ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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BeitragVerfasst: 25.02.2010, 17:23 
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Finde ich auch sehr seltsam das dies angeblich nicht möglich ist, da ich schon 2008 als Helfer (und auch als dieser eingesetzt) bei einer AMP-ZAF über 7,60 € bekommen habe (einzelvertraglich geregelt) und es auch scheinbar nicht besonders schwer war mich innerhalb kürzester Zeit nach Abmeldung wieder wo anders unter zu bringen.


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 Betreff des Beitrags: warum neuer Tarifpartner?
BeitragVerfasst: 25.02.2010, 19:18 
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Hallo Christian,

Zitat:
Ich glaube der BZA sollte sich wirklich langsam einen anderen Tarifpartner suchen. Nur wen? Der CGB ist ihm ja auch zu teuer


warum sollte sich der BZA einen neuen Tarifpartner suchen, wenn der jetzige (DGB-TG) sich wieder auf alles einläßt? Ich lass mich von unserer DGB-TG gerne eines besseren belehren, aber dann wird es langsam Zeit, dass sie uns erklärt was da wieder abgelaufen ist und mit welcher Zielrichtung?

(Falls Bäumer einen neuen Tarifpartner sucht würde ich ihn an Hr. Florian Gerster verweisen, der hat einschlägige Erfahrungen mit der GNBZ (Gewerkschaft neue Brief- und Zustelldienste) zur Unterlaufung des Postmindestlohns).

@BZA-Mitteilung
Zitat:
Der BZA nutzt die verlängerte Erklärungsfrist, um gemeinsam mit seinem Sozialpartner zu einer vernünftigen und marktgerechten Lösung zu gelangen.

Dass der BZA die DGB-TG "nutzen" will geht schon in Ordnung. Aber was will die DGB-TG? Marktverträgliche Löhne oder weiter Billiglöhne?

Ein Zeitarbeitsmarkt der 8000 - 9000 ZAF ernährt, da muss noch einiges an Lohnverträglichkei drin sein?

@Startseite von ZOOM
Zitat:
Detlef Wetzel Helga Schwitzer
Zweiter Vorsitzender Geschäftsführendes Vorstandsmitglied

PS: Die Verhandlungen mit der Interessengemeinschaft Zeitarbeit (iGZ) werden
Ende des Monats geführt. Auch hier informieren wir Dich über den Stand.


???


Karl


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 25.02.2010, 19:42 
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Also das sinnvollste wäre doch jetzt mit dem IGZ ordentlich zu verhandeln Karla ;) dann wäre der BZA als einzige ohne gültigen Fahrschein, ob man damit bei DER rechtsunsichert dann Marktanteile gewinnen kann. :roll:


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 25.02.2010, 20:35 
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Hallo,

die Chancen des DGB und der DGB-Gewerkschaften auf ein "equal pay- TV" werden immer besser, denn jetzt will auch die CGM aus der CGZP austreten, womit dann nur noch die GÖD und die DHV für das Verfahren vor dem BAG verbleiben und gleichzeitig fraglich ist, ob der neue AMP-TV damit noch so in Kraft treten kann!

Zitat:"Die Große Tarifkommission der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) hat auf ihrer Sitzung am 24.02.2010 beschlossen, dem Hauptvorstand zu empfehlen, die Mitgliedschaft in der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personal-Service-Agenturen (CGZP) mit sofortiger Wirkung zu kündigen. CGM-Bundesvorsitzender Detlef Lutz legt sein Amt als stellvertretender Vorsitzender der CGZP nieder. Die CGM möchte zukünftig Tarifverträge auch in der Zeitarbeit in eigener Verantwortung im Interesse der Arbeitnehmer in der Metall- und Elektroindustrie aushandeln. Sollte die größten Einzelgewerkschaft des Christlichen Gewerkschaftsbundes CGB diesen Schritt vollziehen, bleibt abzuwarten, was dies für das aktuelle AMP-CGZP-Verhandlungsergebnis bedeutet. .."

http://www.personalorder.de/index.php?l ... t_id=22056

Fett= von mir

Dabei stellt sich natürlich die Frage, ob der Abschluss damit zum 01.03.2010 steht, wenn die CGM aus der CGZP mit sofortiger Wirkung austreten sollte. Ist der Austritt der CGM relevant?

