ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

Ein Forum der IG Metall
Aktuelle Zeit: 25.10.2014, 12:51

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 135 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5  Nächste
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 26.11.2011, 19:49 
Offline

Registriert: 13.12.2009, 15:00
Beiträge: 311
Wohnort: Niedersachsen
Ich dachte immer, die Ausschlussfristen gelten auch für den AG, also die LAN.
Demzufolge könnte nur die letzte Lohnabrechnung angezweifelt werden, mithin die von 10/2011.
07, 08 und 09/2011 sind abgeschlossen, kein Widerspruch ==> Lohnabrechnung gültig.
Konkludenz nennt man das meines Wissens nach.

Gruß, rw


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 26.11.2011, 19:53 
Offline

Registriert: 03.03.2011, 19:39
Beiträge: 892
Zitat:
Ich dachte immer, die Ausschlussfristen gelten auch für den AG, also die LAN.


Häh?

Zitat:
Demzufolge könnte nur die letzte Lohnabrechnung angezweifelt werden, mithin die von 10/2011.


Die Ausschlussfristen im BZA sagen was anderes. Aber die werden dem AN regelmässig zum Verhängnis, keine Frage. Gerade wenn man z.B. noch in der Probezeit ist oder weil der AV befristet wurde und man auf eine Verlängerung hofft.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 26.11.2011, 20:04 
Offline

Registriert: 13.12.2009, 15:00
Beiträge: 311
Wohnort: Niedersachsen
früherwaralles hat geschrieben:
red_wing hat geschrieben:
Ich dachte immer, die Ausschlussfristen gelten auch für den AG, also die LAN.
Häh?


Sorry, mein Fehler. Ich sollte die Drogen wechseln.
Mit AG ist natürlich die ZAF gemeint.

Trotzdem bleibe ich dabei:
Im November die Abrechnung für Juli oder August zu ändern ist unwirksam.

rw


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 26.11.2011, 20:44 
Offline

Registriert: 16.01.2011, 08:24
Beiträge: 327
ib hat geschrieben:
Warum fehlt bei solchen Beiträgen immer der Hinweis dass man sich bei sowas am besten an die örtliche Gewerkschaft wenden sollte? Viele LAN unternehmen aus Unwissenheit nichts!


Warum fehlt bei solchen Beiträgen immer der Hinweis, dass die Zeitkonten eine Erfindung der gewerkschaftlichen Tarifkommissionen sind? In echten Tarifverträgen habe ich eine derartige Regelung bisher nicht gefunden.

Zitat von der BZA-Homepage

Das Herzstück des Manteltarifvertrages ist das Arbeitszeitkonto. Es ermöglicht flexible Einsatzplanung. Das Arbeitszeitvolumen kann optimal an die Auftragslage ausgerichtet, an die Bedürfnisse der Einsatzbetriebe angepasst oder nach Wünschen der Mitarbeiter geplant werden. Das flexible Arbeitszeitkonto dient zudem der Beschäftigungssicherung, um kurzfristige Entlassungen zu vermeiden

Die Tarifparteien haben ganz bewusst eine 35-Stunden-Woche und ein Arbeitzeitkonto vereinbart, damit das Risiko des Nichteinsatzes der Leiharbeiter trägt.


Die örtlichen Gewerkschaften sagen, ohne Mitgliedschaft keine Unterstützung.
Auch eine Gewerkschaft muss nach kaufmännischen Gesichtspunkte handeln und würde sofort ihre Kampfkraft verlieren, wenn sie nur von den Minibeiträgen der Leiharbeiter existieren müsste.

_________________
Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats
Der letzte Arbeitskampf http://www.wdr.de/mediathek/html/region ... essung.xml


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 26.11.2011, 23:00 
Offline

Registriert: 03.03.2011, 19:39
Beiträge: 892
@rw

jetzt verstehe ich erst, worauf Du hinaus willst. Klar gelten die Ausschlussfristen auch für den AG, daher ist die Aussage "um Ihnen Unannehmlichkeiten zu ersparen" schon wieder dreist. Aber was will man von einer ZAF erwarten? Das sie sich an die eigenen Verträge hält?

