ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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BeitragVerfasst: 09.04.2012, 19:14 
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Hallo zusammen,

ich hatte doch neulich mal wieder ein Streitgespräch mit einer ZAF bzgl. bezahlter Arbeitszeit.

Beim avisierten Einsatz wird 40h/Woche gearbeitet, zusätzlich die Frühschicht auch noch samstags.

Fordere ich doch für mich dass alle 40 Std. bezahlt werden und zusätzlich noch die Samstage (die ich aber sowieso kicken werde). Dann kommt natürlich die übliche Stundensammelantwort, als Gegenargument meinerseits die Frage nach dem Kostenlosen Kredit für die ZAF, denn diese bekommt auch vom Kd. die tatsächlichen Stunden bezahlt.

Hat denn die ZAF ein Recht auf einen AV mit 35h/Woche wenn der MA für mind. 40h/Woche im Einsatz ist? Oder andersrum: Hat der MA ein Recht auf einen AV bzw. eine Bezahlung der gleichen Stunden wie beim Kunden die Regelarbeitszeit ist?

Oder: wenn ich einen AV über 35h/Woche habe, MUSS ich dann ggf. 40h/Woche arbeiten und wenn ja wie lange??? Anschließend hab ich doch nach meiner Auffassung Anrecht auf Freizeit aller Mehrstunden gegenüber meinem (35h) Arbeitsvertrag.

Was meint ihr?


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BeitragVerfasst: 10.04.2012, 12:20 
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@ib,
alle Tarifverträge in der Leiharbeit sehen diese 35 Std/Woche vor. Die einzige, mir bekannte Ausnahme bildet der DGB / BZA Tarifvertrag, dort heißt es:

In den Fällen, in denen ein Mitarbeiter dauerhaft in ein Unternehmen mit längerer Arbeitszeitdauer überlassen wird,
können die Arbeitsvertragsparteien eine entsprechend längere Arbeitszeit (max. 40 Stunden/Woche) vereinbaren.
Die Vergütung wird in diesem Fall entsprechend angepasst


MfG

seneca


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BeitragVerfasst: 10.04.2012, 12:55 
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Hallo seneca,

ich weiß dass alle das vorsehen ;) meine Frage war dahingehend ob ich einen 35Std. AV machen MUSS und auch 40Std. arbeiten gehen MUSS und damit leben MUSS dass jede Woche 5Std. aufs Zeitkonto gehen und ich nicht darüber verfügen kann.
Ich bin ja keine Bank die kostenlose Kredite ausgibt...

Gruß ib


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BeitragVerfasst: 10.04.2012, 14:40 
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Hallo ib,

Du MUSST gar nichts!!!

Andererseits ist es leider so, das, wenn Du die Stelle haben willst Du wohl darauf eingehen musst. Hier ist also dein persönliches Verhandlungsgeschick gefragt.

ib hat geschrieben:
dass jede Woche 5Std. aufs Zeitkonto gehen und ich nicht darüber verfügen kann.


Aber Du kannst doch darüber verfügen! Entweder kannst Du die angesammelten Stunden als Freizeit entnehmen oder Du läßt sie dir auszahlen. Diese Vorgehensweise stellt zumindest bei meiner ZAF kein Problem dar.

MfG

seneca


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BeitragVerfasst: 10.04.2012, 16:13 
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seneca hat geschrieben:
Hallo ib,

Du MUSST gar nichts!!!

Andererseits ist es leider so, das, wenn Du die Stelle haben willst Du wohl darauf eingehen musst. Hier ist also dein persönliches Verhandlungsgeschick gefragt.

ib hat geschrieben:
dass jede Woche 5Std. aufs Zeitkonto gehen und ich nicht darüber verfügen kann.


Aber Du kannst doch darüber verfügen! Entweder kannst Du die angesammelten Stunden als Freizeit entnehmen oder Du läßt sie dir auszahlen. Diese Vorgehensweise stellt zumindest bei meiner ZAF kein Problem dar.