Zitat: "..Deshalb fordern die Große Tarifkommission und der Hauptvorstand der CGM die Tarifparteien AMP und CGZP nachdrücklich auf, mit sofortiger Wirkung einen Mindestlohn von 7,50 Euro (West) und 7,00 Euro (Ost) zu vereinbaren. Dieser Mindestlohn muss aus Sicht der CGM ab dem 01.07.2010 mindestens auf 8,30 Euro (West) und 7,80 Euro (Ost) erhöht werden. Vor allem die Streichung der Absenkungsmöglichkeiten müsse spätestens zum 01.07.2010 erfolgen. „Diese Option war ursprünglich von der CGZP als flexible Ausnahmemöglichkeit der Arbeitgeber gedacht. Leider hat sich herausgestellt, dass diese oftmals zum Normalfall wurden.
Dem muss die CGZP in aller Deutlichkeit entgegentreten“, so Detlef Lutz wörtlich. Weiter beschlossen der Hauptvorstand und die Große Tarifkommission der CGM einstimmig, umgehend – spätestens jedoch zum 15.02.2010 – aus der Tarifgemeinschaft der CGZP auszutreten, falls ihre Forderungen nicht erfüllt würden..."

http://www.personalorder.de/index.php?l ... t_id=21871

Fett = von mir

Zitat: "Die CGM möchte zukünftig Tarifverträge auch in der Zeitarbeit in eigener Verantwortung im Interesse der Arbeitnehmer in der Metall- und Elektroindustrie aushandeln."

Dafür muss sie dann aber wohl erst noch ihre Satzung ändern:
http://www.cgm.de/cgm/pdf/Satzung_cgm.pdf
denn darin steht bis dato kein Wort über Leiharbeiter bzw. die eigenständige Branche der Arbeitnehmerüberlassung.

Mal schauen, ob dann noch die GÖD und DHV bis zum BAG-Termin in der CGZP sind oder ob die CGZP sich schon vorher ohne CGB-Gewerkschaften auflöst. :wink:

Gruß

Juergen1


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 Betreff des Beitrags: Re: interne BZA-Mitteilung
BeitragVerfasst: 25.02.2010, 22:19 
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Iwanowski hat geschrieben:
Also 7,60 € sind am Markt nicht durchsetzbar erklärt der BZA und seine Zielrichtung für die Verhandlungen ist darunter zu bleiben.

Seltsam, das wir in den jüngsten Haustarifverträgen in NRW nicht unter 8 Euro oft darüber abschließen und die Firmen trotzdem ein Geschäft machen.
Sicher manche Kunden gehen ihnen verloren aber man muss sich halt Entscheiden ob man nur Geld verdienen will oder ob man seinen Beschäftigten in die Augend blicken kann.

Ich glaube der BZA sollte sich wirklich langsam einen anderen Tarifpartner suchen. Nur wen? Der CGB ist ihm ja auch zu teuer :oops:


Ich würde mal spekulieren, dass die einfach nur auf Zeit spielen.

Die bauen drauf, dass der neue Christen-Tarif so durchgeht, um anschliessend gezielt mit besseren, bzw. günstigeren Kundentarifen die Entleihbetriebe der AMP-ZAF anzugehen.

Viele dieser Entleiher werden natürlich keinen Bock auf höhere Kundentarife haben, die zwangsläufig von den AMP-ZAF durchgesetzt werden müssten, da sich deren MA-Tarife ja recht deutlich erhöhen.

Da kommen dann die BZA-ZAF mit zunächst besseren Kundentarifen ins Spiel und gewinnen Neukunden/ehemalige AMP-Kunden. Man lässt dann ein paar Monate ins Land ziehen, schickt diesen Neukunden natürlich die besten Leute, die man hat, um sie zu überzeugen.

Anschliessend schliesst man dann mit dem DGB einen leicht (also ein paar Cent) höheren TV als AMP ab für das Image nach aussen und erhöht ebenfalls die Kundentarife.

Die Kunden haben dann aber keine deutlich günstigere Alternative mehr, haben gute MA von den BZA-ZAF bekommen und werden vermutlich wegen weniger Cent nicht wieder zurück zu AMP-ZAF wechseln.

So in etwa könnte ich mir die 'strategischen Überlegungen' des BZA vorstellen, ist natürlich nur Spekulation.

Auch könnte ich mir vorstellen, dass der DGB diese Überlegungen unter der Hand mitgeht, ein Ziel des DGB ist ja auf jeden Fall, die 'christliche' Konkurrenz auszuschalten.

Wenn nun also die AMP-ZAF aufgrund Tariferhöhung Kunden verlieren und vielleicht auch einige AMP-ZAF pleite gehen, wäre das für den DGB ja nicht wirklich schlecht.

Je weniger ZAF mit 'Christen-Tarif' es gibt, desto besser für den DGB.

Hat der DGB irgendwann die Alleinherrschaft, bzw. 75 Prozent oder mehr der ZAF mit DGB-TV, kann er natürlich richtig was durchsetzen, da die ZAF keine wirkliche Alternative mehr hätten.