Unterschlagen hast Du in der 2. Antwort den September und der liegt noch innerhalb der Ausschlussfrist des BZA.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 27.11.2011, 14:16 
Offline

Registriert: 04.08.2009, 06:55
Beiträge: 464
Hans_der_Kaempfer hat geschrieben:
ib hat geschrieben:
Warum fehlt bei solchen Beiträgen immer der Hinweis dass man sich bei sowas am besten an die örtliche Gewerkschaft wenden sollte? Viele LAN unternehmen aus Unwissenheit nichts!


Warum fehlt bei solchen Beiträgen immer der Hinweis, dass die Zeitkonten eine Erfindung der gewerkschaftlichen Tarifkommissionen sind? In echten Tarifverträgen habe ich eine derartige Regelung bisher nicht gefunden.


das ist aber nicht mehr zu ändern, dagegen vorzugehen schon.

mein Sinn von AZK erschließt sich nur wenn im Kunden bspw. Mo-Do 8 Std und Freitag nur 6 Std. gearbeitet wird. oder wenn in Absprache mit dem MA mal eine Woche FZA (im Voraus!!!) besprochen wird, das heißt ich weiß ich hab ne Woche frei und kann auch was planen. Nur die Reglung sich bereit zu halten und trotzdem FZA zu nehmen (ev. noch rückwirkend) ist und bleibt Unsinn und entspricht auch nicht dem Sinn der Worte im BZA Tarifvertrag.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 28.11.2011, 03:26 
Offline

Registriert: 16.01.2011, 08:24
Beiträge: 327
ib hat geschrieben:
das ist aber nicht mehr zu ändern, dagegen vorzugehen schon.


Solange es keine höchstrichterliche Entscheidung gibt, dass Verdi und Co tariffähig im Leiharbeiterbereich sind, obwohl sie praktisch keine Mitglieder haben, ist das noch zu ändern. Im Übrigen wurde in der 1. Instanz nicht nur den Christen sondern auch dem DGB und Verdi die Tariffähigkeit abgesprochen.

ib hat geschrieben:
mein Sinn von AZK erschließt sich nur wenn im Kunden bspw. Mo-Do 8 Std und Freitag nur 6 Std. gearbeitet wird.


Bei einer echten 35-Stunden-Woche (7 Stunden pro Tag) ohne Zeitkonto würde der Leiharbeiter von Mo bis Do für je eine Stunde Überstundenzuschlag und am Fr eins Stunde Nichteinsatz bekommen. Warum soll der Leiharbeiter das Risiko dafür tragen, das die Leihbude ihn an Freitag keinen vollen Einsatz vermitteln kann.

ib hat geschrieben:
oder wenn in Absprache mit dem MA mal eine Woche FZA (im Voraus!!!) besprochen wird, das heißt ich weiß ich hab ne Woche frei und kann auch was planen


In der Regel kann ein Leiharbeiter es sich wirtschaftlich nicht leisten, für längere Zeit Freizeit zu machen. Falls ja, wird die Leihbude zum Entleiher nicht sagen, diese Woche kann unser Herr x nicht, such dir eine andere Leihbude.

_________________
Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats
Der letzte Arbeitskampf http://www.wdr.de/mediathek/html/region ... essung.xml


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 28.11.2011, 11:12 
Offline

Registriert: 05.02.2007, 14:55
Beiträge: 476
Der Monitorbeitrag zu R. ist jetzt auch bei youtube.de abrufbar:

"Abzocke bei Randstad"


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 17.12.2011, 15:40 
Offline

Registriert: 05.02.2007, 14:55
Beiträge: 476
Dedi hat geschrieben:
Hallo,
ich bin selber Mitarbeiterin der Firma Randstad und Mitglied im Betriebsrat. Ich weiss zwar nicht, ob in dem Beitrag auch vorgesehen ist, dass die Firma Randstad selber und/oder der Betriebsrat eine Stellungnahme abgeben kann, aber ich möchte hiermit die Bitte äußern, dass dies möglich gemacht wird. Derartige Aufrufe werden im Betriebsrat registriert, und sicherlich auch woanders bei Randstad. Zu einem informativen Beitrag gehört meiner Meinung nach, dass alle Beteiligten vor einer Beitragsveröffentlichung zu den Inhalten Stellung beziehen können. Gerne stehe ich zur Verfügung, wenn ich dazu beitragen kann, Dinge aufzuklären. Vielen Dank.