MfG

seneca


ich weiß dass ich nichts muss, ich frage ja mehr für die Allgemeinheit. Immerwieder wie die ZAFs drauf pochen dass man erstmal Stunden aufbauen soll *lol*

wie soll ich drüber verfügen? nach 4 wochen mit insgesamt 20 Überstunden sag ich zur ZAF dass ich die JETZT nehmen will? du weißt doch was dabei raus kommt, die wehren sich mit Händen und Füssen dagegen.


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BeitragVerfasst: 10.04.2012, 17:28 
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Hallo ib,
ib hat geschrieben:
nach 4 wochen mit insgesamt 20 Überstunden sag ich zur ZAF dass ich die JETZT nehmen will?

Also 1. bist Du nicht verpflichtet, X Stunden aufzubauen. Wozu auch? Die Stunden auf dem Zeitkonto gehören Dir und Du verfügst darüber, sonst niemand!
Wenn ich Freizeit haben will, dann spreche ich das zuerst im Entleihbetrieb ab und wenn ich das dort geregelt habe, stelle ich einen Antrag auf Freizeitausgleich bei meiner ZAF. Das hat bei mir bisher immer geklappt.

MfG
seneca


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BeitragVerfasst: 10.04.2012, 19:32 
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seneca das ist mir klar, vielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt. Die Praxis kennen wir alle die wir hier sind ;)

Wenn der Entleiher Personal anfordert dann doch mit der Maßgabe dass selbiges zu seinen zeiten und Bedingungen dort arbeitet, oder? Das gesicht möchte ich sehen wenn ich freitags nach vertraglichen 35 Wochenstunden Feierabend mache *lol*

aber ich frage mich ob es rechtens ist wenn einen die ZAF für Monate (6!!!) beim Kunden 40Std. arbeiten lässt, aber im Gegenzug nur einen AV mit 35Std anbieten will und die Mehrarbeit weder vergüten will, noch dass man sie zeitnah nehmen kann, sondern (wenn überhaupt) nach selbigem Einsatz . Und wenn der vorbei sein sollte schwinden die schönen Plusstunden ganz schnell wieder (nach Lesart der ZAF, wenn kein weiterer Einsatz in Aussicht steht).

oder anders: man schickt den MA wissentlich 40h arbeiten und will ihm nur 35h bezahlen, über den Rest kann er nicht verfügen denn "man muss ja Stunden aufbauen" oder " xx Stunden müssen auf dem Konto stehen bleiben" und so kann der MA Handstand machen aber an seine erarbeiteten Stunden kommt er nicht ran.

oder so: man gibt dem MA einen AV über 35h und lässt ihn 15% mehr arbeiten, diese 15% sind aber für ihn nicht greifbar (s.o.)

ich für meinen Fall hab denen schon gesagt dass ich alle Stunden bezahlt haben möchte.


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BeitragVerfasst: 11.04.2012, 10:07 
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seneca hat geschrieben:
Hallo ib,
ib hat geschrieben:
nach 4 wochen mit insgesamt 20 Überstunden sag ich zur ZAF dass ich die JETZT nehmen will?

Also 1. bist Du nicht verpflichtet, X Stunden aufzubauen. Wozu auch? Die Stunden auf dem Zeitkonto gehören Dir und Du verfügst darüber, sonst niemand!
Wenn ich Freizeit haben will, dann spreche ich das zuerst im Entleihbetrieb ab und wenn ich das dort geregelt habe, stelle ich einen Antrag auf Freizeitausgleich bei meiner ZAF. Das hat bei mir bisher immer geklappt.

MfG
seneca


Oh mann schon mal in deinen Arbeitsvertrag geschaut?

Da steht 35 Stundenwoche -Garantiezeit - die tatsächliche Arbeitszeit richtet sich nach der beim Kunden.
Du hast dich also persönlich verpflichtet länger zu arbeiten. Einfach nach Hause gehen heißt Vertragsverletzung = Abmahnung und wenn mehrfach verhaltensbedingte Kündigung mit Sperre bei der BA.