Scheisse bei der ganzen Politik und Strategie ist natürlich, dass 'das Fussvolk' absolut keine Rolle spielt und 'Kollateralschäden' problemlos in Kauf genommen werden.


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 Betreff des Beitrags: Verdi-Meldung
BeitragVerfasst: 26.02.2010, 10:04 
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Hallo,

unter:

http://www.hundertprozentich.de/aktuelles.html

eine Kurzmeldung zu DGB-TG / BZA.


Zu den angedachten Verhandlungen mit IGZ Ende Februar, also Übermorgen, auch bei Verdi keine Meldung. Wenn Montag den 01. 03 die Erklärungsfrist für den AMP/CGM-TV ohne Einspruch verstreicht ist es an der Zeit, dass die DGB-TG mal eine Aussage macht wie es weitergehen soll.

Vor vier Wochen war man nach deren Aussage so gut wie durch. Wenn dort weiter geschwiegen wird sollten wir uns mal dort bemerkbar machen.
Bisher hatten wir uns nur direkt an die IGM gewandt. Ein paar Tage lass ich denen noch Zeit.

Unter: www.neues-deutschland.de/artikel/164224 ... hluss.html

hieß es zu Kollege Reinhard Dombre:

Der Verhandlungsführer des DGB bei den Tarifverhandlungen, Reinhard Dombre, sieht die Kritik gelassen.

Ob der Kollege immer noch in diesem Zustand verharrt?


Karl


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26.02.2010, 10:48 
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Der angekündigte Ausstieg des CGM könnte ja dazu führen, dass am Ende Seitens der C Gewerkschaften das Verhandlungsergebnis gekippt wird. Die Begründung für den "Ausstieg" wird ja in der letzten Meldung schon vorbereitet. Man will ja "noch mehr für die Beschäftigen" herausholen.

Wandlung vom Saulus zum Paulus?

Oder alles nur Show?

Wenn jetzt wieder alles platzt, dann nenne ich das Ganze mal Schmierentheater.

Am Montag wird man klüger sein.

Norbert Fuhrmann


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 Betreff des Beitrags: Re: Verdi-Meldung
BeitragVerfasst: 28.02.2010, 06:28 
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karla hat geschrieben:
(...)hieß es zu Kollege Reinhard Dombre:

Der Verhandlungsführer des DGB bei den Tarifverhandlungen, Reinhard Dombre, sieht die Kritik gelassen.


Naja, mit dem Sehen hat der das nicht so. 7 Jahre tarifpolitischer Blindflug sprechen da eine klare Sprache. Eine Aufzählung der Sünden erspare ich mir.

Was das Sehvermögen des Herrn betrifft: Da hilft kein Besuch beim Optikermeister mehr. Nötig sind ein weißer Stock, ein treuer Hund und eine sofortige Auswechslung.

Viele Grüße

D.F.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01.03.2010, 18:04 
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Unter dem Eindruck der im nächsten Jahr bevorstehenden Arbeitnehmerfreizügigkeit für die EU-Mitgleider aus Mittel- und Osteuropa zeigt sich der Präsident der deutschen Arbeitgeberverbände, Dieter Hundt, entgegen früheren Äußerungen, nun offen für einen Mindestlohn in der Zeitarbeit. "Durch Branchenmindestlöhne dürften aber keine bestehenden Tarifverträge gefährdet oder außer Kraft gesetzt werden.", wird der Arbeitgeberpräsident weiter von der Deutschen Welle zitiert.


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 Betreff des Beitrags: Erklärungen mit u. ohne Fristen
BeitragVerfasst: 02.03.2010, 00:20 
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Hallo,

unter: www.cgb.info/cgzp/cgzppresse.php

hieß es am 12.02.2010:
Zitat:
...Die Tarifvertragsparteien haben sich auf eine Erklärungsfrist bis zum 01. März 2010 verständigt.....


Satz mit x, war wohl noch nix.

Also Zeit, sich wieder mit unchristlichem Blödsinn zu beschäftigen.

Bei IGZ unter: www.ig-zeitarbeit.de/artikel/5884 ist ein von BZA und IGZ gemeinsam herausgegebenes Statement nachzulesen (für die homepage des BZA wohl nicht für so wichtig gehalten).

Im vorletzten Satz des gesamten Artikels heißt es passend zu den BZA-Tarif-Meldungen von Hr. Bäumer: Verbände......schließen marktgerechte Tarifverträge ab. Auch in 2010 ist es unser Ziel, die Entwicklung unserer Branche positiv voranzubringen.