Moin @Dedi,

Sie sind doch nach Eigenaussage Vorsitzende eines BRs von R. und somit auch im Gesamtbetriebsrat. Mir kam zu Ohren, dass die Redakteure sehr wohl den BR um eine Stellungnahme gebeten haben, aber überall nur an die Presseabteilung von R. verwiesen wurden. Eine sehr eigenartige Form von 'Dinge aufklären'.

Was hört man sonst noch? Eine IGMetall-Verwaltungsstelle soll abgemahnt worden sein, weil sie sich erdreistete auf den TV-Beitrag hinzuweisen.

Es scheint ein sehr schwieriger Balanceakt zwischen "totschweigen" und "staubaufwirbeln" zu sein...


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 18.12.2011, 13:50 
Offline

Registriert: 18.12.2011, 13:33
Beiträge: 18
Hallo. Ich bin bei Randstad angestellt, habe zwei Monate keinen Einsatz gehabt. Mir wurde vom Zeitkonto meine Stunden entnommen, sowie über 200 Stunden als Minusstunden auf Zeitkonto gebucht. Ich habe keinen Freizeitantrag bekommen. Es wurde also nichts schriftlich vereinbart.Habe es schriftlich widersprochen mit §§-Angaben, es kam die Antwort, so ist es im Tarifvertrag geregelt.Da ich es so nicht einsehe, werde ich eine Klage erheben. Ich würde mich freuen, wenn mich jemand dabei unterstützt und bin auch bereit diesen Fall öffentlich zu machen.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 18.12.2011, 14:01 
Offline

Registriert: 10.06.2009, 23:42
Beiträge: 633
Wohnort: Oldenburg
Hallo

dann Schreibe Randstadt sofort Schriftlich per Einschreiben das dir die Stunden wiedr gut geschrieben werden.
Verweise auf das AÜG §11 Abs4.
Setze eine Frist die ca 14 Tage sein sollte nach erhalt des Schreibens.
Sage denen klar das du ansonsten einen ANwalt einschaltest und vors Arbeitsgericht gehst.

Das was die machen ist Diebstahl an deinem Eigentum

wichtig ist nichts unterschreiben.

Edit: für deinen Fall mache Bitte einen neuen thread auf

Gruß Uwe


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 21.12.2011, 11:37 
Offline

Registriert: 05.02.2007, 14:55
Beiträge: 476
In einem anderen Thread wurde eine Gesamtbetriebsvereinbarung von Randstad zitiert. Ob die aber in Gänze angewandt wird wage ich zu bezweifeln, weil bei Leiharbeitern die ich kenne wurden zwar Nichteinsatzzeiten ins Zeitkonto eingebucht, aber zwei Stunden Vergütung bei Erreichbarkeit fand bei niemand von ihnen statt.

Zitat:
Der GBR von Randstad hat ja schließliche diese gesetzeswidrige GBV mit vereinbart.