Dass das Zeitkonto dem Arbeitnehmer gehört ist richtig. Kann Bestimmungen im Gesetz,Tarifvertrag und Arbeitsvertrag bedeuten man muss sich einigen. Der Praxishinweis kläre das mit dem Entleiher und dann gehe zu deinem Disponenten ist zwar richtig aber da wo ZAF nicht will will sie nicht. Sie will das Zeitkonto wohl gesetzwidrig für verleihfreie Zeiten haben.

So schnell zeigt sich bei was für einem Verleiher man gelandet ist.

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

Düsseldorf


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BeitragVerfasst: 11.04.2012, 17:50 
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Hallo Christian,
Iwanowski hat geschrieben:
Da steht 35 Stundenwoche -Garantiezeit - die tatsächliche Arbeitszeit richtet sich nach der beim Kunden.

Ist ja völlig richtig aber es gibt auch andere Möglichkeiten! Ich mache es z.B. immer so:

Ich werde also an Entleiher A verliehen, der eine 37 Std Woche hat.
Nun schließe ich für die Dauer meines Einsatzes dort eine schriftliche Zusatzvereinbarung mit meiner ZAF, das meine, wie Du es nennst, Garantiezeit für die Dauer des Einsatzes dort auf 37 Std. Woche erhöht wird. Diese Vereinbarung entfällt automatisch mit Einsatzende.

Danach gehe ich dann zu Entleiher B, bei dem es die 40 Std. Woche gibt. Ich mache also mit der ZAF wiederum eine neue Zusatzvereinbarung über eben diese 40 Std. Wiederum verfällt diese Vereinbarung mit Auftragsende. usw.

Es ist alles eine Frage des Verhandlungsgeschicks. Bei mir klappt das schon seit vielen Jahren so.

MfG

seneca


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BeitragVerfasst: 11.04.2012, 17:56 
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@Christian

Zitat:
Oh mann schon mal in deinen Arbeitsvertrag geschaut?

Da steht 35 Stundenwoche -Garantiezeit - die tatsächliche Arbeitszeit richtet sich nach der beim Kunden.
Du hast dich also persönlich verpflichtet länger zu arbeiten.


Du bist echt ein Witzbold. Ich habe zu dem Thema gestern für mich persönlich die Aussage verweigert, weil es ohne Gewerkschaftsbashing nicht gegangen wäre. Und jetzt so was.


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BeitragVerfasst: 11.04.2012, 22:05 
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Iwanowski hat geschrieben:
So schnell zeigt sich bei was für einem Verleiher man gelandet ist.

sehr witzig! kennste einen, kennste alle!

Aber ist das nicht auch ein Punkt zum Thema Equal Treatment? Also Gleichstellung? denn ich empfinde auch hier eine Gleichstellung des LAN gegenüber den MA im Entleihbetrieb, sprich bei der bezahlten Arbeitszeit, wichtig! der verleiher bekommt ja auch alle geleisteten Stunden bezahlt und hat kein Stundenkonto beim Entleiher *g*

@seneca: was ist wenn die ZAF von heute auf morgen nicht mehr will?


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BeitragVerfasst: 12.04.2012, 02:02 
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Maya hat geschrieben:
Aber, wie sollte das aussehen, wenn du von einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden beim Kunden A, danach 37,5 Stunden bei Kunde B zukünftig arbeiten sollst? Einer Absenkung der ursprünglich vereinbarten 40 Stunden musst du nicht (könntest du aber) zustimmen.



Soweit die Leihbude nur einen Folgeeinsatz mit einer Wochenarbeitszeit von 37,5 Stunden anbieten kann, besteht eine vergütungspflichtige Nichteinsatzzeit von 2,5 Stunden pro Woche.
Die Absurdität der tariflichen Regelung wird deutlich, wenn man diese zuendedenkt: Würde die Leihbude eine Wochenarbeitzeit von einer Stunde vereinbaren, dann würde es nie zu einer Verpflichtung kommen, für Nichteinsatzzeiten eine Vergütung zu zahlen (bis auf die eine Stunde).
Solange die Leihtarifverträge nicht wenigstens einen Überstundenzuschlag von 25% für jede über 35 Stunden hinausgehende Stunde vorsehen, handelt es sich nach meiner Auffassung um Gefälligkeitstarifverträge.