Da mühen sich diese Verbände seit 7 Jahren marktgerechte Tarifverträge positiv voranzubringen und ein Vertreter des IGZ bringt es doch tatsächlich fertig den BZA-Tarifverhandlungsführer mit seiner Kritik an dem Verhandlungsergebnis der Christen (interne Mitteilung des BZA an seine Mitglieder) - 7,60 Euro in E1 mit dem AMP - zum weiteren mauern zu ermuntern.

Zur Erinnerung: Die Forderung der DGB-TG ist 8 % mehr Lohn. Das wären bei BZA in E1, West: 7.97 Euro.

Auch das ist ein Billiglohn. Und das ist nur möglich, weil es 8000 - 9000 ZAF gibt (dass dies nicht marktgerecht ist wissen alle ZAF, aber solange das Geschäft läuft mischt man mit gründet und fusioniert etc., usw.).


Karl


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02.03.2010, 10:32 
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D.F. hat geschrieben:
Festzustellen ist zunächst ein totales Versagen der IG Metall, weil sie dem größten Lohndumper aller Zeiten (der heißt nicht Smidts, sondern nachweißbar Dombre) erneut einen Auftrag erteilt hat.

.....
Viele Grüße

D.F.


Das da vor allem in Bezug auf das Ergebnis vom 26.1 was nicht funktioniert hat gebe ich dir Recht. Hier haben Leute entschieden, die in Sachen Leiharbeit wohl nicht ganz auf der Höhe sind. Ich hätte mir im Vorfeld eine Diskussion gewünscht. Aber so ist das manchmal im Leben.

Im Nachgang haben sich jedoch die demokratischen Strukturen als Belastbar und Handlungsfähig erwiesen. Die Tarifkommission hat den Blödsinn gestoppt und einen klaren Handlungsauftrag formuliert.
Also nicht einfach Nachverhandlungen, sondern da sind Bedingugnen formuliert und die sind gültig und daran orientiert sich der Vorstand der IGM.

Schafft endlich was finde ich gut. Aber das gilt für beide Seiten. Und da sehe ich beim BZA schwarz wenn ich mir die Meldungen ansehe.

Der Verhandlungsführer beim BZA ist eine klare Fehlbesetzung.

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

Düsseldorf


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BeitragVerfasst: 04.03.2010, 07:46 
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Aber Herr Iwanowski,

Sie können doch den größten Verhandlungsführer aller Zeiten des BZA als "Fehlbesetzung" bezeichnen.

Als im Ernst. Es steckt schon eine klare Strategie dahinter. Ich habe schon in anderen Beiträgen darauf hingewiesen, dass man durch eine "schöne Geschichte" Herrn D. vom D. über den T. ziehen wollte, um schnell einen günstigen TV Abschluss zu bekommen.

Man wußte, dass die Christen auf einem Weg zum höheren TV waren.

Strategie ganz einfach: Nach dem hohen Christenabschluss sind wir beim BZA die Billigsten. Die AMP Mitglieder werden wechseln und der BZA sammelt diese ein.

Mit dieser Strategie war die BZA Hauptrolle doch gut besetzt. Bauerntheater ist nicht Hollywood.

Norbert Fuhrmann


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BeitragVerfasst: 04.03.2010, 23:02 
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Hallo Hr. Fuhrmann,

Zitat:
Strategie ganz einfach: Nach dem hohen Christenabschluss sind wir beim BZA die Billigsten. Die AMP Mitglieder werden wechseln und der BZA sammelt diese ein.


Bei der TV- Verhandlung Zwischen BZA und DGB-TG am 16.12. hat Hr. Bäumer genau dieses Argument vorgebracht nur statt AMP sprach er von verunsicherten ZAF.

Ursprünglich hat es ja mal Gespräche zwischen BZA und IGZ über ein gemeinsames Tarifwerk gegeben. Lt. BZA scheiterte dies an den "unterschiedlichen Strukturen". Was darunter zu verstehen sein sollte weiß der Geier (mir fällt nur der § 8.6 ein).

Von der iGZ ist dazu (unterschiedliche Stukturen) überhaupt nichts bekannt.

Bekannt ist aber, dass Hr. Stolz (IGZ) und Hr. Ludger Hinsen (BZA) sich einig sind, dass die ZAF-Löhne "marktgerecht" sein müssen siehe unter:
www.ig-zeitarbeit.de/artikel/5884

Bekannt ist auch die Forderung der DGB-TG nach 8% mehr Lohn (Über die Laufzeit gibt es keine Aussage). Ist ja auch immer ein Teil des Kompromisses.