"BV-Arbeitszeitkonten:
§ 2.1 Dem individuellen Zeitkonto des Mitarbeiters im Sinne von § 4.2 MTV ZA können bis zu 150 Stunden der über die durchschnittliche
monatliche Arbeitszeit von 151,67 Stunden hinaus geleisteten Arbeit als Plusstunden gutgeschrieben werden.
§ 2.2 Beträgt das Guthaben mehr als 150 Plusstunden, sind die darüber hinausgehenden Plusstunden an den Mitarbeiter auszuzahlen, es sei
denn, der Mitarbeiter verzichtet Ausdrücklich durch schriftliche Erklärung darauf und erklärt in dieser Form sein Einverständnis zum Aufbau
von mehr als 150 Stunden auf 200 Stunden bzw. 230 Stunden auf dem Arbeitszeitkonto.
§ 2.3 Das Arbeitszeitkonto jedes überbetrieblichen Mitarbeiters darf grundsätzlich nicht mehr als 105 Minusstunden aufweisen. Vor
Erreichen von 70 Minusstunden soll keine betriebsbedingte Kündigung (nach Ablauf der Probezeit) erklärt werden.
§ 3.1 Die einsatzfreien Stunden, die sich durch die Differenz der Stunden effektiv geleisteter Arbeitszeit zu der individuellen regelmäßigen
monatlichen Arbeitszeit gemäß § 2 MTV ZA ergeben, werden entweder als Minusstunden in das Arbeitszeitkonto gebucht oder von im
Arbeitszeitkonto als Guthaben vorhandenen Plusstunden in Abzug gebracht.
§ 3.2 Erklärt sich der Mitarbeiter während der einsatzfreien Zeit sowie bei vereinbartem Freizeitausgleich auf Wunsch von
Randstad bereit, für evtl. Einsätze erreichbar zu sein, werden 2 Stunden des jeweiligen Tages wie Arbeitszeit behandelt.
§ 3.3 Stellt sich der Mitarbeiter für einen Kundeneinsatz beim Kundenbetrieb vor und muss er an diesem Tag aus von ihm nicht zu
vertretenden Gründen die Arbeit nicht antreten, wird dafür ein voller Arbeitstag wie Arbeitszeit behandelt. Sofern der Mitarbeiter
sich unmittelbar nach der Vorstellung in den Einsatz begibt, wird die Zeit ab der Vorstellung beim Kunden bis zum Arbeitsantritt wie
Arbeitszeit behandelt.
§ 3.4 Gleiches gilt, wenn sich ein Mitarbeiter für einen Einsatz bereit hält, der Einsatz aber kurzfristig ausfällt.
§ 3.5 Wird ein Mitarbeiter für den Fahrdienst eingesetzt, wird die dafür aufgewandte Zeit wie Arbeitszeit behandelt.
§ 4.1 Die Arbeitsstunden und die wie diese zu behandelnden Stunden (u.a. Krankheit, Urlaub, Feiertage) die über der individuellen
regelmäßigen monatlichen Arbeitszeit gemäß § 2 MTV ZA und unterhalb der Grenze für die Zuschlagspflicht gemäß § 7.1 MTV ZA
geleistet werden, werden auf dem Arbeitszeitkonto als Plusstunden gutgeschrieben.
§ 4.2 Alle nach § 7.1 MTV ZA zuschlagspflichtigen vollen Mehrarbeitsstunden werden grundsätzlich vergütet und nicht dem
Arbeitszeitkonto gutgeschrieben.
§ 4.3 Solange das Zeitkonto des Mitarbeiters Minusstunden aufweist, sind diese zunächst auszugleichen. Insoweit findet § 4.2 keine
Anwendung.
"


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 21.12.2011, 13:55 
Offline

Registriert: 02.06.2006, 13:32
Beiträge: 1620
Wohnort: NRW
Heute die neue BR Zeitung erhalten, BA Nord.

Im Vorwort von D. C. wird auf das Thema Zeitkonto eingegangen.

Ein paar Auszüge:
Interessanter Punkt: "Aufbau von Minusstunden: der Arbeitgeber trägt das Risiko für das Minuszeitkonto.

............. Aktuell wird jedes Zeitkonto geprüft, das mehr wie 105 Minusstunden aufweist.

Wenn nicht anders vereinbart , befindet ihr euch in der Einsatzfreien Zeit im Freizeitausgleich

Es besteht die Möglichkeit, mit eurem Einverständnis eine Vereinbarung über die Erreichbarkeit zu treffen
Folgen: 2 Stunden des jeweiligen Tages werden als Arbeitszeit vergütet, unabhängig davon, ob ihr zur Arbeit gerufen werdet."


Gerade der letzte Punkt ist nich konform mit dem AÜG.

also lesen wir daraus. Wenn der MA sich im Nichtensatz befindet und für Einsätze zur Verfügung steht unbedingt melden und auf das AG-Risiko bzw. auf das AÜG § 11.4 hinweisen.

_________________
Gruß

Jobber

"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier."

- Mahatma Gandhi (indischer Politiker (1869-1948))


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 22.12.2011, 01:34 
Offline

Registriert: 25.12.2006, 20:45
Beiträge: 1133
Eckard Gatzke spricht hier ganz aktuell alle für Randstad wichtigen Themen an. Sein internes Rundschreiben vom 25.11.2011 zur „Wahnsinns-Story" ist keine Erwähnung mehr wert.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 22.12.2011, 10:24 
Offline

Registriert: 04.08.2009, 06:55
Beiträge: 464
jobber hat geschrieben:
Heute die neue BR Zeitung erhalten...
BR = Betriebsrat? oder Betriebsleitung Randstad?