Iwanowski hat geschrieben:
Oh mann schon mal in deinen Arbeitsvertrag geschaut?

Da steht 35 Stundenwoche -Garantiezeit - die tatsächliche Arbeitszeit richtet sich nach der beim Kunden.
Du hast dich also persönlich verpflichtet länger zu arbeiten. Einfach nach Hause gehen heißt Vertragsverletzung = Abmahnung und wenn mehrfach verhaltensbedingte Kündigung mit Sperre bei der BA.


Hier handelt es sich nicht um eine persönliche sondern um eine tarifvertragliche Verpflichtung, die man zwangsweise eingehen muss.
Das BAG hat mit Urteil vom 21.06.2011 - 9 AZR 236/10 – über die Klage eines Arbeiters auf Erhöhung seiner Durchschnittsarbeitszeit entschieden.
Eine Regelung, aus der der Arbeiter nicht erkennen kann, wie lange er tatsächlich Arbeiten muss, verstößt gegen das Transparenzgebot. Angehoben wurde die Arbeitzeit nur auf die tarifliche Regelung.

Quelle: http://juris.bundesarbeitsgericht.de/cg ... os=0&anz=1

_________________
Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats
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BeitragVerfasst: 12.04.2012, 08:56 
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ib hat geschrieben:
@seneca: was ist wenn die ZAF von heute auf morgen nicht mehr will?


Darüber mache ich mir dann Gedanken, wenn es so weit ist. Momentan bin ich in einem langfristigen Dauereinsatz.

MfG

seneca


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BeitragVerfasst: 12.04.2012, 14:40 
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seneca hat geschrieben:
ib hat geschrieben:
@seneca: was ist wenn die ZAF von heute auf morgen nicht mehr will?


Darüber mache ich mir dann Gedanken, wenn es so weit ist. Momentan bin ich in einem langfristigen Dauereinsatz.

MfG

seneca



Seneca s Beispiel zeigt das es geht. Es ist eben nicht jede ZAF wie die andere. Ich kenne auch Firmen die den Leuten Einsatzbezogen dann mehr Stunden ausbezahlen.

Richtig ist aber wenn ZAF nicht mitspielt hat LAN die A-Karte.

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

Düsseldorf


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BeitragVerfasst: 12.04.2012, 14:54 
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Iwanowski hat geschrieben:
Richtig ist aber wenn ZAF nicht mitspielt hat LAN die A-Karte.


und das kann man keineswegs für Gut befinden!

Ich stand auch mit diversen ZAF in Kontakt und fragte auch immer wie denn die Arbeitszeit beim Kunden sei, meist 38 Std, teilweise 40 Std, einmal sogar 45 Std., meine Frage nach kompleter Bezahlung wurde dann meist mit "Sie müssen erstmal Stunden aufbauen!" oder ähnlich beantwortet. Auf die Frage nach dem Warum kam dann die Erklärung für die einsatzfreien Zeiten als ob dass das Normalste der Welt wäre.


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BeitragVerfasst: 12.04.2012, 18:39 
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Hallo Maya,
Maya hat geschrieben:
Nicht falsch verstehen seneca, ich gönne dir jeden Euro:-))

Ne Ne, keine Sorge, ich verstehe dich nicht falsch!
Maya hat geschrieben:
irgendwie beschleicht mich aber das Gefühl, dass diese Vorgehensweise nicht wirklich (rechtlich) sauber ist. Eine Flexibilisierung der Arbeitszeit über eine schnöde Zusatzvereinbarung? Das stinkt.

Ob es rechtlich sauber ist kann ich nicht sagen. Andererseits sieht aber der DGB / BZA Tarifvertrag eine solche Anpassung der regelmäßigen Arbeitszeit durchaus vor.
Maya hat geschrieben:
seneca hat sich das mühsam, sehr mühsam, erarbeitet. Daraus eine Regel machen zu wollen, ist albern.