Vielleicht sollten die beiden Verbände einfach mal unter sich klären, was zu schlucken sie bereit sind. (Für einzelne ZAF sieht das nie gleich aus). Was für die eine ZAF kein Problem ist ist für die andere ZAF die Verabschiedung vom Markt. Also marktgerecht.

Warum fällt den Verbänden das Argument der Marktgerechtigkeit immer nur bei den Löhnen ein?

Die Erklärungsfrist mit BZA ist nun unbefristet. Soll der halt mal in sich gehen. Wenn das nicht fruchtet kann an man ja auch den MTV kündigen (§ 8.6). Wenn dem BZA das zu frech wird soll er halt zu den Christen wechseln. Jeder ZAF-Verband kann sich den Tarifpartner heraussuchen den er für marktgerecht hält.

Aber wie schon angedeutet von der IGZ habe ich bis heute auch nur allgemeines Geschwafel gelesen. Oder halten die 8% für marktgerecht?


Karl


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BeitragVerfasst: 05.03.2010, 18:28 
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Hallo Karla,

gemeinsam IGZ und BZA in Sachen Tarif?

Ich kann aus der Vergangenheit dazu berichten, da ich die TV -Verhandlungen 2003 für den IGZ als damaliger stellv. Vorsitzender des IGZ geführt habe.

Der erste Versuch etwas gemeinsam mit dem BZA zu machen, scheiterte daran, dass wir beim IGZ klare Vorstellungen hatten und der BZA nicht.

Der zweite Versuch scheiterte, weil der BZA Verhandlungen führen wollte und der IGZ nur noch unterschreiben sollte.

Der dritte Versuch scheiterte weil der BZA etwas gegen meine Person hatte (wenn mit dem IGZ, dann ohne Herrn Fuhrmann)

Der vierte Versuch scheiterte am §8.6.

Es gab und gibt immer wieder Versuche gemeinsame Linien zu finden, sind aber immer daran gescheitert, dass der BZA den §8.6 nicht aufgeben will.

Die Stragie des BZA habe ich schon beschrieben.

Im Moment bin ich ja kein IGZ-Funktionär. Jedoch erlaube ich mir eine Einschätzung.

Der IGZ hatte mit dem Kollegen D. vom DGB vereinbart, dass zunächst der BZA verhandelt werden soll. Man wollte abwarten und dann nachziehen. Nun wartet man immer noch.

Aber die Dinge haben sich geändert. Man versucht jetzt ins Gespräch zu kommen und sich vom BZA abzunabeln.

Die Forderung von 8 %?

Ich kenne eine neu gegründete TG, die in diese Richtung gehen würde. Es sind auch IGZ - Mitglieder darunter.

Vielleicht muss es Vorreiter geben. Ich war schon mal Vorreiter als ich 1999 den ersten Tarifvertrag (Haustarif) für die externen Beschäftigten der Zeitarbeit mit der IGM geschlossen haben.

Schaun wir mal....

Norbert Fuhrmann


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BeitragVerfasst: 06.03.2010, 12:45 
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Norbert Fuhrmann hat geschrieben:

Strategie ganz einfach: Nach dem hohen Christenabschluss sind wir beim BZA die Billigsten. Die AMP Mitglieder werden wechseln und der BZA sammelt diese ein.

Norbert Fuhrmann


Hallo Herr Fuhrmann,

das diese Strategie nicht funktioniert hat doch die Vergangenheit schon belegt.
Kann jedenfalls keine große Bewegung von AMP zum BZA feststellen.
Und der BZA ist seit der AMP Erhöhung auf 7,31 nach auslauf der Absenkungszeit teurer als der BZA mit seiner 25% Kürzung.

Ich glaube der IGZ hat mehr Wechler vom AMP aufgenommen und das trotz höherem Tarif.

Das wäre keine Startegie sondern hirngespinste. egal wer es Diskutiert.

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

Düsseldorf


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 06.03.2010, 16:36 
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Herr Iwanowski,

Korrekt ! mehr wechseln zum IGZ. Bisher ca. 160 Firmen.

Aber die beim BZA denken so wie ich es dargestellt habe. Ich kann ja nichts dafür....

Norbert Fuhrmann


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 Betreff des Beitrags: Bäumchen Wechseldich?
BeitragVerfasst: 08.03.2010, 10:41 
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Hallo Hr. Fuhrmann,

Zitat:
Der vierte Versuch scheiterte am §8.6.

Es gab und gibt immer wieder Versuche gemeinsame Linien zu finden, sind aber immer daran gescheitert, dass der BZA den §8.6 nicht aufgeben will.