Zitat:
Wenn nicht anders vereinbart , befindet ihr euch in der Einsatzfreien Zeit im Freizeitausgleich


ich glaube auch der BR merkt nichts mehr! Wieso soll es denn des Mitarbeiters Problem sein wenn sein Arbeitgeber keine Arbeit für ihn hat?


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 22.12.2011, 15:19 
Offline

Registriert: 13.11.2008, 18:35
Beiträge: 543
Wohnort: Rheinland
ib hat geschrieben:
ich glaube auch der BR merkt nichts mehr! Wieso soll es denn des Mitarbeiters Problem sein wenn sein Arbeitgeber keine Arbeit für ihn hat?

Es ist und bleibt halt ein Marionetten- bzw. Pseudobetriebsrat.

_________________
„Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. [...]” (Napoleon)


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 22.12.2011, 16:26 
Offline

Registriert: 04.08.2009, 06:55
Beiträge: 464
hier lag heute der regio-EXPRESS der Region Ost im Kasten.

bei Mitarbeiter ABC gehts diesmal um Beschäftigungssicherung und lustige Aussagen zum Thema "bevor eine Kündigung aus betrieblichen Gründen ausgesprochen werden kann..müssen folgende Punkte geprüft werden" wie:

Können Plusstunden abgebaut werden oder Minusstunden aufgebaut werden?
Gibt es Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten wie
    Kundeneinsatz mit einer räumlichen Veränderung für max. 3 Monate
    Vom Arbeitsvertrag abweichende Tätigkeit ggf. mit einer befristeten Abgruppierung für max. 3 Monate
    Zumutbare gewerbliche Tätigkeit für Kaufmännische Kollegen
    eine Streichung der anrechenbaren (auch so ein Quark) aussertariflichen Zulage


Warum soll das alles mein Problem als AN sein? Wenn mich mein Arbeitgeber als Facharbeiter XY einstellt, soll er für Arbeit sorgen!

Ich hab mom. satte 350,-/400,- weniger weil neben der Zulage noch VMA und Fahrgeld fehlt und ich zu jedem Scheiss geschickt werde. Gut dass meine EG und die Wochenstunden noch stimmen.
Und wenn du maulst u.a. wegen Abrechnung / Freizeitausgleich wirste zum Personalgespräch gebeten und als Buhmann hingestellt.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Monitorsendung vom 24.11.2011
BeitragVerfasst: 05.01.2012, 10:14 
Offline

Registriert: 25.12.2006, 20:45
Beiträge: 1133
hilde hat geschrieben:
Was hört man sonst noch? Eine IGMetall-Verwaltungsstelle soll abgemahnt worden sein, weil sie sich erdreistete auf den TV-Beitrag hinzuweisen.

Ein Gewerkschafter der Verwaltungsstelle Berlin hat einen Flyer mit Hinweis auf die Monitorsendung vom 24.11.2011 erstellt und den betreuten ZAN zukommen lassen. In dem Flyer wurde im Zusammenhang mit der Stundenkontohandhabung der Firma R. das Wort "Betrug" verwendet. Deswegen setzte die Firma R. einen Anwalt auf den Gewerkschafter der Verwaltungsstelle Berlin an. Unter anderem wurde eine Geldbuße gefordert. Der BR der Firma R. hat die Zusammenarbeit mit dem Gewerkschafter der Verwaltungsstelle Berlin aufgekündigt.

Öffentlich hat sich weder die Firma R. noch der BR zu der ARD Sendung geäußert, egal scheint es ihnen aber nicht zu sein. Neben dem Rundschreiben der Geschäftsführung werden also auch juristische Schritte unternommen. Jeder sollte sehr genau aufpassen was er über die Firma R. ins Forum stellt und sich vorbeugend die pdf-Datei der Geschäftsleitung von der ZOOM-Startseite runterladen bevor sie eventuell verschwinden muß.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 20.01.2012, 21:18 
Offline

Registriert: 05.02.2007, 14:55
Beiträge: 476
Was soll man dazu sagen? Auch Schlecker war einmal Marktführer in Deutschland!


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 20.01.2012, 21:44 
Offline

Registriert: 02.03.2011, 11:44
Beiträge: 357
Wohnort: Leer - Ostfriesland
hilde hat geschrieben:



Und nun?

For you, vor Ort -Vor bye !

