr zu ändern, soweit schon klar.

Eine andere Sache ist das Verhalten der IG Metall. Warum so passiv, so träge? Warum die Zustimmung zur Geheimdiplomatie?

Warum die Verhandlungsvollmacht an einen Totalversager? Warum lasst ihr euch von dem kleinen Stuttgarter Haufen Sch**** namens CGM wie eine Schlachtsau durchs Dorf treiben? Euer Vorstand war doch geneigt, den 7,56 inkl. 8.6 zuzustimmen, bevor die CGM vorgeprescht ist. Zum Glück konnte die Tarifkommission das alles gerade noch verhindern.

Wo ist der Stolz und das Selbstbewusstsein der mächtigsten Gewerkschaft Europas?

Du selbst agierst hier offensiv und transparent und das gefällt der "Mannschaft" (die bunt gemischt ist), mir übrigens auch. Warum nicht die gleiche Offenheit bei Tarifverhandlungen?

Soll kein Angriff sein, nur eine Anregung.

Viele Grüße

D.F.


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BeitragVerfasst: 19.03.2010, 12:15 
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Ich muss Herrn Iwanowski in seinen Erklärungsversuchen recht geben.

Mit dem BZA war nicht mehr als Mindestbedingungen umzusetzen.

Nicht um "rechthaberisch" zu sein, sei mir eine Bemerkung erlaubt: Schon Ende 2002 habe ich dem damaligen IGM Verhandlungsführer prophezeit, dass mit dem BZA keine langfristige Tarifentwicklung möglich sein wird. Man hat mir damals nicht geglaubt.

Dass momentan viele Entleiher Preise drücken ist bekannt. Sie tragen somit eine Mitverantwortung, wie ich es auf unserer HP im Arikel "Unternehmensverantwortung ist keine Einbahnstraße" klar gestellt habe.

Wir verstärken grade unsere Aktivitäten, um Entleiher und Verbände auf ihre gesellschaftliche Verantwortung auch im Rahmen der Zeitarbeit hinzuweisen und Unterstützer für diese Initiative zu gewinnen.

Norbert Fuhrmann


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