Sollte Hr. Bäumer weiterhin dem Gedanken nachhängen, dass die Tarifkommissionen von IGM und Verdi beim § 8.6 plötzlich die Mehrheitsverhältnisse zu diesem Thema wieder rückgängig machen, dann muss er schon ein arger Träumer sein, oder er setzt darauf, dass unser Vorstand rückfällig wird. Halte ich auch für traumhaft.

Immerhin ist seine Aussage vom 11.02. im Handelsblatt: „Erst einen Vertrag aushandeln und ihn dann torpedieren – so etwas habe ich noch nicht erlebt“ inzwischen nicht mehr in irgendeiner Form wiederholt worden. Vielleicht haben ihm auch andere BZA-Herren -und Damen beigebracht, dass auch für einen Hr. Bäumer die Bäume nicht in den Himmel wachsen.

Er kann jetzt natürlich warten bis zum Juli, dann hat er den billigsten Tarif in der Branche. Ob das dann noch einen run auf den BZA auswirkt wo doch deren TV nicht rechtssicher ist bleibt abzuwarten.

Jedenfalls soll es in den nächsten Tagen Gespräche mit der IGZ geben. Schauen wir mal was denen einfällt. Unser Vorstand hat uns ja versprochen ..Auch hier informieren wir Dich über den Stand.


Karl


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BeitragVerfasst: 08.03.2010, 13:48 
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Hallo Karla,

Das Warten beim BZA wird nicht funktionieren. Sehe ich genau so.

Was passiert eigentlich, wenn eine oder mehrere Gewerkschaften aus der TG des DGB ausscheiden?

Gruß

Norbert Fuhrmann


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.03.2010, 14:24 
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Abschluss:

http://www.bza.de/439.html?&cHash=df6e5cf427&tx_ttnews[backPid]=1&tx_ttnews[tt_news]=710


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.03.2010, 14:50 
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Hallo,

Nun ist ein Abschluß perfekt. Und das ohne Erklärungsfrist?


"Das heutige Verhandlungsergebnis beendet mangels Erklärungsfrist eine lange und intensive Verhandlungsrunde".

Dann hat die TK ja nichts mehr zu sagen....


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 Betreff des Beitrags: Abschluss
BeitragVerfasst: 09.03.2010, 14:54 
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Hallo,

unter: http://www.berater-der-zeitarbeit.de/ak ... 517&back=1

heißt es: Die Tarifnorm 8.6 des BZA-Manteltarifvertrages entfällt.

Ab wann der § 8.6 entfällt wird nicht ausgesagt. In der Pressemitteilung des BZA wird der § 8.6 mit keinem Wort erwähnt.

Über die prozentualen Erhöhungen in den jeweiligen Stufen ist auch nichts erwähnt.

Und es heißt: Das heutige Verhandlungsergebnis beendet mangels Erklärungsfrist eine lange und intensive Verhandlungsrunde.

Auch nicht schlecht: Die Tarifkommissionen von IGM und Verdi falls sie einberufen werden dürfen abnicken. Da war man sich in der Verhandlunskommission und beim Vorstand wohl nicht ganz sicher.

Warten wir nochmals bis das exakte Verhandlungsergebnis bekannt ist.


Karl


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.03.2010, 14:58 
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Tach auch karla,

die Neuerungen treten am 01.07.2010 in Kraft, E1 dann im Westen 7,60 Euro und im Osten 6,65 Euro, keine Einmalzahlung.
8,6er wird ab dem 01.07.2010 ersatzlos gestrichen - keine Anwendung des TV bei konzerninterner Überlassung.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.03.2010, 17:09 
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Toll. 2 Monate später und gar keine Einmalzahlung? Das verdient ja richtig Respekt. :shock:

Wie sehen die prozentualen Steigerungen zu den einzelnen Terminen aus?

Und das fast zu meinem zweijährigen Jubiläum hier im Forum und damit mit etwa 2 Jahren Verspätung ...


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 Betreff des Beitrags: BZA Abschluss pm
BeitragVerfasst: 09.03.2010, 19:29 
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Tarifvertrag bremst Lohndumping und Missbrauch

Berlin/Frankfurt am Main – Die Gewerkschaften ver.di und IG Metall haben den Vertrag, der zwischen dem Bundesverband Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen (BZA) und der DGB-Tarifgemeinschaft Zeitarbeit geschlossen wurde, als Fortschritt bewertet. „Damit ist es gelungen, 7,50 Euro als Mindestlohn zu etablieren und gute tarifvertragliche Standards zu setzen“, erklärte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske in Berlin. „Wir wollen Missbrauch in der Leiharbeit bekämpfen; dafür ist dieser Abschluss eine gute Grundlage“, sagte der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, am Dienstag in Frankfurt.