_________________
Resolution 217 A (III) der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 - Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
---> Artikel 23 Absatz 2: Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit <---


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 20.01.2012, 21:47 
Offline

Registriert: 05.02.2007, 14:55
Beiträge: 476
Unsere Niederlassung soll schöner werden - youtube

Bild

An Randstad und seine(n) Advokaten:

Zitat:
Satire ist eine Spottdichtung, die mangelhafte Tugend oder gesellschaftliche Missstände anklagt.
wikipedia

:lol:


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: ZOOM-Startseite
BeitragVerfasst: 21.01.2012, 10:16 
Offline

Registriert: 25.12.2006, 20:45
Beiträge: 1133
ZOOM-Startseite hat geschrieben:
"Finger weg von meinem Zeitkonto!"

Haben Verleihfirmen keine Arbeit, dürften sie ihren Beschäftigten keine Stunden vom Arbeitszeitkonto abziehen. Darauf weist die IG Metall NRW hin. Leiharbeitnehmern steht auch für einsatzfreie Zeiten der vollen Lohn zu.

Das ergibt sich aus dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz AÜG (§11, Abs.4). Danach haben Leiharbeiter, die ihrem Arbeitgeber ihre Arbeitskraft anbieten, Anspruch auf den arbeitsvertraglich vereinbarten Lohn - egal, ob der Arbeitgeber dieses Angebot annimmt oder nicht. Arbeitgeber dürfen ihr unternehmerisches Risiko nicht auf ihre Mitarbeiter abwälzen.

Randstad, Deutschlands größter Personaldienstleister, hält sich nicht daran. Das hat das WDR-Politmagazin Monitor am 24. November 2011 berichtet. Der Münsteraner Arbeitsrechtler Peter Schüren wirft dem Unternehmen sogar vor, gegen das Gesetz zu verstoßen. Die Praxis von Randstad sei "mit dem Gesetz so nicht vereinbart".

Mehr: http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/ ... rbeit.php5

Die IG Metall NRW ermutigt Leiharbeiter, die gewerkschaftlich organisiert sind, sich zur Wehr zu setzen und gegen den Griff ins Arbeitszeitkonto vor Gericht zu ziehen. Die Erfahrung lehre, sagt Christian Iwanowski von der IG Metall-Bezirksleitung NRW: "Sobald ein Leiharbeitnehmer sein Geld zurückfordert, zahlt der Verleiher." Denn die Firmen scheuten ein rechtskräftiges Urteil gegen ihre Praxis, einsatzfreie Zeiten vom Zeitkonto ihrer Beschäftigten abzuziehen. Dann wäre klär, dass ihr Verhalten rechtswidrig ist.


Dateien:

Flugblatt der IG Metall NRW

Monitor Beitrag als PDF

Anmerkung ZOOM: Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die interne Reaktion bei Randstad, die ZOOM vorliegt:

Brief der Randstad-Geschäftsleitung


http://www.igmetall-zoom.de/


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 21.01.2012, 12:30 
Offline
Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2215
Wohnort: Augsburg
Hallo,

das Thema Zeitkonten in Verbindung mit Nichteinsatz wird in der Branche unterschiedlich gehandhabt. Es gibt ZAF die nach eigenen Angaben Nichteinsatz korrekt nach dem § 11.4 AÜG (Annahmeverzug) mit Garantielohn vergüten (mit Zustimmung des LAN auch mit Zeitkonto möglich).

Es ist bekannt, dass nicht alle, vielleicht sogar die Mehrheit, sich nicht daran halten. Der Beitrag von Monitor am Beispiel Randstad:
http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/ ... rbeit.php5
brachte Hr. Gatzke (Geschäftsführer von Randstad) offenbar auf die Palme.

Im Schreiben an seine internen Mitarbeiter: (Startseite von ZOOM) heißt es u.a.:
Der Bericht behandelte das Thema Zeitkonten bei Randstad und deckte angeblich Missstände auf....Randstad hält sich bei allen Geschäftstätigkeiten an die rechtlichen Vorgaben zum AÜG, an den Branchen-TV und die Randstad Betriebsvereinbarungen.