Auch diese Aussage ist richtig. Man kann es nicht als Regel betrachten. Es handelt sich um eine Vorgehensweise, die ich mit meiner NLL in wirklich ausgiebigen Gesprächen so abgesprochen habe.
Vielleicht liegt es daran das ich unmißverständlich gesagt habe, das ich keinerlei Abzug vom Zeitkonto hinnehmen werde, ohne das die ZAF einen von mir unterschriebenen Antrag dafür hat. Versucht haben sie es nur 1X. Ich habe das dann sofort an meinen Anwalt weitergeleitet, ohne gegenüber der ZAF auch nur ein Wort darüber zu verlieren.
Die Stunden wurden dann prompt meinem Zeitkonto wieder gutgeschreiben.

Natürlich kam dann prompt ein Schreiben der NLL, warum ich denn nicht zuerst mit ihnen darüber gesprochen hätte. ( Man kann doch über Alles reden ) Meine Antwort: "Ich habe keine Lust mehr auf sinnfreie Diskussionen und werde mich auch bei künftigem Fehlverhalten Ihrerseits sofort an meinen Anwalt wenden." Offensichtlich hat das gereicht.

Aber es ist schon richtig, wer noch in der Probezeit ist oder nur kurz darüber hinnaus, der sollte solche Versuche lieber nicht starten! Man fällt schneller auf die Schnauze als man gucken kann.

MfG

seneca

P.S.: @maya: :D Bin von HipHop auf Trance umgestiegen :D :D :D


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BeitragVerfasst: 12.04.2012, 19:21 
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Maya hat geschrieben:
Ich kenne viele die das nicht tun. Ich gebe dir mal 10 (für den Anfang) vor: Randstad......

ich hatte beim letzten AV mit RS die 38 Stundenwoche (wie beim Kunden) vereinbart. Die bezahlten sie dann allerdings auch als es keinen Einsatz gab, versuchten allerdings das nach unten zu korrigieren ;)


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BeitragVerfasst: 12.04.2012, 20:36 
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Maya hat geschrieben:
Hallo,

bedauerlicherweise könnten gerade die Großen der Branche den Benchmark für fairen Umgang mit Leiharbeitnehmern setzen, tun dies aber nicht.
2 Vorfälle von dieser Woche: Eine Freundin hat einen Zeitarbeitsvertrag postalisch übersendet bekommen, den Sie blanko unterschreiben und zurückschicken sollte. Alle relevanten Daten (Stundenlohn, Wochenarbeitszeit…) fehlten. Man sagte Ihr „dass man sich da schon drum kümmert und sie sich keine Sorgen machen soll“.
Bei einem anderen der genannten 10 Leihfirmen äußerte man während des Vorstellungsgesprächs, dass die Stunden vom Zeitkonto selbstverständlich für einsatzfreie Zeiten verrechnet werden (ohne Einverständnis des Leiharbeitnehmers). Obwohl die ZAF auf Ihrer Homepage damit wirbt, genau dieses nicht zu tun. Überflüssig zu erwähnen, dass sich während des Gespräches, die Stelle auf die sich mein Bekannter bewerben musste (Vorschlag AA), als „Lockvogel-Angebot“ entpuppte.
Die sind doch alle nicht mehr zu retten……

Es gibt keine Kontrollen von der AA. Bei bundesweit, gerademal 60 Prüfern für die Zeitarbeitsunternehmen, wird alles von der Legislative unternommen, um das „Jobwunder Zeitarbeit“ und die Profiteure nicht zu gefährden.

Dazu passt doch diese Meldung hervorragend: http://www.zeitarbeit-nachrichten.de/in ... Itemid=333

seneca hat geschrieben:
P.S.: @maya: :D Bin von HipHop auf Trance umgestiegen :D :D :D


Trance? Sag mal.......Sorgen mache ich mir aber erst, wenn du anfängst, psychoaktive Drogen aus Krötensekret währenddessen zu rauchen :wink: :lol:

Viele Grüße,

Maya


Gruß
Exberliner


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BeitragVerfasst: 15.04.2012, 05:42 
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Iwanowski hat geschrieben:
Sie will das Zeitkonto wohl gesetzwidrig für verleihfreie Zeiten haben.