Mit dem Tarifabschluss steigen die Mindestentgelte nach einem Stufenplan im Westen von 7,38 Euro bis zum 1. November 2012 auf 8,19 Euro pro Stunde, im Osten von 6,42 Euro im gleichen Zeitraum auf 7,50 Euro. Für die weiteren Entgeltgruppen wurden prozentuale Erhöhungen vereinbart, zum 1. Juli 2010 um 2,5 Prozent, zum 1. Mai 2011 um weitere 2,5 Prozent, zum 1. November 2011 um 1,74 Prozent und zum 1. November 2012 erneut um 2,5 Prozent.

Ferner sieht das Ergebnis vor, dass die bisherige Verrechnungsmöglichkeit von steuerfreien Aufwandsentschädigungen mit dem Bruttoentgelt zum 1. Juli 2010 ersatzlos entfällt. Damit sind indirekte Lohnkürzungen ausgeschlossen.

In einer Zusatzklausel wurde zudem geregelt, dass der neue Tarifvertrag nicht als Einfallstor für Lohnsenkungen durch konzerninterne Leiharbeit oder zum Austausch von Stammbelegschaften durch Leiharbeiter missbraucht werden kann. „Damit gilt im Grundsatz für konzerninterne Leiharbeit die gleiche Bezahlung von Stammbelegschaften und Zeitarbeitern. Der Missbrauch der Zeitarbeit nach dem ‚Modell Schlecker’ darf sich nicht wiederholen“, betonten Bsirske und Huber. Beide Gewerkschaftsvorsitzenden forderten die Bundesregierung auf, Lohndumping in der Leiharbeit einzudämmen.

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Christian Iwanowski

Düsseldorf


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 Betreff des Beitrags: E1
BeitragVerfasst: 09.03.2010, 19:40 
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Hallo Christian,

wie schauen denn die Erhöhungen in der Entgeltgruppe 1 jeweils aus?

Robin Hood schrieb ab 01. Juli auf 7,60. Ist das richtig?

Und wie sehen die weiteren Erhöhungen zu den vereinbarten Terminen in der E1 aus?
Für alle anderen Entgeltgruppen sind die prozentualen Erhöhungen ja bekannt.


Karl


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BeitragVerfasst: 09.03.2010, 20:03 
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Mit dem Tarifabschluss steigen die Mindestentgelte nach einem Stufenplan im Westen von 7,38 Euro bis zum 1. November 2012 auf 8,19 Euro pro Stunde, im Osten von 6,42 Euro im gleichen Zeitraum auf 7,50 Euro. Für die weiteren Entgeltgruppen wurden prozentuale Erhöhungen vereinbart, zum 1. Juli 2010 um 2,5 Prozent, zum 1. Mai 2011 um weitere 2,5 Prozent, zum 1. November 2011 um 1,74 Prozent und zum 1. November 2012 erneut um 2,5 Prozent.


Ähhhh....war da nicht was mit öffnung des Arbeitsmarktes
für billiglöhner aus der EU just 2012 ???

Würde in meinen Augen bedeuten:
Mindestlohn und die letzte 2,5 % tige erhöhung
wäre (welch zufall) Makulatur! :shock:

Viele Grüße Micha


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 Betreff des Beitrags: Was ist los?????
BeitragVerfasst: 09.03.2010, 20:19 
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Warum gibt es eigentlich Tarifkommissionen der Einzelgewerkschaften zum Thema Zeitarbeit??
Hatten die ein gemeinsames Treffen mit einem Verhandlungsauftrag nach der Ablehnung des Verhandlungsergebnisses vom Januar durch IGM und verdi?

Irgendwie muss doch die "Verhandlungsführung" der DGB-Tarifgemeinschaft zu ihren Beschlüssen und Abschlüssen kommen. Dafür sind die Tarifkommissionen der Einzelgewerkschaften zuständig. Habe ich mal gehört ...

Besonders nachdem die Tarifkommissionen von IGM und verdi das "Ergebnis" vom Januar nicht abgenickt haben, hätte doch eine etwas umfassendere Diskussion der Tarifkommissionen der Einzelgewerkschaften stattfinden sollen. Dachte ich ...
Gab's die? Gemeinsam? Ich glaube nicht, lasse mich aber eines Besseren belehren.

Bestimmen einen Abschluss mit dem BZA nur Vorstandsmitglieder von IGM und verdi - denn wer sonst hat das Sagen?
Und beauftragen die dann einen Kofferträger vom DGB zum Unterschreiben, einfach so, weil sie eben Vorstandsmitglieder der "ganz Großen" sind??
Und dann läuft das???