In der BV zu den Arbeitszeitkonten:
http://www.igmetall-zoom.de/05/06/Gesam ... ndstad.pdf
heißt es beim § 3 (Handhabung der einsatzfreien Zeit)

3.1 Die einsatzfreien Stunden,......werden entweder als Minusstunden in das Arbeitszeitkonto gebucht oder von im Arbeitszeitkonto als Guthaben vorhandenen Plusstunden in Abzug gebracht.

Beim LAN wird also gar nicht sein Einverständnis eingeholt und damit der § 11.4 (Annahmeverzug) umgangen.

Dies als Betrug bezeichnen darüber kann man streiten (Betrug setzt den Vorsatz voraus).
Es sellt sich aber die Frage was war die Intention des Randstad Gesamtbetriebsrat eine BV zu unterschreiben die Randstad erlaubt die Zeitkonten der LAN nach den Interessen von Randstad anzuwenden (Bezahlung des Garantielohns bei Annahmeverzug zu umgehen).

Ob sich jemand vom Randstad-BR hier mal dazu äußert habe ich keine große Hoffnung lasse mich aber gerne positiv überraschen.

Da aber Taten besser sind als Reden könnte der Randstad-BR die Vereinbarung zum 30.Juni bzw. 31.Dez. jeden Jahres kündigen. Nachwirkung ist nicht vereinbart. (Siehe § 7.2 und 7.3 Schlussbestimmungen)

Karl


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 21.01.2012, 12:44 
Offline

Registriert: 10.02.2008, 13:02
Beiträge: 414
Wohnort: Kreis Bayreuth
Nun ja, wo kein Kläger, da kein Richter.

_________________
Lerne die Regeln gut, damit Du sie richtig brechen kannst. Dalai Lama


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 21.01.2012, 18:58 
Offline

Registriert: 28.08.2011, 01:36
Beiträge: 26
Niniane hat geschrieben:
Nun ja, wo kein Kläger, da kein Richter.


Oder auch:
Wer nichts macht, mit dem wird gemacht!


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 25.01.2012, 19:01 
Offline
Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2215
Wohnort: Augsburg
Hallo Niniane, hallo Robby Robson,

Zitat:
Niniane hat geschrieben:
Nun ja, wo kein Kläger, da kein Richter.

Zitat Robby Robson;
Oder auch:
Wer nichts macht, mit dem wird gemacht!

Mit euren Anmerkungen macht ihr es den Betriebsräten von Randstad sehr einfach ihre Betriebsvereinbarung ja nicht mal selber einer Prüfung zu unterziehen.

Kläger hat es schon gegeben nur dann hat Randstad die Klage erfüllt damit es kein grundsätzliches Urteil zur BV ergibt. Mit Klagen kommt man da nicht weiter.
Dem Betriebsrat von Randstad mit dieser BV nicht seinen Frieden lassen ist da schon eher erfolgreich.

Schade, dass fast niemand auf dieses Thema eingeht. So kann sich der BR von Randstad gemütlich zurücklehnen.

Seltsam auch, dass niemand auf den Brief von Hr. Gatzke (Geschäftsführer von Randstad) eingeht.
Siehe auf der Startseite von ZOOM.


Karl


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 26.01.2012, 17:48 
Offline

Registriert: 08.11.2009, 18:21
Beiträge: 232
karla hat geschrieben:
Kläger hat es schon gegeben nur dann hat Randstad die Klage erfüllt damit es kein grundsätzliches Urteil zur BV ergibt. Mit Klagen kommt man da nicht weiter.

Haben das etwa die Staranwälte der GW nicht hinbekommen, oder lautet der Grundsatz der Pflichtverteidigung "Vergleich" (z.B. GeAT AG).

karla hat geschrieben:
Dem Betriebsrat von Randstad mit dieser BV nicht seinen Frieden lassen ist da schon eher erfolgreich.

Bin ganz Ohr.

karla hat geschrieben:
Schade, dass fast niemand auf dieses Thema eingeht. So kann sich der BR von Randstad gemütlich zurücklehnen.

Würde sich dadurch etwas ändern, oder ändern wir etwas wenn wir handeln?