Nach dieser Aussage ist der IGZ-Tarifvertrag rechtswidrig.
Die Gewerkschaften haben für uns folgende Regelung erkämpft:

3.2.3. Die auf dem Arbeitszeitkonto aufgelaufenen Stunden werden durch
Freizeit ausgeglichen (vgl. PN 9). Dabei können der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer
in jedem Kalendermonat über jeweils zwei Arbeitstage Zeitguthaben
frei verfügen.

Damit kann laut Tarifvertrag der Arbeitgeber einseitig zwei einsatzfreie Trage pro Monat mit dem Zeitkonto verrechnen.

_________________
Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats
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BeitragVerfasst: 16.04.2012, 10:23 
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Hans_der_Kaempfer hat geschrieben:
Iwanowski hat geschrieben:
Sie will das Zeitkonto wohl gesetzwidrig für verleihfreie Zeiten haben.


Nach dieser Aussage ist der IGZ-Tarifvertrag rechtswidrig.
Die Gewerkschaften haben für uns folgende Regelung erkämpft:

3.2.3. Die auf dem Arbeitszeitkonto aufgelaufenen Stunden werden durch
Freizeit ausgeglichen (vgl. PN 9). Dabei können der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer
in jedem Kalendermonat über jeweils zwei Arbeitstage Zeitguthaben
frei verfügen.

Damit kann laut Tarifvertrag der Arbeitgeber einseitig zwei einsatzfreie Trage pro Monat mit dem Zeitkonto verrechnen.



Streng genommen kann man das so sehen ja!

Allerdings kann man sich streiten ob 2 Tage im Monat schon ein abwälzen des unternehmerischen Risikos auf den LAN ist.
Denke was die Großen mit ihrem BZA Tarif da machen ist weder vom Tarif gedeckt noch vom Gesetz.

In unseren Haustarifen stellen wir es deshalb klar dass das Zeitkonto nicht für verleihfreie Zeiten gilt.

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

Düsseldorf


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BeitragVerfasst: 21.04.2012, 07:58 
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Beiträge: 306
Iwanowski hat geschrieben:
Allerdings kann man sich streiten ob 2 Tage im Monat schon ein abwälzen des unternehmerischen Risikos auf den LAN ist.
Denke was die Großen mit ihrem BZA Tarif da machen ist weder vom Tarif gedeckt noch vom Gesetz.


Wenn keine Verrechnung erfolgen darf, dann hat ein Leiharbeiter bei 20 Arbeitstagen mit je 8 Stunden im Monat Anspruch auf Vergütung von 160 Stunden.
Da die Leihbude nur 35 Stunden berechnen muss (140 Stunden im Monat) und zusätzlich die beiden Tage (16 Stunden) verrechnen kann, trägt der Leiharbeiter das wirtschaftliche Risiko für Nichteinsatzzeiten von 36 Stunden im Monat. Also ¼ der möglichen Arbeitzeit.
Auf der Startseite von Zoom steht:

"Haben Verleihfirmen keine Arbeit, dürften sie ihren Beschäftigten keine Stunden vom Arbeitszeitkonto abziehen. Darauf weist die IG Metall NRW hin. Leiharbeitnehmern steht auch für einsatzfreie Zeiten der vollen Lohn zu."

Diese Aussage ist nicht richtig, weil durch die eigenen Tarifverträgen eine Ausheblung erfolgte. Warum? Was haben die Arbeitgeber als Gegenleistung angeboten.

Iwanowski hat geschrieben:
In unseren Haustarifen stellen wir es deshalb klar dass das Zeitkonto nicht für verleihfreie Zeiten gilt.


Wie viele Leiharbeiter sind durch diese Haustarife geschützt?
Klargestellt werden muss diese Regelung in den beiden Tarifverträgen für Leiharbeit

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