So ist mein erstes Gefühl, so sind meine ersten Fragen, als IG Metaller und Leiharbeiter. Rein Subjektiv ...
So wie das jetzt läuft, scheint mir das nicht sonderlich innergewerkschaftlich-demokratisch zu sein.
Wie auch immer dieses "Ergebnis" zu bewerten ist.


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 Betreff des Beitrags: Ein einziges Debakel
BeitragVerfasst: 09.03.2010, 21:38 
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Puh, was soll man zu der Tarifposse sagen?

Positiv ist, dass eine Aufnahme ins Entsendegesetz näher gerückt ist.

Negativ ist die totale Blamage der IGM im Wettbewerb zur CGM. Da prescht der kleine Stuttgarter Haufen vor und fordert die Abschaffung aller Absenkungen. Was kommt aus der Frankfurter Wilhelm-Leuschner-Straße? Fast nichts, eine schönredende E-Mail auf Nachfrage. Und die Neubeauftragung eines Totalversagers. Der schafft es dann mit Ach und Krach, mit dem C-Haufen gleichzuziehen.

Das ist fast so, wie wenn beim Fußball der FC Bayern von irgendeiner bierbäuchigen Dorfplatztruppe vorgeführt wird. Unfassbar!

Um im Fußball-Slang zu bleiben: Ich habe fertig!

D.F.


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BeitragVerfasst: 09.03.2010, 23:39 
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Hallo,

tja, nun hat die DGB-TG oder besser gesagt Herr Huber und Bsirske die Chance auf einen equal pay-TV völlig vergeigt.

Von wegen: wir werden Euch auf dem Laufenden halten!

Nein, nun gibt es einen Abschluss ohne Erklärungsfrist (nach unbegrenzter Erklärungsfrist), woduch die Zeitarbeit-TG der GW des DGB natürlich vor vollendeten Tatsachen gestellt wird, wie bereits im Januar!

Diese Zeitarbeit-TG der GW können also wieder abgeschafft werden, denn offensichtlich geht es ja herrschaftlich vor.

Zitat: "Die tarifvertraglichen Neuerungen treten am 01. Juli 2010 in Kraft und gelten bis zum 31.10.2013."

http://www.berater-der-zeitarbeit.de/ak ... 517&back=1

Da bin ich ja mal gespannt, wie in diesem Entgelt-TV das Inkrafttreten der EU-Richtlinie Zeitarbeit ab dem 05.12.2011 berücksichtigt wird!

Und wieder einmal natürlich keine verhandelten Branchenzuschläge, sprich fast 7 Jahre völlige Vera....
der LAN für die seit fast 7 Jahren weggefallen Arbeitnehmerschutzrechte
(Synchronisationsverbot, Verbot der sofortigen Wiedereinstellung, Höchstüberlassungsdauer, usw. = siehe Urteil des BVerfG vom 29.12.2004 sowie die Gesetzesbegründung zur Änderung des AÜG).

Fazit: auch mit den neuen TV von AMP, BZA und IGZ bleibt Leiharbeit eine prekäre Beschäftigung in D.!

Die Armuts- und Niedriglöhne werden weiterhin tariflich (ohne verhandelte Branchenzuschläge) zementiert und die Anzahl der damit verbundenen "Aufstocker" und deren dafür notwendigen Steuermittel von jetzt 500 Mio. Euro wird auf Grund der steigenden Kosten noch steigen!

Auch nach über 20 Jahren nach der Wiedervereinigung haben LAN im Osten immer noch einen geringeren Lohn, was völlig unakzeptabel ist.

Eine tarifliche Reisekostenrichtlinie gibt es offensichtlich auch nicht.

Gruß

Juergen1


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BeitragVerfasst: 09.03.2010, 23:40 
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Diese Ignoranz eines jedweden für diesen Abschluss verantwortlichen Gewerkschafters ist nicht mehr zu überbieten. Anstatt lächerlichen 2,5% zum 01.05. und 80,-- Einmalzahlung sind es jetzt also lächerliche 2,5% zum 01.07. und keine Einmalzahlung. Das ist doch Verarschung in Reinkultur. Wie hoch ist denn der Prozentsatz der 8.6-Betroffenen an allen BZA-DGB-Abhängigen? Lediglich diese Gruppe hat ggf. einen zehnmonatigen Vorteil, neben dem Nachteil aller, dass die Entgeltsteigerung erst 2 Monate später in Kraft tritt. Ich gehe davon aus, dass der BZA hier noch ein dickes Plus macht im Vergleich zum Ergebnis vom 26.01.

Alle Aufregung und Proteste waren also völlig umsonst. Wieder einmal wurde man zu tiefst gedemütigt.


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