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 26.01.2012, 19:00 
Offline

Registriert: 04.08.2009, 06:55
Beiträge: 464
Man muss bei R nur laut genug schreien und die Abrechnungen mit "unfreiwilligem Freizeitausgleich" reklamieren, dann kommt auch Bewegung rein.
Allerdings ist der BR von R nur auf sein Bestes bedacht, bei dem anwesenden BR Mitglied zum OPersonlagespräch war ich mir mehrfach nicht sicher welche Seite er eigentlich vertreten will. Ausserdem sind die nie erreichbar, Rückrufbitten werden nicht beantwortet. Es gab bei R auch schon BR Mitglieder denen die Freistellung wieder entzogen wurde weil sie wohl nicht der Linie gefolgt sind.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 27.01.2012, 16:46 
Offline
Administrator

Registriert: 27.12.2004, 14:20
Beiträge: 2215
Wohnort: Augsburg
Hallo Elsa,

Zitat:
Haben das etwa die Staranwälte der GW nicht hinbekommen, oder lautet der Grundsatz der Pflichtverteidigung "Vergleich" (z.B. GeAT AG)


Wie kommst du bei meiner Aussage auf Vergleich?

Meine Aussage hieß:
Kläger hat es schon gegeben nur dann hat Randstad die Klage erfüllt
Verständnishalber lies einfach nochmal nach.

Zitat:
karla hat geschrieben:
Dem Betriebsrat von Randstad mit dieser BV nicht seinen Frieden lassen ist da schon eher erfolgreich.

Zitat Elsa:
Bin ganz Ohr.

Die Überlegung ist ganz einfach. Es gab einen sehr guten Fernsehbeitrag im ZDF zu den Zeitkonten am Beispiel Randstad.
Randstad hat mit einem Schreiben an seine internen Mitarbeiter reagiert. Dieses Schreiben plus BV dazu haben wir bei ZOOM öffentlich gemacht damit das Thema nicht gleich wieder in der Versenkung verschwindet.

Zitat:
Würde sich dadurch etwas ändern, oder ändern wir etwas wenn wir handeln?

LAN können also wenn sie wollen damit den BR von Randstad konfrontieren. Man kann auch auf den nächsten Betriebsversammlungen bei Randstad dazu Fragen einbringen.


Falls dir meine Antworten nicht gefallen. Einfach weiter nachhaken. So bleibt das Thema zumindest am köcheln auf kleiner Flamme.


Karl


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 27.01.2012, 17:35 
Offline

Registriert: 05.02.2007, 14:55
Beiträge: 476
Erst dachte ich der BR von Randstad äußert sich hier nicht mehr zum Thema weil die Geschäftsführung in ihrem Brief allen Mitarbeitern einen Maulkorb verpasst hat und Äußerungen nur der Presseabteilung vorbehalten sind, aber dann fand ich diesen ver.di-Beitrag:

ver.di hat geschrieben:
Randstad Betriebsrat Ost wirbt für Leiharbeit im Öffentlichen Dienst

Der Gesamtpersonalrat (GPR) der Freien Universität Berlin staunte nicht schlecht, als er unlängst einen Brief des Randstad Betriebsrats Ost erhielt. Darin heißt es u. a.: „Mit dem beigefügten ‚Randstad Report‘ möchten wir Sie über die Möglichkeiten der Nutzung von Personaldienstleistungen im Öffentlichen Dienst und dessen direkten und indirekten Beteiligungen informieren. Auch wir als Betriebsrat machen uns für die Wahrung der Interessen unserer Mitarbeiter stark und stehen unseren Mitarbeitern ebenso wie Ihrer Personalvertretung gern beratend bei der Nutzung von Zeitarbeit im Öffentlichen Verwaltungsbereich zur Verfügung.“ Julia Müller, die GPR-Vorsitzende, dazu: „Der Betriebsrat der Firma Randstad hat mit seinem Brief eine Grenze überschritten. Hier verkommt Solidarität unter Betriebs- und Personalräten zum Marketing-Aspekt. Aus Mitbestimmung wird Co-Management. Als GPR kämpfen wir für gute Arbeit und den Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen in unserem Betrieb. Das Prinzip „Daueraufgaben erfordern dauerhafte Beschäftigung“ werden wir nicht durch Leiharbeit ersetzen.“

Der BR von Randstad wird also einfach nur keine Zeit haben hier im Forum auf die Vorwürfe einzugehen, weil er mit dem "Co-Management" vollauf ausgelastet zu sein scheint? Jeder, also auch eine Mitarbeitervertretung, muss sich schließlich Prioritäten setzen und für das eintreten was wichtig erscheint.


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 135 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de